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و الهلال
Feierabe
Feierabe
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Mr. 16.
( 20)
Unterhaltungsbeilage.
Die Gefäichte einer Liebevon
Knut Samfun.
1926.
Alles Spiegelfechterei. Da ist der Mann, Betäubt fab Johannes den Mann an, wieder nannte er laut ihren Namen, und darauf angewiesen, sich eine andere Liebe, dann seine Türe, als wüßte er nicht, ob er er hatte eine gefühllose, beinahe verhärtete, eine der bestmöglichsten Art, zu verschaffen, hineingehen oder stehen bleiben solle, sab Stimme. Er sah den Brief an und erkannte und er braucht um dieser Veränderung willen wiederum den Mann an, seinen langen die Schrift; es waren große und kleine Buchnicht zu sterben. Ich sage Ihnen, es ist von Mantel, seinen Hut; er lächelte verwirrt und staben, gerade Linien, und die, die sie geder Natur so weise eingerichtet, daß er es aus- schmerzlich wie ein Mensch in größter Not. fchrieben hatte, war toi. gezeichnet aushält. Sehen Sie nur mich an. Drobend fuhr der alt. Hauslehrer fort: Dann tritt er durch die Türe, geht die Johannes sagte: Wieder ein Beispiel: fönnen Sie es Treppe hinauf, sucht den richtigen Schlüssel Ich sehe, daß es Ihnen gut geht. leugnen? Auch sie bekam nicht den, den sie für das Schloß und öffnet. Sein Zimmer Ausgezeichnet, was das betrifft. Hört, haben wollte, ihren Liebsten aus den Kinder- war falt und dunkel. Er setzt sich ans Fen fühlt und seht! Ist ein Meer von unerträg- jahren, einen jungen, herrlichen Leutnant. ster und liest im letzten Rest des Tageslichtes lichen Sorgen über mich hinweggegangen? Er ging eines Abends auf die Jagd, ein Victorias Brief.
Ich habe Kleider, Schuhe, Haus und Heim, Schuß trifft ihn mitten in die Stirne und Lieber Johannes! schrieb sie. Wenn Sie eine Frau, Kinderna, Boden meine ich. zerschmettert seinen Kopf. Va lag er nun, diefen Brief hier lesen, bin ich tot. Alles Was ich sagen wollte, was also meine Ge- ein Opfer der fleinen Spiegelfechterei, die ist jetzt so seltsam für mich, ich schäme mich dichte betrifft, diese Frage will ich auf der Gott mit ihm vorhatte. Victoria, seine Braut, nicht mehr vor Ihnen und schreibe Ihnen Stelle beantworten. Oh, mein junger Stol- fängt an zu fränteln, ein Wurm nagte an wieder, gleichsam als sei dem nichts im Wege. lege, ich bin älter als Sie und von der ihr, durchlöcherte ihr Herz wie ein Sieb; Früher, als ich noch mitten im lebendigen Natur vielleicht ein bißchen besser ausgerüstet wir, ihre Freunde, saben es. Da ging sie Leben war, hätte ich lieber Tag und Nacht worden. Ich habe meine Gedichte in der vor etlichen Tagen in eine Gesellschaft zu gelitten, als wieder an Sie geschrieben; jetzt Schublade verwahrt. Sie sollen nach meinem einer Familie Seier; sie erzählte mir übri- aber habe ich angefangen abzusterben und Tod herausgegeben werden. Dann erleben gens, daß auch Sie hätten dort sein sollen, dente nicht mehr so. Fremde Menschen haben Sie ja lein Vergnügen mehr daran, werden aber nicht gekommen seien. Kurz und gut, mich bluten sehen, der Doktor hat mich unter Sie einwenden? Da irren Sie sich wieder. sie übernimmt sich bei diesem Fest, die Er sucht und gesehen, daß ich nur noch einen Vorläufig nämlich erfreue ich mein Haus da- innerungen an ihren Geliebten stürmen auf Teil einer Lunge babe, wofür soll ich mich mit. Am Abend, wenn die Lampe angezündet sie ein, sie ist aus Toh lebhaft, fie tanzt, da noch schämen?
ist, mache ich die Lade auf, nehme meine Ge- tanzt den ganzen Abend, tanzt wie rasend. Ich habe nun im Bett gelegen und über dichte heraus und lese sie meiner Frau und Da fällt sie um, der Boden färbt sich rot die letzten Worte nachgedacht, die ich zu Ihnen Poden laut vor. Die eine ist vierzig Jahre unter ihr; man hebt sie auf, trägt sie hin- gesagt habe. Im Wald, an jenem Abend. alt, der andere zwölf, beide sind entzüdt. aus, bringt sie heim. Sie treibt es nicht Damals dachte ich nicht, daß dies meine leb Wenn Sie einmal zu uns fommen, sollen mehr lange. ten Worte fein sollten, denn dann hätte ich
Sie ein Abendessen und Toddy haben. Jetzt Der Hauslehrer tritt dicht an Johannes Ihnen gleichzeitig Lebewohl gesagt und Ihnen find Sie eingeladen, möge Gott Sie vor dem heran und sagt: Tod bewahren.
Er reichte Johannes die Hand. Plöblich
fragte er:
Haben Sie von Victoria gehört? Von Victoria? Nein. Doch, ich hörte ist tot?
soeben, vor einem Augenblick
wurde?
gedankt. Jetzt werde ich Sie nicht mehr sehen Victoria ist tot. können, und ich bereue jetzt, daß ich mich Wie ein Blinder griff Johannes mit nicht vor Ihnen riedergeworfen und Ihre den Händen um sich. Schuhe und die Erde, auf der Sie gingen, Tot ? Wann starb fie? Also, Victoria gefüßt und Ihnen nicht gezeigt habe, wie unfäglich ich Sie liebte. Ich lag hier und Sie ist tot, antwortet der Hauslehrer. wünschte gestern und heute, ich möchte doch Haben Sie nicht gesehen, wie sie dahin- Sie starb heute morgen, heute vormittag. nicht zu frant sein, damit ich wieder heimsiechte, immer dunkler unter den Augen Er schob die Hand in seine Tasche und zog fommen und in den Wald gehen könnte, um einen diden Brief hervor. Und diesen Brief der Platz zu finden, an dem wir sagen, als an Sie vertraute sie mir an. Hier ist er. Sie meine beiden Hände hielten; denn dann Nach meinem Tode, sagte sie. Sie ist tot. tönnte ich mich dort hinlegen und sehen, ob Jch übergebe Ihnen diesen Brief. Meine ich nicht eine Spur von Ihnen fände, und Mission ist zu Ende. fönnte alles Heidefraut ringsum füssen. Aber Und ohne zu grüßen, ohne noch ein ich fann jetzt nicht heimfommen, wenn es Wort zu sagen, wandte der Hauslehrer sich nicht möglicherweise etwas besser wird, wie um, ging langsam die Straße hinunter und meine Mutter glaubt. verschwand. Lieber Johannes! Es ist merkwürdig, Johannes blieb zurüd, den Brief in zu denken, daß ich nichts anderes ausgerichtet feiner Hand. Victoria war tot. Immer habe, als auf die Welt zu kommen und Sie
Ich habe sie seit dem Frühjahr daheim nicht mehr gesehen. Ist sie nod, frank? Der Hauslehrer antwortete fomisch und hart und stampfte mit dem Fuß:
Ja.
Ich hörte eben jebt.... Nein, ich habe nicht gesehen, wie sie da infiechte. Ich habe fie nicht getroffen. Ist sie sehr frant?
Sehr. Wahrscheinlich bereits tot. BerStehen Sie.