uns Bann es aber Demokratie erst dann geben, töenn Surch Sent Sozialismus die wirtschaftliche Gleichheit der Menschen berge­stellt ist. Deshalb müjjen mir einen scharfen Unterschied wi chen bürgerlicher und proletarischer Demokra ie machen. Wer diesen Unterschied verkennt, und glaubt, daß mit den Formen der, bürgerlichen Demokratie der Sozialismus herbeigeführt werden kann, berläßt den Boden des laffentampies und wird aus einem revolutionären Eo gialisten ein Reformist. Das ist heute bei den Rechtssozialisten ber Fall. Die Stämpfe, die sich heute zwischen uns und ihm ab­pielen, baben, wie Sie wissen, bereits in Friedenszeiten in der fozialdemokratischen Burten eine große Rolle gespielt. Die Ne formisten haben die fozialdemoftra ifdhe Battei bon innen aus gehöhlt, während sie vermeinten, die bürgerliche Gesellschaft aus. suhöhlen. Die Taten der Rechtssozialisten zougen boute davon, baß sie mir mit den Lippen den Sozialismus wollen, sich aber batsächlich mit der Bapitaliſtiſchen Geſellſchaft abgefunden haben. Darüber herrscht natürlich große Genugtuung bei der deutschen Bourgeoisie. Ein wie gewaltiger Motor der Geschichte die Difta

migt nicht, Brabo git rufen, föenn Sas Wort: B. Infernationale, groter Wolfe Haben wonen Menschen, ble d fällt. Rußland und Deutschland sind wirtschaftlich ein Nichts Bergen wohnen und in größeren Städten, und nur zu einem gang gegenüber England und Amerita. Dort wird der Entscheidungs - verschwindend kleinen Teil auf Brotgetreide produzierendem Flach. lampf über den Sozialismus geschlagen werden. Wir müssen land. Deutschösterreich allein tunn nicht leben und unser erster eine revolutionäre Internationale schaffen, dür. Gedanke war, alles zu unternehmen, um den Anschluß an ein fen uns aber dazu den Weg nicht vorzeitig berbauen. Gegenüber Da ein Zu anderes großes wirtschaftliches Gebiet zu finden. der fommunistischen Partei ist eine gewisse Vorsicht geboten, denn es gibt Strömungen darin, die Berührung mit reaffionären Ele. sammenschluß mit den Sufzeisionsstaten unmöglich war, forder menten haben, z. B. an die deuriy- völfische Richtung. ten wir den Zusammenschluß mit der deutschen Rezt blik. Es ist leider anders gekommen. Wir mußten uns der Gewalt der Waffen fügen. Der sogenannte Friedensvertrag hat gegen un entschieden.

Schmid( Dachau ): Die weite Internationale tommt für uns selbstverständlich, nicht in Betracht, wir dürfen aber gegen über der dritten Internationale nicht allein das Gefühl ent scheiden lassen. Die Judenhete müssen wir energisch bekämpfen. Das Kapital ft weder jüdisch noch christlich.

DO

Unter diesen schweren Verhältnissen mußten mit arbeiten as wir innerhalb dieses Jabres an sozialpolitischen Gefehen geleistet haben war viel mehr, als früber in Jahrzehnten ges schaffen wurde. Wenn aber dieses Deutschösterreich das Unglüd haben sollte, allein zu stehen wenn der Anschluß an ein großes Wirtschaftsgebiet verweigert wird, tann ist nicht abzusehen, wie es sich aus dieser wirtschaftlichen Erniedrigung jemals erheben fönnte. Die Mäche, die uns diesen Frieden auferlegt haben,

wortung auf sich geladen. Wir geben aber die Hoffnung nicht auf, daß der Tag des Anschluffes fommen wird, da man einsehen wird, daß man auch und Gerechtigkeit widerfahren lassen muß.

Sente( Parteivorstand): So begreiflich es ist, daß fo viele von uns mit heißem Herzen für die dritte Internationate ein treten, so sehr ist es notwendig, mit fühlem Stopf die geschicht liche Bage, in der wir uns befinden, in Betracht zu ziehen. An die zweite Internationale denkt fein Mensch, denn die is: tot. tur fein fann, das haben Wir wollen eine neue Internationale gründen, hinter wir in den ersten der aber die großen Massen der Arbeiter in allen Industrieländern Bochen nach der Novemberrebolution erlebt. Damals hatten wir die Ditta air des Proletariats: Der Achtstehen. Deshalb dürfen wir nicht furzerhand uns für die dritte haben eine große Schuld und zugleich eine große Verant Stunden tag murde eingeführt, die Koalitionsfreiheit hergestellt, Internationale entscheiden, che wir nicht in Genf den legten bie Arbeitslosenunterstütung bet ligt, die politischen Rechte für Berjuch unternommen haben, die reformistischen Mid tungen her beide Geschlechter in weitestem Waße ausgedehnt, d. h., ein großer auszudrängen. Dieformen bedeuten nur dann ein Aufgeben des Teil der sogenannten prattischen Honderungen des Erfurter Pro affenfampfes, wenn man auf die Revolution verzichtet. Das gramme wurden im Wege der Diftatur veravirklicht. Beute ist hat Rosa Luxemburg in ihrer belannten Schrift Reform oder bie fogenannte Demokratie daran, diese Errungenschaften nach Revolution" ausgesprochen. - nach zu beseitigen. Die sogenannten Voltaurteile durch den Blumtritt tritt. in feinem Schlußwort für Beteiligung Simmmzettel tönnen für uns nicht maßgebend fein, solange die am Genfer Stongreß ein. Erst dort können die Entscheidungen Großbourgeoisie und das Banttapital durch unge meifene Geld. fallen, welcher Internationale wir uns anschließen wollen. mittel und mit Hilfe ihrer Bresse die Massen nach ihrem Willen Es folgt die Abstimmung über die Anträge. lenkt und beeinflußt. Die Demokratie Foantre che und Nord­ameritas tann nicht unser Ideal sein. Wir sind zunädyt Sozia listen und erst als solche Demofraten, das müssen wir festhalten, wenn wir das Wesen der proletarischen Diktatur enfennen wollen. Diefe bedeutet nichts weiter als/ oie laffen Herrschaft des Proletariats nach Eroberung der politischen Macht. Dann eben wird das Prole. tariat unumschränkt regieren, wie heute die Bourgeoisie unumschränft regiert. Es ist aber main zu glauben, mie es die Rechtssozialisten tun, daß eine fog a Listische Parlamen: smehrheit ohne weiteres die Macht hätte, im fozialistischen Sinne zu handeln. Wie gewaltig die Macht des Kapitals ist, ersehen wir aus dem schweren dampfe, den Sowjet Rußland zu führen hat. Wir wissen, daß die Methoden der russi fchen Revolution bei uns nicht angewendet werden können. An bere Verhältnisse erfordern andere Mitfel. Wir wiffen aber auch. baß der Bürgerkrieg, den wir, wie jedes Blutbergießen, berab schenen, nur dadurch entsteht, daß die Stapital ſtentlasse ihre wirt schaftliche Macht gegen den Willen der Voltamassen nuit den brutalsten Mitteln der Gewalt aufrecht erhalten will.

Ueber

bas Verhältnis ber... sur. B. D. und N.. D. referiert Roempfet( München ): Der Grund der Spaltungen, in denen fich zur Zeit die deutsche Arbeiterklasse befindet, ist in der tiefgehenden Gärung der Massen zu suchen. Auch innerhalb der drei bestehenden Barteien spielen sich Stämpfe ab, und bei Teiner von ihnen tann man von einer flaren eindeutigen Politif sprechen. Wenn wir aun praftischen politischen Handeln kommen wollen, so müssen wir versuchen, die Grundlagen für das Handeln gegenüber diesen Parteien zu finder.

Die rechtssozialistische Partei hat sich au einer ungeheuren Wablmaschine entwideli, in der nur ein geringce geistiges Leben zu finden ist. Die Zentralleitung dieser Bartel hat alle Macht. mittel, insbesondere die Bresse, in der Hand, wodurch die einzelnen Mitglieder vollkommen willenlos werden. Der Deformismus, ber innerhalb dieser Partei den Ton a.igibt, hat zu der Theorie des Sozialverrates geführt Wlan schiebt die sogenannten Allgemein interessen bor , weil man au feig und zu schwach ist, den Klassen. Lampf zu führen. Man weiß nicht oder man will nicht mehr wissen, daß es in der Klassengesellschaft teine Algemeininteressen gibt, sondern daß das gesellschaftliche Geschehen das Ergebnis der amischen den feindlichen Klaffen stattfindenden Nämpfe ist. Der

Blaube mancher unserer Genossen, daß die rechtssozialistische Parr. tei noch einer Wandlung fähig ware, tann zu schweren Ent. täuschungen führen. Der 4 August 1914 war der Schlußpunft des inneren Umwandlungsprozesses, durch den die sozialdemokratische Bartei sich der tapitalistischen Gesellschaft anpaßte. Die heutige Koalitionspoliti! mit den bürgerlichen Parteien ist nur die Non sequenz aus dieser Tatsache. Die rechtssozialistische Partei ist ein Bestandteil des alten Deutschlands , das heute unter anderer Firma wieder aufgelebt ist, sie gehört zu den Schuldigen des Weltkrieges. Deshalb ist die Schuldfrage für uns der Brüfftein für die Auseinandersetzung mit den Methoden und dem Wefen bes laiserlichen Deutschland . Gine Koalition mit der rechts fozialistischen Partei in irgend einer Form muß daber unter allen Umständen abgelehnt werden. Das hindert aber nicht, daß wir mit ihr, wie auch manchmal mit bürgerlichen Parteien, bei Abstimmungen zusammengeben fönnen. Jedes Kompromiß aber, das unsere Handlungsfreiheit beeinträchtigt. ift geeignet, den Marungsprozeß in den Massen zu stören und aufzuhalten.

Die Unzahl von Strömungen, die innerhalb der fom mu nistischen Partei bestehen, machen es uns sehr schwer. eine flare Stellung zu ihr zu finden. Als einer Partei aber, bie unter der infamsten Verfolgung au leiden bat, müssen Dir ftets unsere proletarische Solidarität ihr gegenüber betonen. Sobald die kommunistische Partei dozu kommt, Vertretungen in ben Parlamenten und Gemeinde aten zu erhalten, dann wird fich ein enges Busammenarbeiten mit ihr ohne weiteres ergeben milffen. Auch bei öffentlichen undgebungen, Versammlungen ufw. tönnen wir au einem gemeinsamen Vorgehen mit der R. B. D. lommen, wenn die örtli.ben Umstände dies irgendwie gestatten. All das soll uns aber nicht hindern, Tendenzen in der , B. D., die unseren Anschauungen zuwiderlaufen, energisch zu bekämpfen. Das gilt besonders gegenüber allen Bersplitterungs­lichen Idealismus, den wir bei vielen Genoffen der R. P. D. finden, mit der flaren Erkenntnis der wirklichen Tatsachen, dann wird sich mit unserer Partei die von uns so fdmerzlich ersebute Einigung des deutschen Broletariate bollaieben.

Die Debatte über diese Punkte befchäftigte sich zunächst mit ber Stellung zur Internationale,

Wir geben daraus das Fólgende wieder: einlein( Fürth ); Wir müssen ble rebolutionären Arbeiter aller Länder in der Internationale vereinigen. Zu die fem Rivede müffen mir rad Genf geben und den Ausschluß ber deutschen Rechtssozialisten durchsetzen.

Roenig( ugsburg) tritt für den Anschluß an die britte Internationale ein. Wir würden sonst ins Schlepptan ber Reformiffen geraten.

B

Die Ortsgruppe Gönga u beantragt, der Parteitag wolle befd ließen, den Anschluß an die dritte Inter nationale zu vollziehen. Bayer( Nürnberg ): Ich bitte um's Wort zur Geschäfts. ordnimg. Freund( als Vorsitzender): Wir sind in der Abstimmung. ich tann niemand das Wort geben.

Der Antrag Schongau wird mit 66 gegen 62 Stimmen an genommen. 29 Genossen haben sich der Stimme enthalten.

Bayer( Nürnberg ) zur Geschäftsordnung: Ich habe im Namen von 25 Delegierien zu erklären, daß wir an der Abstim. mung nicht teilgenonumen haben als Protest dagegen, daß eine solch wichtige Frage nach völlig ungenügender Plärung zur Gutscheidung gebracht wurde. Wir sind der An­fichyt. daß wir erst dann endgültig einen Entschluß fassen fönnen, dem wir auf bem Genfer Kongreß Gelegenheit gehabt haben, Freund: Ich muß Bayer erwidern, daß ich nach der Ge. fdäftsordnung nicht anders verfahren konnte und den Antrag aux Abstimmung bringen mußte."

Die Lage endgültig zu flären."

In den Landesvorstand wurden hierauf Unterleitner, Berkel und Hedwig Kaempfer aus München , Blumtritt( of) und Simon( Nürnberg ) gewählt. Goldmann führt das Amt des Lan­dessekretärs weiter.

In einer Resolution wird die Empörung des Barteitages über das Urteil im Gesellenmordprozeß ausgesprochen. Ein anderer Antrag fordert die Genossen auf, den 7. November durch Arbeits­rube zu feiern. In einer Erflärung wird die Sympathie mit dem revolutionären Broletariat Rußlands ausgesprochen. Schließlich protestierte der Parteitag gegen die Verschlechterung in der Be handlung der Festungsgefangenen.

Deutschösterreichischer Parteitag.

Eigener Drahtbericht der Freiheit.

Wien , 1. November 1919. Weber bie parlamentarische Tattit spricht Genosse Scip. Am Tage des Berfalls der Monarchie war die wichtigste Aufgabe der Sozialdemokratie, nicht nur zu verhindern, daß das Proletariat in den Zusammenbruch hineingezogen, sondern daß auch für die Demokratie und den Sozialismus bas möglichste ge­tan werde. Der Kampf, der innerhalb der Arbeiterklasse tobte, war der Kampf zwischen den sozialen Idealen, denen wir bei der steigenden Macht des Proletariats jo nahe schienen, und zwi schen der nüchternen Wirklichkeit, awischen unserem beigen Sehnen, Begehren und Wollen und zwischen der Möglichkeit der Erfüllung dieses Sehners ob der Parteivorstand den Lockungen Folge leisten follie oder ob Es ist damals darauf angekommen, er nüchtern zu ermessen habe, was erreichbar ist und dieses Er reichbare mit aller Energie anguftreben. Wenn wir und die ge­famte Bartei damals den Lockungen gefolgt wären, würden wir beute wahrscheinlich das Schidial Ungarns teilen. Wir mußten uns fragen, was fann uns der Boden Deutschösterreichs bieten, wie fönnen wir die Masse von 6% Willtonen Menschen auf absehbare Zeit hin erhalten und die Produ! tion fortführen?

Genosse Otto Bauer : Die Koalition ist für uns alle eine bittere Notwendigkeit Wir sind uns aber ebenso flar darüber, daß die Koalition an Bedingungen geknüpft werden muß, die sich mit unseren Grundsäßen und mit der Ehre der Sozialdemefiatie verträgt. Es ist ein selbstverständliches Prinzip der Demokratie, daß fie politische Flüchtlinge nicht an aufständische Säicher, an ausländische Suchthäuser ausliefert. Es wird die größte bebe getrieben, weil wir den Ungarn , die vor der konterrevolutionären Regierung flüchteten und den bayerischen Kommunisten ipl geboten haben. Dec Parteitag wird mit mir einer Meinung sein, daß es nicht nu unseren politischen Grundfäßen und der Tradition der Sozial demokratie entspricht, sondern daß es auch unvereinbar ist mit einer rebolutionären Partei, wenn sie einen Ausländer wegen eines politischen Delittes ausliefern würde. Wir könnten dann keinen Tag länger die Regierung unterſtügen.

sehr ungleichen Dingen: nämiid von Wien und von der Deutschösterreich ist eine sehr mechanische Summe von zwe ändern unserer Machtpofition. In Wien ist unsere Macht sehr start. Anders sind die Machtverhältnisse in den Län dern, wo die Arbeiterklasse nur einen fleinen Teil der Bevölke rung bildet. Wir dürfen uns über die Lage nicht täuschen. Bon Ungarn femmt eine Welle der Stonterrevolution über uns. Wi überschäßen die Gefahr nicht. Wir wissen, daß jeder, der die Republif antasten würde, mit blutigem Stopfe nach) Daufe geschide würde. Die Koalition ist nötig. Doch ist es auch nötig, daß wie innerhalb der Stoalition star! sind. Diese Stätte haben wir nut wenn mir das Proletariat einig erhalten.

Mag Adler: Es ist fein Geheimnis, daß die Partei die Rob wendigkeit der Koalition mit Unbehagen fühlt. Aber wir haben in ihr das tattische Mittel erkannt, die Macht des Proletariats zu erhalten. Es ist dies eine andere Koalition, als sie unter bürgerlichen Parteien geübt wird. In den Arbeiterräten hat sich überbies bas Proletariat seine revolutionären Organe geschaffen, bie dafür sorgen, daß die Stoalition die Kräfte des Proletariats nicht feifelt.

Friedrich Adler : Wenn wir rüdschauend alle Gefahren, burch die wir hindurchgefommen find. uns vergegenwärtigen, fo müssen pir sagen: Es ist beinahe ein Wunder, daß es uns gelungen ist über dieses schwere Jahr hinwegaufommen ohne eine Niederlage bes Proletariate, und biee, weil wir uns in unserer politischen Tattit nicht haben abdrängen lassen von dem einzig möglichen Wege, der sich uns dargeboten hat. Wir sind auf dem Stand­punkt geweien, daß die Regierung, die unter den gegebenen Machtverhältnissen geschaffen worden ist, teine fozialistiche Regierung sein kann. Was wir von dieser Regierung zu for dern haben, ist das ftrenge Festhalten an der Demokratie und der Mevublik. Es ist wichtig, daß die Genossen machtpolitijo denten lernen. Es tommt darauf an, wer die wirkliche Macht in Sänden hat. Daher ist es eine Grundbedingung der Koalition, daß verhindert wird, die Wehrmacht reaktionären Zweden dienst bar zu machn. Wenn wir nach Deutschland blirken, die dortigen lichkeiten leben, dann glaube ich, daß es der unheilvolfte Fehler traurigen Verhältniffe und die verschütteten Entwicklungsmög gewesen ist, daß dort die Armee ausgeliefert wurde und die be­waffnete Macht in die Hände der alten Offiziere gegeben wurde. Die Gefahren, die der Arbeiterbewegung dort drohen, gehen von biefem Imstand aus. Daher wird es unsere Aufgabe sein, den versuchen, unsere bewaffnete Macht der Dieaktion in die Sände zu spielen, unbeugsamen Widerstand entgegenzulegen. Webrreform fann leider nicht eine fozialistische Armee ere geben. Doch was wir fordern müssen, ist, daß sie eine republi fanisthe Armee ergibt und republikanische Wehrmänner find. für uns jene, die schon vor dem November 1918 Republikaner­

gewesen sind.

Die

Darauf fonnte die Antwort nicht anders lauten, als sie ge­geben worden ist. Da Deutschösterreich für sich allein nicht be­sieben tann, da wir an Nahrungsmitteln im Jahre laum den sechsten Teil unseres Vedarfes produzieren, da wir faum den Das Noalitionsregime fann von uns nur folange ertragen groangigiten Teil des Koblenbedarfe& selbst deden fönnen, da wir von den Rohstoffen das legte Stud Baumwolle merden, als wir bei den Thriftlichiozialen den guten Willen sehen, aufgebraucht haben, fönnen wir uns auf Experimente nicht fich auf den Boden der Republik zu stellen. Damit ist aber bas einlassen. Wir wären von aller Welt abgesperrt und Stampfbeil zwischen diefen beiden Weltanschauungen nicht be wären ein Opfer des fremden Idealismus geworden. Im Lande graben. Die Koalition ist eine Arbeitergemeinschaft für fonfrete bätte sich eine Stunterrevolution erhoben, die vielleicht mede. Höher aber steht die Arbeit für die Klasse, die Arbe noch schlimmer gewesen wäre, als sie heute in Ungarn ist. Wir für den Sozialismus. mußten also eitennen, daß wir das Höchste, was zu erreichen möglich ist, weitgehende Demokratie und ein Stüd fozialer Fortritt ift.

Diesem Ziele haben wir uns tajch genähert. Wir haben in ber fürgeilen Beit die Demofratie restlich durchgeführt und Deutschösterreich aur modernsten Republit ge.

Ichaffen.

Vei unserem Handeln mußten mir an die Ichweren Opfer denken, die ein unbedachter Schritt foften fönnte. Denn es ist vollständig flar für uns: Deutschösterrein wird im Sozialismus nicht vorangehen. Das fönnen nur die reichen Robstoffländer, die Länder der entwidellen Produktions­träfte.

Aus der Partei.

Die Magdeburger Genessen zum Parfeltag. Die Magdeburger Genossen nahmen in ihrer General- Var fammlung Stellung zum Barteitag. Im Vordergrunde der Erörte cung stand die Frage der Internationale. Die Meinunges fnb geteilt. Eine Abstimmung wurde nicht vorgenommen. Dec Parteitaros belegierte fol in dieser Frage nach innertes Ueberzeugung bandeln können. 3 wurden zu der zunächst stattfindenden Delegiertenwahl ein Anhänger der 8. Internationale und ein Genoffe aufgestellt, der für Beteiligung an der Genfed Konferenz ist

Wir tamen zu dem Scbluffe: fostal politif leiflen was Schwab( Mottern): Bei einer fo fchwierigen Frage wie möglich, ift, fosialifieren was möglich ist. Im übrigen bie ber Internationale fann ich mich nicht so turzerhand ent politifche Temotratie und das Proletariat pitisch in Frauenkonferenz bes Bezirks Groß- Tbfiringen. fcheiden. Die Frage bederf jedenfalls gründlichen Nachdenlene, den Besitz der Macht fetzen. Daher mußten wir uns auf den ehe man zu einer Entscheidung und Klärung fommen lann. Daß Boden des Parlamentes fteffen, und da wir nicht starf Am Sonntag tagte in Erfurt eine Bezirksfrauenkonferens, wir für unfere ruffischen Genossen die berglichfle Sympathie genug waren, um im Barlament die Macht allein zu behaupten, Bezirksselretar Geneffe dola beridtele u. a., daß der Bezirk empfinden, ist vollformen felbstverständlich. Deshalb wollen wir fo mußten wir den ameiten Schritt tun und uns mit den 11 607 weibliche Mitglieder hat, bon benen leider nur ein geringes aber die Fühlung und Beibindung mit unseren westlichen Ge- anderen Schichten des Bolles in die Macht teilen, Hätten wir Teil abonnent der Sämpferin" ist. Gin Obligatorium fei lebo nossen nicht verlieren. Jie allein übernommen, so wären wir schließlich bei der Nate. nicht au empfehlen. Genojjin 3o6n referierte über Brauen bittatur des Bro.etariats gelandet und dies hätte organisation and agitation", s reurde beichloffen, einen A um offenen Bürgertries neführt, ber felbſtverſiändlich agitationstommiffionen su schaffen. Die Befchidung ber in ers die Beschung durch die feindlichen Wächte heraufbeschworen hätte. nationalen Frauenkonferenz durch andere Delegierte als die bes Die Noalition ist ein Gebot der Bot, der wir uns Reichsausschusses wurde abgelehnt. Gine Genossin wurde a beugen und füaen mallen Deuils in Aixaverizelarus Bleichzoutmans, belaster

reund( henberg): Wegen der Antenationale babe ich fdmer innerlich mit mir au fampfen gehabt und bin zu ber eberzeugung gelommen, daß es der schwerste Fehler wäre, fich mit tem Often zu verbinden, wenn man dabei die Fühlung mit bem Besten verliert. Wir müssen von allen Genoffen in dieser Suche ein aroßes Bezgnnvortlichteisegefil perianaen. a ae