Gesetzgebung foll vom Bundesstaat zwecks Vernichtung der] Darum gilt es, die Unterwerfung unter den Regierungslegten Volksrechte usurpirt werden! willen möglichst zu verschleiern, das Volk durch schlaues Wenn sich die sächsische Regierung von den konservativen Wortspiel zu täuschen. Und in dieser Kunst sind die ZentrumsHeißspornen wirklich auf solche Bahnen treiben lassen sollte, herren von jeher Meister gewesen und nur seiner besonderen so braucht sie sich dann auch nicht zu wundern, wenn dem Virtuosität in dieser Kunst verdankt der Dr. Lieber die sächsischen Volk der sächsische Staat vollends leitende Stellung in seiner Partei.
von 1870/71 nur noch als ein rein historisches Greigniß auffaffen wird? IV. Würde hente ein Krieg, wenn er plöglich zwischen den beiden Ländern ausbräche, in Frankreich günstig aufgenommen werden?"
eigene Ansicht, ferner die nach ihrer Ansicht unter der Jugend Auf diese Fragen sollten die betreffenden Personen ihre 311m Spott werden würde. Ein Vaterland", das Gegen die Schiffsforderungen selbst hat das und durchschnittlich im Volte herrschende angeben. Nicht feine Kinder also behandeln wollte, würde diesen alsdann Zentrum nach den Ausführungen Lieber's überhaupt noch nicht weniger als 140 Antworten sind darauf eingegangen. Nicht auch nicht mehr einen Pfifferling werth einmal mehr Bedenken. Dieselbe Partei, welche in der vorigen zum geringen Theile von Leuten, deren Namen in der öffentfein. Im Jahre 1866 waren es nationalliberale Männer, Reichstagsfession wegen zweier Kreuzer einen langen scharfen lichen Meinung Klang und Gewicht haben. Die„ Frankfurter welche Sachsen den gefräßigen Preußen zur Speise vorseßen Streit mit der Regierung führte, ist jetzt bereit, alles, Beitung" zieht das Ergebniß der Enquete folgendermaßen zuwollten. Wenn jetzt die sächsische Regierung alles thut, um was Herr Tirpik fordert, zu bewilligen. Im übrigen sammen: Sachsen beim fächsischen Volk selbst verhaßt zu machen, so hat Herr Lieber allerdings allerlei Bedenken" und die Vor braucht sich die sächsische Regierung nicht zu wundern, wenn jene lage bedarf einer ernsten und gründlichen Prüfung". Das nationalliberalen Ideen in neueren Formen wieder auflében kennt man zur Genüge. Mit„ Bedenken" und„ ernster Prüfung" beginnt allemal der Handlangerdienst an die Regierung. Die finanzielle Seite der Vorlage macht dem Bentrum Bedenken. Neue indirette Steuern wolle es nicht bewilligen. Die leistungsfähigen Schultern sollen die neuen Summen aufbringen. Das klingt ganz schön. Sind aber die Schiffe bewilligt und es werden neue Steuern nöthig, so wird der Vers ganz anders lauten. Und dagegen hat das Bentrum nicht nicht das geringste geringste einzuwenden, daß daß die betreffenden Reichseinnahmen, die bestehenden indirekten Steuerarten immer wieder dem Militarismus, dem zu Laude oder dem zu Wasser, geopfert werden.
würden!
Schon jetzt geht eine tiefe Verbitterung durch die sächsische Bevölkerung. Man fahre nur fort mit der schnöden Brutalitätspolitik, wie sie die Konservativen empfehlen, und man wird noch schönere Dinge erleben. Wie start der Groll wegen des jetzigen Anschlages gegen das Vereinsrecht ist, schildert uns eine Buschrist aus Dresden , die wir hier folgen lassen:
Und ebenso hat das Zentrum gegen das Septennat ernsteste Bedenken". Aber man übertreibe die Sache nicht, so fährt es allsogleich fort. Man binde auch die Regierung, indem man eine Höchstgrenze der für die Marine aufzuwendenden Summe festsetze, dann habe das ,, Schreckgespenst des Septennats" seine Furchtbarkeit verloren.
Mehr Liebenswürdigkeit kann die Regierung vom Zentrum
Die Protestbewegung der sozialistischen Arbeiterschaft gegen den geplanten neuen Gewaltstreich, die Verschlechterung des Vereins und Versammlungsrechtes ist in vollem Gange. Eine Reihe von großen Versammlungen, so in Dresden und Leipzig , haben schon stattgefunden. In einer Reihe größerer Städte find solche für die nächsten Tage vorbereitet. Auch die Gewerkschaften, die Frauen rühren sich, kurz die ganze organisirte Arbeiterschaft ist von dem Gedanken erfüllt, Front zu das niederträchtige Unterfangen der Geldsack proßen im sächsischen Landtage. Die Bewegung ist um so bedeutfamer, als sie ganz impulfiv, ohne bestimmte Direktive, gleichzeitig im ganzen Land entstand. Allüberall wird über den Schandplan in den Kreisen der Arbeiter distutirt. Die noch ferner Stehenden taum verlangen. Herr Tirpitz war auch ganz erfreut über vermögen noch nicht an die Ausführung des Planes zu glauben. Die bürgerliche Presse hüllt sich wie gewöhnlich in Schweigen. diesen Vorschlag und hatte nur den einen bescheidenen Wunsch, Selbst bei der Wahlrechtsbewegung ist die Energie und der Grimm daß die Höchstgrenze nicht zu niedrig bemessen der Arbeiter nicht so zum Ausdruck gekommen als bei dieser werden möge. Gewiß wird sich das Zentrum in seiner BeGelegenheit. Allgemein herrscht die Stimmung in den Arbeiter willigungsluft befleißigen, auch diesem Wunsche nachzukommen. freisen, daß die sozialdemokratischen Abgeordneten im Landtage Daß der Reichstag damit jede Möglichkeit aufnunmehr mit vollster Rücksichtslosigkeit vorgehen sollen. Nur der giebt, irgendwelchen reaktionären Plänen guten Disziplin und Besonnenheit der fächsischen Arbeiter ist es der Regierung wirkungsvoll entgegen zu zu danken, wenn nicht Dinge passiren, die man vielleicht von treten, das mag das Zentrum nicht sehen. Zwar erinnert mancher Seite nicht ungern sieht. Die Entscheidung über die Vorlage dürfte es selbst an die Art, wie die Regierung Versprechungen gehalten wahrscheinlich in der zweiten Hälfte des Januar habe, aber in der Wollust der Regierungsfähigkeit fallen, da der Landtag vom 17. Dezember bis 10. Januar in schlägt es alle Bedenken in den Wind fund verkauft sich dem bie Ferien geht. Ob man der Stimme des Volkes Rechnung tragen werbenden Buhlen. wird, wer weiß es? Das Gegentheil ist den Reaktionären sächsi schen Schlages eher zuzutrauen. Auf alle Fälle kommt die Regierung, wenn die Konservativen nicht nachgeben, in eine äußerst fatale Situation, vorausgefeßt, daß man überhaupt ernst haft an die Einlösung des Versprechens des Reichskanzlers gedacht hat. Doch gleichviel, wie die Sache ausgeht, der moralische Sieg wird auf seiten der Sozialdemokratie sein. Das ist jetzt schon ficher."
Das ist das alte Spiel der Schwarzkittel vom Zentrum. Man gebe ihnen Aemter und Ehren, man laffe die Sonne der föniglichen und kaiserlichen Huld über sie scheinen, und sie werden mit den Juntern Ostelbiens um die Wette die Rechte des Voltes mit Füßen treten.
Doch dies Spiel ist ein Spielen mit dem Feuer. Je freundlicher die Regierung denen um Lieber zulächelt, um Und zur politischen Reaktion fügt man die wirth.io unfreundlicher wird das Antlig der zentrumsgetreuen schaftliche. Die Umsatzsteuer auf den Absatz der Massen. Je mehr die Partei ihre Regierungsfähigkeit bewährt, Konsumvereine, welche schon in mehreren kleinen Orten umsomehr geht ihre Boltsthümlichkeit in die durchgeführt ist, wird jezt auch in den Großstädten in Angriff Brüche. genommen. In Chemnitz und Leipzig haben die städtischen Niemand kann zweien Herren dienen. on Körperschaften sich bisher ablehnend gegen diese Steuer vers Man kann nicht die Augen fromm zum Himmel verdrehen halten. Aber die Hauptstadt Dresden geht jetzt voran. und den Waffen die Entscheidung über die Welt" zusprechen. Der Magistrat hat dort ein Ortsgesetz über die Erhebung Man kann nicht christliche Liebe verkünden und Kriegseiner Steuer für Zweiggeschäfte" erlassen. Wo neben rüftungen ins Ungemessene fördern. einem Hauptgeschäft noch ein Zweiggeschäft besteht, soll
" Fast alle Jungen" sind für eine bedingungslose Aussöhnung mit Deutschland , während die Welteren entweder starke Vorbehalte machen oder sich gegen ein Aufgeben der patriotischen Hoffnungen absolut aussprechen, aber nicht aus wildem Hasse, sondern aus Rücksichten auf die Zukunft der französischen Raffe. Bei den " Jungen" find trotz aller Einheit der Grundmeinung dennoch die interessantesten Abweichungen bezüglich der Motive zu unterscheiden: bei den einen ist es der Abscheu gegen den Krieg allein, der ihre Stellungnahme erklärt, bei anderen das Gefühl der Solidarität der hochzivilisirten Völker im allgemeinen, bei manchen die philosophische Erwägung geschichtlicher und sozialer Nothwendigkeiten, bei vielen eine ungeheuchelte Bewunderung und Hochschätzung des Deutschthums, das zu dem die lateinische und feltische Zivilisation zusammenfassenden Frankreich die natürliche Ergänzung bildet. Bei einigen treten aber auch Besorgnisse und Antipathien dem Slaventhum, mehr aber noch den Engländern gegenüber hervor.
Bei den im vorgerückteren Lebensalter Stehenden herrscht, wie bemerkt, noch immer ein gemilderter, auf meistens achtungswerthen Motiven beruhender Chauvinismus."
... Im allgemeinen aber müssen felbst die hoffnungsreichsten Patrioten zugestehen, daß ein Krieg mit Deutschland in Frankreich feinen freudigen Wiederhall finden würde. Zusammengefaßt herrschen Steptizismus, Vernunftgründe und Hervordringen allgemein menschlicher Motive vorgeschichtlichen, nationalen und sogar rein moralischen Inhalts vor, und dieselben fordern gebieterisch: Stein Krieg; Verständigung, Zusammenwirken, Bereinigung der geistigen Kräfte zur Pflege der Zivilisation!"
Aus den einzelnen Antworten heben wir die folgenden
hervor:
Francis Jammes : Ich glaube nicht, daß es einen französischen Bauer giebt, der daran dächte, das Elsaß zurückzuerobern, wie es im umgekehrten Falle feinen deutschen Bauer gäbe, der es wieder haben wollte. Das Vaterland des Bauern ist weder Frankreich noch Deutschland , sondern sein Haus, sein Feld, seine Ochsen, sein Weib... Was würde aus der Welt werden, wenn alle einstmals geführten Kriege anders wie als historische Ereignisse aufgefaßt werden würden? Wir hätten in diesem Falle vielleicht das Recht, China zurückzufordern.
Josef Reinach, Deputirter: Die durchschnittliche Stimmung des Landes ist so, wie sie immer und überall gewesen ist: dem Kriege feindlich.
Henry Maret, Deputirter: Man will den Frieden um jeden Preis, und hat aufgehört, die Schmach als ein Ohr zu bes trachten, auf dem sich's gut schlafen läßt. Einige Jahre noch, vielleicht nur einige Monate, und wir trinken mit den Deutschen zusammen.
Maurice le Blond : Es ist eine Schmach, daß Frankreich zwanzig Jahre lang keinen anderen Zweck, feinen anderen Existenzgrund hatte, feinen anderen Lebensvormand, als den Haß gegen Deutschland , die Hoffnung auf Rache. Um seine niedrigen Leidenschaften zu befriedigen, seinen gemeinen Rachedurst, vergaß es feine Traditionen, vernachlässigte es seinen sittlichen Beruf, die Erfüllung der großen Aufgaben, die ihm die Welt gestellt hat.
Charles Leandre : Aufrichtig gefagt, man denkt weniger an Elsaß und spricht wenig davon.
Adolphe Retté : Ich fühle mich durchwegs als Landsmann eines Goethe, Heine, Wagner, Schopenhauer , während ich nicht umhin kann, mich als einen Feind der Herren Coppée und Deroulède zu bekennen, die da täglich in einem bedauerlichen Pathos von Gefühlen sprechen, die ich niedrig schäße.
Wir können nur unsere Freude ausdrücken über den versöhnlichen Geift, der sich in diesen Aeußerungen kundgiebt.
Man kann nicht einer Regierung, welche dem Volke des 1/2 pCt. des Jahresumsates, wo mehrere Zweiggeschäfte Landes fremd gegenübersteht, neue Machtmittel geben und bestehen, sollen 2 pCt. erhoben werden. Erfolgt der Ver- zugleich die Rechte und die Wohlfahrt des Volkes schüzen fauf zum Selbstkostenpreise, so so sind dem Jahreserlöse wollen. noch 10 pt. seines Betrages hinzuzuschlagen und Die große Zentrumsfraktion ist drauf und daran, nicht von dieser Gesammtsumme ist die Steuer zu erheben. nur den Militarismus zu fördern, sondern auch die elementaren Diese Vorlage, deren juristische Berechtigung nach wie vor Rechte der deutschen Boltsvertretung preiszugeben. Daß nur In Deutschland überwiegen die Sympathien für Frankdurchaus bestritten werden muß, ist ein Ausfluß des Klein- mit dieser Preisgabe nicht die große und ausschlaggebende reich die Abneigung gegen unseren westlichen Nachbar in trämerhaffes gegen die Arbeiter- Konsumvereine. Diese blühenden Partei sich selbst eine tiefe Grube gräbt! hohem Maße. So fann man hoffen, daß die beiden großen geschäftlichen Organisationen der Arbeiter sollen durch Auferlegung einer Steuer, die bisher unerhört ist sowohl ihrem Wesen nach daß China alle Forderungen Deutschlands begründungen von Militärvorlagen in Zukunft Schulter an Kiao Tichon. Die Times" wollen aus Beting erfahren haben, Kulturvölker trotz aller Verhegungen in Schulbüchern und Be als nach ihrer kolossalen Höhe nicht auf den Gewinn willigen wolle, nämlich Gutschädigung der Familien der er- Schulter friedlich dem Fortschritte der Menschheit dienen allein, auf den gesammten Umsay soll der Steuersatz mordeten Miffionare, Errichtung einer Gedentkirche am großen Ranal, werden.- berechnet werden möglichst beschränkt, wenn möglich Degradirung des Gouverneurs Li- ning- Sching, Bahlung der Kosten der gänzlich unterdrückt werden.
Die geringen toirthschaftlichen Vortheile, welche die Unbemittelt sich durch gemeinschaftlichen Waarenbezug beschafft, sollen ihnen entzogen werden zu gunsten einiger duhend Händler.
Nicht genug mit der politischen Unterdrückung, auch durch wirthschaftliche Ausnahmegesetzgebung sollen die unteren und armen Volksklassen weiter in ihrer Lebenshaltung gedrückt und ausgehungert werden.
Befeßung Kiao- Tschous und Zuwendung nicht ausschließlicher Bergbauund Eisenbahn- Vorrechte in der Proving Shantung. Eine Weldung des " Bureau Dalziel" aus Shanghai besagt ferner: China willige auch in brauch der deutschen Marine. Die zeitweilige Abtretung Riao Tschous für den Ge
Eine Bestätigung dieser Nachrichten muß abgewartet werden. Die deutschen Truppenfendungen werden fortbetrieben. Bösmann's Telegraphisches Bureau" meldet aus Bremen : Der Transport von 1400 Mann Marine- Infanterie und Artillerie nach Kiao- Tschon wird Mitte dieses Monats von Wilhelmshaven aus durch die von der
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Wenn die herrschenden Parteien in Sachsen den Regierung gecharterten Lloyddampfer Darmstadt “ und„ Crefeld " Klassentampf gewaltsam verschärfen wollen, erfolgen. nun gut. Dann sollen sie sich aber auch nicht wundern, wenn ihr volksfeindliches Treiben eines Tages Früchte zeitigt, die ihnen nicht schmecken werden!
Politische Meberlicht.
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Hervorzuheben ist noch, daß es bei Besetzung der Stadt Kiao Tschon nicht so ganz unblutig abgegangen ist, wie zuerst berichtet wurde. Vielmehr wurde beim Anrücken der deutschen Seetruppen von den chinesischen Forts aus Feuer gegeben, welches von deutscher Seite erwidert wurde. Nachdem drei Wann der chinesischen Besatzung getödtet waren, ergriff diese die Flucht. Der Kommandant wurde gefangen genommen, aber später freigelassen. Mehrere deutsche Matrosen wurden von den Bewohnern der besetzten Dörfer durch Steinwürfe verlegt. Die Vorsteher der Dörfer wurden auf Befehl Berlin , 8. Dezember. des deutschen Kommandirenden deshalb mit Bambushieben gezüchtigt. Zentrum Judas . Die Ausführungen der ZentrumsDer nationale Ruhm Deutschlands ist also wieder bedeutend verpreffe zur Flottenvorlage ließen auf eine unbedingte Ab- mehrt worden.- Ichnung der Regierungsabsicht, das Budgetrecht des Reichs- Halti. Der Zwischenfall ist erledigt. Die haïtianische RegieDie Ent tages zu verkürzen, seitens der mandatsreichsten Partei des rung hat die deutschen Forderungen angenommen. Parlaments und damit auf die Ablehnung des ganzen bracht. Die deutsche Flagge wurde mit 21 Schüffen salutirt. Ein schädigungssumme wurde an Bord des Schiffes Charlotte" geFlottengesetzes für den Fall, daß die Regierung Entschuldigungsschreiben lief ein. Die Beamten, welche schuld an auf jener Absicht beharren würde, schließen. Aber dem Zwischenfalle sind, sollen bestraft werden. Lieb Baterland, anders als die Zentrumspresse im im ersten richtigen magst ruhig sein." Empfinden über das, was auf dem Spiele steht, schrieb, handelt nun die Zentrumsfraktion des Reichs nicht mehr so das französische Volt, wie noch vor zehn Jahren, Elsaß Lothringen . Der Revanchegedanke entflammt heute tages. Schon müssen hinter den Koulissen Dinge vor fid gegangen sein, welche die Schwenkung des Zentrums wo die sonst unverständliche Popularität des brav' général, bes vorbereitet haben. Wohl mag auch die entgegenkommende An- Hohlkopfes Boulanger, blos auf die geschickte Ausnußung dieser sprache des Kaisers an das in Zentrumshänden liegende Reichtags- damals noch sehr lebenskräftigen Idee beruhten. präsidium auf die Zentrums männer gewirkt haben. Der Kaiser soll auch im französischen Volke die Zeit beruhigend und mit den ja auch gesagt haben, der nächste Reichstag würde im Falle gegebenen Thatsachen versöhnend gewirft hat, zeigt eine der einer Auflösung auch nicht anders zusammengesetzt sein wie der jet zur Modesache gewordenen Enqueten über eine bestimmte jetzige. Das Zentrum ersieht aus dieser Aeußerung, daß das Frage. Die bedeutungsvollste der letzten Zeit ist wohl die Mercure de France", dem Organe der französischen der Partei rechnet und sich mit dieser Thatsache abzufinden jungen Schule, im Juni d. J. vorgenommene Umfrage au Staatsoberhaupt mit der Fortdauer der mächtigen Stellung vom Mercure de France", dem Organe der französischen der Partei rechnet und sich mit dieser Thatsache abzufinden mehr als zweihundert hervorragende oder bekannte Franzosen bereit ist. Das schmeichelt dem auch Männerftolzen vor Königs- verschiedenen Alters, verschiedener sozialer Stellung und verthronen" und eine Liebe ist der anderen werth. Rein weifel mehr, das Gros des Zentrums ist schiedener Ansichten. Der Fragebogen lautete: bereit, das Budgetrecht des Reichstages in 10 eitem Maße preiszugeben. Nur Rücksichten auf den linken Flügel der Partei und Furcht vor den Wählern hindern ein zu offenes Bekenntniß.
Wie sehr
Die Miffion Gautsch kann vorläufig als völlig ge scheitert angesehen werden. Dies geht aus der folgenden, überaus refignirten Darstellung des offiziösen Fremdenblattes hervor:
Es stellt feft, daß die Unterhandlungen der Regierung mit den Parteien des Abgeordnetenhauses momentan å t feinem Erfolg führten. Der B sammentritt des Reichsraths sei in diesem Jahre nicht mehr zu erwarten; allein den Besprechungen des Minister. präsidenten mit den Parteivertretern und dem hierbei gepflogenen Gedankenaustausch tomme ein gewisser Werth zu, dessen praktische Erfolge allerdings erst in der Zukunft hervor treten fönnten. Vorläufig ist es nicht gelungen, die Deutschen zur Annahme folcher wesentlichen Modifikationen der Sprachenverordnungen zu bestimmen, für die auch die Czechen zu gewinnen gewesen wären. Seitdem die furchtbare Macht der Obstruktions Tattit offenbar geworden sei, müsse die Regierung mit jeder Partei des Hauses rechnen. Es sei daher begreiflich, wenn sie davor zurückschrecke, das Haus neuen Erschütterungen preis. zugeben und die Bemühungen zur Wiederbelebung des Parlamentarismus vertage, bis eine gewisse Beruhigung der Gemüther möglicherweise allseitig bessere Dispositionen Das Blatt räumt die Schwierig= geschaffen haben wird.
von
teit ein, die für die Deutschen darin bestehe, daß fie nach den leidenschaftlichen Kämpfen der letzten Vers gangenheit einen Frieden schließen sollen, der hinter den nationalen Schlagworten zurückbleibe, aber Staat und Reichsvertretung dürften wohl ein Opfer fordern. Ebenso würden sich die Czechen nicht der Einsicht entziehen können, daß jener Theil der Sprachenverordnungen. an dem der Waffenstilstand vorläufig gescheitert ist, für die prat tische Bethätigung ihrer nationalen Gleichberechtigung minderem Belang ist. Das offiziöfe Organ ist überzeugt, daß die nothwendige Beachtung der Entwickelung der Dinge in Ungarn die divergirenden Parteien Oesterreichs werde zusammenführen müssen. Auch die Schreckenstage in Prag ver tünden eine Lehre. Wurde also auch in der Sprachenfrage tein alle befriedigender Zustand geschaffen, so müsse doch an der Ueberzeugung festgehalten werden, daß dieses Ziel allmälig erreicht werden wird, sobald die gegenwärtige Erregung und Empfindlichteit nachgelassen haben werden.
Die italienische Ministerkrifis scheint ihrer Löfung langfam
außersehen.
entgegenzugehen. Der„ Franff. Btg." wird aus Rom gemeldet: Die Miniſterkrisis ist in eine neue Phafe getreten. Zanardelli tritt in das neue Kabinet ein, ebenso Baccelli, der im letzten Miniſterium Crispi Unterrichtsminister war. Giolitti ist zum Kammerpräsidenten ,, I. Ist eine Befchwichtigung in unseren Gemüthern hinsichts Bei den zerfahrenen Parteiverhältnissen im italienischen Barlalich des Frankfurter Vertrages eingetreten? II. Denkt man mente dürfte es übrigens nicht leicht werden, ein den parlamen weniger an Elsaß- Lothringen , obgleich man im Widerspruche zu tarifchen Stürmen gegenüber bauerhaftes Kabinet zu stande zu dem Rathe Gambetta's noch immer eben so viel davon spricht? bringen. III, Sieht man einen Augenblick voraus, da man den Krieg