Zwei Teilnehmer des Aufstandes sind gestern vormittag füfiliert worden. Der eine, Joso Laredo Gerares ist im Gefängnis zu Gijon er ossen worden. Er war beschuldigt gewesen, bei einem Angriff der Revolutionäre einen Mann erschossen zu haben, der ihn verfolgte. Der Verurteilte ist mutig in den Tod gegangen. Er hat es abgelehnt, daß man ihm die Augen zubindet und ist mit einem Kruzifir in der Hand und einem Hochruf auf die spanische Revolution gestorben.
Der andere Verurteilte, Guerra Pardo, ist im Gefängnis zu Leon erschossen worden. Er ist vom Kriegsgericht zum Tode verurteilt worden, weil er auf eine Polizeitruppe eine Bombe geworfen hat, durch die zwei Polizisten getötet wurden.
Rom, 8. November 1934.
Die Unterhaltung, die am Dienstag zwischen dem ungarischen Minister Gömbös und Mussolini stattfand, dauerte mehr als zwei Stunden. Als Gömbös Mussolini verließ, sah er sehr zufrieden aus. Er begab sich dann zur ungarischen Gesandtschaft beim Quirinal , wo zu seinen Ehren ein Eisen stattfand, an dem auch der italienische Staatssekretär im Außenministerium Suvich teilnahm. Gömbös äußerte seine lebhafte Befriedigung über seine Unterredung mit Mussolini und hob hervor, daß dieser und er durchaus einig seien und die italienisch- ungarische Freundschaft nie so herzlich gewesen sei wie jetzt. Aber über den Inhalt des Gesprächs ließ er nichts verlauten. Auch die Italiener schweigen sich darüber
airs.
In gut unterrichteten Kreisen erfährt man jedoch, daß die Unterhaltung, wie wir bereits gemeldet haben, sich auf verschiedene Fragen der europäischen Politik bezogen hat. Gömbös soll vor allem von Musolini die Zusicherung verInngt haben, daß Italien weiterhin für eine Grenzrevision Ungarns eintritt, und daß Mussolini bei seiner fünftigen Unterhaltung mit Laval diesen Standpunkt Frankreich gegenüber aufrechterhält. Mussolini soll diese Zusicherung dem General Gömbös gegeben haben. Sollte diese Mitteilung, die hier in Rom verbreitet wird, richtig sein, so werden die französischen Bemühungen einer Verständigung zwischen Jugoslawien und Italien herbeizuführen, wesentlich erschwert.
Auch in Schottland hat die Labour- Party bei den Gemeinderatswahlen gesiegt. Die bisherigen Meldungen verzeichnen 65 Labour- Gemeinderäte, 46 Gemäßigte und 5 prote= stantische Liga. In Glasgow hat die Arbeiterpartei jetzt die Mehrheit.
Roosevelts Sieg
Upton Sinclairs Niederlage
Neuvort, 8. Nov. Bei den Wahlen am Dienstag waren das
Deutscher Protest bei den Locarno - Mächten
Berlin . 8. Nov. Die Reichsregierung hat ihre Rechtsverwahrung gegen die etwaige Entsendung französischer Truppen in das Saargebiet durch ihre deutschen Missionen außer in Paris auch in London , Rom und Brüssel unterbreiten lassen. Sie vertritt den Standpunkt, daß die franzöfifche Haltung eine Verlegung des LocarnoBertrages sei. Auch legen die deutschen Rechtsverwah rungen dar, daß die Beschlüsse des Völkerbundsrates von 1925 und 1926, auf die sich das Recht Frankreichs zum etwaigen Einmarsch von französischen Truppen in das Saargebiet stüßt, nicht mehr herangezogen werden könnten, da diese Beschlüsse damals nur der Sicherung der Rückzugslinie für die fran zösischen Besatzungstruppen am Rhein gegolten hätten. Der Paragraf 30 des Saarstatuts regle die Polizeifrage für das Saargebiet erschöpfend Die Erweiterung dieses Paragrafen, die Erlaubnis, für die Abstimmungszeit die einheimische Polizei durch Anwerbung neutraler Auslän der zu verstärken, sei nicht ein Freibrief für das französische Militär, sondern im Gegenteil ein eindeutiges Verbot eines französischen Einmarsches.
Die deutschen Noten an alle Locarno - Mächte zeigen, daß die Aussprache Köster Laval nicht zu einer Entspannung und erst recht nicht zu einer Annäherung der beiden grund
verschiedenen Auffassungen geführt hat. Die Reichsregierung verlangt übrigens auch, daß Frankreich die militärischen Maßnahmen, die es angeblich an der Grenze getroffen haben soll, rückgängig macht, weil sie eine Bedrohung des Saargebiets und der Abstimmung bedeuteten. Laval hat demgegenüber erklärt, daß militärische Vorbereitungen überhaupt nicht getroffen seien. Die französischen Truppenführer in Rothringen hätten lediglich Befehle. erhalten, wie sie einem etwaigen Notruf des Präsidenten der Regierungsfommission zu entsprechen hätten.
Die deutschen Missionen bei den Locarno - Mächten haben ferner den Austrag erhalten, mit aller Energie gegen das Emigrantentum im Saargebiet aufzutreten und dagegen zu protestieren, daß das Saargebiet zu einer Kampfzentrale gegen den Nationalsozialismus werde. In Berliner Regierungsfreifen nimmt man das angebliche Eingreifen. emigrierter reichsdeutscher, Politiker in den Abstimmungskampf ſehr ernit und arbeitet darauf hin, jede politische Tätigkeit von Emigranten genen Deutschland . übrigens nicht nur im Saargebiet, unmöglich zu machen. Es spricht nicht gerade für große Selbstsicherheit. wenn die mächtiaiten if tatoren der Erde in den europäischen Hauptstädten um Hilfe gegen einige Emigranten nachsuchen.
( Von unserem Korrespondenten)
Die Regierungsfrise lenkt die Aufmerksamkeit der gesamten Oeffentlichkeit in einem solchen Maße auf sich, daß nur wenige Zeitungen sich bisher zu dem Besuch des deutschen Botschafters bei Außenminister Laval äußern. Man unterschätzt im allgemeinen nicht die Bedeutung dieses Ereignisses, die darin liegt, daß Deutschland durch seinen hiesigen Botschafter ebenso wie es das in London getan hat, feierlichst erklären läßt, es denke nicht daran, den ruhigen Ablauf des Abstimmungskampfes und der Saarabstimmung selbst irgend wie zu stören. Man begrüßt diese Erklärung in den maßge= benden französischen Kreisen und hofft, daß es nicht bei dieser Erklärung bleibt, sondern die Handlungsweise der deut= schen Regierung in den nächsten Wochen beweisen wird, wie ehrlich sie es mit ihren Worten meint. Im Journal" glaubt allerdings Saint Brice, man habe es nur mit einem deut schen Manöver zu tun. Hoesch habe in London seine be= ruhigende Erklärung abgegeben, Sir John Simon habe von der forreften Haltung der Reichsregierung das Unterhaus unterrichtet. Botschafter Roester habe seinen Schritt in Paris unternommen. Warum das alles? Tie Absicht sei vollfommen klar. Es handele sich darum, draußen und drinnen den Eindruck zu schaffen, daß die Deutschen des Abstimmungsergebnisses sicher genug seien, um nicht einen Vorwand zum Eingreifen zu liefern.
Vertinar meint im Echo de Paris", man müsse hoffen, daß Koesters Erklärungen Laval befriedigten. Die französische Regierung habe keinerlei Absichten auf das Saargebiet. Ihr einziges Interesse
sei, die Beobachtung des internationalen Gesetzes. Aus diesem Grunde sollten nötigenfalls französische Truppen zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung der Saarregierung zur Verfügung gestellt werden.
Dem„ Paris Midi" liefert sein Berliner Korrespondent einen recht ironischen Kommentar zum Besuch des Hitlerbeauftragten bei Laval . Schon vor zehn Tagen beim Besuch des französischen Botschafters in Berlin Francois- Pon cet beim Reichskanzler Hitler habe dieser den Wunsch ausgesprochen, daß Deutschland in direkten Meinungsaustausch mit Frankreich treten möchte. Die Haltung des Reiches in der Saarfrage und die jetzt in London und Paris von den deutschen Botschaftern abgegebenen Versicherungen machten das neue Manöver klar. Die Aussprache über die Saarfrage soll die tatsächliche Anteilnahme des dritten Reiches" an internationalen Verhandlungen markieren".
Amtlicherseits habe die Politik der ausgestreckten Hand" schon wieder begonnen. Interviews jeten sorgfältig vorbereitet worden. Reichdotierte Preise seien ausgesetzt für das beste Werf über die französisch- deutsche Verständigung. Die Nazipropaganda habe nichts unterlassen, um diese neue Wendung in Szene zu setzen.
Aber gerade da habe das Schicksal es gewollt, daß Franfreich und Deutschland in der Saarfrage sich gegenüberstän= den, der einzigen Frage, die diese beiden Länder trennt", wie einmal Reichskanzler Hitler gejagt habe.
Werde man nicht in Paris der Meinung sein, daß die Gelegenheit für das Reich schön sei, seinen guten Glauben zu beweisen? Es liege nur an Deutschland , in sehr naher 31funft die friedlichen Versprechungen, die man jetzt Laval gemacht habe, durch die Tat zu verwirklichen.
..Verhängnisvoller Wirtschaftsdilettantismus
gefamte Repräsentantenhaus( mit Ausnahme der 3 Size Eine Rede des Wirtschaftsminister Lehnich
für Maine , das schon im September gewählt hat), ein Drittel der 96 Senatssitze und 33 Gouverneursposten zu befeßen. Die Wahlen haben, wie allgemein erwartet wurde, mit einem großen Siege der Demokraten über die Republikaner geendet.
Im Senat errang die Demokratische Partei die 3 weidrittelmehrheit. Die Size verteilen sich wie folgt: 67 Demokraten 27, Republikaner und zwei Unabhängige. Die letzten Wahlergebnisse für das Repräsentantenhaus eraeben 263 Size für die Demofraten und 85 Sitze für die Republikaner . Die Ergebnisse für 65 Size liegen zwar noch nicht vor, doch wird allgemein damit gerechnet, daß auch hiervon die meisten den Demokraten zufallen, die dann auch im Repräsentantenhaus über eine gute Zweidrittelmehrheit verfügen würden.
Unter den gewählten Demokraten im Repräsentantenhaus befindet sich zum ersten Male ein Neger, Artur Mitchel, der in Chikago mit einem knappen Siege ins Repräsentantenhaus gewählt worden ift. Upton Sinclair , dessen Kampf um den Posten des Gouver= neurs von Kalifornien ganz Amerika mit Spannung beobachtete, ist unterlegen. Er war der radikalste unter den Wahlkandidaten und trat mit einem besonderen Programm zugunsten der Arbeitslosen auf. Es hat ihm sehr ge=
Auf einer Tagung von Ingenieuren in Stuttgart , der etwa 400 führende Wirtschaftler und Ingenieure beiwohnten, sprach der württembergische Wirtschaftsminister Professor Dr. Lehnich über Wirtschaftsgesinnung und Wirtschaftserfolg.
ausein
Diese Rede muß als eine Sensation gewertet werden, denn Prof. Lehnich setzte sich in heftigster Weise gegen den nationalsozialistischen Wirtschaftsdilettantismus ander. Er sagte u. a. Mit dem reichlichen Gebrauch der Worte Nationalsozialismus und Gemeinnuß sei nichts getan. Auch bringe uns die Beschimpfung des früher vielleicht hochgeschätzten liberalistischen Wirtschaftssystems feinen Schritt wetter. Mit Erstaunen lese der nationalsozialistische Wirtschaftspolitiker, was alles binnen weniger Monate zum Künder der neuen Wirtschaftsordnung geworden sei und mit Entsetzen nehme er Einblick in den Inhalt von Büchern und Zeitungen, die dem armen Leser vorgesetzt werden.
ichadet, daß ihn die Gegner als einen Feind der Religion Freiwilliges" Winterhilfswerk
und als einen Kommunisten bezeichnen konnten.
Eine interessante Pleite ,, Die F.hne hoch...."
Jm Mannheimer Hakenkreuzbanner" findet sich unter den Veröffentlichungen des Handelsregisters folgende Bekanntmachung des Amtsgerichtes:
Ueber das Vermögen der Firma Mechanische Strickerei, Strumpf- und Wollwaren, Lina Lutz& Co., Inhaber Kaufmann Karl Lutz in Mannheim , R 3, 5 a, Geschäftszweig: Handel mit Wäsche, Strumpf- und Wollwaren, Uniformen, Ausrüstungsgegenständen und Fahnen der NSDAP., wurde heute 18 Uhr das Vergleichsverfahren zur Abvendung des Konkurses eröffnet. Mannheim , den 19. Oftober 1934.
Amtsgericht BG. S.
Diese Bleite ist nicht nur interessant, weil es sich hier um eine Firma handelt, die mit Uniformen, Ausrüstungsgegenständen und Fahnen der NSDAP . ihren Aufstieg zu machen hoffte, sondern auch, weil diese Firma vor dem glorreichen„ Umbruch" schon zweimal einen Vergleich Durchführte. Damals wußte das Hakenkreuzbanner" zu vermelden, daß diese nationale" Firma ein Opfer der korrupten Zustände der„ vierzehn Jahre" sei. Und jetzt? Jetzt scheint sie das Opfer der Zahlungsunfähigkeit ihrer nationalsozialistischen Kundschaft geworden zu sein. Herr licher Aufstieg, der schon Geschäfte zur Pleite zwingt, die mit den Symbolen der nationalen Revolution einen schwunghaften Handel zu treiben verstanden.
Nach einer Meldung aus Paris ist in Midelt bei Casa blanca der älteste Mann der Welt, Sidi Ben Maati, im Alter von 147 Jahren geftorben.
Oppenheim, 8. Nov. Unter dem Titel„ An den Pranger" schreibt die„ Landskrone“:„ Auch im Kreise Oppenheim gibt es eine kleine Zahl von Volksgenossen, die glaubt, die Sammler des Winterhilfswerks abschicken zu fönnen. Sie glaubt, es sei genug, wenn sie bei der Eintopf= spende 20, 30 oder auch 50 Pfennige gibt, wenn sie bei der Büchsensammlung eine Blume oder Plakette kauft, oder wenn sie bei der Brotsammlung ein kleines Brot spendet, obwohl sie, ohne sich irgendwie wehe zu tun, ruhig jedesmal das Zehnfache geben könnte. Schon oft ist verlangt worden, daß die Namen dieser Saboteure an der Volksgemeinschaft veröffentlicht werden. Wir wollen sie deshalb in der nächsten Zeit an dieser Stelle bekannt geben. Wir wollen diese Menschen, die nur ihr eigenes Ich kennen, bei denen der Eigennutz über den Gemeinnub geht, in ihrer ganzen Ichsucht vor Euch hinstellen. Prägt Euch diese Namen gut ein, schneidet sie aus der Zeitung aus und hebt sie auf!"
Wer verdient den Preis?
Dr ,, beste Roman" über deutsch- französische Verständigung
Der deutsche Verlag Batschari hat für den besten Roman, der das Problem der deutsch - französischen Verständigung behandelt, einen Preis von 20 000 Marf ausgesetzt. Das
Preisrichteramt hat deutscherseits im Einvernehmen mit Reichsminister Dr. Goebbels der Präsident der Reichsschrifttumstammer, Dr. Hans Friedrich Blund, über
nommen.
Wir haben den Eindruck, daß dieses Buch schon geschrieben sei. Es ist im strengen Sinne zwar fein Roman, aber es liest sich so. Es ist die Amtsbibel aller Deutschen , Hitlers „ Mein Kampf ". Hier findet man Prinzipien über deutschfranzösische Verständigung, die schon wegen der absoluten Autorität des" Führers" in allen geistigen Dingen jedem Romanschriftsteller ohnehin als Grundlage gelten müssen
Eine typische Erscheinung der Gegenwart fer es, daß man sich zunächst eifrig bemühe, alles zu vergessen, was man auf dem Gebiet der Wirtschaft früher einmal gelernt habe. Selbst den Wortschatz glaube man auswechseln zu müssen, damit nicht der Leser etwa Anhaltspunkte für unangenehme, aber doch richtige Schlüsse auf die frühere Geisteshaltung des Ver faffers erhalte. Biele Menschen verlören heute jegliche Sal tung und Faffung und tobten sich mit ihrem Phrasenschwall auf Kosten ihrer Mitmenschen aus, ohne zu bedenken, daß das der sicherste Weg zu einem verhängnisvollen Wirtschaftsdilettantismus sei. Auch für die Wirtschaft gelte, daß der Nationalsozialismus in Form gegossene Vernunft sei. Auch die liberalistische Wirtschaftsordnung habe Erfenntnisse gezeitigt, die nicht etwa deshalb falsch seien, weil sie aus der liberalistischen Wirtschaftsepoche staminen. Erkenntnisse, die man sich heute zunuze mache, und auf denen man ausbauen müsse..
Es muß schon mit der Wirtschaft wirklich schlecht stehen, wenn ein Naziminister in dieser Weise„ kritikastert". Aber diese vernünftige Stimme wird verhallen..
„ Den Juden geschicht nichts
München , 8. Nov. Die„ Bayrische Ditmart" in Regensburg veröffentlicht folgenden für die tragische Lage der Juden auf den deutschen Märkten bezeichnenden Bericht:
" Am Wolfgangimarft am Mittwoch haben sieben jüdische Geschäftsleute ihre Marktstände aufgeschlagen und sich am Markt möglichst breit gemacht, um die ländliche Bevölkerung mit ihrem sattsam bekannten Geschäftsaebaren wieder einmal übers Ohr zu hauen. Für eine Anzahl fleinerer Geschäftsleute aus Regensburg , Ingolstadt und der Umgebung war fein Platz mehr vorhanden. Da bäumte sich der ge= sunde Instinkt der einheimischen Bevölke rung auf und nahm Stellung gegen die jüdischen Händler, mit denen man hier nichts mehr zu tun haben will. Als diesen unerwünschten Gästen dann bedeutet wurde, daß sie am besten täten, so rasch als möglich aus dem Bannkreis der Stadt zu verschwinden. um ernstere. Folgen zu vermeiden, packten sie ihre Siebenfachen wieder zusam= men und zogen unter dem stürmischen Beifall der Bevölkerung ab."
Korrupter Hitlerbonze
Verden , 8. Nov. Der Ortsgruppenverwalter der NSV.Wohlfahrt in Gestemünde, Hans Wellbrock, wurde zit einem Jahre einen Monat Zuchthaus verurteilt. Wellbrod hat bei der Beschaffung von 600 Zentnern Kartoffeln für dat Winterhilfswerf sich einen Vorteil von 60 RM., also 10 P pro Zentner, verschafft und darüber der Kreisleitung dei NEV. eine gefälschte Quittung abgeliefert. Das Ge richt verurteilte ihn zu einem Jahr einen Mone 3uchthaus, 100 Mark Geldstrafe und zur Tragung Verfahrensfosten.
Gauleiter Simon( Ko61 en 3) teilt mit: Unv antwortliche, böswillige Gerichte macher beunruhigek durch die Verbreitung von völlig aus der Luft gegriffenen Behauptungen die Oeffentlichkeit auf das höchste. Um diesem Treiben Einhalt zu gebieten, jebe ich hiermit eine Beloh= nung von 100 Marf aus für jeden einzelnen Fall, wo mir Elemente nambajt gemacht werden, die unwahre Behauptungen selber aufbringen oder weiterverbreiten