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r. 170. 14. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt. Sonnabend, 24. Juli 1897;

Versammlungen.

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schaft über deren Stellung zu den von der Gehilfenschaft aufgestellten nicht mehr abgestempelt werden. Bisher haben bereits über 4000 Forderungen entgegenzunehmen: 8 Uhr Ladenschluß; Festsetzung Maurer ihre Karten in Ordnung gebracht. Von mehreren Rednern eines Minimallohnes; Kontrolle des Arbeitsnachiveises durch die wurde darauf hingewiesen, daß auf verschiedenen Bauten, wo die Der sozialdemokratische Wahlverein für den ersten Reichs: Gehilfen; freies Roalitionsrecht. Starosson und Wiesner Bimmerer sich im Streif befinden, die Maurer veranlaßt werden, tags- Wahlkreis hielt am 21. Juli bei Rohn, Beuthstraße, eine berichteten hierüber. Die Freie Vereinigung der selbständigen die Arbeit der Streifenden, wie Balkentragen u. s. w., zu verrichten. Bersammlung ab. Genosse Wagner hielt einen beifällig auf- Barbiere, welche zirka fünfzig Mitglieder zähle, habe sich zu Es wurde aufgefordert, unter allen Umständen diese Arbeiten auf genommenen Vortrag über: Die industrielle Entwickelung und die Unterhandlungen bereit erklärt, und der ausnahmslosen Bewilligung das entschiedenste zu verweigern. Von einem Redner wurden die Arbeiterbewegung. Eine Diskussion fand nicht statt. Ünter Ver- der Forderungen zugestimmt. Die Junung habe durch Wollschläger faum glaublich schlechten Kloseteinrichtungen am Rafernenbau für schiedenes stellte Genosse Koch den Antrag, in eine Diskussion über mittheilen lassen, daß sie nur gewillt sei, mit dem Innungsgehilfen- die Arbeiter, die, wenn sie ihre Bedürfnisse verrichten, von allen den Vortrag der letzten Versammlung Die Stellung der Sozial- Ausschuß zu verhandeln; die Altdeutsche Innung" habe Berhand- Seiten gesehen werden können, kritisirt. Zum Schluß wurde zur Be demokratie zu den preußischen Landtagswahlen" einzutreten. Die lung zugesagt, doch weder Zag noch Stunde noch Ort hierzu mit- theiligung an dem Stiftungsfest des Fachvereins der Maurer, das Versammlung lehnte es ab, weil diese Frage in nächster Zeit doch getheilt. Nach den persönlichen Aeußerungen Wollschläger's feien am 24. Juli bei Keller, Koppenstraße 29, stattfindet, eingeladen und wieder auf die Tagesordnung gesetzt werden muß. Zum Schluß die Innungsmeister bereit, den 9 Uhr Ladenschluß einzuführen, wenn zum regen Besuch der am Sonntag im Königshof", Bülowftr. 57, forderte der Vorsitzende die Anwesenden zur Einsichtnahme in die die Gehilfen energifch dafür eintreten; bezüglich eines Minimal- stattfindenden Verbandsversammlung aufgefordert. Wählerlisten zur Stadtverordneten- Wahl auf. lohnes geschah ablehnendes Verhalten mit der Begründung, Der sozialdemokratische Verein für den V. Berliner die Gehilfen hätten die angestrebte Preiserhöhung illusorisch der Maurer tagte am Montag, den 19. Juli, im Lokal Bismards­Charlottenburg. Eine gut besuchte imposante Bersammlung: Reichstags- Wahlkreis hielt am Donnerstag seine General- Ver- gemacht; die Kontrolle über den Arbeitsnachweis giebt's fammlung in Buste's Lokal, Grenadierstraße, ab, die verhältniß nicht, habe Wollschläger rund heraus erklärt, Grund: die Innung höhe. Auf der Tagesordnung stand: 1. Situationsbericht über mäßig gut besucht war. Den Bericht des Vorstandes erstattete in leiste die Beiträge. Das Koalitionsrecht dagegen hätten die Ge- unfere jetzige Lage der Lohnbewegung. Diskussion. 2. Wie stellen Vertretung des Genossen Sassenbach Genosse Dr. We y 1. Abge- bilfen, fie follen sich nur organisiren und ihre Macht beweisen, vor Generalfonds, sowie Beschlußfaffung über die zu zahlenden Bei­Abge- hilfen, fich die Maurer Charlottenburgs zur Gründung eines eigenen tion für Stärkung des Vereins habe der Vorstand sich, soweit wurde die Unzuverlässigkeit des gegenwärtigen Arbeitsnachweises an als eine günstige, so daß es im Orte nur noch ungefähr 80 Maurer halten wurden zwei statutengemäße Versammlungen. Die Ugita- läufig bliebe es jedoch so, wie es sei. In der recht regen Diskussion Generalfonds, sowie Beschlußfaffung über die zu zahlenden Bei­träge.- Referent Schulze schilderte die Lage der Lohnbewegung angängig und die kurze Zeit es geftatte, angelegen sein verschiedenen markanten Beispielen illustrirt und das Hauptgewicht lassen. Die Versammlung sanktionirt alsdann die Wahl des Ge- darauf gelegt, daß die Gehilfen hier durchaus Einfluß erlangen gäbe, welche unter dem Stundenlohn von 60 Pf. arbeiteten, welche jedoch noffen Schulz als Abtheilungsführer für den 1. Bezirk, worauf müßten, eventuell müßten sie einen eigenen Arbeitsnachweis vom Redner als alte und gebrechliche Kollegen entschuldigt werden. Im Genoffe Beise den Kaffenbericht giebt. Nach diesem steht der gründen. Innungsmeister Kuhle fonstatirt, daß nicht die Gehilfen weiteren berichtete Redner, wie es das Unternehmerthum, der Bund der Einnahme von 305,50 M. eine Ausgabe von 84,30 M. gegenüber, schaft, sondern die Meister selbst die Preiserhöhung illusorisch ge- nachweis für Berlin zu gründen, welcher den Zweck hat, Streit Bau-, Maurer- und Zimmermeister, verstanden hat, einen Arbeits­so daß ein Bestand von 221,20 M. zu verzeichnen ist. Der Mit macht haben und zwar infolge der Uneinigkeit unter der Meister- brecher zu erziehen, und für die organisirten und agitatorisch- thätigen gliederbestand belief sich am Schlusse des Quartals auf 381. fchaft und deren eigene Unterbietung. Die Innungsmeister Rose Rollegen die sogenannte schwarze Liste einzuführen. Es sei die Be­Leider sei zu konstatiren, daß ein beträchtlicher Theil Ge- sowie Kuble rügten noch viele Mißstände in der Innnung und ton- Kollegen die sogenannte schwarze Liste einzuführen. kon- fürchtung nossen mit den Beitragszahlungen im Rückstand fich be- statirten nicht nur ihre eigene, sondern die Unzufriedenheit vieler fürchtung vorhanden, daß diese Art Arbeitsnachweis- Gründung eben­findet. Seitens der Revisoren wird die Richtigkeit der Innungsmeister mit der Innung; beide Meister sowie alle übrigen falls in Charlottenburg Nachahmung findet, wogegen man entschieden Angaben des Kassirers befundet und letzterem auf deren Redner waren sich dahin einig, daß den unhaltbaren Zuständen im Front machen müsse. Bum zweiten Punkt der Tagesordnung fand eine Antrag Decharge ertheilt. Auf Antrag des Genoffen Roth Barbiergewerbe nur durch einen mächtigen Druck von unten abgeholfen lebhafte Auseinandersetzung statt zwischen den Lokal- und den Zentral­werden dem Abg. Rob. Schmidt 100 m. zum Zwecke der werden könne. Die Gehilfen versprachen, sich eine Organisation zu kommission selbst, in der beide Richtungen vertreten sind. Der An­organisirten. Die Differenzen sind entstanden innerhalb der Lohns Agitation überwiesen. Nunmehr hielt Genosse Wollheim einen schaffen, mittels welcher sie sich ihre Forderungen erkämpfen werden, beifällig aufgenommenen Vortrag über Naturerkenntniß da auf anderem Wege von den Meistern nichts zu erreichen sei. trag, in Charlottenburg einen besonderen Fonds zu gründen und nur und weltfortschritt." In der Diskussion vertrat Genosse Weyl Einstimmig wurde folgende Resolution angenommen:" In voller bei Lohnbewegungen Fühlung mit den Berliner Maurern zu nehmen, In weiterem legten feinen Standpunkt als Impfgegner im Gegentheil zum Referenten, Erkenntniß der in unserem Gewerbe Herrschenden Zustände erklärt wird mit geringer Majorität abgelehnt. der in seinen Ausführungen das System der Pockenimpfung als die Verfammlung es als unbedingt nothwendig, daß die Arbeits- Schulze und Bunge ihr Amt als Mitglieder der Lohntommiffion einen Fortschritt bezeichnet hatte. Die Ausführungen Weyl's wurden zeit verkürzt und der Lohn aufgebessert wird. Die Versamm- nieder und versprachen, nur mehr für den Zentralverband der von mehreren Rednern unterstützt. Unter Verschiedenem verweist lung weiß, daß auf den guten Willen der Arbeitgeber Maurer zu agitiren. Genosse Lippmann auf das bevorstehende Sommerfest im Schweizer - nicht zu rechnen ist, und verpflichtet daher die Anwesenden zum garten und Genosse Wey! giebt auf eine Anfrage bekannt, daß der fünfte Kreis an den Erfahwahlen zur Stadtverordneten- Versamm Tung nicht betheiligt ist.

auch

waren

Beitritt zur Organisation sowie zur eifrigen Agitation für dieselbe." Während der Bekanntgabe der Mitgliederversammlung am Donners tag, den 29. Juli, in der Brunnenstraße und nach Schluß der Ver­ganisation aufnehmen. Vorher wurden Klostermann, Gabler sammlung ließ sich ganze Schaaren von Berufskollegen in die Dr und Wiesner zu Revisoren ernannt.

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Schöneberg . In einer am 19. Juli stattgehabten gut be­fuchten Mitglieder Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins referirte Genosse Dr. Arons über das Thema: Betheiligen wir uns an den Landtagswahlen?" In eingehender Weise erläuterte Die Möbelpolirer hielten am 19. d. M. ihre Generalversamm wahlen . Wenn es auch Opfer koste, so sei der Einzug der Sozial­der Redner die Nothwendigkeit der Betheiligung an den Landtags­lung bei Keller ab. Zum 1. Punkt der Tageordnung führte Schulz aus, daß die diesjährige Maifeier in geradezu glänzender Weise durch demokratie in den preußischen Landtag doch von außerordentlicher vollständige Arbeitsruhe begangen worden sei. Die wenigen Gemaß eine öffentliche Bersammlung ab, in der Silberschmidt über Freisinns, also durch Kompromiß, möglich fei, dürfe die Partei fich Die Maurer hielten am Donnerstag bei Keller, Koppenstraße, Wichtigkeit. Durch den Umstand, daß dieses nur mit Hilfe des regelten haben an Unterstützung erhalten: die organisirten 2 M. pro die Bedeutung der Arbeitsnachweise referirte. Der Redner, der die nicht abschrecken laffen. In der sehr regen Diskussion sprachen die Tag, die Nichtmitglieder 1 M. Weiter legte Schulz die Ursachen Bortheile eines gut geleiteten Arbeitsnachweises schilderte und für Redner sich theils gegen, die meisien jedoch für die Betheiligung des Londoner Möbelpolirerstreiks klar und ermahnte die Anwesenden, eine gemeinsame Berwaltung durch Arbeiter und Unternehmer eintrat, aus. Der vorgerückten Zeit halber mußte die interessante Debatte dort nicht in Arbeit zu treten. Ueber die Arbeitsverhältnisse unterzog sodann die von dem Bund der Bau-, Maurer- und Zimmer abgebrochen werden. in der Provinz fonnte Der Vertrauensmann machte noch auf die er nur über Breslau berichten, da weitere Berichte noch nicht eingegangen. Weiter theilte Redner mit, man den ausgesprochenen Zweck erreichen will, mißliebige Arbeiter Versammlung aufmerksam. Die nächste Versammlung des Arbeiter­meister eingerichtete Institution, genannt Arbeitsnachweis, durch die am 29. Juli in der Schloßbrauerei stattfindende öffentliche Volks­daß 5 Kollegen Rechtsschutz erhalten haben, ebenso daß die Urania­Borstellung einen Ueberschuß von 52,60 m. ergab. Dem Bericht von den Bauten fern zu halten, einer herben Kritik. Den beifällig Bildungsvereins findet am 2. Auguſt bei G. Obſt, Grunewald­des Kaffirers zufolge ist ein ftetes Wachsen des Verbandes zu ver- aufgenommenen Ausführungen folgte eine kurze Diskussion, worauf straße 110, statt. In derfelben wird Genosse Frizz Kunert über zeichnen, die Einnahme nebst Bestand vom letzten Quartal be- folgende Resolution einstimmig zur Annahme gelangte: das Thema: Richard Wagners als revolutionärer Schriftsteller trug 3560,10 m., die Ausgabe 832,18 M., mithin Bestand Ziel der Gewerkschaftsbewegung. Je größer der Ort, um so schwerer Die Einrichtung von Arbeitsnachweisen ist ein erstrebenswerthes und Künstler" referiren. Summa 2727,92 M. Dem Kassirer wurde Entlastung zu theil. Die und umständlicher das Arbeitsuchen und je größer die Existenz- Sonntag, den 18. b. Mts., in Böttcher's Seepark seine General­Reinickendorf. Der hiesige Arbeiterbildungsverein hielt am Fachkommission löfte ihre Aufgabe durch Schlichtung ver= schiedener Differenzen, welche meist nur in größeren Wert sicherheit. Als ein Werk der Humanität und Nächstenliebe sowie versammlung ab, in der Genosse Knauf über bas Alter des stellen ausgebrochen waren. Der Arbeitsnachweis ist des vollswirthschaftlichen Wohles müßte darum die Einrichtung von Menschengeschlechts" sprach. An der Diskussion betheiligten sich in diesem Quartal fleißig benutt worden und ifta Arbeitsnachweisen betrachtet werden, wenn derselbe jedem arbeits- mehrere Redner im Sinne des Referenten. Hierauf erstattete der etwa 500 Adressen eingelaufen, die zum größten Theil erledigt lofen Maurer ohne Ansehen der Person und feiner politischen oder Vorstand Bericht über seine Thätigkeit. Dem Raffirer wurde wurden. Auf Antrag des Bergnügungskomitees findet am 21. Auguft wirthschaftlichen Anschauungen Arbeit nachweiſen würde. Soll Decharge ertheilt. Bei der Wahl des Vorstandes wurde der alte im Schweizer - Garten ein Sommerfest statt, das Stiftungsfest am daher eine solche Institution segensreich für Arbeitnehmer Vorstand wiedergewählt, neugewählt wurde Genosse Otto als 25. September bei Keller und am 2. Weihnachts- Feiertag eine Vor- und Arbeitgeber wirken, so muß sie so beschaffen sein, daß Revisor. Nachdem noch einige nähere Angelegenheiten besprochen stellung in der Urania . Der Antrag Suitner, den im kann. Diesen Grundsägen entspricht aber der Arbeitsnachweis von beiden Seiten Vertrauen entgegengebracht werden waren, wurde die Versammlung geschlossen. vorigen Jahre angenommenen Antrag betreffend freien Eintritt bei der Innung des Bundes der Baus, Maurer- und Zimmermeister Bergnügungen aufzuheben, wurde angenommen. Antrag Strauch nicht. Nach der Bekanntmachung des Bundes in Nr. 56 der Baumann einberufene Versammlung des Arbeiter- Bildungsvereins, für Zehlendorf . Die hier am 18. d. M. im Lokal von Dohr­Zentralisirung des Arbeitsnachweises, wurde abgelehnt. gewerts- Beitung" ist diese Institution gegründet, damit die Arbeit- die bekanntlich vom Ortsvorsteher die Bescheinigung der Anmeldung Die Freie Vereinigung der selbständigen Barbiere, geber sich vor den unzufriedenen streifluftigen Gesellen oder deren mit der Motivirung abgelehnt wurde, er fenne das Lokal nicht, Friseure c. wählte in ihrer letzten Generalversammlung vom Agitatoren" schüßen können. Also der größte Theil der Gesellen wollten unsere Parteigenossen dennoch abhalten, da ihnen der ab­19. Juli Weis flud zum 1. Borsitzenden, Kuschte zum soll von der Arbeit ausgeschlossen werden. Die heutige Versammlung lehnende Bescheid des Amtsvorstehers ungefeßlich erschien und ein 1. Raffirer und Schrolle zum 1. Schriftführer. Die Gehilfen- erklärt daher diese Institution mit so reaktionären und volksfeind direktes Verbot der Versammlung in dem Bescheid nicht ausge forderung mußte wegen der furzen Zeit da am 3. und 4. Auguft lichen Tendenzen nicht zu benützen. Jeder Maurer von Berlin und sprochen war. Kaum war jedoch die Versammlung eröffnet, so Rongreß ist bis nach demselben vertagt werden. Für Sch of der Umgegend hat daher die Pflicht, diesen Arbeitsnachweis strengstens erschien der Gemeindediener und löste die Bersammlung auf. Mit als Delegirten tritt Saal mann. Am Vorabend des Kongresses zu meiden." findet zu Ehren der Delegirten ein Kommers in Gründel's Festsälen, hin mußte wohl dem Amtsvorsteher nachträglich doch noch das Lokal Brunnenstraße, statt. Im weiteren wurde die Lohnkommission beauftragt, dafür Sorge bekannt gemacht worden sein. Der Einberufer wird natürlich den zu tragen, daß alle Maurer über die Zustände im Arbeitsnachweis Beschwerdeweg beschreiten. Die Generalversammlung der chirurgischen Brauche tagte aufgeklärt werden, damit derselbe von den Arbeitern nicht benutzt am Dienstag, den 20. Juli, bei Gründel. Der Kassirer Schuster wird. Wie angeführt wurde, werden zur Zeit in anderen Städten gab den Kassenbericht vom 2. Quartal. Demnach beträgt die Ein- ebenfalls von den Innungen derartige Arbeitsnachweise errichtet, nahme 612,95 m., die Ausgabe 332,40 M., bleibt Bestand 280,55 M. durch die dann, in Verbindung mit der hiesigen Institution, die Der Reservefonds beträgt 950 M. Zum Punkt: Wie stellen sich die Auswiegler" durch das Schwarzelisten- System planmäßig von Kollegen zum Uebertritt in den Deutschen Metallarbeiterverband, der Arbeit ausgeschlossen werden sollen. Die Regierung wird, suchte Genosse Litfin in kurzen Ausführungen die event. Vortheile, wie aus der Antwort, welche die Innung auf ihre Anfrage erhalten die sich dem Verein bieten würden, klarzulegen, und stellte zur hat, au ersehen ist, gegen diese Arbeitsnachweise nicht näheren Einsicht einige hundert Statuten zur Verfügung. Nach einschreiten. Dem hierauffolgenden Bericht der Lohnkommission über längerer Diskussion wird beschlossen, die Frage des Uebertritts auf den gegenwärtigen Stand der Bewegung, den Meike erstattete, die Tagesordnung der nächsten Generalversammlung, die am war zu entnehmen, daß die Bewegung sich bisher recht günstig für 17. August stattfinden soll, zu sehen. Eine Kommission, in die die Arbeiter gestaltet hat. Diejenigen Unternehmer, die, nachdem Heller, Brückner und Fendius gewählt werden, soll mit die offizielle Bewegung aufgehoben war, die früher bewilligten dem Vorstand des Metallarbeiterverbandes unterhandeln. Forderungen wieder zurückzogen und damit den Rathschlägen des bekannten Herrn Felisch folgten, müßten einsehen, daß die Maurer fest auf ihren Forderungen bestanden; sie waren gezwungen, die ge­stellten Bedingungen zu erfüllen. In den letzten Tagen haben wieder mehrere zur Jnnung gehörige Firmen die geforderten Arbeitsbedingungen einführen müssen. Darunter befindet sich auch die Firma La chmann u. Zauber, die in der Voraussetzung, daß es an den nothwendigen Mitteln zur Unterstützung für die große Eine öffentliche Metallarbeiter Versammlung für den Bahl der bei ihr beschäftigten Maurer fehlen wird, den früher schon Westen und Schöneberg fand am 21. Juli in Zühlte's Festsälen bewilligten Stundenlohn zurückzog und glaubte, daß die Arbeiter statt, in welcher Genosse Nät her referirte über: Die Unternehmer- zum Nachgeben gezwungen wären. Ueberhaupt sind, wie der Redner verbände und ihr Einfluß auf die wirthschaftliche Lage der Arbeiter. anführte, durch die von den Arbeitern eingeschlagene Kampfesart An den Vortrag schloß sich eine kurze Diskussion an. Hierauf sehr gute Erfolge erzielt worden, so daß dieselben bis auf weiteres wurde Kreuz zum Bezirks- Vertrauensmann für den Westen und der Firma Held u. Franke und wird besonders der in der August­beibehalten werden dürfte. Zur Zeit ruht die Arbeit auf einigen Bauten regen Betheiligung an der Metallarbeiter- Bewegung schloß die mäßig mitgetheilt wurde, ist die gegenwärtige Bauthätigkeit, da die Unter Schöneberg . gewählt.. Mit einem Appell an die Anwesenden zur Straße von einem großen Aufgebot von Schuyleuten bewacht. Wie im Monat bei Buste , Grenadierstr. 33, abends 8% Uhr. unentgeltlicher Nath besuchte Versammlung. Der Verein der Arbeiter und Arbeiterinnen der Wäsche die Bauten noch vor dem 1. Oftober zur Abnahme fertig gestellt nehmer die Arbeiten im Frühjahr hinausgeschoben haben, aber jetzt und Kravattenbranche hielt am Mittwoch, den 21. Juli, eine Ver- werden sollen und infolge der zukünftigen Bauordnung eine äußerst fammlung ab, in welcher Genosse J. Timm unter regem Beifall lebhafte, wie sie seit Jahren nicht vorhanden war. Diese Thatsache über Die Bundesraths- Verordnung vom 1. Juli 1897 und ihre Be- wird die Maurer ganz besonders veranlassen, für die vollständige 2. Boigt, Wiesenstraße 41-42.(. 23 arn, Kolbergerſtraße 7, von 6-7 Uhr deutung für die Wäschebranche" sprach. Referent erläuterte dieselbe Durchführung der Forderungen zu sorgen und das bisher Errungene Streligerstr. 58. P. Reimann, Bellermannstr. 88. F. Trapp, Schulstr. 56, in ihrer ganzen Bedeutungslosigkeit und sieht die Abhilfe aller be- festzuhalten. Um der Innung den stehenden Uebelstände nur in der festen Zusammenschließung aller liefern, daß die übergroße Mehrzahl der Berliner Maurer w. Mohs, Schönhauser Allee 62. Um der Innung den Beweis zahlenmäßig zu von 7-8 Uhr abends. Im Nord Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung Arbeiter in den betreffenden Berufsorganisationen. Der gute Bestand 9 Stunden und zu 60 Pfennig Stundenlohn arbeitet, was Im Often: Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: E. Bader derselben macht die Arbeiter zu Fabrikinspektoren, alsdann fann Baugewerks- Zeitung" bestritten und als unwahre Gr. Frankfurterfir. 34, v. 4 Tr. etwas Gutes geschaffen werden. Im Sinne des Referenten sprach Behauptung der Lohnkommission hingestellt wird, soll in den Sm Süd- Osten: Für Unfalls, Invaliditäts- und Altersversicherung: noch Trinks. Der Quartalsbericht ergab in der Einnahme inkl. nächsten Tagen wieder eine Kontrolle vorgenommen werden und die Schalthoff, Michaeltirchstr. 18. Im Süden: Für Unfall, Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Stügel Vortrag vom ersten Quartal 361 M., in der Ausgabe 121,53 M. einzelnen Bauten mit der Zahl der darauf beschäftigten Maurer nam- mater, Grimmstraße 39. Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung Ferner wurde noch bekannt gemacht, daß die nächste Versammlung haft gemacht werden. Nachdem ein Antrag, die Streikunterstützung. seller, Gamphauſenſtr. 5. erst im Anfang September stattfinden soll. Im Süd- Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänef, Golmsstr. 44 von der zweiten Woche ab von 3 auf 4 Mart zu erhöhen, abgehnt Im Nord- Weßen: Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Wilsnacker Die Barbier, Friseur- und Verrückenmachergehilfen waren worden war, wurde beschlossen, als legten Termin für die ftraße 19. St. Stephan, Seffingfir. 34. in stattlicher Anzahl in der Nacht vom 22. zum 23. Juli im Louisen- Abstempelung der Streiffarten den 2. August festzusetzen. Im Zentrum: Nur für Unfallversicherung: G. 2öffler, Rlöfterfir. 91, Bet sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier teine Sprechzeit ans städtischen Konzerthause versammelt, um die Antworten der Meister- Nach dem 2. Auguft sollen von der Kommission die Karten gegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 üýr.

Verband der Töpfer und Ziegler. Am Mittwoch, den 21. Juli, fand im Englischen Garten eine Mitglieder- Versammlung der hiesigen Filiale statt, in welcher Genosse Adolf Hoffmann einen interessanten Vortrag über Moderne Chen" hielt. Bum zweiten Punkt der Tagesordnung wurde der Vorstand beauftragt, wegen Gründung von Zahlstellen mit den Vertrauensmännern der Vororte in Verbindung zu treten.

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Arbeiter- Bildungsschule. Die Bibliothet in der Nordschule, Brunnen ft r. 25, ist vom 1. Jult ab bis auf weiteres gefchloffen; die noch aus­stehenden Bücher find umgehend Donner flags abends von% 9 bis schule entgegengenommen, ebenso in folgenden Zahlstellen: Gottfr. Schulz, 10 Uhr zurückzuliefern. Mitgliedsbeiträge werden an diesem Tage in der Nord­Admiralstr. 40a; Reul, Barntmstr. 42; Babiel, Rosenthalerfir. 57; Gleinert, Müllerstr. 7a; Paul Mücke, Manteuffelstr. 128; 6. Königs, Dieffenbachstr. 30. teuffelfir. 128, Geldsendungen an den Kassirer H. Königs, S. Dieffenbachstr. 30, Alle Buschriften sind an den Borfizenden Paul Müde jr., So. Man zu senden.

figenber B. Gent, Dresdener fir. 107/108. Alle Bufchriften, den Bereinskalender Bund der geselligen Arbeitervereine Berlins und der Umgegend. Bors betreffend, find an. Bendix, Alexandrinenstraße 100, zu richten.

Arbeiter- Raucherbund Berlins und der Umgegend. Aenderungen im Vereinstalender sind zu richten an Hermann Braunschweig, Dresdener ftraße 80, 2. Sof.

Arbeiter- Sängerbund Berlins und Umgegend. Borfigender Ad. Neumann, Brunnenstr. 150. Alle Renderungen im Bereinskalender sind zu richten an Friedrich ortum, Manteuffelsir. 49, v. 2 Tr. Abrechnung von der diesjährigen Dampferpartie.

Tischler- Verein. Heute Abend 8% Uhr, Melchiorstraße 15: Versammlung. Freireligiöse Gemeinde. Sonntag, den 25. Juli, vormittags 9 Uhr, im

großen Festsaal der Berliner Ressource, Kommandantenftr. 57: Versammlung. Freireligiöse Borlesung. Um 11 Uhr vormittags ebendaselbst: Vortrag des Herrn Waldeck Manaffe über: Sonderbare Heilige. Gäfte willkommen. Bentral- Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Wagenbaner.( Bezirk 4, Berlin .) Sonntag, den 25. Juli, vormittags 9 Uhr, bei Liewald, Manteuffel

ſtraße 46: Versammlung. Bildungsverein Mehr Licht". Sonntag, den 20. Suli, nachmittags 5% ihr Besuch der Sternwarte in Treptow . Treffpunkt von é uhr an im Restaurant Starpfenteich." Gäfte find willkommen.

Arbeiter- Sängerbund Serlins und Umgegend. Sonntag, ben 25. Jult:

uebungsstunde und Ausgabe der Sängerbillets.( Stehe Inserat vom Sonntag.

den 18. Juli.

Berliner Arbeitervertreter- Verein tagt jeden Dienstag nach dem ersten wird ertheilt:

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Im Norden Berlins: Für Unfall, Invaliditäts- und Alters Verstche 8-9 Uhr abends. F. Piesel, Gartenfir. 55, v. 3. E. Simanowski, rung, abends von 7-9 Uhr: W. Buchholz, Suffitenstraße 36, v. 3 Tr. A. Daehne, Demminerfir. 66, v. 8 Tr. K. Gutheit, Wiesenftr. 29a, von Gartenftr. 78, Portal 2, 2 Tr. M. Stuhlmann, Oberbergerstr. 87, 4 Tr., von 6-9 Uhr abends. R. Tamm, Sussitenstraße 6, von 8-9 Uhr abends Nur für Invaliditäts- und Altersversicherung: F. Blume,

abends.

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