Br. 92. 14. Jahrgang. 2. Beilage des„ Vorwärts " Berliner Volksblatt. Mittwoch, 21. April 1897,
nebenbei etwas Ackerbau treiben und in den größeren Städten Arbeit der Bergleute nicht genügend gestiegen sei. Der Gewerfverein könne
Die zweite Provinzial- Konferenz der Maurer suchen, wo sie den zielbewußten Kollegen eine erdrückende Konkurrenz nur in den Augen des Laien als Vorkämpfer für die Lohnerhöhung der Provinz Brandenburg machen und deren Löhne herabsehen helfen. Ein weiterer Uebel gelten, der Kenner wisse es besser. Obwohl dem Verbande überall stand bestehe darin, daß die Maurer in manchen Orten gezwungen Schwierigkeiten durch Saalabtreibungen, Schantsperren, Bera wurde am 2. und 3. Feiertag in Buske's Lokal abgehalten; es waren sind, während der Arbeitslosigkeit im Winter bei den Meistern sammlungsverbote u. f. w. gemacht wurden, der Gewerkverein aber 30 Orte durch 37 Delegirte vertreten, als Vertreter der Geschäfts- Schulden zu machen, wodurch sie in ein drückendes Abhängigkeits- überall freie Bahn hätte, gehe es mit dem Verbande doch vorwärts, leitung war der Generalbevollmächtigte Bömelburg anwesend. In verhältniß gerathen. Diesen sei natürlich schwer beizukommen. Es gebe trok alledem. der Sizung am Montag berichtete Panser über die Thätigkeit Orte in der Provinz, wo von Sonnenauf bis untergang gearbeitet werde Brangenberg- Bochum gab den Kassenbericht. Die Einder Agitationskommission, welche auf der ersten Konferenz im Jahre und Stundenlöhne von 18, ja sogar 15 Pf. gezahlt würden. Gerade in den nahmen in der Zeit vom 15. Juli 1896 bis 1. April 1897 betrugen 1893 gewählt wurde. Die Kommission habe ihre Aufgabe, Propa- Gegenden, wo die Verhältnisse am schlechtesten seien, habe die 20 989,89 M., die Ausgaben 13 304,53 m., der Kassenbestand ganda für den Zentralverband der Maurer zu machen, dadurch zu Agitation bisher am wenigften Erfolg gehabt. Um eine wirksame 7685,36 M. Dazu kommt das sonstige Vermögen an der Druckerei zc. erfüllen gesucht, daß sie in allen in Frage kommenden Orten Ver- Agitation in Zukunft zu entfalten, fei zu empfehlen, daß die lebens- in Höhe von ca. 8000 M., so daß das Gesammtvermögen sich auf bindungen anzufnüpfen bemüht war. Die Agitationsarbeiten hätten fähigen Zahlstellen in den Umkreisen ihrer Orte agitatorisch thätig ca. 16 000 m. belänft. Die Zahl der Zahlstellen habe 1896 anfangs nicht viel genutzt, und erst später, als die Geschäftslage eine wären und die Arbeit nicht der Kommission allein überlassen bleibe. 112 betragen und sei jetzt auf 134 in die Höhe ge beffere wurde, sei ein Erfolg zu verzeichnen gewesen. Die Kom- Es lasse sich nicht verkennen, daß da, wo eine gute Organisation gangen. Die Zeit des Rückganges des Verbandes sei vorbei. mission habe für 204 in der Provinz abgehaltenen Versammlungen bestehe, in bezug auf Lohn und Arbeitsbedingungen manche Der Verband habe nahezu 500 M. für den Rechtsschutz der Mit Referenten besorgt. Zu den 16 3ahlstellen des Verbandes, welche Besserungen eingetreten seien; beispielsweise gab es im Jahre glieder verausgabt. Infolge der hohen Anforderungen an das Ver1893 bestanden, seien 41 neu gegründet worden, wovon aber neun 1885 von 31 Orten in der Provinz noch 15, wo 11 Stunden und waltungspersonal werde eine Vermehrung desselben nothwendig wieder eingegangen seien, theils weil es in den betreffenden Drten länger gearbeitet wurde, während nur in 15 Orten eine 10 stündige werden. In der Diskussion wurden einige Klagen gegen die Gean leitenden Kräften fehlte, anderentheils infolge behörd- Arbeitszeit bestand. Dagegen gab es im Jahre 1896 schon 25 Orte schäftsleitung vorgebracht. licher Maßregeln. Zur Zeit beständen in der Provinz mit 10 stündiger und nur noch 6 Orte mit 11 stündiger und längerer Von den Anträgen zum Vorstandsbericht riefen die auf Er 48 Bahlstellen. Die Kommission hatte vom 1. Oftober 1896 Arbeitszeit. Während im Jahre 1885 noch in 16 Orten ein Tage- höhung der Beiträge eine größere Debatte hervor. Der Beibis 1. April 1897 eine Einnahme von 953,59 M., eine Ausgabe lohn von weniger als 3 M., in 4 Orten 3-4 m., in 10 Orten trag beträgt jezt 30 Pf. monatlich, beantragt wurde, ihn auf 40 und 50 Pf. von 862,93 m., wonach ein Bestand von 90,66 M. bleibt. In der 4-5 M. und nur in einem Orte über 5 M. gezahlt wurde, zu erhöhen. Die Mehrzahl der Redner sprach sich gegen eine Diskussion über den Geschäftsbericht machten mehrere Delegirte Aus- gab es im Jahre 1896 nur 9 Orte mit weniger als Erhöhung aus, da der jezige 30 Pf.- Beitrag schon schwer genug stellungen betreffs der Besorgung von Versammlungs- Referenten, 3 M., 8 Drte mit 3-3,50 m., 3 Orte mit 4-4,50 M. einzutreiben sei. wogegen Silberschmidt darauf hinwies, daß der Kommission und 11 Orte mit mehr als 5 M. Tagelohn in der Provinz Legien Hamburg tritt für die Beitragserhöhung ein. Wenn nur wenige Redner zur Verfügung stehen, und daher beim besten Brandenburg . Wären also hier verhältnißmäßig gute Erfolge zu der Verband etwas leisten solle, müsse er mit größeren Mitteln Willen nicht alle Wünsche der auswärtigen Kollegen berücksichtigt verzeichnen, so gebe es doch noch viele Drte, wo der Agitation ein rechnen können als bisher. Ohne Unterstüßung seitens der Generalwerden könnten, namentlich dann nicht, wenn man sich erst wenige weites Arbeitsfeld bleibe. Als Ziel der Bewegung müsse ins Auge fommission hätte der Verband nicht einmal die Verbandszeitung im Tage vor der betreffenden Versammlung an die Kommission gefaßt werden: die Festsetzung eines Minimallohnes, Ver- jezigen Umfang liefern fönnen. Ein Streit im Rheinland sei aussichtswende. Der Generalbevollmächtigte Böm elburg billigte die kürzung der Arbeitszeit, Beseitigung der Akkordarbeit, sowie los, wenn nicht die schlesischen Bergarbeiter auch organisirt würden. Geschäftsführung der Kommission, und rieth den Kollegen in der der auf Bauten bestehenden Mißstände, und das Ver Zur Organisation der oberschlesischen Kameraden sei es aber nothProvinz, sich nicht nur auf die aus Berlin kommenden Redner zu langen nach besserer Behandlung seitens seitens der Unternehmer wendig, daß man sich ihnen in ihrer polnischen Muttersprache nahe. verlassen, sondern selber nach Kräften zu agitiren, wenn nicht in und Poliere. In der Diskussion wurden Einwände gegen die Aus- Ueber kurz oder lang werde man an ein polnisches Organ denken Versammlungen, so doch im persönlichen Berkehr mit den In- führungen des Referenten nicht gemacht. Bömelburg legte in müssen. Ein einigermaßen überlegter Streit setze eine starte Ordifferenten. Der Agitationskommission wurde einstimmig Decharge längerer Rede die bei vorkommenden Streiks zu befolgende Taktik ganisation voraus. Nicht die Höhe der Beiträge sei bes ertheilt. dar. Er wünschte, daß die Abneigung, welche noch oft gegenüber stimmend auf die Mitgliederzahl der Organisation, sondern Darauf erfolgten die Berichte der Delegirten über die örtlichen den auf den Dörfern wohnenden Maurern herrscht, aufhören müsse, das, was die Organisation den Mitgliedern für ihr Geld Berhältnisse: In Now awes sind etwa 200 Maurer ansässig, von da man sonst diese Kollegen nicht für die Organisation gewinnen biete. Er glaube nicht, daß bei einer Beitragsdenen die Hälfte in Potsdam arbeiten; 87 find organisirt, tann. Weiter wies der Redner an statistischem Material nach, daß Erhöhung sich die Mitgliederzahl im nächsten Jahre verringern die Agitation hat in lezter Zeit gute Erfolge gehabt. Der Delegirte durch die Organisation die Lohn- und Arbeitsverhältnisse sich im würde. aus Rottbus berichtete, daß in diesem Orte sowohl die zahlreich allgemeinen gehoben haben und betonte, daß es nicht Aufgabe der Auch Möller- Weitmar sprach fich für eine Erhöhung der anwesenden Wenden, als auch die alte Bunftorganisation der Ar Organisation sei, Streits hervorzurufen, sondern im Gegentheil Beiträge aus. Zeider sei aus der Mitte der Mitglieder wieder beiterbewegung sehr hinderlich seien. Die Lage der Maurer in solche zu verhüten. Sollte sich dennoch ein Streit nicht umgehen großer Widerspruch erfolgt und die Mitglieder hätten zu bestimmen, Prenzlau wurde als eine sehr gedrückte geschildert. Sie haben lassen, dann müsse man die in betracht kommenden Ver- was geschehen solle. Sie sollten aber die Worte Legien's be eine 11 ftündige Arbeitszeit und erhalten 20 bis 23, höchstens 25 Pf. hältnisse sorgfältig prüfen und die geeignete Beit wählen. herzigen. Stundenlohn und haben sehr unter der Konkurrenz der billig ar- Unter allen Umständen müsse vor dem Ausbruch einer Hausmann( Ruhrgebiet ) wandte sich gegen die Erhöhung der beitenden auf den umliegenden Dörfern wohnenden Kollegen zu leiden. Bewegung der Vorstand rechtzeitig benachrichtigt werden. Beiträge. Die Delegirten würden persönlich gewiß gern höhere Eine Organisation hat daselbst bisher so gut wie gar nicht be- Folgende vom Referenten eingebrachte Resolution wurde Beiträge zahlen, fie müßten aber Rücksicht auf die übrigen Kameraden standeu, neuerdings ift aber das Interesse für den einstimmig angenommen:" Die zweite Konferenz der Maurer der nehmen, die ihre Auftraggeber seien. Verband erwacht. Da in Prenzlau in diesem Sommer reichlich Provinz Brandenburg hält die vom 9. deutschen Maurerkongreß Dem Vorstand wurde hierauf Decharge ertheilt. Die AnArbeit vorhanden ist, beabsichtigen die dortigen Maurer, sobald als vorgeschlagene Tattit in bezug auf Agitation für die richtige. Die träge auf Erhöhung der Monatsbeiträge wurden sämmtlich abge.i möglich in eine Bewegung für die Erreichung eines Stundenlohnes Delegirten verpflichten sich, in den Bezirken ihrer Heimathsorte lehnt. von 30 Pf. einzutreten und erwarten die agitatorische Unter- lebhafte Propaganda für die Ausbreitung und Befestigung der Hué Essen gab den Bericht über die Presse, stüßung der Kommission. In Spandau arbeiten von 335 an- Organisation zu betreiben. Zu diesem Zweck hat die Agitations und ging auf die Anträge ein, die auf Bereicherung fäffigen Maurern 240 zu Löhnen von 35-45 Pf. bei 10ftündiger Rommission den örtlichen Vertrauensmännern eine Anzahl des Inhaltes der„ Berg- und Hüttenarbeiter- Zeitung" ab Arbeitszeit. Organifirt find 104 Kollegen. In Brandenburg von Orten zur agitatorischen Bearbeitung zu überweisen. Die zielten. Obwohl die Beitragserhöhung abgelehnt sei, werde die nahmen die Unternehmer in früheren Jahren eine sehr feindselige Kommission ist verpflichtet, die Bertrauensmänner mit Rath und Redaktion ihr möglichstes thun, um die Zeitung auszugeftalten. Stellung gegen die Arbeiterorganisation ein und maßregelten die erforderlichenfalls mit agitatorischen Kräften zu unterstügen, anderer- Redner vertheidigt dann die Haltung der Zeitung gegenüber dem Mitglieder derfelben, so daß diese in anderen Orten Arbeit suchen seits haben die Vertrauensmänner die Kommission von den in chriftlichen Gewerkverein. So lange dieser rein fachmännische mußten. Das Verhältniß änderte sich aber, als die besten Arbeits- Aussicht genommenen Schritten zu unterrichten." Nach einem Fragen erörtere, könne er der Sympathie und Hilfe des Verbandsträfte dem Verband beitraten. Der Lohn, welcher im Jahre 1891 anderen, gleichfalls angenommenen Antrage sollen die Vertrauens- organs sicher sein. Das Organ des Gewerkvereins habe schon 40 Pf. betrug, sant im Lauf der Beit auf 32 Pf. herab und männer über ihre Thätigkeit regelmäßig an die Kommission be aber erst letthin den jezigen Redakteur des Verbands. stieg bis 1896 bis zu 36 Pf. Da Arbeitsgelegenheit reichlich vor richten. organs, Thiemann, schwer beschimpft, indem es ihm vorhanden ift, forderten die Maurer anfangs dieses Jahres Hierauf hielt Bömelburg ein ausführliches Referat über geworfen habe, er habe Arbeitergroschen beiseite gebracht, 40 Pfennige Stundenlohu. Der Delegirte schilderte aus- die Mißstände im Baugewerbe. Er schilderte die vielen Gefahren, so daß Thiemann sich gezwungen gesehen habe, den gerichtlichen führlich die Ursachen der zur Zeit in Brandenburg denen die Maurer und Bauarbeiter in der Ausübung ihres Beruis Klageweg wegen verleumderischer Beleidigung zu beschreiten. Vor seitens der Unternehmer vorgenommenen Anssperrung, von der ausgesetzt sind, wies darauf hin, daß die gesetzlichen Vorschriften, Gericht werde bewiesen werden, daß alle Angriffe des" Bergknappen" 500 Maurer betroffen sind. In Nauen werden 18 bis 27, auch soweit sie die Verhütung von Unfällen und die Beseitigung der erstunten und erlogen seien. Im Gewerkverein mache sich unter den 32 bis 35 Pf. Stundenlohn gezahlt. Ueber Berlin wurde be- Mißstände betreffen, äußerst mangelhaft seien, und empfahl, durch Mitgliedern im Gegensatz zur Führerschaft eine Strömung geltend, richtet, daß durch die vorjährige Lohnbewegung die beiden Organi- Aufdeckung und eventuell agitatorische Verwerthung der bestehenden welche der Annäherung beider Organisationen geneigt sei. Die fationen( lokal und zentral) soweit zusammengehen, daß die öffent- Mißstände für Abstellung derselben zu wirken. Von der Gesetz- Abmeifung der Lohnerhöhung durch die Unternehmer- Organisation lichen Angelegenheiten in zufriedenstellender Weise geregelt werden gebung verlange man die Einführung einer der Fabrikaufsicht ent- fei für den Gewerkverein eine heilsame Lehre gewesen und habe diese fönnen. Man dürfe hoffen, daß mit der Zeit auch eine sprechenden Kontrolle der Bauten unter Mitwirkung von Vertretern versöhnlichere Stimmung gefördert. Einheit in ber Organisation erreicht werde. Da für der Arbeiter. Verschiedene Redner betonen ihre Zufriedenheit damit, daß das dieses Jahr 228 Neubauten angemeldet sind, könne man die Ueber die Novelle zum Unfallgesez referirte Dähne. Er er- Verbandsorgan jetzt mehr gewerkschaftlich als politisch redigirt wird. Arbeitsgelegenheit als eine gute bezeichnen, weshalb man an die läuterte eingehend die einzelnen Bestimmungen derselben und be- Weiß Effen erklärt sich gegen alles, was höhere Ausgaben Unternehmer einen Antrag auf Lohnerhöhung gestellt habe, worüber sprach demgegenüber die Anforderungen, welche vom Standpunkte verursachen könnte, da die Beiträge nicht erhöht worden feien. bis zum 8. Mai die Entscheidung erfolgen solle. Der Stegliger der Arbeiter an eine wirksame Unfallversicherungs- Gesetzgebung ge- Schwindt Dahlhausen( Ruhrrevier) beantragt, den AbonneDelegirte bezeichnete die Organisation an seinem Orte als eine stellt werden muß. ments Preis für die Postabonnenten auf drei Mark pro. gute, welche befriedigende Erfolge erzielt habe. Jn Schwiebus In der Nachmittags- Sigung fuhr Dähne in seinem Referat Quartal zu erhöhen. Ein anderer Redner will diesen Abonnements besteht seit dem vorigen Jahre eine 10 stündige Arbeitszeit und fort und empfahl eine Resolution, welche als das mindeste preis auf 4 M. erhöht wissen. Möller Weitmar schließt sich 23 Pfennige Stundenlohn. In Köpenick befinden sich beim Interesse der Bauarbeiter eine behördliche Ueberwachung dem Antrag auf 4 M. an. Die Erhöhung dürfe aber nur für Postkanntlich die Maurer seit drei Wochen im Streit, von dem und Kontrolle der Bauten unter Mitwirkung der Arbeiter- abonnenten, nicht für Privatabonnenten gelten, da viele der letzteren 107 Rollegen betroffen wurden, von denen gegenwärtig organisationen fordert und die Delegirten verpflichtet, in ihren Kategorie aus bestimmten Gründen dem Verbande nicht angehören noch 25 ohne Arbeit find. Bon 150 im Orte anwesenden Maurern Heimathskreisen dafür zu sorgen, daß alle Mißstände auf tönnten. find 139 organisirt. In Lübben ist der Tagelohn, der im Vor- Bauten und alle Verstöße gegen die Unfallverhütungs- Vor- Nach längerer Diskussion beschließt die Versammlung, die„ Berg
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jahre 2,25 bis 2,75 M. betrug, bei einigen Unternehmern neuerdings schriften festgestellt und unter genauer Angabe der Daten und Hüttenarbeiter- Zeitung" vom 1. Juli cr. ab in Petitschrift era auf 3,- bis 3,30 M. gestiegen. Die Arbeitszeit beträgt 11 Stunden. und Namen der Agitationskommission mitgetheilt werden, welche scheinen zu lassen. Der Antrag: Postabonnenten zahlen 4,50 M. In Friedrichshagen sind von 230 Maurern 110 organisirt. dann das erforderliche zu veranlassen hat. Ferner sollen die Dele- pro Quartal( inzwischen ist die Summe noch um 50 Pf. erhöht Es wird ein Stundenlohn von 421/2 bis 45, jedoch auch 371/2, ja girten die Kollegen an allen Orten zum Studium der Ausführung worden) wird angenommen. Die Gründung eines polnischen Organs fogar 321/2 Pfennig gezahlt. In Wittenberge steht der der Arbeiterversicherungs- Gesetze veranlassen, damit den Verunglückten wird abgelehnt. Stundenlohn auf 30 Pfennig, 130 Kollegen von find 85 mehr als bisher zu ihrem Recht verholfen werden kann. Das Referat über den nächsten Punkt der Tagesordnung: In organisirt. Güstewiese wollen die wollen die Maurer, Die Distusfion bewegte sich im Sinne der Referenten und Organisation und Agitation" hatte Thiemannzur Zeit 2,25-2,50 M. Tagelohn erhalten, in eine Lohnbewegung wurde von allen Seiten eine lebhafte Agitation in der vorgeschlagenen Bochum . Er führte aus: Der Verband leifte zwar noch lange eintreten. Aus Potsdam wurde berichtet, daß daselbst unter den Richtung befürwortet, da dieselbe ebenso nothwendig sei, wie nicht genug an Agitation, aber mit dem christlichen Gewerkverein Maurern oft noch konservative Anschauungen herrschen, welche die die Propaganda für Aufbesserung der Lohn- und Arbeitsverhältnisse. nehme er es immer noch auf. Bei den Gewerbegerichtswahlen habe Agitation sehr erschweren. In Rigdorf wohnen etwa 500 Maurer, Die Resolution fand einstimmige Annahme. der Verband den Gewerkverein in seiner Hochburg Alteneffen von denen nur 85 dem Verband angehören. Die Verhältnisse in In die Agitationstommission für die Proving Brandenburg besiegt, ebenso in Wattenscheid , das der Gewerfverein ebenfalls Frankfurt a. D. wurden als recht ungünstige geschildert. Die Agi- wurden gewählt: Silberschmidt, Panser, Schulz, Vogel und Baganz. im Sturm erobern zu können geglaubt hatte. In der Knappschaftstation hatte wenig Erfolg, denn die daselbst arbeitenden Maurer wohnen zu Revisoren bestimmte man Schönborn Charlottenburg und reform habe der Verband ebenfalls die Führung übernommen. Der meist auf den Dörfern und sind für nichts zu haben. Jn Lichterfelde Wilbniz- Berlin . Nach Erledigung einiger geschäftlicher Angelegen Gewerkverein habe die Forderung, daß der Bergmann nach fünf werden Stundenlöhne von 30 bis 50 Pf. gezahlt. In Weißensee beiten schloß Silberschmidt die Verhandlungen mit einem Hoch auf undzwanzigjähriger Arbeit in der Grube das Recht auf Invaliden gehören von etwa 300 Maurern 160 dem Verband an. Die neun- das Gedeihen der Organisation und der Arbeiterbewegung. haben solle, abgelehnt. Dieser ablehnende Be schluß sei fünftlich herbeigeführt worden, ftündige Arbeitszeit ist auf fast allen Bauten durchgeführt. In habe zu dieser Abstimmung Mitglieder kommandirt. Die Führer, an ihrer Spize Herr Brust, benähmen sich ungemein gehässig. Man werde jetzt das Gericht anrufen und es solle entschieden werden, ob wirklich schon ein Verbandsleiter auf den Taschen der Arbeiter gelegen habe. Mit der Aufforderung, treu zur Organisation zu halten und für die Organisation zu wirken, schloß der Redner. Wer( wie die Führer des chriftlichen Gewerkvereins) Religion oder Politit in die Organisation trage, schädige die Bewegung. Die zu diesem Punkte der Tagesordnung vorliegenden Anträge betreffen die Statuten, die Eintheilung in Agitationsbezirke, die Wahl der Knappschaftsältesten, die Berginspektion u. f. 1. In der Diskussion bringt
udenwalde arbeiten viele auf Dörfern wohnende er. Die achte Generalversammlung des deutschen denen nicht beizukommen ist. Der Lohn beträgt 25 bis 30 Pf. Die achte Generalversammlung des deutschen Berg- und Hüttenarbeiter- Verbandes
Bömelburg faßte das Ergebniß der Situationsberichte dahin zusammen, daß dieselben ein recht trübes Bild ergeben sowohl
hinsichtlich der Löhne als der Arbeitszeit. Andererseits laffe wurde am 1. Osterfeiertag in Helmstedt abgehalten. Reichstagssich jedoch ein Fortschritt der Organisation nicht verkennen. Derselbe Abgeordneter Möller Weitmar eröffnete die Versammlung und würde sowohl in den Vororten Berlins als auch in der Proving begrüßte die Delegirten, die 22 an der Zahl, aus dem rheinischnoch größer sein, wenn in Berlin eine einheitliche Organisation be- westfälischen Rohlengebiet, aus Schlesien , Sachsen , Thüringen und stände. Nach dieser Richtung zu wirken müsse sich jeder Kollege zur Braunschweig erschienen waren. Aufgabe machen.
Möller Weitmar wurde zum 1. Vorsitzenden, Sachße Zwickau zum 2. Vorfizenden gewählt. Als Vertreter der General tommiffion war Abg. Legien Hamburg anwesend. Möller Weitmar gab den Vorstandsbericht. Der Verband
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penfion
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In der Sigung am Dienstag referirte Silberschmidt über den dritten Punkt der Tagesordnung: Agitation und Streiks. Während im Jahre 1893 nur 16 Zahlstellen mit etwa 1500 MitProkorny Essen die von der Zahlstelle Altenessen gliedern in der Provinz bestanden, habe der Verband gegenwärtig gähle gegenwärtig ca. 11 000 Mitglieder und habe in den letzten veranstaltete 3 entenarfeier zur Sprache. Wenn man es schon 50 Bahlstellen mit 5558 Mitgliedern. An 30 anderen Orten habe neun Monaten um 34 pet. zugenommen. Agitationstouren wurden nicht verhindern kann, daß sich eine Zahlstelle des Verbandes an die Agitationskommission Verbindungen angeknüpft, ohne daß es nach Schlesien , Bayern , dem Saar - Revier, Braunschweig , dem Sieger- einem solchen chauvinistischen Feste betheilige, so verdiene doch bisher zur Gründung einer Zahlstelle gekommen ist. Könne man land und der Pfalz unternommen. Die Thätigkeit des Verbandes das Verbandsorgan eine Rüge, daß es von dieser Feier in Fettdruck auch diesen Fortschritt als einen günstigen bezeichnen, so war namentlich in der Frage der Knappschaftsreform von Notiz genommen habe. gebe es doch andererseits noch 59 Drte mit je über 3000 Einwohner Erfolg gefrönt. Auch für die Rechte der Unfall- Invaliden Weiß Effen hält für die Ausdehnung der Agitation unbedingt und 31 Orte mit 1000 bis 3000 Einwohner, wo es an jeder Organi - habe der Verband stetig materiell und geistig gewirkt. Hinsicht eine Erhöhung der Beiträge für geboten. sation fehle. Von den größeren Städten sind hier zu nennen: Arns- lich der Berginspektion feien vielfache Verbesserungen Sue Essen versichert dem Kameraden Prokorny, daß er die walde, Küstrin , Eberswalde , Friedeberg, Guben , Hagelsberg, Lands: durch Wort und Schrift angebahnt worden. In der Frage Bentenarfeier ebenso wie der Vorstand des Verbandes nicht gebilligt berg, Spremberg , Sommerfeld und andere. Hindernd stehe der der 2ohnbewegung habe der Verband, nicht der chrift habe. Aber wenn der Verband fagt, er treibe keine Politit, so sei Organisation nicht nur der Widerstand der Behörden und Unter- liche Gewerkverein die Führung gehabt. Während der Gewerkverein das teine leere Redensart und jedes Verbandsmitglied dürfe eine nehmer entgegen, sondern auch der Umstand, daß es ausgedehnte länd- noch in seinem Organ das Syndikat als lohnhebend gepriesen habe, Politik treiben, die ihm gefalle. Die Zentenarfeier könne der Vera liche Bezirke in der Provinz gebe, wo sehr viele Maurer wohnen, die habe die Verbandsleitung stets darauf hingewiesen, daß der Lohn band ebensowenig wie eine Märsfeier oder Lassallereier verhindern.
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