Berlin 18/2

R BRENDANGUR

Kehr wieder!

( Nach dem Gemälde von Meyer von Bremen .)

Kehr wieder, du liebster der Jugendgesellen, Den früh' schon mein Herze zum Gatten erfürt, Und den mir des Weltmeers neidische Wellen, Noch ehe du mein warst, von dannen geführt.

Dich trieb über's Meer zu verwegenem Wagen Der Armuth Pein und der Knechtschaft Fluch- Du wolltest nicht betteln und wolltest nicht tragen Die Bierde des Söldners, das doppelte Tuch.

Doch, wo in der Welt ist die Freiheit erstanden, Wo grünet der Freude, des Friedens Revier? Wo findest die Lieb' in den fremden Landen Du wieder so heiß und so innig als hier?

O möchtest du, Liebster, zur Heimat doch eilen, Wenn müd' du vom Ringen um trüg'risches Glück! Will freudig dann Armuth und Noth mit dir theilen O fehre, Geliebter, kehr' bald mir zurück!

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B. G.