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zu Fall erfolgen soll. Nachdem die Antragsteller ihre An- 1 gestimmt, werden soll, protestirt die Zinke unter großem Lärm sich auch die der Verstaatlichung im Prinzip sonst nicht geneigten träge eingehend begründet hatten, erklärte der Justiz und bezeichnet den Antrag als eine Vergewaltigung und neue Gefeß- Klerikalen und die Eisenbahner betheiligen. minifter, der Erlaß einer Amnestie sei unmöglich, weil die widrigkeit. Erregte Zwischenrufe und großer Lärm im ganzen Hause. Gründe für die Verurtheilung bei den einzelnen Personen sehr Bahlreiche Abgeordnete eilen zum Präsidium, wo sich ein heftiges verschiedene waren, und weil bei Erlaß einer Amnestie neue Ruhe- Drängen und Stoßen entwickelt. Der Präsident unterbricht die Die Dreyfus Angelegenheit. Oberst Picquart störungen gerade in jenen Gebieten befürchtet werden müßten, Sigung und verläßt den Saal. Während der Unterbrechung spielen trifft am Freitag in Paris ein. Es wird allgemein die Ueberwelche man jetzt von dem Unwesen des Haberfeldtreibens befreit sich unbeschreibliche Szenen ab. Der Abg. Wolf nimmt die geugung ausgesprochen, daß die Aussagen Picquart's eine ents habe. Dagegen erklärte sich der Minifter bereit, jedes berechtigte Glocke vom Tisch des Präsidiums und schwingt sie. Abg. Potoczet schiedene Wendung in der Dreyfus- Affäre herbeiführen werden. Der Begnadigungsgefuch zur Würdigung zu empfehlen. Im Laufe der entreißt Wolf bie Glode. Stürmische Entrüftungsrufe auf" Figaro" hofft, daß die Borgesezten Picquart's nicht versuchen Debatte wurde nach dem Wolff'schen Bureau von allen Seiten ein- beiden Seiten des Hauses. Plöglich eilen zahlreiche jung werden, demselben irgendwie Schweigen aufzuerlegen, da eine dergeräumt, daß die Bewohner der in Frage kommenden Gegenden czechisch ribüne zu, umringen Wolf und wollen greift heftig die Kriegsverwaltung an, weil sie Matthieu Dreyfus durchweg sehr erfreut seien, reitet wurde und daß der von den Haberern ausgeübte Terrorismus ihn V011 ber Tribüne herabstoße 11. Von der erlaubte, in nächster Nähe von Belfort auf einer Anhöhe beim Fort verschwunden sei. Die Debatte über die Anträge wurde sodann auf anderen Seite drängen zahlreiche Bellevue eine Villa zu bauen. Abgeordnete der Linken Freitag vertagt.- Wolf wird von Jungczechen geschlagen, dagegen. " Intransigeant" meldet, daß ein Abgeordneter neue und vollStuttgart, 23. November.( Eig. Ber.) Der württem worauf sich auf ber Tribüne ein andgemenge entwickelt, ftändige Dokumente betreffs der Dreyfus Affäre befiht, und daß er bergische Landtag ist heute Nachmittag 8 Uhr wieder eröffnet welches länger als eine Biertelstunde dauert, Abg. Schönerer in einer der nächsten Kammerfizungen darüber näheres bekannt geben 3 worden. Die erſte Sitzung war der Erledigung von fünf Petitionen ergreift einen Minister- Fauteuil und hält denselben werde. Dieſe Dokumente rühren von der in der Affäre Dreyfusgewidmet, von welchen unser Genosse Kloß zwei als Bericht in die Höhe, um ihn gegen die Gegner zu werfen. Esterhazy eine Rolle spielenden verschleierten Dame. Abg. Hagen. erstatter zu vertreten hatte. Die Petition des bekannten Frrenhaus- ofer ergreift Schönerer , welchem der Fauteuil entriffen minifter Billot begab sich gestern Nachmittag zum Präsidenten ber Der Frankf. 8tg." wird aus Paris gemeldet: Der Kriegsflüchtlings Wilhelm Kuhnle, beffen Schicksal sich in letter wird. Ji ganzen Saale berrscht ein fürchterlicher Lärm Zeit wefentich geändert hat und dessen frühere Petitionen und große Erregung. Auf der Gallerie ertönen Pfui- Rufe; tommentirt. Die einen wollen darin ein Anzeichen der bevorstehenden ein gärm Republik . In politischen Kreisen wird dieser Besuch lebhaft an den Landtag einfach als Produkte eines Verrückten der Präsident erscheint schließlich wieder im Saale und nimmt die tommentirt. Die einen wollen darin ein Anzeichen der bevorstehenden angesehen wurden, fand diesmal willigere Ohren. Der Sigung wieder auf. Da aber der Lärm fortdauert, schließt er die Demission des Kriegsministers erblicken, die anderen glauben, daß Landtag verwies den Petenten auf die Erschöpfung des Rechtsweges Sigung . Der Termin der nächsten Sihung wird den Abgeordneten der Besuch nur den Zweck gehabt habe, dem Präsidenten persönlich durch die Beantragung der Wiederaufnahme der früheren Verfahren schriftlich mitgetheilt werden. Der Abgeordnete Pferiche, welcher über den Stand der Dreyfus- Angelegenheit Bericht zu erstatten. gegen ihn. Die Petition der bürgerlichen Kollegien der Stadt ins Gedränge gerieth, zog das Taschenmesser, welches ihm jedoch von Stuttgart um die Gewährung von vier Landtags- Abgeordneten für Parteigenoffen entrissen wurde, ehe er es geöffnet hatte. Stuttgart bei der bevorstehenden Verfassungsrevision wurde der Ber faffungskommission überwiesen. Aus einem in dieser Sigung ge gebenen Referat geht hervor, daß der Staat für einen Schüler pro Jahr ausgiebt: Universität 844 M., Technische Hochschule 446 M., landwirthschaftliche Hochschule Hohenheim 1375 M., Thierarzneischule 833 M., Baugewerkschule 344 M., Kunstgewerbeschule 446 M. und
Stunstschule 1965.
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Madrid , 23. November. Der Ministerrath beschloß den Ankauf von neuen Artillerie- Batterien und nahm einstimmig und in vollem Umfange den Gefehentwurf an betreffend die Autonomie Kuba's einschließlich der Zollreform.-
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Wien, 24. November. Abgeordnetenhaus. Abg. Groß verlangt, es möge in das amtliche Protokoll aufgenommen werden, daß der Präsident durch die Unterbrechung der letzten Sitzung die Geschäftsordnung und durch die Feststellung der Tagesordnung der Madrid , 24. November. Ministerpräsident Sagasta erklärte bentigenSigung mit dem Ausgleichsprovisorium als ersten Gegenstand der den zu ihm gekommenen fataloniichen Delegirten, die Regierung selben die Verfassung verlegt babe. Er verlangt darüber eine Reihe fönne ihr Programm bezüglich der Bollautonomie Ruba's nicht ab von Abstimmungen. Präsident v. Abrahamowica erklärt, ändern. Gr glaube jedoch, daß die tubanische Nationalversammlung Aus Baden, 23. November.( Eig. Ber.) Die Fraktion der es sei das Recht des Präsidenten, die Sigung zu eröffnen, au den wechselseitigen Interessen in den Handelsbeziehungen Rechnung fozialdemokratischen Abgeordneten hat sich gestern Abend in einer schließen und zu unterbrechen; diese Anschauung habe zuerst Präst- tragen werde. Auch die Handelskammern von Bilbao und Santander ersten Fraktionsfigung in Karlsruhe konstituirt. Zum Vorsitzenden dent Rechbauer geäußert und seine Nachfolger hätten daran fest: haben Sagasta in einem Telegramm um weitgehenden Schutz der ist Abg. Dreesbach, zum Schriftführer Abg. Geck gewählt worden. gehalten. Betreffs der Tagesordnung verweist der Präsident auf spanischen Erzeugnisse auf Kuba gebeten. In einer vertraulichen Vorsitzung der Kammer wurde ein provisorisches den Wortlaut der Geschäftsordnung und hebt hervor, die Linke habe Präsidium mit dem Alterspräsidenten Flüge- Lahr als Vorsitzenden felbft die rechtzeitige Verhandlung der eigenen Anträge bezüglich der Barcelona , 23 November. Ueber die Aeußeringen, die General gebildet. Die Bremser und die Oberschaffner der badischen Minifteranklagen verbindert, indem fie 84 namentliche Abstimmungen Weyler gestern an seine Anhänger richtete, wird gemeldet: Weyler Staats- Eisenbahnen wenden sich in zwei getrennten Petitionen an provozirt hätte. Es beginnen nunmehr die beantragten namentlichen erklärte, daß seine Freunde seine Rückberufung aus Kuba bedauern, sodann tadelte er die den Aufständischen günstig gesinnten Madrider den Landtag und bitten um dessen Intervention zur Erreichung Abstimmungen. Die Sißung dauert fort.- besserer Dienst und Gehaltsverhältnisse. Die Bremser verlangen Blätter; die Soldaten fäben auf dieselben mit Verachtung, gleichWien, 24. November. In Abgeordnetenkreisen spricht man wie auf die Freibeuter herab. Die von ihm durchgeführte Bus vor allem die etatsmäßige Anstellung mit Pensionsberechtigung, die von der angeblich bevorstehenden Verhaftung der fammenziehung der kubanischen Landbewohner in den Städten rechts Oberschaffner Gleichstellung im Gehalt mit den Bugmeistern, deren abgeordneten Schönerer, Wolf und Pferfche unter fertigte er bamit, daß sie sonst dem Feinde als Hilfsfpione dienten. verantwortungsvollen Dienst fie ebenfalls verfehen müssen, und zwar der Beschuldigung des Verbrechens öffentlicher Gewaltthätigkeit.- als Berfonen wie als Gütergugureifter. Die Zentrumspreffe Bur Erklärung des Verhaltens des Abgeordneten Pfersche wird in fein. In seiner Erwiderung auf die Glückwünsche der Industriellen Die Autonomie werde für die spanische Industrie verhängnißvoll fchlägt täglich einen bescheideneren Ton gegen die national- bgeordnetenkreisen erzählt, der Pole Botoczet habe sich auf Bfersche erklärte Weyler, er sei Schutzöllner. Die Bevölkerung von liberale Fraktion des Landtags und die Regierung an. gestürzt und ihn dermaßen gewürgt, daß er fast ohumächtig wurde. Barcelona verhält sich ruhig, beinahe gleichgiltig, troß der schamlos Als Gegenleistung für ein manierliches Verhalten fordert in der Angst habe Pfersche sein Federmesser gezogen und nach demagogischen Art Weyler's, der, freilich vergeblich, mit einem Hoch besonders der Beobachter", das Drgan des unbestrittenen Zentrums Botoczet gestochen.- auf die Arbeiter das Proletariat zu haranguiren suchte. führers Wacker, eine besondere Berücksichtigung der katholischen For derungen; das gleiche Blatt bezeichnet sogar eine besondere BerückWien, 24. November. ( Privatdepesche des Vorwärts".) In Havana, 24. November. Die Aufständischen haben fichtigung der katholischen Forderungen durch den Landtag als einen folge der heutigen Rauferei im Parlamente beschloß das Grekutiv- Santa Maria in der Nähe der Hauptstadt angegriffen. Demnächst auch nicht einen Sitz durch die Wahlen gewonnen, so muß einem die in Gefängnissen Verwendung finden) als Ehrenwache beizugeben.atfden Philippinen . Der Führer der philippinischen Aufs naturgemäßen Schluß aus dem Wahlresultat". Da das Zentrum tomitee der Parteien der Rechten, dem Präsidium Justizsoldaten( die werden in der Ostprovinz große Operationen begonnen werden. - Die Friedensbedingungen der Aufständischen mathematische Unverfrorenheit, mit welcher Herr Wacker feinen Morgen findet wieder Sigung statt. " Schluß" giebt, eine gewisse Bewunderung abringen.- ständischen Aguinaldo, welcher dem spanischen Gouverneur feine Straßburg i. E., 23. Movember.( Eig. Ber.) Die widerfinnige- Die Wahlexzesse in Romarno( Galizien ). Nach Unterverfung angeboten hat, stellt hierrür jedoch folgende Bes Saß, welche von unseren berufenen Germanifatoren auf franzöfifche mehrtägiger Berathung wurde am 22. November im Prozeß gegen dingungen: 1. Bollständige Amnestie für alle am Aufstande be= In und Auffchriften veranstaltet wird, hat der oppofitionellen Breffe 72 Wäbler aus Komarno wegen der Wahlexzesse bei der Wahlmänner: theiligten Eingeborenen und Freilassung aller Gefangenen; 2. Zahlung des Landes Veranlaffung gegeben, einmal näher zuzusehen, ob die wahl für die fünfte Kurie das Urtheil verkündet. 59 Angeflagte einer Geldsumme von je 10 000 Franken an Aguinaldo und acht Geschäftspraktiken der hiesigen großen Raiserlichen Zabat - wurden schuldig gesprochen und 3 Angeklagte zu 3 Jahren, mehrere feiner Unterführer; 3. Aufhebung aller Ordensniederlaffungen im manufaktur der Probe auf urteutsche Gesinnung mit gutem zu 21/2, die übrigen von 2 Jahren bis zu 4 Monaten schweren Inneren des Infelreiches; 4. Ueberlaffung der Hälfte aller Beamtens Gewissen sich unterziehen können. Dabei hat sich herausgestellt, daß Kerkers verurtheilt; nur 5 Angeklagte wurden freigesprochen. Da itellen an Eingeborene. Diese Bedingungen werden zwar in ihrer bie beliebteste und im Lande am meisten tonsumirte Bigarre der der Staatsanwalt noch im Laufe der Verhandlung gegen 8 Angeklagle Gesammtheit seitens der spanischen Regierung als unannehmbar beManufaktur den ftaatsgefährlichen Namen„ Etranger" trägt, von der Auflage zurückgetreten ist, so sind im ganzen 13 Angeflagte zeichnet; angesichts der finanziellen Unmöglichkeit jedoch, den Krieg während man einer vielbegehrten Bigarrettenforte auf der Ver- freigesprochen worden. Die Strafen betragen in diesem Prozeß fortzuführen, dürfte die Siegierung wohl die Forderungen mit einigen packung die Bezeichnung ,, Elégantes Supérieures" mit auf den Weg 60 Jahre 11 Monate. fleineren Abstrichen bewilligen. gab. Es besteht natürlich kein Zweifel darüber, daß nicht etwa die Sympathie für unsern westlichen Nachbarn, sondern lediglich schwer Budapest , 24. November. 2bgeordnetenhaus. In der wiegende gefchäftliche Gründe die Direktion der Kaiferlichen heutigen formellen Sigung brachte der Ackerbauminister einen Gesetz Tabatmanufaktur dazu veranlaßt haben, ihre Produkte durch eine entwurf ein betreffend die Regelung des Rechts= Ronzession an gewiffe Stimmungen im Lande für den Volksgeschmad verhältnisses zwischen Arbeitgebern und land: etwas genießbarer zu machen. Immerhin wäre es aber für unsere wirthschaftlichen Arbeitern. Bezüglich dieser Vorlage Regierung ein Zeichen wahrer staatsmännischer Befähigung, wenn wurde dringende Berathung befchloffen.- sie sich dazu entschließen könnte, die Befolgung derartiger geschäftlicher Brattifen, wie wir fie in obigem bei einem fistalischen Institut sehen, das sich ein Kaiserliches nennt, auch dem privaten Geisenbahn Gesetz wird schäftsmann zuzugestehen.-
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Rumänien . einer ordentlichen Session einberufen worden. Bukarest , 23. Nov. Das Parlament ist zum 27. d. M. zu
Konstantinopel , 28. November. Das österreichische Mitglied der Grenzabfteckungs- Kommission Oberstlieutenant Hiest und das deutsche Mitglied Hauptmann Morgen sind hierher zurückgekehrt. Zürich , 23. November.( Eig. Ber.) Der Kampf um das Die übrigen europäischen Mitglieder fehren über Domokos zurück. HIM von beiden Parteien, den Die Grenze ist bis Guniga regulirt. Etwa zwei Drittel der Arbeit Freunden wie den Gegnern, mit größerer Lebhaftigkeit geführt, troy- sind somit beendet; die Fortsetzung der Arbeiten erfolgt im troz- ind dem die Referendumsfrist bis Mitte Januar läuft. Die Gegner Frühjahr. Wien , 24. Novbr. Abgeordnetenhaus. Nach sechs geben sich alle Mühe, zahlreiche Unterschriftenbogen in das Volk zu namentlichen Abstimmungen beantragt der jungczechische Abgeordnete bringen und möglichst viele Unterschriften zu gewinnen. Die Freunde Dyk, daß von den zahlreichen gleichlautenden Petitionen gegen der Verstaatlichung, welche den größten Theil der Presse für sich die Sprachenverordnungen eine verlesen und dem stenographischen haben, rathen von der Unterzeichnung der Referendumsbogen ab Protokoll beigedruckt werde. Als hierüber ohne Debatte ab- und beschließen in ihren Versammlungen Kundgebungen, an denen
Defterreich.
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ausläßt und eidesstattliche Erklärungen Paasch's veröffentlicht, voll rubig entgegensehen können da ich, was Sch. schreibt, nie der gravirendsten Anschuldigungen, doch intereffiren uns diese nicht. begangen habe, ich babe nie eine Erklärung in Gegenwart meines Die Denunziation gegen die Herren v. Marschall und Hamann hat Verlegers Herrn Hendel abgegeben, mit diesem überhaupt die Staatsanwaltschaft bereits unterm 27. Oftober zurückgewiesen, nie ein Wort über die Ebmeyer- Angelegenbeit da fie ihr zu weiterem feine Veranlassung biete. Der Denunziation gesprochen. Niemals babe ich Denunziationen gegen Bebel wurde durch eine Reihe von Zeugenvernehmungen gegen irgend welche hoch ftehende Personen ein Folge geleistet mit welchem Erfolge, wird sich zeigen. gereicht und was meine angeblichen Besuche in der Artillerie Straße betrifft, so weiß ich gar nicht, wo diese Straße sich befindet. 2. Es ist eine unerhört schändliche Verleumdung, wenn Schumann behauptet, ich hätte seit 1887 mit Herrn v. Tausch in einem fteten Verkehr und zwar derartig gestanden, daß ich dem felben Mittheilungen über hiesige Redakteure, Schriftsteller 2c. ge= macht hätte und dafür entlohnt worden wäre. Diese Verleumdung ist um so niederträchtiger, als Schumann ganz genau weiß, daß ich mit Herrn v. Tausch, den ich im Gerichtssaale zum ersten Mal im Leben sah, weder schriftlich noch mündlich, noch etwa durch Schumann vertebrte und daß ich denselben nur von Hörensagen kannte. Ich zweifle nicht, daß Herr v. Tausch mir das Obige voll und ganz bestätigen wird.
Für gewiffe schon im Prozeß v. Tausch in ganz besondere Be Teuchtung gerückte Zustände in der politischen Polizei bleibt die Episode Schumann aber charakteristisch. Und man geht vielleicht nicht fehl, wenn man sie nicht als abgeschloffen betrachtet, die De nunziationsschriften waren vielleicht nur Maskirungsraketen!
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Die Meuterei in Britisch Oftafrita.„ Reuter's Bureau" erfährt, die jüngste Weuterei sudanefischer Truppen werde in unterrichteten Kreisen als sehr ernst angesehen. Man ist der Meinung, daß die persönliche Feindschaft der Sudanesen gegen Macdonald, der vor Jahren als Administrator von Uganda einen Aufstand der Sudanesen mit Härte niederfchlug, einen ausreichenden Grund für die gegenwärtige Revolte abgebe. Die Meinungen gehen darüber auseinander, ob die sudanefischen Truppen in Uganda und die muhamedanischen Waganda's sich dem Aufstande anschließen. werden; sollte dies geschehen, so würde die Lage sehr ernst werden. Eine weitere Meldung des Bureau Reuter aus Sansibar vom heutigen Tage besagt: Nach den letzten, authentischen Nach richten ist in Uganda alles rubig; die Garnison lieferte die Waffen aus. Major Macdonald hat die sudanesischen Aufständischen, welche ich in das Fort Lubas geflüchtet hatten, mit Hilfe einer großen Streitmacht der Waganda's eingeschlossen; man glaubt, die Uebergabe sei sicher.
Amerika.
Georgetown ( Britisch- Guyana), 23. Nov. Eine große öffent liche Versammlung, die gestern unter Vorsitz des Gouverneurs hier abgehalten wurde, nahm einen Beschlußantrag an, in dem gefagt wird, es sei eine Forderung der Gerechtigkeit für die Buder produzirenden Kolonien, daß die 3uder. prämien abgeschafft oder entsprechende Zuckereinfuhrzölle eingeführt würden; die Reichsregierung werde hoffentlich diese Kolos nien vor weiteren schwerem Schaden bewahren.
Partei
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Partei- Nachrichten.
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Herr Frik Brentano, Mitarbeiter, nicht Redakteur des Lokal- Anzeigers", sendet uns nachstehend eine Berichtigung, die wir ganz genau zu lesen bitten. Ein Segerfehler hat aus Schumann einen Petermann gemacht; S. 22/23 theilt Schumann mehrere an ibn gerichtete Briefe Brentano's mit, worin die gestern mitgetheilten Thatsachen erzählt werden. Auf irrthümlicher Auffassung beruht es, daß das Geständniß in Gegenwart Hendel's 3. Es ist unwahr, daß ich die 100 Mart, von denen Schumann abgefaßt worden sei, Schumann behauptet: es sei im Restaurations. spricht, als Reise- Unterstüßung nach Paris erhalten habe. Ich bat zimmer der„ Goldenen Kugel" an einem Stammtisch abgefaßt und Schumann, als ich stellenlos war, mir den bezüglichen Wechsel von Brentano ge: und unterschrieben worden. Auch behauptet irgendwo diskontiren zu lassen, was er, nachdem ich ihm wiederholt Schumann nirgends, daß Brentano an Major Ebmeyer seinen das Versprechen geben mußte, ihn pünktlich einzulösen, that, worauf Namen verrathen, nur die von Brentano selber zugegebene That mir der Betrag von einem Herrn Kalmus, als ich schon längst in Das Wachsthum unserer Partei in Anhalt wird vom fache, er habe an das Auswärtige Amt berichtet, man solle den Paris war, dorhin zugeschickt wurde. Daß Schumann dies nicht bemokratischen Stimmen betrug bei den Reichstagswahlen im Jahre Boltsblatt für Anhalt" wie folgt angegeben. Die Zahl der sozial Verfasser unter den Agenten der politischen Polizei suchen. Das veranlaßt hätte, wenn ich ihn als Korrespondenten der Saale 1871: 1174, 1874: 8522, 1877: 5654, 1878: 412, 1881: 876, Schreiben des Herrn Brentano lautet: Beitung" denunzirt hätte, liegt auf der Hand. Den 1884: 922, 1887: 3448, 1890: 11 842, 1893: 17 864. Macht die Normann- Schumann hat mir wiederholt erklärt, daß er, um Wechsel habe ich bei meiner Rückkehr pünktlich einen Gegner zu vernichten, fein Mittel, auch das schlechteste nicht, persönlich bei Herrn Kalmus in deffen obfolchen Sprung vorwärts wie in den drei Jahren von 1890 auf - schreibt das Volksblatt" nächstes Jahr einen ebenschenen würde. Daß er aber zu solch ungeheuerlichen nung, Kurze Straße, eingelöst. Lügen und Verleumdungen, wie er sie mir gegenüber ebenso freche wie lächerliche Behauptung des Schumann, daß diese 1893, d. h. vermehrt sie ihre gleich in der Hauptwahl für sie abs gebraucht, greifen tönne, habe ich allerdings nicht für möglich Einlösung feitens des Polizeipräsidiums geschehen fei. Daß ich gegebenen Stimmen nach 5 Jahren wiederum um ca. 6000 Stimmen, gehalten. so ist ihr der Sieg in beiden Wahlkreisen sicher. In Anhalt II ers Ich übergebe noch heute die Sache der Staats mit diefem Präsidium, ebenso wenig wie mit sielten wir bei der Nachwahl im Jahre 1894 in der Stichwahl einen anwaltschaft, die ja feststellen wird, ob die Mittheilungen einem Organ desselben, in derartigen Spigelsielten des Schumann über mich wahr find oder nicht. Nur angelegenheiten niemals etwas zu thun hatte, Buwachs von 2420 Stimmen. die verbrecherischste Rachsucht Rachsucht tann derlei Dinge erfinden muß mir an dieser Stelle gewiß bezeugt werden. und es ist sehr bedauerlich, daß sie so ohne weiteres ver- Seit nahezu 20 Jahren in Berlin , liegt mein Leben tlar vor öffentlicht werden. Ich will mich so turz wie möglich fassen und allen, die mit mir verkehren. Hätte ich eine Ahnung gehabt, wer und was Herr Schumann ist, so wäre er allerdings nicht Kor1. Alles was Sch. über die Nennung seines Namens gegenüber respondent der Saale- Zeitung" geworden. dem Herrn Hauptmann Ebmeyer schreibt, ist erlogen. Ich habe Indem ich noch bemerke, daß ich seit 1888 nicht mehr Redakteur feinen Namen nie genannt, es war nie von des Berliner Lokal Anzeiger" bin, ersuche ich Sie um Aufnahme Schulden meinerseits die Rede, ich habe nie diefes Schreibens, da mir zunächst kein anderer Weg offen steht, einen Brief ant einen Herrn Petermann geschrieben, mich gegen die unerhörten Berleumdungen des Sch. zu verwahren. worin ich sagte, man habe mir mit Enthüllung meiner Hochachtungsvoll Bergangenheit" gedroht einer Enthüllung, der ich hätte.
erkläre:
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ist eine
Friz Brentano.
In Halle a. S. haben am Mittwoch die Stadtverordnetenwahlen der III. Abtheilung nach dreitägiger Dauer ihr Ende erreicht. Die fozialdemokratische Partei hat keine Mandate errungen, wohl aber einen außerordentlichen Stimmenzuwachs zu verzeichnen. Im Jahre 1895 erhielten wir 1953, diesmal aber 3061 Stimmen. Die Gegner brachten 4032 Stimmen auf. In einem Bezirk war die Wahlbetheiligung äußerst rege, es wählten dort 65 pCt. aller eingeschriebenen Wähler. Wahlbeeinflussungen aller Art find vorgekommen, was zu einem Protest Veranlassung geben dürfte.
Zu den kommenden Bürgerschaftswahlen in Hamburg haben die Vorstände der drei sozialdemokratischen Bereine dafelbft