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man 11.

Westfälen, Beuthstraße, über Der Achtuhrschluß und unsere Stellung zur Sozialreform". Bei der großen Wichtigkeit dieses Themas ist es Pflicht der Kollegen, zahlreich zu erscheinen. Der Vertrauens Achtung, Korbmacher! Wie bereits an dieser Stelle mit getheilt, sind bei der am Sonnabend in Spandau stattgehabten Submission für die Anfertigung von Kugelförben von einer hiesigen Firma derart niedrige Angebote gemacht worden, daß diese Firma, falls sie den Zuschlag erhält, den unerhörtesten Bohn drud anwenden muß, um bestehen zu können. Dagegen gilt es schon jetzt Stellung zu nehmen; es ist daher Pflicht eines jeden Kollegen, in der heute Abend Naunynstr. 27 stattfindenden Versamm lung zu erscheinen. Die Kommission. Deutsches Reich .

In der Bilderrahmenfabrik von May Dähne in Lindenau bei Leipzig haben ungefähr 30 Arbeiter wegen Maßregelung zweier Kollegen die Arbeit niedergelegt. Zuzug ist zu vermeiden. In der Gummiwaarenfabrik von Flügel u. Polter in Zeipzig find infolge ausgebrochener Differenzen sämmtliche Drechsler und Schleifer entlassen worden.

Zwecks Stellungnahme zu dem geplanten Angriff auf das Koalitionsrecht der Arbeiter, der aus dem Geheimerlaß des Grafen Posadowsky herausleuchtet, hat die Kommission des Ham­burger Gewerkschaftskartells zum Sonntag, 30. Januar, mehrere große Versammlungen einberufen.

Wegen Maßregelung einiger Arbeiter sind in der Strick maschinenfabrik von G. L. Demler in Leipzig - Plagwis Differenzen ausgebrochen. Wie mitgetheilt wird, beabsichtigt man die Arbeiten in Berlin anfertigen zu lassen. Ausland.

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Arbeiter protestiren namentlich gegen die in die Arbeitsordnungen Der Brüsseler Buchdruckerstreik umfaßt 700 Personen. Die aufgenommenen Strafbestimmungen. Sie fordern außerdem die Einsehung von Arbeiterausschüssen. Die Unterhandlungen werden fortgefekt.

schwerde am 19. Februar beziehentlich 20. März 1897 nach bandlung gegen den Hilfs. Gefangenenauffeber Petersohn aus gekommen, und hat dem 2. eine Entschädigung von 104,08 W. be- Wriezen , welcher beschuldigt war, die Entweichung eines Gefangenen, rechnet und angewiesen. Der unzufriedene 2. legte wiederum dessen Aufsicht ihm anvertraut war, durch Fahrlässigkeit erleichtert Berufung ein und erhielt vor kurzem das Urtheil vom 9. Ottober und befördert zu haben. Unter seiner Aufsicht hatten eines Tages 1897, wonach das Schiedsgericht eine höhere Reute festgefeßt hat. vier Gefangene in einer Scheune Korn zu dreschen. Die Scheune Hoffentlich kommt diese nun bald. Bekanntlich schreiben wir hatte nur einen Ausgang nach der Straße. Wollte nun einer der fest 1898. Gefangenen austreten, so schickte er ihn nach dem Abort eines benach Pretuktionsstatistik. Die Biegelei Berufsgenossenschaft hat barten Zimmerplates, welcher von der Scheune aus nicht beobachtet zum ersten Male den Versuch gemacht, die Produktion an werden konnte. Einer der austretenden Gefangenen benutzte nun Biegelsteinen, Dachziegeln u. f. w. im Deutschen diese Gelegenheit, in seine Gefängnißzelle zurückzugehen, in aller Eile ei che feitzustellen. Aus den Jahresnachweisungen der Mitglieder feine bürgerliche Kleidung, die man ihm dort belaffen hatte, anzu­ist eine Zusammenstellung gemacht worden, welche ergiebt, daß im legen und den Anstaltsanzug darüber zu ziehen. So ausstaffirt lehrte Jahre 1896 in Deutschland fabrizirt wurden: Gewöhnliche Ziegel- er zur Arbeit zurück. Dies war am Vormittage. Nachmittags trat und Verblendsteine 10 336 768 600 Stück, Dachsteine er wieder aus, begab sich an den unbeobachteten stillen Ort, legte 442 265 800 Stück, Drainröhren 138 234 100 Stück, Torfftücke feine Gefängnißkleidung ab und suchte in bürgerlicher Kleidung un­Thonröhren 13 967 100 Std. 1 225 436 400 Stück, feuerfeste Produkte 176 531 500 Stück, glafirte gehindert das Weite. Er soll heute noch wiederkommen. Vor Ge­richt bestritt der Aufseher, daß ihn eine Schuld an dem Entweichen

steine

Auf unbedingte Zuverlässigkeit kann diese Uebersicht aller- des Gefangenen treffe. Er machte geltend, daß er die Leute doch dings keinen Anspruch machen, da 12 pet. sämmtlicher Mitglieder austreten lassen müsse, und auf die Straße sei nicht angängig ge­der Berufsgenossenschaft überhaupt keine Angaben über die Höhe wesen; ebensowenig aber auch, daß, wenn ein Gefangener austrete, ihrer Produktion gemacht haben, augenscheinlich um einer Kontrolle die ganze Kolonne mitgehe, denn dann würde aus der Arbeit nicht der Löhne 2c. zu entgehen. Hier mußte die Feststellung schäßungs- viel werden. Der Staatsanwalt berief sich jedoch auf die im weise vorgenommen werden.

Gerichts- Beifung.

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Gerichtsgefängnisse zu Prenzlau bestehende Juftruktion, nach welcher während der Arbeitszeit niemand austreten dürfe. Nur wenn ein Gefangener mit allem Nachdruck darauf bestehe und gar nicht von einem Verlangen abzubringen sei, dürfe ihm das Austreten ge= stattet werden. Der Gefangene werde aber hinterher disziplinarisch an Kolik oder dergleichen leide. Auf alle Fälle aber müsse der Ge bestraft. Ausnahmen würden nur gemacht, wenn ein Gefangener fangene unter Aussicht bleiben. Der Angeklagte hätte nicht auf die Ehrlichkeit des Gefangenen, daß derselbe wiederkommen werde, nügenden Instruktion gefehlt habe und sprach ihn demzufolge frei. bauen dürfen. Der Gerichtshof zog in Erwägung, daß es für der= artige Fälle, wie der vorliegende, dem Angeklagten an einer ge­

storben.

endete mit der

0

Die

Köln a. Rh. wird berichtet: Was einem anständigen Mädchen in Köln paffirte. Aus Ein Vorgang, der seiner Zeit allgemeines Aufsehen erregte, gelangt heute Dienstag vor der ersten Strafkammer des tgl. Landgerichts zur Verhandlung. Am 2. Juli 1897, abends 8 Uhr, fand in den Hauptstraßen Kölns statt. Ein Kriminalschußmann, Die Verhaftung machte deshalb so großes Aussehen, weil die junge Siefer, transportirte eine junge Dame nach dem Polizeipräsidium Dame, deren Aeußeres nicht auf eine Dirne schließen ließ, sich heftig fträubte und schrie, so daß sie nur mit Hilfe zweier anderer Einen Selbstmordverfuch im Sigungssaale der ersten Straf­Schuyleute gewaltsam transportirt werden konnte. Kiefer, dem kammer am Landgericht II unternahm gestern Mittag der Schuh­Bom englischen Maschinenbanerkampf ist mitzutheilen, daß der Patrouillendienst über die hiesigen Prostituirten oblag, hielt mann Rarl Thelen aus Charlottenburg , der wegen Sittlid)- noch in diesen Tagen eine ganze Reihe Firmen in Lancashire die junge Dame für eine Prostituirte, da sie zufällig ein Stück feits- Verbrechens an Kindern unter 14 Jahren angeklagt war. Kündigungen erlaffen haben. Dem Unternehmer- Verband find bis Weges neben einer Prostituirten gegangen sein soll. Er wurde in Thelen ist derselbe Mann, der unlängst von einer Dame im Thier­jegt etwa 800 Firmen beigetreten. Die Baumwollspinner- Union feiner Auffaffung, eine Prostituirte vor sich zu haben, noch bestärkt, garten beobachtet wurde, als er ein Mädchen in bedenklicher Weise hat ihre wöchentlichen Zuschüsse zum Fonds der Maschinenbauer als die junge Dame ihm auf seine Aufforderung, ihm ihren Liebkoste. Noch ganz vor kurzem wurden durch Aufruf in den von 50 auf 105 Pfd. Sterl. erhöht. Wie ein Telegramm des Wolff Namen zu nennen, fagte, daß sie Wilhelmine Faßbinder Beitungen Beugen gesucht, da Thielen das beleidigte Mädchen un­schen Telegr. Bureau aus London meldet, haben die Maschinen heiße. Riefer hatte den Auftrag, eine Prostituirte Namens glaubwürdig zu machen fuchte. Die Verhandlung fand unter In der Eile glaubte er, Ausschluß der Deffentlichkeit statt und bauer- Vereinigung und der Ausschuß der Trades Unions die An Christine Faßbinder zu verhaften. nahme der von den Arbeitgebern der Maschinenbaubranche geftellten den Namen Christine Faßbinder gehört zu haben. Dies ver Berurtheilung zu anderthalb Jahren Buchthaus und Bedingungen anempfohlen. Hiernach würde die Arbeit am 31. d. m. anlaßte ihn, die junge Dame zu verhaften, obwohl diese betheuerte, fofortiger Verhaftung. Auf die Frage des Vorsitzender, wieder aufgenommen werden können. sie sei ein anständiges Mädchen, Tochter anständiger Eltern, ihr Vater Landgerichtsdirektors Garg, ob er sich bei dem Urtheil beruhigen Der Frff. 3tg." wird aus London gemeldet: Der Streit der fei langjähriger Obermaschinenmeister der Köln . 3tg.". Anfänglich wolle, erwiderte der Angeklagte lächelnd Ja!"; doch kaum hatte Maschinenbauer hat dadurch zuletzt noch einige günstigere Wendung soll Fräulein Faßbinder sich weniger gefträubt haben, da ihr beer die Schranken verlassen, so zog er ein Meffer aus der Tasche angenommen, daß es dem Herausgeber der Daily News" gelungen fannt war, daß der Weg zu dem Polizeipräsidium bei dem und brachte sich an beiden Handgelenken quer über die Pulsadern ist, zwischen den Vertretern beider Parteien" eine Konferenz herbei- Haufe ihrer Eltern vorbeiführe. Sie sagte auch dem Schußmann, Messerschnitte bei. Das Blut spritzte sofort hoch. Der Bezirke zuführen, in welcher beschlossen worden ist, mit den Forderungen daß ihre Eltern Minoritenstraße 11 a 3 Treppen wohnen. Als sie physitus Sanitätsrath Dr. Klein und ein zweiter Arzt sprangen der letzten Konferenz diejenigen mildernden Erklärungen zu ver- nun vor diesem Hause angelangt war, verlangte fie, zu ihren aber schnell zu und faßten den Selbstmörder mit festem Griff an den So wurde er nach dem einigen, welche die Unternehmer am 10. Januar veröffentlichten, ehe Eltern hinaufgeführt zu werden; diese würden bestätigen, daß sie feine Wundstellen, um das Blut anzuhalten. fie wußten, daß die Maschinenbauer die Forderung des Achtstunden- Dirne sei. Der Schutzmann hörte jedoch nicht darauf, und als sie Wartezimmer geführt, wo unter Mitwirkung des herbeigerufenen tages aufgeben würden. sich nun weigerte, dem Beamten weiter zu folgen, soll dieser ihr einen Lazarethwärters der Verband angelegt wurde. Die Wunden erwiesen so heftigen Stoß versetzt haben, daß sie fast bis auf die andere Straßen sich als ganz leicht und ungefährlich. Für die ausgesperrten englischen Maschinenbauer gingen bei der feite geflogen sei. Dadurch und durch das Geschrei des jungen Landgerichtsdirektor Schenk, Vorsitzender der fünfte Straf­Berliner Gewerkschaftskommission folgende Beträge ein: Mädchens wurde der Auflauf immer größer. Die Mutter des Klaviaturfabrik von Buchholz, 10. Rate 14,70. Naget 1,- 50,- jungen Mädchens wurde von Bekannten benachrichtigt; sie eilte tammer des Landgerichts I , ist Sonntag Nachmittag im Aler Ueberschuß von der Matinee des Orchesterchors Vorwärts" und Gesang auf die Straße und beschwor den Schuhmann, ihre Tochter von 62 Jahren an den Folgen einer langwierigen Krankheit ge= vereins Melodia", Rirdorf, 1. Rate 45,-. Rumeln bei Uerdingen d. Franz frei zu geben. Auch mehrere Nachbarsleute der Familie Faß­3,25. Tischlerei Brandt d. Sillier 7,50. Landau d. Kizinger 1, Genossen binder, Kaufleute u. f. w. bemühten sich, dem Schuhmann flar aus dem Wahlkreis Schleusingen 5,- Arbeiter Bildungsverein in Suhl 5,-. Tapezirerwerkstatt v. J. E. Pfaff d. Th. 13,05. Auf der Rindtaufe 31 machen, daß Fräulein Faßbinder ein anständiges Mädchen Depeschen und letzte Nachrichten. gesammelt bei Wermann, Fennstraße, 2,10. Stattlub Süd" 7,50. Messing: fei. war jedoch alles erfolglos. Sowohl die Grünau , 24. Januar. ( W. Z. B.) Amtlich wird ge T. linienabtheilung bei Wölmer 7,25. Bierprozente 2c. von den Arbeitern der alte Frau Kiefer, als auch andere Personen wurden von den Schuß- meldet. Heute Nachmittag 2 Uhr 36 Minuten entgleisten von Firma B. Joseph 15,- Stockarbeiter Berlins d. N. K. 85,40. Tischlerei leuten zurückgestoßen, und das junge Mädchen gewaltfam dem 146 Achsen starken Güterzug 903 bei Einfahrt in Grünau die von Schroepp und Ritter d. N. 3,15. Verein der Brettschneider nach dem Polizeipräsidium transportirt. Dort und auch auf dem ersten 10 Güterwagen hinter dem Packetwagen. Hauptgleis Berlin Berlins und Umgegend 15,-. Organisirte Kaufleute Berlins d. H.( auf Transport soll das junge Mädchen von Kiefer mißhandelt Rottbus wird etwa 10 Stunden gesperrt sein, während dessen der Listen) 16,40. Bilderrahmenmacher Berlins d. Br.( auf Listen) 4,95. Ueber worden sein. Inzwischen wurde der Vater des jungen Mädchens, Betrieb eingleisig zwischen Grünau und Adlershof betrieben wird. schuß vom Familienfeste der Treibriemen Arbeiter 10,-. Fliesenleger Ber Tins d. H.( auf Liſten) 5,85. Lübke, Chauffecftr. 29, 6. Popis 5,50. Wind Obermaschinenmeister Faßbinder, aus der Druckerei der Köln . 3tg." Die eintretenden Zugverspätungen sind unerhebliche. Bom Personal horst's Geburtstagsfeier, Bülowftr. 98, 5,60. Von der Matinee des Ar- herbeigeholt. Dieser begab sich schleunigst aufs Polizeipräsidium. ist ein Bremser leicht verletzt, die Ursache der Entgleisung ist noch beiter- Gefangvereins Nord" 137,05. Hoffnung 4,25. Appel's Geburtstag. Dort gelang es ihm nach einiger Zeit, seine Tochter aus­Gesangverein Immergrün" 3,65. 2,60. Tischler u. Polirer v. F. Fritsche, Köpnickerstr. 4,35. Gäste von Krauts Polizeigebäude heraustrat, wurde er von einer aus Zuhältern und Gesammelt Dresdenerstr. 80 bei klein geliefert zu erhalten. Als Faßbinder mit seiner Tochter aus dem nicht aufgeklärt. Untersuchung ist eingeleitet. Gelsenkirchen , 24. Januar. ( W. T. B.) Die Gelsenkirchener am Zirkus 10( Olympia ) 2,50. meldet: Auf Tischlerei Alex, Mariannenstr. 7, 2,80. anderem Gesindel bestehenden Menschenmenge mit lautem Ge- Beitung. dem Bahnhofe Ueckendorf Wattens Tischlerei Brandt, Dieffenbachstr. 33, 10,60. Paul Holz, Bierprozente, 5,- scheid ist der der um 91/2 Uhr fällige Güterzug, der den Brauer Berlins d. Breuß 64,55( darunter Brauerei Friedrichshain 9,30. Bürger: johle und den gemeinsten Redensarten empfangen und bis zu Rohlenverkehr zwischen Weckendorf und Langendreer bewirkt, liches Brauhaus 7,50. Brauerei Pichelsdorf 13,80. Münchener Brauhaus seiner Wohnung verfolgt. Fräulein Faßbinder, die an jenem auf einen dort haltenden Zug gefahren. Der Anprall 23,05. Brauerei Hohen- Schönhausen 10,90.) Amerikanische Auftion bei den Abend ihre Schwefter besucht hatte und sich, als sie verhaftet Ladirern d. R. 8- Ladirer Berlins d. N.( auf Liſten) 63,05. Mufit wurde, gerade auf dem Heimwege befand, hatte, nachdem sie war überaus heftig. Die ersten Wagen wurden theilweise ganz instrumenten- Arbeiter Berlins d. Arendt( auf Listen) Fabrit Wiesner 4,55. in die elterliche Wohnung zurückgekehrt war, zunächst die Sprache ertrümmert und andere Wagen auf einander gethürmt. S. Joſeph, Thurmstraße 1,-. Klaviaturfabrit von Buchholz, 11. Rate 14,30. Spruch nehmen. Der Polizeipräsident nahm Veranlassung, der Fa- verletzt. Der Heizer rettete ſich durch einen Sprung. Det gebrückt, in Gabril Gibert 740. Fabrik Gottwald 13,05. Bon handlungen längere Zeit das Bett hüten und ärztliche Hilfe in An- Lokomotivführer wurde unter die Maschine geschleudert und erheblich Borzellanarbeiter Berlins ' d. W. 15,25. Vom aufgelösten Bund der ge: milie Faßbinder über das Vorkommniß sein Bedauern auszusprechen. welchem der Zugführer mit dem Sortiren der Begleitungspapiere Maschine war in den nachfolgenden Personenwagen Berlins d. Riedel( auf Listen) 32,50. Ginige Mitglieder der Gewerkschaft der Der Kriminalschußmann Kiefer ist, dem Vernehmen nach, auch sofort beschäftigt war. Dieser erlitt einige, wenn auch unerhebliche Vers Buchdrucker, Schriftgießer und verwandter Berufsgenossen d. R. Schulze, vom Amte suspendirt worden. Obermaschinenmeister Faßbinder stellte legungen. Ein Reisender aus Gelsenkirchen wurde schwer verletzt. gegen den Kriminalschußmann Kiefer Strafantrag. Dieser wurde Weitere Beiträge nimmt das Gewerkschaftsbureau( R. Millarg, jedoch sowohl von der Staatsanwaltschaft als von der Ober: Der Verkehr wird auf dem anderen Geleise aufrecht erhalten. Der Staatsanwaltschaft als unbegründet zurückgewiesen. Faßbinder Materialschaden ist bedeutend. Frankfurt a. M., 24. Januar( B. H. ) Der Franks. 3tg." wandte fich daraufhin beschwerdeführend an das Ober- Landesgericht. wird aus Philippopel gemeldet: Die Aussagen aller Zengen Dieses verfügte, daß der Kriminalschutzmann Kiefer in Anklagezustand zu im Boitschew- Prozeß widerlegen die Alibibeweise Boitschew's. Nach versezen fei. Es wurde deshalb gegen Kiefer die Anklage wegen vorsätzlicher Schluß des Beweisverfahrens beantragte der Staatsanwalt die und widerrechtlicher Freiheitsentziehung, vorsätzlicher Körperverlegung und öffentlicher Beleidigung und Todesstrafe für den Errittmeister Boitschen und den ehemaligen Polizeipräfekten Novelic, sowie die Freisprechung Nicola Boitschew's. war in seiner Eigenschaft als Beamter in Ausübung seines Amtes, Die Verhandlung wird heute zu Ende geführt werden. aufgrund der§§ 340, 341, 185 und 200 des Strafgesetzbuches er­Paris, 24. Januar. ( W. T. B.)( Fortseßung des Kammers Dienstag vor eingangs bezeichnetem Gerichtshofe zu verantworten. nicht untersagen, in dem Prozesse Bola Aussagen zu machen. Kriminalschußmann Kiefer hat sich daher am heutigen berichts.) Jaurès fährt fort, die Regierung könne den Offizieren Das alte Gesetz über das Mobiliar Feuerversicherungs: Redner fragt, ob die Richter des Kriegsgerichts Schriftstücke in wesen vom 8. Mai 1887 follte gestern gegen den Arbeiter Ferdinand den Händen haben, welche die Strafbarkeit des Dreyfus be Günther und die Agentin Marie Big all vor der 1. Straf- wiesen und ob diese Schriftstücke dem Angeklagten und deffen Tammer des Landgerichts I in Anwendung gebracht werden.§ 20 Bertheidiger nicht mitgetheilt worden seien. Er protestirt gegen die diefes alten Gesetzes, gegen den sich die Angeklagten vergangen haben ungefeglichkeit, gegen die Verlegung des Rechtes und fügt hinzu: sollen, lautet: Wer Mobiliar- Vermögensgegenstände gegen Feners Ihr werdet die Lösung des Räthsels nicht durch zweideutige Worte, gefahr wiffentlich zu einem höheren, als dem gemeinen Werth versichert, durch Ausflüchte und Hinhaltungen umgehen. Jaurès wendet sich hat außer der Zurückführung der Versicherung auf diesen Werth gegen die Verhandlung bei verschlossenen Thüren und sagt: Warum eine dem Betrage der Ueberschreitung gleich eine Armee unterhalten, wenn es nicht gestattet ist, einzugestehen, tommende Geldbuße verwirft, welche, wenn die Ent: daß ein Offizier einer benachbarten Macht Dokumente deckung der Ueberversicherung erft nach eingetretenem Brande mittheilte?( Beifall auf der äußersten Linten.) Jaurès tommt verdoppelt wird." Günther batte einen Wie nothwendig eine durchgreifende Aenderung des Un geschehen, Ber - dann auf Kiel und den äußersten Orient zu sprechen und wirft der fallversicherungs- Gefches in Beziehung auf Beschleunigung ficherungsantrag bezüglich seines nur etwa 1100 m. wertben Mo- Regierung ihren Kleinmath vor( Widerspruch), erinnert an den des Verfahrens ist, zeigen folgende Mittheilungen, die die biliars in Höhe von 5000 M. gestellt und die zweite Angeklagte in Deutschland geführten Prozeß gegen Degony. Er wirft der Breslauer Bolkswacht" auf grund eines Aftenstücks veröffentlichte, hatte diefen Antrag durch ihre Vermittelung bei der Ver- Majorität vor, daß fie die Republik der militärischen und das ihr vorgelegen hat. Der landwirthschaftliche Arbeiter 2. ver- ficherungsgesellschaft, von welcher sie Provision erhielt, angebracht. flerifalen ausliefere und erklärt, die Sozialisten Die würden die Republit vertheidigen. unglückte in der Nacht vom 20. zum 21. Ottober 1893 im Stalle Sie soll sich dadurch der Beihilfe schuldig gemacht haben. ( Vereinzelter Beifall.) eines Rittesgutes in Hannover.( Er hatte im Stalle seine Schlaf Strafbestimmungen des§ 20 jenes alten Gesetzes sind, wie in der Ministerpräsident Méline weigert sich zu antworten, weil, wie er stelle auf einer Erhöhung einigen Metern und fiel Verhandlung zur Sprache fam, neben dem Reichs- Strafgesetzbuch fagt, die Regierung nicht das Recht habe, sich an die Selle der beim Herabsteigen von der Leiter.) Am 20. Juli 1894 bein Geltung verblieben. Das Gesetz bestraft die Ueber- Justiz des Landes zu setzen. Lanjuina i 3 spricht von einem schied ihn die Berufsgenossenschaft auf sein Gesuch um Rente ab- versicherung nicht als Vorbereitungshandlung zum Betruge dann Einfalle deutscher Juden in Frankreich und schließt mit der Auf­schläglich­sondern wegen Gefährlichkeit in dieser forderung an die Regierung, die Verleumder der Häupter des Hecres weil fein Betriebsunfall vorliege, denn L. wäre wäre der§ 20 aufgehoben Tags vorher betrunken gewesen und hätte von der Lagerstatt steigen Beziehung schlechthin ohne Unterschied, ob sie mit dem Vorsatz späterer streng zu treffen. Goblet führte aus, das Kabinet habe gegen wollen, um seine Nothdurft zu verrichten.(!!) Seine Berufung vom betrügerischer Benußung gemacht wird oder nicht. Das Gefeß er: Bola die gerichtliche Verfolgung eingeleitet, um der Rechten gefällig Anfang August 1894 fam erst auf wiederholte Beschwerde am blickt in der Ueberversicherung den Thatbestand eines besonderen Ge- zu sein. Meline meint, die Regierung habe über den Prozeß 30. Juli 1895 vor dem Schiedsgericht zur Verhandlung. Das fährdungsvergehens. Nach vorliegenden Entscheidungen oberster In Dreyfus teine Mittheilungen machen tönnen und schloß mit einem Schiedsgericht, zusammengesetzt aus einem Regierungsaffeffor als flanzen ist der§ 20 nicht schon mit dem Antrag auf Versicherung, sondern Appell an alle diejenigen, die Frankreich lieben.( Betfall.) Hierauf Borsitzenden, aus zwei Baronen als Vertretern der Arbeitgeber und erst mit dem Abschlusse des Versicherungsvertrages anwendbar. In nahm die Kammer mit 376 gegen 188 Stimmen eine Tagesordnung aus zwei Holzknechten als Vertretern der Arbeiter- wies die Be- dieser Beziehung herrschte im vorliegenden Falle noch einige an, welche die Erklärungen der Regierung billigt. Die Sizung Während in den Mittheilungen der Polizei immer wird geschlossen. rufung zurück, weil kein Betriebsunfall vorliege. Das Urtheil wurde Unklarheit. dem 2. am 22. Januar 1896 zugestellt. Der am 15. Februar von der Ausfertigung der Police " gesprochen wurde, behauptete Paris , 24. Januar. ( W. Z. B.) Infolge der Zwischenfälle in übrigens von seiner Frau gestellte 1896 eingelegte Hefurs wurde am 28. April 1896 vor dem Reichs- der Angeklagte, daß der Versicherungsamt verhandelt, und zwar wurde dem 2. eine Rente Bersicherungsantrag zum Abschlusse überhaupt noch nicht gefommen zugesprochen, weil das Rekursgericht im Gegensatz zum Schiedsgericht sei. Der Gerichtshof hielt es für geboten, über diesen grundsätzlichen in dessen Feststellungen einen Betriebsunfall hat erblicken müssen"; Punkt zunächst Klarheit zu erlangen und vertagt deshalb die Ver­Die Höhe der Rente zu berechnen, mußte jedoch der Berufsgenossen- handlung zwecks weiterer Erkundigung bei dem Polizeipräsidium. schaft überlassen werden, weil die Akten nicht vollständig waren. Einen interessanten Einblick in preußisches Gefängnißleben Diefer Aufgabe ist die Berufsgenossenschaft wiederum erst auf Be- ermöglichte die vor der Strafkammer in Eberswalde stattgehabte Ver- sind geschlossen.

Fabrik Klingmann 12,15. Klaviaturfabrik Müller 4,80. Fabrit Pfaffe 7,55. verloren. Fabrik Neufeld 5,-.

felligen Arbeitervereine Berlins d. Perlemann 1. Wappler 27,75, Sattler

1. Rate 8,50. Rother Bantbeamter 3,-.

Annenstr. 16, 1 Tr.) entgegen.

Unternehmer- Verbände.

Ter Vorstand des westfälischen Kokssyndikat berichtet, daß der Dezember mit einem Versand von 548 899 Tonnen die höchste bisherige Leistung aufwies, und den Dezember vorigen Jahres um 60 367 Tonnen überftieg. Der Versand im 4. Quartal 1897 belief fich auf 1 601 091 Tonnen, gegen das Vorjahr mehr 138000 Tonnen. Der Gesammtabsatz des Jahres 1897 zeigte ein Auwachsen on 8,2 pet. Es betrug nämlich die Produktion im Syndikat einschließlich der Privatkokereien 1897 6 036 529 Tonnen, gegen das Vorjahr mehr 461 834 Tonnen. Des weiteren wird im Bericht erwähnt, daß seit Anfang dieses Jahres dem Syndikat eine neue Betheiligung in Höhe von 4 Millionen Tonnen Rots zuerkannt ist. Die vom Borstande vorgeschlagene Einschränkung der Monatsproduktion pro Januar und Februar um je 5 pet. wurde beschlossen. Für Dezember wurden die Beiträge auf 5 pCt., für Januar auf 10 pet. festgesetzt.­

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Reaktion

der Kammerſigung vom Sonnabend hat der Generalstaatsanwalt den Antrag auf Ermächtigung zur Strafverfolgung der Deputirten Graf de Bernis und Gérault Richard der Kammer eingereicht. Algier , 24. Januar .( W. T. B.) Alle Pläge der Stadt find vom Militär bewacht. Es fanden einige Kundgebungen statt, doch ist fein ernster Zwischenfall vorgekommen. Die Läden der Juden

Verantwortlicher Redakteur: August Jacobey in Berlin . Für den Inseratentheil verantwortlich: Th. Glocke in Berlin . Druck und Verlag von Max Bading in Berlin . Hierzu 2 Beilagen u. interhaltungsblatt.