Nr. 186.
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Social- Demokrat.
Diese Zeitung erscheint täglich
mit Ausnahme
der Sonn- und Festtage.
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Organ des Allgemeinen deutschen Arbeiter- Vereins.
Redigirt von J. B. v. Hofstetten und J. B. v. Schweiter.
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Bestellungen werden auswärts auf allen Bostämtern, in Berlin auf der Expedition, von jedem soliden Spediteur, von der Expreß- Compagnie, Scharrenftr. 1, sowie id auch unentgeltlich von jedem rothen Dienstmann " entgegen genommen. Inserate( in der Expedition aufzugeben) werden pro dreigespaltene Petit- Beile bei Arbeiter- Annoncen mit 1 Sgr., bei sonstigen Annoncen mit 3 Sgr. herechnet.
Agentur für England, die Colonieen und die überseeischen Länder: Mr. Bender, 8. Little New- Port- Street, Leicester- Square W. C. London . Agentur für Franfreich: G. A. Alexandre, Strassbourg , 5. Rue Brulée; Paris , 2. Cour du Commerce Saint- André- des- Arts.
Vortrag
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vor der allgemeinen Arbeiter- Versammlung in der Berliner ,, Alhambra ", am 15. October 1. 3.
( Mit einiger Ausfeilung nach stenograph. Aufzeichnung.) ( Fortsetzung.)
So viel ist flar, m. H., daß diese Associationen, als auf einem von der jetzigen Productionsgrundlage wesentlich verschiedenen Princip beruhend, geeignet und bestimmt sind, in die jeßigen wirthschaftlichen Verhältnisse gewissermaßen Bresche zu schießen, so zu sagen, als ein Keil in dieselben eingetrieben zu werden.
Dieser Zwed muß durch entsprechende Anordnung gefördert werden.
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Demzufolge wäre dafür Sorge zu tragen, einmal, daß die Productiv Associationen mit Staatscredit gerade in solchen Gewerbszweigen begründet würden, welche auf einen größeren Kreis anderer Gewerbszweige von beftim mendem Einfluß wären;
sowie auch ferner, daß man sie über alle Theile des Landes verbreitete, insbesondere aber in die großen, Ausschlag gebenden Industriedistricte hineinwürfe.
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Denn, m. H., nur dann, wenn in Gemäßheit vorzugsweise dieser, in zweiter Linie auch anderer, ähnlicher Gefichtspunkte vorgegangen würde nur dann wäre es möglich, die geschoffene Bresche gehörig auszuweiten, den eingetriebenen Steil bis ins Centrum zu drängen.
Es würde sich nun hieran die Frage knüpfen: welches denn die ven jenen Associationen ausgehenden Wirkungen, die eine Untergrabung und Umwandlung der jetzigen Productionsweise herbeiführen müßten, fein würden?
Allein, m. H., bevor wir diese Frage beant worten, laffen Sie uns da wieder anknüpfen, wo wir zuvor unsern Gedankengang unterbrachen-
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volkswirthschaftlichen Gesellschaft und dadurch der erwüchse.*) Bei manchen der erwähnten Mittel, menschlichen Gesellschaft überhaupt ist. Diesem durch welche der Staat die Errichtung von obersten Rechte gegenüber aber erscheint alles be- Productiv- Associationen ermöglichen könnte, liegt 22. stehende Recht dermaßen als bloßes Schein und allerdings ein äußerer Schein vor, als ver Formrecht, daß es frob sein muß, wenn es von löre die befigende Klasse nichts dabei; aber es ift libera jenem überhaupt nicht mit einem Schlage zu Trüm- eben auch nur ein Schein, und jeder, welcher die mern zertreten, sondern nur in allmähliger Wirksam gesellschaftlichen Zusammenhänge einigermaßen in den fin feit verdrängt wird. Sollte irgend Jemand in den ihre Tiefen und Verzweigungen zu verfolgen verSinn dieser Ausführung nicht genügend eingedrun- mag, muß erkennen, daß der befizenden Klaffe irgen sein, so möge er sich die Sache also vorstellen: gend wo und irgend wie der entsprechende Schaden der Staat hat jetzt das Recht, zu Gunsten von erwachsen müßte. Aber das ist sehr gleichgültig; Einrichtungen, die er für im allgemeinen Intereffe denn diejenige Klaffe, welche von jeher ihre Reich liegend erachtet, z. B. für die Herstellung und Er- thümer auf Kosten der Arbeit gesteigert hat, muß haltung der Rechtspflege, der Verkehrswege u. f. f. frob sein, wenn sie vorerst so billigen Kaufes durch Steuern zu erheben; d. h. er legt seine Hand, so fommt, wenn sie zum Zweck der Verwirklichung des weit er es für nöthig erachtet, auf die Gesammt ewigen und unverjährbaren Rechtes der Arbeit vorheit der in seinem Bereiche vorfindlichen Werth- erst nur eine geringe, im Vergleiche zu ihrer weiter gegenstände und wertherzeugenden Kräfte. Sobald Bevorzugung faum nennenswerthe Einbuße erleidet. um 2 wir nun nachgewiesen baben und wir glauben, Ja, m. H., wie wenig es hiermit auf sich hat, er daß dies von uns geleistet ist daß die Her giebt sich aus der einfachen Erwägung, daß ja ber melbet stellung der gedachten Productiv- Associationen einen Umstand, daß sie eine Einbuße erleidet, lebig im Interesse aller Arbeitenden d. h. der ungeheuren lich darauf beruht, daß sie unter den jetzigen EinMehrzahl im Staate liegenden Zweck zu fördern richtungen alle überhaupt möglichen Vorausgese und einen großen Culturfortschritt herbeizuführen, theile genießt, wonach freilich der Umstand, daß geeignet ist, so hat der Staat, die hierzu erfor nunmehr durch vorhandenes Kapital einer andern derlichen Gelder aufzubringen, mindestens dasselbe Klasse ein Vortheil bereitet werden soll, ihr gegen Recht, wie zur Steuererhebung oder Anleiheauf über als eine drohende Einbuße erscheinen muß. nahme zu sonstigen Zweden.( Beifall.)
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M. H. Nachdem wir bis hierher festgestellt, daß der Staat das Recht hat, die für Herstellung der gedachten Associationen nöthigen Gelder zur Verwendung zu bringen, fragen wir weiter, woher er diefelbe nehmen solle.
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Also, wie gesagt, m. H., halten wir uns vor erst nicht mit der Frage auf: wie der Staat e machen soll, sondern stellen wir nur fest: daß er es machen kann. Der Staat, m. H., kann jeben Augenblid, wenn er guten Willen hat und Ernſt macht, über die erforderliche Summe verfügen: leibe. Diese Gewißheit genügt für die Hauptfache, und auf die aufgeworfene Frage: Woher soll der Staat bas nöthige Geld nehmen? ertheilen wir somit furz und einfach die Antwort: Daher, woher er über cebire haupt seine Gelder nimmt.
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Mr. H.! Man fann diese Frage verschieden beantworten; es giebt mehr oder minder brückende Arten, wie der Staat seine Geldmacht in Bewegung feßen fann; er fann theilweise die directe Be steuerung in zweckentsprechender Art zur Anwendung bringen, er fann Papiergeld ausgeben, er fann Wie viel nun, m. H., wäre erforderlich, um Zinsgarantieen übernehmen u. s. w. Allein, m. gedachten Associationen in dem früher bezeichnete große H., welchen der möglichen Wege man in biefer Sinne, als Bahnbrecher der neuen Zeit Beziehung einschlägt, wäre in der Hauptsache nicht herzustellen? Was wäre das mindeſte hierzu einmal, wieso man dazu berechtigt sei, vom von Belang. Denn was das Widerstreben der Erforderliche? ( Fortsetzung folgt.) Staate Gelder zu solchem Zwede zu verlangen; Bourgeoisie in diesem Betreff verursacht, ist, nächst uno ferner, woher der Staat die erforderlichen der Erkenntniß, sich um eines *) Selbst der Umstand, daß ein großer Theil der wird Was die erste Frage betrifft die Frage zustandes handelt, das Bewußtsein, daß man wird gezahlt zu Gunsten der Aufrechterhaltung des gänzlich neuen, alle Bevorzugungen ausschließenten ger Ausführung nur scheinbar entgegen. Denn derfelbe und nach der Berechtigung jo erinnere ich Sie die erforderlichen Kapitalien von Staats wegen fapitalbesitzende Klaffe bevorzugenden Gesellschaftszustan an das früher Nachgewiesene, wonach aller Tausch- nur dadurch aufzubringen vermöchte, daß man des. Selbst also wenn man annehmen wollte, die B werth, d. h. aller gesellschaftliche Werth*) nur durch deren Wirksamkeit den Besißenden entzöge. Man buktiv Affociationen sollten von einem Staate hergestellt die Arbeit entsteht, woraus wir folgerten, daß wer verstehe dies ja nicht falsch! Es ist durchaug werden, in welchem sich der mit den indirekten Steuern das Recht der Arbeit verwirklichen wolle, nur be- nicht nöthig, daß man den Besitzenden dies noch der Vortheil ergeben, daß die Steuern der Unbe getriebene Unfug erhalten hätte, so würde fich immer strebt sei, das Recht desjenigen Elementes zu ver- oder jenes direct hinwegnimmt, aber das ist mittelten, soweit fie hier als theilweise Grundlage wirklichen, welches die bleibende Grundlage der nicht zu leugnen, und ich erkläre es ausdrücklich Staatskredits in seiner concreten Gestalt in Betracht selbst, damit nicht zeitverzettelnde Streitigkeiten in fämen, nunmehr, vom gedachten Gebiete aus, zu *) Allerdings würde dieser gesellschaftliche Werth in dieser Beziehung entstehen: daß, man mag sich an- des Boltes selbst, nicht mehr zu Gunsten der fapital der neuen Geſellſchaft in erster Linie nicht mehr als stellen wie man will, die erforderlichen Stapitalien besitzenden Klaffe im geſellſchaftlichen Zusammenhan
Gelder nehmen solle.
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sondern auf seine Grundeigenschaft als gesellschaftlicher den Besitzenden auf irgend einem Punkte und in brung, daß der erwähnte Mißstand aufhören muß; wo nicht auf diese seine dermalige Erscheinungsform an, nicht flüssig gemacht werden können, ohne daß Mitwirkung fämen. Uebrigens bedarf es keiner And Firgend einer Weise der entsprechende Ausfall nach sich die Sache zweckentsprechender geftalten würde.
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