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fchaft beseitigen, aber wir müssen uns fagen, daß, wollen wir er hat die Deutschen vor den Ropf gestoßen und diese Jammerferle, t das Errungene festhalten, wir Etappe um Etappe erobern von denen kein Hund mehr ein Stück Brot nahm, wieder in die müssen und von der erprobten Taftit nicht abgehen können. Rolle der Helden gebracht. Sie sehen wieder etwas reputirlich aus, Pfannkuch schließt unter lebhaftem Beifall mit den Worten: so daß sie wieder unter anständige Leute gehen fönnen. Wir waren Wir haben bisher in Freud und Leid Schulter an Schulter gekämpft, mit der Sprachenverordnung in manchen Stücken einverstanden, wir möge es auch fernerhin so sein. durften aber das Kabinet Badeni nicht stärken, umfoweniger als

Nachdem der Parteivertretung Decharge ertheilt ist, wird die Fortsetzung der Verhandlungen auf Montag früh 9 Uhr vertagt.

3 weiter Verhandlungstag.

Wien , 7. Juni 1897.

3

die

Reg.- Bezirk Liegnig. Regierungsbezirk Breslau .

Wahlkreis.

1. Guhrau- Steinan 2. Militsch- Trebnitz 3. Wartenburg- Dels 4. Namslau- Brieg. 5. Ohlau- Nimptsch

6. Breslau( Oft)

7. Breslau ( West)

8. Breslau - Neumarkt .

9. Striegau - Schweidnih 10. Waldenburg.

11. Reichenbach- Neurode 12. Glay- Habelschwerdt 13. Frantenstein- Münsterberg

14. Grünberg - Freystadt

15. Sagan- Sprottau .

16. Groß- Glogau 17. Lüben- Bunzlau.

18. Löwenberg

19. Haynau Liegnitz

20. Landeshut- Jauer

21. Hirschberg- Schönau 22. Bauban- Görlig.

23. Rothenburg - Hoyerswerda

0

Randidat Gießmann- Breslau . Langner- Breslau . Gießmann- Breslau . Schüß - Breslau . Schütz- Breslau. Zuzauer- Berlin . Schoenlant- Leipzig . Schütz- Breslau.

Feldmann- Langenbielau.

Möller- Weitmar.

Kühn Langenbielau.

Kühn- Langenbielau.

Kühn- Langenbielau.

.

Stolpe- Danzig.

Stolpe- Danzig.

Adler- Halberstadt.

Stolpe- Danzig. Stolpe- Danzig. Bruhns- Breslau .

noch nicht erledigt. Feldmann- Langenbielau. bleibt den Görlizer Ge nossen vorbehalten.

Zuhauer erinnert dann daran, daß besonders zur Wahlzeit auch die Kasse der nöthigen Stärkung bedarf, man möge also für Aufbringung von Geldern Sorge tragen. Kühn empfahl für gute Organisationen thätig zu fein, und auf den Wahltag felbst mehr Augenmert au legen, um den Bergewaltigungen und Fälschungen ents gegenzutreten; alle Wahllokale müßten besetzt werden und die Säumigen zur Wahl herangezogen werden.

Eine längere Debatte entspinnt sich hierauf über die Frage, ob der Lueger wieder eine feiner gewöhnlichen Berräthereien ber Parteitag den bekanntlich von antisemitischer Seite eingeleiteten dabei verübt hat. Die britte Frage, bie in den Tramwaystreit unterstützen solle oder nicht. Schließlich wird ein Vordergrund unferer Parteitaktik treten muß, ift Antrag mit großer Wehrheit angenommen, der den streikenden Frage des Arbeiterschutes im weitesten Sinne des Wortes. Arbeitern die Sympathie des Parteitags und Unterstützung seitens Sie ist hinter dem Kampf ums Wahlrecht etwas zurück­der Partei zugesichert. getreten. Wenn die Regierung demnächst die Berlängerung Nachmittags tritt dann der Kongreß in seine Tagesordnung ein. des Wehrgefeges verlangen wird, werden wir gegen den Militarismus Schach meier- Wien erstattet den Parteibericht, Dr. Ellenbogen. ganz energisch Stellung nehmen. Es handelt sich hier auch um Wien den Kassenbericht. Beide gaben deutliche Zahlen von dem physischen Arbeiterschuß; den Antrag, daß die Familien der Militär­Wachsthum und dem Aufschwung der Partei. Mit dem Ausfall pflichtigen für den Lohnentgang entschädigt werden sollen, werden der Wahlen erklärten sich die Referenten im großen und ganzen be- wir unterstützen. Redner fündigt schließlich für den Herbst eine friedigt, das Resultat der Wiener Wahlen natürlich ausgenommen. Den Gemeinderath von Wien an. Der Anwalt des christlichen Volkes ftarke Bewegung für die Erringung des allgemeinen Wahlrechts für In der den Referaten folgenden Debatte unterzieht Dr. Adler den Ausfall der Wiener Wahlen einer längeren Besprechung und kommt foll endlich einmal gefragt werden, was er für die Ausbreitung des dabei zu dem Schluß, daß die Sozialdemokratie den Bedienten aller allgemeinen Wahlrechts bisher gethan hat. Die Herren sehen ja jest Kategorien, die von den Antisemiten an die Urne gebracht worden so gering schäzen, brauchen sie uns ja nicht zu fürchten und können das mitleidig lächelnd auf die Sozialdemokratie herab, wenn sie unsere Partei find, unterlegen sei. allgemeine Gemeinde- Wahlrecht einführen. Die Sozialdemokratie ist die wichtigste Partei in Defterreich. Man nennt uns die Partei Wolfentututsheim. Aber die Gegner find Utopisten, weil sie glauben, Für Oberschlesien ist die Kandidatenfrage noch nicht er. bie jetzige Schweinewirthschaft tönne aufrechterhalten werden. Wir ledigt, den dortigen Genossen empfahl der Parteitag, für den Ju find Realisten im beften Sinne des Wortes. Daß unsere Partei dustrie- Bezirk den Genossen Sach ffe aus Zwickau i. S. aufzustellen. auch einen wissenschaftlich festen Boden hat, ist ihr noch nebenbei Jn Leobschüz kandidirt Franz Habel aus Löwit, während Der Vorsitzende Beller- Teplit eröffnet die Verhandlung nach vortheilhaft. Die anderen machen uns ja nur alles nach, die in Neustadt Schütz aus Breslau aufgestellt ist. Die übrigen ober­9 Uhr und giebt dem Abg. Das cynski- Krakau das Wort zu Chriftlich- Sozialen find nur die Affen der Sozialdemokratie. Sie schlesischen Kreise bedürfen noch der Regelung. 9 Uhr und giebt dem Abg. Das cynski- Krakau das Wort zu bringens aber nicht fertig, fie führen arbeiterfreundliche Phrasen im Für die Proving Posen wird die Aufstellung der Kandidaten feinem Referat über die parlamentarische Thätigkeit. Er verweift Munde, auf die Thatsache, daß die Internationalität der Sozialdemokratie unde, aber sie thun nichts für wirklichen Arbeiterschutz. Wir allein der polnischen sozialdemokratischen Partei über­in dem sozialdemokratischen Parteiverband des österreichischen Ab- können die Arbeiter kräftig genug machen, mit dem Kapitalismus laffen. geordnetenhauses zum schönsten Ausdruck gelangt sei. Ju dem Klub aufzuräumen.( Lebhafter Beifall.) sei das Proletariat aller Bungen, Deutsche, Czechen und Polen In der nun folgenden Diskussion macht sich fast allgemein Zu vertreten gewesen. Die radikale ruthenische Partei habe um Auf- ftimmung zu den beiden Referaten geltend. Brot- Wien greift den nahme ihres Vertreters in den Verband ersucht, man habe aber Genoffen Adler an, weil er angeblich nicht scharf genug gegen die eifersüchtig auf die Reinheit des Verbandes gehalten und den jung Antisemiten vorgehe und jüdische Elemente in der Partei zurück­radikalen Ruthenen Dr. Jarosiewicz nur als Hospitanten bränge, nur um nicht in den Verdacht der Judenknechtschaft zu aufgenommen. Troß der fleinen Bahl feiner Mitglieder habe der fommen. Das jüdische Proletariat werde zu wenig berücksichtigt Die etwaige Betheiligung der sozialdemokra fozialdemokratische Verband die erfte turze Tagung bereits beherrscht. von der sozialdemokratischen Bewegung.( Widerspruch.) Gerade Die Sozialdemokratie habe das Parlament schon dahin gebracht, durch Adler und den deutschen Abg. Singer sei es verhindert tischen Partei an den preußischen Landtagswahlen zum ersten Male anständig zu sein und einen eingekerkerten Genoffen worden, daß der Brüffeler Kongreß gegen den Antisemitismus rief eine längere und lebhafte Debatte hervor. Kühn empfahl die Betheiligung, um ein anderes Wahlrecht für den Landtag zu zu befreien. Der Kampf werde sich gegen das in Desterreich, wenn Stellung genommen habe.( Widerspruch.) auch latent, herrschende Panama richten, man werde zeigen, daß Engelbert Pernerstorfer knüpft an die eben gehörte Rede erreichen. Springer aus Langenbielan erklärte sich ebenfalls auch im öfterreichischen Parlament eine ganze große Bande von Brot's an. Die Tattit, die Antisemiten etwas zu schonen, war be- dafür. Michaelis aus Waldenburg glaubt wegen der öffentlichen Stimmabgabe nicht, daß sich viel Genoffen betbeiligen werden. Glücks- und Industrierittern fißt, die entlarvt werden müssen. Der rechtigt, so lange die liberale Koalition am Ruder war. Heute Bruhns Breslau ist trotz aller Bedenken für Betheiligung an erfte Antrag ven unserer Seite galt dem allgemeinen gleichen Wahl- ift eine andere Taktik gegen die Antisemiten, die ihr pfäffisches den Wahlen. Angesichts der gegenwärtigen Situation sei eine recht. Es muß errungen werden, und wird in dem neuen Wahl- Gepräge unverhüllt zur Schau tragen, selbstverständlich. rechtskampf, ber über furg oder lang entbrennen muß, errungen Wir sind ebenso selbstverständlich für volle Gleichberechtigung aller Stärkung der bürgerlichen Oppofition nothwendig. Das Wort werden. Die Partei habe auch selbstverständlich zur Sprachen Juden, nur nicht für die Gleichberechtigung, welche gewisse Juden Kompromiß" sei nicht so schrecklich, weil wir feins unserer Prin­verordnung Stellung genommen. Die Abgeordneten haben auch felbft verlangen. Es giebt nämlich Juden, welche die Gleich- zipien aufgeben. Seifer und Tubauer sprachen ebenfalls für außerhalb des Barlaments eine rege Thätigkeit entwickelt. berechtigung sofort verlegt glauben, wenn sie nicht erreichen, was sie Betheiligung, letterer erinnerte an das Wort Lassalle's :" Wählt Rein sozialdemokratischer Abgeordneter habe ein Duell zu bestehen erreichen wollen. So hat mir Genoffe Adler von einem Juden Fortschrittler, damit sie sich blamiren". gehabt( Große Heiterfeit), aber auch feine Abbitteleistung. Als die erzählt, der sich verletzt fühlte, weil er oder sein Sohn nicht Folgender Antrag wurde fast einstimmig angenommen: Geßmann, Allemann, Mittermeyer mit ihren antisemitischen Gemein- General geworden ist. Wir machen dem Juden in der Partei Parteitag der Sozialdemokratie für Schlesien und Posen exachtet es heiten an uns herantraten, da befannen wir uns einen Augenblick, teinerlei Schwierigkeiten, aber wir tönnen ihm doch nicht nur, als nöthig, daß die sozialdemokratischen Wähler sich an den Wahlen ob wir nicht die Watschenpolitik" befolgen sollten, die uns bier weil er ein Jude ift, sofort eine führende Stellung einräumen. und da anempfohlen war.( Deiterkeit.) Wir haben uns aber gefagt, Bor zwölf Jahren war die Sozialdemokratie noch von dem fleisch - um preußischen Landtage dergestalt betheiligen, daß sie eigene wir wollen mit der Watschenpolitit nicht den Anfang machen, wollen und blutlosen Internationalismus erfüllt, jetzt steht sie auf dem Wahlmänner- Randidaten aufstellen und für dieselben kräftig agitiren. erft die moralischen Rampfmittel erschöpfen und die brutale Gewalt Boden des realistischen Internationalismus und ich habe mich ihr Im allgemeinen soll eine Betheiligung nur dort erfolgen, wo vermeiden. Also wir warten noch mit den Watschen( Große deshalb angeschlossen. Nicht von der Humanität durch die Heiterkeit.) Wir haben auch nicht antichambrirt. Wir haben uns Nationalität zur Bestialität wollen wir, sondern von der wenigstens einige Aussicht besteht, eine Anzahl eigener Wahlmänner an den wüsten Lärmfzenen nicht betheiligt, aber gegen jebe Bertürzung Bestialität durch die Form der Nationalität zur Humanität. durchzubringen. Der Parteitag fordert die Leitung der deutschen unferer Rechte proteftirt. Wir werden uns auch in Zukunft so Die Nationen sollen einem großen blühenden Garten gleichen, Gesammtpartei auf, einen Antrag im Sinne des Vorstehenden an verhalten, dem Badeni aber werden wir nicht aufhelfen, wenn er wo die verschiedensten Blüthen das Auge erfreuen. Alles den nächsten, in Hamburg stattfindenden deutschen Parteitag zu fallen sollte. Daß er Befiger eines Gedankens ist, hat Graf Badeni Gute, was ich vom Himmel für meine Nation herabwünsche, bringen, um eine grundfäßliche Entscheidung der Gesammtpartei zu noch nicht bewiesen. Die Regierung war die Bestegte, als fie die münfche ich auch den anderen. Ich hoffe, die Ueberzeugung wird Session schließen mußte. Ueber die Drohung mit der Abschaffung fich bald überall Bahn brechen, daß man ein trefflicher Deutscher, dieser Frage herbeizuführen." des Parlamentarismus erschrecken wir uns nicht. Im Parlament ein guter Slave, ein braver Italiener und dabei doch ein leiden­ist das Wort von der tausendjährigen Geschichte Desterreichs ge- fchaftlicher internationaler Sozialdemokrat sein taun.( Stürmischer sprochen worden. Für das Bolt ist sie nur eine tausendjährige Ge- Beifall) schichte von Thränen. Galizien , das nur durch den Raub an Dester- Die weitere Debatte wird um 2 Uhr nachmittags auf Dienstag reich gefallen ist, foll eine geschichtliche Individualität haben. früh 9 Uhr verlagt. Schlesien , das uns immer an die Uebermacht Preußens erinnert, uns immer an die Prügel mahnt, die wir von den Preußen be tommen, diese paar Feßen Landes follen eine geschichtliche Indi­vidualität sein? G3 ift Lüge, nichts als Lüge.( Beifall.) Wir sind Autonomiften, aber Autonomisten im Sinne einer wahren Boltsautonomie. Wir fordern ein freies Preß- und Bersammlungs­

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feiner Muttersprache zu bethätigen. Unsere Autonomie bedeutet nicht recht, eine freie weltliche Schule und für jeden das Recht, sich in die Auflösung der Nationen, wir heben nicht das Trennende hervor und haben den Nationalitätenhaber überwunden. Ich will keinen Wetterpropheten spielen, aber wir haben uns schon in schwierigeren Situationen befunden, wir können getroft in die Zukunft blicken und werden in dem Kampfe uns die Unterdrücker des Volkes vom Halse zu schaffen wiffen.( Lebhafter Beifall.)

Parteitag für Schleßen und Posen.

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Ueber den Parteitag der Sozialdemokratie der Provinzen Schleften zufammentrat, wird uns berichtet: und Posen, der am ersten Pfingfifeiertag in Langenbiela

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Der vierte Punkt der Tagesordnung: Unsere Preffe" rief eine besonders lebhafte Debatte hervor, da die Brieger Ge noffen beantragt hatten, den Proletarier" und die Volkswacht" zu verschmelzen. Der Antrag wurde mit allen gegen eine Stimme ab­gelehnt. Der verhältnißmäßig ungünstige Stand der Volkswacht" erklärt sich zwar hinreichend durch die besonders harten Verfolgungen, mit denen fie. tämpfen muß( in zwei Jahren hatte die ,, Volkswacht" 81 Preßprozesse au bestehen, wovon 46 mit Ver­urtheilung endeten), aber ein großer Theil der Schuld trifft die Barteigenoffen selbst, weil sie die Volkswacht" zu wenig unters fügen. Besser steht das Parteiblatt in Langenbielan. Rühn er flärte, daß der Proletarier" über 6000 Exemplare Auflage hat und einen kleinen Ueberschuß macht.

Zu diesem Punkte wurden folgende Anträge angenommen: Reichstags Abgeordneter Rühn aus Langenbielan eröffnete den Die Preßkommissionen beider Parteizeitungen der Provinz werden Parteitag mit einer Begrüßung der Delegirten. In das Bureau an den betreffenden Ausgabeorten gewählt und haben die Pflicht, wurden als Vorsitzende Bruns aus Breslau und Kühn aus auf dem Provinzial. Parteitage Bericht zu erstatten über den Stand Langenbielau gewählt, als Schriftführer Pelz aus Langenbielau der bez. Parteiblätter."" Der Provinzial- Parteitag erkennt die Noth­und Wegner aus Posen. Vertreten waren 22 Wahlkreise durch wendigkeit an, daß besonders für Breslau , im weiteren aber auch Ueber die Tattit der Partei hält hierauf Dr. Viktor 47 Delegirte, davon zwei aus der Provinz Pofen. Ferner war der für die Provinz, das Breslauer Parteiblatt bestehen bleiben muß." Reichstags Abgeordnete Zuhauer anwesend.( Die übrigen Auf Antrag übn's aus Langenbielau wurden dann folgende Adler ein Referat. Wir haben in der parlamentarischen Vertretung schlesischen Abgeordneten, Möller und Scheenlant, waren am Er- Resolutionen beschloffen: ein neues Organ der Partei uns erobert. Die Qualität fteht Der am 6. Juni in Langenbielau verfammelte Delegirtentag weit über der Quantität. Hätten wir ein wirkliches Wahlrecht, ein scheinen verhindert.) europäisches Wahlrecht, so befäßen wir statt 14: 85 Abgeordnete. Die Ueber den ersten Punkt der Tagesordnung: Agitations. der Sozialdemokratie von Schlesien und Posen proteflirt mit aller

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parlamentarische Bertretung steht in gar feinem Verhältniffe aur und Organisationsfragen" wurde in eine General Entschiedenheit gegen jede Berschlechterung des Ber­Arbeiterschaft überhaupt, ja nicht einmal zur sosialdemokratifchen distuffton eingetreten, worin hauptsächlich die verschiedenen Formen eins und Bersammlungsrechtes; er erachtet es natürliches Menschenrecht aller Staatsangehörigen völlig tlaffenbewußten Arbeiterschaft überhaupt. Deshalb muß die der Organisation lebhaft besprochen wurden; Genoffe Dr. Winters als ein

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Bruhns aus Breslau stellte noch fest, daß keine persönlichen Streitigkeiten vorgekommen, sondern die Partei- Angelegenheiten in fachlicher Form erledigt worden sind, und schloß alsdann den Parteitag mit einem begeistert aufgenommenen Hoch auf die Sozial­

Zaftit der Partei aus dem Volte heraus bestimmt werden. Uns Königsbütte berichtete über den oberschlesischen Induftriebezirt, die beider Geschlechter, sich unbehindert, ohne Eingriffe irgend liegt es jetzt ob, drei Gefahren gegenüber zu treten. Die erfte be- große Schwierigkeit der dortigen Agitation darlegend. Die Bolen welcher Behörden versammeln, und in Vereinen verbinden steht in der wieder zunehmenden Verdummung und Verpfaffung. feien wohl für unsere Jbeen empfänglich; aber die Behörden be- zu können, zur Wahrung ihrer Jutereffen. Deshalb fordert der Die Cbriftlich- Sozialen leisten der Verpfaffung nur Borschub. Herr reiteten der Bewegung große Hemmniffe. Der Bevölkerung fei bei- Delegirtentag, statt der, durch die Regierungsvorlage und die An­Lueger empfiehlt sich jest weniger als Bekämpfer des jüdischen gebracht worden, daß alles Sosialdemokratische und Gewerkschaftliche träge der konservativen Parteien des Landtages geplanten Vernich Kapitalismus, sondern als der Arzt, der das einzige sichere Mittel verboten sei. Ein feit zwei Monaten gemiethetes Lotal habe man tung dieses natürlichen Rechtes, volle Freigabe desselben, wie es sich gegen die vaterlandslose Sozialdemokratie in der Hand hat. Er infolge der Drangsalirungen noch nicht benußen tönnen. Die polnische für ein fein wollendes Kulturland am Ende des neunzehnten Jahr möchte die Arbeiterschaft als Schulpferd reiten, es bändigen und sozialdemokratische Partet fümmere fich zu wenig um Ober- hunderts eigentlich von selbst versteht." Der Parteitag der Sozialdemokratie für Schlesien und Posen in gemessenen Trab gegen den jüdischen Mammonismus schlesien . Redner fordert vom Parteitag eine energische Resolution das Berhalten bringen in Oberschlefien. protestirt dagegen, daß durch das Bürgerliche Gesetzbuch chriftlichen, für ben ber auch der Polizeibehörden jüdisch ist. gegen das Heute haben die Siberalen mehr Angst vor der Verpfaffung, als die Auf einen Wunsch der Liegniger Parteigen offen nach mehr Agitatoren die in Deutschland geltenden Gesinde Ordnungen nicht abe find, und daß bas Gesinde und die Arbeiter. Die Arbeiter werden aber ihren Mann stehen. So start bemerkt unter anderen Rednern Tuyauer, daß er häufig von geschafft worden ift Defterreich nicht, als daß es einen Sturm aushalten tönnte, wie Berlin nach Breslau fabre, aber noch niemals fei er aufgefordert ländlichen Tagelöhner noch ferner unter diesen mittelalterlichen der sein würde, der toben würde, sollte mit der Verpfaffung wieder worden, an einem auf seiner Tour liegenden Orte zu sprechen. Man Ausnahmebestimmungen leiden müssen. Der Parteitag fordert: der Kultur und Gerechtigkeit die Auf­Ernst gemacht werden.( Beifall.) Das zweite, was uns obliegt, möge also erst die vorhandenen Agitatoren genügend ausnuten. als einfachen Akt hebung der an Stlaverei mahnenden Bestimmungen und bie ist die Beseitigung des Nationalitätenhaffes. Die Aufgabe Unglaube wünscht für Grünberg eine agitatorische Kraft. hätte längst der Bourgeoisie obgelegen, fie hat fich un Annahme findet ein Antrag Geiser, wonach Schlesien in Unterstellung der Dienstboten und anderer ländlichen Arbeiter und Arbeiterinnen unter die Gewerbe- Ordnung." fähig dazu erwiesen. Wir haben den Begriff des Inter - zwei Bezirke zu theilen ist mit zwei Bezirks Vertrauensleuten an nationalismus weiter entwickelt, denn Desterreich ist die der Spitze. Der Bezirk Breslau soll die Kreise 1-8 des Experimentirkammer des Internationalismus, nach den heutigen Bu- Regierungsbezirts Breslau umfaffen, außerdem ganz Obeschlesien, standen vielleicht besser gefagt, die Sudelküche. Das Problem, das während der Bezirk Langenbielau die Kreife 9-18 des bie Bourgeoisie nicht zu lösen vermag, wird die Sozialdemokratie Regierungsbezirks Breslau und den ganzen Regierungsbezirks Liegnig lösen, und sie ist auf dem Wege dazu. Daszynski batte Recht, als umfassen soll. er im Parlament sagte: Ich bin Bole und internationaler Sozial Eine entschiedene Protestresolution Dr. Winter's gegen das demokrat. Das ist die Lösung. Sie würde leichter sein, wenn man Borgehen der oberschlesischen Behörden findet ein Zweite General- Versammlung des Zentral­uns hübsch allein ließe. So aber besteht die Gefahr, daß sich die hellige Zustimmung. Arbeiter, durch die Opposition gegen die Regierung und Ebenfalls folgender Antrag der Brieger Genossen: Die alle staatliche staatliche Autorität, bie dem Arbeiter immer gefozialdemokratische Reichstags- Fraktion wird beauftragt, noch vor dem fällt, von den Deutsch Nationalen einfangen einfangen laffen. Wir Im festlich geschmückten Saal des Ballhof" versammelten sich Schluß des jetzigen Reichstages die besonders in Schlesien häufigen heute Nachmittag die Vertreter des Zentralvereins deutscher Former. miffen ein enges Gefüge ber sprach verschiedenen Ar Konfistationen von Wabl- und sonstigen Flugblättern, beiterschaft schaffen. Das geht aber nicht mit Uniformirung, welche von den verschiedensten Behörden, oft ohne jeden nachweisbaren Anwesend sind 34 Delegirte, deren Mandate sämmtlich für giltig erklärt werden. Der Hauptvorstand ist vertreten durch Münzner Berücksichtigung der praktischen Ver­Der internationale Standpunkt wird das wichtigste gefeßlichen Grund, verfügt worden find, zur Sprache zu bringen. Hamburg . und Schwarz- Lübeck; der Ausschuß ist vertreten durch Clausset Den bes Geschäftsbericht Haupt Vorstandes erstattet Zh. Schwarz. Derfelbe liegt gedruckt vor und entnehmen wir demselben, daß die Mitgliederzahl in der Berichtsperiode vom 30. Cep­tember 1893 bis 1. Januar 1897 von 3377 auf 4285 gestiegen ist. Die gegenwärtige günstige Konjunktur und der Ausbau des Unter­flüßungswesens haben wesentlich zur Vergrößerung und Stabilität

sondern hältnisse.

nur

im Befreiungskampfe der Sozialdemokratie fein. Bei der Sprachen Ferner follen diejenigen Behörden bezw. Beamten, welche ohne gefeh­verordnung hat sich Badeni , der uns als ein sehr pfiffiger Bursche lichen Grund Konfiskationen von Flugschriften anordnen oder vor: empfohlen war, als sehr schlechter Händler erwiesen. Die Leute nehmen, schadensersaßpflichtig gemacht werden." leben vom Nationalitätenzwist wie die Maden vom Käse, aber Der nächste Punkt der Tagesordnung betrifft die Aufstellung er mußte ein paar Konzessionen machen, um den Staats von Reich 3 taastandidaten für Schlesien und Pofeu. farren ein paar Schritte weiter schieben zu können! Er Ohne besondere Distussion werden für Nieder: und Mittelschlesien gat die Jungczechen gewonnen, ist aber ihr Gefangener; folgende Kandidaten aufgestellt:

demokratie.

vereins der Former.

Hannover , den 6. Juni 1897.

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