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Nr. 96. 14. Jahrgang 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt.

Kongreh der Bäcker Deutschlands.*)

Gera, 22. April 1897.

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Sonntag, 25. April 1897.

pfeifen" die Bäckermeister auf die Verordnung, für sie steht die- wurden, sich aber noch gar nicht an den Vorstand gewendet haben. felbe nur auf dem Papier und in allererster Linie trifft das auf Es wird zur Prüfung der Angelegenheit eine Kommission eingefeßt. Sachsen zu, wo sonst die Polizei feine Gesetzesübertretung ungerochen Es wird nunmehr über den nachträglich auf die Tagesordnung Mit furger Begrüßung eröffnet Ruhl- Gera den Kongreß läßt. Wenn alle Uebertretungen dieser Berordnung zur Anzeige gesetzten Punkt Agitation berathen. Das einleitende Referat 1/410 Uhr. Bu Vorsitzenden werden AIImann Hamburg und gebracht und bestraft worden wären, die Summe der Strafgelder giebt Römer Hamburg . Er berührt zunächst die Frage, ob die Friedemann- München gewählt. Anwesend find 31 Delegirte ließe sich garnicht übersehen. Nach dem Schlußwort des Referenten allgemeinen Versammlungen den Zimmererversammlungen vorzuziehen mit Mandaten, welche 4494 Mitglieder vertreten, aus 26 Städten, wird die von Kretschmar abgeänderte Resolution mit 29 Stimmen sind, und verneint dieselbe aus verschiedenen Gründen, höchstens wo zusammen 14 083 Bäckerei- Arbeiter beschäftigt sind. Außerdem angenommen, vier Delegirte stimmen dagegen, zwei enthalten sich der hält er hier und da Bauhandwerkerversammlungen für zulässig. werden zur Berathung zugelassen 5 Delegirte, die ohne Mandate Abstimmung. Er bedauert, daß bis jetzt einheitliche Schritte der Maurer und erschienen sind. Der dänische Bäckerverband ist durch mancherlei Bimmerer zur Anbahnung einer sich gegenseitig nicht hemmenden Die erfolglos blieben. weiteren Umstände an der Beschickung des Kongresses behindert worden. Ausführungen Der Kongreß beschäftigte sich dann und noch am folgenden Tage Agitation mit der Frage: Durch welche Mittel sind die Arbeits des Redners beschäftigen sich mit den Agitationstommissionen und verhältnisse der Bäderei- Arbeiter zu verbessern? der Unterstützung von wegen ihrer Agitation gemaßregelten Per­Nach einem ausführlichen Referat Allmann's aus Hamburg , sonen, denen ihr Recht zu gewähren der Vorstand noch zu wenig worin die Nothwendigkeit der Abschaffung des Rost- und Logis. Bollmacht habe. Bezüglich des mehrfach gewünschten Flugblattes wesens beim Meister, insbesondere mit der in den Bäckereien viel- ftelle sich der Vorstand auf den Standpunkt, daß die Herausgabe fach herrschenden Unreinlichkeit 2c. begründet wird, die die eigent- einer eigens dazu bestimmten Agitationsnummer vortheilhafter sei. liche Ursache der Bäckerkräge sei, und nach Diskussion über das Die Herausgabe der Flugblätter sei den Agitationskommissionen zu Referat wird einstimmig folgende Resolution angenommen: " In Erwägung, daß durch das noch in den meisten Bäckereien Deutschlands übliche Kost und Logiswesen der Arbeiter beim Arbeit­geber

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1. den Meistern ein Mittel in die Hand gegeben ist, wodurch es ihnen möglich ist, das Thun und Lassen ihrer Arbeiter auch außerhalb der Arbeitszeit stets zu kontrolliren, hierdurch die Arbeiter aber in ein Abhängigkeitsverhältniß von ihrem Arbeitgeber gedrängt werden, was geradezu als ein menschenunwürdiges erscheint, 2. von einem nur einigermaßen stabilen Arbeitsverhältnisse in den Bäckereien keine Rede sein kann, weil gerade durch dieses System die meisten Streitigkeiten zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ausbrechen,

überweisen.

Bur Annahme gelangen folgende Resolutionen: I. Die 12. Ges neralversammlung des Verbandes der Zimmerleute Deutschlands be auftragt den Redakteur des" Zimmerer", das Material zu einer Geschichte der deutschen Zimmererbewegung zu sammeln und der nächsten Generalversammlung Bericht zu erstatten, ob sich die Be schreibung dieser Geschichte lohnt." II." Die Provinzial- Agitations­innerhalb ihrer Kreise statistische Auf­fommissionen haben innerhalb stellungen über Art, Erfolg, sowie überhaupt über alle Vorfommnisse in bezug auf Agitation vorzunehmen."

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Ueber den ersten Punkt der Tagesordnung: Der Bäckerei arbeiterschus( Maximalarbeitstag, Sonntagsruhe) referirt Kretschmer Hamburg. Die bundesräthliche Verordnung vom 4. März 1896, den Maximalarbeitstag und die Sonntagsruhe in den Bäckereien betreffend, die erst durch thatkräftiges Eingreifen der organisirten Arbeiter zu ftande gekommen sei, enthalte nur eine geringe Abschlagszahlung von dem, was die Arbeiter an Schuß vom Staate mit gutem Recht verlangen können. Trotzdem hätten die Innungen einen Kampf gegen die Verordnung unter­dem sogar schon ein Minister zum Opfer gefallen sei. Sie hätten sich als die gefährlichsten Umstürzler geberdet und unter den Augen preußischer Geheimräthe Reden geführt, die andere hinter schwedische Gardienen gebracht haben würden. Und bei ihrem Treiben hätten die Bäckermeister die Unterstützung des ge­fammten Unternehmerthums gefunden, bis hinauf zum König Stumm. Schweden , Norwegen , New York und England hätten viel weiter: gebende Bestimmungen über den Schutz der Bäckerei- Arbeiter als Deutschland ; dort höre man aber nicht von einem so rabiaten Vor­Diese Statistiken sind vierteljährlich in furzer, aber übersichts gehen der Unternehmer, ein Beweis dafür, wie weit sich das deutsche licher Form dem Hauptvorstand zu übermitteln; letzterer hat die Unternehmerthum mit feinen Anschauungen im Rückstande befinde. diesbezüglichen Eingänge wiederum zusammenzustellen und mindestens Es sei bezeichnend für die politischen Zustände in Deutschland , daß 3. das Koft- und Logiswesen beim Arbeitgeber in feiner jetzigen alljährlich den betreffenden Agitationskomitees zur besseren Informirung. die organisirte Arbeiterschaft der Regierung zu Hilfe springen Handhabung auch soviel Mängel und Schäden zu ungunsten der über den Agitationsbetrieb zuzustellen. Ferner wird der Hauptvorstand muß, um fte gegen den Sturmlauf des des königstrenen" Arbeiter hervorbringt, und angewiesen, in Fällen, wo Mitglieder infolge agitatorischer Thätigkeit -Unternehmerthums in Schutz 811 nehmen. Redner glaubt, 4. gerade durch dieses System der sprichwörtlich gewordenen materiell geschädigt wurden, auch dann, wenn eine direkte Mah daß die Androhung der Proklamirung des Generalstreits das Unsauberkeit in den Bäckereien Vorschub geleistet wird, beschließt regelung aus den vorliegenden Umständen nicht positiv ersichtlich, einzige Mittel fei, die Unternehmer zur Raison zu bringen der Kongreß aller Bäcker Deutschlands zu Gera , den Kolle überall, mehr wie bisher die betreffenden Mitglieder zu unterstützen. Diese und auch der Regierung zu zeigen, daß die Bäckerei- Arbeiter die in erster Linie in den Großstädten, zu empfehlen, daß aberall da, materielle Unterstützung ist auch insofern auszudehnen, als um fich ernste Absicht haben, den Maximal- Arbeitstag unter keinen Umständen wo die Kollegen gut organisirt sind und man mit Sicherheit auf Erfolg es Zeitverfäumnisse, welche zur Vorbereitung preiszugeben. Er bittet um Annahme folgender Resolution: rechnen könne, zu günstiger Zeit in eine Bewegung einzutreten, um größeren Agitationsreise nöthig ist, handelt. " Der 1897er Kongreß der Bäcker Deutschlands erklärt im Hin- mit Unterstützung der organisirten Arbeiterschaft in einen Kampf ein- weiteren wird dem Hauptvorstand die Berechtigung zuerkannt, blick auf die kaiserliche Botschaft und die kaiserlichen Erlaffe von treten zur Beseitigung des Kost- und Logiswesens beim an Bahlstellen oder Agitationskomitees, wenn die Mittel der Agi­1890 betreffs der Inaugurirung und Fortsetzung der Arbeiterschuh- Arbeitgeber. Wird durch andere Ursachen, Maximal- Arbeitstag tationsfaffen resp. der Lokaltassen nicht ausreichen, aus der Haupt­Gesetzgebung wie auch vor allem in Rücksicht auf die aktenmäßig und dergleichen in einer Stadt ein Kampf unserer Kollegen gegen taffe einen Zuschuß zu gewähren. Die Einleitung und Ueberwachung festgestellten, in Bäckereibetrieben allgemein herrschenden schweren, die Arbeitgeber hervorgerufen, so foll auch mit darauf bedacht ge- der Gesammtagitation ist Hauptaufgabe des Verbandsvorsitzenden, und die Gesundheit der Bäckergesellen wie auch der Konsumenten außernommen werden, diese unsere Hauptforderung in Verbindung mit hat dieser auch in erster Linie die Verantwortung dafür zu tragen. ordentlich gefährdenden Mißstände, die bundesräthliche Ver den eventuell anderen Forderungen zu erreichen. Den Kollegen aller- Die Generalversammlung geht nun zur Berathung der ordnung vom 4. März 1896 für eine leichte Abschlagszahlung orts empfiehlt jedoch der Kongreß, örtliche Streit- und Unter- noch nicht erledigten Anträge über. Es wird beschlossen, von dem als Mindeftmaß berechtigterweise zu fordernden gesetzlichen stützungsfonds zu bilden aus freiwilligen Beiträgen, um bei einer den Verband in Zukunft nicht mehr Verband, sondern Zentral. Schutz für die Bäckerei- Arbeiter. eventuellen Bewegung zur Erreichung dieses Zieles in irgend einer verband der Zimmerleute Deutschlands zu nennen. Ein Antrag, Die gegen die an sich noch sehr ungenügende und lückenhafte Stadt die dortigen Kollegen materiell unterstüßen zu können. Der auch Nichtzimmerer, die ausschließlich im Zimmerergewerbe beschäftigt Verordnung von seiten der Meister und sonstiger Unternehmer, wie Kongreß ersucht schließlich alle in der Bewegung stehenden Kollegen, find, in§ 3 des Statuts als aufnahmefähig zu erklären, wird auch das Innungsverbandes Germania " ins Wert ge- die der Organisation noch fernstehenden Massen der Arbeiter in abgelehnt. Bei den weiteren Anträgen auf Statutenänderung ist fette Agitation ist als der Ausfluß des denkbar größten unserem Berufe über die für unsere Gesundheit und wirthschaftlichen unter den angenommenen als wesentlich folgender Beschluß hervor Uebelwollens gegen die Arbeiter zu betrachten, und die Interessen schädlichen Uebel, die durch Kost- und Logiswesen beim zuheben: Die Sommerbeiträge werden in Zukunft von April bis mehrfach ausgesprochene Ansicht von der Undurchführ Arbeitgeber hervorgerufen werden, aufzuklären." einschließlich September statt Mai bis Oktober erhoben. Der Reise­barkeit dieser Verordnung ist nach den Resultaten der Den folgenden Gegenstand der Berathung bilden die Punkte: Unterstüßung wird die alte Höhe und Art der Auszahlung belaffen. Pragis als einfach lächerlich zu bezeichnen. Arbeitsvermittelung, Innungen und Gesellen Wandernden, die über die statutarische Frist( 13 Wochen) restiren, Der Kongreß erwartet auf das bestimmteste, daß die von Provit Ausschüsse, Germania Bücher. Bassilien Berlin werden die Beiträge von der Reise- Unterstügung abgezogen, während wuth und sozialem Unverständniß diktirten Einwände gegen die bundes verbreitet sich des näheren über die dortigen Stellenvermittelungen. bisher jeder Beitragsrest in Abzug fam. Für verbranntes Handwertszeug räthliche Verordnung an zuständiger Stelle nicht zur Aufhebung der Ge existiren in Berlin 42 Stellenvermittler, die zugleich Gastwirthe, fann von jetzt an nur an Mitglieder Entschädigung gezahlt werden, die felben führen werden, sondern hofft im Gegentheil ihren baldigen Bigarrenhändler, Hausmakler und ähnliche Gewerbetreibende sind. mindestens seit 6 Monaten im Verbande find. Ein Antrag auf Ausbau zum wirksamen Arbeiterschutz, worunter auch die gänz: Das Honorar für die Vermittelung beträgt für einen Werkmeister Einführung der Arbeitslosen- Unterstützung am Drt wird im Prinzip liche Beseitigung der Nachtarbeit zu verstehen ist. Sollte aber die 10, 15 bis zu 30 m., für Kneter 6 bis 8 M., für sonstige Gehilfen abgelehnt, jedoch wird, um die Unmöglichkeit der Ausführung zu Regierung wider alles Erwarten die Bäckerei- Arbeiter im Stich 3 bis 5 M. Außerdem bestehen noch 8 Jnnungs- Sprechämter, beweisen, der Vorstand beauftragt, bis zur nächfien Generalversamm laffen, so erklärt der Kongreß seine im Interesse der allgemeinen wovon zwei der Germania und eins der Konkordia gehören. Das lung die nöthigen statistischen Grundlagen zu beschaffen. Zur Be­Wohlfahrt liegenden Forderungen selbst energisch durchfeßen zu lettere arbeitet gegen ein fires Gehalt, die anderen schachern rathung der auf die Generalversammlung bezüglichen Anträge wird wollen, und zwar event. durch den Generalstreit aller auf Provision. Durch diese Vermittelungsstationen sei der eine Kommission gewählt. Beschloffen wird, auch den Sonnabend Bäder Deutschlands . Der Kongreß beauftragt daher das Bestechung Thor und Thür geöffnet. Die übrigen Dele- noch zu tagen. Bureau, diese Resolution der deutschen Reichsregierung zu unter- girten fonstatiren, daß die Verhältnisse anderwärts faft breiten, erwartet vom Verbande der Bäcker und Berufsgenossen ebenso schlecht liegen. Allgemein wird betont, daß den Innungen unzweideutige Stellungnahme zu dieser Forderung und hält es für in der Stellenvermittelung die beste Handhabe zur Ausbeutung der Der Zentralverband der Glaser hielt am 3. Dfterfeiertage oberste Pflicht jedes Bäckerei- Arbeiters, sich unverzüglich der genannten Gesellen in jeder Form zur Verfügung stehe, und daß es endlich an im Restaurant Stramm, Ritterfir. 123, feine Mitglieder- Vers Organisation dauernd anzuschließen." der Zeit sei, ihnen die Arbeitsvermittlung au entreißen. Auch die sammlung ab. Kollege Märtens erstattete den Kaffenbericht. In der Diskussion über das Referat Kretschmer's tritt Jo eft- Germania- Bücher werden auf das entschiedenste bekämpft. Einstimmig Dem Kassirer wurde Entlastung ertheilt. An stelle Frankfurt ebenfalls energisch für strengste Festhaltung an den wird folgende Resolution angenommen: Kollegen Bellach wurde Kollege Verbeck als Revisor gea Marimalarbeitstag, den weiteren Ausbau der Schutzbestimmungen" In anbetracht deffen, daß die Innungen und ihre Einrich- wählt. Anwesende Kollegen der Werkstelle Salomonis und Erstrebung noch verkürzterer Arbeitszeit ein. Gleichzeitig wider tungen dazu dienen, ihre Arbeiter in sozialer und wirthschaftlicher machten bekannt, daß sie am dritten Feiertag früh die Arbeit nieder­legt er durch Bortrag einer aufgestellten Berechnung die Einwände Beziehung zu fnebeln, erachtet es der Kongreß für geboten: gelegt, weil ihnen zugemuthet wurde, wieder 10 Stunden zu arbeiten. der Unternehmer, daß die zwölfftündige Arbeitszeit für die Bäckereien Die Lohntommission wurde beauftragt, am nächsten Morgen mit den eine große Schädigung zur Folge haben werde. betreffenden Kollegen nochmals hinzugehen, um, wenn möglich, die Sache in Güte zu erledigen. Nachdem noch einige interne An­gelegenheiten erledigt, erfolgte Schluß der Versammlung.

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1. Alle durch die Junungen und Bäckereigenossenschaften ge­schaffenen Einrichtungen zu verwerfen.

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2. Ueberall die von dem Innungsgesetz vorgeschriebenen Gesellen­ausschüsse nicht zu wählen. 3. Das Germania - Buch als eine Einrichtung zu betrachten, welche Die Händler und Händlerinnen Berlins und Umgegend dazu geeignet ist, den freien Arbeiter unter die Gesinde- Ordnung zu besprachen am 22. April in einer öffentlichen Versammlung bei ftellen." Miegel, Stralauerstr. 57, die event. Beschickung des Kongresses der Ueber die Punkte Organisation und Agitation totalorganisirten Gewerkschaften, welcher für den 17. Mai referirt Kuhl- Gera. Er verurtheilt es, daß in Berlin , trotz des und folgende Tage in Halle a. S. in Aussicht genommen ist. ausdrücklichen Beschluffes des letzten Kongresses, Lotalorganisationen Töpfer Thieme leitete, die Beschickung des Kongresses befürwortend, nicht zu begründen, doch eine solche gegründet wurde. Im übrigen die Debatte hierüber ein. Das Ergebniß der heftigen Diskussion empfiehlt er, den eingeschlagenen Weg in Beziehung auf die war nach mehrmaliger Abstimmung, deren Resultat wiederholt Agitation weiter zu gehen. Die Distuffion ist im Sinne des angezweifelt wurde, endgiltige Ablehnung einer Delegation. Referats gehalten. Schulze berichtete hierauf, in seiner Eigenschaft als Delegirter

Die folgenden Redner erklären sämmtlich auf dem Boden des Referats au stehen. Reiner glaubt die Mär von der Benachtheili­gung der Bäckermeister durch die Einführung des Marimalarbeits­tages. Pietschmann- Dresden und Häpfner- Berlin sind aber gegen die Androhung des Generalstreifs, u. a. deshalb, weil sich ein solcher Beschluß angesichts der noch jungen und schwachen Organisation nicht durchführen lasse. Man solle Mittel und Wege suchen, auf andere Weise die Angriffe gegen die Verordnung abzu wehren. Der lettere Delegirte beantragt, die Regierung zu ersuchen, die Bäckereibetriebe der Gewerbe- Inspektion zu unterstellen, damit die sanitären Vorschriften der Verordnung endlich beachtet werden. Bassilien und Sandhoff Berlin treten für die Resolution ein. Letterer verbreitet sich eingehend über die Zustände in den Zum Buntt: Stellung zur 3entral Rrantentasse, der Gewerkschaftskommission, über deren Thätigkeit, worauf Berliner Bäckereien und giebt ein interessantes Beispiel von dem wird eine Resolution angenommen, die es jedem Berufskollegen zur Trunsch als Vertreter in die Gewerkschaftskommission delegirt so viel gepriesenen harmonischen Verhältniß zwischen Arbeitgeber Pflicht macht, der Zentral- Krantentaffe beizutreten, da die Innungs- wurde. Aus der Wahl einer Agitationskommission gingen Schröder und Arbeitnehmer zum besten, das die statistischen Erhebungen faffen es sich zur Aufgabe machen, die gesundheitsschädlichen Miß- und Schulze hervor, Natje, Luther und Leo wurden zu zu tage gefördert haben. Von 299 Betrieben müssen in 200 der stände im Betriebe zu verschleiern. Revisoren ernannt. Bezüglich des 1. Mai wurde beschlossen, an diesem felben die Gehilfen in der Backstube ihre Mahlzeiten einnehmen, Die Stellung des Kongreffes zu den Genossenschaften Tage die Arbeit ruhen zu lassen; wer aus Gristenzrücksichten ge davon sind nur 24 Backstuben mit Tischen und Schemeln versehen, wird durch Annahme zweier Resolutionen ausgedrückt, die besagen, wungen ist, dennoch zu handeln, wurde verpflichtet, 50 Pf. von dem in den übrigen Betrieben werden die Gehilfen auf der Bad daß Genossenschaften bort gegründet werden sollen, wo folche als Tagesverdienst an die Agitationskasse abzuführen. Die feiernden beute gespeist.(!!) Gine Anzahl andere Delegirten fonstatiren, schützendes Obdach gemaßregelter Arbeiter zu errichten möglich find, Händler haben sich am 1. Mai der vormittags 10 Uhr anberaumten daß die polizeiliche Kontrolle über die Befolgung der Vorschriften und daß sie nur organisirte und vorzugsweise solche Arbeiter be. Gruppenversammlung der Hausdiener u. s. w. anzuschließen. der Bundesraths- Berordnung vielfach mangelhaft ist. Es müsse jeder schäftigen sollen, die infolge ihrer Thätigkeit für die Organisation Nachdem die Unterflügung einer Petition an den Polizei dafür sorgen, daß alle Uebertretungen ebensowohl als alle Uebel- gemaßregelt worden sind. präsidenten v. Windheim, in welcher von den Straßenhändlern um stände in der Presse veröffentlich werden. Das wirkt oftmals beffer, Das Bureau wird beauftragt, der sozialdemokratischen Abstellung verschiedener polizeilicher Maßnahmen ersucht wird, als als eine Denunziation bei der Polizeibehörde. Reichstags Frattion, vor allem aber dem Abg. Bebel gänzlich aussichtslos abgelehnt worden war, theilte der Leiter der In der Nachmittags Sigung ändert Kretschmer für das mannhafte Gintreten im Reichstage den Dank des Bersammlung, Schröder, in seiner Eigenschaft als Mitglied der Hamburg seine Resolution dahin ab, daß es an stelle der Pro- Rongresses auszusprechen. Agitationsfommission mit, daß nächste Woche wiederum eine öffent­flamirung des Generalstreits heißt: eventuell Arbeits- Nachdem noch der Geraer Arbeiterschaft Dant gefagt worden liche Wersammlung stattfinden werde, die sich nochmals mit der Be einstellung und Boykott. Ruhl. Gera charakterisirt das für die Sympathie, die sie dem Kongreß entgegengebracht hat, schließt schickung des Haller Kongresses beschäftigen solle, da er mit dem heuchlerische Gebahren der großen Jnnungsmeister, die die Klein- der Borsigende den VI. Rongreß der deutschen Bäcker mit einem heutigen Resultat nicht zufrieden sei. meister angeblich vor dem Ruin schüßen wollen. Thatsächlich sorgen Hoch auf die Sozialdemokratie. te aber durch Kreditabschneiden ut. s. w. dafür, daß jene möglichst Holzarbeiter Verband. In einer gut besuchten Brauchen ruinirt werden. Der Parketbodenleger Bersammlung Könnten die Kleinmeister bei zwölf­hielt Reichstags. dann sei es auch endlich an der Zeit, solche Existenzen Vortrag über den Werth der Organisation. An der Hand eines aus der Welt zu schaffen. Der Delegirte für Stuttgart umfangreichen Beweismaterials wies der Referent nach, daß fonstatirt, daß dort in neuerer Zeit der Juhaber einer größeren Vierter Tag. Vormittag. nur einmüthiges Handeln und Zusammenschluß aller Kollegen der Bäckerei bei einem Submissionsverfahren das Angebot gemacht hat, Halberstadt , den 23. April 1897. einer fraftvollen Organisation den Forderungen fönne. Unter Ver= das Brot 48 pCt. unter dem Normalpreis zu liefern. Die Berathung der vorliegenden Anträge führt zur Ablehnung Arbeiter geneigtes Gehör verschaffen Die Bundesrathsverordnung könne sonach allzu schädlich nicht ge- eines Antrages, der jährlich eine Broschüre über den Stand der Schiedenem gelangten einige Mängel in dem im Jahre 1896 wirkt haben. Der Delegirte für Hannover erklärt, daß dort Lohnbewegung wünscht. Ein weiterer Antrag: In jeder Bahlstelle, eingeführten Lohntarif zur Kenntniß der Versammlung; die Kome weder die Sonntagsruhe noch der Marimalarbeitstag eingehalten wo die Organisation nicht start genug ist, haben die Platzsperren mission wurde beauftragt, die Beseitigung derselben anzustreben. werden. Die Junungen fämpften mit allen Mitteln gegen die Ver zu unterbleiben", wird gleichfalls abgelehnt. Es liegen noch Weiter wurde noch seitens der Kommission mitgetheilt, daß die ordnung. Dasselbe konstatirt der Deligirte aus dem Wupperthale mehrere Resolutionen vor, die eine verlangt für Dresden von der nächste Sigung der Kommission mit den Vertrauensleuten am und in München liegen die Verhältnisse nicht viel anders. Die Aus- Generalversammlung eine Direktive für den bevorstehenden Lohn- 26. April, abends 8 Uhr, bei Zubeil stattfindet, in welcher event, führungen der übrigen Redner sind dahin zusammenzufassen: Allüberall tampf und geht von den Dresdener Delegirten aus. Die zweite ist eine Revision des Tarifs vorgenommen werden soll. die bereits mitgetheilte Resolution des Referenten Schrader. Die In unserem Bericht über die Versammlung der Prätte erstere fällt, die lettere wird angenommen. rinnen vom 6. d. M. muß es statt Boersch heißen: Porth Es liegt ein Protest von ausgeschlossenen Mit- wurde zum 1. Vorsitzenden, und nicht ein Kassirer, sondern eine gliedern aus Sambura vor, die als Streitbrecher ausgeschlossen Rassirerin wurde gewählt.

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stündiger Arbeitszeit ihrer Gehilfen wirklich nicht existiren, Zwölfte Generalversammlung des Verbandes Abgeordneter Fr. Zubeil am dritten Feiertage einen trefflichen

*) Der gestrige Bericht betraf die Generalversammlung des Verbandes der Bäcker und Berufsgenossen Deutsch­Iands.

der Zimmerlente.

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