Die Neue Welt. Illustrirte Unterhaltungsbeilage.

ehemalige Fluthwelle auf dem Monde die heute vom Monde auf der Erde hervorgerufene an Höhe sechs mal übertraf, also äußerst gewaltthätig auftrat.

Betrachtet man nun die gegen die Erde kleine Mondmasse und ihr geringes spezifisches Gewicht, so

erscheint es äußerst verständlich, daß die gewaltige

Hansen in Gotha wies Lezteres schon vor Jahren nach, indem er feststellte, daß der Schwerpunkt des Mondes nicht mit seiner Mitte zusammenfalle, son­dern der Erde näher liege.

Aber wo blieb das Wasser des Mondes? Auf diese sich von selbst aufdrängende Frage

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Bei fortschreitender Abkühlung schlagen sich nach und nach nun immer mehr Wasserdänipfe als Wasser nieder; lezteres dringt nun auch in die aus der Gluth erstarrende Felsenrinde ein, und zwar mit zunehmender Dicke derselben in immer größeren Massen.

Mondfluth, auf welche vermuthlich die erwähnte theilweise Zerstörung der Ränder vieler Ringgebirge zurückzuführen ist, den Mondumschwung in relativ furzer Zeit aufzehren mußte.

Der Mond siellte sich zum Schluß mit seiner schwersten Hälfte, der überwiegend mit hochstrebenden Gebirgen besetzten, gegen die Erde ein und verblieb dann dauernd in dieser Lage.

In die Welt hinaus. Von Georg Knorr.

giebt nun die Kant - Laplacesche Weltentstehungslehre ( vergl. Das Werden im Weltall " in Nr. 18) die genaueste Auskunft.

Ursprünglich, wenn ein Weltkörper noch in glühen­dem Fluß, sind alle bei dieser Temperatur verdampf­baren Stoffe, also auch das Wasser, in seine Ele­baren Stoffe, also auch das Wasser, in seine Ele­mente zerlegt, oder in Dampfform in der Dunst hülle enthalten.

Nun ist aber das riesige Wasserquantum, welches z. B. die Erde beherbergt, gegen die Masse der festen Stoffe gerechnet, nur äußerst gering, hat daher schließlich die Erdrinde eine gewaltige Dicke erreicht, so wird endlich alles Wasser und der größte Theil der Luft von der Erdrinde wie von einem Schwamme aufgesogen werden, die nicht mehr durch einen Dunst­mantel gegen die Kälte des Weltraumes geschützte