Der Studenten- Weltkongreß

in Brüssel vom 29. bis 31. Dezember

Das Studentenweltfomitee und eine große Anzahl Intel leftueller mit Paul' Angevin, Henri Barbusse , Marim

die kulturellen Aufgaben des Zentralausschusses, insbeson dere auf dem Gebiet der jüdischen Schule, die bereits ein Drittel der gesamten jüdischen Schuljugend, etwa 20 000 Schüler, erfaßt habe.

Gorfi, Egon Erwin Riich, Theodor Dreiser , John dos Passos , Das Kindbett entscheidet...

Michael Gold . Andre Mahaux, Rolland Romain an der Spize, haben einen Aufruf herausgegeben mit dem Vor­ichlag, einen Studentenweltfongreß gegen Krieg, Faschismus und Kulturreaftion auf breitester Basis zu or­ganisieren. Dieser Aufruf wurde in allen Ländern von einer großen Reihe von Studentenorganisationen mit Enthusias= mus aufgenommen. Der Studentenweltfongreß wird vom 29. bis 31. Dezember einschließlich in Brüssel stattfinden. Pazifistische( Frankreich , England, Amerifa, Jrland), christliche( Vereinigte Staaten . England, Indien ), radikale ( Frankreich , Dänemark , Jsland) und sozialistische Studenten­organisationen werden auf dem Kongreß vertreten sein.

Der Brüsseler Kongreß wird eine Weltfundgebung sein, auf der nicht nur europäische Delegierte, sondern auch Ver­treter Australiens , Merifos, Lateinamerikas , der Vereinig­ ten Staaten , Kanadas und mehrerer Kolonialländer feil­nehmen werden.

Der Kongreß stellt in den Mittelpunkt seiner Diskussion die Gesamtheit der Fragen, die augenblicklich vor der studie­renden Jugend liegen. Alle politischen und philosophischen Tendenzen der fortschrittlichen Jugend werden dort be­handelt.

Tagesordnung:

1. Teilnahme der Studenten am gesellschaftlichen Leben ( Lage, soziale Rolle, Kämpfe), Korreferate über die Lage und die Kämpfe in Deutschland . Franfreich, England,

Vor den Mitgliedern der Ortsgruppe Stuttgart der Deutschen Angestelltenschaft hielt Ministerialrat Stähle einen Vortrag über die richtige Erbpflege. Niemals set, so führte er nach dem Bericht des Württembergischen Landes­pressedienstes" u. a. aus, gegen die drei Gesetze der Erhaltung der Zahl, des Erbwertes und des Blutes so gesündigt wor­den, wie in den 15 Jahren nach dem Krieg. Während noch zehn Jahre nach dem 70er Krieg auf 1000 Einwohner in Deutschland 42 Lebendgeborene famen. habe diese Zahl zehn Jahre nach dem Weltkrieg nur noch 12 betragen. Die zahlen­mäßige Stärfe eines Volfes fönne aber nur erhalten werden, wenn auf 1000 Einwohner mindestens 30 Rebendgeburten fämen. Dies bedeute, daß auf jede familie im Durchschnitt , praftiich 4 Kinder treffen müßten. Deutschland fehlten sieben Millionen Kinder, die als Verbraucher aussielen. So sei die Wirtschaftsnot geradezu eine Folge des Ge­burtenrückgangs. Die Geschicke der Völker würden nicht in den Kabinetten, sondern in den Kindbetten ent­schieden werden.

Bereinigte Staaten, Spanien . Sowjet- Union, Kolonien Mal was Vernünftiges

2. Militarisierung der studierenden Jugend;

3. Krise der Kultur;

4. Wirtschaftliche Lage der Studenten. Intellektuelle Arbeits­losigkeit, Kämpfe für die wirtschaftlichen Forderungen der Studenten;

5. Diskussion und Beschluß eines Manifestes, eines Arbeits­planes und eines wirtschaftlichen Sofortprogrammes.

6. Wahl des Studentenweltfomitees.

30.000

Die Auslandsjuden, die Deutschland verlassen mußten

In einem Ueberblick über die Geschichte des Zentralaus­

Reichsjugendführung gegen Alkohol und

Nikotin

In einem Leitartikel Studenten in vielen Ländern fördern das Studium der Alkoholprobleme" der Zeitschrift " Internationaler Student" wird die Frage Jugend und Alkohol" erneut aufgerollt.

Um diesen Zeitgedanken der alten deutschen Jugendbewe­gung erneut deutlich herzustellen, hat die Reichsjugendfüh­rung dem Reichsausschuß für Volksgesundheitsdienst folgende Stellungnahme zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt: In der deutschen Jugend ist es heute selbstverständ­lich gute Sitte, den Alkohol zu meiden. Auch ist im Dienst ausdrücklich verboten, zu rauchen oder Alkohol zu genießen."

schusses, von seiner Gründung im Frühjahr 1933 angefangen, Fri. Töldkes Goldstrumpi

hebt Dr Brodniz, der Pressechef und Propagandaleiter des Zentralausschusses der deutschen Juden, die Erkenntnis. von der Notwendigkeit der Zusammenfassung aller Kräfte auf dem Gebiete von Hilfe und Aufbau hervor. Die Zentral­stelle für jüdische Wanderfürsorge wurde allein von 18 000 Rückwanderern in Anspruch genommen, so daß man mit einer Rückwanderung von insgesamt 30 000 Juden, die zum großen Teil viele Jahre lang in Deutschland an­sässig waren, in ihre Heimatländer rechnen kann. Der Redner besprach dann die Fürsorgearbeit, wobei er hervorhob, daß von der Berliner Gemeinde allein 20 000 Menschen unter­stützt werden, behandelte die Arbeiten auf dem Gebiete ge­schlossener Anstaltsfürsorge und die besonders umfangreiche und durchorganisierte Tätigkeit auf dem Gebiet der Kinder­und Jugendfürsorge Für alle Arbeiten des Zentralaus­schuises sei der Grundsatz konstruktiver Hilfe maßgebend. Dies fomme besonders in der Berufsumschichtung zum Aus­druck, die derzeit über 6000 Menschen erfaßt habe, von denen 57 Prozent in handwerklicher und 43 Prozent in landwirt­schaftlicher Umschulung stehen. Zuletzt schilderte Dr. Brodnitz

Die Westfälische Landeszeitung" hat in ihrem Kampf gegen die marristische Korruption einen entscheiden­den Schlag geführt. Sie bringt Fotografien von 72 goldenen 3wanzigmarkstücken nebst einem daneben liegenden alten Strumpf. Besagter Strumpf nebst Inhalt soll bei einer 78= jährigen Wohlfahrtsempfängerin namens Tölcke aufgefun­den worden sein, die, laut W. L." die Tochter eines sozial­demokratischen Reichstagsabgeordneten ist. Wahrscheinlich," fügt das weitfälische Naziblatt hinzu, waren dies sogar Diä­ten, die der alte Tölcke als Reichstagsabgeordneter vom deutschen Volke bezogen hat."

Der alte Tölcke ist mindestens seit 40 Jahren tot. Als er Abgeordneter war, gab es noch keine Diäten! Die Abgeordneten mußten damals ihre Arbeit umsonst ver­richten. Im dritten Reich" brauchen sie nichts zu tun und erhalten dafür jährlich 7200 Marf. Die Westfälische Landes­zeitung" findet das ganz in Ordnung, aber den toten Tölcke, der nie einen Pfennig aus Reichsmitteln erhalten hat, nennt sie den SPD. - Bonzen Tölcke, den Mann mit dem Gold­Schatz".

Briefkasten

Freunde in Argentinien . Ihr habt uns das Argentinische Tages blatt" zugesandt mit einem Bericht und Bildern über ein Freund schaftsessen für den ausgebürgerten Dr. Tang, der jest dort die Pestalozzischule leitet. Der Hauptredner Dr. G. F. Alemann sagte 11. a. Insere neue Schule hat das erste Jahr mit dem denkbar größten Erfolg überstanden. Unter der Leitung des Herrn Dr. Dang hat sie sich zu einer Musterschule entwickelt, in der feinerlei Politik getrieben und auch weder Verhebung noch Vergiftung der Kinder geduldet wird. Gerade diese sachliche Arbeit ist es, die den Saß der braunen Diktatur und ihrer Werkzeuge hervorgerufen hat. Mit der Ausbürgerung ihres Direktors will man auch die Schule treffen und unsere Arbeit vernichten.

Daß wir uns meder durch diese, noch durch irgendwelche anderen Terrormaßnahmen der deutschen flavenhalter einschüchtern lassen, dafür ist unsere heutige kleine Feier lebendiger Beweis. Aber dar­über hinaus soll sie unserem Ritter des braunen Vour le Merite und seiner tapferen Gattin die Sympathie befunden, die wir ihnen entgegenbringen und ein Gelöbnis jein unseres festen Willens, mit ihm den Ausstrahlungen barbarischer Reaktion energisch entgegen­zutreten, um menigstens das Deutschtum in Argentinien vor der Schande zu retten, daß es feige vor der Diftatur zu Kreuze ge­frochen fei." Wir freuen uns der topferen Haltung dieser Aus­landsdeutschen in Argentinien und ihrer Anerkennung für die Arbeit eines Emigranten.

R. G., Neunkirchen . Die 1000- Mark- Sperre für die Reise von Reichsdeutschen nach Lesterreich ist noch in Kraft. von Papen hat aber jüngst in einem Vortrage im Bund der Reichsdeutschen zu Wien erklärt, daß für den Weihnachtsreiseverkehr nach Desterreich gewisse Erleichterungen eintreten würden. Die nächsten Angehörigen der in Desterreich lebenden Deutschen sollen von der 1000- Mark­Steuer befreit werden, wenn sie zu Weihnachten die Einreise­bewilligung zum Besuch ihrer Verwandten nachsuchen. Die Anträge auf Befreiung von der Abgabe erledigt der Bund der Reichs­deutschen. Gleichzeitig gab Herr v. Papen befannt, daß auch für die Mitglieder des Deutsch - österreichischen Alpenvereins für Winter­sportfahrten gewise Erleichterungen vorgesehen seien.

Richen bei Basel . Mit interessantem Material aus der Schweiz schreiben Sie uns: Als täglicher Lejer Ihrer stets interessanten, mutigen und vorbildlich sauber gegen eine Verblödung der Saar kämpfenden Zeitung möchte ich nur von Herzen wünschen, Ihr Kampf, den man in Anbetracht der eventuellen Folgen mit Recht heldenmütig nennen darf, wird so enden, daß Flachmaler als Erzieher eine Schlappe davontrage, die ihn endlich dahin bringt, wohin er schon lange gehört: Zum Teufel." Wir erwidern Ihre Freiheitsgrüße herzlich!

Alter Nürnberger , Sie, ein unermüdlicher Liebhaber der Fräns fischen Tagespost", schicken uns wieder ein Bild daraus. Man sicht eine Arbeitslosenfamilie am Mittagstisch und darunter den Text: Irgendwo in Nürnberg lebt ein seit Jahren arbeitsloser Volks­genosse mit seiner Frau und seinen drei Kindern in nicht gerade gesegneten Verhältnissen. Trotzdem hat diese Familie ihre Tank­barkeit dem nationalsozialistischen Staate dadurch zum Ausdryd gebracht, daß sie, wie das Bild zeigt, neben ihren drei eigenen in dern noch ein viertes Kost find in den Familienfreis aufnahm. Die NS. - Volkswohlfahrt hatte nämlich in diesem Sommer die damals schwer franke Mutter acht Wochen in Erholung geschickt und ihr so zu ihrer Wiedergenesung verholfen. An der Dankbarkeit dieser ein­sachen Menschen bewahrheitet sich wieder einmal die von unserem Frankenführer immer und immer wieder verkündeten Worte, daß die äußerlich kleinen Menschen sehr oft innerlich eine Größe er­reichen, an der sich mancher ein Beispiel nehmen tönnte."- Sie haben recht. Früher war so etwas ein Beispiel christlicher Nächsten­liebe, ein Herz Jesu- Süppchen und vorbildliche private Charitas. Heute aber heißt das prunkvoll: Das ist wahrer Sozialismus!" Der gleiche wahre Sozialismus ist es auch, wenn unser Franken­führer" ins Gefängnis geht, einen wehrlosen Häftling niederpeitscht und sich nachher öffentlich seiner Tat rühmt.

Für den Gefamtinhalt verantwortlich: Johann Big in Dud weiler; für Inferate: Cito Ruhn in Ecorbrüden. Rotationsdrud und Verlag: Verlag der Rolfestimme Gmbh. Saarbrücken& Schüßenstraße 5. Echließfach 776 Saarbrüden.

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Was ist's mit dem Arbeitsdienst?

Lies ,, Jungens im Moor" und du weißt es!

Ein erschütterndes Dokument! In seinen einfachen Worten zeigt es, wie der Idea­lismus der deutschen Jugend von unfähigen Kommißknechten erschlagen wird. Was die Nazis anfassen, wird Zwang, Sklaverei und Militarismus. Das beste an jeder Sache erstirbt: Die Freiwilligkeit!

Man muß das Wort ,, freiwillig" vom deut­ schen Arbeitsdienst streichen.

M. M. ein alter Lagerführer.

JUNGENS

IM MOOR

SDI

Wer unter diesem Beichen diente, hat bewiesen,

daß er bereit ist, zu wirken für den Wiederaufbau

unferes Vaterlandes!

Dies Buch müssen alle Eltern und Jugendlichen lesen!

48 Seiten. Preis 2, Fr.. Bestellungen erbeten an

Verlag der ,, Volksstimme"

Saarbrücken 3,

3, Schützenstraße 5, Telefon 20731 und seine Buchhandlungen: Saarbrücken , Trierer Straße, Neunkirchen und Saarlouis .

SAARLANDER BEIM ARBEITSDIENST