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Br. 233. 14. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts " Berliner Volksblatt. two, 6. Oktober 1897,

Der Formerstreik vor dem Einigungsamt. Gstern Vormittag 10 Uhr begann unter starkem Andrang des Publitums und der Anwesenheit zahlreicher Berichterstatter der zweite Termin in Sachen des Formerstreiks.

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Vor Eintritt in die Verhandlung bemerkt der Vorsitzende v. Schulz, nach einem Bericht des Vorwärts" habe Litfin am Sonntag in einer Metallarbeiter Versammlung gesagt, es sei nicht gelungen, die unmittelbaren Ursachen des Borsig'schen Streits vor dem Einigungsamt festzustellen. Dazu habe er zu erklären, daß am Sonnabend festgestellt worden sei, die Borsig'schen Arbeiter hätten verlangt, daß eine bestimmte Arbeit zu einem bestimmten Preise in der Fabrik angefertigt werden sollte.

gitfin erwidert darauf, seiner Meinung nach hätten sich die Aussagen der Auskunftspersonen in diesem Punkt widersprochen. Es wird in die Verhandlung eingetreten. Bitfin erklärt namens der Streitenden zu den Einigungs­vorschlägen folgendes: Mit Punkt 1 und 2 der Borschläge seien die Arbeiter einverstanden, im Puntt 3 wünschen sie, daß die Worte ,, nach Bedarf" und möglichst" gestrichen werden. Die im Punkt 4 vorgeschlagene Einigung zwischen der Firma Borsig und ihren Ar­beitern müsse stattfinden, bevor die Arbeit aufgenommen wird. Andernfalls liege die Gefahr nahe, daß ein Theil der Streifenden, wie man das bei andern Gelegenheit bemerkt habe, nicht wieder an genommen werde.

die Verpflichtung übernimmt, feine Mitarbeiter, welche während des liebsame Zustände entstehen. Er beschloß demzufolge, der Stadt Streits gearbeitet haben, dieferbalb weder durch Wort noch That innerhalb oder außerhalb der Werkstätte zu beleidigen oder zu be­lästigen, von dem Arbeitsnachweis der Metallindustriellen der Arbeits­schein verweigert werden.

das

nur anerkannt

in der gestellten Weise abzulehnen und denselben zu ersuchen, ein verordneten Versammlung zu empfehlen, die Vorlage des Magistrats neues Projekt aufstellen zu lassen, in welchem darauf Bedacht ges nommen wird, daß die Straße eine Breite möglichst bis zu 18 Meter erhält, sei es, daß sie auf der Südfeite oder der Nordfeite erfolgt, gleich zeitig aber auch den Magistrat zu ersuchen, darauf Bedacht zu nehmen, daß die neuen Baufluchtlinien in spätestens 10 Jahren durchgeführt sein müssen.

Die Stadtverordneten Dinse n. Gen. haben bei der Stadt verordneten- Versammlung folgenden Antrag eingebracht: Die Ver sammlung möge den Magistrat ersuchen, eine ärztliche Untersuchung aller im städtischen Dienste Unzustellenden schon vor deren Eintritt in den Dienst stattfinden zu lassen."

Lokales. Damit schließt die Sigung. Die Parteien haben sich nun inner- Arbeiter Bildungsschule. Wir machen die Mitglieder auf halb der gefeßlichen Frist von 3 Tagen zu erklären, ob sie sich die heute Abend, 1/29 Uhr, Inselstr. 10, stattfindende General­unter den vorgeschlagenen Bedingungen einigen. Anderenfalls fällt versammlung besonders aufmerksam und bitten um zahlreichen Besuch. das Einigungsamt einen Schiedsspruch.

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4. Die Regelung der übrigen Forderungen der Arbeitnehmer vom 27. August 1897 bleibt der freien Vereinbarung der Parteien vorbehalten. Direttor Dorn erklärt auf eine Anfrage des Vorsitzenden, daß er bereit sei, noch an demselben Tage mit einem Theil der Borsig': schen Arbeiter zu verhandeln. Litfin bemerkt zu den Vorschlägen, daß er zwar den Sinn derselben nicht billige, weil darin eine Verurtheilung der Arbeiter ausgesprochen sei. Er verpflichte sich aber im Einverständniß mit den übrigen Vertretern der Arbeiter dahin zu wirken, daß diese Bedingungen Milde Stiftung. Aus der Simon, Hermann und Ella angenommen werden. Andererseits wünsche er aber, daß die Herren Arbeit- Boehm- Stiftung werden alljährlich am 10. Januar, 31. Mai, geber ihren Einfluß dahin geltend machen, daß die Maßregelungen durch 12. Juni und 5. Auguft einmalige Unterstüßungen in Höhe von den Arbeitsnachweis unterbleiben. Ferner wolle er den Arbeit­100-400 m. an solche alleinstehende, ganz oder theilweise erwerbs. gebern rathen, wenn Differenzen ausbrechen, sich an die in Frage kommenden Faktoren der Arbeiter zu wenden, dann würde mancher pflege anheimgefallen find. Insbesondere sollen aber auch Familien unfähige Personen gewährt, die noch nicht der öffentlichen Armen. Konflikt vermieden werden. Borsigender v Schulz bemerkt, von einer Verurtheilung der unterstützt werden, die ihres Ernährers beraubt sind und denen durch Gewährung einer Unterstüßung die Begründung bez. Wieders Arbeiter fönne teine Rede sein. Als der Vorsitzende die Eingangsformel verlieft: Nachdem aufrichtung einer Griftenz geboten wird, und zwar soll die Ber­theilung zu 2/3 an Befenner der christlichen Religion und 1/3 an beide Theile das Einigungsamt angerufen haben" be= tont Kommerzienrath Henneberg, daß die Unternehmer jüdische Bewerberinnen erfolgen. Aus den Einnahmen der Stiftung find pro 1896/97 insgesammt 59 Unterstützungen, und zwar au Ginigungsamt nicht angerufen haben, sondern auf 41 christliche Bittstellerinnen 5112 M., an 18 jüdische 2556 M., zu Kommerzienrath Henneberg, vom Vorsitzenden aufgefordert, Einladung des Gewerbegerichts baffelbe die Erklärung der Arbeitgeber abzugeben, sagt, daß er Herrn Litfin hätten. Der Vorsitzende giebt das zu. Die Formel werde fammen 7668 M. gewährt worden. Meldungen sind an das Stiftungs­überhaupt keine Antwort geben, sondern nur zu dem Einigungsamt durch das Gesetz vorgeschrieben. Er habe, wie immer in bureau, Posisir. 16, zu machen. sprechen wolle. Er legt dann die in der Generalversammlung des Ber - solchen Fällen, die Parteien zur Anrufung des Einigungsamtes ver­bandes der Metall- Industriellen festgesetzten Einigungsbedingungen anlaßt. vor und betont, dieselben seien einstimmig gefaßt und drücken die Meinung der gesammten Arbeitgeber aus. Der 1. und 2. Punkt dieser Bedingungen decken sich mit den vom Einigungsamt gemachten Vor­fchlägen. Punkt 3 enthält folgenden Zusatz: Es wird feinem der am Der Vorstand. gegenwärtigen Streit betheiligten Arbeiter, soweit er die Verpflichtung übernimmt, feine Mitarbeiter, die während des Streits gearbeitet Die Verhandlungen des Einigungsamtes in Streifzüge eines Arbeitslosen. Das Denkmal für die haben, dieserhalb weder durch Wort noch That, innerhalb oder außer Sachen des Formerstreits boten dem aufmerksamen Beobachter so März gefallenen foll bekanntlich im Friedrichshain errichtet halb der Werkstatt zu beleidigen oder zu belästigen, von dem Arbeits- manche typische Erscheinung aus dem modernen Klassenkampf. Wie werden, doch hat der Magistrat beschlossen, den Friedrichshain erst nachweis des Verbandes Berliner Metallindustriellen der oft wird von der bürgerlichen Presse der Terrorismus der Arbeiter" au besichtigen, ob er sich auch zum Denkmalsplatz eignet. Jeder Arbeitsschein vorenthalten werden." Diese Bestimmung sei noth- in die Welt hinaustrompetet! Wie beweglich lesen sich die Klage- tennt ja jenen schlichten Park im Often, doch hat man ihn stets an wendig, um die treu gebliebenen Arbeiter zu schützen. Die Worte rufe über die zunehmende Anmaßlichkeit der Arbeiter den Unternehmern dem Tage furz vor Frühlingsanfang gefehen, wenn Tausende ihm wallfahrten und bie Massen sich in dichten nach Bedarf" und möglichst" tönnten nicht gestrichen werden, denn es gegenüber! Und als wie verlogen erwies sich dies alles, wenn man hier im 31 zwischen ben Büschen drängen, an denen die fei, wie schon am Sonnabend erklärt, ein so bedeutender Theil der Gerichtssaal den amtlichen Ermittelungen der Ursache eines Streits Reihen Arbeit nach auswärts gewandert, daß es gar nicht möglich sei, alle beiwohnte, wenn man das grundverschiedene Auftreten der Unter- ersten Triebe fnospen. Ein anderes Leben herrscht Alltags dort, Streifenden sogleich wieder zu beschäftigen. Wenn die Arbeitgeber nehmer und das der Arbeitervertreter mit einander verglich! was man am meisten empfindet, wenn man aus dem geräuschvollen erklären, daß sie die Streifenden möglichst und nach Bedarf wieder Auf den Stühlen der Arbeitervertreter vier schlichte Arbeiter, Zentrum mit seinen glänzenden Geschäftshäusern und Luxusa einstellen wollen, so sei das vor ihrem Gewissen und vor der die sich fast ängstlich hüteten, den Unternehmern durch verletzende Worte Schaufenstern kommt. Je weiter man hinaus tommt in die Gegend, öffentlichen Meinung eine bindende Verpflichtung. Punkt 4 der Vor- u nahe zu treten, die fortwährend betonten, daß sie auch nicht das ge- in der jenes Vorpostengefecht für die Freiheit geschlagen wurde, schläge des Emigungsamts müsse fortfallen, denn was die Firma ringfte Interesse am Entstehen oder der Fortsetzung solcher Streitigkeiten das im nächsten Jahre sein fünfzigjähriges Jubiläum erlebt, je mehr Borsig mit ihren Arbeitern zu verhandeln habe, das haben und bei den bescheidensten Bugeständnissen der Unternehmer sieht man, daß man sich in den Vierteln der Arbeiter und Werkthätigen gehe den Verband der Metallindustriellen nichts an. Die Annahme gern die Wiederaufnahme der Arbeit empfehlen würden. Auf der befindet, wo die Straßen nur in den Morgenstunden, des Mittags unzugänglich, und des Abends von einer hastenden und eilenden Menge belebt Der Einigungsbedingungen fönne aber nur unter der ausdrücklichen anderen Seite die hochmögenden Unternehmer, Voraussetzung gefchehen, daß das Einigungsamt in seinem Schieds: zugeknöpft, faft proßenhaft ihren Standpunkt flaffenbewußter find. Drüben im Hain sind die Wege leer, nur nachmittags wird fpruch erflärt: 1. Daß die Gründe, aus denen der Streit bei der Kapitalisten wahrend. Wie bezeichnend ist es, daß der Gerichts- es lebhaft. Kinderschaaren spielen dann und durchlaufen den Park. Firma Borsig erklärt und in die übrigen Gießereien übertragen vorsitzende stets von den Herren Arbeitnehmer Vertretern", die Vormittags fißen einige kleine Knirpfe auf den Sandwegen und wurde, nicht zu rechtfertigen find; 2. daß die Forderungen, welche Unternehmer dagegen immer nur von den bei ihnen bediensteten spielen im dürren Laube, das die Bäume auf den grünen Rasen seitens der Arbeitnehmer 5 Tage nach Ausbruch des Streits ge­" Leuten" sprachen. fäen. Selten durchquert ein Mann oder eine Frau den Hain nach stellt wurden, mit dem Streit selbst in feinem Zusammenhange Und diese gänzliche Verständnißlosigkeit bei den Unternehmern dem Krankenhaus, das roth zwischen den Bäumen hindurchs Alle Stunde kommt eine Droschke oder der fiehen, auch nicht, soweit sie jetzt zur Annahme gelangen." Der für die Gefühle, von denen die Arbeiter beherrscht werden! Konnte leuchtet. Redner bemerkt, daß seine Mandatgeber dem Spruch des Einigungs- doch einer der Herren überhaupt nicht begreifen, warum die Arbeiter dunkle Strankenwagen mit dem rothen Kreuz den Fahrweg entlang. amtes nicht vorgreifen wollen, daß fie aber großen Werth darauf der übrigen Gießereien eigentlich streifen. Die Arbeiter fönnten ja Ebenso selten kommt ein Fremder, der den Opfern des Freiheits­legen, daß das Einigungsamt das Vorgehen und die Forderungen ohne Grund geweigert, die den anderen Werken überwiesene Friedhof hinter dem braunen Stacketenzaun tritt, langsam das von Arbeit sich ja in der Borsig'schen Arbeiter für ungerechtfertigt erklärt. Litfin: Arbeit Die Arbeitgeber betonen immer, sie wollen mit Borsig'sche machen." zu Epheu Arbeiterfolidarität dunklem überwucherte Maffengrab umschreitet und und den Herren ein unfaßbarer Begriff. Allerdings: die hier unserem Verband nichts zu thun haben, während sie selbst sich stets ist da die verschwischten Namen auf ihren Verband stüßen. Wenn sie unsern Verband nicht aner- Solidarität der Unternehmer den Arbeitern auf den grauen Grabsteinen entziffert. Morgens sitzen auf kennen wollen, dann sollten sie sich auch nicht auf die Beschlüsse gegenüber durch schwarze Listen und dergleichen, die kennen und den Bänken Arbeiter, ihre Stulle auf dem Schooß, die Kaffees ihres Verbandes berufen. Wir haben in dieser Angelegenheit nicht prattiziren sie sehr gut. einmal unsern Verband befragt, sondern die Entscheidung nur den am Streit betheiligten Arbeitern überlassen. Wir sind hierher gefommen in der Meinung, daß eine gegenseitige Verständigung möglich sei. Wenn aber die Herren Arbeitgeber uns hier ausdrücklich ins Unrecht feßen wollen, dürfte die Verständigung unmöglich werden, und die Erbitterung der Arbeiter wird noch um einen Grad gesteigert. Was soll man dazu sagen, daß auf der Germania " in Tegel den Arbeitern bei der Lohnzahlung diejenigen Beträge abgezogen wurden, die sie auf eine Lifte für die Streikenden gezeichnet hatten? Das heiße doch die Arbeiter provoziren. An dem redlichen Willen der hier anwesenden Arbeitnehmer werde wohl die Verständigung nicht scheitern. Dieselbe müsse aber eine solche sein, die beide Theile befriedigt. An den Worten möglichst" und nach Bedarf" würden die Arbeiter die Einigung nicht scheitern laffen." Daran müßten fie aber unter allen Umständen festhalten, daß bei Borsig erst die Einigung vollzogen sein müsse, bevor die Arbeit aufgenommen

werde.

Wors. v. Schulz wünscht nähere Auskunft über den von Litfin angeführten Vorfall in der Germania". Bitfin giebt dieselbe dahin: Ein Arbeiter der genannten Fabrik habe unter seinen Kollegen eine Sammelliste für den Streiffond zirkuliren lassen. Dieselbe sei ihm abgenommen worden und bei der Lohnzahlung sei jedem, der auf die Liste gezeichnet hatte, der gezeichnete Beitrag vom Wochenlohn abgezogen worden mit der Bemerkung: Ihr verdient wohl noch zu viel. Der Redner legt zum Beweise die betreffenden Lohn zettel vor. Nach Einsichtnahme in die Fabrikordnung der Germania" erklärt der Vorfißende diese Abzüge als durch diefelbe nicht gerecht. fertigt. Bezüglich der Einigung bei der Firma Borsig erklärt Di­reftor Dorn: Wir können erst mit den Arbeitern unterhandeln, nach dem die Arbeit aufgenommen ist. Gegenwärtig haben wir teine Arbeiter, denn dieselben sind alle entlassen.

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der

Ehrenvollen

in

tanne neben sich. Von den Straßen tönt das Geklingel der Pferdes Wenn durch die Verhandlungen vor dem Einigungsamt etwas bahn und das Gefurre und Geratter des Wagenverkehr hinein in bewiesen wurde, so ist es die Thatsache, daß bei dem geringsten die Ruhe. Hier ist ein würdiger Platz für das beabsichtigte Denkmal. Entgegenkommen seitens der Unternehmer der Streit überhaupt nicht werden unsere Stadtväter den Muth finden, ein Jahr nach der ausgebrochen wäre. Die Borfig'ichen Arbeiter, die bei der Festsetzung Enthüllung eines Denkmals für einen Gegner jener, die hier unterm einiger Affordfäße mit dem Meister in Differenzen tamen, dachten Rasen ruben, auch diesen hier ein Ghrungszeichen zu setzen ursprünglich auch nicht im entfernteften an einen Streit, und der Gegend, da viele von ihnen den Tod fanden, in den Vierteln wünschten nur, ihren Chef, Herrn Borsig, oder den stellvertretenden des Proletariats? Betriebsdirektor zu sprechen, um die Sache zu schlichten. Der letztere Die Unterrichtserfolge der Berliner Gemeindeschulen er aber war verreift, und der Chef ließ die Arbeiter einfach nicht scheinen in nicht gerade günstiger Beleuchtung, wenn man sie nach vor. Der verhandlungsführende Ingenieur erflärte vielmehr in dem Alter der Schulkinder der einzelnen Klassen verletzender Schärfe: die Firma werde in dieser Sache von beurtheilt. Da die Schulen nur sechsstufig sind und jede Klaffenstufe ihm vertreten, das genüge. Und die Verbandlungen in einem Jahre absolvirt werden kann, so muß unter normalen mit den Arbeitern bei Festsetzung neuer Akkorde hören Berhältnissen die I. Klasse schon mit Vollendung des 11. Lebensjahres von jetzt ab überhaupt auf; in Zukunft setze die Firma die Preise erreicht werden. Danach sollte man erwarten, daß zwar selbsts fest! Nachher wundern sich die Herren, wenn die Arbeiter ihre verständlich nicht alle 11-12 Jahre alten Rinder, aber doch die einzige, allerdings schneidige Waffe gebrauchen: ihre Soli Mehrzahl von ihnen in der I. Klasse fäße. Das ist jedoch keines darität. Schroff, feindselig, unzugänglich steht das kapitalistische wegs der Fall. Wie sich aus dem letzten Bericht der städtischen Unternehmerthum den Arbeitern gegenüber. Man glaubt sich etwas Schulbeputation ergiebt, faßen Ende 1895 von den 11-12jährigen vergeben, wenn man nur menschlich mit den Arbeitern spricht. Knaben und Mädchen in Klasse 1: 11,8 und 10,7 pct., in II: 34,8 Wir sind die Herren, ihr habt zu gehorchen!" das ist ihre Parole. und 33,4 pct., in III: 33,5 und 35,9 pCt., in IV: 16,2 und So sieht das vielgepriesene patriarchalische Wohlwollen der Unter- 16,8 pet., in V: 3,4 und 2,9 pCt., in VI: 0,3 und 0,3 pet. Es saßen nehmer den Arbeitern gegenüber aus. ferner von den 12-13jähr. Knaben und Mädchen in Klasse I erst Echroff und herrisch war auch die Haltung der Unternehmer 32,8 und 32,6 pCt., andererseits um nur die Extreme hervorzuheben vor dem Einigungsamt. Sie stellten die Bedingung, daß der in Klasse V noch 1,3 und 1,1 pet., in VI noch 0,2 und 0,1 pet.; Schiedsspruch des Einigungsamtes fonstatiren müsse: Der von den 13-14 jährigen in Klasse I erst 51,3 und 51,2 pCt., in Streit bei Borsig und seine Uebertragung auf die übrigen V noch 0,7 und 0,5 pCt., in VI 0,06 und 0,05 pet.; von den 14 bis Gießereien sei unberechtigt gewesen. Davon machten fie 15 jährigen in Klasse I 56,7 und 57,7 pct., in V 0,4 und 0,8 pCt., ihrerseits die Einigung abhängig. Ist das der Geist in VI 0,05 und 0,06 pet.; ja selbst von den über 15jährigen friedfertiger Gesinnung, in dem man vor einem Einigungsamt( 24 Knaben und 22 Mädchen in absoluter Babl) saßen noch einige erscheint? ( 3 Knaben) erst in der V. Klasse. Aehnliche Verhältnisse ergeben Nun, die Arbeitervertreter haben an diesem Punkt, der ja an fich, wenn man die jüngeren Jahrgänge betrachtet. Unter normalen den fachlichen Abmachungen weiter nichts ändert, das Zustande Verhältnissen müßte die V. Klaffe bereits mit dem 7. Lebensjahre, tommen des Friedens nicht scheitern lassen. Die Vertreter der die IV. mit dem 8., die III. mit dem 9. u. s. w. erreicht werden. Arbeiter erklärten vor Ginigungsamt, daß sie zwar Es saßen aber von den 7-8 jährigen Knaben und Mädchen erst den Inhalt der von den Unternehmern geforderten Er- 51,1 und 47,1 pct. in Klaffe V, von den 8-9 jährigen erft 36,1 und flärung nicht billigen, aber im Intereffe des Friedens den 81,6 pct. in IV, von den 9-10 jährigen erst 27,1 und 21,3 pt. streitenden Arbeitern die Annahme des Einigungsprotokolls empfehlen in III, von den 10-11 jährigen erst 17,3 und 15,1 pct. in Il und von wollen. Es liegt nahe, daß auch die Arbeiterversammlungen die den 11-12 jäbrigen schließlich, wie oben gesagt, erst 11,8 und 10,7 pot. fachlichen Zugeständnisse der Unternehmer würdigen und die eng- in Klasse I. Man beachte, wie in dieser Reihe der Prozentsaz 1. daß der Anspruch der Arbeitnehmer, den streitigen Doppelherzige Rechthaberei derselben auf sich beruhen laffen werden. normal alteriger Kinder von Klasse zu Klasse zylinder und die Gleitbahn zu dem von den Arbeitnehmern Jedenfalls hat sich hier wieder einmal flar gezeigt, wo der Wunsch geringer wird! Wie soll man das Zurückbleiben so vieler geforderten Preise int der Borsig'schen Gießerei nach Ruhe und Frieden im Gewerbe zu suchen ist. Rinder erklären? Daß sie alle durch eigene Schuld zurückgeblieben wären, das ist nicht gut denkbar. Man wird nicht fehlgehen, wenn man die Hauptschuld der Schule selber zuschiebt. Die äußere wie die innere Organisation der Berliner Gemeindes Die Verbreiterung der Landsbergerstraße beschäftigte am schulen ist von der Art, daß sie den Unterrichtserfolg von vorns Montag Abend den von der Stadtverordneten- Versammlung zur herein beeinträchtigen muß. Die Vertheilung des Lehrstoffes Vorberathung diefer Angelegenheit eingesetzten Ausschuß. Entgegen auf sechs statt auf acht Jahre führt besonders in den unteren dem Vorschlag des Magistrats, nach welchem die Südseite der Straße Klassen zu einer Ueberbürdung der Kinder, die sich umso fühlbarer verbreitert werden sollte, kam der Ausschuß zu dem Resultat, daß macht, da die ständige Ueberfüllung der Klaffen dem Lehrer die Nordseite sich am besten zu dieser Operation eigne. Würde taum gestattet, sich mit jedem einzelnen Kinde, und bes die Verbreiterung auf der Nordseite vorgenommen, so feien bei einer fonders mit den Schwächer begabten, eingehender zu bes Straßenbreite von 16Metern nur 700Quadratmeter zu erwerben, während schäftigen. Dazu kommen noch die speziellen Erschwerungen, auf der Südseite dazu 950 Quadratmeter erforderlich seien. Der unter benen so viele Kinder alt leiden haben: bie Ausschuß verhehlte sich aber auch nicht, daß, soll etwas Durch gewerbliche Nebenbeschäftigung, die ihre Zeit und 2. Solcher Guß, welcher nachweislich ohne Verschulden der greifendes geschaffen werden, die Straße gleich bis auf möglichst Straft absorbirt, der schwankende Gesundheitszustand, Former zum Ausschuß wird, soll bezahlt werden. In Streitfällen 18 Meter Breite, welche sie in ihrem weiteren Verlauf von der der einen regelmäßigen Schulbesuch nicht aufkommen läßt, der sollen betheiligte Former gutachtlich gehört werden. Liezmannstraße ab hat, gebracht werden müsse. Ebenso vermochte hungrige Magen, den manches Kind mit in die Schule bringt, 3. Die Arbeitgeber werden die am Streit betheiligten Former der Ausschuß sich auch damit nicht einverstanden zu erklären, daß die die Schwierigkeit oder Unmöglichkeit, Bücher und Schreibs und Gießerei- Arbeiter nach Bedarf wieder einstellen, möglichst bevor Durchführung der neuen Fluchtlinie bei Gelegenheit von Neubauten materialien in der erforderlichen Güte zu beschaffen, u. s. w. auswärtige Former zur Beschäftigung angenommen werden. Es erfolgen solle, er war vielmehr der Ansicht, daß dafür eine bestimmte Von alle dem ist es schließlich nur eine ganz natürliche Folge, daß wird keinem der am Streit betheiligten Arbeitnehmer, sofern er Zeitdauer vorzusehen sei, damit nicht wieder, wie in der Wallstraße, eine so große Zahl von an sich weder trägen noch unbegabten

Nach zweistündiger Berathung erscheint das Einigungsamt wieder. Der Vorsitzende erklärt zunächst, daß sich in der Fabrik. ordnung der Germania" doch ein Paffus finde, der die Abzüge rechtfertigt. Dann legt der Vorsitzende den Parteien folgende Bergleichs­vorschläge vor: Nachdem durch die Verhandlung vor dem Einigungsamt bes Gewerbegerichts thatsächlich festgestellt worden ift:

fertig zu stellen, ebenso unberechtigt war, wie die auf die Ablehnung dieses Anspruches gegründete Weigerung der Former der übrigen Gießereien des Verbandes der Berliner Metallindustriellen, Borsig'sche Arbeit anzufertigen,

2. daß die Forderungen, welche seitens der Arbeitnehmer fünf Tage nach Ausbruch des Streits gestellt wurden, mit dem Streit selbst in teinem Zusammenhang stehen, auch nicht, soweit sie jetzt zur Annahme gelangen,

schließen die Parteien folgenden Bergleich:

1. Die Alfordlöhne für die anzufertigenden Arbeiten sind zwischen den zur Ausführung bestimmten Formern und den Meistern bezw. Gießereivorständen, welche die Arbeitgeber vertreten, zu ver

einbaren.

dem

Kommunales.