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r. 155. 14. Jahrgang.

Tokales.

Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt.

Den Parteigenoffen des 6. Wahlkreises zur Nachricht, daß am 17. Juli in der Norddeutschen Brauerei, Chauffeestraße 58, ein Sommerfest stattfindet, bestehend in Bokal- und Instrumentalfonzert, unter Mitwirkung der Gesangvereine Sangesluft II"," Weddinger Harmonie" und" Nordwacht", turnerische Aufführungen von Mit­gliedern des Turnvereins Fichte". Die Kaffeeküche ist von 2 Uhr an geöffnet. Da das Fest vortrefflich zu werden verspricht, machen wir die Genossen schon jetzt darauf aufmerksam. Das Komitee.

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Mittwoch, 7. Juli 1897.

nicht, ohne daß über seine bedürftige Lage die weit Ein eigenartiges Stückchen von Bahnbeamten Bureau­gehendsten peinlichsten Erkundigungen eingezogen und ein günstiger Fratismus passirte dieser Tage einem Berliner Speisewirth B. auf Bericht über seine Würdigkeit eingegangen war, ist als ein Beichen dem Bahnhof in Wilmersdorf . Herr B., der sonst sehr modern ge= für billige Anwendung der Arbeiterschutz- Gesetzgebung" nicht an- fleidet war, aber wegen der großen Size seinen Hut zu Hause ge usehen, ebenso wenig wie diese Arbeiter" nach einem 25 Jahre lassen hatte, wurde einfach, als er die Billeteure paffiren wollte, der Verdienst je nach Gunst der Verhältnisse entweder unverdient wurde bedeutet, daß er ohne Hut nicht fahren dürfe, und daß ihn alten Lohntarife vom Jahre 1872 arbeiten" müssen, nach welchem mit der Frage: Wo haben Sie Ihren Hut?" angehalten! Er hoch oder unverdient niedrig ausfällt und großen Schwankungen die Bahn nicht barhäuptig mitnehme! Erst nach längerem Pro­testiren und nachdem B. die Beamten um die betreffende Instruktion trotz großer Anstrengungen unterworfen ist. In dem ehrengerichtlichen Verfahren gegen den Rechts- ersucht hatte, die es natürlich nicht giebt, bequemte man sich dazu, anwalt Dr. Leipziger vom hiesigen Kleinen Journal" ihm seinen Fahrschein zu koupiren und ihn auch ohne Hut mitfahren Diese Geschichte erinnert an ein Vorkommniß, welches Wie das Mädchen aus der Fremde erscheint alljährlich findet morgen, Donnerstag, vormittags 9 Ühr, vor dem Ehrengericht zu lassen. wieder mit Eintritt der heißen Jahreszeit in den Spalten der der hiesigen Anwaltskammer im Kammergerichts- Gebäude Berhand- einem Leser der Nat.- 3tg." vor längerer Zeit im Schloßpark zu bürgerlichen Bresse die Dienstbotenfrage in allen Variationen. So lung statt. Schönhausen passirte. Der Herr schreibt dem Blatt:" Ich prome nirte dort an einem heißen Tage und hatte meinen Hut in der Endlich! Den Vertrag über die Umwandlung des Pferde­gehaltlos auch die gesammten diesbezüglichen Betrachtungen an fich find, am dümmsten, ja geradezu blödsinnig sind hiervon diejenigen, Eisenbahnbetriebes in einen elektromotorischen hat der Magistrat Hand. Da näherte sich mir ein Mann, der freundlichen Tones zu denen man die saure Gurke" auf den ersten Blick anmerkt, die aber vollzogen der Direktion der Großen Berliner Pferde- Eisenbahn- Ge- mir sagte: Sie könnten Ihren Hut auch wohl draußen abnehmen. Beispiel jetzt wieder von einer Röchin- denn eine Köchin muß es haben die Verhandlungen über diese Angelegenheit, welche einen merkte. Noch zögerte ich, feiner gütigen Aufforderung nachzukommen. dem Leſepublikum allen Ernstes aufgetischt werden. So wird zum sellschaft übersandt, um denselben ihrerseits zu vollziehen. Damit Ich verstand ihn erst nicht recht und wollte schon für seine Aufmerk­samkeit danken, als ich eine Dienstmüße auf seinem Haupte bes schon justement sein, da eine solche für gewisse Leute noch immer Beitabschnitt von beinahe vier Jahren in Anspruch nahmen, ihre Er aber setzte eine strenge Amtemiene auf und richtete an mich die eine Respektsperson ist, indem die gnädigen Frauen" vom Kochen Abschluß erreicht. nichts verstehen und dem gnädigen Herrn" ein guter Happen- Die Turnlehrerinnen- Prüfung ist auf den 22. November d. J. Borte:" Sie scheinen mich nicht verstanden zu haben: Es ist nicht gestattet, im Park den Hut abzunehmen."" Natürlich gehorchte ich Pappen" so recht nach dem Schnabel ist berichtet, die fich ver- anberaumt. Weldungen find spätestens bis zum 1. Oftober d. I. nun als guter Unterthan sofort und zerbreche mir seit jener Zeit den miethen wollte, vor Abschluß des Vertrages aber sich zwei freie bei dem Polizeipräsidium einzureichen. Die über Gesundheit, Kopf über die Frage: Verstößt es gegen die gute Sitte, barhäuptig Nachmittage in der Woche ausbedang, weil fie gern Führung und Lehrthätigkeit beizubringenden Zeugnisse müssen in in einem föniglichen Bark spazieren zu gehen?" größere Ausflüge Ausflüge auf ihrem Zweirad mache und des neuerer Beit ausgestellt und zu einem Heft vereinigt sein. Sonntags es überall so voll sei nur so gewöhn. Lehrlingsandbentung. Der Ingenieur Wildt hat in der liches Publikum!" Roche mit Gas! Dieser kategorische Imperativ, dem zur Beit Chauffeeftr. 2e eine Werkstatt für mechanische Arbeiten, in welcher In einem anderen Falle wird be­richtet von einer Köchin, die ein unverheiratheter Arzt miethen" immer mehr Folge gegeben wird, macht der Innungsbrüderschaft zur Beit 14 Lehrlinge beschäftigt werden. Gehilfen stud bort nicht wollte, der sich aber in die Bedingung fügen sollte, daß die Köchin Wagenbeschwerden. In der letzten Sizung des Ausschusses der ver- thätig. Die Lehrkontrakte werden mit den Eltern derartig ab­ihr Piano in sein Zimmer stelle! Natürlich sind dies alles plump Innung zu Dresden zur Debatte, die sich gegen die Anpreifungen" zahlt werden muß; das Lehrgeld ist innerhalb der ersten neun erfundene Sachen, indessen manche Leute glauben es doch, und standalisiren nun nach Herzenslust über die Ansprüche der Dienst- betreffend die Verwendung von Gas zu Koch- und Heizzwecken Monate der Lehrzeit zu entrichten. Für Koft und Logis haben die mädchen im besonderen und der Arbeiter im allgemeinen, und da wendete. Der Ausschuß war verständig genug, über diese rückschritt- Eltern zu forgen, ebenso müssen ste fich fontraktlich zur Zahlung der mit ist der Zweck jener Hundstagsiaden erreicht. Die der Gesinde überzugehen. Charakteristisch für das fortschritts und kultur die Eltern erwarten wenigstens, daß ihre Söhne etwas Tüchtiges lernen. liche Zuschrift mit einigen wohlwollenden Worten zur Tagesordnung Krankenkassen - Beiträge verpflichten. Das sind stramme Bedingungen, aber ordnung unterstehenden Hausarbeiterinnen werden gemeinhin noch als rechtlose Haussklavinnen betrachtet. Aber auch sie haben sich feindliche Wesen, das in den Innungen herumspukt, bleibt das Send: Damit hapert es jedoch sehr. Einmal läßt seine ausgedehnte Korre erfreulicherweise etwas aufgerüttelt und sich auf ihre Menschenrechte fpondenz Herrn Wildt wenig Zeit zum Anlernen, dann ist aber auch besonnen. Dies wird ihnen nicht verziehen, darum trachtet man, Das große Delbild von Ernst Hildebrand : Tullia über die Art der Arbeit so, daß wenig dabei zu lernen ist. Die meisten fie in Mißkredit zu bringen, ihre Ansprüche als führt den Leichnam ihres Vaters", welches mit der großen goldenen Arbeiten, welche bei Herrn Wildt angefertigt werden, werden in erhört zu kennzeichnen, wie ja die Forderungen der Arbeiter Medaille ausgezeichnet worden ist, hat Profeffor Schauer der Stadt anderen Instituten schon von ungelernten Arbeitern gemacht. Und im allgemeinen Stets als ,, maßlos" verschrieen werden. gemeinde Berlin als Geschenk überwiesen. Das sehr werthvolle dann werden die Lehrlinge auch nur auf bestimmte Theile Mit welchen geistigen Waffen" gegen den Uebermuth der Arbeiter" Runstwert gelangt jetzt im Festsaale des Rathhauses zur Auf- eingearbeitet. Herr Wildt scheint aber auch einer der= gekämpft wird, das veranschaulicht aur genüge folgendes Inserat: stellung. jenigen Lehrherren zu sein, die gern den Prügel gebrauchen. Bauarbeiter Gesuch! Es werden Maurer und Zimmer Unparteiische Lohukürzungen. Eine angenehme Ueberraschung Bwei Lehrlinge hatten miteinander Neckereien wegen des Werkzeugs. Leute unter folgenden Bedingungen gesucht: Der Mann erhält 9 M. hat zum 1. d. Mts. die deutsche Zeitungsgesellschaft Hachfeld, Der Lebrherr fährt mit einem Stock aus hartem Holz dazwischen Lagelohn nebst freier Kost, Bier und Bigarren. Die Arbeiter werden Schmitz u. Komp., Wilhelmstr. 29, den Berliner Berichterstattern und schlägt dermaßen auf den einen Lehrling ein, daß zwei Aerzte in nur guten Landauern nach dem Bauplatz gefahren, nach Hause bereitet. Diesen wurden bei der Abrechnung über den ver. nach Besichtigung der Mißhandlung äußerten: noch ein Schlag hätte können sie reiten. Die Arbeitszeit beginnt um 8 Uhr, wo die Leute gangenen Monat eröffnet, daß der Berliner Herold" für genügt, den einen Arm vollständig zu ruiniren. In dem ärztlichen Kaffee und Sahne und Zucker erhalten. Wer Thee trinken will, durchgeschriebene Berichte statt 5 nur noch" 31/8 Pfg. die Beile be- Attest heißt es, daß die Folgen der Mißhandlung noch nicht abzus kann sich Rum oder Milch dazu nehmen. Es werden dazu Semmeln zahle. Selbstverständlich lassen sich die meisten Berichterstatter dieses sehen sind. Die Eltern haben den Fall der Staatsanwaltschaft oder Kuchen verabsolgt. Wer sich Semmeln schmieren will, erhält merkwürdige Verfahren nicht gefallen; sie werden sich durch das unterbreitet.

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Polier lieft dabei die Zeitung vor. Von 12-2 Uhr wird

schreiben immerhin.

omnibus- Gesellschaft nennt, vorläufig eingestellt werden

stücke, namentlich Vo11 dem Thurm in das Innere hinab.

dazu Butter, Gänsefett oder Honig. Von 9-10 Uhr wird Thee Gericht ihr Recht suchen, bevor die Platten noch weiter in die Auf der Brandstätte in der Chauffeestraße traten gestern mit Rum servirt, dazu giebt es weiche Eier, Kaviar, Sar- Brüche gehen; sie sind auch für die Zukunft nicht gewillt, ihre Vormittag noch einmal zwei Löschzüge mit zwei mechanischen Leitern dellen, Bervelatwurst, roben Schinken und Schweizerkäse. Der Arbeit der Gesellschaft für einen Echundpreis zu liefern. in Thätigkeit. Der eine arbeitete von dem Garten des Garnison­zu Mittag gespeist. Hinsichtlich der traurigen Verhältnisse der Betrieb der Nach to mnibusse auf allen brei ginien an dem ausgebrannten Wohnbause und stießen die gefahrdrohend, Jufolge des großen Brandes in der Chauffeestraße hat Lazareths, der andere von der Chausseestraßenseite des Aktienhofes tann nur Suppe, Rindfleisch mit Gemüse, Braten und Salat, Mehl der Omnibus Kompagnie Berlin , wie sich die erste Berliner Nacht- theil faft frei in der Luft hängenden, morschen Mauer­Speise, Butter, Käse und Vrot gegeben werden. Der Mann erhält 3 Liter Lagerbier bazu, zum Deſſert ein Glas Kümmel oder Kognat. müssen, da die Gesellschaft an Pferden wie Wagen durch den Brant Als sie dann abrückten, blieb nur eine Brandwache von drei Raffee getrunken, wozu frischer Kuchen verabreicht wird. Um 6 Uhr als 35 verbrannt und ebenso viele dermaßen schwer verletzt worden, fleinen Flammen zu erflicken. Im übrigen sind jetzt Privatleute Der Polier lieſt die Fliegenden Blätter " vor. Bon 3-4 Uhr wird bedeutend Schaden erlitten hat. Von den Pferden sind nicht weniger Fenerwehrleuten zurück, um mittels eines an den Hydranten angeschraubten Schlauchrohrs die noch immer wieder ausbrechenden ist Feierabend und wird ein Imbiß von kaltem Braten, Wurst, daß sie trotz der ärztlichen Behandlung, in der sie sich augenblicklich dabei, die Lumpen und sonstigen Ueberreste zu beseitigen. Gestern Schinken, Heringen oder geräuchertem Lachs verabreicht, wozu der befinden, für den schweren Omnibusdienst wohl nicht mehr tauglich Ebenso find die meisten Wagen zum theil start be­Jeden Morgen werden pro Mann 8 Stück Zigarren, ein halbes schädigt und müssen, che sie wieder in den Betrieb eingestellt werden untersuchen, ob von den zahlreichen Lokomobilen, die in dem Bfund Prim- oder Schnupftabat vertheilt; dazu Feuerstein mit können, gründlich reparirt werden. Schwamm. Von 4-6 Uhr spielt die Militärkapelle. Außerdem des Monats wieder begonnen werden. Schuppen am Hinterhause der Boyenstraße standen und zum theil in die brennende Lackirerwerkstätte hinabstürzten, noch etwas zu be­liegt ein Faß Bier zum beliebigen Gebrauch bereit. Wir hoffen, mußen wäre. Es wurde aber festgestellt, daß sämmtliche Reſſel durch daß wir unter solchen Bedingungen die genügende Anzahl Arbeiter die furchtbare Hiße ausgeglüht, undicht und gänzlich unbrauchbar finden und sich dieselben dann nicht mehr zum Streit verleiten laffen werden. Bu melden 1997 in der Kellerschänke."

Schwamm drüber!

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werden.

geworden sind.

Die Fahrten sollen im Laufe Die einzige Tageslinie der Omnibus- Kompagnie Kottbuser Thor- Neues Thor, auf welcher der Betrieb infolge des Brandes vorläufig ebenfalls eingestellt werden mußte, kann jedoch erst zu Anfang des August wieder eröffnet Und das sind die geistigen Waffen" der Bourgeoisie, welche sie Doppelfelbstmord eines Liebespaares. Vor etwa 10 Tagen Der Roman der Samoanerinnen in Berlin . Unter diesem Kaufmannes Solack aufgefunden, welcher sich mittels feines Re wurde im Grunewald unweit der Station die Leiche des 32jährigen anwendet, wo die brutale Gewalt versagt, um die Arbeiterbewegung, die Rämpfe der Arbeiter und Arbeiterinnen um bessere Existenz- Titel hat Herr Karl Marquardt, der Führer der Samoanertruppe, volvers erschossen hatte. Ten Angehörigen des petuniar in guter bedingungen, zu bekämpfen, in den Koth zu ziehen. Wie lächerlich! welche bis vor einigen Monaten im Passage Panoptitum ausgestellt Page befindlichen Mannes war die Veranlassung zu dieser That war, eine Rechtfertigungsschrift herausgegeben, die sich gegen den Die Einführung elektrischer Kraft zum Antrieb bekannten Vorwurf der Frauenmißhandlungen wendet Herr Mar- nicht bekannt. Erst jetzt haben sie Aufklärung über die Ursache zu deni Selbstmorde erhalten. Er hatte im vergangenen Jahr hierselbst Maschinen hält der Gewerbe Inspektor in seinem letzten Jahres. quardt verspricht, daß er die Angelegenheit demnächst vor Gericht ein junges Mädchen kennen gelernt, welches als Kassirerin in einem bericht im Interesse des Schutzes von Arbeitern gegen Unfallgefahr zum Austrag bringen werde. Da die Deffentlichkeit somit auf jeden Detailgeschäft thätig war. Tas Mädchen, die 23jährige Martha von großem Nutzen. Die Zahl der Motoren, für deren Betrieb die Fall noch von der Angelegenheit in Anspruch genommen wird, er Radloff, deren Eltern in einem Vororte Wiens wohnen, Berliner Elektrizitätswerte Kraft abgeben, ist von 928 mit 3384 brigt sich wohl, auf die Rechtfertigungsschrift und die in ihr ent- kehrte anfangs dieses Jahres auf Wunsch ihres Vaters nach Hause Pferdestärken im Vorjahre auf 1698 mit 6110,5 Pferdestärken im baltenen schweren Vorwürfe gegen die Direktion des Passage- Panop zurück. Die jungen Leute blieben zwar in brieflichem Verkehr, doch scheinen sich einer ehelichen Verbindung zwischen beiden erhebliche Schwierigkeiten entgegengestellt zu haben. Vor einigen Tagen erhielt ein hier wohnender Bruder des S. von den Eltern der R. die Mit­theilung, daß sich das Mädchen in der elterlichen Wohnung vergiftet habe. In einem zurückgelassenen Schreiben, welches dem Briefe ebenfalls beilag, erklärte die jugend­liche Lebensmüde, daß sie im Einverständniß mit ihrem Geliebten handele, welcher zur gleichen Stundewiefiesterben werde. Thatsächlich haben auch beide an demselben Tage den gesuchten Tod gefunden.

titums vorab einzugehen.

Im Besitze eines feftgenommenen und vielfach vorbestraften, Mannes wurden 21 Stück neue Doublé- Ringe mit verschiedenen Steinen, Perlen 2c. vorgefunden. Die Ringe befinden sich in einem, rothbraunen, innen weißausgelegten Sammetetui zu 36 Ringen passend, auf der hinteren Seite des Etui befindet sich eingepreßt die Bezeichnung Musterschutz Nr. 4341. Etwaige Eigenthümer wollen sich vormittags zwischen 9 und 1 Uhr im Polizei- Präsidium parterre Bimmer 26, einfinden.

Jahre 1896 geftiegen. Von den 1698 Motorenbetrieben: Pressen 372 mit 1379 Pferdekräften, Aufzüge 333 mit 1960, Ventilatoren 226 mit 177,2, Der Verein der Militärinvaliden, Veteranen und Militär Maschinen für die Metallverarbeitung 186 mit 644,9, Maschinen für anwärter von Berlin und Umgegend( Vors. Hirsch) hat sich der im die Holzbearbeitung 77 mit 310,9, Schleif- und Poliermaschinen 74 Justizdienste angestellten Unterbeamten, welche zum größten Theil mit 293,7, Maschinen für Papierbearbeitung 62 mit 197,4, Maschinen Mitglieder des Vereins find, angenommen und eine Petition vor­für Fleischereibetrieb 57 mit 192,5, Tuchschneidemaschinen 21 mit gearbeitet, die an das Haus der Abgeordneten gerichtet werden soll. 20,1, Nähmaschinen 16 mit 25,0, Spulmaschinen 15 mit 30,5, Spul: Es wird darin auf die ungünstigen, den heutigen Verhältnissen nicht und Waschmaschinen 14 mit 67,0, Maschinen für galvanoplastische mehr entsprechenden Gehaltsverhältnisse hingewiesen. Die Betenten 3wede 13 mit 48,1, Hutbügelmaschinen 18 mit 22,7, Maschinen für erbitten eine Erhöhung des Maximalgehalts von 1500 auf 1800 m, Leberbearbeitung 11 mit 56,5, Antrieb von Dynamos 3 mit 63,5, Erhöhung des Wohnungsgeldzuschusses von 240 auf 400 m. und für verschiedene Arbeitsmaschinen 205 mit 626,4 Pferdestärken. Die Zahl die Hilfsbeamten Erhöhung der Diäten auf 3 M., sowie deren An­der elektrisch betriebenen Arbeitsmaschinen ist selbstverständlich weit stellung nach halbjährigem Probedienst. größer, als die in dieser Liste aufgezeichneten, die nur von einer Zahlreiche Vergiftungen durch Genn von Krebsen find Bentralstelle aus gespeist werden. Auch dem Laien wird es auf in dem Hause Rostockerstraße Nr. 50 vorgekommen. Einer der Ver­fallen, daß verhältnißmäßig viele Eleinere Betriebe, die bis dahin gifteten, der 47 Jahre alte Arbeiter Wilhelm Hänschte, ist ge wohl der Motoren zum theil entbehren mußten, elektrische Straft torben, die anderen sind wieder hergestellt oder befinden sich auf anwenden. Es giebt Leute, die daraus einen neuen Aufschwung dem Wege der Besserung. Der Hauswirth Schmiedemeister Rudowsky des Kleinhandwerks erhoffen. Als ob die Konzentration der feierte am 2. b. M. feinen Geburtstag. Seine Frau tochte zur Feier Produktionsträfte und die Uebermacht des Großkapitals nicht durch des Tages Krebse, die sie in der Markthalle an der Dorotheen­Ein nuaufgeklärter Leichenfund beschäftigt die Behörden. hundert andere Umstände gefördert würde! straße gekauft hatte. Da weniger Gäste zur Geburtstagsfeier er oftizstr. 62 wohnte seit Weihnachten der 47 Jahre alte Klempner Bon den Magistrats- Hilfsarbeiteru. Uus wird geschrieben: schienen, als man erwartet hatte, fo gingen die Krebse fast Albert Bley, dessen Frau sich seit August v. J. in der Frrenanstalt Der Magistrat steht die mit Kanzlei- Arbeiten beschäftigten Hilfs durch das ganze Haus, und so erklärt sich die Massenvergiftung. zu Herzberge befindet, während seine Töchter Annenstr. 20 wohnen arbeiter als Arbeiter" an, indem er dieselben ohne weiteres dem Eine Tochter des Arbeiters Hänschke war Frau Rudowsky beim und in einer Parfümeriefabrik arbeiten; ein Knabe von zehn und Invaliditäts- und Altersversicherungs- 3 wange Kochen zur Hand gegangen und brachte ihrem Vater einen Krebs in ein Mädchen von fünf Jahren sind von der Waisenverwaltung in ohne Ausnahme auch dann unterwirft, wenn deren Jahres- Arbeits- die Wohnung hinauf, wie sie bestimmt erklärte, nur einen einzigen. fremde Pflege gegeben. Bley, der Flickarbeiten machte und stark verdienst den nach§ 1 des Invaliditäts- und Altersversicherungs- Gesetzes Hänschke davon den Schwanz, die übrigen Theile überließ er trant, wohnte mit einer Person, die polizeilich nicht gemeldet war, für die Versicherungspflicht höchsten zu lässigen Betrag von 2000 M. feinem Stiefsohne Alfred Irrgang. Im Laufe der Nacht zusammen, die die Wohnung recht zweifelhafter Gesellschaft zur Ver bis um ein Fünftel desselben übersteigt und auch in der vom Ma- erkrankten alle Personen, die Don den Krebsen gegeffen fügung stellte. Bley wurde nun feit Freitag Abend nicht mehr ge= gistrat geführten Einkommensnachweisung auf 2400 M. angegeben hatten, Hänschte und sein Sohn am schwerften. Noch fehen und gestern von dem Portier Herbert halb auf seinem Bette ist. Diese, wohlthätige Fürsorge", die sich mit Rücksicht auf die Motive, in der Nacht wurden verschiedene Aerzte zu Hilfe gerufen. liegend todt aufgefunden. Die Kriminalpolizei rechnet, wie uns be­denen sie entspringt, füglich als Danaergeschenk bezeichnen ließe, ver- Dem erften, der zu ihm kam, verschwieg Hänschte, der von den richtet wird, mit der Möglichkeit, daß Bley feines natürlichen Todes dient umsomehr Beachtung, als dieser Versicherung hinsichtlich der Bei anderen Erkrankungen noch nichts wußte, daß er Krebse gegeffen gestorben, sondern von der Theilhaberin seiner Wohnung oder von tragshöhe nicht der thatsächliche Jahres- Arbeitsverdienst, nachdem die Ver. habe, er lagte ihm lediglich über Erbrechen und Kopfweh. Als Buhältern, die bei ihr verkehren, getödtet worden ist. sicherung in der IV. Lohntlasse unter höheren Beiträgen mit Aussicht nun fpäter im Zusammenhang mit den anderen Hilfsleistungen ein auf eine höhere Rente zu erfolgen hätte, sondern der ortsübliche zweiter tam, war es schon zu spät; der Mann lag bereits im Erschossen hat sich in der Pallisadenstraße der 82jährige Zagelohn gewöhnlicher Tagearbeiter zu grunde gelegt wird, der in Sterben und die Gegenmittel schlugen nicht mehr an. Die Barbier Telle, Elisabethstraße 17 wohnhaft. 2. hatte einem Kollegen Berlin so niedrig bemessen ist, daß mit der Versicherung in der übrigen Erkrankten wurden durch geeignete Gegenmittel gerettet. Am in der Pallisadenstraße einen Besuch abgestattet und erbat sich nach III. Lohnklaffe dem Gesetz zum Schaden des Versicherten genüge schwersten leidet noch der Stiefsohn des Verstorbenen. Auf dem Kurzem Aufenthalte dortselbst den Schlüssel zum Abort. Wenige geschieht. Ganz anders verhält es sich aber mit der Sicherstellung Wege der Besserung befinden sich eine Tochter des Hauswirthes, die Minuten später erdröhnte der Knall eines Schusses. Man fand gegen Krankheiten" dieser sogenannten Hilfsarbeiter". Denn zwei Tage lang ununterbrochen in Krämpfen gelegen hat, die Frau T. auf dem Kloset als Leiche vor. Beweggründe zur That sind nicht da keine Krankenkasse besteht, sind nach§ 3 des Krantenversicherungs- des Schmiedes Behrend und ihre beiden kleinen Töchter im Alter bekannt. Gesetzes die bei den Kommunalverbänden beschäftigten Personen von von drei und vier Jahren, die nur ein Stückchen vom Schwanz Durch Verbrennen ist die 8 Jahre alte Tochter Martha des dieser Versicherungspflicht nur dann befreit, wenn sie Anspruch auf bezw. einen ganzen Krebs und einige Scheeren gegessen hatten, eine Schuhmachermeisters Göp el aus der Stralsunderstr. 26 zu Tode Fortzahlung ihres Gehaltes auf die Dauer von 13 Wochen( drei Arbeiterfrau Herrmann, bei der die Vergiftungserscheinungen weniger gekommen. Das unglückliche Mädchen wollte, während sich die Monaten) nach der Erkrankung oder auf eine im§ 6 bezeichnete start auftraten, eine Frau Cirow, die mehrere Krebse und ziem- Mutter im Waschkeller befand und der Vater in seiner Wertstube Unterstützung haben. Daß der Magistrat im Vorjahre einem lich schwer erkrankte, Frau Borch und der Kaufmann Strickert und arbeitete, in der Küche auf der Maschine Milch fochen. Da die Dieser Arbeiter für einen sechswöchigen Erholungsurlaub seine Frau. Als Gegenmittel wirkten günstig heiße Milch, Rognat Ofenthür nicht geschlossen war, so fing das Kleid des Kindes, als nur 60 Mart Unterstüßung" aus Gnade gewährte und zwar und Rhizinusöl. es nach der Milch sehen wollte, Feuer und stand bald in hellen