kleinere hatten, wurden jetzt auf Jahre

Amerikas Arbeiterschaft be binous von jeder Arbeitsmöglichkeit ausgo­

Von Hermann Muter

am Scheideweg

Die Umstände, unter denen der große General treik in San Franzisko zum Abschluß gelangt ist, haben es mit sich gebracht, daß diese Vorgänge bereits wieder in Vergessenheit geraten sind, ehe über die Per spektiven dieser die ganze Welt alarmierenden Ereignisse Klarheit geschaffen worden ist. Würde es sich allein um das sichtbar gewordene Streikergebnis handeln, dann wäre die allgemein gezogene Schlußfolgerung berechtigt, daß der San Franziskoer Arbeitskampf kein rühmliches Blatt für die Geschichte der amerikanischen Arbeiterschaft ist. Entscheidend für die Beurteilung der ganzen Vorgänge ist aber nicht der Ausgang des Streiks, sondern die Tat­sache, daß ein solcher Kampf überhaupt geführt worden ist. Für den politisch und gewerkschaftlich ge schulten europäischen Arbeiter ist es klar, daß ein General streik nicht aus Sympathie für die Lohnforderungen einer einzelnen Arbeitnehmerkategorie entfacht werden kann, weil die schärfste Waffe, über die die Arbeiterschaft verfügt, dafür nicht das geeignete Mittel ist. Aber für die Ver­einigten Staaten sind derart logische arbeitspolitische Er­wägungen einfach noch nicht möglich, da dort die struktu rellen und psychologischen Voraussetzungen völlig anders gelagert sind.

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Es ist bezeichnend für die amerikanische Arbeiterbewe gung, daß die ersten gewerkschaftlichen Zusammenschlüsse gegen Ende des 18. Jahrhunderts von qualifizierten Hand­werkern in Form von Berufsvereinigungen erfolgten und zum Beispiel nicht von den Fabrikarbeitern der damals emporblühenden Textilindustrie ausgingen. Die ameri kanischen Gewerkschaften sind immer reine Berufsorgani fationen geblieben, ja, sie wurden fast immer zu Zucht­stätten eines geradezu aristokratischen Berufs stolzes. Trotz der wiederholten Versuche ist es 3. B. nicht stolzes. Trotz der wiederholten Versuche ist es z. B. nicht gelungen, die Gewerkschaften zu Industrieverbänden zu­fammenzuschließen. Dadurch wurde die Arbeiterbewegung naturgemäß eine exklusive Einrichtung der qualifizierteren Arbeiter und eine Organisierung der Ungelernten oder Angelernten stand außerhalb des Möglichen. Damit mußte nicht nur der zahlenmäßige, sondern auch der moralische Aktionsradius der Gewerkschaften sehr begrenzt bleiben. Arbeitskämpfe größeren Stils waren abgesehen von den psychologischen Grenzen- einfach nicht möglich, weil Facharbeiter und Ungelernte niemals zu einer gemein­samen Aktion zusammengefaßt werden konnten. Diese Isolierung der qualifizierteren Kräfte brachte naturgemäß eine ideologische Begrenzung der Arbeiterbewe gung mit sich. Die Zahl von Streikbrechern und Sabo­teuren wurde dadurch bei irgendwelchen Gewerkschafts­kämpfen noch größer als sie bei der liberalistischen Men­talität der breiten Arbeiterschichten ohnehin schon war. Bor allem gelang es den Unternehmern jedoch, durch die Berufsseparierung der Gewerkschaften auf die Masse der Arbeitnehmerschaft mit Hilfe gelber Organisationen Einfluß zu gewinnen. So wurden die Vereinigten Staaten geradezu ein Musterland für die Werksgemeinschaften, für Betriebsvereine und sogenannte Betriebsverbände. Unter dem Mantel einer gewerkschaftlichen Organisation wurden die Arbeiter eines Betriebes unter der indirekten Auf­sicht des Unternehmers zusammengefaßt und damit selbst verständlich von jeder unerwünschten politischen Ver­feuchung" ferngehalten. Jn geschickter Form wurden die liberalen Gedankengänge der Arbeiterschaft auch hier machgehalten. Man knüpfte bei der Sehnsucht des Ar­beiters nach einer geborgenen Zukunft an und füllte die Existenz dieser betrieblichen Arbeiterorganisationen mit allerhand Wohlfahrtsaufgaben an. Es wurden Konsum­genossenschaften, Betriebskrankenkassen, Altersversiche­rungen und ähnliche Dinge eingeführt. Ja, zum Teil ging man so weit, den Arbeitern Kleinaktien einzuräumen und ihnen damit das Gefühl einzuflößen, sie seien Mit

Die fernöstliche Spannung Verhaftung von sowjetrussischen Beamten

DNB. Tokio, 15. August. Wie aus Charbin gemeldet wird, find in den letzten Tagen insgesamt 20 sowjetrussische Beamte der chinesischen Ostbahn verhaftet worden, darunter drei Stationsvorstände. Es wird ihnen Beteiligung an den zahl­reichen Anschlägen auf Züge der Bahn zum Vorwurf ge= macht. Bei allen Verhafteten wurden Haussuchungen vor­genommen. Wie die mandschurischen Behörden erklären, soll dabei Material gefunden worden sein, das beweist, daß die Festgenommenen eine rege japanfeindliche und antimand= schurische Umsturztätigkeit entfaltet haben. U. a. soll von ihnen dreimal ein Anschlag auf eine japanische Militär­mission versucht worden sein. Bei einem Verhafteten wurde eine große Menge Dynamit entdeckt, die im Hof vergraben war.

Den Fröntlern" gehts schlecht ,, Nur im Dienste des Großkapitals"

AP. Bern, 16. August. Mit den Fronten geht es rapid ab­wärts. In den Reihen der Konservativen wird bereits scharf abgerechnet, die mit den faschistischen Frontisten lieb äugeln. Der Konservative v. Ernst wendet sich gegen die Jung- Konservativen, die die Totalrevision der Verfassung anstrebten und zusammen mit den Frontisten gegen die Sozialisten zu Felde ziehen wollten. Ernst, der sich vorher nicht genug tun konnte, im Vaterland" das Sterbe­glöcklein des Liberalismus zu läuten, erklärt, die Jung­Konservativen könnten vielleicht mit der Eidgenössischen Front und der Aufgebot- Bewegung" zusammengehen,

nicht aber mit den Frontisten, die den totalen Staat und das

Verschwinden der Parteien wollten. Die Jung- Konserva­tiven ignorierten die furchtbaren Lehren der deutschen und italienischen Entwicklung und die Gefahren für den Katholi­zismus Von den Frontisten trenne sie der tiefe Graben der fatholischen Moral. Man habe aus der Mezelei vom Junt gesehen, wohin der Weg führe. Da seien keine Ronzessionen möglich. Henne gebärde sich wie ein Diktator, schließe Leute mie Biedermann aus und wolle Hitler nachahmen. Auch die

inhaber der Unternehmen und folgedessen auch stärker an seinem Wohlergehen interessiert, als das schlechthin der Fall ist. In welcher Weise sich dieses Be­teiligtsein auswirkte, braucht nicht näher erläutert zu werden, jedenfalls waren die Erfolge für die Unternehmer glänzend, ohne daß sich für den Arbeiter- ,, Mitinhaber" irgend etwas in seinen Rechten zu seinem Vorteil geändert hätte.

Das alles, verbunden mit der allgemeinen amerikani­ schen Mentalität, brachte es mit sich, daß auch die eigent­lichen Gewerkschaften zu wirklichen Kampforganisationen niemals geworden sind. In vielen Fällen machten die Ge­werkschaften aus Gründen der Konkurrenz nichts anderes als die Betriebsorganisationen, das heißt Wohlfahrts­pflege, Altersversorgung, Einrichtung von Sparbanken und ähnliche Dinge mehr. All thre Tätigkeit lief jedenfalls darauf hinaus, den angeschlossenen Mitgliedern einen gur bürgerlichen Lebenslauf zu erleichtern, ohne daß dabei die Methoden des modernen Klassenkampfes zur Anwendung gelangen. Innerhalb der Gewerkschaften fehlte now bis vor kurzem jedes Gefühl für kollekti vistisches Denken. Es kam diesen Organisationen und ihren Mitgliedern nicht darauf an, daß der Gesamt heit eine feste und straff umrissene Basis errungen wird, sondern darauf, daß der einzelne seine Existenz gesichert erhielt. Die Erkenntnis von der kausalen Bedingtheit beider Interessen konnte in die amerikanischen Gewerk­schaften einfach nicht eindringen, selbst die eingefleisch testen Gewerkschaftler waren unerschütterliche Indivi­dualisten.

Während sich also die Gewerkschaften noch immer in ihren liberalen Gedankenbahnen bewegten, vollzog sich innerhalb der breiten Massen in den letzten Jahren eine ungeheure Wandlung. Wenn früher Krisenperioden den Wirtschaftskörper schüttelten, vermochten die vorüber­gehend aus dem Produktionsprozeß ausgeschalteten Ar­beiter diese Erwerbslosigkeit relativ leicht zu ertragen, da sie ihre Wohlfahrtskassen in den Gewerkschaften oder in den Betriebsvereinen in Anspruch nehmen konnten oder aber auch in fast allen Fällen über hin­reichende Ersparnisse verfügten. Nach dem Kriege wurde das alles bereits viel schwieriger und während der letzten großen Krise 1930-32 erlebten die amerikanischen Ar­beitermassen eine Katastrophe von ungekanntem Aus maße. 14 Millionen Erwerbslose wurden gezählt, das be­deutet, daß die wirkliche Zahl der Arbeitslosigkeit um mindestens 50 Prozent noch höher war, da das Fehlen einer öffentlichen Erwerbslosenfürsorge eine einwand­freie Zählung unmöglich machte.

Die Vereinigten Staaten wurden von der Weltkrise besonders heftig erschüttert, weil sie während der Kriegs­jahre ihre Warenausfuhr in geradezu phantastischem Um­fange steigern konnten, ohne daß es nach dem Kriege möglich war, diese konjunkturmäßig bedingten Märkte auch nur bruchweise zu erhalten. Dieser Verlust der Kriegsmärkte war aber auch gleichzeitig von einem enormen Kapitalverlust begleitet, da aus diesen Ge­schäften noch immer ein Rückstand von 15 Milliarden Dollar unbezahlter Rechnungen zu verzeichnen ist. Trotz aller krampfhaften Versuche des amerikanischen Kapitals gelang es in den Zwischenkonjunkturen der vergangenen 16 Jahre nicht, den Absatz- Verlust mettzumachen, viel mehr wurde jeder kleinere Aufschwung zu einer Periode neuer Rationalisierungen, die neuere und größere Pro­duktionsmöglichkeiten schaffte. Gleichzeitig aber führte jeder Fortschritt in der Rationalisierung zur Freiseßung weiterer Arbeitskräfte. Millionen Arbeiter, die auf die Treue ihrer Arbeitgeber Berge gebaut hatten, in gut­bürgerlichen Existenzen lebten und vielleicht manche

christlich- sozialen Arbeiter und Angestellten um die Hoch­wacht" grenzen sich scharf von den Frontisten ab. Die Neue Zürcher Zeitung " fordert statt dessen den Zusammenschluß auf eidgenössisch- vaterländischem Boden.

All das wirkt natürlich auch auf die Frontisten zurück. Die Gewerbetreibenden flüchten aus der Partei und er= klären, daß die Henne und Tobler nur im Dienste des Groß­kapitals ständen. In Deutschland habe man ja gesehen, wie unernst die Versprechungen gemeint seien. Bei den Bauern find die Frontisten auf unüberwindlichen Widerstand ge= stoßen. Die Fahrten ins dritte Reich", nach Konstanz , Stutt gart und München haben auch aufgehört. Die Ereignisse in Desterreich haben gleichfalls ihre Wirkung nicht verfehlt. Die Biedermann- Gruppe, die durch die Schaffung des Kamerad= schaftsbundes abermals eine neue Organisation errichten mill, leistet auch noch Minierarbeit, so daß sich alles in Auf­lösung befindet.

Die Angst vor der Wahrheit Stiller Boykott der Auslandspresse

Berlin, 12. Aug. Vor einigen Wochen wurde auf einer Tagung der Zeitungshändler gefordert, daß an den Kiosken nur solche Auslandszeitungen verkauft werden dürften, die feine Kritik an den Zuständen Hitler- Deutschlands übten. Diese Aufforderung hat bereits gewirft. Der Verlag Zeitungshäusern für den Vertrieb ihrer Druckschriften in Deutschland besitzt, hat durch Rundschreiben vom 3. August feine Depositäre angewiesen, Auslandszeitungen nicht offen auszulegen, sondern verdeckt zu halten. Weiter sollen sie Auslandszeitungen in feinem Fall anbieten und nur auf ausdrückliches Verlangen eines Kunden berausgeben.

Georg Stilte, der Monopolverträge mit ausländischen

schaltet. Die Wohlfahrtskassen Gewerkschaften waren erschöpft, die der Werkvereine nicht minder und kein Unternehmer dachte daran, den Arbeiter- Aktionär seines Betriebes irgendwie zu unterstützen. Die Erspar­nisse und kleinen Vermögen verschwanden in den Koch­töpfen der Arbeitslosen und schließlich blieb von der bürgerlichen Scheinexistenz, die den Arbeitern der Libe­ralismus vorgetäuscht hatte, nichts mehr übrig.

Innerhalb der Arbeiterschaft begann ein ideologischer Umschichtungsprozeß von fundamentaler Bedeutung. Er­kenntnisse, die die europäische Arbeiterschaft bereits vor einem halben Jahrhundert zu sammeln begonnen hatte, beginnen in den Köpfen der breiten Massen zu dämmern. Schritt für Schritt wächst bei ihnen aus dem liberalen Individualismus, der sich mit der Versorgung des eigenen Jchs begnügte, das Bewußtsein von der Kraft der Massenverbundenheit und von der Notwendigkeit des gegenseitigen Beistandes. Das kam in einer Reihe kleinerer Aktionen mehr und mehr zum Ausdruck und von den besitzenden Schichten wurde bereits bei der letzten Präsidentenwahl befürchtet, daß die Sozialistische Partei, die bisher überhaupt nicht gezählt wurde, zu einem gefährlichen Gegner werden könnte. Inzwischen hat sich dieser tiefgehende psychologische Prozeß fort­gesetzt. Als vor einem halben Jahre dann die USA . mit Hilfe der Devaluation in der Lage waren, eine Kon­junkturmelle anzukurbeln, glaubte man allgemein, daß der Aktivierungsprozeß der Arbeiterklasse damit ab­geschlossen und eine neue Periode liberaler Arbeiter- Be­einflussungsmöglichkeit gekommen sei. Nun hat aber der Generalstreik von San Franzisko in der schlagendsten Form den Beweis gebracht, daß die neue Konjunktur nicht im mindesten in der Lage gewesen ist, die Emanzi­pierung der amerikanischen Arbeiterschaft aufzuhalten.

Zum erstenmal ist es in den Vereinigten Staaten vor­gekommen, daß qualifizierte Facharbeiterschichten und Ungelernte in einer straff geschlossenen Front einen Kampf von so riesigem ismaße durchführten. Vor allem

aber handelte es sich dabei noch nicht einmal um einen Kampf für eigene wirtschaftliche Ziele, sondern um eine Sympathiebewegung zur Unterstüßung einer anderen Arbeiterkategorie. Und das Bedeutsame liegt dann wieder vor allem in der Tatsache, daß dieser Sympathie streik für Ungelernte, nämlich für Hafenarbeiter(!) durchgeführt wurde. Diese Hafenarbeiter und hier ist die zweite große Ueberraschung setzen sich zu einem erheblichen große Ueberraschung Prozentsaz aus Negern und Farbigen zusammen, die in den Vereinigten Staaten geradezu als Menschen zweiter Klasse und als unerwünschte Eindringlinge verachtet werden!

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Wenn nun von unserem europäischen Standpunkte aus betrachtet der San Franziskoer Generalstreik eine stra­tegisch falsche Kampfhandlung war, da es nicht um un­mittelbare Ziele aller Beteiligten ging, sondern nur um einen Sympathiekampf, dann ist er als psychologischer Gradmesser um so bedeutsamer gewesen. An diesem her­vorstechenden Beispiel hat sich nun zum erstenmal ge­zeigt, daß die amerikanische Arbeiterschaft entschlossen ist, als selbständig auftretender Faktor aufzutreten, der gewillt ist, die ganze Kraft einer Kampfgemeinschaft cin­zusetzen, wenn einzelne Teile derselben bedroht sind. Es wäre falsch, an diesem Vorgange zu weitgehende Erwar tungen und Illusionen zu knüpfen und zu glauben, daß die Vereinigten Staaten nun bereits sturmreif für die Sozialisierung sind. Aber daran braucht es nun wohl keinen Zweifel mehr zu geben, daß unter dem Druck der ökonomischen Erschütterungen innerhalb der Arbeiter­schaft der USA . die psychologischen Fundamente für den Aufbau einer starken und modernen Arbeiterbewegung entstanden sind. Und in diesem Sinne ist zweifellos der Generalstreik von San Franzisko nicht nur ein Bild herrlichster Solidarität, sondern das Fanal einer neuen Epoche der amerikanischen Arbeiterklasse gewesen.

Reich" vor dem völligen Bankrott bewahren. Und das hat folgende Bewandtnis.

Vor zehn Jahren starb in Amerika der Multimillionär Daniel Petras. Er hinterließ ein Testament, das erst zehn Jahre nach seinem Ableben geöffnet werden durfte. In diesem Testament wurde eine in Berlin wohnende Dame und ihr in Essen wohnender Neffe mit einer Erbschaft von rund 100 Millionen Goldmark bedacht.

Die beiden Erben haben, wie es die Devisengeseze ver­langen, der Reichsbank Mitteilung von ihrer Erbschaft ge= macht. Die deutsche Reichsbank, deren Golddecke in der letzten Zeit bedenklich ausgefranzt ist, bemüht sich nun mit Feuer­eifer, die Erbschaft hereinzuholen, um in Besitz der Devisen zu kommen.

Sollten diese Bemühungen Erfolg haben, so erhöht sich der Devisenvorrat der Reichsbank um mehr als das Dop­pelte und steigt von 2,1 auf 5 Prozent.

Wie verlautet, soll Herr Dr. Schacht schon Tag und Nacht an den Fingern rechnen, wie er die Erbschaft des reichen Onkels aus Amerika am schnellsten verpulvern kann.

Weiter hören wir, daß das Naffenamt bis jetzt keinen Auf­trag hat, die arische Abstammung des Erbgutes zu prüfen. Auch den beiden Erben will man wegen der besonderen Lagerung des Falles vorläufig wegen ihrer nichtarischen Verwandtschaft keine Schwierigkeiten machen.

Mit Brief und Siegel

Schwedischer Konsul bestätigt Folterbericht

Stockholm, 16. Aug. Das große schwedische Blatt Göte­borgs Handelsstidning" veröffentlicht einen niederdrückenden Bericht über die Zustände in den Hitlergefängnissen. Der Bericht stammt von dem schwedischen Arbeiter Erik Jsaf son, der mit seinem Bruder während eines Aufenthalts in Glückstadt bei Hamburg überführt wurde. Jsaksson schreibt über die Torturen und Demütigungen, denen er ausgesetzt

Die Hundert- Millionen Erbschaft Deutschland verhaftet und in das Konzentrationslager

Daniel Petras rettet das ,, dritte Reich"

h. b. Was der Stehkragenarier Dr. Hjalmar Schacht , der mit marristisch= liberalistisch demokratisch nationalsozialistischer Ueberzeugungstreue im Solde des dritten Reiches" steht, nicht fertig gebracht hat, soll der seit zehn Jahren verstorbene Jude Daniel Petras in Ordnung bringen. Er soll das dritte

mar.

Der schwedische Konsul in Hamburg hat die Richtigkeit der Tatsachen, die der Verfasser in seinem Bericht enthüllt, be­stätiat