Die Tür prallte frachend zurück, Helle von der Schwärze der Erde fich etwas und schlug gegen die Wand an, wäh- abhob, flirrten bereits ihre Köpfe vorbei. rend er mit einem Klaftersay hinaussprang, Er wollte laufen, doch vermochte er tein wobei ihm die Haare zu Berge standen und Glied zu rühren. Und er wußte, daß er doch es ihm eiskalt über den Rüden lief. Aber es nicht entf men tann. In einer Minute schien ihm, daß nicht er schreit, sondern hin- werden sie ihn doch finden! ter ihm das schreit, was über der Pritsche gehangen, und daß es ihm nachseht. Und in dem Augenblick, da er hinaussprang, ent wuchsen der Erde noch zivei gespensterhafte Wesen das eine hochgewachsen, das andere niedrig, unterſetzt und mit flatterden, shredlichen Haaren jagten sie mit wildem Geheul vor ihm dahin.

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Der Mann freischte wild auf, stürzte sich zur Seite und setzte sich auf die Erde, dann kauerte er sich ungeschickt zusammen.

Seine Kiefer zitterten, seine Augen starr­ten wild vor sich hin. Wieviel Zeit verstri­chen ist, wußte er nicht, denn für ihn çab es teine Zeit. Die Augen waren wider Wil­Ien nach der Richtung geheftet, wohin die gespensterhaften haarigen Wesen entschwun den sind, er fonnte sich nicht abwenden, Konnie weder Hand noch Fußz rühren, konnie nicht einmal mit den Augen zwinkern und den Speichel hinunterschlucken.

Und plöslich bemerkte er das was er gleichsam erwartet hat: von der Seite her, wohin de Saarigen davongejagt waren, fam ein heulender Ton, als wenn schon ein gan zes Rudel von Saargen daherjagte.

iſt, was für ein Menſch aber, das iſt die Frage."

Schaut! die Zähne! die Zähne!... schrie eine Frauenstimme, und die Menge wich heulend zurück.

,, Rüdt, rüdt heran! gafft nicht!" Wartet ein bißchen, vielleicht doch ein

Mensch."

Ohne Ei taitn man nichts machen." " Wer bist du? He, sprich!"

Er saß in der früheren Lage, die Beine untergeschlagen, die flachen Hände gegen die Erde gestemmt, so daß er so aussah, als Ein Mensch!... Schaut, die Tür von schide er sich an, einen Sprung zu machen. der Hütte ist offen! Ein sauberer Mensch!... Tabei flapperte er fortwährend mit den Zähnen, die er durchaus nicht zurückhalten fonnte. Er hörte Worte, verstand sie fast, doch war es wie im Traum und antworten fonnte er nicht. Konnte nicht einmal feine Lage ändern. Und er wußte, daß es mußlos ist, zu antworten.

Was ist los?" schrien die Stimmen der Heranlaufenden.

Der Tote hat sich losgerissen...!" ,, Da ist er!! Da ist er!..."

Der Haufen strömte heulend zurüd. a man fein Osterei bat... Ein Osterei müßte man hinwerfen. Zieht einen Streis!. Einen Kreis!..."

Man muß Stroh rings um ihn anzün­den!" schrien von allen Seiten Stimmen.

Mit dem Knüttel muß man drauf­hauen; ist es er, macht es ihm nichts, der Snüttel wird zurückspringen!"

,, Seht ihr, Teufelsbuben, denn nicht,

Der Mann wußte, daß man ihn fragte, begriff, worüber man ihn fragte, konnte sich aber nicht zwingen, die Kiefer auseinander­zureißen und flapperte nur mit den Zähnen.

Ein Haufen Stroh, das jemand ange zündet, beleuchtete mit grauenhaftem, sprin gendem roten Licht seine wilde Gestalt, die auf der Erde saß.

,, Geh, geh, von hinten heran! Reine Angst! Hau nur zu! Auf den Scheitel!"

Der Mann hörte das und doch fonnte er nicht den Kopf umdrehen, indes ein rüſti­ger Bauer sich von der Menge gelöst hat und mit einem Knüttel in der Hand vor­jichtig von hinten herankam und sich ihm näherte.

Ist das er, muß der Knüttel zurid springen!" fagte eine Stimme.

Der Bauer schlich sich bis auf zwei Schritte an den auf der Erde sitzenden heran. Alle erstarrten, als sie sahen, wie sich der " Wir sehen schon, daß es ein Menschwere Knüttel hob.

Und am Herbsthimmel, der durch seine da ſibt ein Menſch!" ſchrie eine Stimme.

Sawitche Lieder.

Slowakisches Volkslied.

Lieber Gott, lieber Gott Den wir Vater heißen Wenn du uns schon Zähne gabſt Gib uns auch zu beißen!

Wenn man uns die Schnitte gibt, Ist sie farg bemessen,

Wenn man uns die Schnitte gibt, Weinen wir beim Effen.

Mährisches Volkslied.

Orechover Herren,

Euch wird Gott bestrafen: Erst beim Abendläuten

Laßt ihr ruhn und schlafen.

Auch an euch, ihr Herren, Kommt einmal die Reihe: Eines Tages schmedt euch Roch ein Kloß aus Kleie.

Das war falsch. Hans, du darfst es nicht vec- 1 gessen, daß dein Vater Arbeiter war und daß er dir schon sagte, als du acht Jahre alt warst. Hast du verstanden?"

Hans nidte stumm

Der Arbeiter muß Tag für Tag in die Fabrik gehen, muß an Maschinen stehen oder sonst eine Arbeit machen. Es gibt sehr viele Arbeiter in der Welt, aber nicht alle Menschen find Arbeiter--.

Die nicht, die wie Karls Vater, in ein Bureau gehen," sagte Hans und bekannte, sich selbst unbewußt, daß er für das Gespräch des Vaters zugängig war.

Auch die sind Arbeiter, Hans. Sie haben bessere Arbeit als wir, aber auch sie müssen etwas tun, um ihr Leben zu erhalten, um das Effen und die Wohnung zu bezahlen. Haft du es verstanden?"

Hans nidte stumm.

Sut", fuhr Berthold fort, ich sagte vor ( Beides aus Tschechische Lieder", Mail viele Menschen, die verhungern nicht, auch her, nicht alle Menschen sind Arbeiter. Es gibt Verlag.)

Der erste Unterricht.

Von Kurt Schubert .

Der Arbeiter Berthold legte die Zeitung zusammen.

Komm her, Hans."

Der achtjährige Haus folgte der Auffor derung ohne besonderen Schwung, denn er wollte soeben durch die Tür auf die Straße schlüpfen. Tent Berthold war das nicht ent­gangen.

habe dir einiges zu sagen, wen u es gut behältst, fannst du dann meinetwegen verschwinden."

Hans erwiderte nicht, aber er setzte sich an den Tisch.

Ich, dein Vater, bin Arbeiter. Mein Vater war auch Arbeiter, aber er schämte sich, darüber nachzudenken, oder es mir zu sagen.

wenn sie nicht arbeiten; die würden auch nicht aus dem Haus geschmissen werden. Diese Men schen haben Geld."

Das sind die, welche in Autos fahren jagte Hans wichtig.

teten.

Berthold nidte, und seine Augen leuch

,, Es gibt viele solche Leute, die Geld haben, so viele, daß sie zusammen eine ganze Klaffe bilden Diese Klaffe nennt man die Klasse der Besitzenden oder mit einem anderen Namen, die Kapitalisten. Hast du verstanden?"

" Ja", antwortete Hans.

Gut, dann merke dir, ein Arbeiter und ein Mann in einem Auto können nie Freunde

werden."

Franz, das versteht doch der Junge noch bis jetzt schweigend zugehört hatte. nicht", mischte sich Frau Berthold hinein, die

Hans und wurde rot vor Eifer. Wenn ich groß Ich habe es aber verstanden", protestierte

bin und Arbeiter, dann sind meine Freunde auch Arbeiter. Nicht wahr?"

,, Gut", sagte Berthold, dem es warm bei dem Interesse seines Jungen wurde.

,, Sie können nicht Freunde sein, weil der Arbeiter schwer arbeiten muß, und sie soviel Geld haben, daß sie nicht zu arbeiten brauchen. Das ist der Unterschied, der zwischen beiden keine Freundschaft aufkommen läßt. Das nennen wir den Klassenunterschied. Hast du verstan den?"

Hans nidte stumm und erwartete, daß sein Vater weiterreden sollte.

So, das ist genug für heute, sagte Berthold, vergiß nicht, was wir soeben ge­redet haben und mach, daß du auf die Straße kommst."

Hans verschwand.

Der Anfang ist gemacht", sagte Berthold zu seiner Frau, als sie allein waren.

Ich dachte, du wolltest Haus noch mehr

viele" Tage bis Hans an der Maschine steht, fagen", antwortee darauf seine Frau. ,, Morgen ist auch noch ein Tag, es sind noch

und bis dahin habe ich ihm alles gejagt.

Fran Berthold schwieg und hatte nichts mehr einzuwenden.

Bilanzen, die explodieren.

An dem in Südeuropa und Asien einhei mischen weißen Diptam( Dictamus albus), einem strauchartigen Gewächs mit weißen oder rosaroten Traubenblüten, kann man an war men, windstillen Tagen eine seltsame Erschei nung wahrnehmen. Nähert man sich plötzlich dem Strauch mit einem brennenden Sicht oder Zündholz, so zischt plößlich ein unerwartetes Feneriert auf; der Strauch ist in Flammen eingehüllt. Ist das Fener aber ausgebrannt, so steht er wieder ganz unversehrt da und nur ein eigentümlicher Geruch zeugt noch von dem Feuerspiel. Als Ursache dieser Explosionen hat ätherisches Del festgestellt, das die Eigenschaft man ein in den Blüten des Diptam enthaltenes