breitete sich jetzt von der Mauer her, langs fam anwachsend, im Raum aus; es war die hugelgespidte Stelle: ein handbreiter Ring leuchtete phosphorisch im Umfange eines mittleren Wagenrades.

Was geht hier vor?" Ich werde Ihnen alles erklären," jagte Ter Meer gelangweilt. Aber das lann nur ohne Licht geschehen, denn sehen Sie..." Er schaltete das Bicht wieder an.

Der leuchtende Ring war weg. Nun, Sie erlauben also..." Es nadie der Schal­ter, und der phantastische Ring schimmerte gum zweitenmal an der Wand; er war nicht auf dem ganzen Umfange gleichmäßig hell, bunklere Stellen und fleinere Punkte gaben ihm das Aussehen einer Schlangenhaut.

,, Also," fuhr Ter Meer fort, Sie sehen hier nichts als einen gewöhnlichen, runden, hölzernen Fensterstod, den man nicht ent­fernte, als man aus irgendeinem Grunde das Fenster vermauerte, und er verfault in der euchten Mauer und leuchtet nun...?

,, Das ist ja unglaublich," faßte fich der Kommiffar fleinlaut.

Allerdings"- Ter Meer sprach wie

Kennst du das Land wo die kanonen blühen? Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn? Du fennjt es nicht? Du wirst es fennenlernen! Dort stehn die Profuristen stolz und kühn In den Bureaus, als wären es Kasernen. Dort wachsen unterm Schlips Gefreitenknöpfe. Und unsichtbare Helme trägt man dort. Gesichter hat man dort, doch keine Köpfe. Und wer zu Bett geht, pflanzt sich auch schon

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fort!

Wenn dort ein Vorgesezter etwas will und es ist sein Beruf etwas zu wollen, Steht der Verstand erst stramm und zweitens still.

Die Augen rechts! Und mit dem Rüdgrat rollen! Die Kinder kommen dort mit fleinen Sporen Und mit gezognem Scheitel auf die Welt. Dort wird man nicht als Zivilist geboren. Dort wir befördert, wer die Schnauze hält.

Kennst du das Land? Es könnte glücklich sein. Gs könnte glücklich sein und glücklich machen!

Dort gibt es Aeder, Kohle, Stahl und Stein Und Fleiß und Kraft und andre schöne Sachen. Selbst Geist und Güte gibt's dort dann und

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Mit diesen Worten schaltete Ter Meer das Licht an; es flammte über die Wand und blendete.

ein gleichgültig dozierender Gelehrter ist zu verschaffen suchte dieser junge über­das eine Seltenheit. Aber nun die Haupt- reizie Mensch erwacht eines Nachts, sieht die­fache: Mr. Van Jalen erzählte mir, als ich fen leuchtenden Ring, oder sieht ihn mehrere den Kaufvertrag mit ihm abschloß, von dem Nächte schon immer stärker leuchten, sieht plötzlichen Tod seines Neffen, den ich als ihn immer mehr zu seinem Zeichen werden, einen anscheinend von falsch angewandten bis er es nicht mehr ertragen kann... Nun offulten lebungen gänzlich verwirrten und welche Kraft den plößlichen Tod herbei frankhaft erregten Menschen kannte. Mr. Van führte, wissen wir nicht... Sicher ist, daß Jalen verriet mir auch das Zimmer, in dieses Zeichen den Anstoß zu seinem Tode dem sein Neffe auf so seltsame Weise starb. gegeben hat..." Es ist dieses hier. Wie Sie sehen, benübe ich es als Schlafzimmer. Der alte Arzt be­wohnte es nie; war es ihm zu feucht oder sonst was, ich weiß es nicht... Es ist nun Oktober und das bedeutet hier Nebel, Regen und wieder Nebel und Regen und hier in biefem Haufe dazu noch so etwas wie eine Ueberschwemmung Die Mauer nach dem Wasser zu ist natürlich wieder feuchter, und der gespenstische Fensterstod wieder in Tätigkeit. Sie verstehen, wie ich das meine, nicht wahr? Stellen Sie sich vor: der junge Geistliche, der die Zeichen und Wunder auf der anderen Seite suchte, sich durch Medi­tation, Stonzentration, Asfeje und weiß Gott welchen lebungen Einlaß in die andere Welt

Die Leute schauten gebannt auf den fugelgespickten Holzrahmen.

Nun, meine Herren, danke ich Ihnen für Ihre wohlgemeinte Hilfe; ich konnte nicht gut auf weniger lärmende Art das Zeichen deutlich machen, da es teilweise mit Berput verdedt war. Selbstverständlich wußte ich nicht, daß die Schüsse bis zu Ihnen in die Stadt zu hören sind..."

Und Ter Meer fuhr fort zu erklären, daß der leuchtende Ring schließlich auch mit einem harmloseren Werkzeug bloßgelegt hätte wer­den können...

leiſten, er iſt nicht fret, weil seine Schwestern| alles ringsum. Wie kann man dies auch nur und seine Brüder nicht frei find.

In dieser tiefsten sittlichen Erfassung großer Freiheit liegen die stärksten Wurzeln unserer Straft. Freiheit ist Gemeinschaft, und wir alle fämpfen, bis allen die Freiheit errungen ist.

Freiheit ist fein persönliches Glüd. Frei allen für alle. Freiheit ist Liebe, und nur heit ist Sturm. Freiheit ist Kampf von wenn Liebe ist, kann Freiheit sein.

ganze Menschen, sozialistisch- fittliche Menschen, Menschen verlangt solch ein Gedanke, denen mehr als das eigene Glück das Ziel ihres Strebens ist. Genosse sein, heißt als Bruder tämpfen für die Freiheit von allen.

Wann hat der Menschheit je ein heiligeres Ziel geleuchtet? Wann war ihr je eine größere fittlichere Aufgabe gestellt?

Man predigte die Liebe, aber vergaß die

Freiheit dabei.

eine Haft" nennen, wenn wir innerhalb eines Kreises von drei Meilen vom Dorfe angekettet bleiben, wohl weit genug, um an einem heißen Tage hier herauszugehen, doch nicht genug ente fernt, die Räder und Kamine und die Kohlen­haldenhügel aus unseren Augen zu verlieren. und wir hassen dies alles gleich der Hölle!

Rast! Eine Woche ohne Lohn bedentet eine Woche ohne Nahrung! Vertrödelte Zeit, volle Woche vertrödelter Zeit! das ist die richtige Definition eine ganze

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Die alte Sonne tat ihr Bestes für uns: sie schien die ganze Woche wolfenlos herab, und wir schleppten uns Montag früh schwarz pfeifend zur Grubeneinfahrt. Und hundert wie die Mohren zur Grube. Ein Kamerad fam Augen blidten ihn erboſt an: sogleich hörte er auf. Noch ein Pfiff Krawall gegeben.

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und es hätte einen

Oder man glaubte an Freiheit, ohne von Liebe durchglüh: zu sein. Und dann hinunter in die Finsternis. Doch Sozialismus ist Eines. Er ist Liebe Gott, was für ein Gestank nach einer Woche in Freiheit und Freiheit in Bruder- frischer Luft. Dazu waren wir wie blind und tum. Und unter diesem universalen, herrlichen, schwankten wie Betrunkene. Doch Arbeit Welt. fiegenden sittlichen Gedanken zerbricht die alte macht das Leben süß" heißt es im Liede, und Dr. Gustav Hoffmann. so begannen wir zu arbeiten mit einem Fluche!

wann! Nach dem Urlaub. Und wahres Heldentum. Doch nicht bei vielen. Dort stedt ein Kind in jedem zweiten Mann. Betrachtungen eines englischen Bergarbeiters. Das will mit Bleisoldaten spielen.

Dort reift die Freiheit nicht. Dort bleib: fie grün.

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Freiheit.

nen.

Von Joe Corrie.

Zur Mittagspause wurde nicht viel ge­sprochen. Ich war neugierig.. was sich Bob dachte, und was wohl Jim? Seine Gedanken waren den meinen gleich, nämlich, daß wir nur eine Woche von der Grube weg waren, um die unmenschlichen Verhältnisse desto klarer zu erkennen. Oder dachten sie vielleicht an den Inhalt ihrer Proviantbüchse? Geröstetes Brot nur trockenes Brot sein, denn am Samstag mit Margarine, am Ende der Woche wird. es bekommen wir keinen Lohn.

Ich hätte eigentlich nicht Urlaub" jagen sollen: Urlaub sind doch Tage, für welche man Was man auch baut, es werden stets Kajer- bezahlt bekommt, es sind Tage, an denen man Kennst du das Land, wo die Kanonen blühn? hört, andere Gegenden sieht, andere- und eine andere Luft einatmet, andere Ansichten Du kennst es nicht? Du wirst es kennenlernen! indifferente Menschen trifft. An dergleichen Aus dem Gedichtband von Erich Kästner He: 3 haben wir keinerlei Anteil, denn wir sind auf Taille", Verlag C. Weller u. Co., Leipzig. Bergarbeiter. Eine Rast" wollen wir es heim, jeder Knochen im Leibe tat uns weh. Am Ende der ersten Schicht trollten wir beffer nennen. Doch nein, Raft ist ohne inneren Eine Woche Raft macht uns mürbe wie Glaser­Frieden nicht möglich, und wer kann sich inner- fitt. Die Frau war still: für sie hatte es Blätter voll mit Bildern sieht, wie fröhliche alte Placerei, der gleiche alte Kampf. Wenn lich friedvoll fühlen, wenn er die illustrierten feinerlei Rast gegeben, für sie war die gleiche Leute am Meeressfrande ihre Tage müßig sie etwas sagte, geschah es bloß, um etwas aus­hinbringen, während wir uns aufs Gras nie zusetzen. Ein leerer Tisch erzeugt stets schlechte derlassen mußten, oder besser gesagt, dort, Laune. wo Gras einmal gewesen war, Karten spielend, Es wäre besser gewesen, wenn die Grube oft hart miteinander streitend, denn Laune und die ganze Zeit im Betrieb gewesen wäre. Aber Stimmung sind an solchen Tagen übel und das hätte wieder nicht unseren Herren Gruben­unsere Herzen waren voll von Bitternis gegen besitzern gepast. Unsere Körper mußten sich

Kein einzelner fann glüdlich sein, ehe wir es nicht alle sind, weil fein einzelner frei sein kann, ehe nicht alle frei find. Richard Wagner.

Wer ist frei? Wer fann heute sich frei nen­nen? Niemand. Und hätte einer den unab­hängigsten Beruf und fönnte sich jemand mit seinem Einkommen alle Freuden des Lebens