Völker in Sturmzeiten Nr. 42

Völker in Sturmzeiten

Im Spiegel der Erinnerung- im Geiste des Sehers

boit and

Donnerstag, 11. Oktober 1934

So war es in Versailles ... viet

Die letzten Wochen in Versailles

Die Dolchstoẞlegende taucht auf

Entweder man gebärdete sich 80, als wäre ein militärischer Widerstand möglich, oder man machte die Revolution und die Republik dafür verantwortlich, daß ein solcher Widerstand nicht mehr möglich sei. Von dieser Zeit datiert das Auftauchen der Dolchstoß­legende, die Reinwaschungsaktion für die Monarchie, die Monarchie, die Haßpropaganda gegen die Republik mit einem Worte die große reaktionäre Welle, die erst sechs oder sieben Jahre später zugleich mit einer Besserung der außen­politischen Lage abebben sollte..

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Auf der anderen Seite die linksradikale Presse, die auf diese reaktionären Kundgebungen mit einer gesteigerten Ak­tion für den Frieden um jeden Preis reagierte und die Wei­ marer Parteien sowie die Friedensdelegation beschuldigte, durch ihre Ablehnungspolitik dem Nationalsozialismus und Monarchismus Vorschub zu leisten!

Für uns deutsche Republikaner , die nach Versailles zwar ohne allzu große Illusionen, aber mit dem aufrichtigeu Wunsche gekommen waren, einen wirklichen dauernden Frie­den zu schließen, war die Lage besonders bitter. Wir standen dem Haß der Gegenseite am nächsten. Die frischgedrucktea Pariser Zeitungen, die Zurufe der Spaziergänger gaben uns täglich neue Kostproben der fortdauernden Kriegspsychose. Seit dem Tage, an dem wir die furchtbaren Bedingungen der Sieger kannten, wußten wir, daß ein Neuaufflammen des Nationalsozialismus und des Monarchismus in Deutschland unvermeidlich sein würde. Gewiß: wir würden den Kampf gegen diese reaktionären Kräfte aufnehmen, aber hatten es die Sieger nicht geradezu darauf abgesehen, der deutschen Republik das Leben unmöglich zu machen? Weit davon ent­fernt, die naheliegende Ursache dieser selbstverschuldeten Rückwirkungen zu erkennen, nugte die französische Presse diese Kundgebungen der deutschen Reaktion für ihre Zwecke aus, indem sie nun täglich schrieb: Die Deutschen , die gegen diesen milden und gerechten Frieden protestieren, beweisen damit nur, daß sie die alten geblieben sind. Ihre Republik ist nur Mummenschanz camouflage; hinter der republi­kanischen Fassade, die man nur aufgerichtet hat, um die Sieger bei den Verhandlungen zu täuschen, kommt bereits wieder der alte aggressive Monarchismus zum Vorschein. Nun erst recht keine Milde, keine Zugeständnisse!

keine

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So arbeiten sich die Monarchisten hüben und drüben wieder einmal gegenseitig in die Hände und wir. in Ver­ sailles standen diesem Treiben machtlos gegenüber. Unser ehrlicher Friedenswille wurde absichtlich nicht geglaubt, unser Protest gegen die Bedingungen wurde als Nationalis­mus hingestellt, unsere republikanische Gesinnung als Zweckmäßigkeitsheuchelei verdächtigt.

Die deutschen Delegierten als Ausflugsziel

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Darüber hinaus wurde jeder einzelne won uns, über den man in den Redaktionen der Pariser Boulevardblätter etwas zu ,, wissen" glaubte, mal in dieser, mal in jener Zeitung ver­höhnt oder verleumdet. In letzter Zeit teilten wir das Schick­sal mit einigen Mitgliedern der österreichischen Delegation, die in ähnlicher Lage wie wir in St. Germain- en- Laye lebten. An den schönen Sonntagnachmittagen waren wir das Aus­flugsziel Tausender von neugierigen Parisern. Voir les Boches à Versailles", das war das Sonntagsprogramm un­zähliger braver Bürger, die in Ermangelung der grandes eaux", der noch nicht wieder in Betrieb gesetzten berühmten Springbrunnen des Sonnenkönigs, wenigstens die andere Attraktion von Versailles besichtigten wollten. In dichten Reihen standen sie hinter den Zäunen, die uns von der Außenwelt oder, wie Pariser Blätter ritterlich- geschmackvoll betonten, von der zivilisierten Welt trennten. So wie man bei Hagenbeck die Raubtiere in relativer Bewegungsfreiheit gefahrlos beobachten kann, wurden wir als seltsame Ge­schöpfe begafft. Die Menge der Sonntagsausflügler verhielt sich im allgemeinen korrekt und anständig. Nur ab und zu ein Pfiff, ein Schimpfwort es war fast immer das gleiche

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zuweilen ein witziger Zuruf, sonst aber nur das stumme, neugierige Anglotzen großer und kleiner Besucher eines Zoo­logischen Gartens. Auf den Gesichtern der Kinder las man zuweilen wie ein Erstaunen darüber, daß die Deutschen eigentlich Menschen seien wie die anderen...

Letzte Hoffnungen

Die Hoffnung. daß es überhaupt noch zu mündlichen Verhandlungen kommen könnte, hatten wir inzwischen end­gültig begraben. Jetzt konzentrierte sich die einzige und letzte Hoffnung auf wesentliche Milderung des ursprüng­lichen Diktates. Die deutschen Gegenvorschläge erschienen uns so stark begründet, so durchschlagend, daß wir uns kaum vorstellen konnten, sie würden an Wilson und Lloyd George wirkungslos abprallen. Aber würde das Entgegenkommen nur annähernd so weit sein, daß der endgültige Vertrag für uns annehmbar wäre? Das war die große Frage, die wir von früh bis abends unter uns debattierten, wobei von Tag zu Tag wir immer mehr zu der Auffassung kamen, daß das Endergebnis so unbefriedigend sein würde, daß die Ent­scheidung im Sinne der Ablehnung uns leider nicht allzu schwer fallen dürfte. Besonders die Tatsache, daß nicht ein­mal der Wortlaut der deutschen Gegenvorschläge und ihre Begründung in den Ententeländern veröffentlicht werden durfte, stimmte uns äußerst pessimistisch. Die Kriegszensur sorgte also sogar dafür, daß den gegnerischen Völkern die Kenntnis unserer Argumente vorenthalten wurde, Nur die von den alliierten Regierungsstellen genehmigten Inhalts­angaben und Auszüge durften veröffentlicht werden, die wichtigsten ethnographischen und statistischen Argumente wurden einfach unterschlagen! Wie sollte da noch ein einiger­maßen befriedigtes Ergebnis erwartet werden?

Vorbereitung des geistigen Kampfes

Das war namentlich die Ansicht des Grafen Brockdorff­Rantzau, der nunmehr die letzten Tage in Versailles dazu verwendete, den Kampf für die Ablehnung in Weimar vor­zubereiten. Es fanden wiederholt bei ihm Besprechungen statt, in denen Vorschläge für die nach der Ablehnung ein­zuschlagende Taktik und zu ergreifenden Maßnahmen be­raten wurden. An einen militärischen Widerstand dachte natürlich kein Mensch. Es konnte sich also nur um einen geistigen Kampf handeln, um propagandistische Maßnahmen im In- und Ausland. Es wurden Aufrufe und Verordnungen entworfen, besonders für die westdeutschen Gebiete, deren Besetzung durch die alliierten Truppen zu erwarten war. Ueber die Taktik im Osten gingen die Meinungen auseinan­der. Sollten offensive Kampfhandlungen gegen die polni­schen Freischärler, die durch ein vorläufiges Abkommen ein­gestellt worden waren, wieder eröffnet oder zumindest stillschweigend geduldet werden, oder sollte man sich auf die strikte Devensive beschränken? In diesem Punkte, darüber war man sich im klaren, konnte man noch so bestimmte Be­schlüsse fassen, die tatsächliche Entscheidung würde doch von der unmittelbar interessierten Bevölkerung getroffen wer­den und wie sie ausfallen würde, darüber war man sich nach den Verzweiflungsausbrüchen der Deutschen in West­ preußen und Oberschlesien seit dem 8. Mai kaum im Zweifel. Und Sowjet- Rußland?

Viel schwieriger war das Problem, wie man sich Sowjet­Rußland gegenüber verhalten sollte. Die Wiederaufnahme­offizieller Beziehungen zur Moskauer Regierung war uns unmittelbar nach dem Waffenstillstand von den siegreichen Ländern ausdrücklich verboten worden. Das war sogar eine der Voraussetzungen für die Eröffnung der Friedensverhand­lungen gewesen. Später waren wir sogar durch die bolsche­wistischen Versuche, gewaltsam in Ostpreußen einzudringen, zu einer Art kriegsmäßiger Abwehr im Baltikum gedrängt worden. Darüber hinaus herrschte seit den blutigen Spar­takusputschen in Berlin , Bayern und Sachsen auch inner­politisch eine solche Abneigung gegen alles Bolschewistische, daß man sich eine plötzliche Umstellung dieser Politik aus außenpolitischen Gründen schwer vorstellen konnte. Sie wäre jedenfalls in weitesten Kreisen sowohl im Bürgertum aus kapitalistischen Gründen wie selbst in der sozia­ listischen Arbeiterschaft- aus innerpolitischen Gründen kaum verstanden worden. Dennoch wurde in den Erörte­rungen innerhalb der Delegation dieser Faktor sehr ernst­haft in Rechnung gestellt, insbesondere von Brockdorff­Rantzau, der die Notwendigkeit klar erkannte, einer Ab­lehnungspolitik durch die Drohung mit dem Bolschewismus den stärksten Nachdruck zu verleihen.in and

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Letzter T.

Von

Victor Schiff

Als endlich bekannt wurde, daß die endgültige Antwort der Alliierten am 16. Juni übergeben werden würde, reisten die Mitglieder des Reichskabinetts, Landsberg und Giesbert, aus Weimar nach Versailles zurück. Sie trafen am Morgen des 16. Juni in Versailles ein, die Delegation hatte inzwischen ihre technischen Dispositionen getroffen, um unmittelbar nach der Ueberreichung des Dokuments abzureisen. Nur ein kleiner Stab sollte unter Leitung des Gesandten von Haniel zurückbleiben, um die Verbindung zwischen der Reichsregie­rung in Weimar und den Alliierten auf alle Fälle aufrecht­zuerhalten, auch einige Pressevertreter blieben zurück. Alle übrigen packten ihre Koffer.

Ein letter Spaziergang durch den schönen, sonnigen Park. der alle diese Wochen hindurch unser einziger Trost, unsere einzige Ablenkung gewesen war

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am Nachmittag wurde das Gepäck verladen und nach dem Bahnhof von Noisy ab­transportiert, wo unser Sonderzug unter Dampf gehalten wurde. Stunde um Stunde verging. Wiederholt erschienen Abgesandte des Hauptquartieres der Alliierten und baten, wir möchten uns noch etwas gedulden. Technische Schwierig. keiten in der Staatsdruckerei hätten die Herstellung der Aus­gabe der endgültigen Bedingungen verzögert. Schließlich wurde die Uebergabe für spätestens 7 Uhr abends in Aus­sicht gestellt. Unsere Nerven waren auf eine schwere Probe gestellt.

Ein Händedruck

Jemand klopfte an meine Zimmertür. Es erschien der Etagendiener des Hotels, der sich von mir verabschieden wollte. Er fragte mich mit zitternder Stimme, ob denn das Gerücht wahr sei, daß die Delegation endgültig abreise. Ich bestätigte ihm, daß nach unserer allgemeinen Ueberzeugung die Bedingungen derart sein dürften, daß wir sie nicht unter­zeichnen könnten. Daher hielt ich unsere Rückkehr nach Ver­ sailles für ausgeschlossen. Der brave Mann war sichtlich er­schüttert. Er war dem Weinen nahe: ob denn dieser ver­fluchte Krieg niemals ein Ende nehmen würde? Er hätte vier Jahre an der Front gedient, am Ende werde man ihn wieder einrücken lassen? Ich beruhigte ihn: von uns aus würde kein Krieg mehr geführt werden, aber wir könnten auch nicht einen so ungerechten Frieden unterschreiben. Mit dem Ver­lust Elsaß - Lothringens hätten wir uns längst abgefunden, ebenso mit der Tragung der Kosten für den Wiederaufbau Nordfrankreichs und Belgiens und mit vielem anderen auch. Die Zerstückelung Deutschlands im Osten, sogar ohne Volks­abstimmungen, sei aber für uns unannehmbar. Der kleine Zimmerkellner schüttelte erstaunt den Kopf und meinte: ,.Davon wissen wir ja gar nichts. Dafür haben wir auch gar nicht vier Jahre an der Front gekämpft!"

Wir gaben uns die Hand und sahen uns an. Die Augen und dieses französischen Proletariers waren voll Tränen ich gestehe: meine auch.

Ultimatum und Rückreise

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Die wildgewordene Menge- Die Ueber­,, Fast nichts geändert"! Abfahrt aus dem Hotel setzungsarbeit im fahrenden Zug Empörung über die Mantelnote. Wieder auf deutschem Wieder auf deutschem

Boden Die ersten Zweifel

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Es war wohl 6.30 Uhr nachmittags. als es plötzlich im Hotel lebendig wurde. Der Hof füllte sich in wenigen Minu­ten mit Gruppen von Journalisten und reisefertigen Dele­gationsmitgliedern. Man erfuhr, daß der französische Bot­schafter Dutasta, der als Generalsekretär der Konferenz der offizielle Verbindungsmann zwischen den Alliierten und den Deutschen war, sich soeben bei Herrn von Lersner hatte an­melden lassen. Die Unterredung war nur kurz. Bald erschien Dutasta wieder an der Schwelle der Treppe und fuhr davon. Es dauerte nicht lange und wir wußten Bescheid: fünf­tägiges Ultimatum! Innerhalb dieser Frist mußte sich die Nationalversammlung schlüssig werden. Also sofort abreisen! Wie die endgültigen Vorschläge aussahen, das erfuhr man nur nach und nach. Man hörte, daß eine Mantelnote überreicht worden war und ebenso einige frischgedruckte Exemplare des endgültigen Friedensvertrages. Außerdem noch zwei Exemplare des ursprünglichen Textes, in die Abänderungen zur schnelleren Orientierung mit roter Tinte eingetragen waren. Geheimrat Gaus erschien nach einer Weile und gab mit bewegter Stimme ein Resumee seiner schnellen Durch­sicht des korrigierten Exemplares: Fast nichts geändert!"

Diese drei Worte Fast nichts geändert!" klangen in un­sere Ohren wie das Niedersausen des Fallbeiles einer Guil­lotine. Gewiß, wir hatten schon seit einigen Tagen nur noch ganz geringe Hoffnungen, aber auch diese kümmerlichen Hoffnungsreste wurden durch diese drei Worte zerstampft. Dr. Gaus teilte weiter mit, daß, soweit man bisher habe übersehen können, die einzige wesentliche Verbesserung in der Anordnung einer Volksabstimmung für Oberschlesien liege. Sonst seien nur kleine Grenzkorrekturen an der west­preußischen Grenze vorgenommen, deren genaue Tragweite man erst durch ein Studium der Karte werde beurteilen kön­nen. Auf eine Volksabstimmung in der südlichen Zone des Schleswig wurde verzichtet, das sei aber vor allem das Ver­dienst der dänischen Regierung selber. Im übrigen gäbe es eine Anzahl von kleinen Aenderungen, namentlich im juristi­schen Teil, aber an dem Gesamtbild ändere sich dadurch nichts: unannehmbar! Die Mantelnote Clemenceaus habe er selber noch nicht gelesen, aber er höre. daß sie von schwer. stén Beleidigungen strotze. sunded ustid Lärmen und Pfeifen

Inzwischen wurden die ersten Militärautos bereitgestellt und fuhren ab zum Bahnhof. In jedem drei oder vier Deut­ sche , ein Militärchauffeur sowie als Ehreneskorte für die

Hauptdelegierten je ein Offizier. Während wir auf die Rück­kehr der ersten Wagen warteten, die uns abholen sollten, erschienen einigen deutsche Pressevertreter in großer Auf­regung und berichteten, daß die Zugangsstraßen zum Hotel schwarz von johlenden Menschenmassen seien, die die ab­fahrenden Deutschen wüst beschimpften. Wir traten hinaus zur Avenue des Réservoirs. Ein starkes Polizei- und Gen­darmerie aufgebot sperrte die Straße ab. Hinter dieser Sperre stand eine wogende Menge. Ihr Lärmen und Pfeifen drang aus der Ferne bis an unser Ohr. Das erste leere Militärauto kehrte inzwischen vom Bahnhof zurück. Der junge Chauffeur war puterrot und rief seinen am Hoteleingang stehenden Kameraden wütend zu: Die sind total verrückt geworden!" Dabei sprang er ab und besichtigte sorgfältig seinen Wagen. Ein zweites Auto tauchte auf, dann ein drittes. Bei diesem war die Schutzscheibe eingeschlagen. Der Oberst Henry er­schien mit anderen Offizieren und fragte aufgeregt nach dem Kommissar Qudaille. Dieser war gerade aus dem Hotel hinausgerannt, offenbar um die Menschen persönlich zu be­ruhigen. Wieder fuhr ein Wagen mit Deutschen ab: als es an die Sperre gelangte, steigerte sich das Gebrüll. Bald war die Gruppe, der ich zugeteilt war, an der Reihe. Schneller Abschied von den Zurückbleibenden, ein paar Scherzworte über diese sonderbaren Abreiseumstände, los! Das Auto rast die Avenue herunter, bremst, biegt ein und nun haben wir die Bescherung: in dichtem Spalier stehen Kopf an Kopf Männer, Frauen und Kinder, die sich wie toll ge­bärden.

Viele Kinder.....

die

Sie schreien. gestikulieren, lachen, strecken uns Luft, meist natürlich immer dasselbe: Boches! Viele Kinder darunter, deren Anblick das Herz ergreift: sie verstehen zwar noch weniger als die Erwachsenen, was sie tun, aber sie kreischen, weil es die Großen so machen. Bald fliegen nicht nur Schmähungen, sondern auch Gegenstände durch die Luft: zusammengeballte Zeitungen, Apfelsinenschalen, auch eine faule Apfelsine streift den Kopf unseres Militärchauffeurs und fällt aufs Trittbrett. Dieser flucht und tutet, was er fluchen und tuten kann. Die von beiden Seiten vordrängen­den Menschen, von einem Gendarmen oder Polizisten alle fünfzehn oder zwanzig Meter nur mit Not im Zaum gehalten, bilden eine schmale Gasse, durch die der Wagen nur langsam vorwärts kann, wenn man nicht Gefahr laufen- will, den einen oder anderen anzufahren

Fortsetzung folg!)