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verguerien Fenster, in die noch aus jener Zeit
Des para Gebet. her erhaltenen Stuben. An den Wänden des
Großer Brahma, Herr der Mächte! Alles ist von deinem Samen, Und so bist du der Gerechte!
Hast du denn allein die Brahmen, Nur die Rajahs und die Reichen, Hast du sie allein geschaffen? Oder bist auch du's, der Affen Werden ließ und unseresgleichen?
Ebel sind wir nicht zu nennen: Denn das Schlechte das gehört uns, Und was andre tödlich kennen Das alleine das vermehrt uns. Mag dies für die Menschen gelten, Mögen sie uns doch verachten; Aber du, du sollst uns achten, Denn du könntest alle schelten.
Also Herr, nach diesem Flehen, Segne mich zu deinem Kinde; Oder eines laß entstehen, Daß auch mich mit dir verbinde! Denn du hast den Bajaderen Eine Göttin selbst erhoben; Auch wir andern, dich zu loben, Wollen solch ein Wunder hören.
J. W. Goethe.
Goethes Geisteswelt voll auszuschöpfen. Noch ist das Hauptwerk Goethes Dichtung geblieben und feine Wahrheit geworden. Und der ,, Ewigkeitswert" seines Werkes wird erst in einer von Klassen und Klassenfämpfen freien sozialistischen Gesellschaftsordnung zu voller Bedeutung gelangen. Was dieser Dichter uns auf dem Wege hierzu mitgeben kann, davon wollen wir Besitz ergreifen.
Goethes Geburtsstätte.
Der große Weltbürger Goethe verbrachte seine früheste Jugendzeit in der freien Reichsstadt Frankfurt a. M., die damals noch ein bedeutender Umschlagsplatz für den Warenverfehr zwischen den großen Handelsstädten war und sich zugleich zum ersten Geldmarkt für Deutschland entwickelte. In der breiten Straße mit dem schönen Namen Großer Hirsch graben " ist noch heute das vornehme Patrizierhaus erhalten, in dem er geboren wurde. Im Mittelalter wurden in der Tat in diesem Graben an der Stadtmauer Hirsche gehalten, damit bei festlichen Gelegenheiten immer Wildpret für die Tafel der hohen Stadtherren bereit war. Zu Goethes Zeiten hatte sich aber die Stadt schon über die alten Mauergrenzen hinweg bis hierhin ausgedehnt. Dennoch blieb hinter den Häusern noch Platz genug für große, gepflegte Gärten, in denen auch der behütete Sohn Wolfgang des gestrengen Herrn Rates gern mit seiner Schwester und Nachbarskinder spielte. Noch heute ist davon ein Stück erhal ten, wenn auch die hohen Fronten der Geschäftshäuser des neuen Zentrums jetzt bereits hier heranreichen.
Das Wohnhaus hat die strenge, nach oben sich erweiternde, übereinandergebaute Fassade der Bürgerswohnungen jener Zeit. Eine .schlichte Tafel macht den Fremden auf die hohe Ehre dieses einfachen Hauses aufmerksam, in dem einer der größten Menschen im stillen Fa milientreise seine Erziehung genossen hat. Neugierige Gesichter blicken oft durch die unteren,
wie ein Giftmischerlaboratorium, mit einem breiten Rauchfang über dem Herde und blankgeputztem Zinngeschirr
weiten Flures hängen die italienischen Stiche des alten Goethe, die den Sohn stets sehr interessierten und noch während seiner eigenen Das Leben im Hause bot für einen Jungen Italienreise in ihm lebendig waren. Goethe genug abenteuerliche Erlebnisse. Nicht nur, daß schreibt selbst in Dichtung und Wahrheit ": sein Vater viele Gäste empfing, wurden auch ,, Das Haus war für eine Privatwohnung ge
räumig genug, durchaus hell und heiter, die im siebenjährigen Kriege viele Offiziere fremTreppe frei, die Vorsäle lustig und jene Aus- der Mächte bei dem hochangesehenen Herrn Rat sicht über die Gärten aus mehreren Fenstern be- einquartiert. Aber auch allerlei lustige Streiche quem zu genießen." vollbrachte der aufgeweckte Wolfgang, wenn Der Lieblingsplatz des Knaben zum Spie- seine Eltern nicht zu Hause waren. Als er eines len waren die großen, freien Korridore und ein Tages allerhand Geschirr auf die Straße warf, hohes Frontfenster, von wo aus er das Leben und Treiben auf der Straße beobachten konnte. ermunterten ihn die spottlustigen Nachbarn noch Die Zimmer selbst sind sehr einfach eingerichtet. mehr außer seinem Kinderspielzeug aus der Die alten Musikgeräte, an denen Wolfgang von Küche zu holen. Dem Jungen gefiel das lustige Privatlehrern Unterricht erhielt, stehen noch an 3erkrachen des Porzellans auf der Straße, und ihrem Plaze. Oft wird in den lauschigen Eden so schleppte er nach und nach alles herbei, was der großen Zimmer Frau Aja dem gespannt zu er erreichen konnte, bis ihn jemand davon abhörenden Jungen ihre Märchen erzählt haben. Ihr eigentlicher Bereich, die Küche, sieht aus bielt...
Der Bauberlehrling.
Hat der alte Hexenmeister Sich doch einmal wegbegeben! Und nun sollen seine Geister Auch nach meinem Willen leben. Seine Wort und Werke Merkt' ich und den Brauch Und mit Geistesstärke Tu' ich Wunder auch.
Walle! walle Manche Strede, Daß zum Zwecke Wasser fließe
Und mit reichem, vollem Schwalle Zu dem Bade sich ergieße!
Und nun komm, du alter Besen, Nimm die schlechten Lumpenhüllen! Bist schon lange Knecht gewesen; Nun erfülle meinen Willen! Auf zwei Beinen stehe, Oben sei ein Kopf! Eile nun und gehe Mit dem Wassertopf!
Walle! walle Manche Strecke, Daß zum Zwecke Wasser fließe
Und mit reichem, vollem Schwalle Zu dem Bade sich ergieße! Seht, er läuft zum Ufer nieder, Wahrlich! ist schon an dem Flusse Und mit Blizesschnelle wieder Ist er hier mit raschem Gusse. Schon zum zweiten Male! Wie das Becken schwillt! Wie sich jede Schale Voll mit Wasser füllt!
Stehe! stehe! Denn wir haben Deiner Gaben Vollgentessen!
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Ach, ich merk' es! Wehe! wehe! Hab' ich doch das Wort vergessen! Ach, das Wort, worauf am Ende Er das wird, was er gewesen. Ach, er läuft und bringt behende! Wärst du doch der alte Besen! Immer neue Güsse Bringt er schnell herein, Ach, und hundert Flüsse Stürzen af mich ein!
Nein, nicht länger Kann ich's lassen;
Will ihn fassen.
Das ist Tücke!
Ach, nun wird mir immer bänger'
Welche Miene! welche Blicke!
O, du Ausgeburt der Hölle! Soll das ganze Haus ersaufen? Seh' ich über jede Schwelle Doch schon Wasserströme laufen. Ein verruchter Besen, Der nicht hören will!
Stock, der du gewesen, Steh doch wieder still!
Willst' s am Ende Gar nicht lassen? Will dich fassen,
Will dich halten
Und das alte Holz behende
Mit dem scharfen Beile spalten!
Seht, da kommt er schleppend wieder! Wie ich mich nur auf dich werfe, Gleich, o Kobold, liegst du nieder; Krachend trifft die glatte Schärfe. Wahrlich! brav getroffen! Seht, er ist entzwei! Und nun kann ich hoffen Und ich atme frei!
Wehe! wehe!
Beide Teile
Stehn in Eile
Schon als Knechte
Völlig fertig in die Höhe!
Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!
Und sie laufen! Naß und nässer Wird' s im Saal und auf den Stufen: Welch entseßliches Gewässer!
Herr und Meister, hör' mich rufen! Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister Werd' ich nun nicht los.
In die Ecke, Besen! Besen! Seid' s gewesen!
Denn als Geister
Ruft euch nur zu seinem Zwecke
Erst hervor der alte Meister."