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Nr. 60.
Erfte Beilage zur„ Freiheit"
Der radikale Parteigenosse und gag beſchimpft, ſchikaniert, bedroht und verfolgt,
der intellektuelle Oberbonze.
Eine Legende in zwei Kapiteln.
Von Artur Crispien. Das erste Kapitel.
Es war einmal ein Arbeiter. Aufgewachsen in einer finderteichen Proletarierfamilie. Jugend berkümmert durch Sorgen und Not. Alle Kindheitsträume und Jugendhoffnungen von frohem Künstlertum oder wissenschaftlichem Studium schlug das Elend tot. Die Eltern arm. Staum vierzehn Jahre alt, hinein in die kapitalistische Lohntnechtschaft. Schon als Schuljunge half unser Ar beiter sozialdemocratische Flugblätter falzen, Stimmzettel einlegen und Schriften vertreiten. Seit seinem achtzehnten Lebensjahre stand er stets in der vordersten Reihe des fämpfenden laffen bewußten Proletariats. Und das ist nicht ohne Bedeutung. Denn bewegung. bor etwa dreißig Jahren gab es noch keine sozialistische Jugendbewegung. Damals mußte sich jeder selbst zum Sozialismus durchringen und in die proletarische Bewegung hineinfinden. Unser Arbeiter wurde von den Kapitalisten gemaßregelt. Sie berabredeten untereinander, den Heber nicht mehr zu beschäftigen. Das lonnte ihn in seiner Ueberzeugung nicht wantend machen. Unser Arbeiter wurde allmählich als Rebatteur und Sekretär befhäftigt. Gegen fümmerlichen Lohn. Die Partei verfügte nur über bescheidene Geldmittel. Wenn auch die Schriftfeher und sonstigen Angestellten der Parteizeitungen ihren vollen Tariflohn bekommen mußten, so galt es doch als selbstverständlich, daß Arbeiterrebatteure aus Opferwilligkeit nicht volles ausreichendes Gehalt verlangen durften. Mit Rücksicht auf die schwachen finans ziellen Mittel, über die die Parteiunternehmungen verfügten.
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Sonntag, 29. Februar 1920
fie nicht für p Warum wurde unser Oberbonze" niedergeschrien? Weil er find sie nicht täglich von moralischen und physischen Meuchelmör Mrbeiter war? Nein, weil er„ Oberbonze" war! Was ist das, dern umlauert! Auch wenn feine Demonstration ist, wenn die Oberbonze"? Nun, Funktionär der Partei. e Partei traucht Arbeiter in den Betrieben sind, stehen die Bonzen" in der bor Funktionäre. Angestellte und nicht angejille Funktionäre. derften Front des Proletariats. Wem sobiel Parteiarbeit übertragen ist, daß seine ganze LebensUnser Arbeiter tourbe„ Oberbonze". Er hat nun mehr als seit damit ausgefüllt wird, dem muß die Partei Geld geben, 25 Jahre Parteiarbeit hinter sich. Er lebt immer noch von der daß er sich Lebensmittel kaufen fann. Die Partei nimmt feine Hand in den Mund. In der Arbeiterbewegung tann der nicht ganze Arbeitskraft in Anspruch, er hat weder Zeit noch Kraft, Schäße sammeln, die der Rost frißt, der stets offen und ehrlich außerdem durch Lohnarbeit Geld für den Kauf von Lebensmitteln feine Ueberzeugung bertritt. Das ist teine Klage, das ist nur die zu verdienen. Ohne Geld feine Lebensmittel. Ohne Lebens schlichte Feststellung einer Tatsache. Unser Oberkonge" hat ein mittel muß der Mensch verhungern, auch wenn er Angejtekter langes Strafregister: Geldstrafen und Gefängnisstrafen. Stand der Partei ist. er doch mehr als zwanzig Mal wegen politischer Prejdelikte, Ohne Funktionäre ist feine Bewegung denkbar. Jede. Situng, wegen Wahrnehmung berechtigter Interessen seiner Arbeitsbrüder jede Bersammlung, jeder Streit, jede Demonstration, jede Lohnvor Massenrichtern. Und er tann sich nicht darauf besinnen, daß bewegung, ja, jeder Ausflug mug organisiert und geleitet werden, er auch nur einmal freigesprochen wurde. Ja, ja, die" Bonzen" braucht einen Seiter, einen Führer, einen„ Bonzen". Und wenn find immer hinter der Front in Sicherheit. - Nun geschah es, daß unser berbonge" wieder einmal in es sich um eine besonders wichtige Funktion handelt, wird ein einer Mitgliederversammlung seiner Bartei auftrat. Sier sollte Bonze" zum Oberbonzen". Niemand kann sich selbst zum auch darüber beraten werden, ob einigen„ Bonzen" Unrecht getan Bongen oder Oberbonzen machen. Er wird von seinen Ge Kerl, war. Biele Parteigenossen waren überzeugt davon, daß ein Un- noffen gewählt, weil er sich bewäset und Vertrauen erworben hat. recht vorlag. Jrren ist mer.schlich. Es ist schon oft genug vor- wird nun ein bavährier Genosse in dem Augenblid ein schlechter gekommen, daß jemand, zu unrecht verurteilt worden war. Ist es erl, wo ihm die Genossen durch die Wahl zu einem Amt ihr Vertrauen betunden? Durchaus nicht! Warum nun in aller eine Schande, begangenes Unrecht wieder quizumachen? Im Gegenteil! Inbedingte Pflicht! Selbst die kapitalistische Klassen. Weit durfte ein Vertrauensmann der Partei in jener Bersamm. juftia fennt ein Wiederaufnahmeberfahren. Und Sozialdemo- lung nicht sprechen? Well er nicht radital war? Jit es radikal, fraten sollten es für gemein halten, auch nur noch einmal nach. den Mund zu halten, wenn es gilt, für Parteimoral und für Gezu prüfen, ob sie eigenen Kampfbcüdern in Uebereitung oder rechtigkeit in der Partei einzutreten? Das wäre Feigheit. Recy infolge von Irreführung Unrecht getan haben? Unrecht an unungsträgerei, Opportunismus. Barum denn zum Senten bestehen bleiben, weil einmal abgestimmt ist? Unrecht muß be durfte unser Arbeiter nicht spreden? Ginzig und allein deshalb stehen bleiben, weil es auch„ Bongen" gibt, die sagen, daß Unrecht nicht, weil es dem„ radikalen Bonzenfresser" gelungen war, den wieder gut gemacht werden muß? Unrecht mu bestehen bleiben, Genossen vorzugaulein, daß es eine Schande wäre, darüber zu weil man Bonzen" Unrecht getan hat? reben, ob einigen Parteifunktionären ein Unrecht geschehen sei Es trat aber in der Versammlung ein rabilaler Arbeiter- oder nicht. Der„ rabilale Bonzenfresser wußte offensichtlich, das Eines Tages tam der Krieg. Nationalismus und Chauvinis genoffe auf, der ein hohes juristisches Amt befleidet und der fein ganzes Gerede durch eine ruhige fritische Nachprüfung sich in mus triumphierten. Auch in der Partei. Unser Arbeiter war trobem berlangt, daß alle Bersuche aur Nachprüfung darüber, Schall und Rauch verflüchtigt hätte. Wäre seine Beweisführung Redakteur. Er lehnte es ab, die Striegspolitik mitzumachen. Die ob ein Unrecht begangen sei, ohne jede Grörterung abgelehnt fo bieb und stichfeit gevejen, wie jie leichtfertig war, er hätte Sozialpatrioten drohten ihn, ihm die wirtschaftliche Eristenz zu werden muß. Ob die verurteilten Bonzen" schuldig oder un- ohne Furcht Rebe und Antwort stehen fönnen. Darum mußts bernichten, wenn er nicht zu Streuze trieche. Unser Arbeiter hatte schuldig feien, fie müffen aus ihren Aemtern gejagt werden! jeber niedergeschrien werden, der die eigenartige Rechtsauffaffung Beib und Kinder. Er blieb dem revolutionären Sozialismus Warum? Nun, weil eben schon einmal darüber abgestimmt diefes sonderbaren Schüßers des Rechts aufbeden wollte. Und er treu. Er verlor feine Stellung als Redakteur. Gehegt und ver- worden sei! Weil das Radikalismus feil Weil das Dittatur war der lautesten Schreier einer. Er wußte warum! folgt von den Sozialpatrioten und den Militaristen, fristete unser des Proletariats sei! Weil Intellektuelle für ein Wiederauf= Arbeiter in den langen schweren Striegsjahren sein Dajein. Bonnahmeberfahren eingetreten feien! Ob dieser Jurist in seinem wilbgewordenen Bourgeois jogar auf der Straße mit Totschlag Beruf dieselbe Rechtsauffassung vertritt? Wenn ja, dann Gnade bedroht. Von der Militärdiktatur mit fortwährenden Haus- Gott den Opfern einer tapitalistischen Klassenjuftig, die solch fuchungen und Verhaftungen belästigt. Unser Arbeiter blieb fest einen Rechtsbeistand haben. Wenn der juristisch geschulte rabitale und hielt mit braven Genossen durch für den Sozialismus. Arbeitergenoffe beruflich eine andere Rechtsauffassung hat, dann Mitten im Krieg! Liebknecht verhaftet! Unser Arbeiter an Respekt vor einer Moral mit doppeltem Boden. der Spike einer Massenbemonstration für Liebknechts Freilassung Unser Arbeiter fonnte sich mit einer solchen Juristen- und und für den Frieden. Polizisten fallen über die Demonstranten Parteimoral nicht aufrieben geben. Er wollte den Genoffen her und schlagen mit Gummitnüppel drein. Unser Arbeiter wird fagen, daß jeder Mensch jederzeit verpflichtet fei, nachzuprüfen, mit anderen als Rädelsführer verhaftet. Viele Monate Gefäng ob sein Schuldig gegen andere bestehen bleiben müffe. Dazu sei nis. Strant und erholungsbedürftig entlassen. Chne Rücksicht er auf Berlangen verpflichtet und sogar auch aus eigenem Ent sum Heeresdienst geschleppt. Bierzehn Monate borberster Schüßen- fchluß, wenn ihm selbst Bebenten lommen ober wenn er neue graben. Oft in unmittelbarer Lebensgefahr. Aber nie einen Taifachen erfahre, bie zu einem andeven Urteil führen können. Schuß gegen den Feinb" abgegeben. Er war entschlossen und haite bas erklärt, nie auf einen Menschen zu schießen. Aus nerfter Abneigung gegen den Mord, auch gegen den von Macht bern befohlenen und von Pfaffen gesegneten Morb. Wie durch ein Wunder mitien aus einer mörderischen Rüd gugsschlacht auf Urlaub in die Heimat. Kurz vor dem 9. November 1918. Die Erhebung der Arbeiter und Soldaten im November 1018 fand unfern Arbeiter wieber in der vordersten Front. Man fchickte ihn in die Regierung. Er trat ohne Zaudern aus der Nesierung aus, als es galt, fich für den Opportunismus oder für den rebolutionären Maffentampf zu entscheiden. Wieder stand er in ber bordersten Reihe des Proletariais. Alle Gefahren und Möte
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Der akademisch geschulte Jurist und„ radikale" Barteigenoffe wollte das nicht zulaffen. Er half es auch durchseßen, daß unser Oberbonge" mit seinem gefunden Menschenverstand niedergefajrien wurde. Und wie! Der radikale Jurist gab ein leuch tendes Beispiel abademischer Bildung und feuerte irregeführte Arbeiter immer wieder dazu an, den Oberbonzen" nicht sprechen zu lassen. Unser Oberbonze" wurde beschimpft, wie noch nie in feinem Leben. Wörter wie Bremser, Oberbonze, Schieber, Berräter ware vielleicht noch nicht einmal die schlimmsten.
Betriebsräte.
Der Metallarbeiterverband zur Wahl der Betriebsräte. Der erweiterte Beirat des Deutschen Metallarbeiter- Verban besetiva 70 Teilnehmer aus den einzelnen Bezirken des Reiches faßte zur Betriebsrätewahl ein mütig nachstehenden Beschluß:
Die Durchführung der Wahl der Betriebsräte ist ufgabe der Gemertschaften und hat einheitlich und geschlossen gegenüber unseren gegnerischen Organisationen zu erfolgen.
Die Aufstellung der Kandidaten ist vorzunehmen auf der Grundlage und unter Anerkennung der Beschlüsse des Stuttgarter Verbandstages.
Bon jedem Wandidaten ist zu berlangen, daß er sich ver#flichtet, jederzeit fein Amt als Mitglied des Betriebsrates nieberzulegen, wenn er von der Mehrheit seiner Manbatgeber resp. von seiner Organisa.. tion aufgefordert wird."
Beschimpft und niedergeschrien wie noch nie im Leben! Das Dieser Beschluß hebt zunächst herbor, daß die Wahl der Bewill biel fagen. Denn unjer Oberbonze" hat nicht nur manche stürmische Parteibersammlung mitgemacht, sondern auch manche triebsräte durch die Gewerkschaften zu erfolgen hat. Verlangt wird wilde gegnerische Versammlung. Nicht einmal in jener Ber ferner von jedem Kandidaten die Anerkennung der Beschlüsse des Als einmal au einer internationalen Aftion des Broletariais jammlung westpreußischer Agrarier, in der er bem Blutigen letzten Verbandstages, der bekanntlich die Arbeitsgemein für den Frieden aufgerufen wurde, betbot Noste jebe Demon- Stalltnecht von Januschau " entgegentrat turde er jo behandelt fchaften ablehnte, sich auf den Boden des revolutio. itation. Die Proletarier demonstrierten doch. Unser Arbeiter wie im Kreise seiner eigenen Genoffen von seinen eigenen Genären Klassentampfes stellte und hervorhob, daß der mit anderen„ Bonzen" an der Spike der Demonstration. Auf die noffen. Das niederzuschreiben ist bitter. Es muß aber ge- Wiederaufbau des Wirtschaftslebens ein sozialistischer sein Demonstranten wurde geschossen. In der Freien Welt" ist diese schrieben werden. Denn erbärinlich wäre es, nicht offen auszu- muß. Wichtig ist ebenfalls, daß jeder Kandidat die Berpflichtung Demonstration im Bild festgehalten. Gin Betveis gegen die sprechen was ist. Es muß geschrieben werden, damit Befinnung zu übernehmen hat, als Betriebsratsmitglied zurüdautreten, wenn niebrige Lüge, daß die Bonzen" sich hinter der Front aufhalten, und Scham und ber Wille petvedt werden, solche Parteifitten es die Mehrheit seiner Mandatgeber oder seine gewerkschaftliche Gind die„ Bonzen" überhaupt jemals hinter der Front? Werden nicht aufkommen zu lassen. Bis hierher und nicht weiter! Organisation verlangt.
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Ein Schulbub.
allmählich zum Aschenbrödel herabgesunken. In den letzten und daß ihm zugeramt wurde: Marzellchen, man hat bös Monaten aber ging eine Wandlung in ihm vor; er reifte. an dir getan, dich zu unrecht beleidigt". Für dies und jenes, das ihm früher dumfel war, dämmerte Doch als er in den sonnigen Tag hinaus trat, weitete Von Michael Wurmbrand. in ihm ein Verständnis auf. Mit dem Interesse wuchs der sich sein Gemüt wie feine Nüstern. Seine bedrückte, Heine Als Marzell den ersten flüchtigen Blick in das Zeugnis Eifer und das Selbstvertrauen. Und nach seiner Ucber Seele streckte ihre Fühler aus nach irgendeinem fleinen harf, das ihm der Lehrer mit der gleichgültigsten Miene geugung tonnte er schon mehr als irgendeiner jener Efel, Glüd. eben eingehändigt hatte, ging eine leise Erschütterung durch welche man daheim in dem Begriffe andere Kinder" zuBlöglich fiel ihm sein neues Taschenmesser ein. Dort fein Inneres, Da standen sie wieder, die„ Dreier" und sammenfaßte. Freilich, der Lehrer schien es nicht zu be in der Holzkammer habe er ein paar weiche Holzbrettájen Bierer", abwechselnd in der Reihe, und der unvermeidliche merken; er hatte ihn aufgegeben. Morzells Bemühungen, berstedt. Er hatte so allerband vor. Er schlich sich " Günfer" hatte auch diesmal getreulich vor dem Lehrgegen- fein Interesse für sich dadurch zu erwecken, daß er bei argwöhnisch an seinen Weitschülern vorbei, welche in Grupstand, Rehnen" Posto gefaßt. Marzell aber fuckte fich in Prüfungen anderer Schüler vorlaut dreinredete, oder pen beisammen standen und die Zeugnisnoten verglichen. dem wunderbaren Optimismus der Kinder einzubilden, daß Bitte, ich weiß es!" rief, trugen ihm nur scharfe Rügen Einer von ihnen näherte sich ihn und langte nach seinem es nur Täuschung war. Langsam, langsom begann er den des Lehrers umd ironisches Lachen der Mitschüler ein. Zeugnis. Marzell reichte ihm mit einer hämischen Bogen wieder zu entfalten und, indem ihm seine Einbil-| Und doch ging Marzell eine lange Zeit vor Zeugnis Grimaffe die Fußspiße und stürmte vorwärts. dungstraft vorauseilte, sah er schon die lange Reihe der verteilung in einer Stimmung herum, welche der einer Bu Hause angelangt, wirft Marzell mit gemachter " Beier" und was verschlägt's auch der paar freudigen Erwartung ähnlich war. Gr malte sich aus, wie Gleichgültigkeit das Beugnis vor die Mutter hin, und wäh" Dreier", die darin standen. Für diese kurze Spanne Zeit er mit dem guten Zeugnis in der Hand bescheidentlich das rend der Vater vom Nebengemach fich gespannt nähert, molte sich eine beinahe freudige Spannung auf seinem Ge- Wohnzimmer betreten und ohne viel Proberei es auf den schneidet er sich ein Stück Brot ab und eilt in das Schlaffidyt, welche auch dann nicht sogleich mich, als der Bogen Estisch legen würde. Er wußte, daß der Vater auch zärt- zimmer feiner Eltern. fchon ganz entfaltet vor ihm lag, und seine Blicke abwesend lich sein konnte; wie damals, als ihm bei der Obſtleſe ein Dort im Winkel, wo der neue Ueberzieher des Vaters, die Notenreihen streiften. Doch gar bals begriff er, daß Aft aufs Gesicht fiel, und man eine Weile befürchten mußte, das Schauftüd der Familie, hängt, läßt er sich nieder und bas, was er fah, nicht wegzuleugnen fei; feine Stimmung ein Augapfel fei ihm verlegt worden. Und die Mutter reibt seine Wange mit Wollust an den wohltuend glatten schlug um und sei eben noch so aufgetedtes Spitzbuben- fonnte auch manchmal fiol; auf ihn sein und ihn, wenn Be- and fühlen Stoff. Er sieht sein Taschenmesser heraus, geficht drückte Mutlosigheit und Bestürzung aus. juch da war, barsch aus dem Zimmer geben heißen, wenn schneidet das Brot in kleine Stüde , und beginnt langfaun zu Er mußte sich die Wirkung zu Hause vergegenwärtigen. fie ihn gerade loben wollte.... fauen, während er allemal die Klinge anbaucht. Bei all dem Der Bater unterläßt es nie, bei einer Begegnung ein paar Und nun würden zu Hause wieder bie getöohnten Er- borcht er voll innerer Spannung auf die beiden Stimmen in ironische, geringschäbende Worte fallen zu laffen. Und, ach, örterunge anfangen, ob es nicht schon an der Zeit wäre, ihn der Küche hin. Der Vater spricht in flagentem Tone, seine die endlosen Predigten der Mutter! zu einem Raminfeger in die Lehre zu geben, oder ihn Stimme ist belegt; es scheint Marzell, er würde bald in Und lange, lange kommt man darüber nicht hinweg: Schweine hüten zu lassen, damit er in der Welt doch zu Weinen ausbredjen. Die Mutter spricht begütigend, fie jedes Gespräch, mag es welchen Inhalt immer haben, nimmt etwas nüze sei. nimmt Marzell in Schutz. Doch des Vaters Gereiztheit erdoch stets die gleiche Wendung: Ja, Marzellchen, was wird Er tannte das alles schon auswendig, und er batte veidit nun den Höhepunkt, er berichüttet sie mit Vorwürfen, aus dir werden?- Sieh, andere Kinderdurch longes Erdulben es soweit gebracht, derlei in einem die Stimane idyappt über. Marzell kann nur mit großer Marzell nahm die Erbitterung über diese noch nicht gewissen fühlen Ümmut über sich ergehen zu lassen. Doch Anstrengung ein paar abgerissene Worte unterscheiden: erlittene Unbil chon jetzt vorweg, und er beschloß, sich heute diesmal lag ber Stachel tiefer. Sangend und hoffend hatte Mein Unglüd, der Junge- frißt an mit" nicht zu verteid und nichts zu beteuern es ist alles er an der forte des Paradieses der guten Seinder ange- Marzell fühlt, wie ihm etwas in der Brust fich losföst, Dleich. pocht, und er ward so fühl, so obenhin abgewiesen... Er zur Rehle steigt und in den Kopf dringt.„ Was habe Ich habe ihm gar nichts getan!" murmelt Marzell batte es diesmal so viel anders erwartet. Bon fühlte dunkel, daß eine Sünde begangen wurde an seinem ich ihm getan? leher fand er dem„ Bernen" gegenüber in einem Berhält- reifenden Gemite, und irgendwie wollte ein Gefühl des er fast ohne Bennung. Und ohne sich darüber Rechenschaft his, wie zu einer feindlichen, tüdischen Gewalt. Er, weicher Protestes in ihm fich auslösen, aber er fühlte sich zu lein, au geben, was er hue, beginnt er mit seinem Zajcennejjer raußen unter seinen Stameraden steis Respekt und Achtung au einsam, um diese Empfindung zu tragen, Er hatte un wütend am Boden herumzufrohen. Er hält für einen Moich zu verschaffen wußte, war in der Schule und au Hause flar die Senjucht, in weiche Arme genommen zu werden, Iment inne, fiebt die Wirkung und eridicit. Dodi aleid
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