Nr. 17. 15. Jahrgang.
Versammlungen.
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Freitag, 21. Januar 1898.
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gehabt. Der Fachverein sei eben zu einem Tummelplay geringen Theilnahme nur drei Versammlungen stattfinden konnten. anarchistischer Elemente geworden, die die Gewerkschaft zum Versuchs- An Einnahmen waren vorhanden 18,10 M., Ausgaben 13,25 M., Ahlwardt sprach am Mittwoch vor einem kleinen Häuflein von objekt ihrer politischen Ideen machen und unter allen Umständen mithin Ueberschuß 4,85. Die Neuwahl der Vertrauensperson Antisemiten, die sich im Martens'schen Saale eingefunden hatten, streiten wollten, da fie den Streit für ein Mittel hielten, die Köpfe fällt auf Frl. Vogel, Christstr. 2. Unter Verschiedenem bittet über die bevorstehenden Reichstagswahlen. In einer ebenso langen zu revolutioniren. Es läge teine Ursache vor, heute noch über den Sieger ist, sich an der am 6. Februar zu gunsten der englischen wie langweiligen Rede führte er feinen Zuhörern die bekannten Streit von 1896 zu sprechen, wenn nicht von jener Seite nach Be- Maschinenbauer stattfindenden Festlichkeit lebhaft zu betheiligen, auch antisemitischen Forderungen vor, empfahl sich und die antisemitische endigung des Streits die Personen, die für Herbeischaffung der wenn der Kampf bis dahin beendet sein sollte. Scharrnberg richtet Partei als die einzig wahren Vertreter der Interessen der kleinen Streikgelder gesorgt haben, mit Schmutz beworfen worden an die Frauen die Aufforderung, die Gleichheit" zu abonniren, um selbständigen Existenzen, die er gleichzeitig vor dem Zukunftsstaat wären, fich nicht jetzt der eingegangenen so auf die Männer einzuwirken, daß diese den Vorwärts" lesen. der Sozialdemokraten, der einem großen Zuchthause gleiche, grufeln Verpflichtungen treulos entziehen wolle. Noch niemals Fr. Wengels theilte mit, daß am 26. d. M. Frau Bettin über machte. Der Rektor aller Deutschen sprach unter anderm auch die sei es in der deutschen Arbeiter Bewegung vorgekommen, die Flottenvorlage sprechen wird. Mit einem brausenden Hoch auf unglaublich alberne Behauptung aus: die Sozialdemokratie bekämpfe daß eine Gewerkschaft beschlossen habe: wir bezahlen unsere Schulden den im hiesigen Amtsgerichtsgefängniß befindlichen Liebknecht, das Kapital. Nachdem er noch mancherlei ähnlichen Unsinn zu nicht. Das sei ein unerhörter Treubruch, der die Musikinstrumenten- als den treuesten Vorfämpfer der proletarischen Frauenbewegung, tage gefördert hatte, ging zur Erheiterung feiner Bu Arbeiter in Mißtredit bei der gesammten Arbeiterschaft bringen und die internationale Sozialdemokratie wurde die Versammlung bö.er auf sein eigentlichstes Gebiet: die Judenhetze über. Zum müsse. An die Mitglieder sei jetzt die Frage zu richten, ob sie ebenso gefchloffen. Schluß forderte Ahlwardt seine Anbänger auf, in den Wahlkampf denken, wie die leitenden Personen des Fachvereins. Jedenfalls Die neuen Mittel zur Bekämpfung der Unfittlichkeit und einzutreten, damit eine möglichst große Zahl von Antisemiten in den sollten diejenigen, welche das bezeichnete Verhalten nicht billigen und der Protest der Frauen Rigdorfs, lautete das Thema einer sehr Reichstag kommt. In Friedeberg Arnswalde hält er auch ohne be- es ehrlich mit der Arbeiterbewegung meinen, dem Holzarbeiter stark besuchten Volksversammlung, die, einberufen von den Frauen, fondere Anstrengung seine Wahl für gesichert, ebenso hat er große Verband beitreten und den Fachverein den Anarchisten überlassen.- am Mittwoch in Rigdorf bei Gröpler tagte. Das Referat hatte der Hoffnung auf die Eroberung des Wahlkreises Hagen - Schwelm , Jn Schon der Referent wurde häufig durch lärmende Zwischenrufe von Reichstags- Abgeordnete Genosse Haase Königsberg übernommen, Berlin sind ihm freilich die Trauben zu fauer, deshalb hält er es Fachvereinsmitgliedern unterbrochen, ein Tumult erhob sich dann, der in seinem 1/ 2stündigen Vortrage die Ursachen der Prostitution, für nuylos, hier den Kampf Kampf aufzunehmen; jedoch er als ein Antrag verlesen wurde, der eine bedingte Beschränkung der die erbärmliche wirthschaftliche Lage des arbeitenden Voltes be= sucht er seine Freunde, falls von einer anderen antisemiti- Redezeit für die Diskussionsredner verlangte. Der Antrag wurde leuchtete und sodann in eingehender Weise unsere Stellung schen Richtung ein Kandidat aufgestellt werden sollte, für deus abgelehnt. Darauf nahm Vogt das Wort. Er vertheidigte zu der lex Heinze kennzeichnete, durch die die bürgerlichen selben zu stimmen. Hierauf ließ der Gastwirth Bodeck, in längeren Ausführungen den Beschluß der Versammlung Parteien Moral und Sitte heben und die Prostitution, die Bestbeule einen längeren Redeschwall los. Er empfahl die Aufstellung von vom 27. Dezember und meinte, die Klavierarbeiter hätten an der kapitalistischen Gesellschaft, angeblich beseitigen wollen. Nicht möglichst vielen Zähikandidaten und sprach von der Bildung eines nicht daran gedacht, sich ihren Verpflichtungen zu entziehen, durch Sittenpolizei" und den sonstigen bekannten gegenwärtigen großen breiten Stahmens, in dem alle antisemitischen Gruppen sich wenn nicht der Holzarbeiter- Verband sich bereit erklärt hätte, für Maßnahmen werde man im stande sein, die Sittlichkeit zu heben, vereinigen und gemeinsam fämpfen können. Eine Million anti- den Fall des Uebertritts der Klavierarbeiter die Schuld zu löschen. sondern nur durch bessere soziale Verhältnisse der arbeitenden Klaffe, femitischer Stimmen würden wohl bei der nächsten Da auch Nichtorganisirte am Streit betheiligt waren, so könne man wozu vor allem ein freies Vereins- und Versammlungsrecht und das Reichstagswahl abgegeben werden. Herr Bodeck forderte dann zum doch das Geld nicht allein vom Fachverein verlangen. Der Redner Wahlrecht zu den gefeßgebenden Körperschaften, die Wählbarkeit der Abonnement auf ein von Aylwardt herausgegebenes Wochenblatt wandte sich weiter gegen Form und Taktik der heutigen Ge- Frauen und überhaupt die rechtliche Gleichstellung der Frauen mit Das deutsche Schwert" auf, dessen Ertrag dazu bestimmt ist, der werkschaften. In ähnlicher Weise ließen sich die folgenden den Männern in allen Dingen nothwendig ist. Mit der Aufforderung Ebbe in der antisemitischen Parteitasse abzuhelfen, und welches Redner Bloffis, Seibt und Böttcher aus. Auch sie hielten an die Versammelten, in diefem Sinne zu wirken, bis die sozialistische nur den reinen unverfälschten Antisemitismus vertreten soll. Um es für durchaus gerechtfertigt, daß der Fachverein die Schulden nicht Gesellschaftsordnung herbeigeführt ist, in der überhaupt erft wirkliche auch bei dieser Gelegenheit feiner Privatkasse einen Nutzen zuwenden bezahle. Bezeichnend für die Gesinnung einiger war es, daß Herr fittliche Zustände möglich sein werden, schloß der Redner zu können, lud Herr Bodeck die Anwesenden zu einem gemüthlichen Seibt bemerkte, es entspreche nicht der sozialistischen Weltauffassung, feine, mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen. An der Beifammensein in sein nahe gelegenes Deutsches Wirthshaus" ein. wenn gleich einem Bucherer verlangt würde, das geliehene Geld Distuffion betheiligten sich Frau Jeeße, die zum Anschluß an den Damit nun dies gemüthliche antisemitische Beisammenfein nicht zu wiederzuverlangen. Das Geld gehört allen Arbeitern gemeinschaft Frauen und Mädchen- Bildungsverein, sum Besuch der Versamm fura bemeffen werde, wurde die Zeit gar nicht erst mit einer Dis- lich. Diese Phrase aus dem Munde eines anarchistischen Frrlichtes lungen, zum Lesen der Arbeiterpreffe und zur regen Agitation für tuffion über die Ahlwardt 'schen Weisheiten vertrödelt, sondern die fand zur Ehre der Versammlung sei es gesagt feinen Antlang. die Bestrebungen der Sozialdemokratie aufforderte und die Genossen Versammlung von Herrn Bodeck sogleich geschlossen. Man sieht, Nachdem Brinkmann den Standpunkt des Referenten vertreten Ostermann und D. Klein im Sinne des Referats. Die bereits auch der Urtentone Bodeck versteht sich aufs Geschäft. hatte, sollte hierauf ein Vertreter des Holzarbeiter- Verbandes der in Berlin in den sozialdemokratischen Frauen- Protestversammlungen In der Versammlung für den Often des 4. Reichstage. jenigen Organisation, die gleichfalls 6000 Mart bei angenommene Resolution gelangte auch hier einstimmig zur AnWahlkreises referirte Genoffe Wagner über:" Industrie und der Schuldentilgung intereffirt ist zu Worte kommen sollte, erhob nabme. Mit einem brausenden Hoch auf die Sozialdemokratie erMarine". Der Redner besprach zuerst den industriellen Aufschwung sich ein ungeheurer Tumult. Die anarchistische Rolonne stürmte mit folgte sodann der Schluß der Versammlung. von 1872 bis 1895, der erfolgt ist ohne den Schutz" einer starken ihren Anhängern Blossis, Seibt, Dreyer u. a. nach dem Podium Rigdorf. Der Sozialdemokratische Verein Vor Marine; dann fritisirte er unter lebhafter Zustimmung die neuesten und brüllten, daß sie den Redner nicht zu Wort kommen lassen. wärts" bielt am 11. Januar seine Generalversammlung ab. Der uferlosen Flottenpläne. Die Versammlung stimmte dem streng ver- Unter diesen Umständen schloß der Vorsitzende die Versammlung Vorsitzende theilte mit, daß das Mitglied Pangas gestorben sei werfenden Urtheile des Referenten zu und nahm von jeder Debatte Bemerkt sei, daß diese Störung nur von fünf bis sechs Leuten mit und ehrte die Versammlung den letzteren durch Erheben von den Pläzen. Abstand. Hierauf wurde einstimmig beschlossen, künftig die Ver- Aufwendung der ganzen Lungenkraft hervorgerufen wurde, dadurch Darauf hielt Genosse Lamé: Tempelhof einen Vortrag über„ Die fammlungen pünktlich 1/29 Uhr zu eröffnen; damit soll ein aber die Versammlung selbst in große Erregung gerieth. Sozialdemokratie und ihre Bestrebungen." In der Diskussion ergänzten früherer Schluß und auf diese Weise ein besserer Besuch erreicht In der Generalversammlung des Vereins der Plätterinnen einige Genossen den Vortrag. Sodann gab der Kassirer Krüger werden. Uebrigens war die Versammlung gut besucht, im Hinblick vom 11. d. M. wird der Bericht des Vorstandes und der Kassen- den Jahresbericht und der Vorsitzende Klein den Vorstandsbericht für auf die Reichstagswahlen wurde indeß als Pflicht jedes Mitgliedes bericht gegeben. Die Kassirerin wird auf Antrag der Revisoren das letzte Vierteljahr. Nach dem Raffenbericht war im letzten Jahr eine erklärt, nicht nur selbst zu erscheinen, sondern auch Gäste mit- entlastet. In den neuen Vorstand werden gewählt: Als Vorsigende Einnahme von 814,65 M., eine Ausgabe von 127,50 M.. sodaß ein zubringen. Herr Parth und Frau Scherfte, als Staffirerinnen Frau Bestand von 187,15 M. bleibt. Nach dem Bericht des Bibliothekars In einer sehr stark besuchten Versammlung des Wahl- Schulz und Fräulein East n er, als Schriftführerinnen Fräulein Wurbs war die Entnahme von Büchern eine schwache. Zur Agis tation wurden 150 M. bewilligt. In der Beschwerdefache Jentsch vereins für den vierten Wahlkreis Südost, die am Dienstag Schwarz und Frau Dams ch. Abgeordnete 3ubeil. Der Redner, der in seinem, mit lebhaftem Iung der Frau im Polizeistaat- lautete das Thema, An stelle Jentsch wurde Besser als Beisiger gewählt. Angelegenheit von Klein erledigt und gegen denselben nichts vorliegt. Beifall aufgenommenen Vortrage die Bewegung der sozialdemo- über welches Rechtsanwalt Heine in einer am Mittwoch im fratischen Partei von ihren Anfängen an bis zur Gegenwart Lokale Bismarckshöhe" stattgehabten Voltsversammlung sprach. Hamburg .). Filiale Berlin 6. Allgemeine Kranken- und Sterbekasse der Metallarbeiter( E. H. 29, Mitglieder- Versammlung Sonnabend, den schilderte und ein interessantes Bild gab von all den bis- welche sich eines ungemein starken Besuches zu erfreuen hatte. 22. Januar, abends 8½ uur, bei Dieke, Ackerstraße 123. Tagesordnung: Kaffenherigen Kämpfen, die die politische und gewerkschaftliche Be- Namentlich waren Frauen und Mädchen aller Bevölkerungsbericht, Jahresbericht, Bericht der Fünferkommission. wegung fiegreich, siegreich, trob aller Verfolgungen, durchzumachen schichten zahlreich vertreten. Bentral- Kranken- und Sterbekaffe der deutschen Wagenbauer. In lebendiger Sprache schildert( Filiale Moabit .) Sonntag, den 23. Januar, vormittags 10 Uhr, Bersammlung hatte, forderte zum Schluß seiner Ausführungen, mit dem Hin der Redner zunächst, wie Gesetzgebung, Lebensgang und Lebens- bet C. Drendel, Jagowitraße 16. weis auf die gegenwärtigen Pläne der Reaktion, zum festen Bu anschauung des Bureaukraten dazu führen müffen, daß solche Vor- Freie Vereinigung der Händler und Händlerinnen. Heute Abend sammenschluß in den Gewerkschaften sowohl, als auch in den kommnisse gezeitigt werden, wie der Fall Köppen. In dieser Be- 8 Uhr bei Scheere( früher Wiedemann), Blumenstraße 38, Generalversammlung. politischen Organisationen auf. Des weiteren plädirte der Redner ziehung stände nicht nur die Frau, sondern das ganze Bolt rechtlos Berliner Arbeitervertreter Verein tagt jeden Dienstag nach dem erften für eine rege Betheiligung der Wahlvereins- Mitglieder an der da. Was den Fall Köppen so charakteristisch erscheinen läßt, das Monat bet Buste, Grenadierfir. 33, abends 8% Uhr. unentgeltlicher Rath Agitation in der Provinz, insbesondere zu den bevorstehenden sei die allzugroße Bereitwilligkeit der Polizei, dem ersten besten Reichstagswahlen. In diesem Sinne äußerte sich auch der Genosse Denunzianten zu glauben. Es kommt das daher, daß die Polizei Scholz, der bei dieser Gelegenheit konstatiren konnte, daß der noch viel mehr wie Staatsanwalt und Gerichte mit unlauteren durch den Köllerkoup aufgelöste Wahlverein nicht nur bereits wieder Glementen zu thun hat. Was nun die Kontrolle der Prostitution ersetzt ist, sondern daß der neue Wahlverein sogar fräftiger anbetrifft, so ist Redner nicht der Meinung, die vielfach vertreten und eine größere Anzahl von Mitgliedern zu verzeichnen hat, als wird, daß die ärztliche Kontrolle abgeschafft wird; allerdings sollte die von der Reattion vernichtete" Organisation. Nachdem noch nicht nur das Weib derselben unterworfen sein. Dagegen müsse einem Borschlag, in nächster Bett in corpore das Asyl für Obdach die erfte körperliche Durchsuchung von denselben Rautelen ablose in der Wiesenstraße zu besuchen, zugestimmt worden war, er hängig gemacht werden, wie eine andere ärztliche Untersuchung: folgte der Schluß der Versammlung. vor einem Gerichtsbeschluß. Auch müsse die Untersuchung der Frau Warum weigern sich die Musikinstrumenten- Arbeiter, ihre durch einen weiblichen Arzt gefcheben. Wenn nun aber die bürger. beim letzten Streif eingegangenen Verpflichtungen zu erfüllen? liche Frauenbewegung für die Forderung nach Gleichstellung der lantete das Thema einer vom Vertrauensmann der Holzarbeiter am Geschlechter keinen anderen Grund anführen kann, als den Fall Dienstag einberufenen, von etwa 700 Personen besuchten öffentlichen Köppen, so wäre mit einer folchen„ Reform" noch gar Im Süd- Westen: Nur für Unfallversicherung: G. Hänet, Golmsstr. 44. Bersammlung der Musikinstrumenten- Arbeiter. Der Referent No b. nichts erreicht, so lange nicht an die Stelle des Polizei Im Nord- Westen: Nur für Unfallversicherung: J. Krause, Wilsnackers Schmidt bemerkte zunächst, er hätte das Referat über diese An- staates der Voltsstaat träte. Der Reduer faßt seine Forderungen straße 19. R. Stephan, Lessingstr. 34. Im Zentrum: Nur für Unfallversicherung: G. 2öffler, Klosterfir. 91 gelegenheit nicht übernommen, wenn er bei derselben nicht folgendermaßen zusammen: Umkehr des fittlichen Empfindens Bet sämmtlichen vorgenannten Personen, bei denen hier teine Sprechzeit an insofern persönlich engagirt wäre, als er in Verbindung in der Nation. Aufgeben der Herrenmoral. Gesteigerte Verachtung gegeben, ist dieselbe Wochentags von 7-9 Uhr. mit Zubeit auf Ersuchen seiner Kollegen die Anleihe von 10 000 W. des Denunziantenthums. Das staatsbürgerliche Empfinden muß sich eingelaufene Druckschriften. vermittelt habe, in der Voraussetzung, die Klavierarbeiter heben, das Unterthanenthum" muß abgestreift werden. Der Beamte würden es für ihre Ehrenfache halten, die Schulden auch zu be- muß sich als Glied des Volkes fühlen lernen. Auf dem Gebiete zahlen. Das sei nun allerdings nicht der Fall, denn am 27. Dezbr. der Gesetzgebung müssen die alten Forderungen des Liberalismus vorigen Jahres habe eine vom Vertrauensmann der Musik- zur Durchführung gelangen, die dieser allerdings längst preisgegeben instrumenten- Arbeiter einberufene Bersammlung beschlossen, die be- hat. Der Sozialdemokratie sei es vorbehalten, für die Verwirk treffenden Schulden nicht zu bezahlen, und der Fachverein sei später lichung derselben zu kämpfen. Zum Schluß wendet sich der Redner biesem Beschlusse beigetreten. Der Redner erinnerte dann daran, an die Frauen, als die Erzieherinnen der kommenden Generation, daß er 1893 den Versuch gemacht habe, den Fachverein zu einer An- daß Diese es als ihre Lebensaufgabe betrachten müssen, gliederung an den Holzarbeiter Verband zu bewegen, weil er die der Jugend bas neue Kultur Evangelium einzuprägen, Entwickelung von der lokalen aur zentralen Organisation für eine freie, vom wahren Voltsgeiste durchdrungene Generation nothwendig im Interesse der Gewerkschaft halte. Der Anschluß an den zu erziehen. Aufklärung, Kampf gegen den Ünverstand, das Zentralverband sei auch beschlossen worden, dann hätten aber eine muß auch die Losung der Frauen sein. Da Gegner sich nicht Anzahl Mitglieder den Fachverein wieder ins Leben gerufen, der zum Wort meldeten, so wurde von der Diskussion Abstand ge in der Lohnbewegung von 1895 ein legtes Aufflackern gezeigt habe. nommen. Es gelangte die auch in den Berliner Protestversammlungen Von der Gleichheit, Seitschrift für die Intereffen der Arbeiterinnen( Stuttgart , Wenn auch diese Bewegung noch einen günstigen Verlauf genommen aufgestellte Resolution zur einstimmigen Annahme, ebenso folgender habe, so sei schon der Beschluß: am 1. Mai 1896 an stelle der 91/ 2- Antrag: Die Versammlung beschließt, ein Flugblatt herauszugeben au stündigen die achtstündige Arbeitszeit zu fordern, eine Thorheit gewesen. die Frauen und Mädchen, in welchem diese aufgefordert werden, Ebenso verfehlt sei es gewesen, den Streik der Klaviaturarbeiter Slagen über alle dem weiblichen Geschlecht zugefügten schamlosen zu einer ganz ungünstigen Zeit zu beginnen, so daß sämmtliche Beleidigungen der Vertrauensperson zu übermitteln, welche dieselben Mitleidenschaft gezogen in zu diesem Zweck einberufenen Versammlungen zu veröffentlichen Klavierarbeiter durch denselben in wurden. Diefer Streit sei sehr schlecht geleitet worden, die hat." Die Berichterstattung der Vertrauensperson, Frau Führer hätten das Gefühl der Verantwortlichkeit nicht Schröder, ergiebt, daß im verflossenen Jahr wegen der Am 1. Februar erscheint bei J. Günther, Verlag, Dresden :
bei Graumann, Naunynstraße, tagte, referirte der Reichstags- Charlottenburg. Die schit th- und rechtlose Stel- gegen Klein konnte seitens des Vorstandes mitgetheilt werden, daß die
Todes- Anzeige.
Nach langem schwerem Leiden ver: fchied am Dienstag unser langjähriger Kollege, der Klempner
Karl Schwabe
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im Alter von 53 Jahren. Ehre seinem Andenken! Die Beerdigung findet am Freitag, den 21. d. W., nachu. 4 Uhr, vom Trauerhause, Solmsstr. 22 aus, ftatt. Die Kollegen u. Mitarbeiter b. Werkstatt v. Ferd. Thielemann, fönigl. Hof- Klempnermeister. Säle
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Den Märzgefallenen von 1848.
Von Andreas Schen.
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Von der Geschichte der Deutschen Sozialdemokratie von Franz Mehring ( Stuttgart , Die B' Berlag) sind Heft 27 und 28 erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Rap IX. 2. Der Eisenacher Kongreß. 8. Die erften Frattionskämpfe. Kap. X. Die Reichsgründung und die Sozialdemokratie. 1. Seban, Lögen, Versailles . 2. Bismard's Erleuchtung. Rap. XI. Die Hochfluth der Milliarden. 1. Gründungsschwindel und Kulturkampf. 2. Agrar und Kathederfozialismus. Kap. XII. Zaffalleaner und Eisenacher. 1. Das Proletariat im milliardenregen.
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Bon der enen Zeit"( Stuttgart , J... Dies' Berlag) tft foeben bas 17. Heft des 16. Jahrgangs erschienen. Aus dem Inhalt heben wir hervor: Riaotschau. Der Kampf der Nationalitäten und das Staatsrecht in Defters retch. Bon Karl Kautsty Pädagogische Reformliteratur. Von Guft. Schönfeld. Der Zusammenbruch der Nieuwenhuis'schen Partei. Von W. H. Bliegen. Die Lage der Arbeiter im Malergewerbe Notizen: Die Seeftfchzuchts Anlage zu Floedewig in Norwegen . Feuilleton: Schön- Anna. Bon Gustav Lichtenstein.
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Die Verlag) ift uns foeben die Nr. 2 des 8. Jahrgangs zugegangen. Aus dem Inhalt dieser Nummer heben wir hervor: Nicht Hausstlavin, nicht Mannweib, weiblicher Bolmensch. Die Bohn- und Arbeitsbedingungen der Kaffee- Berleserinnen. Von Lisa Ziez- Hamburg. Aus der Bewegung. Die erfte Konferenz der sozialdemokratischen czecho- slavischen Frauen. Feuilleton: Was die Revolution für die Frauen that? Von E. Bellamy, ( Fortjehung.) Notizentheil von Lily Braun und Klara Zetkin : Weibliche Fabritinspettoren. Frauenarbeit auf dem Gebiete Soziale Gefeßgebung. Der Industrie, des Handels und des Verkehrswesens. Sittlichkeitsfrage. Frauenstimmrecht. Sozialistische Frauenbewegung im Auslande. Frauens bewegung
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