Gewerkschaftliches.

Zum Friseurgehilfenstreit.

Partei und Gewerkschaftsgenossen!! Unterstützt die streifenden Friseurgehilfen und Gehilfinnen in ihrem Stampfe, indem Jhr nur die fliegenden Rafier und Frisierstuben für Damen und Herren besucht. Genoffer, Sure Unterstühung sichert unseren Sieg im Kampfe um unser gerechten Forderungen.

Wir wollen arbeiten, damit wir den Kampf ge­vinnen. Daßt Euch nur da bedienen, wo d.e gelben Platate er Zentralftreilleitung aushängen. Alle anderen Betriebe önnen als nicht geregelt betrachtet werden. Da in den Betrieben ständig 6--150 Stollegen beschäftigt find, it eine schnelle Abfertigung garantiert. Die Bedienung wird von nur erfttlasfigen Arbeitern hygie­

risch und sauber ausgeführt.

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Unterstübt uns! Nebt Solidarität!

Die Zentralftreifleitung.

Bobel. Schuler. Matuschte, Schwanz. Präschte.

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Die Regelung der Bohn- und Arbeitsverhältnisse mit der gewert- Fuße war. Gie mußten sich jedoch überzeugen, daß in der schaftlichen Interessenvertretung vorzunehmen. Solange sie das nicht tut, muß fie fich auf solche Ueberraschungen vorbereiten.

Demonstration der Postboten.

baftungsliste der Name&. mit einer roten Signatur versehe war, die bedeutet, daß G. nicht auf freien Fuß zu sehen ist, und es dauerte tros aller Bemühungen noch acht Tage, bis G. entlassen wurde.

Hoffentlich werden sich die Parteigenossen des G. ein Beispiel daran nehmen, wie in einem Staatswesen, das durch starken rechtssozialistischen Einschlag geleitet wird, die eigenen Partei­genossen drakonischen Urteilen zum Opfer fallen.

Immer feurer wird das Bier.

Am zweiten Feiertag protestierten mehrere Tausend Bost boten und Postillone im Walhallatheater gegen die neue Bejol dungsreform, die ihre Wünsche ganz unberüdsichtigt gelaffen hat. Das am 30. 4. beschlossene Gesez bringt sogar in einzelnen Fällen eine direkte Verschlechterung für die nicht planmäßig Angestellten. In der Versammlung fam es zu scharfen Auseinandersetzungen, Einem nachträglichen Antrag der Gastwirtsverbände um weil die Postboten glauben, daß sie in der Leitung des Reichs- Herauffezung des. 3. bekanntgegebenen Ausschankpreiſes für berbandes der Post- und Telegraphenbeamten nicht ihrer Zahl Einfachbier von 2,80 2. pro Biter auf 3 M. hat die Preis­entsprechend vertreten seien und daß darum ihre Interessen nicht prüfungsstelle unter Zustimmung der Verbrauchervertreter statt­genügend gewahrt werden. Gs wurde davum eine Kommission gegeben, so daß die höchstzulässigen Ausschantpreise nunmehr gewählt, welche die Forderungen der Diätare formulieren und für Gruppe I 8 M. pro Liter, Gruppe II 4 M. pro Liter, gemeinsam mit dem Zentralvorstand bei den in Betracht kom- Gruppe III 5 M. pro Liter betragen. menden Körperschaften durchsehen soll. Durch Beschluß wurde Der Bierkonfum hat schon sehr abgenommen und wird mit Gen. Zachert als Bertreter der 1. S. P. das Wort politischen Ber mehr taugt. barlegte, wie sehr bie Tage der Arbeiber von den p gegeben, ber steigenden Preisen weiter abnehmen, zumal es ohnehin nichts hältnissen abhängig ist und daß darum der Standpunkt, daß Politik nicht in die Gewerkschaft getragen werden darf, als ver­alter beseitigt werden muß. Nach der Versammlung formierte fich ein großer Demonstrationszug, der in den feiertäglichen Straßen sehr eindrucksvoll wirfte.

Groß- Berlin.

Bezirksorganisation Berlin - Stadt.

Am 2. Pfingstfeiertag vormittag versammelten sich die ftrei­fenben Friseurgehilfen und Gehilfinnen in der Bößow- Brauerei um Stellung zu nehmen zu der Antwort der Arbeitgeber. Der Referent Matuschte, von der Sentralstreifleitung, teilt der Ver­jammlung unter stürmischen Gelächter die 3 Punkte als Antvort ber Arbeitgeber mit und brachte in schärfster Weise zum Aus­drud, daß es nichts anderes geben kann, dieselben abzulehnen unb ben Streit fortzusehen. Die fliegenden Zu der am Donnerstag, den 27. d. M. stattfindenden Flug Be­triebe die Hauptwaffe der Bewegung dürfen nicht blattverbreitung sind die Flugblätter von den einzelnen Distrikten aus der Hand gegeben werden, sondern sie müssen später heute nachmittag an bezeichneten Stellen abzuholen: als Genossenschaftsbetriebe ausgebaut werben. Der Dezernent, 1. u. 5. Diftrift v. Sped. Krüger, Waffertorstraße. Herr Dr. Goldschmidt vom Reichsarbeitsministerium hat fich jetzt direkt an den Interessenverband gewandt und eine endgiltige Erklärung über die Bereitwilligkeit der Verhandlung verlangt. Der Wille der Bersammlung tam in folgender einstimmig an genommenen Resolution zum Ausdrud: Die am 2. Feiertag in der Böhow Braueret versammelten streifenden Friseurgehilfen, find nach wie vor zu Verhandlungen bereit, lehnen jedoch ent­fchieden die Zumutung des Interessenverbandes ab, zuvor den Streit zu beenden und ihre Fliegenden Refier- und Frifierstuben" einzustellen. Die Versammelten erklären, alles daran zu sehen, burch Weiterführung des Streifa und des Betriebes der Flie­genden" die Bewegung zu einem guten Ende zu führen."

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Die Beteiligung an dem Strett ist nach wie vor eine gute.

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Döring, Steinmesstr. 23. Schäfer, Gneisenauftr. 70. Sinner, Staliger Str. 101. Lohde, Markusstr. 23.

Borsicht! Spitel! Aufpassen in Versammlungen! Im neus esten Heft der Freien Welt", der 4. Wahlnummer, finden wir die Veröffentlichung einer Gruppenaufnahme von 15 Reichswehr­Spizein. Wir machen es allen Funktionären zur Pflicht, sich das Bild genau anzusehen und sich die Gefichter einzuprägen, damit die Betreffenden, falls fie in Bersammlungen provokatorisch auftreten sollten, erkannt und abgefertigt werden können.

Sprechstunde für Elternbeiratsmitglieber. Für die Angelegen­heiten der Glenbeiräte ber U. G. B. D. ist in dem Bureau des Bezirksverbandes Berlin- Brandenburg , O. 27, Schierstr. 5/6, Hof 2 Tr., eine Bentrale Ile eingerichtet. Die Genossen, die den Elternbeiräten angehören, werden gebeten, Anfragen und Mittellungen zu dieser Zentrale gelangen zu lassen. Wöchentlich werden dort im Bibliotheteimmer Sprechstunden für Elternbeirats­mitglieder abgehalten, und zwar Montags von 4-6 hr. Folgende Genossen find in blefer Sprechstunde anwesend. Studienassessor Bemte, Wilmersdorf , Detmolder Straße 57; Lehrer Steinide, Neatkölln, Gbestraße 82; Behrer Menz, Niederschönhausen , Blanken= burger Straße 78( Fernruf: Banfoto 795). Die genannten Ge­noffen sind auch zu fehriftlicher Auskunft bereit bei Einsendung das Rückportos. Die Sprechstunden beginnen am Montag, den

Wengels, Cabiner Str. 11. Werner, Greifswalder Str. 29. 81. Mai. Lohmann, Huffitenstr. 35.

Lachmann, Stargarder Str. 13.

12. u. 13. 16. u. 17.

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Utrechter Str. 28.

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Gliesche, Panfftr. 60.

Die Geschäftsleitung.

Eine Anzahl von Kollegen, die sich von den Arbeitgebern irre- Polizeipräsident zur Disposition wieder Polizeipräsident

führen ließen, die Arbeit wieder aufzunehmen, sind wieder in ben Streit getreten, da fie später fein Anrecht am Tarifvertrage haben.

fterium tommen.

zum Dienst.

Sprachschule für Proletarier. Am 1. Juni beginnen neue Anfängerfuse( Nadymittagsunterricht) in englisch und französisch für Kinder bis zu 14 Jahren. Anmeldung bis Freitag, den 28. Mai, täglich von 9-1 1hr mittags, in Bimmer 7 der 24. Gemeindeshule Ginter der Garnisonkirche" ( Nahe Bahnhof Börse) rechter Seitenfügel, Sof. wachungsabteilung der Eisenbahndirektion Berlin aufgedeckt und

Eine Kraftwagenfchiebung wurde dieser Tage von der Uebers berhindert. Am 21. b. M. traf auf dem Güterbahnhof Char Herr Eugen Ernst ist wieder Polizeipräsident; er soll diesen lottenburg ein Güterwagen ein, der mit einem großen sechs. Haus ein und haben die Absich, eine öffenliche Versamimlung apptage eine sehr bebentliche Rolle gespielt. Er wollte doch Benachrichtigung des Empfängers stellte es sich heraus, daß ein Ein großer Teil der Arbeitgeber läuft der Streifleitung das Boften aber in Breslau ausüben; in Berlin hat er während der bigen Personenauto der Heeresbeutaltung teladen und für die war. Bei der einzuberufen, da sie in den Versammlungen unter der Beitung au gern seinen Boften behalten und stellte sich während der folcher Truppenteil in Bandwit nicht existiert; daher wurde, weil bes Interessenverbandes nicht zu Worte kommen. In den näch Napptage im Intereffe des Vaterlandes" in den Dienst der eine Schiebung vermutet wurde, auch die Herausgabe des Wagens ften Tagen wird eine Entscheidung von dem Reichsarbeitsmini- öffentlichen Ruhe und Sicherheit. Das war selber seinen Partei an die Ersakabteilung 15 in Lantinig verweigert. Am späten genoffen zu starker Tabat und so wurde er nicht gart angefaßt. Nachmittage fragte sine Bivilperson am Güterschalter nach dem Zum Binnenschifferstreit. Natürlich fuchte sich Ernst aus der fatalen Situat on herauszu- Wagen mit dem Militärauto und nun griff die inzwischen ver­wideln so gut es ging, an der Tatsache selber, daß er kappbereit ständigte Ueberwachungsabteilung zu und verhaftete drei Per­gewesen ist, während die Arbeiter, Angestellten und Beamten in fonen, bon benen die eine bergeblich zu entlommen versuchte. Die feltener Einmütigkeit der Kappregierung die Febbe anfagten, ist sofort eingeleitete Untersuchung bestätigte die Wermutung, dal durch noch so geriffene Rederei nicht das Mindeste zu ändern. es sich um eine Schiebung handele. Sie ergab, daß die drei Ver Reichswehr, Walter Jebt, nachdem eine Zeit hingegangen ist, will man Herrn Ernst hafteten, zwei ehemalige Gefreite der anderweitig in Interesse des Staates verwenden, er soll nach Brandt und Otto Wehrstedt und ein Oberwachtmeister Breslau gehen. der Sicherheitspolizei Adam Lang aus Charlottenburg den Wagen in Gmpfang nehmen wollten; bei Brandt und Wehrstedt fanden sich nicht weniger als 43 gefälschte militärische, zum Teil mit Stempeln versehene Ausweise, Entlassungsscheine, Fahrbefehle usw. Der Wagen jollte in Charlottenburg in einer Garage ab­montiert, ausgebeffert und untenntlich gemacht, in Berlin an ben Mann gebracht werden.

Am 21. und 22. Mai tagte in Berlin ein Kongreß der Brivatschiffer, Dampfschiffsbesiker und Schiffsmannschaften um Stellung zum Streit zu nehmen. Nach eingehenden Grörte= ungen wurde beschlossen an das Reichsverkehrsministerium und 18 Reichsarbeitsministerium beranzutreten mit der Forderung, in Schiedsgericht einzusehen, um die Forderungen der Privat­Schiffer, Dampfschiffsbefizer und der Schiffsmannschaften au prüfen und einen Schiedsspruch zu fällen. Der Kongreß erklärte fich diesem Schiedsspruch dann zu unterwerfen.

Wie falsch die Behauptung ist, daß der Streit ein syntita­listischer ist oder eine Machtprobe des Verbandes der Binnenschiffer darstellt geht aus der Teilnehmerliste hervor.

Die Regierung hat es in der Hand, den Streit in fürzester Beit zu beenden, zum mindestens sollte sie den Vertretern der Norporationen und Verbände endlich einmal Gelegenheit geben, ihre Forderungen auch mündlich zu begründen.

Es wäre endlich an der Zeit, daß die Regierung in diesen nun über vier Wochen andauernden Kampf, der täglich schwerer auf die Industrie wirkt, eingreifen würde.

Streit bei der Kohlenfirma Gustav Schmidt jun. Der Deutsche Transportarbeiterverband beilt mit: Der Kohlen­händler Gustav Schmidt jun., der auf drei Pläben, 1. Golz­marktstraße, 2. Görlitzer Bahnhof und 8. Kiefholzstraße, seinen Handel betreibt, entzieht sich fortgefekt der Verpflichtung, tarif­mäßige Löhne zu zahlen und die vereinbarten Arbeitsbedingungen inne zu halten. Beschlüsse seiner Organisation des Verbandes Berliner Kohlen- Großhändler, gehen ihm" nichts an; er macht,

vas er will.

Wegen Nichtinnehaltung des Tarifvertrages und der Nicht­ausführung eines Beschlusses seiner Organisation, der dahin geht, den Arbeitern und Kutscherdier Generalstreiftage au vergüten, ist es deshalb zur Arbeitseinstellung gekommen.

Gesellschaft Stern".

Zavischen Berlin und Breslau bestehen rege Beziehungen. aus Herr v. Jagow, der frühere Berliner Polizeipräsident, fich in Berlin unmöglich gemacht hatte, wurde er nach Breslau ab­geschoben in ein höheres Staatsamt. Umgekehrt tam der Box gänger Ernsts, Herr von Oppen aus Breslau nach Berlin . Jest geht Ernſt in den frühern Wirkungsfreis des Herrn von Oppen. Er hat sich am Sonnabend von den Beamten verabschiedet Unfälle während der Pfingstfeiertage. Im Hause Fischer­und ihnen gedankt für die Pflichttreue und für loyales Ver- ftraße 2 tam die 60jährige Frau Thiele, Friedrichsgracht 27, bei halten. Die Beamten haben Herrn Ernst ein gutes Beugnis einem Besuch von Berwandten im Treppenhause so unglüdlich ausgestellt für das ausgezeichnete Berhältnis, das zwischen Ernst zu Fall, daß sie sich eine schwere Kopfberlegung auzog und auf und den Beamten bestanden habe. bem Transport in das Krankenhaus berstarb. Am Sonntag nachmittag in der fünften Nachmittagsstunde stürzte sich die 70 Jahre alte Frau teper aus der Czarnitauer Straße von der Waifenbrüde in die Spree. Baffanten, die den Vorfall beobach­tet hatten, gelang es, die lebensmüde Greisin mittels eines Ret tungstahnes den Fluten zu entreißen. Frau B., die die Tat wahrscheinlich aus Nahrungssorgen begangen hat, wurde in das Krankenhaus am Friedrichshain eingeliefert.

Seine Genossen hat Grnst anscheinend wieder eingewickelt. In feinen Mittelungen" gibt der Bezirksverband Groß- Berlin der jozialdemokratischen Partei folgende Erklärung ab: Der Bezirks­der sozialistischen Partei folgende Erklärung ab: Der Bezirks­vorstand hat sich mit den Angriffen beschäftigt, die anläßlich des Ausscheidens des Genossen Eugen Ernst aus seinem Amte als Boltzeipräsident gegen ihn erhoben worden sind. Es wurde dabei festgestellt, daß der Vorwurf, er habe sich der Kapp- Regierung zur Verfügung gestellt, vollkommen unwahr ist. Die gegen seine Amtsführung gerichteten fachlichen Einwendungen berühren feine persönliche und parteigenössische Ehre in feiner Weise."

Ein Pflaster für den neuen Breslauer Polizeipräsidenten . Ob allerdings weite Streife seiner eigenen Genoffen so denten, wie der Bezirksvorstand, ist eine andere Frage. Herr Frana rüger hat ja folche Bertrauensvoten auch für Noste fertig bekommen. Heute will es niemand gewesen sein. Drafonische Urteile anläßlich des Generalstreits vom 13. März auch in Berlin .

Nach

Gine Liebestragödie, der zwei junge enffenleben zum Opfer fielen, hat sich in der Prenzlauer Straße abgespielt. Sn einem einen Hotel bort stieg ein Ehepaar ab, das angeblich von auswärts dam. Der Mann schrieb sich als Ernst Laftus aus Rattowik und seine Begleiterin als seine Ehefrau ein. Man fand die Gäste belde tot auf. Nach dem Befund muß der junge Mann seine Begleiterin und sich ebst erschossen haben. Ob der Name, den er angab, richtig it, weiß man noch nicht. Seine Begleiterin wurde festgestellt als eine 28 Jahre alte Marie Schley, die zuleht als Hausmädchen in der Charité beschäftigt war.

Bei dem Frühkonzert im Belt 2( Sprecselt) am Pfingst­fonntag hat ein fchwerkriegsbeschädigter Genoffe eine fiberne Armbanduhr( rechteckige Form) am grünen Lederriemen verloren. Um Rückgabe ersucht Josef Mein, Hagenauer Str. 15, IV.

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Aus dem Gemeindeleben.

Auf allen Pläßen dieser Firma ruht die Arbeit. Jeder, der für diese Firma eine Arbeit verrichtet, die sonst von den Streifenden geleistet worden ist, begeht Streitbruch!!! Vor Zuzug nach der kappfreundlichen Firma Gustab Schmidt jr." wird deshalb dringend gewarni! Vor dem Schöffengericht Berlin Tempelhof war der Bau­Die Differenz bei der Spree- Havel- Dampfschiffahrt- arbeiter Günter wegen Landfridensbruch angeklagt. der Anklageschrift soll G. am 15. März 1920 nach Auf­ruf der Regierung zum Generalftreit einen Brauerwagen und einen Heuwagen angehalten und lepteren umgestoßen haben. Wie uns mitgeteilt wird, ist es in letter Stunde gelungen, Der Angeklagte bestreitet die ihm zur Last gelegte Antiage. Ein Zegel. In der am Donnerstag stattgehabten Sihung de cine provijorische Berständigung zu erzielen, die Direktion hat Beuge Weinberg( nach Ansicht des Staatsanwaltes Gemeindevertretung bibeten ben wesentlichsten Teil der umfang jich am Sonntag morgen bereit erklärt, mit dem Verband der macht derselbe einen sehr guten Eindruck) erklärt reichen Tagesordnung. Auf Antrag des Beamtenausschusses, dem Binnenschiffer am Donnerstag über die Neuregelung der Bohnver mit Bestimmtheit, den Angeklagten wiederzuerkennen, der die zugeftimmt wurde, wird auf die Dauer bis zu drei Jahren eine hältnisse zu berhandeln. Darauf ist der gange Betrieb frei Pferde ausgespannt und den Wagen mit noch mehreren Ber- borherige Privattätigkeit auf das Besoldungsdienstalter ange­gegeben. fonen umgestoßen hat. Gine andere Beugin( Beugin der Staats- rechnet. Den Schiedspruch des Schlichtungsausschusses Groß­Die Firma hat an uns ein längeres Schreiben gerichtet, in anwaltschaft) fonnte trotz aller Ermahnung nicht sagen, ob der Berlin in Sachen Bezahlung der nicht ständig Angestellten wird sem sie sich gegen die Notiz wendet, die wit gebracht haben. Die Angeklagte dabei war. Troß diefer widersprechenden Zeugenaus ebenfalls zugeftimmt. Sierbei wird von unserer Seite die Zu Firma behauptet, daß bis auf einen Geiger alle Angestellten sagen beantragte der Staatsanwalt gegen den Angeklagten eine laffung von Ueberstundenarbeit gerügt und soll diesem möglichst zufrieden seien. Wenn sie diese Mitteilung von ihren Leuten Gefängnisstrafe von vier Monaten. Der Verteidiger des Ange- Rechnung getragen werden. Dem erneuten Antrage der Po­pat, dann haben dieje der Firma eben andere Mitteilungen als flagten, Rechtsanwalt Zöllner, verfuchte in einer sehr gut ausgelizei und Bollziehungsbeamten auf tebens­legten Rede den Gerichtshof zu überzeugen, daß von einer gewalt längliche Anstellung, dem sich auch der Botenmeister an dem Verband der Binnenschiffer gemacht. Denn hat die Firma den Bertrag im März den Mann- tätigen Handlung nicht die Rede sein kann, da erstens die Auf- geschlossen hat, wurde diesmal mit Mehrheit stattgegeben. In das gemeinsame Kuratorium der beiden Fortbildungs­fchaften aufgezwungen, denn jeder, der diesen Vertrag nich unter. forderung zum Generalstreit von der Regierung gegeben war geichnen wollte, wurde gekündigt, die Entschuldigung, daß der Ver. und das weiter fein Beweis erbracht wurde, daß der nge- schulen wurden je zwei Arbeitgeberinnen und Arbeitnehmerinnen deshalb die Firma mit ihm feinen Vertrag abgeschloffen hat, ist lautete das Urteil des Gerichtshofes auf drei Monate Gefängnis fürsorge wurden weitere 20 000 m2. bewilligt. Nach ben band der Binnenschiffer nicht gefeßlich anerkannt ist und daß taste am Umstoß des Heumagens beteiligt war. Trotz alledem( G. P. und II. S. 3.) gewählt. Es verlohnt sich, eine Witteilung über den Gang der Ver­vollkommen hinfällig, denn die Firma hatte doch im Vorjahre einen Vertrag mit dem Verbande abgeschlossen, allerdings auch haftung zu machen. Als G. auf der Sicherheitswache in der Beiertagen wird der Gemeindefpielplats in Angriff genommen Friesenstraße eingeliefert wurde und er darum bat, daß man ihn und befonders Familienbäter jollen berücfichtigt werden. Dem Tarifvertrag resp. der Sohneshöhung für Gemeinde­erft, nachdem mit einer Arbeitseinstellung get roht war. mit Rücksicht auf seine alte Mutter freilassen möchte, wurde ihm

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Für Erwerbslosen­

Die Firma bestreitet, daß sie niedrige Löhne zahlt. Aber von den anwesenden Sicherheitsbeamten erklärt: Dag Sie hinter arbeiter wurde zugestimmt. Betreffs der geringen Lohnunter 150 bis 200 Mart bei unbeschränfter Arbeitszeit, daß find doch schwedischen Gardinen fizen, ist Ihre eigene Schuld, Ihre alte schiede zwischen gelernten und ungelernten Arbeitern machte sich Johnfäße, wie sie so leicht nirgends zu finden sind, selbst in der Mutter mag ruhig an den Hungerpoten saugen." Außerdem war eine recht unterschiedliche Auffassung bei verschiedenen Wednern Schiffahrt nicht. Die Firma geht aber nicht auf den Einwand belannt, daß arf der betreffenden Wache mehrere der eingeliefer- bemerkbar; Herr bon Borsig, als Großindustrieller, führte hierbei in, daß sie Arbeiterausschußmitglieder entlassen hat; sie hat ja ten Berhafteten mishandelt wurden und daß es der Angeklagte fogar parteipolitische Motive neben den anerkannten höheren un auf Grund des Vorgehens des Verbandes ein Arbeiteraus- G. mr jeinem lud zuschreiben kann, daß er durch das Da- Afford. und Konjunkturlöhnen ins Seld, im Gegensatz zu den mitglied, daß 17 Jahre dort beschäftigt war, wieder ein- wijchenschreiten der Sicherheitswehr von dieser Wache nach dem von fozialistischer Seite angeführten Tatsachen über die uit= 6. war Parteigenoffe der nehmende Ausschaltung gelernter Arbeiter durch die mrod. Bolizeipräsidium gebracht wurde. Die gange Aufregung während der Pfingsttage wäre nicht S.. D. und feine Barteigenoffen, die sich um ihn bemühten, Leitarbeitsmethoden. In der nächsten Sizung soll über die mong gewesen, wen die Firme fich endlich daran wöhnen würde, munberten sich, daß 6. tres Enthaffungsverfügung nicht auf freiem tigteft der Rebelteräte Beret eftattet werden,

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