Proteste der Soldatenräte.
Die Soldaten gegen die Regierung.
Während die bürgerliche Bresse und die Offiziere ihre Bufriebenheit mit der Wiederherstellung der Kommandogewalt äußert und die Regierung zu veranlassen sucher, cuf der beirenen Bahn fortzufahren, erheben die Soldatenräte säristen Brotest dagegen. In der Vollversammlung der Soldatenräte der einzelnen Truppenteile Cüstrins wurde nachstehendes Brotestschreiben ein #timmig angenommen:
Abbau und Auflösung des jeßigen#tehenden Heeres und Bildung einer Freiwilligen Volkswehr auf demotradische: Grumblage.
Eine Reichstonferenz der Soldatenräte?
Der Erlaß über die Neuregelung der Kommando. gewalt hat im Bereich des Generalfommandos des 9. Armee.
Ein Richterspruch.
„ Wie Karl Liebknecht und Sofa Luxemburg era mordet wurden", schreibt die Sumanité, bas französische Parteiorgan, in der Nummer vom 18. Januar 1919:
Ist es wahr, daß Karl Liebin echt und Rosa Lugem burg tot find? Ist es wahr, daß sie beide auf abscheuliche Weise ermordet wurden? Gerne möchten wir an der Gdheit der gräß lichen Nachricht ameifeln dürfen. Leiber scheint es, daß feinerlei 8weifel mehr gestattet ist.
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ou Recht
„ Die Soldatenräte der Garnison Cüstrin, welche die ge- forps zu einem Konflikt zwischen dem Soldatenrat und den der Ehre des internationalen Sozialismus gefallen, bis zum famte Masse der Mannschaften des Standortes hinter sich haben, Difizieren geführt, da lestere fim auf den Standpunkt stellen, daß Tode dem hohen Jdeale treu, in dessen Namen the erheben gegen den vom Kriegsminister Reinhard unter Zuit.mbie Kommandogewalt nunmehr den militärischen Borgefesten oder zu Unrecht mung der Reichsregierung und des Zentralrates veröffentlichten wieder übertragen werden müsse, während der Soldatenrat der die Waffen ergriffen hatten. Erlaß über die vorläufige Regelung der Kommandogewalt und Ansicht ist, daß er die oberste Kommandogewalt auszuüben habe. unser Haupt. O Elend der menschlichen Revolutionen! Welches Angesichts ihrer ruhmvollen Leichen entblößen wir weinenb Stellung der Soldatenräte des Friedensheeres energischen Die Offiziere erklären daher, daß sie und alle Beamten des Protest. batenrat die Verordnung der Regierung nicht anerkennt. Korps ihren Dienst nieberlegen würden, wenn der Sol. berhängnisvolle Gesetz fordert, daß unabwendber Märtyrerbluf Soldatenrat sowohl wie das Offislerforps baben am heutigen Der die Saat sein muß, aus der die neuen Zeiten erstehen? Sonntag je zwei Vertreter nach Berlin gefchidt, um mit ben nicht vergeblich vergossen worden sein! Man mag verschiedener Möge das Blut Karf Liebknechts und Rosa Luremburgs Boltsbeauftragten und dem Kriegsministerium über diese Frage zu verhandeln. Der Soldatenrat, der mitteilt, daß etwa 12 r. Meinung fein über die spartakistischen Methoden", man mag me e forps sich auf den gleichen Standpunft gefiellt haben, veran ihrer endlichen Wirksamkeit Zweifel hegen, ja selbst an ihrer langt die fofortige Einberufung der Reichskonferens augenblicklichen Beckmäßigkeit. Aber es ist unser Recht zu denken obleknen, so würden diese über die Köpfeber Megierung Scheidemann Karl und Rosa recht hatten! der Soldatenräte na Verlin. Sollte die Regierung das und unsere Pflicht auszusprechen, daß gegenüber Ebert und hinweg nach Hamburg oder einem anderen Ort einberufen werden.
Die Mannschaften der Garnison Cüftrin erkennen die Berfügung des Kriegsministers nicht an. Sie verwerfen jede grundsäbliche Aenderung der Errungenschaften der Mevolution. Bevor nicht die Nationalversammlung im sozialistisch demokratischen Sinne über die Aufstellung des Bolksheeres endgültige Beschlüsse gefaßt bat, lehnen wir jede Neuregelung im Sinne des Kriegsministers ab und werden uns ihrer Dutch führung mit allen Mitteln widerseßen. verwerfen es, daß in diesem Moment, wo ich zahlreiche rei willige- Formationen bilden, über deren endgültige Bestimmung noch nichts feststeht, auch noch die Befehlsgewalt den alten Machtbabern wieder in die Sände gegeben wird. Die Soldatenräte der Garnison Cüstrin fleben nicht an thren Aemtern und werden sich selbstverständlich den Grund
Wir
Da hat die Regierung, was sie verdient.
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Wie sie im Kriege recht hatten, so batten fie recht in der Revolution. Im Kriege wollten sie nicht das feige Kompromiß Ihr Erlaß, der endlich in die unflaren Berhältnisse der mit dem von Blut und Dünfel trunkenen bismärdischen Deutschfäßen zur Neubildung des Geeres nach den Beschlüsser Armee Klarheit bringen sollte, berichtet das Gegenteil: beland. Ghenso wollten sie nicht; nachdem die Revolution entfesselt unruhigt und erbittert. war, das verbrecherische Kompromiß mit den Persönlichkeiten des
der Nationalversammlung unterwerfen.
Mit der durch den Erlaß vorgesehenen Befehlsgewalt de: alten Machthaber wird die Nube und die Ordnung gefährdet. Für nicht ausbleibende Ausschreitungen gegen die Offiziere Tehnen wir jede Verantwortung ab. Bo bleibt ein Erlaß des Kriegsministers über die Demo bilisierung der so reichlich überzähligen, nicht das Vertrauen der Mannschaften befißenden Offiziere, welche ihr Gehalt für Nichtstun weiterbeziehen? Der Vollzuo auk des Arbeiter und fatentats Cüstrin. gez. Lähn, Nurna, Bolte, Bork. Winter.
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tion gegen die Stevolutions- Regierung zu verteidigen. der Stunde man mehr errät als offen sieht. Sie wollten, daß Die Soldatenräte sehen sich gezwungen, die evolu- alten Segime, deren tüdisches Agitieren im Rüden der Herren Sie werden einen schweren Stand baben; denn der Einfluß der Gund rein sei, auf dem das republikanische und sozialistische der Generäle und Offiziere ist von Tog zu Tag gewachsen. Deutschland aufgebaut wird. Sie haben erfaßt, daß nach so Moske Ebert- Scheidemann werden jett Gelegenheit haben, ungeheuerlichen Verbrechen, wie Deutschland sie begeben ließ- zu zeigen, auf welcher Seite sie stehen: auf der der die Züchtigung Deutschlands nur durch Deutschland selb Offiziere oder auf der der Soldaten? vollstreckt werden konnte, die Züchtigung des Deutsch lands der Junker und Rapitalisten durch das Deutschland des Proletariats.
Streif der Offiziere?
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Zur Bekräftigung dieses Protestes hatte der Küstriner So. Der Erlaß des Kriegsminister 3, der die Forde. Der Versuch des Strafgerichts ist ihnen nicht gelungen. Sie batenrat zu einer Demonitration am Sonnabend enicefors cungen des Nätetongresses nicht beachtet und den Kriegsminister find tot doch wie alle jene, die ihr Leben hingeben, find fia bert. Es beteiligten sich daran sämtliche in Küstrin liegenden felbst mit der Kommandogewalt betraut, der neue Rangabzeichen nicht ganz tot. Sie werden auferstehen, und sie werden siegen. Truppenteile, schäßungsweise 5000 Mann. Im Zuge, an deffen einführt und die Macht der Soldatenräte auf die Rechte einer Was auch weiterhin geschehen mag, mir erklären, daß der Spike Mujit marschierte, wurden Schilde getragen, die Aufschri: Art erweiterten Küchenfommission" beschränkt, hat in den internationale Sozialismus nicht auf die Geq ten trupen wie:„ Nieber mit dem Programm Reinhard!",„ Es lebe die Sozialistische Republif!"," Wir wollen feine Kommande. Meiben fogar der rechtssozialistischen Soldaten große Enttäuschichte warten wird, um das Urteil au fprechen gewalt, sondern unfere Führer selbst wählen!" Gin Serr, anget- schung und Erbittetung hervorgerufen. lich ein Offizier in Rivil, der gegen den Umzug sprach wurde bon den Soldaten tätlich angegriffen. Sonit sind feine Zwischenfälle vorgekommen.
Die Offiziere aber?
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Die Offiziere lebnen diesen diesen Erlaß Erlaß ab, teil ihnen zu revolutionär ist, weil er ihnen nicht alle ihre geDer Küstriner Soldatentat ist fest gewillt, die Gewalt nicht liebten filbernen Liten, Knöpfe und Sterne beläßt und weil er die aus den Händen zu geben. Soldatenräte nicht böllig massatriert.
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Auch in den Reihen der rechtssozialistischen Soldaten ift man burchaus unzufrieden mit dem Erlaß des Kriegsministers. Aus der Mitte der Garde Pioniere geht uns folgender Proteit zu:
Ueber den neuen Erlaß des Kriegsministers betr. Rangab zeichen, Grußpflicht usio. geht ein Ruf der Empörung durch die Reihen aller republikanischen Goldaten! Wenn auch jeder denkende Mensch einsicht, daß Ordnung bei der Truppe vorhanden sein muß, der genannte Erlaß vird doch als der reine Sohn empfunden! Es bleibt demnach alles beim allen. Als Anhänger der S. P. D. ist es uns unverständlich, wie die jetige Regierung einen folchen Erlag billigen tana. Soll man da nicht mißtrauisch werden!?
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Sie verbreiten ein Fagblatt. Und da ste Offiziere und apfer sind, berbreiten sie es anonym. Sie sagen darin:
„ Wir haben den Feind 4 Jahre lang dem Lande ferngehalten. Wir haben mit unseren braben gelb foldaten( 1) die Ruhe und Ordnung in Berlin wiederher geftelt
Und auf Grund dieser Leistungen berlangen" die Herren dann„ Beibehaltung der abzeichen" abzeichen" und Abschaffung
ber Soldatenräte".
„ Offiziere und Unteroffiziere, fammelt Euch zu einmütigem Protest! Wir lehnen es ab, unter den geschaffe nen Verhältnißen unseren Dienst dem Vaterlande weiter zur Verfügung zu stellen."
Gottsei Dank! Wenn sie boch abträten! Aber leider ist es ihnen ja gar nicht ernst mit ihrer Drohung. Im Gegenteil! Sie Die Landesversammlung der Soldatenräte Württembergs bat füblen sich schon feft im Eattel, in den fie die Regierung berttm Einvernehmen mit dem württembergischen Kriegsminister beim Scheidemann gefeht hat. Sie fühlen sich so fest, daß sie be. Nat der Volfsbeauftragten in Berlin auf das entschiedenste Einreits anfangen, diefer jelben Regierung au drohen. Das ist die alt- preußische Disziplin, dieser Stüben des spruch gegen die wiederholten Bestimmungen und Verfügungen des preußischen Kriegsministeriums über die Aufiteltu ne Oberfeldherrn Roste. Wir wünschen ihm und der Regierung bon Neuformationen erhoben.. Sie fordern vollständigen viel Glück zu solchen Leibgardisten!
Im Lessing- Theater findet am Mittwoch, 29. Januar, die 50. Auf Im Rosetheater finden in dieser Woche die letzten Aufführungen Dom Dreimäderlhaus" statt. Am Sonnabend, den 1. Februar, geht der musikalische Schwank" Der Mann ohne Bergangen heit" von Dr. Br. Becker und Rob. Wohl, Musik von Ludwig Fried mann, mit der Besetzung des Friedrich Wilhlemstädtischen Theaters zum eisten Mal in Szene,
führung von Sans Müllers Echauspiel Der Schöpfer" statt.
Die Straße.
Von Friedrich Ratteroth.
Nevo'rtion und Konterrevolution, große politische Parteien, Gruppen und Grüppchen tragen ihre Lust und ihre Klagen auf die Cirage hinaus, und oft, oft ist der Ruf anders gelautet als auf die große Parole: Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit!
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und zu wählen zwischen einem Ebert und einem Scheidemann und denen, die gestern durch una ettfärliche Schläge gefallen find, zwischen den mördern und den Gemordeten.
Einfuhr von Baumwolle in Aussicht? 7
Washington, 25. Januar. ( Seuter.) In der Antwort auf ein Ersuchen der Baumuvolle pflanzenden, Etaaten, daß alle Ausfuhr behinderungen für Baumwolle nath nichtfeindlichen Ländern aufgehoben und auch Verschiffungen nach Deutschland und Desterreich fo rasch wie möglich geilaltet würden, tabelte Wilson, daß Baumwolle jegi nach allen Bän bern in Mengen, die ihrem Bedarf entsprechen, ausgeführt merben tönne. Die Ausfuhr nach den feindlichen Ländern werfe wichtige politische Fragen auf, die von den assoziierten Megierungen sorgfältig erwogen würden.
Opfer des Hungers. Die Wirkungen der Blockade während des Krieges auf die Sterblichkeit in Deutschland , namentlich von Herbst 1916 bis Ende 1918, find inzwischen genauer feftce ellt worden. Die Zahlen sind weit höher, als bis er angenommen wurde. Salbamtlich wird darüber mitge teilt: es hat sich die erschreckende Tatiache ergeben, daß mehr als 500 000 Todesfälle nab neuerer Meldung sogar 700 000 bis 750 000 lediglich auf die Ernährungsschivierig feiten zurückzuführen sind. Die Feststellungen sind mit der arößten Borficht getroffen und ceb: n eher eine zu fleine als eine zu große Rahl. Alle diefe. Menfchen sind eines el n en
Jarlige Wintergewitter. Wie sich Schreie aus ilmen lösen, hysterisch,| los zusammenlaufend, bilden spontan organisierte große ind blutheiser, das Geilen der Raubvögel auf der Fährte. Lachen und eine Gruppen. Eine Erwartung spannt ihre Merben, ein UnEingen daneben. Autohupen und manchmal das Aufprallen störris wille rumort auf ihren Lippen, ein Gedanke gärt in ihren Hirnen. scher Pferdehuse, die das schlürfende Geräusch verstummen machen. Er wird zut Tat umspringen, heute, morgen. Noch weiß man's Scharfe Kommandoruse, die wie Bälle an der plöblichen Stille nicht. Doch ein Weilchen nur: Da wird niemand mehr Fessein zurüdprallen, und dann ein Wott, das brennend, flammend, tragen, Tein Arbeiter mehr um Hungerlohn fronden, kein Armer berstens einschlägt, in einem tausendstimmigen Wutcebeul, in einem mehr bettelnd seine entfräfteten Arme zu den Fenstern der entfeblichen Rachetoben verschlungen wird, Wort und Small: Reichen emporstrecken, die in Brunkfaroffen zu Hofe fahren: Und „ Gebt Feuer!" aber über ein kleines sollen die stolzen Adeispaläste in Flammen stehen, soll mit den letzten zertrümmerten Waffen die langersehnte Befreiung und Erlösung jauchzend durch alle Provinzen ziehen." In den nachfolgenden Bildern, die oft mit verblüffender Lebendigkeit den Eindrücken der gegenwärtigen Revolutions borgänge ähneln, schildert Kreowati die Flugschriftenverteilung, Beitungen und Epotibilder, die auf der Straße vertrieben werden, die Volfeversammlungen, Agitatoren, Straßendemeistrationen, die Erstürmung der Bastille, den Triumphzug des Volkes nach Paris , den Sieg der Revolution, die Bundesfeste, die royalistischflerifalen Untriebe, die Arbeit der Guillotine, das Eansculotten tum, die Jakobiner, die Reaktion, das parfümierte Bürgertum und schließt mit der müden Elegie:
„ Die erstarrende Materie der Welt in Bewegung zu sehen. ihrer Schwere und Trägheit einen mächtigen Anstoß zu geben und sie zum Umidwung au avingen: diese Idee ist das große Mittel zu einer politischsozialen Transformation geworden. Sier. Straßendemonstrationen zu fechsen, achten oder zwölfen ge- von hat aber auch die Straße ihre ungleich gewichtigere, ja schöpfe. gliedert, ein lebendig gewordenes Epos, ja, wie das Voltsepos mit rische und furchtbare Bedeutung empfangen!" schreibt Frnst feiner äußeren und geistigen Struktur, so voll Feuer und bliben- Kreowski, in seinem unvergleichlich schönen Buch„ Die Straße. dem Drängen, so von Farben und Fahnen und bunten Dingen Vom Urwald bis zur Eisenbahn". ( Berlag Neues Leben, Berlin ) lyrisch durchwirkt oder in Resignation, Trauer und müdem schlep- das heute das aktuellite und vielgek jenste Buch geworden wäre, pendem Schritt, je nach dem Gang der Begebenheit und Sandlung. wenn nicht verlegerische Spekulation den Autor und sein Buch so afeben die Menschen in diesen Tagen auf die Straße hinaus um den Lehn gebracht hätte. Gigantenhaft, auch in der GliedeDie Straße schafft den Rhythmus der Revolution, auf der Straße rung und dem rhythmischen Zuge der edlen Sprache, erhebt sich aus den Gntw dlungsstufen der Straße, die zugleich das getreue wird sie geschichtliches Ereignis. Und die Straße, in deren Blutbächen sich die Mordmaschine Spiegelbild von der Daseinsbetätigung der Bölfer wird, den Alem lüftern gespiegelt hatte, fie mußte des( der Neatlion) nun wieder. der Abschnitt von der Seuge sein. Ach, wie oft hatte sie nicht schon solche Schauspiele und, Sergichlag alles Lebens registriert, franzöfifchen Revolution. Beis atment hat sie dagelegen./ Bu efiebt! Und wie viele Wiederholungen werden ihnen noch folgen?, weilen vernahm man von ihr einen wimmernden Laut, so als ob Millionen von Menschen sab sie erstehen, fich gleich Bestien zerGewitte träume sie schreiten. Nun erwachte sie, lang bevor es fleischen im eklen Kampf um Vesiz und Herrschaft, um Brot und Tag war und eh der Tornado losbrach. Kein flimmernder Gold- Epiele. Millionen verschlang die Erde und nichts blieb von ihnen, lang, wie fonit, ummob jetzt ihr Belle. Mit blingelnden ugen als Haufen häßlidhen Staubes, die die Richterin Beit mit ftarfem fah jie in lauter gespenstige Schatten binein, die gleich schwarzen Wesen hinwegjent, um Millionen neuer Lebewesen Platz zu zotteligen Hunden über sie wegfprangen. Ein feltfam Wunder schaffen. Ja, war denn alles Ringen umsonst getoesen? Am bor Scham und Gram. hatte sich begeben: die Straße war in Stunden vom Kind zum liebsten berjänke sie selbst, die Straße Alles muß verftummen vor diesem lauten Harfenlied, das der Manne gereift. Und zwischen Träumen und Erwachen hatte sie wollte doch ewige Nacht ihr totmüdes Antlig verhüllen! Doch nein; denn als es wieder Tag ward in Frankreich , Sa unruhevolle Seelenfänger anstimmt, der düstere Fremde im grauen auch alle findliche Gläubigfelt, Schüchternbeit, ja Furchtfamfeit Sabit und wehenden Barett. Der auf die Märkte hintritt und abgestreift. Sie dochte zum ersten Male Gedanken, fühne männ wähnte sie sich emporgehoben, ein völlig neues Geschlecht wandelte und handelte ja! Inbeimlich rasch, wie ein auf ihr. Zum exilenmal seit Jahrhunderten sah sie das Volk der wägt, auf der einen Echale eine Scone auf der anderen ein ich Lotgedanken Echsvert. Doch die Krone ist leichter und das Schwert sinkt auf Rieke, der mit jedem seiner donnernden Schritte sieben Meilen schwieligen Hände; Den Bauer wie den gewerblichen Arbeiter ber Wage. Man sagt, daß der geheimnisvolle Fremde ein Be- Landes überspringt, durcheilte, sie Frankreich , immer von Bars und Kleinbürger, alle, die sich im Schweiße müben und radern trüger sei, mom sagt es, daß er das. Zünglein der Wage festhält. aus, noch Norden, nach Süden, nach Weiten und Osten. Mit ftolaen aufrechten Radene im Bewußtsein menschlicher Würde, beUnd das Roll steht auf, von Instinkten des Hasses und der Nach hälernen Armen umflammerte fie alles Volk und auß ihn den ſcelt, gelenkt von republikanischem Denken und Sandeln, einherMut der Empörung ins Blut Empörung gegen seine Bedrücker. geben. Die Revolution- sie war toch kein Traum bra! Im fucht geblenbet, und folgt seiner erbobenen Hand. Seltsam ist da anzuschauen, was nunmehr„ Straße"," Blak". Gelbfterging glange fat ibr Europa lauschend up ernend zu Füßen!" jelbit berichofienes Gäßchen" heißt. Unter ihrer versteinten Decke scheinen Bultane su tollen, Flammen zu sijden Menschen, plan
Die friedlichen Bilder der Straße aus friedlichen Zeiten sind vergessen; die Stimmen der Arbeit sind verstummt, wo der hausendfach hallende Schritt der Demonstranten ertönt, schweigen bie surrenden Geräusche des vielfachgeschäftigen Lebens, haiten die Gefäbrte und elektrischen Bahnen an und der Verkehr stodt auf den großen Plaben der Stadt.
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Einen anderen Rathmus strahlt die Straße aus, ein anderes, neues Lied. neinander schmelzen der Ausschlag der Füße, die wie Sonner grollenden Rufe, aufpeitschend und geladen, bös
ein
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