Von
der ordnungsparteilichen Wahlmänner aus der dritten Wähler- Das fgl. Polizeipräsidium hat nämlich in einem Schreiben an Klasse, so daß die konservativen und nationalliberalen Abgeordneten, den Magiftrat auf die unzulänglichkeit der hiesigen den sächsischen Landtagswahlen. welche in das Parlament einziehen, von vornherein, für jedes Auge Bedürfnißanstalten, namentlich solcher mit Kloset- Einrichfichtbar, als Vertreter nur der besitzenden Klaffe gebrandmartt sein tungen( für Frauen) hingewiesen, vorzugsweise mache sich dieser werden. Diese Erfolge scheinen uns die aufgewendete Mühe über- Mangel geltend in den Außenbezirken der Stadt, wie Moabit , Chauffeeftraße 2c., aber auch in genug zu lohnen. Bet der Friedrichstraße. Die sächsische Arbeiterschaft wird am Wahltage Protest erheben der Auswahl der Standorte der Auftalten sei im allgegen die Vernichtung seines Wahlrechts, gegen die politische und gemeinen wohl die Rücksicht auf die Rentabilität wirthschaftliche Bedrückung, der sie in besonders starkem Maße über- derselben für die Unternehmer vorherrschend gewesen, wäh antwortet ist.
Am 27., 28., 29. d. M. finden die Wahlmänner- Wahlen in Sachsen statt. Die dritte Wählerklasse wählt am 27., die zweite am 28., die erste am 29. Es ist die erstmalige Wahl unter dem DreiKlaffen- Wahlsystem. Die sächsischen Parteigenossen wollen versuchen, was sie auch unter einem so schlechten Wahlsystem auszurichten vermögen. So viel läßt sich schon jetzt sagen: Würde unsere Partei sich nicht attiv an diesen Wahlen betheiligen, so würde die ganze Wahl überhaupt fast ohne jede Erregung in der Deffentlichkeit vorübergehen. Durch das Eingreifen unserer Partei ist Leben in die Bevölkerung gebracht, ist eine große politische Bewegung erzeugt
worden.
Bunächst galt es für unsere Genossen, den Wählern das neue Wahlgesetz vor Augen zu führen. Schon das war bei der Komplizirt: heit des ganzen Verfahrens keine Kleinigkeit. In einem über das ganze Land verbreiteten Flugblatt wurden schon vor Monaten die Wähler in ausführlicher Weise auf die Einzelheiten des neuen Wahlgesetzes aufmerksam gemacht. Den agitatorisch thätigen Genoffen ist außerdem eine kleine Broschüre zur Verfügung gestellt worden, aus welcher fie nach jeder Richtung hin Aufklärung über die Beschaffenheit des neuen Wahlsystems erhalten konnten.
Flugblätter zu verbreiten und Versammlungen abzuhalten, in
Wir stehen mitten im Kampfe. Alles ist klar zum Gefecht!
Kommunales.
Tokales.
rend das öffentliche Bedürfniß einigermaßen be einträchtigt worden sei. Das Polizeipräsidium stellt zur Erwägung anheim, ob nicht in Zukunft die lettere Rücksicht als einzig maßgebend anzuerkennen sei. Die hierin liegende prinzipielle Aenderung der Stellungnahme zur vorliegenden Frage habe un Der Ausschuß der Stadtverordneten Versammlung be aweifelhaft eine nicht unerhebliche petuniäre Tragweite für die treffend Aenderungen für die Lehrerpensionen an den Gemeinde Stadtgemeinde, da entweder die Unternehmer bei unrentablen Anschulen beschäftigte sich heute unter Vorsitz des Stadtverordneten lagen zu fubventioniren, oder die Anstalten ganz auf städtische Vorstehers Dr. Langerhans und in Anwesenheit der Magistrats- Rosten zu errichten wären. Das Polizeipräsidium erfucht zunächst tommiffare, Bürgermeister Kirschner, Stadtschulrath Dr. Bertram um Mittheilung, ob der Magiftrat den vorhandenen Mißstand an und Kämmerer Maaß, mit der Generaldebatte, die aber nicht zu erkennt und bereit sei, als Prinzip für eine Abhilfe ausschließlich das vorhandene Bedürfniß gelten zu lassen, und verspricht dagegen, Ende geführt wurde. event. nach Veranstaltung einer allgemeinen Enquete diejenigen Stadtgegenden zu bezeichnen, in welchen nach seinem Ermessen dem vorhandenen Bedürfniß noch nicht genügt ist. Bei eintretender Jezt, da die Wahltage nahe bevorstehen, ist man nun daran, treffend erhalten wir vom Genossen Sassenbach die folgende Bu- von Markthallen, von Kinderspielplägen und dergleichen besonders Die gestern veröffentlichten Anträge zum Parteitage be Bermehrung der Bedürfnißanstalten für Frauen müffe die Nähe denen die Stellungnahme der sächsischen Sozialdemokraten unterschrift:„ Es ist in bezug auf den Antrag des V. Berliner Wahl- in betracht kommen. Ferner sei bei Neuanlagen Vorsorge zu treffen, den veränderten Verhältniffen genau gekennzeichnet wird. Als erste treifes ein Fehler unterlaufen. Die Parteigenoffen haben sich aus- daß die ärmere Bevölkerung( Männer und Frauen) namentlich in Wahlparole gilt felbstverständlich die 28 ahlrechtsfrage! Und drücklich dagegen erklärt, daß die Regelung der Betheiligung an den von ihr hauptsächlich bewohnten Stadtgegenden die Möglichkeit fie leistet vortreffliche Dienste in der Agitation, vor allen den den Landtagswahlen einer preußischen Sonderkonferenz übertragen erhalten, unentgeltlich die natürlichen Bedürfnisse zu be Gegnern gegenüber. Letztere schweigen fich darüber vollständig aus, wird, sie verlangen vielmehr, daß der allgemeine friedigen. Was die Wahl der Standorte betreffe, werde unter und find immer in der fatalften Lage, wenn sie von unseren Ge- Parteitag die Sache selbst erledigt. Ich habe den An- anderem in der Presse der Vorschlag gemacht, da bei der Benossen herausgefordert werden. Eine wahrhaft traurige Rolle trag in der Urschrift nach Hamburg gefandt und kann mir daher bauungsart der Berliner Straßenzüge fich nicht leicht geeignete Spielen auch wieder die Antisemiten. Im Landtage hatten die den Fehler nicht erklären. Jedenfalls bitte ich die Sache zu be- Winkel und kleine freie Pläge finden, zu unterirdischen be- Anlagen wie in anderen Großstädten, z. B. in Rom , Zuflucht zu wenigen antisemitischen Bertreter gegen die Verschlechterung des richtigen.( Siehe Bericht der Berliner Versammlung.)" Wahlrechts gestimmt. Diese Oppofition ist aber sehr matt geworden.treifes tagt heute, Mittwoch, Abend in Feuerstein's oberen Saal noch erst zu prüfen sein. Daneben dürfte sich aber wohl die Der Wahlverein des dritten Berliner Reichstags- Wahl: nehmen. Ob dieser Ausweg für Berlin ein geeigneter sei, dürfte Ju ihren Versammlungen suchen die Herren Frage herumzugehen, wie die Kaze um den heißen Brei. Alte Jakobftr. 75. Genoffe Rudolf Millarg hält einen Bor. Möglichkeit bieten, in größerem Maße als bisher in öffentlichen, Das Berfahren der Gegner in ihren Bersammlungen gegen unsere trag über„ Das Unfallversicherung 3- Gefeß". Bei der event. auch in Privatgebäuden geeignete Räume zu finden bezw. Redner, die mit ihnen diskutiren wollen, ist das herkömmliche. noch vielfach herrschenden Unkenntniß der einschlägigen Bestimmungen, Wir fügen diesen Mittheilungen den Wunsch hinzu, daß endlich Entweder man läßt uns garnicht reden oder man gewährt uns, sowie über das Verhalten bei Geltendmachung von Ansprüchen nach der Magistrat es für seine Pflicht erachte, den unwürdigen Bustand, wenn die Stimmung der Versammelten es garnicht anders erlaubt, erlittenen Berlegungen ist die eingehende Behandlung dieser Materie daß die Anstalten zum wesentlichsten Theil zum Geldeinheimſen 10 Minuten. Alle fonftigen Praktiken von feiten der gegnerischen von höchster Wichtigkeit für Angehörige aller Berufe. Rege Be: daß die Anstalten zum wesentlichsten Theil zum Geldeinheimsen dienen, binnen kurzem aufzuheben. Parteien wie seitens der Behörden, uns die Agitation möglichst zu theiligung wird erwartet. Gäste haben Zutritt. Der Vorstand. erfchweren, werden natürlich auch in überreichem Maße an Achtung, sechster Wahlkreis! Genoffen, welche gewillt find, gewendet; die hiesige Presse hat täglich zahlreiche solcher Fälle zu sich an der am Sonntag stattfindenden Flugblatt Bertheilung im registriren. sechsten Wahlkreis zu betheiligen, mögen sich bei Franz Gleinert, Restaurateur, Müllerstr. 7 a und bei Eugen Ernst , Restaurateur, Schwarzkopfstr. 11, am Sonntag früh 1/28 Uhr einfinden.
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herzurichten.
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Ten fozialen" Standpunkt des Berliner Lokal Auzeiger" tennzeichnet treffend eine redaktionelle Bemerkung, die das Zentralblatt der Reichshauptstadt" am Sonntag brachte. Man sieht aus diesem Verhalten der Gegner, daß sie sich trotz Berkaufsdame", die Aurora F. unterzeichnete, führte in der Rubrik " Deffentliche Meinung" bittere Klage über die lange Ladenzeitdes für sie so günstigen Wahlsystems doch vor uns und von früh 7 Uhr bis abends 10 Uhr die die Damen stehend unferer Agitation gehörig fürchten. Noch erlaubt ihnen das Die Vertrauenspersonen des Wahlkreises Teltow Becs: zubringen müßten. Es ist dies ein Uebelstand, der von Aerzten Wahlsystem nicht, sich ganz getrost aufs Ohr zu legen. Tow Storfow werden ebenfalls ersucht, die Flugblatt- Bertheilung und Sozialreformern lange in seiner ganzen Schädlichkeit dar In allen Tonarten empfiehlt die bürgerliche Presse den gemeinsamen zu Sonntag, den 26. September, zu arrangiren, und dies in geeigneter gestellt worden ist. Was sagt aber die Redaktion des Berliner Rampf gegen den Umfturg". Das" Journal", Regierungsorgan, er Weise rechtzeitig bekannt zu geben. Die Vertrauensperson Lokal- Anzeiger" dazu? In geistreicher" Weise fertigt sie jenen flärte offen, daß diese Landtagswahlen in Sachsen mehr denn je in Charlottenburg . den Kampf der revolutionären Sozialdemokratie Nothruf wie folgt ab: Die Freie Volksbühne bringt Sonntag, den 26. Sep- Seien Sie doch nicht böse, liebes Aurorachen! Wenn Sie gegen die Gesammtheit der Ordnungsparteien bedeuten. Und das hat seine volle Richtigkeit. Die Antisemiten sind über ember, Nachmittag um 3 Uhr im Friedrich Wilhelmstädtischen Ihrem Vornamen Ehre machen, dann wird's Ihnen nicht viel thun, Sie als Theater für die III. Abtheilung( graue Karten) Mönkeberg's Ham- wenn so weniger, diese Auffassung des Regierungsblattes recht böse. Sie können gar burgisches Drama„ Illusionen" zur Aufführung. Die Mitglieder Sie vermuthlich frühmorgens aufstehen, nicht Hur in der Morgenstunde Gold nicht klug daraus werden, ob sie auch mit zu den Kämpfern der III. Abtheilung werden gebeten, pünktlich zur Vorstellung zu er- im Munde haben, und sei es auch nur von plombirten für Ordnung und Sitte" gerechnet werden, oder ob sie von den maßgebenden Kreifen" überhaupt als bedeutungslos angefehen Garten ist für die Mitglieder geöffnet. Die Monatsschrift Freie Sie, die Sie scheinen. Die Verloosung der Pläge beginnt um 2 Uhr. Der Zähnen. Wenn Ihr Chef bis nach zehn Uhr aushält, dann sollten wohl viel viel jünger sind, es auch fönnen. werden. Legteres wird wohl zutreffen, denn der Antisemitismus, Boltsbühne" mit dem Theaterzettel ist à 10 Pf. bei den Ordnern und mit dem Stehen wird es auch nicht so schlimm der 1893 hier mächtig ins Kraut schoß, hat seitdem stark abgewirthim allgemeinen wollen die jungen Damen schaftet und mehr denn je muß in Sachsen das Wort von der„ emen zu haben. Die Mitgliedskarte muß für die alten Mitglieder je eine fein. Denn reaktionären Masse" als richtig gelten. Denn auch der Freifinn 2 Marken à 60 Bf. in der Rubrik 6, enthalten. Mitglieder fie nicht gründlicher motivirt werden, als Sie es thun. Manche Beitragsmarke in Rubrik 5 und 6 für neue Mitglieder nicht fizen bleiben. Kurz: Wir mißtrauen derartigen Klagen, wenn hat aus der Reaktionswirthschaft, wie sie hier üblich ist, feine neue zur III. Abtheilung können bis Donnerstag, den Chefs mögen etwas viel verlangen, aber" Bampyre" finden sich in Kraft zu ziehen vermocht; er ist hier todt und bleibt todt. Bei der Bedeutung, die diese Wahlen haben, wird es außer: 23. September, in allen 3ahlstellen aufgenommen der Naturgeschichte der Prinzipale gottlob recht selten. fächsische Kreise interessiren, die Liste der Wahlkreise und der Kandiwerden.( Siehe heutiges Inserat.) daturen einzusehen. Zur Wahl stehen im ganzen 31 Kreise: Wahlkreis Sozialdemokrat Dresden I Buchdruckereibes. Schönfeld
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Dresden IV Bigarrenfabrikant
Leipzig I
Leipzig II
* Raden
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Beißig
Chemmik I
2. städtischer Buchdruckereibes.
Kartell Bürgermeister Leupold Kommerzienrath
Grumbt Kaufmann Gontard
Fabrikbesitzer
Müller
Kluge Dresden Walther
Uhrmacher * Reißmann- Kameny
Bürgermeister
* Müller- Goldig
Dtto
11,
12.
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1)
15.
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21.
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24.
Mahnert
Schöne
Raufmann* Crüwell
* Georgi- Mylau Fabrikant* Kellner
Fabritant Paulus Geometer Rentsch Gemeindevorstand Trüber
Antisemit Rechtsanwalt Häckel Privatus Göhre
Ingenieur * Theuerkorn
Raufmann Michael
Fabrikant Altmann
Gemeindevorstand Greßmann Privatus* May Rittergutspächter Gemeindevorst. Rudell
Andrä Rittergutspächter
* Steiger
Rittergutsbesizer
* Richter
Gutsbesizer Haufe Gutsbesitzer Däbrih
9.
Planis
83
10.
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11.
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16.
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Kaufmann Brenne * Otto Horn
18.
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Nestaurateur
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Nitschke
20.
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* Postelt
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28.
Lorenz- Chemnitz
Gutsbesitzer Herter
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Landgraf
Gemeindevorstand
Burgstädt
30.
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* Geyer
33.
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Langer- Chemnit
35.
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Hausschild
40.
* Stolle.
Fabrikant Dieterich Gemeindevorst.. Findeisen
Hofrath* Mehnert
* Fritsching
Gutsbesitzer * Heymann
Amtsrichter
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Frivoler fönnen die Blätter der Stumm und Konsorten auch nicht über die Bestrebungen der Ausgebeuteten zur Befferung ihres Glends wigeln. Zur Beschämung eines großen Theils der Berliner Bevölkerung muß leider immer wieder konstatirt werden, daß das Blatt, das in dieser Weise tapitalistische Unparteilichkeit übt, zu einem beträchtlichen Theile von Arbeitern gehalten wird. Parteigenossen können daher nie eindringlich genug darauf hinweisen, daß die Proletarier, die den Lokal- Anzeiger" halten, ihren Gegnern Handlangerdienste leisten.
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Da der Vorstand nunmehr auch mit der Direktion des LeffingTheaters vertragsmäßig abgeschlossen hat, die Vorstellungen also wie früher zum theil im Lessing- Theater und zum Theil im Friedrich Wilhelmstädtischen Theater stattfinden, da ferner nach Verständigung mit Herrn Dr. Oskar Blumenthal im Lessing Theater ein der Volksbühne würdiges Repertoire geboten werden wird, so machen wir die alten Mitglieder und Freunde des Vereins, sowie diejenigen, welche Mitglied des Vereins werden wollen, ganz besonders auf diefen Umstand aufmerksam. Sofortige Ein neues Juftitut für öffentliche Hilfeleistung bei Anmeldung in einer Zahlstelle ist in diesem Falle erforderlich, da unglücksfällen ze. ist in der Berliner Rettungsgesellschaft die ersten Abtheilungen in den nächsten Tagen geschlossen werden. entstanden. Ueber das neue Unternehmen wird berichtet: Die Der Vorstand. J. A.: G. Winkler. Berliner Rettungsgesellschaft will die Umgestaltung des Unfalls- und Dentscher Poft- und Telegraphen Zopf. Eigentlich sollte Rettungswesens in großem Umfange vornehmen. Nicht weniger als man denken, daß dem Post- und Telegraphenwesen ein Bopf garnicht fünfundfünfzig Krankenkassen sind zu diesem Zweck mit der Gesell angehängt werden könne, allein der preußische Bureaukratismus hat schaft zusammengetreten, welche ihrerseits engen Anschluß an sämmtdas Unmögliche ermöglicht. Man höre nur. Schreiber dieses kam liche Berliner Krankenhäuser erhält. Dieselben gelten als Hauptnach einer kurzen Reise gestern Abend gegen 1/210 Uhr auf einer wachen. Sodann sollen in verschiedenen Stadttheilen Nebenwachen Eisenbahnftation hier an, und empfing beim Aussteigen eine sehr errichtet werden, an deren ständigem Tag- und Nachtdienst theils dringende Depesche mit bezahlter Rückantwort. Zeit war nicht zu zunehmen jedem Arzte freifteht. Haupt- und Nebenwachen sind in verlieren. Was natürlicher, als daß wir auf das Telegraphenbureau telephonischer Verbindung mit einer Zentrale( Oberwasserstraße 10), in des Bahnhofs eilten, um die Antwort- Depesche abzugeben. Da welcher die Zahl der in den Krankenhäusern freistehenden Betten täglich hatten wir aber die Rechnung ohne den Wirth gemacht. Die gemeldet wird, so daß beim Eintritt von Unglücksfällen auf telephonische bezahlte Rückantwort gilt blos für die Post. Sie mußten also Anfrage sofort sichere Unterkunft zugesagt werden kann. Was das auf die Post gehen."
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Allein das nächste Postbureau war 20 Minuten entfernt und es regnete in Strömen. Was thun?
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Transportwesen betrifft, so ist mit sämmtlichen Besitzern von Strantenwagen ein Vertrag dahin geschloffen, daß auf Anruf der Rettungsgesellschaft sofort ein Krantenwagen zur Verfügung steht. Eine vorherige Bezahlung- ein Punkt, der bisher vielfach Aergerniß erregt hat darf vom Kranken nicht gefordert werden; ist der Krante außer stande, den Wagen zu bezahlen, so tritt die Rettungsgesellschaft dafür ein. Aerztlicher Direktor ist Dr. W. Levy, Ber waltungs Direktor Geh. Ober Regierungsrath Naumann aus dem Einrichtungen, zumal den Sanitätswachen, nahelegen, sich dem Rahmen der Berliner Rettungsgesellschaft einzufügen. Wird ge halten, was hier versprochen ist, so hätte man es mit anerkennenswerthen Neuerungen zu thun, die auch der Arbeiterschaft zu gute fämen.
„ Ja, wenn Sie die Depesche hier aufgeben, müssen Sie sie bezahlen." Und das mußten wir denn auch als das fleinere Uebel erwählen und der Reichs- Post- und Telegraphen Verwaltung das vorausbezahlte Geld schenken. Der Beamte war sehr höflich und sah wohl auch die Absurdität ein, doch er konnte nichts Kultusministerium. Man will außerdem den bereits bestehenden machen. Wie dick und lang aber muß der Zopf sein, der die deutsche Reichsregierung hindert, die Eisenbahn- Telegraphen in die Gemeinschaft der Reichstelegraphen aufzunehmen?
Die Leistungen des Riesenzopjes erscheinen um so imposanter und staunenswerther, wenn man bedenkt, daß auch unsere Eisenbahnen unter Staats verwaltung stehen, meist sogar Staatseigenthum find.
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Der Berliner Milch- Hanfirhandel, welcher bisher faft nur von Klingel- Bolle" betrieben wurde, soll vom 1. Oktober d. J. an durch ein dem Bolle'schen gleiches, ebenso großes Unternehmen noch Auch eine Charakteristik des Berliner Hausbefizerthums. wieder eine weitere Ausdehnung annehmen, und zwar zunächst im Aus dem Rathhause wird berichtet: Die durch Erlaß des Ober- Westen von Berlin und den angrenzenden Vororten. Das wird von ber präsidenten genehmigte Haustollefte in Berlin für die durch Unwetter neue Unternehmen zwei früheren Beamten Geschädigten Deutschlands ist soeben beendet und hat nach faltula- Firma Bolle mit einem Geldmanne, dem Berliner Finanzier torischer Prüfung 190 788,61 m. ergeben. Das Resultat ist als ein Tarlau, begründet, und dieselben haben in Wilmersdorf bereits sehr günstiges zu bezeichnen, zumal sich der Betrag neben eine größere Meierei ganz nach Bolle'schem Muster angelegt, zu vielen größeren Beträgen hauptsächlich aus ganz fleinen welcher die erforderlichen Milchmaschinen von einer großen hiesigen Spenden zusammensetzt. Alle Stände alle Berufsklassen Maschinenfabrit geliefert worden sind. Auch der zum Ausfahren find vertreten. Freudig ist die lebhafte Betheiligung unserer der Milch erforderliche Wagenpart ist bereits vorhanden. Diese Arbeiter bevölkerung zu begrüßen, welche nicht unwesentlich neue Konfurrens hat die kleinen Milchhändler lebhaft erregt; in zum Gelingen des Unternehmens beigetragen hat. Das Ergebniß Rigdorf sollen sie durchgesetzt haben, daß den Bolle'schen Angestellten dieser Rollette ist ein sicherer Beweis, daß das Herz des Berliners das Ausklingeln der Milch verboten wurde. Die armen Teufel in allen seinen Voltsschichten wahrem Elende gegenüber stets hilfs werden trotz kommunaler Beihilfe gegen den Großbetrieb wenig Die mit bezeichneten Kandidaten vertraten den Kreis auleht bereit ist und gern sein Scherflein opfert zu bedauern ist es nur, ausrichten. daß sich viele Hausbesiger der Kollekte im Landtage. etwa 3 pt. Im Verdachte des Hermaphroditismns soll, einem Berichte Welchen Ausgang nun die Wahl haben wird, läßt sich nicht gegenüber ablehnend verhalten und sogar das Zirkuliren der Listen des Herrn Direktor Samst zufolge, jenes Reklamebild stehen, welches absehen. Auf Mandatserfolge rechnet unsere Partei kaum, obschon in ihren Häusern verboten haben. Vollen Dank verdienen aber die Firma Nauck u. Hartmann nicht an die Anschlagsäulen kleben fie vielleicht nicht ausgeschlossen sind. Was wir aber zu erreichen diejenigen, welche Mühe und Zeit nicht gespart haben, persönlich will, weil das Polizeipräsidium es ihr verboten habe. Es handelt fich bekanntlich um das Blakat, auf welchem eine weibliche Figur hoffen dürfen, das ist einmal eine große Aufrüttelung des Volkes ihre Miether aufzusuchen und Beiträge einzufammeln." und die Erweckung des Bewußtseins, wie schnöde die Die Unzulänglichkeit der städtischen Bedürfnißauftalten das" Beichen des Kreuzes" in die Höhe hält, um auf ein Theaters herrschenden Parteien durch Zerstörung des alten Wahlrechts für Frauen, auf die mehrfach von uns hingewiesen worden ist, ist stück gleichen Namens, welches am Freitag im Friedrich Wilhelms städtischen Theater aufgeführt wird, aufmerksam zu machen.„ Das an ihm gehandelt haben, das ist ferner die Verdrängung nunmehr auch vom Polizeipräsidium anerkannt worden.
* Dr. Kühlmorgen Kohlenwerksbesitzer Klößer
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