Kr. 518. Erste Beilage zur«AeWl". Sauulsg. 2?. Mober 1919 Einladung zur Zrauenkonferenz. Am Sonnabend, den 15. und Sonntag, den 16. November 1919 findet im Volkehaus Leipzig , Zeitzer Straße eine Irauenkonferenz der U.S. P.D. fiatt. Beginn am 15. November, morgens 9 Uhr. Tagesordnung: 1. Die politische Situation, a) Agitation und Organisation: b) Presse. Berichterstatterin: Luise Zieh. 2. Tie Frauen und das Rätesystem. Berichterstattc- rin: Toni Sender . 3. Die Ertverbsarbcit der Frauen. Berichterstatte rin: Mathilde Wurm . Wir ersuchen die Genossen und Genossinnen aller Br- zirke. für eine gute Beschickung der Konserenz Sorge»u tragen. Wir schlagen vor, bis zu 1990 weiblichen Mitgliedern eine Delegierte zu entsenden, für jedes weitere Tausend eine Delegierte mehr. Wo Genossinnen zum Parteitag gewähll find, was wir überall dringend befürworten, ist zu emp> fehlen, diesen das Mandat zur Konferenz mit zu übertragen. Die Kosten der Delegation tragen die Bezirke. Z. A. des Zentralkomitees: Luise Zietz . Anna Nemitz . Spaltung in der Zugendbewegung. Die Verhältnisse in der sozialistischen Jugendbewegung haben sich in der letzten Zeit immer unerquicklicher gestaltet. Die.Freie Sozialistische Jugendorganisation' segelte immer offener in rein fammunistischem Fahrwasser und führt« eins» immer heftiger Werdenden Kampf gegen die Unabhängige Sozialdemokratische Partei. Die» führte zu sehr unangenehmen Zusammenstößen zwischen den Jugendlichen. Auf der Reichskonferenz der Jugend, die am Sonntag in Weimar tagte, ist e» nun zur Haltung ge- kommen, die von den kommunistischen Elementen mit Absicht her- heigeführt wurde. Die Hauptreferenten von der Reichszentrale wandten schrrf gegen die U. S. P. Sie vertraten n Standpunkt, die Jugend müsse die Sache einer Partei forden und Partei ergreifen. AI « dies« Partei könne led glich die K. P. D. , denen Politik die beiden Referenten al» die allein richtige bezeichneten, in Betracht kommen. Damit hatte die Debatte eine rein parteipolitische Basis erhalten. Der Res«, Kni der Opposition,«in Genosse aus Künigtbenz, war infolge- dessen gezwungen, weniger die Jugsntfrage zu behandeln, aiS die vielen unbarechtigten Angriff« gegen die U. E. P. gurüchzu- weisen. Im gleichen Gleis« bewegte sich die Diskussion. Kein Wun- der, daß rigcnÄiche Jugendfragen dabei zu kurz kamen. Mehr al»«irrmal hatte man den Eindruck, als ob man sich in einer Funktionärversammlung der K. P. D. befand, wa» besonder» in der Gewerkschaftsfrage deutsch wurde. E» wurde heftig gegen die Gewerkschaften zu Felde gezogen, wobei man abwechselnd den linken oder rechten Flügel der u. S. P. als den allein schuldigen teil an dem Niederganz« der Gewerkschaften bezeichnete und die kommunistisch-syndikalistische Betr ebSorganisation»l» das allein- seligmachende Mittel zur Erreichung der Diktatur de» Prole- tariat» hinstellte. Schließlich nahm aber die kommunistische Kon- ferenz-M.hrheit einen Antrag an, der verlangte, daß sich die Jugendbewegung der K. P. D. gegenüber sympathisch verhalten und alle anderen Parteien einschließlich der U. S. P. auf da» Schärfste bekämpf.'« soll. Sosort nach der Annahme diese» An- träges wurde e n Zusatzantrag angenommen, der besagt, daß alle, die gegen den Antrag gestimmt haben, als nicht mehr zur Freien Sozialistischen Jugend gehörig betrachtet werden! Damit war d« Spaltung vollzogen. Gen. Polenz, Königsberg , gab im Namen der Opposition folgende Erklärung ab: «Da ein weiteres Zusammenarbeiten mit der ausgesprochen kommunistischen Jugend uns unmöglich gemacht ist. erklären alle Ortss-ruppenvertreter, die auf dem Boden der«Freien Sozia- listeschen Jugend' stehen und ein fveundiiches Verhältnis mit der U. S. P. sowohl a'S mit der K. P. D. wünschen, weil dadurch allein die Aktionssähigkeit und Geschlossenheit der«Freien Sozialistischen Jugend ' gewahrt bleibt, daß sie sich hiermit von der kommunistischen Jugend trennen.' Gemäß dieser Erklärung.verließen Pertreter von derschiede- nen Bezirken Teutschlands den Konferenzsaal. In der darauffolgenden Besprechung wurde einmütig be- schlössen, eine eigene Organisation unter dem NamenFreie Sozialistische Jugend Deutschlands' zu schaffen. Zu diesem Zwecke soll in Kürze eine NeichSkonferenz zu» sammentreten, die alle diesbezüglichen Fragen zu rsgeln haben wird. Ferner wurde allerseits auf das Entschiedenste die u n- bedingte S e l b st ä n d i g k e i t der neuen Jugendorganisa- tion und die Unabhängigkeit von allen Parteien be- tont. Mit ihrem Anschluß an die kommunistische Partei hat die bisherige«Freie Sozialistische Jugend ' auch das Recht auf diesen Namen verwirkt. Wer Interesse an einer wirklichen sozialistischen Jugendorga- nisation hat. wende sich zwecks Auskunft und Information an das «Provisorische� Zentralkomitee' der«Freien Sozialistischen Ju- gend', zu Händen Walter Skala, Berlin NS9. Samoastr. 10. * Mit jenem kurioS formulierten Beschluß hat die sogenannt« «Freie Sozialistische Jugend ', die faktisch längst keine Jugend- bewegung mehr war, auch formell ihren Bankerott vollzogen. Denn e« ist einfach unsinnig, die Zugehörigkeit zu einer Jugend- bewegung von einem parteipolitischen Glaubensbekenntnis der Jungen und Mädel» abhängig machen zu wollen. E» dürfte auch kaum zu erwarten fem, daß die Leiter der kommunistischen Jugendbewegung den Mut der Konsequenz ausbringen und von jedem neueintretenden Jungen und Mädel da» Bckenntni» zur kommunistischen Partei verlangen werden. Die Entschsidunz für die Kommunistisch» Partei, die«in« heillose geistige verirnrng dieser Jugend- leiter offenbart, ist aber' rncht nur politisch dumm, sondern auch unjugendlich. Jugendliche hätten au» eigenem Er- messen niemals einen derartigen Beschluß gefaßt. Er konnte nstr entstehen auf einer von Aelteren beherrschten Konserenz. In» sofern ist er symptomatisch für die Krankheit, an der die so» genannte«Freie Sozialistische Jugend " bereits feit Jahren litt und die nun zur Kataistrophe geführt hat. Hier bestimmten die über da? Jugendalter hinau» Entwickelten, die Zwanzigjährigen und noch Aelteren, Inhalt und Form der Jugendbewegung. S i« beherrsch- ten die Organisationen vollständig, nicht nur durch ein geistige» Uebergewicht gegenüber den JugenÄlichen, sonder« oft sogar auch durch die Zahl. Infolgedessen wurden von dieser Jugendbewegung auch nicht die Bedürfnisse der Jugendlichen, der 14 �jähri­gen, befriedigt, sondern die der Aelteron, die 18-, LOjährigen und noch Aelteren, die sich von denen der Jüngeren, besonder» in geistiger Hinfichi, naturgemäß bedeutend unterscheiden. Die Jugendlichen fanden also in dieser Jugendbewegung längst nicht mehr da», wo- nach Herz, Körper und Geist verlangten. Daher erklärt sich die Flucht de« Jugendlichen au» dies« Vereinen und di» Gleichgültigkeit der jüngere» Element« ihrer Organisation gegenüber. die seit einizer Zeit zu beobachten war. Mit dem Ausscheiden der wirklich Jugendlichen au» der Bewegung stieg aber noch mehr der Einfluß der«älteren Jugendlichen', und die sogenannte Jugendbewegung entwickelte sich schließlich vollends zu einer Organisation der älteren Jugend- lichen. der SO LBjährigen. Dies« innere Entwicklung der Jugendbewegung zu verhindern, ist«in Problem, an dem schon mehrere Jugendbewegungen zugrunde gegangen sind. Darum verdient die mutig« Tat der von den Kommunisten noch nicht geistig gefangen genommenen Jugendliche« auf der Konferenz zur Rettung wenigsten» eine» Teil» ihrer Organisation al» Jugendbewegung hohe� Lob und Anerkennung. Erfreulich ist e» auch, daß sie sich in ihrer Tätigkeit auf die eigentlichen Jugendaufgaben konzentrieren wollen. Das soll zweifellos nicht heißen, alle politischen Fragen von den Jugendlichen ängstlich fern- zuhalten. Die jungen Arbeiter und Arbeiterinnen werden, zumal in unserer politisch bewegten Zeit, nur allzu stark von politischen Strömungen berührt. Die im Erwerbsleben stehenden Jugend» lichen wollen und müssen politisch geschult und erzogen werden. Die politifte Aufklärung der Jugend darf nicht Partei� politisch orientiert sein; sie muß nach pädagogischen Ge» sichtspuntten erfolgen. Nicht alle politischen Fragen interessieren die Jugend gleichermaßen. Nur die kommen für sie in Betracht, di« in chrem JnteressenkreiS liegen. Parteipolitische Streitfrazen zwischen den einzelnen sozio Ii st i, schen Parteien gehören nicht vor die Jugend. Di« politische Aufklärung der Jugend ist lediglich vom Standpunkt de» prinzipiellen Sozialismus aus zu leisten. Nicht Parteianhänge», sondern denkende, grundsatztreue und charakterfeste Sozialisten zu erziehen, muß der Zweck den sozialistischen Jugendarbeit sein. Nur selbstlose, wahrhcitS« liebende Menschen eignen sich somit als Lehrer für die Jugend Wer die Jugend für seine politischen Anschauungen mißbraucht� versündigt sich an ihr. Das sollte die neu« Bewegung der proletarischen Jugend und mehr noch aber die Partei, die dies« Bewegung in selbstlose« Weise fördern muß, beherzigen. Für die neugeschaffene Organisation der Jugend gfflt e? aber vor allem, Sichntheiten dafür zu schaffen, daß die.Aelteren' der Jugend, die allmählich aus der Bewegung her- auSwachsen, diese nicht wieder ihrem eigentlichen Zwecke, der Jugend zu dienen, entkleiden. Mit einer gewaltsamen Entfernung der über 18 Jahre alten ist hier nichts zu erzielen. Die Aelteren haben zumeist unter den Jüngeren Freunde, die an ihnen hängen. Auch werden die älteren Jugendlichen alz Leiter und Führer de« Jüngeren gebraucht. ES gibt nur da» eine Mittel: die Auf, gaben der Jugendbewegung müssen fest umgrenzt werden. Sie dürfen sich nur auf die Bedürfnisse der jungen Arbeiter und Arbeiterinnen beschränken. Infolge» dessen darf die politische Bildung der Jugend einen nicht zu breiten Raum in dem AktwiSprogramm der Jugendorganisation einnehmen, da» alle Jnteressen der arbeitenden Jugend berück, sichtigen muß. Die Juzeud darf nicht politisch überfüttert werden E» wäre geradezu gefährlich� der Jugend Stoffe aufzudrängen, di« st« nicht haben will, und die sie ihrem AuffassungSver- mögen gemäß nicht verdauen kann. Die Auswahl de» politische» Stoffe» sollten darum die Jugendlichen selbst treffen. Uebevhaupt dürfen nur die Jugendlichen da» ausschließlich« Bestimmungsrecht über ihre Organisation besitzen. All« älteren Helfer dürfen mir beratende Stimme haben und ih« Rechte und ihre Arbeit müssen durch organisatorische Maßnahmen unverrückbar festgelegt sein. Ganz wird der Einfluß der Aelteren in der Bewegung auf die Jugend sich ja niemal» verhindern lassen. Aber jeder persönliche Nebenzweck der Jugendleiter zum Nachteil für die geistige Entwicklung der Jugend muß und kann verhindert werden. Da muß die Jugend selbst eben auf dem Posten sein und die Besten in unserer Partei, die in selbstloser Weis« der Jugend helfen wollen, müssen für diese schwierige, aber auch befriedigende und erfolgreiche Arbeit von allen anderen Lasten i« der Partei befreit werden. Der wahrhaft«Freien Sozialistischen Jugend ' wünschen wi, ein herzliche» Glückauf! Deulsche Nakionalversammlung. Sonnabend, den SS. Oktober. Da» Hau » Ist zu Beginn der Stzung so gut wie leer. ReichSverkehrSminister Bell: Bevor ich zu meinem Etat da< Wort nehme, mutz ich über einen schweren Unglücksfall zu Ihnen sprechen, der sich am 24. d. M. auf dem Bahnhof K r o« n o w i tz, der Nebenbahn Ratibor Troppau , infolge Zusammen­stoße»«ine»«infahrenden Personenzuge» mit einem über da» Grenzzeichen de« Nachbargleise» hinau«st«henden Güterzuge» er- 19) Kmmie higgins. Roman von Upto« Sinclair. But dem Manuskript übertragen von Hermynia Zur Mühlen . Bisweilen vermochte die arme Frau ihre Sorgen nicht ßu verbergen. Dann hielt Jimmie in seinem Vorwärtshasten inne und versuchte, ihr seinen scheinbaren Wahnsinn zu er- klären. War eS denn recht für einen Mann, nur an seine Frau und seine Kinder zu denken und olle anderen Frauen und Kinder der Arbeiterklasse zu vergessen? DieS war ja der Grund, weshalb die Arbeiter jahrhundertelang Sklaven gewesen waren, weil jeder nur an sich selbst und nicht an die anderen gedacht hatte. Nein, man muß an seine Klasse denken I Muß als Klosse handeln, jede Gelegenheit benützen. um Solidarität und Klassenbewußtsein zu lehren. Jimmie verwendete gern große Worte, die er auf den Versammlungen gehört hatte; sah er jedoch, daß Lizzie sie nicht verstand. so wiederholte er alles mit einfachen Ausdrücken. Der alte Granitch sitze jetzt in einer Klemme, man müsse ihm eine Lektion erteilen und zur gleichen Zeit den Arbeitern ihre eigene Macht lehren. Lizzie seufzte und schüttelte den Kopf. Für sie war der alte Granitch kein menschliches Weien, sondern ein Naturphänomen, wie der Winter oder der Hunger. Er und seinesgleichen waren seit unzähligen Generatwncn die Herren ihrer Ahnen gewesen, und der Versuch, seine Macht zu brechen oder auch nur zu beschränken, kam ihr wie der Persuch vor, der Flut oder der Sonne zu gebieten. II. ' Die Geschehnisse erreichten gar bald ihren Höhepunkt Lnd rechtfertigten Lizzies schwerste Sorgen. In der Fabrik gärte Unzufriedenheit, Agitatlmen schienen aus dem Boden ftu wachsen; etliche standen in Jerry Colemans Sold, andere folgten bloß dem Wunsch, ihrer Verbitterung Ausdruck zu verleihen. Mittägliche Versammlungen ientstanden fast von felbst, ohne vorher angekündigt worden zu sein, und Jimmie erfuhr, daß die Namen aller derer, die in den Ausstand zu treten bereit waren, gebucht werden würden. DaS Ganze wurde durch die Fabriksleitn. die von ihren f picmen wohl unterrichtet waren, auf die Spitze getrieben. i««n+iirfien etwa Manila der �astea «18 um die Mittagszeit diese Tatsache bekannt ward, schlugen die Flammen deS ZorneS hoch auf. �Streik! Streik! tönte pS an allen Ecken und Enden. Jimmre gehörte zu jenen, die den Zug durch die Höf« anführten; brüllend, singend, wilde Drohungen gegen die Herren ausstoßend, schritten die Ar- beider dahin, beschimpften alle, die an die Arbeit gehen wollten. Kaum ein Zehntel der Empirsarbeiter wagte den Versuch. An diesem Nachmittag hatte sich die Empire- Maschinenfabrik, die dazu bestimmt war. für die russische Regierung Granatenhülsen herzustellen, in einen Versamm- limgsraum dar Fnternattonaieu Sozialdemokratie der- wandelt. Jimmie HigginS war außer sich vor Erregung. Er sprang umher, schwenkte die Mütze, brüllte sich hgiser; fast wäre er auf einen Holzstoß geklettert und hätte eine Rede gehalten. Genosse Gerrity und Genossin Mary Allen er- «schienen; sie hatten von den Vorfällllen gehört und brachten große Bündel deSArbeiter" mit. Jimmie verwandelte sich in«inen Zeitungsjungen, verkaufte die Blättor zu Hunder- ten. bis die Kupfer- und Silbermünzen seine Taschen z» zerreißen drohten. Dann stellten sie ihn als Laufburschen cm; er half beim Organisieren dex Leute, schleppte Mit- gliedskarten und Listen herbei, zottelte hinter einem stier- stimmigen, mit einem Megaphon bewaffneten Mann einher, der in verschiedenen Sprachen die Adresse des Hauptquar- tiers und des Lokals ankündigte, wo am Abend Reden in ausländischen Sprachen gehalten werden wurden. Jemand schien den Ausbruch geahnt und bereits alle Vorbereitungen getroffen zu haben. Am Spätnachmittag war Jimmie Zeuge eines aufvegen- den Vorfalles. Einige Leute hatten darauf bestanden, die Arbeit wieder aufzunehmen, und waren in ihren Arbeits- räum zurückgekehrt. Vor dieisem staute sich nun die Masse der Streikenden. Die Streikbrecher wagten nicht, den Raum zu verlassen, verharrten dort, obwohl die Sirene das Ende der Arbeit verkündet hatte. Die Menge johlte und schrie vor der Tür, die Leiter der Fabrik telephonierten um Hilf« in die Stadt. Zwar befand sich bereits der größte Teil der Loesviller Polizei an Ort und Stelle, und die Gesellschaft hatte außerdem eigene Wächter und Spitzel, doch waren diese Leute durch den ganzen Bau verteilt. Sie standen mit drobenhen.und dennoch etwas unsicheven Mienen, bei Eingängen, ihre Hcmd glitt oft, schier instinktw, nach tief rechten Hüfte. Jimmie und sin Kamerad waren auf eine leere Kiste geklettert, lehnten an der Mauer und brüllten aus voller Kehle, sobald sich der Kopf sineS Gelben zeigte. Ein Auto- mobil raste, wild tutend, in den Hof, die Menge stob nach beiden Seiten auseinander. Das Automobil war mit Leuten vollgepfropft, die aufeinander saßen, auf den Trittbrettern standen. Ein zweites folgte nach. Dies waren Wächter aus Hubbardstown, denn in solch einem Fall half die Hubbard- Maschinenfabrik ihren Konkurrenten. Dies war die Soli- darität des Kapitalismus, von der die Sozialisten unentwegt sprachen. Die Männer sprangen aus den Automobilm und stell- tm sich fächerförmig vor dem Eingang auf. Sie hielten Knüppel in den Händen; mit grimmigen Gesichtern brüll- ten sie:Zurück! Zurück!" Die Menge. johlte, wich jedoch sin wenig zur Seite. Etliche Minuten später öffnete sich die Tür und der erste der erschrockenen Arbeiter erschien. Wildes Geheut brach los, ein Stein flog durch die Luft. Verhaftet den Kerl!" schrie eine Stimme, und Jimmie blickte sich nach dem Rufendm um. Er sah einen jungen Mann, der mit dem ersten Automobil gekommen war. und nun. aufrecht auf dem Sitz des Wagens stehend, die Menge zu überblicken vermochte.Verhaftet den Kerl!" rief er abermals, Und zeigte mit dem Finger in eine bestimmte Richtung. Di« Wächter eilten hin. Der Mann, welcher den Stein geworfen hatte, begann zu laufen, doch kam er im Gedränge nur langsam vorwärts und wurde gleich von dm Wächtern gefaßt. Er versuchte sich lloszumßen, sie schlugen ihn auf den Kopf, wehrten mit ihren Knüppeln die vor- dringenden Massen ob.Führt ihn ins Haus!" rief bei junge Mann. Einer der Wächter packte dm unselige« Steinwerfer am Kragm, bis dieser blau im Gesicht wurde, und schleppte ihn in die Fabrik. Der junge Mann im Automobil wandte sich der Meng zu, die den Ausgang versperrte.Jagt die Leute aus dew Weg!" brüllte er den Wächtern zu.Trsibt sie fort, der Teufel hole siel Sie haben hier nichts zu suchen!" Mit Fluch- und Schimpfworten spornte er Polizisten und Wacht« zur Tat an. bis die Knüppel auf die Masses mederiaulte�' . lFoMtzww solgt� k