Dann einverstanden, wenn derselbe keine Berfassungsänderung involvire, also die Session nicht allzusehr in die Länge zöge.
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dem Versammlungsrecht in Preußen noch einer Jeinwandsfreie Autorität berufen, auf den früheren sächsischen warnenden Auftlärung bedurfte, so werden jene pommerschen General Staatsanwalt Echwarze. Muß man nicht beinahe Treffend wurde die bei der Regierung und bei den konservativen Vorgänge sie ihm ertheilt haben. Sie war aber nicht erforderlich auf den Gedanken kommen, daß es" Liberale" giebt, denen es ganz Parteien herrschende Ansicht, daß gewisse Kreise berechtigt seien, sich für die, denen aus der Geschichte der preußischen recht ist, die Berufung auch dem Staatsanwalt zu gewähren, wenn über die allgemeinen Gesetze hinwegzusetzen, illustrirt durch die Er- Parteitämpfe befannt ist, welcher Leistungen eine im doch ein hervorragendes freisinniges Organ eine Zuſchrift für die örterung der Handlungen des Landraths v. Puttkamer . Nicht nur, tonservativen" Herrschafts- Interesse arbeitende Verwaltung bei Veröffentlichung werth hält, die sogar im Namen der Gerechtigkeit daß der Chor der Landräthe die von dem Abg. Rickert in uns fähig ist." den Vorschlag wagt, die Wiederaufnahme zu ungunsten eines Freidurchaus fachlicher Weise vorgebrachten Beschwerden mit Hohn gelächter aufnahmen und die Chronik der Majestätsbeleidigungs Prozesse. Wegen gesprochenen zu erweitern. Mißachtung der gesetzlichen Majestätsbeleidigung wurde der Arbeiter Vincenz Budalit- Ueber die Bedeutung des Kammzug Zerming Borschriften seitens ihres Kollegen als einen Scherz zu betrachten aus Rigdorf heute durch die 1. Strafkammer am Landgericht II zu handels hat der Handelsminister eine neue Enquete veranstaltet, schienen, auch über die Züge des Ministers des Innern Freiherrn einer sehr schweren Strafe verurtheilt. Der Angeklagte verkehrte welche sich auch auf das Ausland erstreckt. Wie die" Post" hört, v. d. Recke sah man ab und zu ein ironisches Lächeln gleiten. viel mit den Buchbinder Klizewski'schen Gheleuten, die seine Lands hängt diese Enquete damit zusammen, daß der Bundesrath, dem die Und seine Antwort vollends bewies, daß er für die Gesetzes leute sind und die ihn denunzirt haben. Die Berhandlung fand unter Aus- Entscheidung über das Verbot des Terminhandels in Kammzug überauslegungen des Puttkamer das durchaus richtige Verständniß hat. schluß der Deffentlichkeit statt, doch ging aus der öffentlichen Publikation tragen worden ist, sich nunmehr hierüber schlüssig zu machen hat. Zwar unterließ er es, sich die Aktionen und die in den einzelnen des Urtheils hervor, daß der Angeklagte befchuldigt worden ist, den Die Handelskammern Aachen und Hannover haben sich in ihrem Schreiben gebrauchten Ausdrücke des Landraths anzueignen, ja, er ligewat fchen Eheleuten häufig Vorwürfe darüber gemacht zu Gutachten bereits für das Verbot ausgesprochen. gab sogar zu, daß er den Eindruck gevonnen habe, daß die Auf- haben, daß sie Bilder des Kaisers und seiner Familie an den faffung über die Auslegung des Vereinsrechts in den betreffenden Wänden ihrer Wohnung hängen hatten und zwar in Ausdrücken, Landestheilen nicht überall eine ganz geklärte sei", aber er gewann welche überaus schwere Beleidigungen des Kaisers enthielten. Dem es doch nicht über sich, den pflichttreuen Beamten zu tadeln. Statt Angeklagten wurde die Behauptung nicht geglaubt, daß die Dedeffen gab er seinen Landräthen eine fleine Anweisung, wie sie ihr nunziation nur ein Ausfluß blinder Rachsucht sei. Das Urtheil Amt aufzufassen hätten, eine Anweisung freilich, deren Befolgung lautete auf ein Jahr G
nicht gerade geeignet fein dünfte, bie Fälle von polizeilicher Billt utete auf ein Jahr Wittmetele uf ein Jahr Gefängnislijo
nicht blos dazu da, Steuern ein
zu vermindern. Die Landräthe zuschätzen, auszuheben und ähnliche Geschäfte zu besorgen, sondern
achten.
910 dnd
V011
Korn Lager.
Zu der Erklärung des Reichskanzlers äußert sich schmunzelnd die„ Poft":
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Von den Marinetabellen.
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hochgestellten Beamten wird gegenwärtig in Elmshorn - Gin, unliebfames Rentontre" zwischen zwei viel besprochen. Zwischen beiden war vor kurzem ein heftiger Streit entbrannt, der dadurch entstanden war, daß die amtsgericht lichen Bekanntmachungen den Anzeigen der Ver paltungsbehörde hintangefekt Bun Austrag dieses Streites hatte nun der eine Beamte den andern geDeutsches Reid). fordert, falls dieser ihm nicht bis zu einer festgesetzten Frist eine es fei auch ihr Recht und ihre Pflicht, allen Bewegungen auf Die Besatzung des Ehrenerklärung geben würde. Der Herausgeforderte hatte jedoch das fozialem und politischem Gebiete genau nachzuforschen und sich Kreuzers König Wilhelm" hat, wie man dem Organ des Bundes lettere abgelehnt. Da wollte es ein unglücklicher Zufall, daß die zu überlegen, was gegen gefährlich scheinende Bewegungen zu thun der Landwirthe meldet, strengen Befehl erhalten, über den Inhalt beiden feindlichen Beamten furz nach Ablauf der gegebenen Frist weibe, but, wie man dem des fei. Er müsse den Landräthen das Recht wahren, so zu handeln, der Depesche des Kaisers an den Prinzen Heinrich keine weiteren auf der Straße zusammentrafen. Nach einem kurzen Zwiegespräch wie fie es im Interesse der guten Sache" für erforderlich er- Mittheilungen zu machen. Sonderbar, höchst sonderbar! verabfolate nun der Fordernde seinem Gegner eine derbe Ohrfeige, worauf dieser sich mit seinem Regens Daß Frhr. v. d. Recke dem weit älteren Herrn Nickert„ jugend- Wiener. Tagblatt" meldet, hat Kaiser Wilhelm durch die deutschen zwischen den beiden hohen Beamten auf offener Straße, das naturWie das Neue schirm vertheidigte. Dieses unfommentmäßige Duell lichen Ungestüm" vorwarf, daß er offen für den Bund der Land- Botschafter in Rom und Wien den höchsten italienischen und gemäß nicht ohne Zeugen blieb, hat in der Bewohnerschaft unwirthe gegen den Bauernverein Nordost eintrat und denjenigen österreichisch- ungarischen Marinechefs seine Marinetabellen Ginst und gewöhnliches Aufsehen erregt und wird demnächst ein eruſtes NachAbgeordneten, die von einem reaktionären Vereinsgesetz Gefahren Jezi" überreichen lassen. Vielleicht werden die Bundesstaaten spiel vor Gericht haben. Außerdem werden sich die Verwaltungsdie olen fürchteten, aurief, sie sollten sich nicht um ungelegte Gier Deutschlands den Marine- Anschauungen des Kaisers mehr Billigung behörden mit der Sache zu beschäftigen haben. fümmern, erregt bei demjenigen, der sich an das Auftreten zu theil werden laffen als der deutsche Reichstag, und die Schiffe, des Ministers im Barlament gewöhnt hat, kaum noch Ber - die in Deutschland nicht gebaut werden können, von ihren Steuergesetzes. Eine Korrespondenz berichtet, die Polizei in Schneide Germanisirung mit Hilfe des Vereinswunderung. Die gebührende Antwort wurde ihm von dem Ab- zahlern bauen lassen. Der deutsche Steuerzahler würde dagegen se fezes. Eine Korrespondenz berichtet, die Polizei in Schneide Abzahlern mühl hat mit Rücksicht auf die erwiesene politische Thätigkeit des geordneten Dr. Langerhans zu theil, der für sich in Anspruch weniger einzuwenden haben.- nahm, daß er sich mit demselben Ernste wie die Regierung um das weniger einzuwenden haben.- dortigen katholischen Industrie- Vereins(, Towarzystwo Wohl des Baterlandes künimere und weit mehr für seine UeberKönig Stumm läßt in seinem Leiborgan, der zeugung eingesetzt habe, als die Herren, die jetzt an der Spige der" Saar- und Blieszeitung" erklären, daß er bei der nächsten Przemyslowe") im Bereinslokale und bei dem Rendanten dafelbft sämmtliche Vereinsaften, Mitglieder BerRegierung standen. Reichstagswahl nicht wieder kandidiren werde. Herr zeichnisse und Listen über aufgebrachte AgiMorgen beginnt die erste Lesung der Vorlage betreffend den v. Stumin hat schon Anfang der 80er Jahre einmal auf eine tationsmittel mit Beschlag belegen lassen. Hierbei Bau Kleinbahnen und V 0 11 Kandidatur zum Reichstag verzichtet, weil ihm die Politik der Re- will die Polizei sehr werthvolles Material in die Hände bekommen häusern.- gierung allzusehr mißfiel. Das wird jetzt schwerlich der Fall sein. haben, sodaß die vorgenommene Konfiskation noch zu weiteren Aber, vorausgesetzt, daß die obige Mittheilung sich bewahr Schritten führen dürfte.- Die Reform des preußischen Vereinsgesetzes bleibt beitet, hat er seine guten Gründe, von seiner Wiederausstellung uns also vorläufig geschenkt. Aus der Erklärung des Reichs- Reinfalt für die nächste Wahl Der Freiherr fühlt, daß er einen schweren Fahrradsteuer. Die erste Stadt in Deutschland , die erleben würde. Die eine Fahrradsteuer einführt, ist Braunschweig . In der tanzlers im Abgeordnetenhause geht hervor: Zentrumswähler haben keine Luft, dem Industriekönig die Steig- dortigen Stadtverordneten- Sigung wurde der Antrag gestellt, sur 1. daß der Fürst Hohenlohe sein im Reichstage gegebenes bügel zu halten. Und die Sozialdemokratie hat im Wahlkreise des Deckung von 154 000 M. für ein Herreurad 15 M. und für ein Versprechen anders als preußischer Ministerpräsident erfüllte, Herrn v. Stumm sehr große Fortschritte gemacht. Also die Trauben Damenrad 20 M. Steuer zu erheben. Dieser Antrag wurde unterals Freifinn und Bentrumt naiverweise von ihm erwarteten, find zu fauer! Uebrigens wird es gerade uns bedauerlich sein, den stützt und der Steuerkommission zur Vorberathung überwiesen.- 2. daß die„ Kreuz- Zeitung " kaum Anlaß zu dem Auſturm eifrigsten und wirkungsvollsten Agitator für unsere Partei aus dem Das Urtheil gegen Dr. Peters wird, da der Herr gegen die Regierung in Sachen der Vereinsgesetzgebung haben Reichstage scheiden zu sehen!- Ey Reichskommissar nach London abgereift ist, durch Aushang an wird und endlich 3. daß eine Berathung der Vorlage in dieser Zur Verschlechterung der Strafprozeß der Gerichtstafel im Kammergerichts- Gebäude bekannt gemacht. Seffion an dem Widerstande der Regierung scheitern würde, Ordnung wird uns geschrieben: Koloniale Herrlichkeiten. Da der Dr. Karl Peters falls sie überhaupt dem Hause vorgelegt werden sollte. Was dem deutschen Volke drohen würde, wenn es nach dem mit Schimpf und Schande aus dem Amte gejagt ist, ist es recht Der Präsident des Abgeordnetenhauses Köller äußerte sich Wunsche der„ Voffischen Zeitung" ginge und die glücklich begrabene amüsant, von dem Schicksal jenes Dampfer 3 zu hören, der trotz der Schlußworte in der Erklärung des Fürsten Hohenlohe Strafprozeß- Novelle wirklich noch einmal ausgegraben feinen großen Namen trägt und zur Aufschließung der Ufer Abgeordneten gegenüber, daß er die Vorlage der Novelle in werden sollte, davon kann man sich aus der Zuſchrift eine Vor- des Vittoria sees bestimmt war. 1892 war dieser Dampfer unter stellung machen, welche das genannte Organ in seiner letzten Nummer dem Jubel der Kolonialfreunde gebaut und mit erheblichen den nächsten Tagen für wahrscheinlich halte. bringt: Bei einer eventuellen Wiederaufnahme der Verhandlungen sich aber der Fortschaffung des Dampfers Hinderniffe entgegen und Kosten nach der ostafritanischen Rüfte gebracht werden. Es stellten über die Justizanovelle dürfte in bezug auf die Wiederer wurde in Bagamoyo in einem Schuppen untergebracht. Jeßt besteht kein Zweifel mehr darüber, daß die Regierung aufnahme des Verfahrens" eine Alenderung resp. Vervollständigung Neuerdings sind nun wieder Versuche gemacht worden, was mit in der Sache selbst einig ist und daß der Herr Reichskanzler des§ 402 Str. Pr. D. in betracht zu ziehen sein. dem Petersschiff zu machen fei, es hat sich aber ergeben, daß selbst sowohl die linksliberale Auslegung seiner Zusage dementirt, Nr. 2 des zilirten Paragraphen gestattet eine Wieder- es unbrauchbar sei. Anstatt auf den Fluthen des als auch für die Nothwendigkeit verschärfter Vorschriften aufnahme zu ungunsten des Angeklagten, wenn ein Zeuge oder Biftoriafees unter Peter's Leitung Großthaten it ver: gegen den Mißbrauch des Vereins- und Bersammlungsrechtes Sachverständiger vorsätzlich oder fahrlässig falsch geschworen hat, richten, liegt der Dampfer im Schuppen. Ein Wrack wie sein läßt aber den Fall ganz unberücksichtigt, wo durch eine unbeeidete gestrandeter Namengeber! Ein trauriges Wahrzeichen der KolonialDas ist von großem Werth. Nun ist aber auch zu wünschen, unwahre Aussage oder ein solches Gutachten eine Freisprechung abenteurerei! daß die Vorlegung an den Landtag möglichst bald erfolgt, und erfolgt ist. Folgender Fall wurde in Berlin im Jahre 1896 zu Das hindert aber die hoffnungsfreudigen Groß Deutschen" daß, sobald die Vorlage bekannt wird, auch in die parlamentarische gunsten des Angeklagten entschieden. In einem Betrugs- beziehungs- nicht, die alten Thorheiten immerfort zu wiederholen. Wie die Behandlung derselben eingetreten wird. weise Urkundenfälschungsprozesse es handelte fich um die Fälschung Mittheilungen aus der Abtheilung Berlin der Deutschen Andernfalls würden sich die ohnehin schon unsicheren Chancen eines Miethskontraktes durch den Vermiether durch Hineinschreiben Kolonial- Gesellschaft" berichten, hat das Tanganyka- Dampfereines positiven Erfolges noch weiter vermindern. einer längeren Kontraktszeit, als verabredet war wurden als Komitee jetzt mit dem Bau eines Dampfers für diesen See begonnen; Je rascher jetzt gehandelt wird, um so beffer; um so beffer einzige Belastungszeugen der Verletzte und schließlich deffen das genannte Blatt sagt:„ Wir hoffen, daß, wenn er fertig ist, auch für die Regierung selbst und den ganzen Werlauf der Sache. 15 jähriger Sohn, den ersterer ohne Ladung mitgebracht hatte, bie zum Transport nöthigen Mittel vorhanden sein werden." G Dagegen schreibt die Germania": und als Entlastungszeugin nur die Ehefrau des Angeklagten verfcheint alfo auch Gefahr vorzuliegen, daß ein alter Schuppen den So viel müssen wir aber schon jetzt mit aller Entschiedenheit nommen. Die Aussage der letzteren, die nur günstig für den Hafen des Tanganyka- Dampfers bilden wird.... betonen, daß die Busage des Reichstanzlers im Reichstage mit der angeklagten Ehemann lautete, war von A bis 3 erfunden. Nicht besser steht es mit den großen Eisenbahnplänen. heutigen Erklärung des Ministerpräsidenten im Abgeordnetenhause, wie Diese Bengin wurde nicht vereidigt, ohne daß, wie der Der Berl. Herold" schreibt über die Usambara- Linie: Eine Kolonialman auch diefelbe deuten und drehen möge, nicht in Einklang zu Vorsitzende betonte, hierin ein Mißtrauensvotum gegen sie liegen Idylle spielt sich zur Zeit auf der Usambara- Eisenbahn in Ostafrika ab. bringen ist. Das Vereinswesen unterliegt nach Artikel 4 der Ber: follte. Die Ehefrau des Verletzten, die während des ganzen der Ausgebaut ist vorläufig nur die kurze Strecke Tanga- Korogwe bis faffung der Gesetzgebung des Reichs, und als der Reichstag fraft Anklage zu grunde liegenden Aftes zugegen gewefen war dagegen Muhesa, die aber nicht an das eigentliche fruchtbare feines verfassungsmäßigen Rechts ohne Rücksicht auf irgend eine nicht die Ehefrau des Angeklagten wurde nicht vernommen, ebenso ebiet heranreicht. Der Löffel ist eben au tura, um aus landesgesetzliche Vorschrift die Bestimmung annehmen wollte, wenig 4-5 andere Personen, mit denen der Angeklagte bereits das dem Vollen schöpfen zu können und ein nennenswerther Verkehr hat daß politische Vereine miteinander in Verbindung treten dürfen felbe Manöver gemacht hatte; er wurde freigesprochen. Eine Wieder: fich bisher auf der Bahn nicht entwickelt. Ein Zug soll wöchentlich auch in anderen Staaten als in Preußen ist das jetzt noch ver- aufnahme des Verfahrens ist hier ausgeschloffen, selbst wenn, wie hier bort einmal verkehren, der natürlich nicht zu Handelszwecken ausgenut boten da lautete die Busage des Reichst anglers bewiesen werden kann, der einzige Entlastungszeuge die unwahrheit werden kann, sondern zu Jagbzwecken bient. Wie sich unter auf eine pure Beseitigung des§ 8 des gesagt hat, ja selbst dann, wenn er nach§ 257 St.-G.-B. deshalb wegen diesen Verhältnissen das Leben der Bahnbediensteten, der Streckenpreußischen Vereinsgefeges, und nur in diesem Begünstigung bestraft würde. Hier ist entschieden eine Lücke im wärter 2c. gestaltet, fann sich jeder selbst ausmalen: Klagen von Sinne ist die Bufage damals allgemein ver. Gefeßze; denn die Freisprechung eines Schuldigen ist ebenso ungerecht Weichenstellern wegen Ueberbürdung sind noch nicht laut geworden." standen worden, nur deshalb hat der Reichstag auf die und das allgemeine Rechtsgefühl verlegend, wie die Verurtheilung Die Afritaschwärmer schieben natürlich die Schuld an diesen Bu Aufnahme des betreffenden Antrages Baffermann in das Bürger eines Unschuldigen, zumal, wenn in dem ersteren Falle eine Remedur ständen auf den Reichstag , der nicht genug Geld giebt. Ja, wie liche Gesetzbuch verzichtet. Wir müssen offen gestehen, daß der§ 8 ausgeschloffen ist." viel Gelb soll denn der deutsche Steuerzahler in die Afrikanerei des Vereinsgesetzes nach unserer Auffassung rein fachlich nicht Man traut feinen Augen kaum, wenn man diese Darstellung hineinstecken? Ist noch nicht genug hinausgeworfen? Wenn dort bie Bedeutung hat, die ihm irrthümlicherweise jetzt zu- liest, und erst die Schlußfäße klären einen vollständig darüber auf, wirklich für den Handel etwas bedeutendes zu gewinnen wäre, so gemeffen wird. Ist doch auch die sozialdemokratische Partei- um welche Vervollständigung" es sich handelt; nämlich um eine würden sich schon Privatkapitalisten genug dafür finden.- organisation troß der erhobenen Anklage von seiten der Polizei Vermehrung der Gründe, aus denen der Staatsanwalt den end- würden sich schon Privatkapitalisten genug dafür finden. Defterreich. nicht durch den§ 8 erschüttert worden. Jedenfalls hat der§ 8 giltig Freigesprochenen wiederum auf die Anklagebant bringen kann. nicht den Werth, daß man seine Beseitigung mit einer Be Mit der Wiederaufnahme zu gunsten des Angeklagten hat dieser- Die Quotenfrage rückt nicht vom Fled, allgemein schränkung des Vereins- und Versammlungsrechts einkaufen Vorschlag gar nichts zu thun. Denn wenn ein unbeeidigter Beuge wird angenommen, baß nicht die gegenwärtig im Amte befindlichen tönnte. Dann lieber gar nichts. Aber politisch ist der die Unwahrheit gesagt hat, und es sich dabei um eine wesentliche Ministerien die Ausgleichsverhandlungen endgiltig erledigen werden. In Streit um den§ 8 des preußischen Vereinsgesetzes von Behauptung handelt, so ist schon nach geltendem Recht die Wieder. Budapest zirkuliren vielfach Gerüchte, daß das Ministerium Banffy großer Bedeutung geworden. Er beleuchtet den Werth aufnahme zulässig( einfach auf grund neuer Thatsachen oder Be- feine Demission schon gegeben hat. Diese Meldung scheint verfrüht von Busagen seitens der Regierung wie die weismittel"§ 399 3. 5). Der ganze Worschlag wird nur gemacht, zu sein. Offiziös wird sie selbstverständlich für vollständig erfunden Macht der Quertreibereien auf feiten der um in die Hände des Staatsanwalts ein Rechtsmittel zu spielen, erklärt. tonflittslisternen Konservativen. Der Reichstag welches bisher in der Hauptsache mehr dem Angeklagten zur wird fünftig, wenn wieder politische Wechsel diskontirt werden Verfügung stand. Der Staatsanwalt kann gegenwärtig die Wieder sollen, mit der Erfahrung rechnen müssen, daß die preußische aufnahme zu uugunsten des Freigesprochenen nur aus einigen Regierung" nach der Flöte der konservativen Quertreiber tanzen wenigen ganz bestimmten Gründen beantragen( gefälschte Urkunde, muß. Wie lange noch? meineidiger Zeuge, beftochener Richter, nachträgliches Geständniß Nachzutragen ist noch die Bemerkung der Münchener des Angeklagten 2c.). Thut man den Schritt, den die" Bossische Allgemeinen Zeitung", wonach die Kreuz- 8tg." die Vereins- Beitung" verlangt, und stellt man fich wirklich auf den Standpunkt:„ die gefeßgebung als Sturmbock gegen das Ministerium des Fürsten Freisprechung eines Schuldigen ist ebenso ungerecht und das allgemeine Hohenlohe benutzen und den Streit vom Zaun brechen wollte. Rechtsgefühl verlegend, wie die Verurtheilung eines Unschuldigen", giebt man alfo der Staatsanwaltschaft die Wieder Die National- Zeitung" schreibt heute zu den selbst aufnahme gegen den Freigesprochenen in dem nationalliberalen Blättern zu reaktionären Vorschlägen der selben Umfange, wie sie der Berurtheilte zu Kreuz- Btg.": feinen gunsten geltend machen tann, so würde es endgiltig Freigesprochene überhaupt nicht mehr geben; die Staatsanwaltschaft hätte das Recht, den Freigesprochenen endlos mit Wieder aufnahme des Verfahrens zu bedrohen.
eintritt.
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Wien , 11. Mai. Das Abgeordnetenhaus beschloß nach längerer Debatte, die Regierungsvorlage betreffend I andwirthschaft. liche Berufsgenossenschaften an einen 48gliedrigen landwirthschaftlichen Ausschuß zu überweisen.
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Paris , 10. Mai. ( Eig. Ber.) Die Regierung hat das Bran bunglück des Wohlthätigkeits. Bazars für ihre politischen Zwecke in ebenso plumper Weise auszunuzen versucht, wie die flerifal- großbürgerlichen Kreise. Während diese die Katastrophe zu einer nationalen Trauer" umlogen, vom Verschwinden oder Nichtvorhandensein der Klassengegenfäße fafelten, ergriff die Regierung die gute Gelegenheit, um sich bei den Klerikalen einen „ Es ist ganz selbstverständlich, daß man derartige Vollmachten weiteren Stein im Brett zu erwerben. Sie bestellte nicht den Berwaltungsbehörden ertheilt, nachdem man auf eigene Initiative die Leichenfeier in der Notre- Dame - Rathedrale, in der früheren Vorlage mit mißtrauischer Sorge jedes Wort obwohl die betroffenen aristokratischen Familien bis auf zwei es von Strafgesetz- Paragraphen geprüft hat, die von den Ge Der Fall liegt hier ähnlich, wie in der Frage der Berufung. vorgezogen hatten, ihre Todten in weniger geräuschvoller Weise zu richten, unter allen Garantien des Strafprozesses, anzuwenden Bisher hat alles, was sich deutschfreisinnig nanute, in Sachen der bestatten. Der Präsident der Republik ließ sich beim Eintritt in die daß man die waren. Bollends nachdem man in den letzten Monaten Zeuge Berufung die Stellung eingenommen, Be- Kathedrale was bisher unter der Republik noch nie vorkam der parteiischen Handhabung sogar der jebigen beschränkten rufung nur gunsten daß vom des Angeklagten wünsche, Erzbischof betreuzigen. Bum Dant dafür dafür mußte höchstens nothgedrungen dem Befugnisse der Polizei auf dem Gebiete des Versammlungswesens man Staatsanwalt bieses nebst dem ganzen Minifterftab eine Predigt des Klerikalen gewesen, der willkürlichen Verhinderung von Ver- Recht einräumen müffe, wenn man die Berufung auf andere Weise Klopffechters, des Dominikanermönchs Ollivier anhören, fammlungen, in denen der Bund der Landwirthe bekämpft nicht erlangen könne. Die fozialdemokratische Partei hat diefen die Katastrophe als ein„ Brandopfer" zur Sühne für die Sünden werden sollte, im Interesse dieser hegerischen Bereinigung, welche Standpunkt immer für falsch gehalten. Sie hat grundsäßlich daran Frankreichs seit der großen Revolution und unter der dritten zur Zeit mindestens so gemeinschädlich wirkt, wie die Sozial- festgehalten, daß das Geschenk der Berufung ein Danaer- Geschenk Republik hinstellte. Der Minister des Innern, Barthou, wendete bentokratie. Wenn jemand über die Gefährlichkeit unbe- wird, wenn man es gleichzeitig als Waffe für die Hand des Staats- ber vom Figaro" veranstalteten Geldsammlung zu gunsten stimmter polizeilicher Befugnisse gegenüberlanwalts schmiedet, und sie konnte sich dabei auf eine doch gewiß der tleritalen und theilweise direkt antirepublikanischen Stiftungen,
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