Arbeiter., Bauern- und Soldatenräte abzuwürgen, all sozialdemokratischen Fraktion bemühten fich zunächst um das hat in immer steigendem Maße die Aktivität der prole- Aner. Die Verletung ist faver. Sanitätspersonal leiftete tarischen Masse angeftachelt und sie veranlaßt, sich um so die erste Silfe. Die Sibung wurde darauf aufgehoben. fefter zu einer sozialistisch revolutionären Arbeitsfront zu- Die Stunde von diesen blutigen Vorgängen drang mit fammenzuschließen. Windesrite in a tahtteile. Die Erregung ist üerall Dank der klug abwägenden Taktik Eisners, der es ver- fehr groß. Alle Geschäfte wurden geschlossen. Der Straßen. ftand, revolutionären Elan mit politischem Realismus zu bahnverkehr wurde mittags eingestellt. Ueberall wurden bereinigen und die Aftion des Proletariats von dem Oppor- rote Flaggen auf Halbmait gehißt. Auf der Theresienwiese tunismus der Mehrheitler und dem Putschismus der Spar- sammeln sich die Massen zu einer großen Protest demone tafiften frei zu halten, war der Boden für eine solche ein itration. Der Generalfreit wird proflamiert heitliche proletarische Front ohnehin in Bayern günstiger als werden. sonst im Reich. Münden , 21. februar.
In die mit Hochspannung geladene Münchener Atmo- Der Minifter für militärische Angelegenheiten Roßphäre find nun die Schüsse fanatisierter Verbrecher gefallen. 5a up ter befindet sich in Saft. Minister Auer wurde Sie fielen in einem Augenblick, wo die sozialistische Stegie- fofort nach hem tentat in ein Lazarett gebracht, wo er rung bereit war, den Forderungen der formalen Demokratie bon einem Militäratat untersucht und operiert wurde. Folge zu leisten und die Macht in die Hände der bürgerlichen Sein iftand ist lebensgefährlich. Mehrheit des Landtags zu legen. Allein war diese bürgerMünchen, 21. Februar. liche Mehrheit unfähig, auch nur einen Schritt weit zu geben; Es verlantet mit Bestimmtheit, daß Minister Auer feinen gegen die Zusammenarbeit mit ihr aber erhoben sich alle revolutionären Kräfte des arbeitenden Volkes. Alle Voraus. Berlegungen erlegen fet Rothaupter foll geflohen sein. segungen für eine scharfe politische Strife waren gegeben, eine An verschiebenen Stellen der Stadt ist es zu Schießereien geKrise, deren Ausgang von dem Kräfteverhältnis der kommen. Besonders heftig wird das Regina.Balafthotel fämpfenden Bartelen abhängig war. Nun haben die Schüsse schoffen, das vor. Offizieren verteidigt wird. des junkerlichen Mörders die Explosion gebracht. Eine Welle der Volfsempörung geht über die bürgerlichen Barteien hinweg. Spontan richtet sich die Wut der Massen gegen die bürgerliche Presse, die das Gift der Verleumdung in die Massen getragen hatte. Als die einzigen Organe der Boltsgewalt treten wiederum die Arbeiter, Bauern- und Soldatenräte in den Vordergrund. Nach dem Berl. Tagebl."
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Arbeiter und Soldaten! Man will Euch wieber unter bas
alte militaristische und fapitalistische Joch beugen. Jest gilt es au handeln, die Nevolution zu retten!
8um Generalstreit heraus aug ben Be.
trieben!
Nieber mit der Bourgeoisie und ihren verbredjerischen Helfers. helfern!
Soch die soziale Revolution!
In Nürnberg haben die Gewerkschaften befchloffen, ben Generalstreit zu proklamieren.
2ie in einer Sihung des Arbeiterrates im Deutschen Theater heute nachmittag mitgeteilt wurde, haben auch die Münchener Gewerkschaften beschlossen, ihre Mitgliebes zum Generalstreit aufzufordern.
Belagerungszustand.
München , 21. februar. Soeben wurde über München ber Belagerungs. austand verhängt. Die Straßen find von 7 Uhr abends für jeben Zivilverkehr gesperrt.
Aus Anlaß der Ereignisse hat sich aus den drei fozialistismen Parteien, einschließlich der kommunistischen Partei, und den Boll bezugsräten der Arbeiters, Bauern und Soldatenräte ein Aktionsausschuh gebildet.
Im Laufe des heutigen Tages wird noch ein Mininterrat stattfinden, der sich mit der Bildung eines neuen Ministe riums befaffen wird. In einem öffentlichen Anschlag gibt der 2anbestolbateurat, bas ministerium für militärische Angelegenheiten, fowie der Stadtkommandant und der Polizeipräst. bent bekannt, daß das Volksgericht eine Interfuchung der Angelegenheit bereits in Angriff genommen habe, unb bir strengste Bestrafung der Schuldigen durchgeführt werde.
Eisners Lebenslauf.
Die erste Frühlingssonne bricht hervor aus den Nebel ist die Situation so ernit, daß der Bauernführer Ganwänden, als wir bergab in die banerife Ebene tollen. Ein dorfer, ein Mann von revolutionärer Gesinnung, sofort feierlicher Glanz, der Goffnung ertvedt auf friedliche Arbeit und alle Schritte getan hat, um die weitere Tagung des Landtags friebliche Ernte. Aus den Gesprächen rings hört man bei diefer zu verhindern und den Rätekongreß einzuberufen. Denn Stimmung nur wenig Sorge um das, was fommen wird, wenn der Landtag wäre auch nicht eine einzige Stunde heute, auch das Schidial des eben eröffneten Landtages die Gemüter morgen oder übermorgen vor einem Sturm sicher. Aehnlich beschäftigt. Der Mittwoch- Butsch wird erörtert, aber bie blendende bat somit ein Alter von 32 Jahren erreicht. Nach Absolvierung äußert sich ein Telegramm der Deutsch . Allg. Beit.", in dem Sonne verscheucht alle trüben Gedanken. es heißt, daß vom Landtag nicht mehr viel die Rede sei; ob und wann er wieder zusammentreten werde, sei unsicher. Die Münchener Arbeiter- und Soldatenräte find gestern zu fammengetreten. Nach der Stimmung in den führenden Kreisen der Arbeiter zu urteilen, soll alles vermieden werben, was die innere Front des Proletariats schwächen und einen Kampf zwischen Broletariern hervorrufen könnte.
Ginfahrt im Münchener Hauptbahnhof . Eine Poftentette. bsperrung der Hauptfront. Was ist geschehen? Man fühlt plöblich eine erregte Stimmung, eine feltsame Geivitterschwüle, laffend, stobend. Was ist geschehen, was tann geschehen sein? Irgend jemand neben mir sagt is net ist erschossen!" The das Gehirn begriffen hat, eine ungläubige Frage. Gisner
Dies ist also die Signatur der Stunde: Frontgegen ist erichossen?! rechts, Busammenschlußaller proletarischen Kräfte, vereinigter Anfturm gegen die 3i- infibare Bäufte ballen fib, ein allgemeiner Schret des Ent. Wie ein elektrischer Schlag audt es durch die Menfchen. tabellen der bürgerlichen Gegenrebolu- unfichtbare tion. 3war bat die Hand eines Verbrechers den flügften sepens, innersten Aufruht scheint durch die Luft zu hallen. Das und weitschauendsten Kopf der bayerischen Revolution ge- Unglaubliche bestätigt fich. Naum eine Stunde vorher ist Kuri troffen. Aber diese Schiffe haben nicht die Revolution selbst Eisner den Beg gum Bandtag gegangen. Raum eine Stunde getroffen. Mit neuem Wagemut find die Massen wieder in vorher hat berbrechetischer inatismus sein Leben vernichtet und Aftion getreten. Sie sind aufgeftanden, um das zu sichern, Unverantwortliches heraufbeschworen. Man bentt an die Stunbe, was die bürgerliche Reaktion ihnen entreißen wollte; um wie die Nachricht vom Tode Jaurès durch Deutschland gudte, das zu bollenden, was sie im November begonnen haben. an jenem heißen, schwülen Abend im frühen Auguft des Jahres 1914. Rippen stammeln nur Entfeßen. Karl Siebknecht, Rofa Buremburg, und nun Eisner!
Die Schüsse im Landtag.
Bor bem Bahnhof Gruppen, die erregt bas Gefchehene be. Sprechen. Die Nachricht von ber schweren Verwundung Auers wird kommentiert. Man will wiffen, baß er bereits seiner Berlegung erlegen ist. Bajtautos mit Matrosen und Solbaten jagen aus den Straßen über den Bla tote Bahnen flattern. Ist dieser Frühlingstag ein gweiter 9. November?
München , 21. Februar. Gegen 11 Uhr wurde bie Sigung im Landtag wieder aufgenommen. Die Abgeordneten hatten fich wie " ber vollzählig im Saale eingefunden. Auch die Bavorertribünen waren besetzt. Der Minister des Innern Auer erbob sich zu einem Nachruf für Eisner. Er führte, Heberall Fragen, ängstliches Aufhorden, ein unheimliches nachdem die Abgeordneten sich von den Siben erhoben Bangen nach Zaten, die fich ereignen müffen nach diesem Morb. batten, aus, der provisorische Ministerpräsident Gianer Nach einer halben Stunde begegnet man den ersten 3ügen babe soeben durch Mörderhand den Tod gefunden. Der ber Streifenben. Wer will arbeiten an diesem Tag? Wen Mörder sei auf der Stelle gerichtet worden. Die Tat fei leibet es noch in Fabriken und Werten? Wie ein Traueraug be bon ruchloser Hand in feiger Weise verüst worden, als Eisner auf dem Wege zum Landtag war, um dort inmitten wegt sich die Maffe. Friedlich und waffenlos, um ihren Willen ber gewählten Bolfsveriammlung sein Amt als probi und ihren Schmers zu zeigen. Die Parole lautet: Theresienwiese! forischer Ministerpräsident auszunüßen. Diese Sandlung wie am 9. November unb oft feitbem. Man hat das Gefühl, müsse bei jedem anständigen Menschen tiefsten Abscheu als fei aller Barteihaber geschwunden. Die Bereinigung hervorrufen.( Bustimmung.) bes Broletariats in München ist angesichts blefes Tobes Der politische Konflift in Bayern stand vor eherne Tatsache geworben. Die leeren Straßen liegen in fried. seiner friedlichen 2öiung. Gisner war im Begriff, Richer Ruhe, tein Laden ist mehr geöffnet. Die öffentlichen Lodem versammelten Landtag den im Ministerrat in an taie find wie ausgestorben. Aschermittwoch mitten im Fasching wesenheit aller Minister gefaßten Beschluß mitzuteilen, bab Mittage bereits hört man von ber Et!! ärung des Gene das gesamte provisorische Ministerium feine Aemter in die ralstreils, der taum ber Erflärung beburft hätte. Die Hände der gewählten Volfsversammlung legen werde, damit die Grundlage gefchaffen werde, auf der nach demo- Straßenbahnen fahren nicht mehr. Bünktlich um 5 Uhr legen auch fratischen Grundiäßen der wirtschaftliche, kulturelle und die Eisenbahner ble Arbeit nieder. Rein Bug fährt mehr ein. politische Aufbau sich vollziehen und damit die bestehende Die Reisenden pilgern zu Fuß in bie Hauptstadt. Inzwischen tagt im Deutschen Theater der A. unb Stat, Not des Landes gemildert werden fönne. Um so unver antwortlicher ist die begangene Bluttat.( Sehr richtig!) um feine Beschlüsse zu faffen. Die Menschen drängen fich burch die Wir beklagen in dem Ermordeten den Führer der engen 8ugänge nach dem Blak. Absperrungen berhindern die Revolution in Bayern und zugleich den vom rein. Baffage, Autos rafen wieder durch ganz München , Flieger ften Idealismus und von treuer Sorge für das treifen, es werben blutrote Flugblätter abgeworfen, auf denen Broletariat erfüllten Menichen. Auf diesem Wege fann die Berhängung des Belagerungsauftandes verkündet und darf nicht fortgefahren werden, wenn nicht die voll wird. Dazwischen ein weißes Blatt, bas bom Entfehen über die fommene Anarchie eintreten soll. Angesichts dieser wahnfinnigen Mordtat, gegen deren Urheber mit aller rücksichts. graufige Tat spricht und zur Ruhe mahnt. lofen Strenge vorgegangen wird, gilt es nunmehr, Be fonnenheit zu wahren und alle Kräfte zusammenzufaffen au um die ungeheuren Aufgaben der nächsten Beit io zu lösen wie es die Interessen des geliebten bayerischen Boltes er.
bereitet.
Um 7 Uhr müffen die Straßen leer, alle Lotale geschlossen fein. Die Menschen stauen sich und strömen mit Einbruch ber Dunkelheit ihren Säufern zu. Aber niemand glaubt recht an bie Ruhe. Man fühlt, daß sich irgend etwas Außerordentliches vor Im aufsteigenden Abendnebel tuten die Autos, mit Auf dem Hause lag eine gebrüdte Stimmung. Ziefe Soldaten beladen. Was bringt die Nacht? Niemand weiß es Beweeg ging durch alle Barfe. Dr. Süßheim( Eoz.) Nur das eine wiffen alle, daß Bayern bot einer chidials. beantragte, die Cigung zu vertagen und die Einberufung nende steht. Wer fie schafft, ahnt man noch nicht. Wie am der nächsten Sitzung dem Alterspräsidenten zu überlassen. abend des 9. November in Berlin ift noch Einigkeit die Allieitige Buftimmung.) Stimmung der Waffen im Schmerz und im Enifeßen über den Als darauf eben Abneordneter Giehr!( Bayerische word. Eisners Geißt beherrscht sie alle. Bolkspartei) eine Erklärung seiner Partei abgeben wollte und einige Schritte vorwärts zum Referentenpult machte, fiel plöslich ein Revolverfchuf. Der Abgeordneten bemächtiate fich eine große Panit. Weitere Schuife new, 21. Februar. Die i nabhängige@aial. fielen vom Gingang her und von der Zuhörertribüne. Die bemotentische Partei hat im Laufe der Abenbitunden Abgeordneten flüchteten durch alle Türen aus dem Saal. burch Militärautos folgendes ingblatt an die Arbeiter Der Vorhang an der linken Eingangstür wurde auf- und Solbaten verteilen laffen: geriffen und hercin stürmte ein Mann, der mit erhobenem Die Gegenrevolution hat zum erften großen Schlage ans. Revolver weitere iffe in ber Richtung auf den Minister geholt, inbem fie ben gehabtesten großen Führer ber fozialistischen tisch abgab. Minister Aner fant plöglich, von einem der Revolution nieberstredte. Die Bürgerwehr, bie weiße Garde, der Edit in die linke Brustseite getroffen, zu Mittwoch Butsch find bie Etappen zur Erwürgung ber fozialisti fammen. Abgeordneter Diel wurde von einer Kugel schen Revolution. Sie fanden ihren Ausbruck in dem Wühlen der öblich getroffen. Bwei Ministerialbeamte erhielten Realtion, in ber verleumderischen Gebe einer feilen Breffe, die schwere Schußverlegungen. Die Minister Frauen- heuchlerische Ruhe und Ordnung predigte und die Atmosphäre für borifer und Hoffmann sowie Abgeordnete der ben leudhelmurb idjuf.
Der Generalftreit.
Kurt Eisner ist am 14. März 1867 zu Berlin geboren und des Gymnasiums, Ostern 1886, studierte er Philosophie und Ger manistit. Schon in jungen Jahren wandte er sich schriftstellerischer Tätigkeit zu. Seine erste Schrift behandelt Friedrich Nietzsche ". 1892 bis 1893 war er in der Frankfurter Beitung" tätig und lebte dann in Marburg , wo er politische Artikel für verschiedene Blätter schrieb. Giner seiner Artikel führte ihn wegen Majestätsbeleidigung auf neun Monate, November 1897 bis August 1898, ins Gefängnis. Bald danach trat er auf Aufforderung Wilhelm Liebknechts in die Redaktion des Borwärts" ein. Von da an bebigung bedarf. ginnt feine Tätigkeit für die Partei, bie noch eingehenderer Wür
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Berichte aus dem Ruhrrerier.
gestrigen Mittagsschicht 52 000, in der Nachtschicht 16 000 und in Gffen, 21. Beberuar. Im Ruhrbergbau befanden sich in bet der heutigen Morgenfchicht 75 000 Bergarbeiter im Ausstand. Bou insgesamt 250 Edad tanlagen find 110 von dem Streit betroffen.
Effent, 21. Februar. Der gestrige Tag ist im Stabtfreis Effen im allgemeinen ruhig verlaufen. Auf der 3 edhe Bertules tam es gegen mittag zu einer dießerei. Eine Rotte bewaffneter Kommunisten swang hier die Belegschaft, die Arbeit niederzulegen. Auf der Schachtanlage Amalie fam es ebenfalls zu einer Schießeret, bei der zwei Arbeiter getötet, brei fdaver und mehrere leicht verwundet wurden. Glabbed, 21. Februar. Wolff meldet: Der Kommande ber hier eingetroffenen egterungstruppen erliehenen Aufruf an die Bevölkerung des Jubalts, daß die up. pen aum Schuße von Leben und Eigentum der Bürger eingetroffen find, und daß ein Borgehen gegen die Etreifenden nicht beabsichtigt ist. Der Arbeiter. und Soldatenrat hat sich mit lungs und Vereinsrecht fei nicht beschränkt. Es feien aber ineinem gleichen Aufruf an die Einwohner gewandt; das Versamm fammlungen zu vermeiden. Die Streitbewegung greift um sich, da bie Arbeitswilligen nach wie vor von den: reifenben arg beläftigt werden. Der Straßenbahnbeekehr ist nach allen Stichtungen hin unterbrochen.
Bei den Kämpfen in Bottrop find auf feiten ber Bürgera webr 21 Mann getötet. 40 Mann ber Bürgerwehr wurden von den Spartatiften gefangen.
Münster , 21. februar. Der Arbeiterrat in Ratingen und Edamp bei Düffeldorf sowie der Vollzugsrat haben, wie das Grafen pee in den Gemeinden Gdamp und Ratingen be Generalfommando mitteilt, bat Pribaleigentum bes schlagnahmt und beginnen, den. Hochwald abzuholzen, um Brennholz daraus zu machen.
Münster , 21. Februar. Der Arbetter. und Colbatenrat in tertrade bat in einer Bekanntmachung vom 17. Februar 1919 mit Rüdjicht auf die stattfindenden Kämpfe über die Stadt hängt. Die Bekanntmachung trägt auch den Sichtbermerk Sterkrabe den Belagerungszustand auf drei Tage verdes Oberbürgermeisters.
Die Flagge der Realtion in Wilhelmshaven .
Wilhelmshaven , 21. Februar. Der Oberbefehlshaber der Regierungstrupp: n bat ben 21er Hat aufgelöst und beffen Geschäfte dem Abgeordi eten Paul hug übertragen. Auf den Kaiernen, Kommande und anderen öffentlichen Ge. bäuden weht die schwarz- weiß rote Flagge.
Diesmal hat man sich nicht einmal die Mühe gemacht, nach einem Vorwand zu suchen. Eine, wie die amtlichen Meldungen militärisch befeßt, der sier Ausschuß, der sich allgemein an felber sagen, völlig ruhige tabt wird überfallen und erkannte Verdienste um die Revolution erworben hat, with aufgelai", be flagge der Reatt on wird gehißt. zusammen! ügen? Und was für einen Vorwand wild die Regierung nachträglich
Beginnende Gintet?
Die unfagbare Schändlichkeit des Verfahrens der am ichen Stellen in der Angelegenheit Liebknecht. 2uremburg ichheint endlich auch einzelnen Kreisen des Bürgertums zum Bewußtsein zu fommen. So fordert vie Berliner Volkssta." in ihrer geitrigen Abendnummer die Ersetzung des Militärgerichts durch ein birgerliches Gericht, und zwar foll dies auf dem Wege eines Notgeietes geschehen, das die Nationalversammlung erlassen muß.
.Daß ble Militärgerichtsbarkeit weitgehend eingeschränkt toerben foll, hat ber Striegsminister felbst zugefagt. Nun alfo, dann nehme man den Fall Liebfnet uremburg durch ein Rotgejes vorweg. Das Vertrauen auf das Millfärgericht, das die Untersuchung führt, ist schwer erschüttert; das gibt felbst der sehr zahm geworbene erwärte" zu. Gewisse Teile der öffentlichen Meinung bedürfen aber der Berubigung:
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