Br. 280. 14. Jahrgang. 2. Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt. Mittwoch, 1. Dezember 1897.
Verlammlungen.
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Arbeiter- Bildungsschule. Inselfir. 10, v. 2 Tr. Mittwoch: National=
stellen, das zeigte die Aeußerung des Obermeisters Fischer, der unter Parteien, von der süddeutschen Volkspartei ausgehend bis zu den anderem bemerkte, die Bazare, sowie die Offiziers- und Beamten- voltsfeindlichen Bestrebungen der Junterpartei. Mit zwingender Der Ausschuß der vereinigten Jnnungen Berlins hatte Ronfumvereine seien gemeingefährlich und müßten von der Regierung Logit wies Sledner nach, daß nur die Sozialdemokratie noch heute am Montag eine Handwerker- Versammlung einberufen, in der die verboten werden. Auf den Zwischenruf:" Das geht heute nicht den wahren Schutz der produktiven Arbeit, sie sei physisch oder Frage erörtert wurde, wie die Zwangsorganisation des Handwerks mehr!" antwortete der Herr Obermeister unverfroren: Das muß geistig, vertrete, wie es ja auch die Haltung des Berliner Freisinns der wirthschaftlichen Hebung der Handwerker nutzbar gemacht werden gehen; wenn der alle Fritz noch lebte, der würde mit dem Knüppel in Sachen der Voltsschullehrer Gehälter zur Evidenz gezeigt könne. Der Referent Rechtsanwalt Berg vertrat die Ansicht, das dreinschlagen." In welcher Weise die Zwangsinnungen der Förde habe. Als Delegirte zur Kreistonferenz, welche am 5. Dezember Handwerk sei nicht dem Untergange geweiht, es befinde fich nur seit rung des Genossenschaftswesens nutzbar zu machen sind, darüber in Berlin stattfindet, wurden die Genossen Klingenberg, wie Obermeister Beutel mittheilte erst nach Erscheinen Reuter und Nerre gewählt. Auf Antrag des Genossen. Jahrzehnten in einer Krise. Nicht die Maschine sei schuld an der sollen Rübler beauftragte die Versammlung den Genossen Nerre, schlechten Lage des Handwerks, sondern der Kapital respektive des Normalstatuts positive Vorschläge gemacht werden. Kreditmangel, unter dem der Handwerker leide. Wenn Eine öffentliche Versammlung der Schuhmacher tagte am beim Gemeindevorstand behufs Errichtung eines Gewerbegerichts der Handwerkerstand die gegenwärtige Krise überwinden Montag im Neuen Klubhaus", Kommandantenstraße, in der die von neuem vorstellig zu werden. solle, müsse ihm von Staatswegen billiges Kapital zur Ver- Genossin Frau Rohrlack über„ Die Frauenarbeit in der modernen fügung gestellt werden. Die Zwangsinnung sei die noth- Großindustrie" referirte. Eine Diskussion über den beifällig auf wendige Voraussetzung für die Bildung wirthschaftlicher Organi- genommenen Vortrag fand nicht statt. Hierauf erfolgte die Berichtfationen auf genossenschaftlicher Grundlage. Die Junung dürfe zwar erstattung über den Streik bei Priest ap, Unter den Linden . Nach solche Genossenschaften nicht mit ihren Geldmitteln unterstützen, sie diesen Ausführungen ist der Streik, wie der Vorwärts" bereits be die Aufgabe, solche wirthschaftliche Genossen- richtete, au gunsten der Arbeiter beendet und die Wiedereinstellung die Aktiengesellschaften des Handwerks- des gemaßregelten Arbeiters bewilligt, sodaß die Ausständigen begünstigen und zu stützen. Der preußischen Zentral- Genossen- fämmtlich die Arbeit wieder aufnehmen konnten. Unter Verschiedenem schaftskasse liege e3 ob, tas Handwerker- Genossenschafts- wurde auf die Nothwendigkeit der Werkstätten- Konferenzen hinwesen durch billigen Kredit zu fördern. An der Diskussion gewiesen, zur Wahl von Vertrauensmännern in allen Werkstätten, betheiligten sich eine ganze Anzahl Ober- ind sonstiger Jnnungs- ur regen Agitation und zum festen Zusammenschluß in der Organi meister. Es wurden verschiedene Ansichten über das Genossenschafts- fation aufgefordert. wefen ausgesprochen, auch. darüber geklagt, daß die Betheiligung an Wilmersdorf . In einer gutbesuchten Volksverfamunlu ng hielt derartigen Einrichtungen und das Interesse für dieselben unter den am Sonntag Nachmittag Reichstags- Abgeordneter Friß 3ubeil den 1 Dezember, abends 8½ Uhr: Bersammlung in G. Feuerstein's Festfälen, Handwerksmeistern nur gering sei. Wie sich in manchen Innungs- einen trefflichen Vortrag über die politische Lage. In eingehender Theater- und Vergnügungs Verein Helgoland . Sigung heute Abend meisterköpfer die Mittel zur Hebung des Handwerkerslandes dar- Weise kennzeichnete der Referent den Standpunkt der einzelnen 9 Uhr Ackerstr 144.
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otonomie( Grundbegriffe der Nationalötonomie; Dr. Cour. Schmidt). Donnerstag: Geschichte( Die vorgeschichtliche Zeit und die ersten geschichtlich en Dr. Georg Beppler). Freitag: Gefeßestunde. ueberlieferungen; ( Arbeitsvertrag, die fozialpolitische Gefeßgebung, Strafrecht, gewerbliches Kons sefftonswesen, Cherecht, Miethsrecht, Erb- und Bormundschaftsrecht, öffentliches Recht; Rechtsanwalt Wolfgang Seine). Die Bibliothet ist von 8-9 ühr geöffnet. Mitgliedsbeitrag monatl. 25 Pf., Kursus( 10 Abende) 1 M. pro Fach. Theilnehmer werden aufgenommen in der Schule und in folg. Stellen: Gottfr. Schulz, Müllerfir. 7a; Paul Müce, Manteuffelfir. 128; 6. Königs, Dieffenbachstr. 30. Alle Buschriften find an teuffelfir. 128, Geldfendungen an den Kassirer G. Königs, S. Dieffenbachstr. 80,
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