Vriefe an die-Frauenstimme' L-OQ rcOSaOOOaXDOQO Nur Einigkeit führt zum Ziel. Wcnn ich heute denVorwärts" und besonders dieFrauen- stimm«" lese, bekomme ich in meinen allen loflcn noch ficht, mich so zu betätigen, wie all« Genossinnen, die so schön schreiben. Ich bin stets der Partei treu geblieben. Nur wenn man jung heiratet, alle Jahre was Kleines, kann man sich nicht so beteiligen, wie man möchte. Aber«ins sehe ich doch, und das ist leiter noch so: große Mafien der Frauen dösen viel zu sebr dahin, es sehlt ihnen viel Aufklärung. Gerade wir Frauen müssen am meiste» unter den elenden Per- hältnifien leiden, und dann geben Frauen solchen Männern noch bei der Wahl ihre Stimmen, die das Arbeitervolk bekämpfen und ausbeuten wollen. Es wäre zum lachen, wenn die Sache nicht zu ernst sein würde. Leider Hobe ich seit« Iahren durch Schreck und Aufregung mein Gehör verloren, als ich die Nachricht bekam, daß mein jimAter Sohn im Kriege, er war erst L0 Jahre alt. in einem Bergwerk wo er chilfsdienstpflicht oerrichtete, von herabfallenden Koh'enmaffen erschlagen worden war. Der Schreck machte mich taub. Was mir mein Sohn war. löschen Jahre und Tränen nie aus. Wenn ich hören könnte, würde ich mich am Wahlkampf beteiligen, ich würde den Frauen sagen, daß ebenso wie mein Jung« Millionen junger Menschen ihr Blut lassen mußten durch den gottverfluchten Krieg. Und da gibt es noch Menschen, die den Militarismus, die den Krieg verherrlichen. Ich wün'chte nur, die Arbeiter wären sich einig, dann wäre es für die Nachwelt einst besser. Statt dessen zersplittern sie sich zum Gaudium der Kapitalisten. Nur Einigkeit macht stark und führt zum Ziele! Anna L i p p e r t. Die Damenhutsrage im englischen Parlament. Die acht weib- lichen Abgeordneten, die bei den letzten Wahlen in das englische Unterhaus«ingezogen find, haben die Frage nach der paffenden Toilette der weiblichen Volksvertreter bei den Sitzungen wieder in den Bordergrund gerückt. Dies« Frauen selbst haben erklärt, daß sie das einfache schwam S'raß�nkostüm für di- würdigste Tracht halten. Schwieriger aber ist es, wie es die Politikerinnen mit der Kauf- bedeckung halten sollen. Bekanntlich ist es«in uralter Brauch im Unterhaus, daß die Abgeordneten den chut bei den Sitzungen auf dem Kopf behalten. Soll nun den Damen gestattet werden, ohne s)ut zu erscheinen? Darüber haben die Damen sehr eifrig debat'iert. Di« Herzogin von Atholl erklärte, daß sie nicht mit dem Hut erscheinen wolle. Dagegen betont« die Lady Astor , die bereits dem vorigen Parlament angehört hat. daß sie stets einen Hut g«tragen habe. Di« männlichen Abgeordneten hätten sie dringend gebeten, nicht ohne Hut zu erscheinen. Außerdem sei ein Hut auch sehr tleid, sam und verhüte, daß das Haar in Unordnung gerate. Die weib» lichen Abgeordne en der Arbeiterpartei wellen aber keinen Hut tragen, und so wird sich wohl di- hutlose Mode bei den Frauen im Unterhaus? durchsetzen. Der Arzt ohne Hemd. Ein Bauer kommt früh in die Stadt und sucht seinen Arzt aus. Da die Sprechstunde noch nich' begonnen hat, öffnet er das Sprechzimmer und sieht ein Skelett stehen Mit einem höflichenGuten Morgen " macht er die Tür wieder zu und geht seiner Wege. Nach einiger Zeit trifft er den Arzh der ihn anhält und fragt, was er von it m gewollt habe. Treuherzig erwidert da» Bäuerlein:Met em wull ick nix mehr tau daun hebben-,«m heb ick hüt morgen ohne Hemd sehn!" Zu viel verlangt. In derDachdecker-Zeitung" lese» wir: Ein Hilfsarbeiter, der zum ersten Male zu den Dachdeckern kam, wurde über Land geschickt. Er sollte, bis die Dachdecker kommen, die Schiefer hinauftragen. Er ließ sich ocn der Frau Küster die Schlüssel geben, aber dies« wollte doch se bst mit hinausgehen. Die Frau war in gesegneten Umständen es ging ziemlich langsam die vielen Treppen in die Höhe. Nachdem st« so an achtzig Stufen hoch geklettert waren. wurde es unserem Hilfsarbeiter aber doch zu dumm. Er fragt« die Frau Küster:Wie lange dauert es denn«Igent'ich noch? Di« meint«, er frage nach ihrem Zustand, und lagt«:Noch gut drei bi» vier Wochen."Ach, du lieber Gott ." meinte der Mann,da geh« ich wieder l?eim, das ist mir doch zu hoch." Sprachs und fuhr wieder in die Stadt zurück. Der Dien muß! Der HamburgerQuickboru" gibt folgende hübsch« Geschich'e zum besten: En Arbeitsmann von de Kai will mit en lütten Sack uttn Freehoben no de Stadt rin. En Tollmann hollt em an:Was hoben Sie da?"Och, bat Is man en bitten Feget» lFegsel), Kavinkenfudder. Dat is io tcllfree."Lassen Sie mal sehen" De Greunrock grippt in den Büdel seine Guatemala , Greunrock hollt d"» Arbeitsmann de Kosfeebohnen ünner de Näs und fragt:Ist das Kaninchensutter?Gewiß," seggt de, wenn se dat nich mögen, krieg se gor ni x." Der silberne Leutnant. In dem Kölner Domschatz befindet sich un'er anderen Kostbarkeiten auch«ine silberne Maus. Einmal kam ein preußischer Leutnant von auswärts nach Köln , besah den Dom und ließ sich auch de» Domschatz zeigen Und der Küster erzählt«, daß einst bei einer Mäusep'ag« man diese silbern« Maus In feierlicher Prozession durch die Stadt getragen habe, worauf all« Mäuse mit einem Sch'age verschwunden wären. Hähä," grinst? der Herr Leutnant überlegen,dummes Volk, ihr Kölner , daß ihr so etwas jlaubtl" Oh näh, Här Leutnaitt," sagte der Küster,wenn'mr daran gläumen däht-rn, hätte'mr schon lang n« silbern« Leutnant durch Kölle jedrage!" Im Sergwerk. Ich schürf' im tiefen Felsenschachi, Das ganz« Jahr ist'» bei mir Nacht: Mein Gnibenlicht, das leuchtet mir, Einsam und still ist's Immer hier. Bergmännlein zeigt bisweilen sich Und führt an gute Schollen mich: Verfchwmdet dann, will keinen Dank, Ich schaff« fleißig fonder Wank, Und was ich bringe, ist nicht mein; Die Mül/ Ist groß, der Lohn Ist klein. Glück auf. euch oben auf der Welt! Ich schaff' dos Silber, ihr habt? Geld. (Aus Märchen und Lieder von Franz Poeci.) Etwas von den sieben Schwaben. " Ihr habt doch alle schon von den sieben Schwaben gehört, da will ich euch heute mal erzählen, wie der BUtzschwab Händel be- kommt mit dem Spiegelschmaben, und wie sie wieder gut Freund werden: Es war schon Nacht, als die sieben Schwaben Ins Freie und aus die Landstraße kamen. Und der Mond ging soeben ans. Da sagte der Spicgelschwab:Jetzt haben wir'» gewonnen. Die Stadt ist nimmer weit." Der Blitzschwab fragte ihn: wie er das wissen könne?.Werd' sa doch den Memminger Mann(Mond) noch kennen?"Potz Blitz, wie blitzdumml" sagte der Blitzschwab. Die» kaum gesagt, hatte er schon seine Dachtel vom Spiegelschwaben, der olles leiden mochte, nur nicht, daß man ihn sür dumm halten sollt«. Daß dir der Blitz Ins Maul platzt!" schrie der Blitzschwab,du Lalle, du Gintel, du Takel, du Kogl" Und so ging's eine ganze Litanei durch. Der Spiegelschwab wurde auch immer wilder, und so kamen sie denn einander in die Haare und rausten sich ab wie zwei Metzqerhunde. Do bat der Seehas den Algäuer, er sollte Frieden machen. Der ließ sich nicht lange bitten, packte den Blitz« lchwoben am Hosenbändel und hiell ihn in der Lust wie einen Frosch, und er mochte zappeln wie er wollte. Inzwischen ließ der Spiegel » schwab nicht nach, dem Blitzschwab aufs Brät zu klopfen, und daher packt« ihn denn der Algäuer auch mit der Linken und hielt ihn am Leible unter der Gurgel so keif und fest, daß er bocksstarr dastand und nicht mucksen konnte.Bngost," sagte er.ich will euch Höre« Mores lehren, ihr donnerfchlächttge Strolterlel" Und er schüttest» den eine» und drosselt« den anderen immer ärger, bis sie wieder gut Freund sein wollten. Und das sind sie denn auch geblieben, von der Zeit an bis in ihren Tod. Versteckratsel. Schallplatte, Revolution, Blutegel, Mehlsieb, Mondsichel, Chokolad« Beranda. Aus diesen Worten sollt Ihr se 3 aufeinander­folgende Buchstaben suchen: aneinandergereiht werden sie den An» fang eines Liedes ergeben, das Ihr gerade jetzt besonders häusiH fingt. Iahlenräkftl. 12 3 Himmelsrichtung, 2 4 3 6 Haushaltungsgegenstand, 7 3 3 6 Sleinkohlenprodukt 3 4 2 winterliches Gebilde, 8 3 4 2 Nahrung«» mittel, S 5 l0 10 Teil des Tierkörprrs, 8 8 11 Bodenschatz. 8 12 1» Wagenteil, 4 14 14 Nebenfluß der Donau , 3 13 2 rheinischer Bad«» ort, 14 3 4 13 häßliche Charaktereigenschast. Alle Worte sind ein» silbig: die Anfangsbuchstaben ergeben«ine Freizeit, aus die sich all« Kinder in diesen Tagen freuen. Magisches Quadrat. aaaaddeeiitlmmmm. Aus diesen Buchstabe« bilde man 4 aus je vier Lauten bestehende Worte folgender Be- deuttmg: 1. Brettspiel. 2. Biblische Person. 3. Affenart. 4. Knabe» nome. Jede senkrechte Buchstabenreihe muß der entsprechende« wagerechten gleich sein.*=* AuslSsunq der Rätsel au» der vorigen Nummer. Buch» stabenrätsel: Nebel, Pfeil. Karre, Wolle, Mainz . Kann« Berlin. Kernrätsel: Frühlingsansang.