Worauf? Daß es in 48 Stunden mit ihr aus, liche Gefaßtheit erklären. Sie schlief gang fest fei? Daß es teine Hoffnung mehr gäbe?

Man öffnete mir die Eisentüre.

Und da nahm ich alle Heuchelei, deren ein Mensch fähig sein fann, zusammen. Ließ die Türe hinter mir schließen, blieb ruhig stehen, lehnte mich an die Wand und lächelte. Sah lächelnd auf die Rasende, nickte ihr freundlich zu und legte den Finger geheimnisvoll auf den Mund. Die Verurteilte starrte mich an, bas Schreien wurde leiser, wandelte sich in Stöhnen, schließlich war sie ganz still. Spre­chen oder fragen konnten nur ihre Augen. Ihre Zähne flapperten. Ich sah mich um, als fürchte ich, belauscht zu werden. Ging dann ganz dicht an sie heran, nahm das Hörrohr und flüsterte ihr geheimnisvoll ins Ohr:

die ganze Nacht Antlig.

-

das rätselhafte Lächeln im

Der Unternehmer im Bade. Wie bringen Sie es nur fertig, solange unter Wasser zu bleiben?" ,, Sehr einfach, ich bilde mir ein, am Ufer steht eine Abordnung meiner Arbei­ter und verlangt eine Lohnzulage."

Richtig. Leider kann ich meine Rate in dieser Woche nicht bezahlen!" Das haben Sie ja in den beiden vorigen Wochen auch ge­fagt!" Na, und? Habe ich nicht Wort ge­

Als sie zum letzten Gang geholt wurde, schritt sie ruhig an der Seite des Geistlichen in den Hof, betrachtete ohne Schaudern den Galgen und blickte sonst gespannt auf ihren Verteidiger, dem sie manchmal zunidte, als handelte es sich um eine geheime Zeichensprache. Dann sah sie zu der kleinen Türe, durch die halten?" sie geführt worden war, und hinter der das Leben weiterging. Zeugen behaupten, sie hätte unter dem Galgen noch unhörbar die Lippen bewegt. Wahrscheinlich betete sie. Mit einer blitzschnellen Bewegung hatte sie urplötzlich der Henker gepackt, die Schlinge schnürte ihren Hals.

Juliane Hummels Verbrechen hatte Sühne gefunden." auseinandergegangen wie heute. Noch nie war die Stammtischrunde so

seine

still

Standesamt. Ein Berliner war im Com mer zur Kur in einem kleinen Schwarzwald­dorf. Eines Abends unterhielt er sich mit dem Bauern im Hofe, es dämmerte schon. Da trieb die Magd noch eine Kuh aus dent Stall, unt sie zum Stier zu führen. Der Kurgast, der das bemerkte, wunderte sich und fragte arglos die eben vorbeigehende Magd, wo sie denn so spät mit der Kuh hin wolle. Verlegen sieht die

Magd den Gast an und wird rot bis hinter die

"

Ohren. Auf einmal ruft sie: Zum Standes­amt!"

Sie, Frau Juliane ich fann das nicht fänger ansehen. was die hier mit Ihnen trei­ben. Ich muß Ihnen ein Geheimnis verraten. Aber wehe, wenn Sie es ausplaudern! Daun geht's mir an den Kragen! Also passen Sie gut auf: Der König hat Sie selbstverständlich Er möchte. Kniewärmer kommt zum No­begnadigt. Aber der Justizminister, wissen Sie, Was mancher nicht weiß. tar. Ich möchte ein Testament anfießen lassen. der ist ein ganz raffinierter Ser!! Er hat dem König eingeredet, Sie haben eine schreckliche ringes Gefühl für Zeit hat, wurde fürzlich verteilt werden an den Mann, der den besten Ich möchte zivei Millionen geben als Stif Daß der Durchschnittsmensch ein sehr getung. Die Zinsen daraus sollen jedes Jahr fürzlichtung. Strafe verdient, und wenn man sie schon wieder durch ein Experiment bewiesen. Man nicht umbringt, follen Sie trotzdem die Todes rief nämtlich einige Männer zusammen und weitere Millionen möchte ich vermachen als Gaunertrick des Jahres erfunden hat. Zwei angst bis zum allerlegten Augenblick durch stellte ihnen die Aufgabe, nach Ablauf einer Stiftung für das Mädchen, das im Jahre auf toften. Das heißt, man wird Ihnen die Nach Minute die Hand zu heben. Es zeigte sich, daß Stiftung für das Mädchen, das im Jahre auf richt von der Begnadigung erst dann über die meisten schon bei gweiundzwanzig Sekunden die jeltsamste Art zu einem Kind gekommen ist. die jeltsamste Art zu einem Kind gekommen ist. bringer, wenn Sie schon unterm Galgen stehen! die Minute abgelaufen glaubten, während die Eine Million möchte ich meinem Hausknecht Bis dahin will man Sie im Glauben lassen, richtigste Schäßung bei siebenundvierzig Sefan hinterlassen. Drei Millionen möchte ich..." es ist nichts mehr zu machen Schluß mit den stehen blieb. Ihnen erledigt abgemeldet für diese

--

Wet Der König wollte erst nicht, daß man Lebensdauer siebzig Jahre, die gemäßigten In Jsland und Nordsibirien ist die höchste mit einem menschlichen Wesen solche graufame Zonen dagegen begünstigen hohe Lebensalter. Wige wacht, aber der Justizminisice hat So sind Irland und Bulgarien bekannt wegen nicht rachgegeben und gedroht, er geht in Ben- ihrer vielen Einwohner, die ein sion, wenn er seinen Willen nicht durchsetzt. hundert Jahren überschreiten. Und da bat der König seufzenb ja gefagt.

Unterbricht der Notar: Aber bester Herr Sniewärmer, haben Sie denn so viel Ver­Notar! Ich hab' gar nig. Ich bin überhaupt mögen?" Sagt Kniewärmer: Nein, Herr pleite. Ich habe ja auch nur gejagt, daß ich das alles möchte."

Schach- Ecke.

Alle Zuschriften und Anfragen an Gen. Wenzel Scharoch. Zwettnig Nr. 65 bei Teplitz- Schönau . Allen Anfragen ist Retourmarke beizulegen.

Schachaufgabe Nr. 19.

dies der Versicherungsgesellschaften. Dort be­Die Vereinigten Staaten sind das Para­trägt die Gesamtsumme der abgeschlossenen Le­bensversicherungen rund 400 Milliarden Mark Es wird damit gerechnet, daß diese Summe sich innerhalb zehn Jahren verdoppeln wird. Drei­hundert Beute in den Vereinigten Staaten sind je für eine Million Dollars oder mehr ver- Schwarz: Ke4; Td2, d6; Sc2, g4; Bc5, e6, 14. sichert.

Der Durchschnittsmensch von fünfzig Jah­Also, Frau Hummel, vernünftig sein! Lafren hat in seinem Leben 25 Tonnen Nahrung sen Sie diese Leute die ganze Komödie auf zu sich genommen. führer! Sie bleiben ruhig und gefaßt, beich­ten hübsch fromm dem hochwürdigen Herrn An staltegeistlichen, bestellen sich ein erstklassiges Essen aber Sie dürfen sich ja nicht verraten, wenn die Herrschaften so tun, als wäre das Ihre Henkersmahlzeit nicht etwa lachen, das würde auffallen und dann gehen Sie ganz beruhigt und zuversichtlich zu der Wa schine, die int Gefängnishof zum Spaß aufge­steff: sein wird. Dann zählen Sie leise bis 10 und husch wird da einer mit einem weißen Tuch in der Hand hereinstürmen und Halt!" rufen. Dann wird man Sie losbin­ben und freilassen. Und überall wird man sagen: Na, die Hummel was muß die durch- Küchengeheimnisse. Ein junger Ehemann gemacht haben sie ist bestraft genug...! fragt beim Essen: Nun sage mir bloß, Lieb­Die Mörderin hatte mit offenem Munde zu- ling, wonach schmeckt denn der Filetbraten? gehört. Sie stöhnte: Ist das auch wahr, Herr Er riecht auch so merkwürdig!"- Ja, Lieb­ster, ich weiß es nicht, ich habe mein Bestes Weshalb sollte ich Sie belügen? Ich getan! Ich habe sogar die Zwiebeln, damit sie Ihr bester Freund?" Nie hätte ich gedacht, nicht so entseßlich riechen, mit Kölnisch Wasser daß eine Lüge so schwer sein könnte

Botter?"

-

abgewaschen!"

Heiteres.

Ter Anwalt schwieg einige Minuten. Nie- Gesegneter Fischfang. Der Pastor saß am mand sprach ein Wort. Wirt und Kellner Bache. Rechts von ihm saß seine Nichte Lucie. brückten sich betreten an den: den herum. Links von ihm saß seine Nichte Bettie. Da ging ,, Und hier, meine Herren", führ der An- der Angler Schmit vorbei und fragte freund­walt fort, ist der Zeitungsausschnitt, der von lich: Na, haben Sie irgend etwas geangelt?" den letzten Stunden der hingerichteten Mör- Der Pastor wandte sich würdevoll um: Ich derin Juliane Summel berichtet. Jah trage angle nicht." So Sie angeln nicht? Ich ihn stets in meiner Brieftasche. Hören Sie: dachte, Sie angelten!" Ich bin ein Men­ Nach dem Besuche ihres Verteidigers schenfischer, aber ich töte keine unschuldigen wurde die Hummel merkwürdig zuhig. Sie Tiere." Ein Menschenfischer?" fragte der schrie nicht mehr, und trank mit Appetit, Angler Schmitz erstaunt. Dann zog ein breites benveille mit dem Geistlichen im frommen Ge- Grinsen über sein Gesicht, und mit einem Blid bet, man sah sie sogar manchmal lächeln auf die Damen Lucie und Bettle sagte er: Niemand konnte sich diese rasche Wandlung aus Eins muß man Ihnen lassen: Verdammt irrfinnigster Verzweiflung in derart unheim hübsche Köder haben Sie sich zugelegt!"

Von Gen. Schlosser Heinrich, Graupen.

a b

8

7

6

5

3

Original.

( 8 Fig.)

cdefgh

E

abcd ef

gh

76

593

Weiß: Ke3; Td5; Le2, h6; Sd7, f1; Be4, 12, g2. ( 9 Fig.) Matt in 2 Zügen.

nach Erscheinen

an

Lösungen sind bis spätestens 14 Tage Scharoch Wenzel, Zwettnitz, einzusenden. der Aufgabe Gen.

Schachnachrichten.

in

Bezirkswettkampf. I.( Aussig ) gegen II. Bezirk( Teplitz ). Am 7. Dezember trug die Bezirksmannschaft Teplitzer Aussig , schaft an 10 Brettern einen Wettkampf aus, ,, Volkshaus", gegen die dortige Bezirksmann­welchen die Gäste 8%: 11% Punkten für sich entscheiden konnten. Das Rückspiel findet Germania", um 9 Uhr vormittags statt. in Teplitz , Restaurant

am 4. Jänner 1931

Sch- ch.