Fälscher!

In unserer Ausgabe vom 8. September haben wir den Artikel Der Reichsbankrott und die. Saar " gebracht, in welchem wir uns mit der bekannten französischen Denks schrift über die Zukunft des Saargebietes beschäftigt haben. Unsere Ausführungen gipfelten in dem Gedanken, daß das bankrotte dritte Reich" nicht in der Lage sein wird, den französischen Forderungen nachzukommen. Es werde weder im stande sein, die Kohlen gruben des Saargebietes in Gold zurück zukaufen, noch den privaten Auslands schuldforderungen Rechnung zu tragen.

Diese unumstößliche Feststellung, die im übrigen auch von der Kölnischen Zeitung ", wie wir ebenfalls be richtet haben, bestätigt wurde, ist der gleichgeschalteten Presse im Saargebiet recht unangenehm. Ihr ist un­sere Feststellung außerordentlich pein­lich, und sie versucht deshalb, unsere Behauptungen als lächerlich und unwahr hinzustellen, indem sie zu einer offensichtlichen Fälschung greift.

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Das Organ der deutschen Front" die Saarbrücker 3eitung" schreibt in einem Artikel vom 11. September unter Bezugnahme auf unsere Ausführungen folgendes: und da wird Das Neueste in der Grubenfrage ist der Bergmann an der Saar , der jetzt wahrhaftig nichts zu lachen hat das Neueste ist: sich mächtig amüsieren die Gruben sollen 600 Millionen Goldmark mert sein, so behaupten die Herren Antifaschisten. Sie glauben es natürlich selbst nicht... Aber die Zahl ist ja auch nur auf Bluff berechnet. Es soll näm­lich demonstriert werden, daß das armselige Deutschland mit seinen leeren Devisenfassen und seiner lumpigen Mark diese Riesensumme ja gar nicht zahlen könne- und des­halb das Saargebiet auch gar nicht an Deutschland zurück­gegeben werden könne."

Was haben wir in Wirklichkeit geschrieben? Wir wollen wiederholen:

Zunächst einmal sei daran erinnert, daß der Wert der Gruben auf 300 Millionen Goldmark, das heißt auf etwa 1 Milliarde 800 Millionen französische Franken geschätzt wird. Ferner werden die französischen Rapitalien, die sei­ner Zeit in den großen jaarländischen Unternehmungen investiert wurden, unter Hinzuziehung aller französischen Besizungen im Saargebiet auf über 350 Millionen Gold­franken, also auf ebenfalls 1 Milliarde 800 Millionen Pa­pierfranken beziffert. Aus der französischen Denkschrift geht flar hervor, daß Frankreich sowohl die Bezahlung der 300 Millionen Goldmark für den Rückfauf der Kohlengruben verlangt, als auch auf der Rückzahlung der im Saargebiet gemachten Investitionen in Höhe von ebenfalls 300 Millio= nen Goldmarf auf dem Umwege über die Rückgabe der im Saargebiet sich im Umlauf befindlichen Frankennoten be­fteht."

Und dann heißt es unter Bezugnahme auf den Bankrott des dritten Reiches" weiter: Wie kann Reichsbankpräsident Schacht unter diesen Umständen einer neuen Forderung in Höhe Don 600 Millionen Goldmark nachkom= men. Das ist ein Ding der Unmöglichkeit." 300 Millionen Mark für die Gruben und 300 Mil­lionen Mark für die Rückzahlung der fran. 3öfifchen Rapitalinvestitionen sind bekannt­lich nach Adam Riese 600 Millionen Mark. Die Saar­ brücker Zeitung " stellt sich aber dumm und tut so, als ob wir den Betrag von 600 Millionen Mark allein auf die Kohlengruben bezogen hätten. Indem sie uns auf solch plumpe Weise etwas unterschiebt, was wir nie be­hauptet haben, bemüht sie sich, unsere unwiderleglichen Argumente abzuschwächen.

Das sind die Methoden, die bei der braunen Presse an der Saar üblich sind. Genau so wie sie das Telegramm der Antifaschistischen Front an die Funktionäre anläßlich der Sulzbacher Kundgebung gefälscht hat, fälscht sie heute unsere Artikel. Auf eine Fälschung mehr oder weniger kommt es eben den Gesellen nicht an.

Es muß aber doch um die Sache der braunen Front an der Saar sehr schlecht bestellt sein, wenn ihren Schreiber: lingen nichts anderes übrig bleibt, als zur Bekämpfung ihrer politischen Gegner zu offensichtlichen Fälschungen zu greifen.

Der Ungeist in den Saarschulen Neue Bestimmungen der Reegierungskommission

Saarbrücken , 12. September.

Zum heutigen Wiederbeginn des Schulunterrichts nach den großen Sommerferien hat die Schulabteilung der Regie­rungsfommission eine Reihe Verfügungen und Verbote er­lassen, durch die dem politischen Ungeist in den saarlän­dischen Schulen gesteuert werden soll. Die nenen Bestim­mungen, die in der Hauptsache die höheren Schulen be­treffen, find den Schulverwaltern bereits zugestellt und treten sofort in Kraft.

Verboten ist nach diesen Bestimmungen:

1. Die Benrlaubung von Schülern und Schülerinnen zu politischen Kundgebungen innerhalb wie außerhalb des Saargebiets.

2. Die Einführung neuer Schulbücher ohne Genehmigung der Aufsichtsbehörde. 3. Das Aussezzen des Unterrichts und das Beflaggen der Schulhäuser an politischen Feiertagen und Kundgebungen. 4. Das Singen geschlossener Klassen innerhalb der Orte und das Singen politischer Rieder außerhalb der Ortschaften. 5. Die Verteilung von Schriften an Schüler und Schüle­rinnen ohne Genehmigung der Schulabteilung.

6. Das Tragen politischer Abzeichen und Uniformen für Lehrer und Schüler.

7. Die Propaganda politischer Parteien innerhalb der Schulgrundstücke.

Eine weitere Anweisung betrifft das Verhalten von Lehrern und Schülern gegenüber Schulkindern jüdischen Glaubens.

Brief eines Industriellen Enttäuscht und pessimistisch

Man stellt uns via England folgenden Brief eines rein arischen Industriellen aus dem Ruhrrevier zur Ver­fügung:

Die Ereignisse des 30. Juni sollten jedem anständigen Deutschen genügen, diese Leute unter allen Umständen und

Saar- Freiheitsfront wird empfangen

Pirro und Röchling stehen sehnsuchtsvoll vor dem Völkerbundshaus Die Folgen des Austritts Hitlerdeutschlands

Genf, 11. Sept.( Eig. Drahtb.)

Die Delegation der saarländischen Einheitsfront, bestehend aus May Braun und Friß Pfordt wurde heute von den Mitgliedern des Dreierkomitees, das der Völkerbunds rat zur Vorbereitung der Saarabstimmung eingesetzt hat, und dessen Vollmachten bekanntlich starf erweitert wurden, empfangen. Und zwar vom spanischen Ratsmitglied Minister Madariga, vom argentinischen Ratsmitglied und Botschafter seines Landes in Rom , Cantilo, und dem italienischen Mini­ster und Delegationsmitglied Biancheri.

Die beiden Vertreter erläuterten den Inhalt unserer Dent= schrift und berührten einige Fragenkomplexe, die in dieser Denkschrift nicht behandelt werden. Sie konnten mit Genug­tuung feststellen, daß diese Saar - Denkschrift der Einheits­front wegen ihres objektiven, sachlichen, ruhigen und ent­schiedenen Tones, der wohltuend von der Marktschreierei und dem überlauten Ton der braunen Front absticht, all­jeitig eine gute Aufnahme findet.

Genf , den 11. September 1934.( Eig. Drahtb.) Gestern berichteten wir, daß die Delegation der braunen Front gedrückt und eigentümlich gestimmt durch Genf irrt. Wir haben uns gestern nicht erklären können, worauf diese Gedrücktheit zurückzuführen war. Und wir haben aus­reichende Gründe nicht finden können. Heute ist die Lösung dafür gefunden: Wer heute morgen zum Völkerbundshaus ging, der stellte fest, daß dort auf der Straße die Delegation der braunen Front stand. Die Herren Pirro und Genossen. Sie standen konstant auf der Straße und betrachteten mit sehnsuchtsvollen und verlangenden Blicken das Völkerbunds haus und vor allem den Eingang, aber sie gingen nicht hinein. Und die Lösung des Rätsels ist,

daß man Pirro und Röchling dort hinausgeworfen hat. Man hat festgestellt, daß sie sich als Journalisten dort eins geschmuggelt hatten, und daß sie sich dort ohne jede Legiz mation und Autorisation aufhielten. Das haben die

303 amtlichen Stellen gemerkt, und die Herren wurden an die Luft gesetzt.

Es ist ihnen nicht möglich, das Gebäude zu betreten, in dem über die Schicksale der Saar entschieden wird. Da sie feine offizielle Delegation sind, können sie nicht hinein­kommen. Es zeigt sich auch wieder einmal, wie ungeheuer dumm Hitlers Austritt aus dem Völkerbunde war. Schon allein in bezug auf die Saar . Denn die Delegation der braunen Front irrt in Genf herum, ohne jede Fühlung­nahme, ohne jede tatfräftige Unterstüßung. 3war haben die Einheitsfront der Saar und auch die übrigen Antihitler­Delegationen auch kein Land, das für sie eintritt, aber der Unterschied gegenüber Hitlerdeutschland ist der, daß die ganze Welt gegen Hitler steht und die ganze Welt sich als Beschützer und Betreuer der gegen Hitler gerichteten Dele­gationen aufwirft. Die letzteren Delegationen werden also mit größtem Entgegenkommen behandelt.

Genf , den 11. September. ( Eig. Drahtb.) Man erzählt sich in Völkerbundskreisen, daß die Dele­gation der braunen Front verschiedenen maßgebenden Stellen Mitteilung zugehen ließ, wonach die braune Front 85 Prozent der abstimmungsberechtigten Saarländer für sich haben will. Es ist interessant, daß jetzt nur noch von 85 Pro­zent die Rede ist, und nicht mehr von 93 Prozent oder sogar 97 Prozent. Aber man weiß auch in Genf , wie die 85 Pro­zent zustande kommen, man fennt auch zur Genüge den offenen Terror an der Saar . Und man lächelt viel über die Antwort, die von einer maßgebenden Stelle des Völker­bundes dem Landesführer der braunen Front gegeben worden sein soll, als er die 85 Prozent erwähnte. Die Ant­wort lautete: Wenn Sie 85 Prozent in Wirklichkeit hätten, dann wäre es doch nicht nötig, daß Sie derartig lärmend auftreten und die Andersdenkenden terrorisieren. Sie hätten doch dann die absolute Majorität und es wäre doch gar nicht einzuschen, warum Sie die andersdenkenden Saarländer dann nicht in Ruhe ließen."

Sturm auf die christlichen

Metallarbeiter

Terror nach hitler - deutscher Methode an der Saar

Und die Gerichte helfen dabei

Auf Befehl reichsdeutscher Stellen hatten die National­sozialisten am Montag die Saarbrücker Büros des gleich geschalteten christlichen Metallarbeiterverbandes besetzt. Der Bericht des hitleramtlichen deutschen Nachrichtenbüros über die geheime Sizung in Zweibrücken hat klar den Beweis erbracht, daß hier eine verbotene Einrichtung der Deutschen Arbeitsfront vorliegt. Mithin ein schwerer Verstoß gegen die Verordnung der Regierungsfommission vom 12. März 1934. Am Dienstag wurde ein neuer nationalsozialistischer Handstreich vollführt. Unter Mißachtung der Regierungs­outorität haben die Nationalsozialisten beim Landgericht eine einstweilige Verfügung erwirft, wonach die Ge­schäftsstellen des christlichen Metallarbeiterverbandes im Lande von den Nationalsozialisten einfach übernommen wur­ben. Eine absolut ungesetzliche Handlung. Damit besteht kei­nerlei Garantie mehr für die Aften, Bücher und das Ver= mögen des Verbandes. Diese einstweilige Verfügung ist gegen die bestehende Verordnung der Regierungskommission unter Uebergehung der Saarregierung herausgegeben worden.

Soweit sind wir heute im Völkerbundsland an der Saar . Reichsdeutsche Hitlerstellen ordnen illegale Aktionen im Saargebiet an und die Aktionen werden mit Hilfe der Nationalsozialisten durchgeführt. Der neueste Handstreich stellt einen solch groben Aft offener Illegalität dar, daß die Regierungskommission zu den schärfsten Maßnahmen greifen

muß.

Die Nationalsozialisten haben tatsächlich durch ihre Rechts­anwälte Steegmann usw. eine einstweilige Verfügung er­wirkt mit der Behauptung, der Geschäftsführer Pick müsse wegen Unzuverlässigkeit ersetzt werden. Diese einstweilige Berfügung ist zugestellt worden, ohne die Regierung ins Benehmen zu setzen, wie das die Verordnung in bezug auf die Gewerkschaften vorschreibt. Eine unglaubliche Mißachtung der Regierungsautorität. Die Regierung wird einfach übergangen. Man darf gespannt sein, was die Regierung gegen diese Aktion unternimmt. Auf Grund der Zustellung der einstweiligen Verfügung ist einfach

ohne jede Konzession abzulehnen; aber leider muß ich ein­fehen, daß die vernünftigen Menschen bei uns sehr dünn ge­sät sind. Ueber die Finanzlage lesen Sie durch die Presse bestimmt mehr Wahres als ich sie ist verheerend.

Solange durch Regierungsmaßnahmen die Beschäftigung für das Inland aut war, hat das Industrierevier ganz anständig verdient. Das Exportgeschäft sackte allerdings immer mehr ab, jezt zeigen sich auch die ersten Anzeichen des Nachlassens auf dem Inlandsmarkt. Bisher waren die Werfe immer voll und ohne Feierschichten beschäftigt, plöblich lie gen wir- und das durchweg- schon volle zwei Werktage in der Woche still, seit etwa Mitte August. Wir sind uns bewußt, daß der Winter noch schlechter werden wird, denn die Arbeits­Ioſenziffern steigen ständig, was ich bei einem Betrieb mit mehreren tausend Arbeitern, trotz aller amtlichen Stati­stif", sehr gut und sicher zu beurteilen weiß...

Was tut die Regierungskommission?

ein Vertreter für Pick eingesetzt worden( natürlich bei diesem Hergang der Dinge rechtlich völlig unzulässig), und die Ge­schäftsstellen des gleichgeschalteten christlichen Metallarbeiter­verbandes im Lande wurden illegalerweise von den National­sozialisten übernommen. Mit Recht wird die Frage aufge­worfen: Was wird nun mit den Aften und Büchern, was mit der Kasse des Verbandes? Wer garantiert dafür? Die Nationalsozialisten pfeifen auf die Verordnungen der Re­gierungskommission, vollführen ihren Handstreich, und wenn die Regierung nachher eingreift, dürfte nicht mehr allzuviel zu retten sein.

Die Hauptbüros in Saarbrücken sind nach wie vor ver siegelt. In der Tat ist der Beweis für die direkten Verbin­dungen mit der deutschen Arbeitsfront im Reich erbracht. Eine Reihe von schweren Verstößen gegen die Regierungs­verordnungen liegen vor. Wahrscheinlich wird die Versieg­lung aufrechterhalten, um die Prüfung der Zusammenhänge ungestört zu gewährleisten.

Aber eine weitere und viel wichtigere Frage: Das, was sich am Montag in den Büros der christlichen Gewerkschaften, abgespielt hat, kann sich morgen wieder: holen. Morgen kann auf Berliner Befehl derfelbe Hand: streich durch die Nationalsozialisten auf die Büros des Bergbauinduftriearbeiterverbandes, der freien Gewerk­schaften, der Boltoftimme" oder der anderen Antihitler­Organisationen und Zeitungen ausgeübt werden. Die Lage ist außerordentlich fritisch. Jeßt muß die Regierungsfom: mission zeigen, ob sie noch Herr der Lage ist oder nicht.. Die Tatsache, daß im Völkerbundsland an der Saar der Hitler- Handstreich vom Montag möglich war, hat vor allem in Genf höchfte Erregung und Empörung hervorgerufen. Nun gilt es, zuzupacken.

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Vor den Hauptbüros der christlichen Gewerkschaften steht nunmehr die Polizeiwache. Die Mitglieder des christlichen Verbandes werden in den nächsten Tagen zu der neuen Situation Stellung nehmen.

Angsthase, ich sehe ihn nicht mehr. Ich selbst z. B. habe bis heute noch nicht ein einziges Mal auch nicht bei Be­hörden und im öffentlichen Leben mit 5........" ge­grüßt, und noch niemand hat Anstoß daran genommen, so fümmerlich ist dieses ganze Gesor, mit dem ich täglich zu tun habe.

In den letzten Monaten übersehe ich oft Auffäße aus aus­ländischen Zeitungen, laffe fie tippen und durchschlagen und verbreite fie, so gut es geht. Viel Zweck hat es nicht, aber man fann es, weiß Gott , einfach nicht lassen. Besonders, wenn man tagtäglich den Mist lesen muß, den unsere Presse verzapft, selbst die alte Frankfurterin" ist geradewegs zum Kozen... es hat mich das ganze Jahr bedrückt, daß ich Ihnen nicht mal frei von der Leber weg schreiben konnte, ich freue mich, daß ich heute Gelegenheit dazu hatte...

Die Wahl war natürlich nur farce. Es find weit mehr Massenimpfung von 120000 Kindern Nein- Stimmen abgegeben worden, als man veröffentlicht. Wenn einer Nein stimmte, dann hieß es: das Nein ist ja durchstrichen, somit ist Ja nemeint! Das ist verbürgt.

Die Stimmung gegen die Nazis ist sehr gewachsen, aber alle sind noch ängstlicher geworden und das nicht ohne triftigen Grund. Ich treffe nur Leute, die verzweifelt den Kopf schütteln aber an eine Aenderung der Dinge ver mag ich nicht zu glauben. Wir werden den Umschwung nicht mehr erleben. Von diesem Peffimismus kann ich mich nicht freimachen und wenn es uns noch so schlecht gehen sollte selbst wenn wir tatsächlich noch Brotfarten bekommen, wir werden die Leute nicht wieder los. Siehe Rußland , siebe Italien ! Gine solche Verfilzuna des aanzen öffentlichen wie privaten Lebens mit der neuen Gefinnung" ist einfach nicht mehr rückgängig zu machen, jedenfalls nie in diesem Lande. Denn der Haupti... t genießt tatsächlich ein Vertrauen. das nur noch pathologisch zu werten ist. X. ist ein furchtbarer

Essen, 12. Sept. In Duisburg- Hamborn wird nunmehr die schon angefündigte Massenimpfung von etwa 120 000 Kindern im Alter von 1 bis 15 Jahren zum gegen die Diphtherie Epidemie Kampf durchgeführt. Insgesamt werden 7000 Personen, darunter 260 Aerzte, mit der Durchführung beschäftigt. Die Kinder werden dreimal in Abständen von 14 Tagen geimpft. Die Kosten des Impfstoffes in Höhe von 120 000 Reichsmark trägt die Reichsleitung der NS. - Volkswohlfahrt. Vertreter des Robert- Koch- Institutes in Berlin beaufsichtigen die Durchführung der Aktion. Die Stadtverwaltung hat die Bürgerschaft zur Unterstützung der ersten großen Massen­impfung dieser Art in Deutschland aufgefordert.