Einzelbild herunterladen
 

-

--­

-

Ist der Bund der Landwirthe nicht der Chorführer der Sammel- die ultramontane Presse am Ort Grimpe gleich als den schlechtesten, herrührende plögliche gewaltige Steigerung und politit" und haben sich nicht alle zu dieser Sammelpolitik" gottlosesten Kerl hinstellt, ist selbstredend. Heute, Sonntag früh, das ebenso rasche und starte Sinken der Weizenpreise auf dem ameri­schwörenden Parteien gegen das Reichstags- Wahlrecht erklärt? vertheilten unsere Genossen 20 000 Flugblätter, Wahlmanifest tanischen Markte hat auf die hiesigen Getreidepreise eingewirft; diese Im Jahre 1888 wurde das Reichstags- Wahlrecht ver- unserer Fattion, im Landkreise; am Donnerstag( Himmelfahrt) sind der aufwärts und abwärts gehenden Bewegung der amerika schlechtert durch Verlängerung der Legislaturperiode. Das thaten wir Düsseldorf  - Stadt mit 35 000 belegt werden. Bei der nischen Getreidepreise gefolgt, wenn die Schwankungen bei uns auch die Konservativen und Nationalliberalen. Das thaten dieselben Flugblatt- Verbreitung so schreibt uns ein Parteifreund haben natürlich weit hinter denjenigen der amerikanischen Märkte Leute, die heute eifrigste Mitglieder des Bundes der Land- wird, oft einen schweren Stand. Wiederholt ist es schon vor zurückgeblieben sind. Die tonservative Interpellation bringt wirthe" find. gekommen, daß man uns mit den ultramontanen Geisteswaffen", daher nur ein neues Moment zu dem Nachweise bei, wie er zerstörte das gleiche Wahlrecht in Sachsen  ? mit Dreschflegeln, Heu- und Mistgabeln, Pflastersteinen und Ketten- sehr es im Interesse unserer Boltsernährung Das thaten Abgeordnete, die Mitglieder des Bundes der Land- hund attaquirt hat. Je mehr man uns aber bombardirt, desto un gelegen sein würde, wenn die heimische Getreide wirthe" waren und noch heute sind. Das geschah, ohne daß die erschrockener dringen wir vor. Von den anderen gegnerischen produktion soweit vermehrt werden fönnte, " Deutsche Tageszeitung" dagegen in Opposition trat. Barteien stellen hier die schon mehr in betracht kommenden Wisch- daß sie den Inlandsbedarf wenigstens annähernd Ja, selbst der Artikel der Deutschen Tageszeitung", der die Er- masch- Parteien und zum ersten Mal der aber bedeutungslose demo- bedt. Denn je näher man diesem Ziel gelangt, umso unabhängiger haltung des Reichstags- Wahlrechts empfiehlt, zeigt deutlich, wie start fratische Verein Kandidaten auf. Von einem Wahlkampf derfelben wird der deutsche   Markt bei ausreichendem Bollschuh vont im Grunde die Inzufriedenheit mit diesem Wahlrecht bei dem Wer hat man bis heute noch nichts gemerkt. dem Weltmarkt und den dort zum theil wenigstens von der inters faffer deffelben ist. Die Hamburger Parteigenossen verbreiteten am Sonntag mit nationalen Spekulation bedingten Schwankungen der Preiſe. Da heißt es u. a.: der gewohnten Präzision 180 000 Exemplare des ersten Flugblattes Die unerläßliche Voraussetzung für eine Sebung des heimischen SoDaß das jest giltige Wahlrecht zum deutschen   Reichstag das zur Reichstagswahl über das gesammte Hamburgische   Stadt- und Getreidebaues bildet aber die Wiederherstellung der Möglichkeit denkbar vollkommenste sei, wird niemand zu behaupten wagen... Landgebiet. eines lohnenden Betriebes. Den heimischen Getreidebau wieder zu Die geheime Stimmenabgabe in eine öffentliche Im sächsischen Wahlkreis 8widau Werdau sind heben und damit auch einem solchen Steigen der Getreidepreise, wie zu verwandeln, würde nur dann möglich sein, wenn ideale am Sonntag die ersten Flugblätter verbreitet; es ist alles glatt von es jetzt unter der Einwirkung der Vorgänge auf den amerikanischen Verhältnisse herrschten.... Andere meinen, es ent- statten gegangen. In che de wit sprach August Kaden  - Dresden   Markte eingetreten ist, thunlichst vorzubeugen, ist daher ein nament spreche dem Wesen des Reiches mehr, wenn der Neichstag aus den vor einer zahlreich besuchten Wählerversammlung im Hofe des lich auch im Interesse der Ernährung der breiten Schichten unseres Abordnungen der einzelnen Landtage zusammen- Konsumvereins. Volfes wichtiger Gesichtspunkt für die nach Ablauf der gefeßt wäre. Hätte man diese Zusammensetzung bei der Schaffung andelsverträge einzuschlagende Zoll­und des neuen Reiches empfohlen, so hätte man damals dar andelspolitit" über reden können. Jetzt darüber zu reden, ist unnüz und zwedlos dent In dieser Art ist der ganze Artikel gehalten. Die durchgehende Stimmung ist: Es wäre gut, das Reichstags- Wahlrecht zu ändern, aber jetzt geht es nicht! Wenn aber ein Reichstag erstehen würde nach dem Herzen der Deutschen Tageszeitung", so würde es alsbald heißen: ezt geht es, jetzt ist die Sache auf, jezt ist der Augenblid gekommen! Daß es also lommen würde, ist außer allem 8weifel. Darüber täuscht keine Scheinheiligkeit, teine noch so gute Wastirung hinweg. Das deutsche Bolt reif, wie dringend die Gefahr ist, wie außerordentlich sein bestes Recht bedroht ist.

Das deutsche Volt wird das Reichstagswahlrecht zu schützen verstehen gegen seine offenen und seine versteckten Feinde-

1

D

g

9

Die

In Köln   sprach am Sonnabend Reichstags- Abgeordneter Dr. Lütgenau in einer von über 1500 Personen besuchten Versamm­lung. Zu derselben waren die Reichstagswähler aller Barteien ein- Man kann sich den überaus lebhaften Beifall der Agrarier geladen, jedoch ergriff fein Redner einer anderen Partei das Wort. vorstellen, mit dem die Agrarier für diese prächtige Wahlrede Bütgenau behandelte ausführlich alle schwebenden Fragen und schloß ihrem Lieblinge gedankt hätten. Die Darlegung, daß die unter tosendem Beifall mit der Aufforderung, dafür zu sorgen, daß amerikanischen Getreidespekulanten die Hauptschuld an den am 16. Juni unser Kandidat Hofrichter als gewählt aus der Urne hervorgehe. Am Sonntag wurde sodann für den Wahlkreis ein hohen Preisen tragen, hätte kein Mitarbeiter der Deutschen  ungenirter Flugblatt in 40 000 Exemplaren verbreitet. Im Wahlkreis Köln  - Tageszeitung" heraussagen können. Land gelangten 30 000 und in Mülheim  - Wipperfürth  - Gummersbach   Ankündigung, daß die Zölle so start erhöht werden 40 000 Flugblätter zur Verbreitung. sollen, daß ausländisches Getreide künftighin unsere mehr passiren könne, hätte bei den Reichstags- Kandidaturen. mod Grenzen nicht Aufgestellt wurden: in Ragnit   Billfallen von der frei- Großgrundbefizern stürmischen Jubel entfesselt. Die Aus sinnigen Boltspartei Gutsbesizer Bender; in Königsberg   i. Pr. sicht, daß das Deutsche Reich seinen Getreidebedarf durch die von der freifinnigen Volkspartei Dr. Krieger; in Mayen   Ahr  - heimische Produktion decken solle, wird zwar bei allen Stennern weiler vom Zentrum Wallenborn  ; in Essen von den Freifinnigen unseres Bedarfs und unserer Landwirthschaft blos Hohn Militärübungen am Wahltag. Eugen Richter  , Dr. Mar Hirsch soll zurücktreten, von den Anti- hervorrufen, bei den Agrariern wird aber dieser Ausblick in Aus verschiedenen Theilen des Reiches erhalten wir Nachrichten, semiten Dr. König; in Marburg  - Kirchhain   von den National- die Zukunft helle Frende entfachen. Herr Miquel kommt daß Landwehrleute zu Uebungen eingezogen sind, die den Wahl- liberalen Frankenberg  ; in Koburg von den Nationalliberalen Dr. durch das Fallenlassen der Interpellation um einen seiner tag mit einschließen. Bei manchen Truppentheilen find die Westphal; in Eisenach   von den Nationalliberalen Dr. Flese; schönsten Theatererfolge auf der parlamentarischen Schaubühne. lebungen derart angefeßt, daß zwar die Hauptwahl frei bleibt, in Noisen Roßwein von den Nationalliberalen Dr. Lehr; in aber die Stichwahl in die Dienstzeit fällt. Endlich lauten viel- Straßburg  - Land vom Zentrum Redakteur Häuß; in Hols- Die schlimmste Demagogie empfehlen angesichts folgenden heim- Erstein   vom Zentrum Abbé Deffor; in Breslau   der Getreidetheuerung nationalliberale Blätter. Wie Bismard Tag: auch dies ist nicht angängig, da die Reise zum Gestellungsort schlossen die Nationalliberalen und Konservativen für die Reichstags- das indirekte Steuersystem deswegen bevorzugte, weil dann häufig die Ausübung des Wahlrechts verhindern würde. wahlen ein Kartell und beschlossen für Breslau  - Ost einen konser- der kleine Mann die Steuerlast nicht spüre, so treten national Es ist nöthig, daß die gesammte Bresse gegen diese Be- vativen, für Breslau  - West einen nationalliberalen Kandidaten auf- liberale Organe, wie die Magdeburger Zeitung" und das hinderung zahlreicher Staatsbürger, ihr höchstes Recht auszuüben, zustellen. Leipziger Tageblatt  " für eine Brotverschlechterung energischen Protest erhebt. Die Kriegsministerien müssen unbedingt Endlich haben die Ordnungsleute einen Mann ge- ein, damit das Volk die theuren Preise nicht merke und da­Abhilfe schaffen. funden, der im dritten Hamburger Wahlkreise mit der sicheren mit dann das dumme Volk doch für die agrarischen Aussicht auf Durchfall kandidiren will. Es ist der von seinen während der Zeit des großen Hafenarbeiter- Streits gefällten harten Pläne der Sammelpolitiker eingefangen werden könnte. Die Urtheilen gegen Streifende her wohlbekannte Landgerichts- Direktor Magdeburger Zeitung" meint nämlich, es liegt nahe, die Dr. Danzel. Derselbe gehört seit Jahren der Hamburger Bürger- Frage aufzuwerfen, ob es den Bäckern nicht möglich fein schaft an, und zwar der Rechten. Selbst in Hamburger Freisinns" dürfte, die Weizentheuerung durch Herstellung von Mischbrot Beitungen macht man gegen diese Kandidatur Front. Der Sozial aus Weizen und Mais theilweise auszugleichen. Ueberhaupt, demokratie kann es recht sein: Der oder der, durchplumpfen wird meint das Blatt, wäre es zweckmäßig, das Maismehi jeder. zur Voltsernährung heranzuziehen. Ganz abgesehen davon, daß durch eine Verschlechterung unseres Brotes durch Beimengung von Maismehl die Vertheuerung des Brotes denn nicht aufgehoben würde, ste bestände eben darin, man daß für schlechtes Brot eben viel Geld zahlen fo müßte, als in normalen Zeiten

fach die Einberufungen auf den dem Wahltag

Zentrum und Konservative.

In Schlesien   mogeln seit langem die Zentrumsführer mit den Konservativen. Das wird wohl jetzt noch mehr zu tage treten, da das geistliche Oberhaupt der schlesischen Katholiken, Kardinal Fürstbischof Dr. Kopp, am Abschiedsessen onfervativen Fraktion des Herrenhauses theilgenommen und dort sein Glas der konservativen Fraktion des Herrenhauses geweiht hat. So wenig wir sonst derartigen gesellschaftlichen Anlässen Be­deutung beizumessen gewillt sind, so merkwürdig erscheint uns dieser Austausch von Höflichkeiten während des Wahlkampfes. Jezt werden fich die schlesischen Zentrumsjunker mit den Konservativen der Provinz noch ungenirter sammeln".-

Konservatives Wahlkampf- Material.

Politische Mebersicht.

Berlin  , den 16. Mat.

"

Das preußische Abgeordnetenhaus hielt heute zwei Sigungen ab, die beide durch Feststellung der Beschlußunfähig­Das Bademecum für die Reichstagswahlen 1898, herausgegeben feit ein frühzeitiges Ende hatten. Zur Berathung stand das für gutes, reines Roggen- oder Weizenbrot, ſo iſt die zu­von dem Wahlvereine der Deutschen   Konservativen für seine Mit­glieder, ist soeben erschienen. Es ist nahezu 200 Seiten stark und nerbenrecht für Westfalen   in dritter Lesung, dessen mischung von Mais in unser tägliches Brot auch unserem Ge­enthält außerdem als Anhang den stenographischen Bericht über den Zustandekommen die Nationalliberalen mit allen Mitteln ſchmack nicht zusagend. Außerdem aber ist der starke Mais­Die Pellagra  , Dresdener Parteitag. Der Preis ist einschließlich Porto   1 M. hintertreiben wollen. Die Debatte bot nichts besonderes. In genuß nicht einmal gesundheitlich zuträglich.

Einen Wahlaufruf

hat auch die Deutsche Volkspartei" in Berlin   erlassen.

"

auf ein oder zwei Dutzend beläuft.

=

-

Außerdem liegen folgende konservative Flugblätter zur Verfen- der letzten Sitzung, die morgen Vormittag um 10 Uhr statt ein Aussah, der in allen den Ländern herrscht, wo Mais kultivirt dung bereit: Nr. 1 Wahlaufruf der konservativen Partei, Nr. 2 Was findet, soll die Gesammtabstimmung über das Anerbengesetz und konsumirt wird, ist, einmal im Volfe verbreitet, eine die konservative Partei will und was sie nicht will( Auszug aus dem vorgenommen und sodann die Interpellationen mit Ausnahme zähe und gefährliche Krankheit, daß es höchst bezeichnend Programm), Nr. 3 Wähler! Arbeiter!( Zur Aufklärung über die der Getreide Interpellation berathen werden. für die betreffenden Parteien ist, wenn sie dem deutschen  Sozialdemokratie), Nr. 4 Deutsche Wähler 1( Zur Sammlung der Diese kommt nicht mehr zur Verhandlung, wohl Volte Maisbrot auftischen wollen. Einer demagogischen Taktik nationalen Wähler), Nr. 5 Landwirthe, seid auf Eurer Hut!( Gegen aus dem Grunde, weil die Agrarier inzwischen selbst zu der 3 Liebe denken aber vor den Wahlen nationalliberale Blätter die freisinnige Bauernheze), Nr. 6 An Alle, die des Königs Rock ge­tragen haben, Nr. 7 An die deutschen   Beamten. leberzeugung gelangt sind, daß sie sich mit der Be- nur an ihren augenblicklichen Vortheil, mag das deutsche  Volk dadurch auch dauernden Schaden haben. Selbst die fprechung derselben nur schaden würden.- Mailändische Strife fann diese Boltsfeinde von der Ver­Das Herrenhaus berieth hente die Pfarrerbefoldungs- folgung ihrer furzsichtigen Pläne nicht abschrecken. Sie essen Wir wissen nicht genau, ob sich die Zahl dieser Berliner   Demokraten gesetze. Während die Kommiffion die unveränderte Annahme der ja kein Maisbrot. Das soll nur Kaviar für das Volk Vorlage in der Fassung des Abgeordnetenhauses und dreier Reso- werden. lutionen empfahl, die im wesentlichen darauf hinausgingen, die Ueber die Wirkung der Getreidepreise in Stuttgart   wird Wie aus Bergshausen  , einem Ort im Wahlkreise Kaffel, berichtet eine Anzahl von Konservativen unter Führung des Grafen der Frankf. 8tg." gemeldet: Wie die dortige Freie Bäcker- Genossenschaft" bekannt wird, sind dort am 10, d. Wits. antisemitische Flugblätter durch den von Klindowström, die Ablehnung des evangelischen Gesetzes Ortsdiener verbreitet worden. Ja, noch mehr auf jedes einzelne und die jährliche Bereitstellung von 6 Millionen zur Aufbesserung der Lage macht, foftet vom 13. d. Mts. ab 1 Kilo Weißbrot 81 Pf., Flugblatt war der Name des Empfängers aufgeschrieben und man der evangelischen Pfarrer durch den Etat. Veranlaßt wurde dieser Theil Halbweiß 29 Pf., Schwarzbrot 25 Pf., Mehl 24 und 23 Pf. sagt, daß auch diese Arbeit auf dem Amte besorgt worden sei. Ist der Konservativen zu seinem ablehnenden Votum, weil er sich nicht das Pfund. Die Bäder weisen darauf hin, daß seit Jahree­dem so, dann haben wir die Gewähr dafür, daß das Neichs- Wahl- damit befreunden kann, daß die Verwaltung der Pfründen inzufunft auf frist die Getreide- und Mehlpreise um 40 pct. gestiegen scien gesetz in Bergshausen   herzlich wenig bekannt ist, denn sonst müßte die Pfarrgemeinden übergehen soll. Nach einer sechsstündigen man wissen, daß derartige Arbeiten als amtliche Wahlbeeinflussungen gelten und auf Reklamation zur Ungiltigkeits- Erklärung der Wahl führen. Von der Agitation.

Flugblätter amtlich verbreitet.

Für die Provinz Brandenburg  , besonders für diejenigen Kreise, die teine eigene Burteizeitung haben, erscheint in awanglofer Reihenfolge eine sozialdemokratische Flugschrift, bezeichnet Der Wähler". Die erste Nummer ist als treffliches Agitationsmaterial in großer Auflage zur Verbreitung gekommen. Auch für Köln  Stadt und Land ist eine wöchentlich erscheinende Flugschrift unter dem Titel Der Reichstagswähler" herausgegeben.

Härten bei der Ausführung der Gesetze abzuschwächen, beantragten

"

Debatte, in der die Regierung wiederholt erklärte, daß sie dem An- und stellen, falls diese Bewegung anhält, eine weitere trage Klindowström unter feinen Umständen zustimmen fönne, wurde Preiserhöhung in Aussicht. derselbe in namentlicher Abstimmung mit 105 gegen 36 Stimmen Auch in Wien   haben die Bädermeister für das Publikum abgelehnt und nunmehr die Vorlage mit den Resolutionen en bloc fehr empfindliche Maßregeln aus Anlaß der Hungernoths. preise ergriffen. In Tarnopol  ( Galizien  ) hat der dortige angenommen. Gemeinderath dieser Tage zwei große Bäckereien in eigener Regie errichten und wird das Brot um 4 Streuzer per Pfund verkaufen lassen, also um die Hälfte billiger, als der jetzige Preis ist. Die ganz Armen sollen es ganz umsonst be­kommen.

Im Laufe der Sizung erschien Fürst Hohenlohe, um die könig­Tiche Botschaft zu verlesen, welche die Mitglieder beider Kammern des andtages zur gemeinsamen Schlußsigung im Schloß auf den 18. Mai Morgen: Sekundärbahn- Vorlage.

einladet.

"

Mit den Hungersnothpreisen treiben die Konservativen In der Schweiz   hat sich aus Anlaß des Aufschnellens Im Wahltreise Potsdam Osthavelland zeigen offenen Spott. Sie haben nunmehr, lediglich aus höfischen der Getreidepreise ein förmlicher Krieg zwischen den privaten fich jetzt die Freisimmigen recht regsam; am Sonntag veranstaltete Rücksichten, um die Zeitdispositionen des Königs nicht zu Müllern und Bäckern und den Konsumvereinen der Arbeiter der Liberale Wahlverein für Potsdam   Spandau   Ofthavelland" je stören, ihre Interpellation über die Getreidetheuerung zurück entwickelt. Die Müllerkommission in Virschach diktirte z. B. eine Versammlung in Wustermart und Falkenrehde, in welchen der gezogen. Die Freikonservativen im Abgeordnetenhause haben den Preis für ein fünfpfündiges Weizenbrot auf 1,36 Fr., die freifinnige Kandidat Dr. Mugdan referirte. Derfelbe zog der Fraktionssitung sich über ihre Stellung Genossenschaftsbäckerei St. Gallen ging aber nicht über 1 Fr. lediglich gegen die Junkerpartei scharf zu Felde, gegen heute in die Sozialdemokratie wußte er nichts em zur Interpellation des Abg. Grafen Kanig betreffend hinaus und vereitelte so den von den patriotischen Müllern von Belang ein zuwenden. In Wusterniart trat ihm der fozialdemo- die Getreideversorgung schlüssig gemacht. Sie gaben die und Bäckern beschlossenen Raubzug auf die Taschen des fratische Kandidat, Schröer, entgegen und entwickelte unter dem Absicht, selbständig zu interpelliren, auf und schlossen arbeitenden Volkes. In Winterthur   wurden die Verwalter Beifall der Zuhörer sein Programm. Bemerkt sei noch, daß sich die sich der Interpellation Kaniz dem Kern nach an. Bei Be- der Arbeiter und Konsumbereine von den profithungrigen Spandauer Liberalen" der Kandidatur Dr. Mugdan's gegenüber sprechung der Interpellation Stanik wollte morgen Abg. Gamp Bäckermeistern förmlich gestürmt, den Preis von 60 auf vollständig passiv verhalten, Der Anz. f. d. Havelland" erklärte vor den Standpunkt der Partei klarlegen. Um diese Gamp'sche 70 Gts. für das dreipfündige Weizenbrot zu erhöhen, was einigen Tagen rundweg, daß auch dieser Kandidat ebensowenig wie der Nede kommt nun freilich das deutsche Volk. Dagegen weiß jedoch diese ablehnten, so daß nur eine Erhöhung auf 65 Cts. zuerst aufgestellte Dr. Bennede nach seinem Herzen sei. Auch der Orbinungsflingel veranstaltet jetzt fleißig Versammlungen, natürlich man wohl, was Herr v. Miquel auf die Interpellation immerhin noch viel!- beschlossen werden konnte. unter lebhafter Betheiligung der Behörden, auf dem Lande, um den zu antworten beabsichtigte. Die Berl. Pol. Nachr." theilten Mischmaschkandidaten Pauli den Wählern zu präsentiren. Viel Glück dies schon mit, bevor die Zurückziehung der Interpellation in werden die guten Leute mit ihrem Kandidaten aber diesmal wohl Aussicht stand. Sie schrieben: nicht haben, denn das Gros der Wählerschaft hat sich an dem Die vom Grafen Stanisz mit Unterstützung der konservativen stimmig, die Petition des Münchener   Journalisten- und Schrist­bisherigen Abgeordneten, Pastor Schall  , gründlich den Magen Fraktion im Abgeordnetenhnuje aus Anlaß der Höhe der Getreide- stellervereins, die Auslegung des§ 360 Biffer 11 des R.- Str. G.-B. verdorben. Am Sonntag vertheilten unsere Genossen in allen preise eingereichte Interpellation berührt mir eine allerdings sehr betreffend, der königlichen Staatsregierung zur Berücksichtigung Dörfern des Kreises ein speziell für hiesige Verhältnisse passendes wichtige Seite der Frage, welche Wirkungen die Abhängigkeit der zu überweisen. Flugblatt, und überall fanden sie bei der arbeitenden Bevölkerung Befriedigung ant deutschen   Bedarfs Brotfrucht vom In der sehr lebhaft geführten Debatte sprachen Dr. Daller( 3) auch gute Aufnahme. Auslande hervorgebracht hat. Denn die Wirkungen dieser und der freisinnige Abg. Dr. Günther energisch gegen die Auss Der Wahlkampf ist in Düsseldorf   feit 14 Tagen leb- Abhängigkeit treten zwar besonders start hervor bei Kriegs- legung des§ 360, Ziffer 11 durch die Gerichte. Unser Parteigenosse haft im Gange. gefahr, allein fie beschränken sich keineswegs auf diesen Fall, sondern v. Bollmar betonte, daß die heutige Rechtsprechung unzweifelhaft In der verflossenen Woche leiteten die Genossen den Wahlkampf machen sich stets entsprechend geltend, wenn der Gesammtwerth an von dem Rechtsbewußtsein des Volkes ebenso weit entfernt ist wie offiziell mit zwei stattlichen Wählerversammlungen ein, die beide von Brotfrucht auf dem Weltmarkte unter das Normalniveau sinkt von dem Siun des Gesetzes nach seinem historischen Ursprung. Die zahlreichen Gegnern, namentlich aber von Bauern gut besucht waren. und daher das Angebot hinter der Nachfrage zurückbleibt. In allen Rechtsprechung ist gegenwärtig absolut uferlos geworden. Per­Unser Reichstags Kandidat Grimpe Elberfeld   sprach diesen Fällen ist unsere Voltsernährung der Ausbeutung durch die fönliche Anschauungen, Stimmungen und Ten­unter jubelndem Beifall in der ersten, und Reichstags- Ab- internationale Spekulation ausgesetzt. Selbst die so benzen sind ausschlaggebend. Durch eine derartige Rechtsprechung geordneter Moltenbuhr in der zweiten Versammlung. Daßlaugenfällig von rein spekulativen Momenten in politischen Dingen und in bezug auf die Presse ist eine voll­

des

Gegen den ,, groben Unfug". Aus München   wird uns ge­schrieben: Die bayerische   Abgeordnetenkammer beschloß in ihrer Sigung vom Sonnabend, den 14. Mai, nahezu ein