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Wie Genoffe Crispien in seinem Artikel vom 25.8. 20 Nr. 852
Funktionär- Verfammlung der USP. erklärt, daß, wenn wir heute den Antrag auf Anfchink an die
( Fortsetzung des Berichts aus der Sonntagsnummer.)
Däumigs Referat
Genosse Däumig sagte weiter:
Das gewaltige, fügsame Instrument, das die russische Revolution zujamemnhält, das ist die Kommunistische Partei . Das russische Bolt ist trotz seiner Dumpfheit und seines Analphabetismus in tiefer revolutionärer Gärung. Für das Stadium des revolutionären Kampfes, für den Bürgertrieg wird das Proletariat, die formlose Masse, auch bei uns ausschlaggebend sein und ich will, daß unsere Partei bei uns die gleiche Rolle im Kampfe spielt, wie auch die kommunistische Partei in Sowjetrußland.
Auch die russische Partei hat ihre Kongresse, und Sie werden aus den Protokollen finden, daß dort nicht nur Lenin und Trozky reden und dann mit Bum- bum- trara die Tagung geschlossen wird. Es ist falsch, zu behaupten, daß im Rahmen dieser Bedingungen tein demokratisches Innenleben in den Organisationen möglich sei. Diese Bedingungen sind für alle Parteten gestellt worden. Die russische Partei stellt in ihren theoretischen Grundlagen eine einheitliche Masse dar, die nicht nur die Diktatur theoretisch anerkennt, sondern sie auch praktisch verwirklicht. Ich stelle fest, daß in unserer Partei diese theoretische Uebereinstimmung nicht besteht. Sagt den Genossen, daß fie nicht aus Gefühl zur Dritten Internatio nale kommen sollen, daß sie sich ganz anders umstellen müssen, persönlich und organisatorisch. Sagen Sie ihnen, daß es dann vorbei ist mit dem geruhsamen Hindösen in der Partei, dem Beitragszahlen und Flugblattverteilen.( Lebhafter Beifall.) Wenn die Russen gegen Judenitsch , gegen Koltschat und Denikin fämpfen konnten, dann konnten sie es nur durch die kommunistische Partet. Däumig schildert, daß die Arbeitsarmeen garnicht in Wirksamkeit treten konnten durch die fortwährenden Kämpfe. Man tann nicht jahrelang Krieg führen, unter Verhältnissen, die ungeheure Opfer erfordern, ohne den Idealismus, der von der kom munistischen Partei in die Millionenarmee hineingetragen wird. Diese Partei ist eingestellt auf die qualitative 3usammensetzung und nicht auf die Beiträge und die Quantität. Das numerische Anwachsen bringt die große Gefahr der geistigen Verödung. Wie biele unserer Mitglieder haben unser Attionsprogramm gelesen? Es liegt im Wesen einer siegreichen Revolution, daß sich an sie alles mögliche Geschmeiß hängt. Der Prüfungsprozeß in einer revolutionären Partei, die im schärfsten Kampfe steht, hat sich als eine Notwendigkeit ergeben. Es tommt vor, daß in Rußland Ge nossen auf Grund ihrer Fähigkeiten verwendet werden nach den Notwendigkeiten des Kampfes. Die Genossen sind verpflichtet, sich olchen Bestimmungen zu fügen. Darüber wollen wir feinen Zweifel lassen, daß sich alle flar sein müssen, was diese organisatorische Form bedeutet.
Wenn vom Gen. Crispien das Wort Opportunismus zu Tode geritten worden ist, muß ich doch sagen: wenn Sie zur politischen Macht kommen, werden Sie viel opportunistisches Wasser in Ihren raditalen Wein gießen müssen. Wenn wir in Deutschland zur politischen Macht tommen, werden wir nicht die Dummheit begehen, die Kleinbauern sofort zu enteignen
Das Korrettiv dagegen besteht darin, daß wir helfen müssen, daß fich das bolschewistische Rußland erhalten tann und sich nach und nach in Rußland eine sozialistische Agrarwirtschaft durchsetzt. Es liegt natürlich in der Entwidlung begründet, daß, wenn das Schwergewicht der Revolution nach dem Westen verlegt wird, auch organisatorisch die Bentrale nach dem Westen tommen muß. Die Steuerfreiheit in Rußland ist teine prinzipielle. Wir dürfen nicht außer acht lassen, daß Rußland noch unter der Blockade des Weltfapitals steht, daß dieser Kampf des Welttapitals für die Zustände in Rußland verantwortlich ist.
Es haben sich in unserer Bartei scharf zwei Richtungen herausgebildet. Wenn die Bestimmungen des§ 21 der Anfchlußbedingungen, gegen die auch Stoeder und ich uns in Mostau gewendet haben, gelten sollen, halten wir es für richtig, daß dic Genossen, die sich nicht einverstanden erklären tönnen mit diesen Bedingungen, nicht mehr in der Partei mitarbeiten fönnen. Um gekehrt sage ich auch, wenn der Parteitag anders beschließt, tönnen die, die für diese Bedingungen find, nicht mehr in dieser Partei bleiben.( Große Unruhe.) Weil biefe Probleme so vielseitig sind, müssen sie noch weiter in der Partet behandelt werden, ehe man zu einem abschließenden Urteil tommen tann.
Däumig wendet sich dann gegen Crispiens Aeußerungen über leinen Wandel in der Frage des Parlamentarismus und lagt, ich bin noch genauso Antiparlamentarier, wie ich es je gewesen bin.( Bewegung.) Mein Kampf geht dahin, dem Parlamentarismus so schnell wie möglich das Genta zu brechen.
Die Gewerkschaften müssen zu Organen der Produktion werden. So lange dies nicht der Fall ist, müssen die Betriebsräte die Kontrolle der Broduktion übernehmen. In Rußland sind die Gewerkschaften revolutionär, darum haben die Fabritfomitees andere Aufgaben.
Die Bedingungen find zugeschnitten auf die Zwede des revolutionären Weltkampfes. Wir müssen prüfen, ob die Bartei in ihrer Organisationsform und auch in ihrer perfonellen Zusammen legung, die Bedingungen erfüllt, die an sie in Hinblick auf diese Aufgaben gestellt werden müssen. Alle Kämpfe in Deutschland find bisher nur Einleitung gewesen. Gerade weil wir sehr viel haben lernen müssen in unseren Niederlagen, möchte ich, daß unsere Partei theoretisch fest und schlagfertig dasteht in den tommenden Kämpfen. Auch ich bin der Meinung, es sind Bluttröme genug geflossen; aber hat Rußland , aus Freude am Krieg, den Kampf gegen Bolen geführt? Aus den Erfahrungen der Anwendung der schärften Gewalt gegen das Proletariat, sagt uns die Erefutive: Richtet Euch darauf ein, daß der Sieb die beste Parade ift."
Däumig gibt eine ausführliche Darstellung des Zustandekommens der außerordentlichen Kommission der Organisterung der Roten Armee. Man wird erdrüdt von der Fülle des Materials und braucht unendlich viel Zeit, um sich mit allem auseinandersetzen. Aber auch mit aller Entschiedenheit, genau wie Ge nosse Crispien gegen die dritte Internationale ist( 3uruf: Das ist nicht wahr!), mit derselben Ehrlichkeit werbe auch ich um Ihre Ueberzeugung. Ich erwarte die Weiterentwidlung der deutschen Revolution in günstigem Sinne im Anschluß an die dritte Internationale, auch unter den vorliegenden Bedingungen.( Starfer Beifall.)
Auf Vorschlag des Vorsitzenden, Genossen Brüht, wird be. chlossen, am nächsten Donnerstag eine Fortsetzung stattfinden zu
laffen.
8. Internationale ftellen würden, dieser von dem Eretutivlommitee glatt abgelehnt wird, so tann ich nur sagen, daß nicht die große Masse der U.S.P.D. , sondern nur die Führer allein daran die Schuld tragen. Hinweisen möchte ich auf den letzten Kampf in welchem das deutsche Proletariat eng zusammengeschlossen gegen die Kappisten tämpfte und unser Ziel, die Aufrichtung der Diktatur des Proletariats , oder besser gesagt Entfachung des Brandes zur Weltrevolution leicht erreichbar war.
Wenn dort die Genossen Crispien, Dittmann und Hilferding an der Arbeit gewesen wären und hätten sich nicht vor der Reaktion in ein Versteckt vertrochen, sondern hätten der Arbeiterschaft den richtigen Weg gezeigt, so wäre es heute nicht nötig einen Selbstmord zu verüben um der 3. Internationale angehören zu können.
Mit der Kritik gegen Genoffen Hilferding und Crispien will ich es für heute genug sein lassen, aber ich fann nicht umhin den Worten des Genoffen Wilhelm Dittmann scharf entgegenzutreten. Wenn er in seinem Artikel die Not und das Elend der deutschen Auswanderer in einem solch verabscheuenden Ton erläutert, so möchte ich ihm entgegenhalten, doch mit der Wahrheit gegenüber den russischen Zuständen etwas genauer umzugehen. Wenn Crispien und Hilferding in ihren Artikeln schon versuchten uns von der Sowjetregierung Rußlands abzuschrecken, so unterstüßt nicht nur Dittmann diese Worte, sondern geht noch weit darüber hinaus. Wenn von der deutschen Reaktion der deutschen Arbeiterschaft der russische Bolscherismus schon schwarz an die Wand gemalt wird, so geht Dittmann über diese weit hinaus und versucht den deutschen Arbeitern den russischen Kommunismus als Abgangsmittel einzugeben. Genosse Dittmann glaube nur nicht, daß nur du allein Erfahrung von den Zuständen in der Sowjetregierung Rußlands gemacht haft, sondern auch andere sind in der Lage dieselbe besser schildern zu tönnen, welche in erster Linie einen ehrlichen Charakter befizen. Proletarier Deutschlands , Mitglieder der U. S. P. D. , euch allen rufe ich zu: Augen und Ohren auf, erkennt, was in dieser Stunde gegen euch verübt wird, laßt euch nicht durch Schwarzmacher und bergl. mehr abschrecken von unseren Arbeitsbrüdern Sowjetrußlands, sondern erkennt, daß es unbedingt erforderlich ist, uns die Bruderhand mit dem russischen Proletariat und mit dem Proletariat der Welt zu reichen.
Hinweg mit allen, die uns in der Entwickelung zur internationalen Verbrüderung behindern.
Die Verfolgung des Münchener Kommunisten Eisenberger. Gegen den kommunistischen Abg. Eisenberger, gegen den wegen Der seinerzeit mitgeteilten Generalstreitaffäre, die zur Berurteilung der anderen Beteiligten führten, noch ein Verfahren anhängig ist, hat die Staatsanwaltschaft wegen seiner jüngsten in der Provinz gehaltenen Reden ein neues Verfahren eingeleitet.
Der Hanauer Generalstreik, an dem etwa 14000 Arbetter beteiligt waren, ist beendet. Die Arbeit wird am Montag morgen in allen Betrieben wieder aufgenommen. Maßregelungen dürfen nicht erfolgen. Eine Bezahlung der Streittage erfolgt nicht.
Erhöhung des holländischen Kriegsetats. Der holländische Kriegsetat ist um ungefähr 19 Millionen Gulden erhöht worden.
Gewerkschaftliches
Achtung, Vertrauensleute der Zimmerer! Laut Beschluß ber legten Vertrauensmänner- Bersammlung soll von jeden Betrieb ein Bericht über den Beschäftigungsgrab, wie hoch die Löhne, wie viel Behrlinge, wie hoch der en Löhne, sowie über die Organisationsange= hörigkeit eingereicht werden. Rameraden! Es ist Pflicht eines feben Bertrauensmannes, umgehend einen Bericht an uns einzusenden. Jeder Betrieb muß in der Vertrauensmänner- Sizung am Dienstag, 3 Uhr, im Gewerkschaftshaus, vertreten setu. Mitgliedsbuch legiti miert. Zentralverband der Bimmerer Deutschlands , Bahlstelle Berlin und Umgegend.
Groß- Berlin
Stadtverordnete von Groß- Berlin
Am Dienstag, abends 6 Uhr, findet im Rathaus, Königs Straße, Zimmer 109, eine Frattionssigung statt. Wir ersuchen um vollzähliges Erscheinen.
Der internationale Jugendtag
Würdig und imposant hat die Berliner Jugend ihren inter nationalen& efttag gefeiert. Schon in den Morgenstunden ström ten in fleinen Trupps die Jugendlichen Bichelswerder zu. Auf den breiten Wiesenflächen dieser Halbinsel spielten und tanzten bald Tausende ihre Singtänze und Jugendspiele. Es war ein Bild reiner, herzlicher Jugendfreude. Wohin man Jah, Singen und Lachen, echte urwüchsige Jugendlust; nirgends jedoch, jene Reizund Aufpulverungsmitel, ohne die es in unserer verfaulenden Kultur feine Unterhaltung mehr zu geben scheint. Dieses ungebundene Treiben, das selbst von den furzen Regengüssen des Sonn tags nicht gedämpft werden konnte, brachte dem, der in harter Arbeit unter der Laft unserer nieberbrüdenden Verhältnisse steht, zum ersten Mal nach langer, langer Zeit, eine Stunde innerer Ruhe und Hoffnungsfreudigteit, an die Josef Luitpold während des Krieges dachte:„ Die Stunde nachher, wenn die Geschütze wieder schweigen, wenn die Gewehre wieder entladen sind, wenn der Bläntler wieder Gatte wird, wieder Vater, Bruder und Kind, wenn Hunderttausend, entronnen dem Tod und Schlächtergrauen, wieder Sonne über ihrer Heimat, Arbeitsessen und Herdfeuer wieder schauen, göttliche Stunden nachher, Rüdtehr der Bernunft, wenn alle fich wieder besinnen und erwacht in seligem Staunen Herz und Gewissen zurüdgewinnen, Wiedergeburt der Liebe! Stunde der Erbarmungen! Stunde der Freudenfchreie und der vielen Umarmungen! Diese Stunde nachher,..
dritte Internationale
Von Karl Schröter , Kaltberge.
Der zwette Kongreß der 3. Internationale hat stattgefunden. Die Führer der USD. sind zurückgekehrt. Wenn jemand geglaubt bat, daß unsere Führer von dem zweiten Kongreß mit einer zufriedenstellenden Botschaft zurückgekehrt sind, so glaube ich im Sinne der übergroßen Anhänger der USPD. fagen zu tönnen, daß wir uns berin tolloffal enttäuscht sehen. Wir alle hofften, baß sich unsere Führer mit den Führern der rufftschen Sowjetmacht ohne weiteres bie Band reichen würden. Aber o weh, wie ich mich enttäuscht über die Worte der einzelnen Führer der Partei, welche am Kongreß teilnahmen und jetzt ihre Wut gegen den Bolschewismus loslassen. Wenn Genosse D& umig in seinem Leitartikel vom 26. 8. 20 Nr. 851 fich dahingehend ausspricht, daß mit dem Eintritt in die 3. Internationale nicht nur eine formale Bettrittserklärung, sondern eine rebulutionäre Taktik und Aktion mit ehrlichem Willen auf allen Rampffeldern erforderlich ist, so kann ich diesem nur zustimmen. Niemals dürfen wir einer Internationale angehören, welche wie am 2. August 1914 dem Kriegsrausch der Reaktion unterliegt, oder gar biesen unterstützt; sondern wir brauchen eine Internationale, welche in der Lage ist, jeben Kampf, der zur Unterbrückung des internationalen Proletariats dient, sich entgegenstellen zu können.
In das freundliche Friedensbild flang bald trogiger Kampfruf. Um die Mittagsstunde vereinigten sich die Spielenden in einer Talmulde zu einem unübersehbaren Lager. Kopf an Kopf, piele tausende heller Jugendgesichter von roten Fahnen umflattert und von oben wurden Ansprachen gehalten, die Kampfrufe waren. Deutsch, französisch, ungarisch und russisch wurde die internationale großen Kämpfe, der russischen Vorhut, der proletarischen Internationale wurde gedacht und zur Solidarität mit Sowjetrußland aufgerufen. Im Massengesang, von den Musikgruppen mit Intrumenten begleitet, ertlang die Internationale und die rote Fahne vorauf, begann der geschlossene Rückmarsch durch die Stadt. Es war ein richtiges Heer, das die Heerstraße heraufzog.
Wetters eine sehr flarke Beteiligung. Es sprachen am Herzberg platz der Genosse Adolf Hoffmann und der Genosse Karl Schneider Ihre Ausführungen, die zur Unterstüßnug der weltlichen Schule und zur Befreiung der Kinder vom Religionsunterricht aufforderten, erzielten stürmischen Beifall. An dieser Stelle wollen wir noch mals hervorheben, daß die vorgedruckten Formulare zur Befreiung der Kinder vom Religionsunterricht bei den Elternräten der USP. und im Parteibureau, Neckarstr. 3, zu haben sind.
Die Quäferspeisung für Neuköllner Schuffinder, deren Fortfüh rung nach den an amtlicher Stelle vorliegenden Mitteilungen bis Ende Mai nächsten Jahres erfolgen soll, ist am 11. August d. J in etwas vermindertem, für Neukölln vorgeschriebenen Umfange wieder aufgenommen worden. Gegenwärtig fönnen insgesamt 7500 Neuköllner Kinder der Speisung teilhaftig werden. Ihre Ausdehnung auf werdende und stillende Mütter steht unmittelbar bevor. Die der Stadt Neukölln bis zu Beginn der großen Ferien entstandenen Kosten für die Anfuhr des Essens und die sonstigen Aufwendungen belaufen sich auf rund 200 000 Mart.
Ein Herrenschirm ist in der Versammlung der Funktionäre der Berliner Gewerkschaftskommission am 31. August in der Neuen Welt stehen geblieben. Derselbe fann im Bureau der Gewert schaftskommission, Berlin , Engelufer 15, abgeholt werden.
Sicherheitsbeamte als Schieber. Am Montag früh wurden durch die Zugkontrolle in Wittenberge 2 Beamte der Berliner Sicherheitswehr festgenommen, die etwa 5 Zentner Schweinefleisch nach Berlin zu verschieben suchten. Bezeichnend ist es, daß diese Burschen ihr voltsschädliches Treiben in Uniform ausübten, in der Annahme, der Kontrolle besser entgehen zu können. Nette Ordnungs hüter".
Voraussichtliches Wetter für Berlin und Umgebung am Dienstag. Beitweise heiter, aber fühl und überwiegend bewölkt mit wiederholten Regenschauern und frischen westlichen bis nordwest Winden.
Aus den Organisationen
3. Diftrift. 3. Abteilung. Bezirksführerfizung Dienstag bei Start, Boekhstr. 5. Bahlabende Mittwoch: 115-117. Bez. Wilmsstt. 7. 118.- 120. Bez. Wulff, Bär waldstr. 50. 123., 124., 130., 132. Böhm, Plantstr. 76.
3. Diftritt, 4. Abteilung. Mittwoch, gemeinschaftlicher Zahlabend. Schulaula, Dieffenbach Str. 51.
4. Diftritt. Dienstag, 7 Uhr, Diftrittstonferenz, in der Schulanta, Reichen berger Str. 67. Um 5 Uhr im Zeichensaal, daselbst, Aussprache der Diftritts leitung mit den Funktionären ber 8. und 9. Abteilung und den in der Ange Tegenheit interessierten Mitgliedern. Mittwoch, 7 Uhr, gemeinschaftlicher Bahl abend der vierten Abteilung in der Schulaula, Reichenberger Str. 44-45. Tagesordnung: Die 3. Internationale." Referent: Genoffe Kleinschmidt. 5. Diftritt. Dienstag, 7 Uhr, bet Schweilhardt, Alte Jakobftr: 24, Sigung der tommunalen Kommission. Vortrag des Genossen Stadtrat Weise über Wohlfahrts pflege.
7. Diftritt. Montag, 7 Uhr, Romeniusfäle, öffentliche Elternverfammlung. Dienstag, 7 Uhr, Diftrittskonferenz, bet Krumbach, Warschauer Str. 61.
9. Berwaltungsbezirt. In dem Fraktionsvorstand der Bezirksversammlung wurde Genaffe Karl Schulz, Wilmersdorf , Joachim- Friedrichstr. 5, zum Vorsitzenden und W. Friedländer, Schmargendorf , Krampasplay 7, zum Schriftführer gewählt. 9. Diftritt. Kinderschutzkommission, Dienstag, den 7. 9., abends 7 Uhr, Situng aller Helfer und Helferinnen bei Liegs, Böhowstr., Ede Woldenberger Straße. 10. Distrift. Funktionärtonferenz, Montag, 7 Uhr, bei Büttner, Schwebter Str. 23. 11. Diftrift. Bolitische Kommission, Dienstag, 6 Uhr, bet Meyer, Aderstr. 123. 13. Diftritt. Vollversammlung der politischen und Agitationstommiffion, Diens tag, 7 hr bei Walsleben, Kopenhagener Str. 49.
15. Diftritt. Gewertschafts- und Rätetommission. Dienstag, 7 Uhr, Sigung bef Rabemacher, Brebom- und Buggenhagener Str. Ede. Partet und Gewerkschafts mitgliedsbuch mitbringen.
17. Diftritt. Politische Kommission, Bollfizung, Dienstag, 7 Uhr, bei Abraham, Nordufer 11.
18. Distritt. Dienstag, 6 Uhr, Diftrittskonferens, bel Albrecht, Grünthaler Straße 62.
10. Berwaltungsbeziet Zehlendorf and Umgegend. Dienstag, 7. September, abends 7 Uhr, Bollversammlung ber tommunalen Kommission im Lindenport, Berliner Strage. Charlottenburg . Seute, Montag, abend 7 Uhr, Sihung der Elternbeiräte in ber Aula der Hindenburg- Ober- Realschule, Guerideftraße.
Tempelhof . Mittwoch, 6 Uhr, bei Grühmacher, Sigung ber fommunalen Kom mission, Arbeiterrat und Gemeindevertreter.
Lichtenberg . Heute, 7 Uhr, Borstandssitung bei With. Schuls , Kronprinzen, Ede Scharnweberstraße. Dienstag, 7% Uhr, Sigung der Schiebskommission, bet R. Sievert, Kantstr. 3.
Treptow - Baumschulenweg. Seute, 7 Uhr, Funktionärsthung bei Mother, Stief holzstr. 35. Alle Funktionäre und Revisoren haben unbedingt zu erscheinen.
Vereinskalender
Gewerkschaftsuntertommiffion Tempelhof, Martendorf, Marienfelbe. Dienstag, 158 Uhr, im Lotal von Becker, Tempelhof , Ringbahnstr. 6, sehr wichtige Sigung, ten Veranstaltungen bes Zentralverbandes der Angestellten in diesem Monat, hat fich die Fachgruppenleitung entschlossen, die September- Fachgruppenversammlung ausfallen zu laffen. Die nächste Versammlung findet gleich Anfang Ottober statt. Zentralverband der Fleischer. Mitgliederversammlung, Dienstag, 7 hr bet Böter, Weberftr. 17. Mittwoch, 7 Uhr, Bezirksversammlung, Reutöln- Brth, bei Balewsti, Neutöln, Bobbinftr. 57. Bezirt Weißenfee- Hefnersborf, 7 Uhr, bet Weber, Weißenfee, Friedrichstr. 37, Ede Strenstraße. Bezirt Charlottens burg- Wilmersboerf, 6% Uhr, im Lotal von Rumpfeld, Charlottenburg , Frauenhofer Straße 13, Ede Hergstraße. Gettion Bertaufspersonal und Angestellte, 8 Uhr, im Lehrervereinshaus, Alexanderplah, Weißer Saal. Gewerkschaftstommiffion Tempelhof, Marlendorf, Marienfelde . Dienstag, 18 Uhr, im Lotal von Beder, Tempelhof , Bingbahnstr. 6, sehr wichtige Sthung. Erscheinen aller Mitglieder bringend notwendig.
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Lebensmittelkalender
Berlin Johannisthal . Bom Freitag, ben 10 b. Mts. ab, in ben hiesigen Klein handelsgeschäften nach Maßgabe der Zuderfundenlifte, auf allgemeine Lebensmittel farte: Abschnitt 673, 500 Gr. Suppenmehl. Auf Lebensmittellarte des Kreifes Teltow: Abschnitt 40, 500 Gr. Saferfloden. In der Gemeindevertaufsstelle. Auf allgemeine Lebensmittelfarte: Abschnitt 674, 1 Bädchen Süßftoff 5- Packung. Auf tote und grüne Lebensmittelfarte für Kinder: Abschnitt 675, 1 Pädchen Albert fets. Auf Zufaktarte für Kriegsbeschädigte: Abschnitt 9, 2 fd. Buchweizengrüge, Abschnitt 9, 2 fb. Teigwaren 1. Auf Busattarte für alte Leute: Abschnitt" 9, 250 Gr. Leigwazen 1.
Treptow . Außer den üblichen Rationen: Getreibemeht: Auf Abschnitt 13 der grünen Berlin - Treptower Lebensmittelfarte, 250 Gr. Kunsthonig: Auf Abschnitt 14 ber grünen Berlin - Treptower Lebensmittellarte, 125 Gr.
Wilmersdorf . Kartoffeln, 10 Bfund auf ben Abschnitt ber Bezugskarte für Einzelpersonen, 11. Ausgabe, 0,35 m. für 1 Pfund; Zuder, 375 Gramm auf 96; Gerstengraupen bzw. 125 Gramm auf 42, 0,71. bzw. 0,73 M. für 1 Pfund; Voranmeldung für den Bezug von 1 Bädchen Katao- Wildfußspeise, Brets 3,75 M. auf 12 ber braunen Haushaltungs- Bezugstarte. Für Kriegsbeschädigte, von 30 Prozent Erwerbsunfähigkeit und darüber, Rährmittel 4 Pfund, Kondensmilch, eine Büchse. A. Für werbende Mütter: Nährmittel 4 Pfund, Trodenganzet 50 bis 200 Gramm, 3,10 W. pro 50 Gramm; Malzertraft 1 Dose, 3 M; Kondensmilch 3 Dofen je 5 M.( nur im 4. bis einscht. 6. Monat. B. Für stillende Mütter: Rährmittel 2 Pfund; Trodenganzei 50 bis 200 Gramm, 3,10 m. pro 50 Gramm Malzertrakt 1 Dose, 3 m.
Schöneberg . Bis um 7. September Boranmeldung für 125 Gramm Maisfabri fate auf Abschnitt 43 ber allgemeinen Lebensmittellarte und 250 Gramm Stunit honig auf Abschnitt 60 ber roten und grünen Schöneberger Bezugstarte. Ans gegeben werden in der nächsten Woche neben den üblichen Rattonen, wie 1900 Gr. Brot, 20 Gramm Butter, 150 Gramm Schmalz, 250 Gramm Fleisch auf Ab Johnitt 49 der allgemeinen Lebensmitteltarte, 10 Pfund Kartoffeln auf die Ab fanitte 61 and 62 det Schöneberger Bezugsfarte 1 Doje Einheits- oder Mumme Malzertraft auf den Abschnitt 51 ber Jugendlichenkarte. Auf Rährmittelfonders farten werden im September Saferflocken ausgegeben.
Alt- Glienide. Auf Abschnitt 172 der Gemeindelebensmittelfarte: 500 Gr. Mais floden, 250 Gr. Reis. Auf Abschnitt 178 ber Gemeindelebensmitteltarte: 250 Gr. Rinbertalg, 250 Gr. Saferfloden. Auf Abschnitt 174 ber Gemeindelebensmittel farte: 500 Gr. Marmelade, 100 Gr. Syrup, Berfaufsstelle 2. Auf Nährmittel farten( 37. Woche): 250 Gr. Nubeln, 250 Gr. Kinbergerstenmehl. Kriegsbeschä bigte erhalten auf Abschnitt 10: 500 Gr. Saferfloden, 500 Gr. Sago . Werdenbe Mütter erhalten auf die Wochenkarte: 250 Gr. Stüchenmehl, 500 Gr. Saferflocken, 250 Gr. Sago . Auf bie Nr. 175 der Alt- Glienider Lebensmittelfarte 7 Brd. Kartoffeln. Die Milchtarten für den Monat Oftober liegen für den Ortsteil AltGlienide, im Lebensmittelamt, Werber Str. 7, für den Ortsteil Faltenberg, in ber Berkaufsstelle, Straße am Faltenberg, zur Abholung bereit. Teltow . 500 Gr. Haferflocken auf Abschnitt 14. Auf Abschnitt 15 der Lebenss mittelfarte fönnen 10 Bfb. Kartoffeln entnommen werden. Auf die Kranten mehltarte entfallen 1500 Gr. Krantenmehl. Fettwochenmenge: 150 Gr. Schmals. Freitag und Sonnabend Fleischvertauf auf Abschnitt 16 ber Lebensmittellarte. unter Hinweis auf die Bekanntmachung vom 1. b. Mts., betr. Regelung bes Fleisch verbrauchs, wird nochmals ersucht, ble Lebensmittellarten der Fleischselbstversorger und Kinder bis zum 7. b. Mts. im Rathause, Simmer 10, weds Stenntlichmachung Dorzulegen. Im Monat September tann auf Abschnitt 39 per Süßstofftarte ein Pädchen Süßstoff entnommen werden.
Verantwortlich für die Redaktion: Leo Liebschi, Berlin- Friedenau. Bera antwortlich für den Inferatenteil: Ludwig Komeriner, Starishort. G. m. b. 5., Berlin . Drud der Freiheit" Verlagsgenossenschaft Fretheit" e Druderet" G. m. b. S., Berlin C. 2, Breite Straße 8-9.
Der Jugendtag tonnte in Berlin zu dieser großen Kundgebung perben, weil er alle wirklich sozialistischen Gruppen vereinigt hat. Die Einheit im Ziel ermöglicht auch Einheit in der Aktion. Der gesunde Ginn der Jugend wendet sich dagegen, daß diese Gemeine ſamkeit für organiſatoriſche Sonderzwede ausgeschlachtet wFür Mit demagogischen Versammlungstniffen soll man Festtage ver schonen, es ist genug Gelegenheit dafür vorhanden.
Diese Jugend ift tampfesfroh, aber sie ist sich auch dessen bewußt, baß nicht Bernichtung das Ziel des Kampfes ist, und noch weniger Die große nachher!"
Geibſtvernichtung, ſondern der Grieden, ale Stage Slunce
Arbeiterbildungsschule der U. S. p. Berlin - Brandenburg . Die Bibliothek bleibt bis auf weiteres wegen Umzug geschlossen. Die ausgeliehenen Bücher bitten wir uns sofort zurückzugeben.
Demonftration für die weltliche Schule in Neukölln . Die vom Ortsverein der USPD . Neuköln zu gestern veranstaltete De monstration für die weltliche Schule zeigte trotz des sehr schlechten
die schulentlassene Jugend
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erschien soeben:
Leben hinein
Für die Jugend zusammengestellt von
Gute Ausstattung
Gg. Engelbert Graf Gebunden 8,00 Mk. Organisationen wollen sich des Bezuges wegen direkt wenden an die
Verlagsgenossenschaft Freiheit e. G. m. b.. Abteilung Buchhandel
Berlin C 2, Breite Str. 8-9