Nr. 2. 15. Jahrgang.
J. II F. 1033. 97.
Beilage des Vorwärts" Berliner Volksblatt.
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einhundert
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Dienflag, 4. Januar 1898.
Einen andern Vorschlag macht heut Sir T. Brassey, der Sohn abzulehnen, und zwar mit der Begründung, daß zur Zeit Beglaubigte Abschrift. In der Straffache gegen den Redakteur des bekannten philanthropischen Unternehmers, in den Times". tein Bedürfniß vorliege. Das ist um so bedauerlicher, da die August Jacobey zu Berlin , geboren am 21. März 1854 in Frankfurt a. D., Nach ihm ist es unvermeidlich, daß über kurz oder lang die Unter- Berichte der erzte auch für 1896/97 wieder konstatiren Diffident, wegen Beleidigung, hat die vierte Straffammer des tgl. Land- nehmer in der Maschinenfrage Stecht behalten, und er empfiehlt daher, tönnen, daß bei den Aufgenommenen, wenn sie längere Zeit gerichts I Berlin am 4. Dezember 1897 für Recht erkannt: Der Angeklagte daß hierin die Arbeiter nachgeben, die Unternehmer aber die 51 Stunden- in den Heimstätten bleiben konnten, meist eine merkliche Besse ist der öffentlichen Beleidigung durch die Presse schuldig und wird deshalb woche bewilligen sollen. Trotz der eben erfolgten Abstimmung rung eintrat. Freilich schieden viele schon bald nach unter Belastung mit den Kosten des Verfahrens mit 100 Mark Geldstrafe bestraft, an deren Stelle im Nichtbeitreibungsfalle für je sei vorauszusehen, daß die Arbeiter darauf eingehen würden, denn ihrer Aufnahme wieder au 3. Sie mußten entlassen werden, 5 Mart ein Tag Haft tritt. Femer erhält der preußische Kriegsminister die ohne vorliegendes Angebot für solchen Kompromiß zu stimmen, wäre weil sie zu frant, also für die Genesungsheime ungeeignet waren, Befugniß, die Verurtheilung des Angeklagten auf dessen Kosten innerhalb ihrerseits ein Eingeständniß der Schwäche gewesen. weil die Kaffen nicht länger zahlen konnten, wegen Uebertretung der 4 Wochen nach Zustellung einer Ausfertigung des rechtsträftigen Urtheils durch einmalige Einrückung in den„ Reichs- Anzeiger" und den Vorwärts" öffentlich bekannt zu machen. Endlich sind die Nummern 213 des" Vorwärts" bom 12. September 1897 und die zu ihrer Herstellung bestimmten Platten und Formen unbrauchbar zu machen.
Die Gewerkschaftskonferenz für von der Unternehmer- Versammlung in York gefaßten Aufruf an die die Maschinenbauer.
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1. Den Maschinenbauern zu ihrem glänzend geführten Rampf und zur nahezu einstimmigen Ablehnung der auf die Zerstörung der wichtigsten Prinzipien des Gewerkschaftswesens abzielenden" Bor schläge der Unternehmer zu beglückwünschen.s
Zu dieser einstimmig beschloffenen Resolution ward ein Zufat, ber neben der rein gewerkschaftlichen Aktion Inanspruchnahme der Gesetzgebung und vereinte politische Aktion empfiehlt, mit 99 gegen 42 Stimmen angenommen.
2. Alle Gewerkschaften sollen sich verpflichten, eine Extra fteuer von mindestens 3 Pence die Woche zu gunsten der Maschinenbauer zu erheben.( Der niedrige Satz wurde troy mehrfacher Opposition deshalb belassen, um den ohnehin indirekt durch den Kampf in Anspruch genommenen ärmeren Vereinen der Tagelöhner nicht zu schwere Verpflichtungen anfzuerlegen). Bei einer Million Beitragszahler würde dieser Mindestbetrag wöchentlich 12 500 Pfd. Sterling( 250 000 M.) ergeben. 8. Den Gewerkschaften wurde weiter an's Herz gelegt, den Maschinenbauern durch größere Darleben oder Geschenke einen Garantiefonds zu sichern. Bei dieser Gelegen heit machte A. R. Taylor, progressistisches Grafschaftsraths mitglied in London , die Mittheilung, daß der Verein der Maurer, dessen Mitglied er ist, beschlossen habe, den Maschinenbauern 10 000 Pfund Sterling zinsfrei zu borgen.
Colonell Dyer erließ am Freitag in den Tageszeitungen einen Arbeiter, ihre Thätigkeit auf grund der in der Konferenz am 17. Dezember von den Unternehmern gestellten Vorschläge wieder aufzunehmen. Es ist kaum anzunehmen, daß sich Arbeiter finden werden, die diesem Nufe Folge leisten.
ein geharnischtes Manifest erlassen hat, das die Gewerkschaften aufruft, Gründen, oft gezwungen durch traurige Familienverhält Noch sei erwähnt, daß der Vorstand der Fabier'schen Gesellschaft Hausordnung u. f. w.; oder fie gingen selber aus verschiedenen mit allen Mitteln für ihr volles Mecht der kollektiven Arbeitsverträge nisse, durch Krankheit und Noth der Angehörigen, denen die zu kämpfen, und daß die Erzbischöfe von Canterbury und York an forgende Wutter oder der ernährende Vater entzogen war. Am aus die Priester der Kirche einen Appell haben ergehen lassen, für einen führlichsten äußert sich der ärztliche Bericht der Malchower Anstalt Friedensschluß im Maschinenbau - Gewerbe zu beten. über diesen Punkt. Verschiedene Pfleglinge traten hier vorzeitig aus, weil sie die Arbeit wieder aufnehmen wollten, theils mit Rücksicht auf die Noth der Familie, theils aus Furcht vor Verlust ihrer alten festen Arbeitsstelle." Groß war die Bahl solcher Pfleglinge," sagt der Bericht, welche nach verhältnißmäßig furzem Aufenthalt eine leichte sich bietende Arbeitsstelle freudig annahmen, für die sie sich bei ihrem derzeitigen Zustand gewachsen fühlten, auch wenn sie mit Rücksicht auf die noch wenig vorgeschrittene Genesung gern länger in der Heimstätte geweilt hätten. Denn sie wußten, wie schwer es unter den heutigen Verhältnissen bei dem starken Angebot gesunder Arbeitskräfte hält, eine leichte und doch leidlich bezahlte Arbeit zu finden." Andere mußten vorzeitig aus. scheiden, um zu Hause die Kinder zu beaufsichtigen oder leichte Arbeit zu thun, damit die Frau ungestört für den Unterhalt der Familie arbeiten konnte. Diese vielfachen Abkürzungen der Aufenthaltsdauer beeinträchtigen natürlich die Heilerfolge der Heimstätten. Auch in dem Berichte pro 1896/97 wagen daher die Aerzte wieder nur von erfreulichen Besserungen und nicht von eigentlichen Heilungen zu sprechen.
Aber
Lokales.
und
Der Vertrauensmann.
Potsdamer Play, am
in
fondere Härte wird aber die Handhabung des§ 816 des
London , 1. Januar 1898. Die vom Londoner Gewerkschaftsrath einberufene Konferenz zu gunsten der Maschinenbauer hat heute( 1. Januar) fiattgefunden. 198 Delegirte waren anwesend, und wenn auch bei der Angabe, daß 11/2 Millionen organisirter Arbeiter vertreten waren, Doppelzählungen unterlaufen sein mögen, so war die Zahl der Vertretenen doch nicht viel hinter einer Million zurück, und von den fernAchtung, sechster Wahlkreis! Sonntag den 9. Januar, abends gebliebenen Gewerkschaften haben die meisten, wie zum Beispiel die 6 Uhr, findet eine öffentliche Versammlung für Männer und Frauen Baumwollarbeiter, ihre Uebereinstimmung mit dem Zweck der im Kösliner Hof, Köslinerstr. 8, statt. Zahlreichen Besuch erwartet Konferenz Aufbringung der Mittel, die erforderlich sind, den Maschinenbauern die erfolgreiche Fortsetzung des Kampfes zu fichern in Wort und That bewiesen. Außer den regelmäßig jede Die Blumenhändlerin. In der jeßigen öden Jahreszeit ist Woche zu leistenden Zuschuß zum Streitfonds haben die Baumwoll- sie in unseren steingrauen Straßen das Einzige, was uns daran er spinner ein Darlehn von 10 000 Pfund Sterling angeboten. innert, daß es außerhalb der falten, todten Häuser noch etwas giebt, Die Konferenz wurde mit einer Sigung eröffnet, von der die was man Natur nennt. Sie ist mit ihrem bunten Tragkorb eine Presse ausgeschlossen war. Hier legten Barnes und Sellicks den fleine Dase in der riesigen Steinwüste Berlin . Wenn sie, die den betriebes in elektrischen ist jetzt eine Petition von ganz be Bei der bevorstehenden Umwandlung des Pferdebahnaugenblicklichen Stand der Dinge dar und führten aus, daß, wenn Vorübergehenden die lieblichen Kinder Flora's entgegenhält, auch ihnen die britischen Gewerkschaften eine regelmäßige wöchentliche gerade fein Sphärenwesen nach idealistischem Muster ist, so bleibt sonderem Intereffe, welche der Verband deutscher Lohnfuhr- UnterUnterstüßung von 10000 Pfund lieferten, der Kampf mit Hilfe sie doch eine freundliche Erscheinung in unserem haften nehmer" wegen Abänderung des§ 316 des Reichs- Strafgesetzbuchs der von auswärts und in Form von Darlehen zugehenden Fonds furz vor Schluß des alten Jahres an den Reichstag gerichtet Straßenleben. den Ihre Kleidung kontrastirt zwar start erfolgreich fortgesetzt werden könne. In öffentlicher Sitzung wurden mit ihrem Handelsartikel, wer aber von früh bis spät in Sommer- hat. Es wird in der Petition u. a. folgendes ausgeführt: Das alsdann folgende Beschlüsse gefaßt. biße und Winterſtürmen auf der Straße stehen muß, fann sich nicht Reichsgericht hat bereits durch Urtheil vom 17. September 1885 modisch herauspußen. So werden wir wohl die Blumenfrauen noch die Strafbestimmungen wegen vorfäglicher oder fahrlässiger Bahnlange in jenem praftifchen Kleidungsstücke schen, das ein Mittelding gefährdung auf elektrische Bahnen für anwendbar erklärt, und zwischen Jaquet und Mantel ist und vor so langer Zeit in der feit dieser Zeit sind in zahlreichen Fällen theils Führer elektrisa). Mode war, daß sich selbst die alten Leute nur schwer darauf be- betriebener Straßenbahnen, theils die Kutscher sonstiger Fuhrwerke innen fönnen. Sind unfere Blumenhändlerinnen in ihrer Kleidung wegen vorsäglicher oder fahrlässiger Bahngefabr In rückständig, so haben sie aber in ihrem Handelsartikel die ung zu Gefängnißstrafen verurtheilt worden. Mode mitgemacht, ja, man tann sagen, daß sie selbst früheren Zeiten, als nur einige mit Dampf oder elektrisch betriebene ein wenig Mode gemacht haben. Wenigstens gilt dies Straßenbahnen auf wenig belebten Straßen existirten, kam die Be von jenen Händlerinnen, die deutung dieser Unterstellung der Straßenbahnen unter besagte Geder Leipzigerstraße und auf dem Spittelmarkt ihrem Geschäfte fetesparagraphen nicht zum Bewußtsein der zumeist betheiligten Kreife vorstehen". Neben fertigen Sträußen müssen sie auch lose Blumen der Fuhrwerksbefizer. Nachdem aber im Zeitraum von kaum feilhalten, aus denen sich der Käufer selbst nach Gefallen einen 2 Jahren in ca. 315 Fällen Wagenführer wegen Gefährdung von Strauß aussucht. Und während die Blumenverkäuferinnen der Straßenbahnen allein in Berlin mit Gefängniß bestraft worden anderen Stadtgegenden nur ihre Saisonblumen: Rosen, Veilchen, find, eine Bahl, welche sich ohne Zweifel mit Bermehrung der elektrischen Straßenbahnen und dem stetig sich steigernden VerMaiglöckchen u. s. w. anbieten, findet man in den Tragkörben der fehr der Großstädte rapid erhöhen wird, hat sich mit dieser WahrHändlerinnen am Potsdamer Platz und dem von dort auslaufenden Straßenzuge auch Chrysanthenum, vielerlei Lilien und noch eine nehmung der Fuhrwerksbesitzer geradezu eine Bestürzung bemächtigt, da die sich hieraus ergebenden Folgen für das gesammte ganze Menge modischer Zierblumen. Wenn man die Händlerinnen Fuhrgewerbe unabsehbar find. A13 eine ganz be= mit ihrem Kram stehen steht, möchte man glauben, sie haben's fie brauchen nicht zu schwer, nur auf ihre Abnehmer halb empfunden, weil derselbe keine Geldstrafe zuläßt, sondern warten. man muß einmal ihren GeschäftsGewohnheiten ein wenig nachspüren, weil stets auf Gefängniß strafe erkannt wird. Unter diesen um zu erfahren, daß die Blumenfrauen wirklich nicht auf Rosen gebettet sind. Bu früher Umständen erscheint daher das allgemeine Verlangen nach Abund in den Kolonien wurde einstimmig der Dank der einfinden, um ihren Tagesbedarf einzukaufen. Die Händlerinnen du chaus gerechtfertigt, und deshalb bittet der Verband den Reichstag 4. Den Arbeitern auf dem Festlande, in Amerita Stunde schon müssen sie sich in der Blumenballe in der Linderstraße and ung des§ 316 durch Zulassung der Geldstrafe neben der Geugnißstrafe behufs Milderung der hervorgetretenen Härten als Ronferenz für ihre hochherzige Unterstützung der Maschinenbauer vom Potsdamer Platz müssen noch einen zweiten Markt besuchen. In ausgedrückt und die dringende Bitte an fie gerichtet, den ersten Tagesflunden kommen nämlich Steglitzer Gärtner mit hoch- am Schlusse der Petition, in diesem Sinne eine Abänderung des mit ihren unterstübungen unablässig fortau bepackten Störben nach Berlin . Dußendweise verkaufen sie die Neu- Paragraphen herbeiführen zu wollen. fahren, bis der Kampf zu Ende ist. heiten der Blumenzüchtereien am Potsdamer Bahnhof. Dieser Die Neujahrsnacht ist nicht allzu unruhig verlaufen. Bu Andere Anträge, die sich auf die Verwaltung der Gelder be- wilde Markt muß von den Händlerinnen flets beachtet ernsten Auftritten kam es nur in dem oberen Theile der Friedrichzogen, sind von teinem Belang für weitere Kreise. Versuche, dem Parla- werden, wollen sie nicht unbeachtet abseits stehen und stadt. Wie alljährlich hatten sich große Schaaren von halbwüchsigen mentarischen Gewerkschaftskomitee direkt oder indirekt ein Mißtrauens- abends mit leeren Taschen vollen Körben heimziehen. Burschen unter den Linden eingefunden, die, nachdem das neue Jahr votum ertheilen zu laffen, weil es seine Pflichten mit bezug auf diesen Für sie giebt es feinen Ausweg, wie ihn die anderen angebrochen, die Nebenstraßen dieses Stadttheils durchzogen und Kampf vernachlässigt habe, scheiterten an dem Widerstand der großen Händlerinnen haben, die mit ihren unverkauften Rosen und Veilchen hier die Passanten in unfläthiger Weise belästigten. An der Ecke Mehrheit der Konferenz. Der Gedanke überwog, daß es verfehlt die Lokale durchziehen, in denen sie sich besonders an junge Paare der Jäger- und Friedrichstraße entstand infolge dessen gegen sein würde, bei diesem wichtigen Anlaß fleinere Differenzen aus wenden. Der Herr fühlt sich meist moralisch gezwungen, seine Dame halb 2 Uhr morgens eine Schlägerei zwischen einem Passanten und zufämpfen. Ueberhaupt war der Ton der Konferenz ein ausnehmend nicht straußlos jizen zu lassen, und so werden sie immer noch ihre mehreren Rowdies, die dem ersteren den Hut eingetrieben hatten. rubiger, das deklamatorische Element völlig ausgeschlossen. Man Sträußchen los. It also das Risiko der Neuheiten- Händlerinnen Der Erzeß nahm bald so große Dimensionen an, daß die dafelbft merkte es, daß die Delegirten sich des Ernstes der Sachlage bewußt viel größer, da ihre unverkauften losen Blumen und Büsche keine poflirten Schußleute nicht mehr ausreichten. Erst als eine Abwaren, und wiederholt wurde betont, daß man nicht zum Reden- Abnehmer in ben Lokalen finden, so haben sie doch theilung berittener Schuyleute in die Menge hineinjagte, fonnten die halten, sondern zur Berathung der gebotenen Maßnahmen zusammen- andererseits kaum einen höheren Verdienst. Zwar kaufen Exzedenten auseinandergetrieben und eine Anzahl Radaubrüder gekommen sei. In letzterer Hinsicht gab vielleicht der Schriftsetzer die Damen des Westens, wenn sie von ihrem Rokettier verhaftet werden. 3 weihundertfünfzig polizeiliche Davies am prägnantesten der Stimmung der Konferenz Ausdruck, bummel durch die Leipzigerstraße zurückkehren, ganz gern Sistirungen wurden, wie der Polizeibericht meldet, in der als er bei Begründung der Resolution zum dritten Punkt der Tages. einige Blumen, die sie ihren Männern auf den Tisch Sylvesternacht vorgenommen. Davon entfielen 165 auf die inneren ordnung erklärte:„ Wir können es nicht darauf anstellen, damit sie sehen, daß sie unterwegs auch an sie gedacht haben, Stadtbezirke. 116 Sistirungen fanden wegen Berübung groben Untommen lassen, daß die Maschinenbauer ver doch müffen die Händlerinnen auch bedeutend billiger sein als die fugs statt. In der Wilhelmstraße, in der Kraut- und Münzstraße lieren und der Rechte entfagen, die sie in langen eleganten Blumenhandlungen der Potsdamerstraße. Und sind sie tam es zu Schlägereien, bei denen mehrere Personen durch MesserRämpfen errungen haben. Die Folge würde eine Er wirklich schon bedeutend billiger, so entblöden sich die Damen doch sliche verletzt wurden. Ein Mann wurde festgenommen, weil er das munterung zu Angriffen auf allen Punkten fein." noch nicht, mit ihnen zu handeln. Man muß einmal beobachten, wie Papier einer Anschlagfäule in Brand setzte. Das ist jetzt der Kern des Streites. Es handelt sich nicht mehr Damen mit Brillantringen und anderem Schmuck, in pelzverbrämten Mit der Briefbestellung haperte es in diesem Jahre theilin erster Linie um die Arbeitszeitfrage, obgleich diese nicht fallen Kleidern, Damen, tie ein kleines Vermögen auf ihrem Körper herum weise recht bedenklich. Sehr langsam ging die Post nach den Bor. gelassen wird, sondern vor allem um die Position der Gewerkschaft. tragen, wegen weniger Pfennige feilschen, und man wird verstehen, orten. Briefe und Karten, die am Nachmittage des 31. Dezember Was die Unternehmer in dieser Hinsicht zugeftanden haben, wird als warum die Blumenhändlerinnen auf feinen grünen Zweig kommen. in Berlin in den Kasten gesteckt waren, gelangten z. B. erst am ungenügend betrachtet, die Gewerkschaften halten es für unbedingt ge- Die vier städtischen Heimstätten für Genesende baben im Jahre Vormittage des 2. Januar in die Hände der im Postbezirk Grune boten, daß Abmachungen über Stückarbeit zc. nicht ohne ihre Bu- 1896/97( bezw. 1895/96) zufammen 1957( 2155) Perfonen auf wald wohnenden Adressaten.. ftimmung getroffen werden. genommen, und zwar die Heimstätte für genesende Frauen in Was nun die allgemeine Position anbetrifft, so ist schon bekannt, Blankenburg 503( 605), die für genesende Männer in Heinersdorf Bismarck, die Halbwelt und das deutsche Volk. Das baß die große Schiffsbaufirma Fairfield in Glasgow , bie 459( 599), die für brufttrante Frauen in Blankenfelde 320( 268), die hiesige Rotottenblatt berichtet: Im Wintergarten gab am fich bisher abseits vom Unternehmerbund gehalten hatte, sich für brufttrante Männer in Malchow 675( 683). Der Rück Neujahrstage das falsche Gerücht von einer schweren Erkrankung jetzt dessen Vorgehen angeschlossen und dem vierten Theil gang der Gesammtzahl der Aufnahmen( um 198) ist eine Wirkung des Fürsten Bismarck Anlaß zu einer begeisterten Ovation für den ber Don ihr beschäftigten Mitglieder des Maschinenbauer- bes bedeutenden Rückganges der Aufnahmen in Blankenburg und greisen Paladin des Deutschen Reiches. Zum Schluffe feiner Bundes gekündigt hat. Ebenso eine Reihe von Maschinen- Heinersdorf( um 102 und 140), der nach dem Bericht pro 1896/97 Produktion hatte der Mimiker Amann die Masken dreier Reichstagsfirmen im Distrift von Bolton. Es ist noch fraglich, ob die hauptsächlich daraus zu erklären ist, daß im Berichtsjahre nicht blos Abgeordneten vorgeführt, und zwar der Abgeordneten v. Stumm, Maschinenbauer darauf mit dem freiwilligen Austritt der anderen die Jufluenza sammt den anderen sogenannten Erkältungskrant. Bollmar und Eugen Richter . Jeder schüchterne Verfuch, z 75 pt. antworten werden; sie scheinen den Unternehmern die Ver- heiten, sondern auch der Typhus in Berlin weniger häufig und in flatschen, wurde von dem gewaltigen Publikum des ausverkauften antwortlichkeit für die Stockung völlig überlassen zu wollen. milderer Form aufgetreten ist als im Vorjahre. In Malchow das Hauses sofort mit Bifchen unterdrückt. Darauf trat Amann nochmals Während die Unternehmer und die zu ihnen haltende Breffe gegen hat der Andrang von Genesungsuchenden fast vor und fagte:" Jetzt werde ich eine Maste des berühmtesten von einreißender Neigung zur Unterwerfung in den Reihen der unvermindert fortgedauert( nur 8 weniger aufgenommen), und in lebenden deutschen Staatsmannes vorführen, dessen Befinden trob Arbeiter erzählen, wurden auf der Arbeiterkonferenz Fälle erzählt, Blankenfelde hat er sogar noch bedeutend zugenommen( 52 mehr aller gegentheiligen Nachrichten durchaus zufriedenstellend ist. Fürst daß Unternehmer ihren Entschluß erklärt hätten, dem„ verdammten" aufgenommen). Die wenigsten wurden, wie immer, in den Winter- Bismard hat heute an der Familientafel theilgenommen!" Und Unternehmerbund den Rücken zu fehren. monaten aufgenommen, z. B. im Dezember in allen vier Anstalten nun brach ein Jubel aus, der wohl fünf Minuten lang währte. an die Arbeiter bereit waren, aber sich scheuen, ihren Mitunter- im Juli zusammen 251( 287). Jm Durchschnitt waren pro Tag alverehrten eisernen Kanglers mit donnerndem Applaus zu begrüßen. Thatsache ist, daß viele Unternehmer zu weiteren Ronzeffionen zusammen nur 51( 62), die meisten in den Sommermonaten, a. B. Der Vorhang mußte sich fünfzehn Mal heben und die begeisterten Zuschauer wurden nicht müde, immer wieder das Konterfei des nehmern gegenüber die Rolle der Streitbrecher zu spielen. Giner au verpflegen: in Blankenburg 40( 41), Heinersdorf 30( 37). Es war jedenfalls im fleinen Rahmen ein politisches Glaubens. dieser Versöhnungsluftigen, Sir Christopher Furneß, cin reicher Blankenfelde 44( 36), Malchow 79( 78), aufammen 193( 187). Schiffseigner, kandidirt als liberaler Randidat bei einer nothwendig Natürlich war auch dieser Durchschnitt am niedrigsten im Winter, gewordenen Nachwahl in York gegen den konservativen General 3. B. im Dezember 112( 87), am höchsten im Sommer, z. B. im Lord Charles Beresford, und es wird interessant sein, wie sich die Juli 275( 276). Da im ganzen nur 281 Betten( einArbeiter in Yort zu dieser Kandidatur eines Mannes stellen werden, schließlich Refervebetten) vorhanden sind, so begreift man, warni der Mitglied des Unternehmerbundes ist und als solcher sich an der die Aufnahmesuchenden im Sommer manchmal bis Sperre betheiligt hat. Von einer Seite wurde behauptet, man werde zu einem vollen Vierteljahr auf die Aufnahme gewertschaftlicherfeits entschieden gegen ihn eintreten. Da tein warten müffen. 1896/97 blieb die durchschnittliche Belegungs. feiner Wortführerin ernannt worden ist. Arbeiterkandidat im Felde, würde das Stimmen für Lord Beresford ziffer besonders in Blankenfelde im Juli um 0, im Juni Ein Ehrenwort. Eine nette Festbescheerung ist den Seßern heißen, dessen Partei im Norden die Unternehmer der schärferen und August um 1, in Malchow im Juni, Juli, August der Berliner Gerichts 3eitung" zu theil geworden. In Tonart unterstützt. um 1, im Mai und September um 2 hinter der Höchstzahl einer uns von autorisirter Seite zugegangenen Mittheilung werden Sir Chr. Furneß hat sich dafür erklärt, die Streitfrage einem der Betten zurück; und im Vorjahre lagen die Verhältnisse die Lohn- und Arbeitsverhältnisse" an diesem Blatte wie folgt dara unparteiischen Sachverständigen zu unterbreiten, und inzwischen nach ganz ähnlich. Demgegenüber erscheint es völlig unverständlich, wie gestellt: Am Sonnabend, den 18. Dezember erhielten die Seger eine dem Vorschlag der Shipping World", einem unparteiisch gehaltenen der Magistrat kürzlich dazu gelangen konnte, die von der Stadt- Abschlagszahlung von je 15 Mark. Man wollte imter diesen Ums Gewerbeblatt, die Arbeiter unter Zusicherung gegenseitigen Ent- verordneten- Versammlung auf Antrag Borgmann u. Gen. im No- ftänden anfangs nicht mehr das Risiko für Herstellung der Sonntagsgegenkommens in Stücklohn- und Maschinenfrage wieder aufzu- vember geforderte Einrichtung noch zweier städtisch er nummer übernehmen; jedoch ließen die in betracht kommenden Setzer nehmen. Riefelgüter zur Aufnahme von Lungentranten sich durch die Versprechungen des Buchdruckereibesitzers Cynamon
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betenntniß des deutschen Volkes.
Der Wintergarten hat bekanntlich eine Art Berühmtheit dadurch erlangt, daß er zu einem nicht unbeträchtlichen Theil von der höheren Halbwelt gefüllt wird. Daß diese sehr viel auf Patriotismus hält, ist ja bekannt. Das deutsche Volk dürfte jedoch faum damit einverstanden sein, daß die genannte Damensorte zu
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