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in die starren Gesichter, und wie das tief- Schrei des Orakels in meinen Ohren: Hüte| sam hob sich der Arm mit dem graufigen
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Messer...
Dann war meine Kraft zu Ende.
Bier Falter schliefen im Fliederbaum.
Männer. Das Mädchen am Boden keuchte Es war mir um so unheimlicher, da ich Da jaujte mein Fuß mit voller Kraft nicht mehr. Die Spannung in den Muskeln wußte, daß die Einwohner des Dorfes zu durch die Luft und traf den Körper in die hatte sich gelöst; der Mund flappte mit einem einem Feste gegangen, und außer mir nur Magengegend. Er klappie zusammen wie ein hörbaren Geräusch zu, und die Zähne preß- ein paar ganz alte Leute zurückgeblieben Messer und wälzte sich am Boden. Mit ten sich knirschend aufeinander. Eser der waren. Jetzt fiel mir auch ein, wie Latoo einem Satze hatte ich den Kerl gepackt, und Fidschianer bewegte sich über den leblojen meine übrigen Träger am Vormittag über mein Diener, der durch den Lärm aufgeKörper, preßte mit seinem Messer die Zähne redet hatte, ebenfalls an dem Feste teilzu wacht war, half mir ihn festbinden. ein wenig auseinander und goß dem Mäd- nehmen, und wie er am Nachmittag noch chen ein paar Tropfen eines rötlichen Saftes einmal zu mir gekommen war, um mir zu in den Mund. Dieses frümmte sich zusam sagen, daß nun auch er ins Nachbardorf zum men, ruhig atmend, wie in tiefem Schlafe... Feste gehe. Wie es sich nun aber zeigte, Und während der Häuptling mich zu mei- war er wahrscheinlich am Abend wieder zuner Hütte begleitete, erzählte er, wie das rückgeschlichen und hatte sich hinter dem Orakel ohne den geheimnisvollen roten Saft, Busch auf die Lauer gelegt. dessen Zusammensetzung nur der älteste Mann des Dorfes kenne, noch in derselben Nacht sterben würde. Immer vor wichtigen Ereigniffen werde eine Jungfrau von den Göttern zum Orakel auserwählt, und dadurch fei es möglich, den Rat der Vorfahren einzuholen. Sein wichtiger Entscheid werde ohne diesen Rat gefällt.
Als ich allein in meiner Hütte saß, flang
mir immer und immer wieder die Warnung des Orakels in den Ohren: Hüte dich vor Latoo!" Wie fonnte dieses Mädchen wissen, daß ich einen Träger dieses Namens hatte, da ich ja erst seit einer Stunde im Dorfe war und meine Träger erst gegen Mitternacht ein treffen fonnten?
" Bufall!" sagte ich mir, aber gleich da neben war eine andere Stimme: 3ufall?" Denn wahrlich, wenn mir jemand übelfinnen fonnte, so war es Latoo, den ich einst erwischte, wie er meinem Papagei, fröhlich grinsend, eine Schwanzfeder ausriß. Dies hatte mich derart in Wut gebracht, daß ich ihm eine schallende Ohrfeige verabreichte und ihn mit einem Fußtritt zur Hütte hinausbeförderte. Ob er mir nun dies nachtrug und fich auf irgendeine Art rächen wollte?
Latoo war kein Fidschianer, sondern ein Eingeborener der Salomo- Inseln, viel dunt ler als die Fidschianer und im Gesicht ein richtiger Menschenfresser. Sein Ausdruck hatte mir nie gefallen, aber sein Körper war so stark gebaut, daß er mir als Träger will
fommen war.
Die Fidschianer hatten ihn gleich von Anfang an nicht leiden mögen, und mein Diener sagte mir am ersten Abend: He no good; bay eye, I no like him."
Schritte weckten mich aus diesen Gedanfen, und als ich mich umdrehte, star hinter mir Lato o. Grinsend zeigte er seine scharfen Menschenfresserzähne; in in seinen grünlich schillernden Augen lauerte etwas
Hinterlistiges, Barbarisches.
Zwei Tage waren vergangen, und die dritte Nacht kam heran, schwül und unheilfchivanger. Je dunkler es ward, desto bedenklicher schien mir, was ich soeben gesehen: Von einem Spaziergange zurückkehrend, war mir ein eigenartiges Geräusch aufgefallen, das aus einem dichten Gebüsch zu kommen schien. Leise näher tretend, sah ich Latoo, am Boden kauernd und sorgsam an einem Stein sein Messer webend. Von Zeit zu Zeit fuhr er prüfend mit dem Daumen über die Schneide und nichte befriedigend mit dem Stopfe. Um seine wulstigen Lippen zuckte ein barbarisches Lachen, und seine scharfen Raubtierzähne leuchteten weiß aus dem schwarzen Gesichte.
Nur mein treuer Diener war bei mir geblieben. Er saß am Feuer und braute Tee. Dann wandte er sich plötzlich um und sagte, meine Gedanken erratend: Herr, Latoo ist gefährlich. Ich habe ihn beobachtet, er sinnt Böses. Wir müssen heute nacht wachen." Und damit löschte er das Feuer und setzte sich in der Ecke beim Eingange nieder. Draußen schien der Mond; da wir im Dunkeln saßen, fonnten wir deutlich sehen, was sich vor der Hüfte ereignete.
Das war eine bange Nacht. Langsamt, langsam schlichen die Minuten vorüber; Stunden vergingen nichts rührte sich. Meine Augen schmerzten vom Starren nach dem Eingange. Der Diener war eingeschlafen, wie ich aus seinen tiefen Atemzügen hörte; man fonnte es ihm nicht übelnehmen, denn auch ich war todmüde nach dem anstrengenden Marsch, und fämpfte... fämpfte verzweifelt mit dem Schlafe...
Einige Stunden später erwachte ich plök lich zum Bewußtsein, mit dem Gefühl, daß etwas geschehen sei. Und wirklich, jetzt vernahm ich ein leises Geräusch vor der
Hütte.
Aha, er kommt, dachte ich und griff nach einer schweren Fidschianerfeule, denn eine andere Waffe hatte ich nicht.
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Boesie eines proletarischen Dichters Vier Falter schliefen im Fliederbaum. Die haben mit Duft sich zugedeckt und Lieder haben sie wieder geweckt. Da sind meine Sehnsüchte mit aufgewacht, mit den Faltern nach jener Sommernacht. Die erste: daß mir die Nacht nicht vergeh In Moder und Fezzen, in Sorgen und Weh. Die zweite: daß mir der Morgen sei Ohne Haft und Sirenenschrei. Die dritte: daß mir mein Kämmerlein Immer blühe im Sonnenschein.
Die vierte: daß der Abend voll Lieder und Düften sinke auf mich nieder. Bier Sehnsüchte flattern nun durch den Raum. Sie sind lebendig in Tag und im Traum. Buchelsdorf, am 3. Juni 1927.
Hans Honheiser.
Was soll ein Kind?
Von Frank Crane, New York . Hunderttausend Frauen, von denen jede eine blaue Armbinde trug, die mit einer silbernen Taube geschmückt war, zogen vor einiger Zeit in gigantischer Friedensdemonstration durch die Straßen Londons . Diese Frauen trugen Banner, auf denen zu lesen war:„ Wo Vernunft herrscht,
gibt es keinen Krieg!"
Sie hielten Reden, nahmen Resolutionen an und gingen dann nach Hause. Wäre Mars dabeigestanden, er hätte ein challendes Gelächter hören lassen.
Wieder hörte ich das Geräusch, diesmal und dann sah ich einen schivarnäher zen Kopf, der sich ganz, ganz behutsam über Was vermögen Frauen, Reden und Reso Die Schivelle hob... ein Messer blitte zilutionen angesichts des vorherrschenden Weiß schen weißen Zähnen... ein dunkler Körper trauens und der nationalen Feindseligkeit? folgte... Jetzt verschwand beides im Dun- rauens und der nationalen Feindseligteit? fel der Hütte.
Nur zwei grünlich schillernde Punkte... die Augen eines Raubtiers... näherten sich schließlich der Stelle, wo ich lag..
Grausen packte mich, Grausen, das nur
derjenige nachfühlen kann, der selber schon, des Nachts im Dschungel, die glühenden Augen eines sprungbereiten Panthers auf sich ruhen fühlte.
Der Mond warf durch irgendeinen Spalt im Dach einen Streifen Licht quer über den Boden. Der dunkle Körper, der sich jetzt ganz deutlich vom helleren Eingange abhob, stugie einen Augenblick, dann schob sich der schwarze Schatten lautlos über den lichten Fleck.
Wieder sah ich das grausige Messer funfeln, diesmal aber in der Hand des Ungeheuers...
Ich bemühte mich ganz ruhig zu liegen und gleichmäßig weiler zu atmen, obwohl mein Herz die Brust zu sprengen drohte, unter dem gleichgültigen Aeußern aber spann ten sich alle meine Musfeln. Die Augen hielt ich beinahe geschlossen, um mein Wachsein Mir graute vor diesem Menschen, und nicht zu verraten, und das rechte Knie ha te Unheil ahnend, schrift ich eiligst meiner ich, bereit zum Stoße, eng an den Mörper Hütte zu. Doch faunt hatte ich diese betreten, gezogen.-
da fuhr ich erschreckt zusammen, denn ein-| Noch zwei Schritte... noch ein Schritt.. dringlich und warnend tönte von neuem der jetzt war die Bestie an meiner Seite. Lang
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Aber wenn Mars ein Philosoph wäre woran man mit einiger Berechtigung zweifeln kann dann würde ihn ein Geschehnis auf einer Düne nächst Calais in Juli 1909 nachdenklich gemacht haben.
Damals bastelte ein kleiner Franzose mit fleinem Schnurrbart an einem Mechanismus aus Holz, Draht und Segeltuch dort herum. Das war Louis Blériot , der Flieger, der ein paar Tage später mit seinem Eindeder über den
Kanal flog.
Er hatte gerade einen erfolgreichen Probe flug hinter sich und war gelandet, als ein auf geblajenes Individuum näherkam und sich fol
gendermaßen äußerte:
,, Diese Maschine mag ja ganz gut fliegen, aber was soll jie?"
,, Was soll ein Kind?" war die Antwort Blériots.
Mars hat im Sommer 1914 gesehen, wojn sich das Kind von 1909 ausgewachsen hatte.
Jede große moralische Bewegung, von der Reformation bis zur Abschaffung der Sllavere, begann mit ein paar Leuten, die gegen das, was sie als Uebel, erkannt hatten, anfämpften, bis andere sich ihnen gefellten und die Bewegung Triebkraft und Wigcht gewann. Jede begann als ein Kind und wuchs zu ihrer vollen Macht hin an. Und über jede wurde einmal vere htlich ge fragt:„ Was soll jic?"