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Der Agent Paul Schwengers, der in den geschäftlichen An­gelegenbeiten des geistesfranken Prinzen Heinrich XXVI. Reuß als Deffen angeblicher Kameraldirektor insbesondere bei dem Ankauf eines Gutes in Ungarn viel genannt wurde, ist auf grund eines Haft­befehls des Amtsgerichts zu Gelnhausen in einem hiesigen Gasthofe verhaftet worden. Es handelt sich in diesem Falle um die un­berechtigte Führung eines Titels und Wappens.

Gerichts- Beifung.

Taum bemerkbar war. Gleichzeitig wurde in der Wohnung eine Blechbüchse gefunden, die genau in das gemachte und wieder mit dem Volte möglich gemacht werden. Ter Redner ist der Mei nung, daß die Zeit kommen werde, wo das Kaiserthum sich nicht mehr verliebte Lom paßte. Offenbar hatte Stufy die Absicht, das Die Verhandlungen in dem Prozeß Hirsch u. Gen. wegen auf die Konfervativen stüßen könne, sondern mit der Arbeiterklasse gehen entwendete Geld einzumauern, gab dieselbe aber wieder Kreduschwindeleien sind durch das Ausscheiden der Angeklagten müsse; er deutet ferner auf den Druck hin, den das konservative Roziment auf, nachdem er die Aufmerksamkeit eines Nachbarn erweckt hatte. 3edler und Schrape, sowie der Frau Speichert so wefent: auf die Bestrebungen des Volkes ausübt. Dieser Druck, der zunächſt Die Kriminalpolizei erfuhr weiter, daß die Stugly'schen Eheleute in lich abgekürzt worden, daß sie schon gestern zu Ende geführt werden unten begonnen habe, lege sich jetzt schon auf die Universität. Ein einem aus dem Gefängniß geschriebenen Briefe die Fürsorge für konnten.. Zeichen dafür sei das Disziplinargefeß für Privatdozenten, welches ibre Möbel in auffälliger Weise einer Bekannten aufgetragen batten. Der Staatsanwalt beantragte gegen Hirsch 4 Jahre 3ucht- fich nur gegen die Person des Dr. Arons richte. Der Umstand, daß Hierdurch entstand die Vermuthung, daß das Geld in einem der Haus und Ehrverlust, gegen Barste fechs Monate Gebies Gefeß aus diefer Ursache erlassen werde, zeige, daß the jetzige Möbel verborgen sei. Unter zuziehung eines Tischlers ließ die fängniß, welche er durch die erlittene Untersuchungshaft Regierung bas Staatsgebäude für febr wackelig halte, und, daß eine Möbel verborgen feierten Kriminalpolizei bei der vierten Wohnungsdurchsuchung die Knöpfe für verbüßt zu erachten beantragte, und gegen Matschte fraftvolle Regierung, die sich auf die Masse des Volkes stüße, der Bettpfoften entfernen. Unterhalb eines Knopfes wurde, wie 4 Jahre Gefängniß; gegen alle übrigen Angeklagten die Frei- nothwendig fei. Wie es in der Vergangenheit nicht ge bereits mitgetheilt, eine in das Holz gebohrte Diffuung gefunden und sprechung. Der Gerichtshof verurtheilte Hirsch zu 2 Jahren sechs lungen sei, die Wissenschaft vom bürgerlichen Liberalismus in derselben 35 zusammengerollte Eintausend- Markscheine. Monaten Zuchthaus und 5jährigen Eurverlust, Parste zu sechs abzutrennen, so werde man auch durch den Versuch, die Wissenschaft Von einem königlichen Wagen, der mit bekannter Ge- Monaten Gefängniß, die als verbüßt erachtet wurden, und vom Sozialismus abzutrennen, das Gegentheil erreichen. Die schwindigkeit die Linden hinunteiraste, wurde am Mittwoch gegen Matichte zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängniß, wovon 3 Monate als Studirenden hätten sich zu der Politik, die kommen wird, national, Mitternacht an der Ecke der Friedrichstraße ein Mann umgeriffen, 6 Monate als verbüßt abgerechnet. verbüßt in Abrechnung gebracht wurden. Auch bei Hirsch wurden freiheitlich und sozial zu verhalten. Die Diskussionsreoner gingen jedoch aufcheinend nicht erheblich verletzt. Die Schuhleute erklärten auf die von Naumann dargelegten Gedanken nicht ein, dagegen ge­auf die Frage, warum denn der Kutscher nicht festgestellt werde, Im Bleichröder'schen Baufgeschäft herrschte im November ftaltete sich der weitere Berlauf der Versammlung gir einer bie Kundgebung gegen lex Arons. Der daß dies nicht nöthig sei, da die Ermittelungen sich auch nachträglich vorigen Jahres unter den Beamten eine ungemüthliche, mißtrauische vorbereiteten vornehmen ließen. Stimmung, Bald stellte der eine, bald der andere der Beamten fest, erfte Redner, stud. Rosenfeld forderte unter stürmischem daß aus feinem verfchloffenen Bulte größere et tletere wal: Beifall die Stubirenden ohne Unterschied der politischen und Verlierer gesucht. Hannemann's Buchhandlung, Friedrich- beträge verschwunden waren. Es mußte ein Hausbieb sein Unwesen religiösen Aufchauung auf, gegen die lex Arons Proteft zu erheben, ftraße 208, bittet uns um Aufnahme folgender Notiz: In unserem treiben. Am 30 November standen im Privatbureau des Geheimen indem er eine Refolution vorlegte, des Inhalts: Die hier ver Loden hat sich eine größere Geldsumme angefunden, die der Eigen Kommerzienraths Schwabach, dem Inhaber der Firma Bleichröder, fammelten Studirenden der Friedrich- Wilhelms- Universität erblicken thümer gefälligst in der Zeit von 10-12 Uhr abholen möge. brei wertvolle Uhren, welche der Besteller sich zur Ansicht in dem Versuch, ein Mitglied des Lehrkörpers wegen seiner Zu­Durch einen Sturz and dem Fenster hat sich gestern die batte kommen laffen. Eine dieser Uhren, zum Werthe von 1500 gehörigkeit zu einer bestimmten politischen Partei von der Lehr­älteste Tochter des in der Koloniestraße wohnenden Zuckerwaaren- wurde gestohlen. Man wußte wiederum nicht, wen man der Thai thätigkeit auszuschließen, eine Beschränkung der akademischen Lehr­Händlers T. zu tödten versucht. Die Unglückliche wurde im hoff verdächtigen sollte. Gebeimrath Schwabach wollte unter allen Um- freiheit. Die Versammlung hofft, daß die akademischten Behörden nunastofen Zustande in ein Krankenhaus gebracht. Ein Familien ständen dem unerträglichen Zustande ein Ende machen und den alles aufbieten werden, um den Angriff auf die Lehrfreiheit ab­zwist soll die Ursache des Selbstmordversuchs gewesen sein. Hansdieb ermitteln. Er setzte in mehreren Blättern eine Belohnung zuwehren. Das Bureau der Versammlung soll die Resolution dem fand sie beim Pfandleiher Mac- Tonn, welcher angab, daß die Uhr Die Studenten Dablte und von 1000 M. für Ermittelung der Uhr aus. Ein Kriminalbeamter Senat ber universität und dem Abgeordnetenhause einreichen Wenzel drückten ihr Gin­von einem Kellner für 40 m. verfekt worden sei. Der verständniß mit der Resolution aus. Letzterer machte außerdem Kellner, auf deffen Namen bas Ausweispapier lautete, er eine gelinte Opposition gegen die monarchischen Ausführungen tlärte, daß der im im Bleichröder 'schen Geschäft angestellte Naumann's, wobei er aber durch lautes 3ischen und lärmende Laufbursche Ernst Dannenberg ihn um Ueberlaffung des Schrift- Schlußrufe unterbrochen wurde. Gin Dr. Schubert meinte, die ftücks gebeten habe, weil er etwas verfegen wolle. Nun war der Refolution fei hier nicht am Plaze, eine akademische Kundgebung Dieb ermittelt. Dannenberg war im gestrigen Termine vor der gehöre in die Universität. Naumann erklärte sich ebenfalls mit Verschwunden ist seit einigen Tagen der Herausgeber der zweiten Straffammer des Landgerichts I im vollen Umfange ge- ber Resolution einverstanden, es handle sich nicht darum, der Partei Berliner Thierzeitung", ein Herr Otto Dröscher aus der Friedrich- händig. Er fei in schlechte Gesellschaft gerathen und habe das Geld zuzustimmen, welcher Dr. Arons angehört, sondern um eine Rechts­straße 244. Diefer Herr hatte neuerdings im ganzen 21 Personen verpraßt. Der Pfandleiher Tonn hatte sich gleichzeitig wegen frage, die mit absoluter Unparteilichkeit behandelt werden muß. mit einem Monatsgehalt von 75-80 W. eingestellt, die fämmtlich Heblerei zu verantworten. Diefer behauptete, daß er unmöglich dem Die Resolution wurde mit der durch Naumann veranlaßten Nende mit Bureauarbeiten beschäftigt werden sollten. Jeder der Angestellten eußern der Uhr, die nur etwas größer war, als eine Damenuhr, hätte rung: Die hier versammelten Studirenden, sowie Männer und hatte aber eine Raution in Höhe von 200-300 m. zu hinter ansehen können, daß sie einen besonders hohen Werth hatte, er habe dem Frauen aller Berufsstände" 2c. mit großer Majorität angenommen. legen. Beschäftigt wurden die Bureaugehilfen mit dem Austragen Kriminalbeamten auch fofort die Uhr gezeigt, als nach einer ge- Zwei öffentliche Schneider und Näherinnett- Versamm von Briefen und Reklamen, sowie mit leichteren Bureauarbeiten. ftohlenen gefragt wurde. Dies wurde von den Beamten bestätigt Inngen beschättigten sich am Dienstag mit der Frage: Wie hat die Am 1. Februar ging Herr Dröscher fort, angeblich um Geld zu be- und ebenso, daß der Angeklagte Tonn mehrfach auf unter ver- Regierung den Stonfektionsarbeitern gegenüber ihr Versprechen ge­forgen. Seitdem hat er sich nicht wieder im Geschäft fehen lassen. dächtigen Umständen versetzte Gegenstände aufmerksam gemacht balten?" Im Gründel'schen Saale referirte Reichstags- Abgeordneter Die Angestellten, welche befürchten, daß sie um ihre Raution hatte. In betreff des Angeklagten Dannenberg erzielte der Ver- Moltenbuhr. Redner beleuchtet die neue Aeta des sozial­gebracht worden sind, haben die Angelegenheit der Polizei ge- theidiger, Rechtsanwalt Wronker, daß derselbe zur Beobachtung politischen Kurses, der im Jahre 1890 mit großer Reklame meldet. feines Geisteszustandes der Charitee überwiesen werden soll, da eingeleitet wurde und bei manchem Optimisten große Hoff­ärztlicherseits Bedenken erhoben wurden, ob Dannenberg sich im nungen wachrief. 30 bis 40 Vernehmungen in eigener Sache" finden jetzt Bollbesitze seiner geistigen Kräfte befindet. Durch die Umänderung ber Gewerbe­täglich auf dem biesigen Polizeipräsidium wegen Lotterie. Ordnung und Revision der Versicherungs- Gesetzgebung hätten die Gegen den Angeklagten Tonn beantragte der Staatsanwalt Fabritarbeiter vergeben statt. Wie wir vor einiger Zeit mittheilten, sind einem einen Monat Gefängniß. Der Gerichtshof war indessen nicht zu Nicht so die hausindustriellen Proletarier. Dadurch, daß die Heim­ja allerdings minimale Fortschritte erreicht. biefigen Rolletteur die Bücher und Kundenliften beschlagnahmt worden. der Ueberzeugung gelangt, daß der Angeklagte den Werth der Ubr arbeit bei allen Arbeiterfchuß- und Versicherungsgesetzen ausgeschlossen Im Anschluß hieran haben denn auch noch bei zwei anderen Kollet. erkannt hatte und sich durch Annahme derselben einen Vermögens blieb, hat man den Unternehmern ein Freigebiet zur schrankenlosen teuren Hausfuchungen stattgefunden mit dem gleichen Ergebniß, wodurch vortheil hatte verfchaffen wollen. Es wurde deshalb ein frei Ausbeutung überlassen. Als der Konfektionsarbeiter Ausstand vor die Polizei in den Besitz von insgesammt 4000 Namen solcher hiesiger sprechendes Urtheil gefällt. Einwohner gelangt ist, die in auswärtigen reip. verbotenen Lotterien zwei Jahren die gesammte öffentliche Meinung beschäftigte, hieß es spielten. Neben diesen Büchern sind auch Bostanweisungsabschnitte Die polnische Fahne. Am Frohnleichnamstage hatte der überall: Wie ist es nur möglich, daß solche Dinge bei uns in Deutsch­Die Regierung wurde interpellirt, der aufgefunden, aus welchen die Adressen diverser Spieler ermittelt posensche Bürger Borotschkowsky eine Fahne in den polnischen land existiren können. Nationalfarben blaßroth- weiß zum Fenster hinaushängen. Das Reichstag nahm Stellung und weitgehende Reformen wurden zur worden sind. Die Auszüge aus den Büchern geben den verschiedenen harmlose Vergnügen tostete ihm 30 Mark. Die Polizei begründete indämmung der ungeheuren Mißstände in Aussicht gestellt. Polizeirevieren zu, deren Vorstände zunächst die Beschuldigten ver­nehmen; nur in solchen Fällen, in denen die Vorgeladenen be- das Strafmandat mit einer Verlegung der für den Regierungs - So schnell, als wenn es sich um Liebesgaben für die Agravier Streiten, unerlaubte Loose gespielt zu haben, findet eine weitere Ver- bezirk Posen erlassenen Polizeiverordnung vom 17. April handelt, ist die Regierung mit sozialen Reformen für die Arbeiter nehmung auf dem Polizeipräsidium statt, woselbst bisher in etwa 1891, wonach ohne Genehmigung der Polizei Fahnen in nicht bei der Hind. Es müssen immer erst, wie auch in diesem 300 folcher Fälle Protokolle aufgenommen wurden. den Deutschen Reichss oder preußischen Galle, große Erhebungen veranstaltet werden. Diese Unter­Landesfarben nicht ausgebängt werden dürfen. B. beantragte richtersuchungen, die voll alle schon jahrelang gerügten Mißstände von liche Entscheidung und focht unter anderem die Rechtsgiltigkeit der neuem bestätigten, fielen aber in die Zeit, in der die sozialpolitische genannten Polizeiverordnung an. Ferner machte er geltend, er babe Richtung längst ihre Segel gestrichen hatte. Aus den Berichten der allerdings gewußt, daß blaßroth- weiß die volnischen Farben seien, er Reichsfommission für Arbeiterstatistik merkt man deutlich heraus, habe aber durchaus teine politische Demonstration veranstalten. daß die Regierung nicht mehr gewillt ist, wirkungsvoll wollen. Vielleicht habe er aus seiner Freude über die Frohn zu gunsten der betreffenden Arbeiterschichten einzugreifen. Statt leichnamsfeier Ausdruck geben wollen. Schöffengericht, Straf. dessen ist sie aber um so eifriger bemüht, die winzigen Rechte der tammer und Kammergericht verurtheilten ihn jedoch zu der Arbeiter zu beseitigen. Rebner fritisirt scharf und eingehend den Feuerbericht. Donnerstag früh 4 Uhr gerieth Röpnider von der Polizei über ihn verhängten Strafe. Das Kommergericht Bosadowsky'schen Erlaß, der einen Schlag ins Geficht für die Feuerbericht. Donnerstag früh 4 Uhr gerieth Röpnicker- erklärte in seiner geftrigen Sigung die in betracht kommende Polizei- deutsche Arbeiterklasse bedeute. Diejenigen, welche aus Anlaß des großen straße 38 a eine mit Kitt gefüllte Riste in Brand, der auch den Fußboden ergriff und vollständig zerstörte. Um 10 Uhr wurde die verordnung vom 17. April 1891 für rechtsgiltig. Sie werde Konfettionsarbeiter Ausslandes weingebende Hoffnungen hatten, daß Wehr gleichzeitig nach Gräfestraße 21 and Ritterstraße 75 geftützt durch den§ 6b des Polizei- Verwaltungsgesetzes vom die Regierung wirkungsvoll eingreifen werde, werden nun wohl einiger­gerufen. Im ersten Falle brannte 11. März 1850. maßen ernüchtert sein. Es sind nichts als schöne Erinnerungen längst vergangener Zeiten übrig geblieben. Da giebt es nur eins: die Arbeiter felbfi müssen sich rühren, ihre Rechte ausnutzen und in den guten Konjunkturen für die Verbesserung ihrer wirthschaftlichen Ver­hältnisse eintreten.( Lebhafter Beifall.) Eine Diskussion über den

Zur Lokalliste. Die Brauer der Brauerei Lichterfelde vers anstalten am 12. Februar im Lokale von Richter, verlängerte Wil­helmstraße 36, ein Winterfest; ebenfalls hält der Mundharmonika­flub Orpheus am 19. März bei Gratweil, Kommandantenstraße, ein Vergnügen ab. Man versucht, zu diesen Festlichkeiten in Arbeiter freisen Karten abzusehen. Beide Lokale find aber für die Arbeiter fchaft gesperrt.

mit Wollenwaaren

anderen wie

angefülltes Schaufenster, im letzten Falle ging ein großer Der Waldausflug als Versammlung unter freiem Himmel. Posten Holzwolle in einer Riftenfabrit in Flammen auf. Eine Anzahl Preußen polnischer Abfunft machten bei schönem Wetter Die Wehr mußte eine Stunde Wasser geben, bevor die Gefahr be- von Gnefen aus mit der Bahn einen Ausflug in eine walbige feitigt wurde. Königsbergerstraße 18 tam nachmittags Gegend, wo man fich an der Natur erfreute. Im Ueberschwang 5 Uhr in einer Tapezierwerkstatt ein Schadenfeuer aus, das bei den der Gefühle wurden auch Reden in polnischer Sprache gehalten. Vortrag wurde nicht beliebt. dort lagernden Borräthen an Werg u. dergl. leicht große Dimen- Giner der Theilnehmer, namens Grodsky, erhielt bald darauf eine Die Versammlung für den Südosten tagte bei fionen bätte annehmen tönnen, wenn es nicht gelungen wäre, es Auflage wegen Uebertretung des Vereinsgesetzes. Er follte als Didner recht zahlreicher Betheiligung in der Naunynuftr. 27. Hier referirte noch rechtzeitig zu dämpfen. Abends 7 Uhr erfolgte Sidingen und Leiter in einer Bersammlung unter freiem Himmel, zu deren unter lebhaftem Beifall Reichstags- Abgeordneter Genosse Beus noch rechtzeitig zu dämpfen. Abends 7 Uhr erfolgte Sidingen- bhaltung die erforderliche polizeiliche Erlaubniß fehlte, fungiri über dasselbe Thema. In anbetracht der neuen Parole des Geſetz. straße 1 noch ein Kellerbrand. haben. Grodsky bestritt, daß es sich überhaupt um eine Vergebers: Immer langsam voran mit der sozialpolitischen Gesetz­

Die Kulturschaubühne( Direktion Dr. Köppen und Dr. Stoedtner) fammlung unter freiem Himmel im Sinne des Gefeßzes bandele gebung, empfahl der Vortragende den Konfektionsarbeitern zu veranstaltet am nächsten Sonntag abends 8 Uhr in der Hochschule für Mufit und daß er ordnend und leitend gewirkt habe. Er wurde jedoch in schreien und abermals zu schreien, bis sie gehört würden. Die ( Potsdamerstr. 120) einen neuen Projektionsvortrag. Herr Kunstschriftsteller Frizz Stahl fpricht unter Vorführung von vielen Lichtbildern über das allen Instanzen verurtheilt. Das Kammergericht nahm eben- minimalen gefeßlichen Bestimmungen, die bisher nur auf dem Thema:" In den Ateliers unserer großen Künstler" und zeigt Menzel, falls an, daß das Zusammensein der betheiligten Leute sich als Ber: Papier ständen, tönnten nur durch gewissenhafte Ueberwachung der Lenbach , Böcklin , Klinger, Liebermann, Begas 2c. bei ihrer Arbeit und in sammlung unter freiem Himmel darstelle Auf den Zweck fomme es Arbeiter und Arbeiterinnen felbft erft zur Verwirklichung ge­ihren technischen Eigenthümlichkeiten. Billets im Vorverkauf sind zu haben nicht an, auf jeden Fall hätte die polizeiliche Erlaubniß eingebolt langen. Pflicht jedes einzelnen sei es, von jedem Ueber­beim Portier der Hochschule, bet Amsler u. Ruthardt( Behrenstr. 29a), werden müssen. Nach den gerichtlichen Feststellungen sei G. Didner tretungsfalle seiner Organisation, dem deutschen Schneider- und Speyer u. Peters( Unter den Linden 43), H. W. Röhlich( Leipzigerstr. 35), und Leiter gewesen. Schneiderinnen- Verband, Mittheilung zu machen. Von dieser Stelle Raab u. Plothow( Potsdamerstr. 7), Keller u. Reiner( Potsdamerstr. 122). Die Neue freie Volksbühne bringt am Sonntag, den 13. Februar, mal den Weg der Petition vor, die dieses Mal bestimmt nicht in werde das weitere dann veranlaßt. Redner schlug zur Erfüllung der von den Sconfektionsarbeitern erbobenen Forderungen noch ein nachmittags 123 Uhr im Thalia- Theater wiederum eine Novität zur Auf führung. Das Erfilingsdrama eines jungen Karlsruher Dichters" Maja" den Papierkorb wandern würde, er wies zum Schluß auf die Gefähr von Albert Geiger erblickt zum erstenmal das Lampenlicht. dung des Koalitions- und Versammlungsrechtes bin, und forderte die sahlreich erschienenen Frauen auf, angesichts der nahen Reichstags= wahl ihre Pflicht zu thun, und im nöthigen Falle ihre oft bewährte Ueberredungskunst gegenüber ihren männlichen Angehörigen in An­wendung zu bringen. In der Diskussion erklärte Wilte, daß in der Verordnung des Bundesraths nicht entfernt das enthalten fei, was

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Aus den Nachbarorten.

Tagen im großen Schwurgerichtssaale vor der 9. Straftammer ver: Die Beendigung des Prozesses Wendler, der seit zehn handelt wird, ist noch im weiten Felde. Die Vernehmung der Zengen dürfte noch etwa 8 Tage in Anspruch nehmen, einen Augen­blic schien es sogar, als hätte der Staatsanwals nicht übel Luft, neuerdings noch 60 Beugen vorzuleden. Die Beendigung des Pro­zeffes ist vor Schluß der nächsten Woche nicht zu erwarten. бии allam

Wieder auf freien Fuß gesetzt ist der Roßschlächter Groffe aus der Berlinerstr. 96 zu Rigdorf, der mit zwei Arbeitern zusammen Derlammlungen. old and dubie Konfektionsarbeiter verlangten; es fei die Festsetzung einer Normal­am Mittwoch Abend von dem Gendarm G. festgenommen wurde, weil er Fleisch verkauft hatte, das sich zum Genuß für Menschen An die Studirenden wandte fich Pfarrer Naumann in arbeitszeit zu verlangen, sodann die obligatorische Einführung von Ges nicht mehr eignete. An die Festnahme knüpfte fich das Gerücht, in einem Vortrage über Deutschlands Jugend und Deutschlands Zu- werbegerichten, Anstellung von weiblichen Fabrikinspektoren und Hinzus ihm sei jetzt der Mörder der unverebelichten Klara Galle mit Bes funft, den er am Mittwoch in der Tonbolle vor einer sehr zahlreich siehung von Aerzten zur Fabrikinspektion. Die Verordnung werde stimmtheit ermittelt. Er habe bereits 8000 M. an Schweigegeld ge- besuchten Versammlung hielt, die zum großen Theil aus Atademikern vielfach nicht gehalten. So werde in einer Damenschneiderwerkstatt, zahlt, fich nun aber selbst gestellt, weil er den erneuten Geldforde bestand. Er sei nicht der Meinung fagte Pfarrer Naumann Schüßen- und Friedrichstraßen- Ecke, in welcher zirka 70 weibliche rungen nicht mehr nachkommen tönne. An dem Gerede ist nur daß Deutschlands Zukunft allein von der studirenden Jugend abe Personen beschäftigt sind, häufig bis 8, 9, 10 Uhr, Sonnabends und wahr, daß Groffe einem Arbeiter Geld gegeben hatte, um die Ver- hänge, aber diejenigen, welche dereinst berufen feien, Gesetze zu in der Saison bis 11 und 12 Uhr hin gearbeitet. Den Vorhaltungen, die werthung des Fleisches geheim zu halten. Die Sache wurde aber machen, Recht zu sprechen, Zeitungen zu schreiben, hätten doch der Inhaberin dieser Werffatt gegenüber gemacht worden seien, troßdem angezeigt und führte zu der Festnahme und Freilassung. einen großen Einfluß auf die Gestaltung der jegigen Verhätte diefe entgegnet, es werde bei ihr Maßarbeit angefertigt, und hältniffe. Der Redner führte dann aus, es sei dem Wohle treffe fomit die Bundesraths- Verordnung auf ihre Werkstatt nicht zu. Eine empfehlenswerthe Neuerung kommt jetzt in den bes Bollsganzen nicht dienlich, wenn die Wissenschaft beschränkt Stoboy weift auf die Möglichkeit hin, daß die Bestimmung, jugend­Straßen Charlottenburgs zur Durchführung. Die dortigen bleibe auf den Kreis der Fachgelehrten, fie müsse vielmehr Gemeinliche Arbeiterinnen nicht über 6 Stunden in der Werkstatt zu beschäftigen, städtischen Laternen erhalten je eine Scheibe mit der eingeblasenen gut des ganzen Volkes werden. Darum sei es nöthig, daß die einen 6 stündigen Schichtwechsel zulaffe, und meint, daß bei der Nummer des Hauses, vor dem die Laterne steht. Diese Nummer, akademische Jugend bei Zeiten Fühlung nehme mit den nicht gelehrten unkontrollirten Heimarbeit jede Arbeiterschicht daheim weiter arbeiten farbig bemalt, erleichtert das Aufsuchen der Häufer bei der Dunkel- Bolkeschichten, daß die Träger der Bildung sich verbinden mit den fönne, woraus dem Unternehmer resp. Zwischenunternehmer der Ge heit. An den Ecklaternen sollen ferner Straßenschilder angebracht sozial Aufstrebenden. Gine folche Verbindung werde vor allem die winn der doppelten Ausnüßung seiner Werkstatt und der Heim. Schroffheit der Klaffentampfes, wie ihn die Sozialdemokratie fübre, arbeit zufiele, den Arbeitern felbft aber kein Vortheil aus dieser Be Die Lehrergehälter in Spandan. Gegen die von den städti- mildern. Den Patriotismus in den Maffen zu wecken, das sei das ftimmung erwachse. 3 ander verurtheilt die verhältnißmäßig geringe schen Körperschaften Spandau's beschlossene Neuregulirung der Ge- Jdeal, welches ber deutschen Wissenschaft heraus. Betheiligung an der Ausfüllung der Fragebogen, durch welche die hälter der Gemeindeschullehrer hatten diese Eintpruch bei der wachfen müffe. Dem Zusammengehen der Gebildeten mit Wirkung der Bundesraths Verordnung festgestellt werden soll, Regierung in Potsdam erhoben. Lettere hat aber die Beschlüsse dem Sozialismus fteben heute noch große Schwierig: erneuert noch einmal den Ruf nach Betriebswerkstätten, und schließt der Spandauer Stadtverwaltung beftätigt. Das Grundgehalt der teiten entgegen. Je mehr aber der Sozialismus innerhalb mit breifachem Hoch auf die moderne Arbeiterbewegung die Ber­Lehrer ist auf 1200 M. bemeffen. des heutigen Staates und auf dem Boden desselben an Einfluß ge- sammlung.

werden.

Der Einbrecher Kunert and Rigdorf, der, wie wir be richteten, vor etwa 14 Tagen seinem Transporteur auf dem Wege nach dem Untersuchungsgefängniß entschlüpft war, ist in der letzten Nacht in einem hiesigen Balllofal erwischt worden.

winnt, je mehr er national wird, desto leichter werde es den berufs- Die Bildhauer hielten am Dienstag eine start besuchte öffent­mäßig Gebildeten, zum Sozialismus überzugehen. Ein kraftvolles liche Versammlung ab, in der Reichstags- Abgeordneter Genosse Raiserthum oben und demokratische Einrichtungen in Staat und Ge- Wurm über: Die Aera Stumm Posadowsky und meinde unten, das werde durch eine Verbindung der Gebildeten die deutsen Gewertschaften" referirte. Unter Hinweis

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