Nr. 1.
Bweiter Jahrgang.
Social- Demokrat.
Diese Zeitung erscheint täglich mit ausnahme
der Sonn- und Festtage.
Abonnements Preis für Berlin incl. Bringerlobn: vierteljährlich 18 Sgr., mo natlich 6 Sgr., einzelne Nummern 1 Sgr.; bei den Königl. preußischen Bostämtern 22/2 Sgr., bei den preußischen Bostämtern im nichtpreußischen Deutschland 18/4 Sgr., im übrigen Deutschland 1 Thlr.( fl. 1. 45. südb.fl. 1. 50. österr. Währ.) pro Quartal.
Elud
Agentur für England, die Colonieen und die überseeischen änder Agentur für Franfreich: A. Alexandre, Strassborg,.
Bestellungen werden auswärts auf allen Bostämtern, in Berlin auf der Expedition, von jedem soliden Spediteur, von der Expreß- Compagnie, Spandauerbrücke 3, sowie auch unentgeltlich von jedem rothen Dienstmann " entgegen genommen. Inserate( in der Expedition aufzugeben) werden pro dreigespaltene Petit- Zeile bei Arbeiter- Annoncen mit 1 Sgr., bei sonstigen Annoncen mit 3 Sgr. herechnet.
Bender, 8. Little New- Port- Street, Leicester- Square W. C. London . Brulée; Paris , 2. Cour du Commerce Saint- André- des- Arts.
An die deutschen Arbeiter und Mitglieder der social- demokratischen Partei.
Ein Jahr ist abgelaufen, seitdem uns die ehrenvolle Aufgzy Theil geworden, die deutsche social- demokratische Partei in der Presse zu vertreten.
Wir glauben, diese Ehrenpflicht redlth und nach besten äften erfüllt zu haben.
Weder Mühen und Opfer, noch Must und Verfolgung können uns jemals davon abhalten, so lange es uns nur immer möglich ist, auf unserem schweren Pen auszuharren wir werden, wie im vergangenen Jahre, so auch künftighin für die heilige Sache des enterbten Volkes kämpfen, mit Muth und Ausdauer.
Immer höher, immer mächtiger unb freier gehen die Wogen der deutschen Arbeiterbewegung.
Voll und rein haben wir das Banner der Partei entfaltet und darum hoffen, darum glauben wir mit Zuversicht, daß Alle, Alle, denen die heilige Sache des Volkes am Herzen liegt, sich um dieses Banner schaaren, uns in den schweren Kampfe unterstützen werden. Denn nur dann kann die Sache des Volkes, dessen einziges Besißthum die Arbeit ist, kann die Arbeiter sache, welche die Mächtigen und Reichen mit mißtrauischen und scheelen Augen betrachten, des endlichen Sieges gewiß sein, wenn Diejenigen alle, welche, nebst einem fühlenden Herzen für die Arbeiter, Talent und Kenntnisse besitzen, in diesem Kampfe mitwirken, ihm ihre Unterstützung leihen.
Vergessen also seien grundloser Hader und Zwist, vergessen jedes Mißverständniß, das uns momentin trennen konnte, und gemeinsam sei fortan gekämpft für die gere, e Sache!
Wir hoffen und wünschen dies als besten Neujahrswunsch für die Partei, für die Sache der Social Demokratie. Mögen alle Arbeiter und wahren Arbeiterfreunde uns unterstützend entgegenkommen!
Lasset uns vergessen alle kleinlichen Zwistigkeiten, alle gleichgültigen Nebendinge, uns fest an einander schließen zu brüderlichem Bunde und uns geloben, nur dem Einen großen Gedanken, nur dem Einen großen Ziele leben zu wollen: dem endlichen Siege unserer gerechten Sache! Die Nedaction des ,, Social- Denokrat."
Unser Programm.
Drei große Gesichtspunkte sind es, welche das Streben und die Thätigkeit unserer Partei bestimmen:
Wir bekämpfen jene Gestaltungen des europäischen Staatensystems, welche, unnatürlich die Völker trennent und verbindend, aus dem feudalen Mittelalter in das neunzehnte Jahrhundert sich herübergeschleppt haben wir wollen fördern de Solidarität der Völkerinteressen und der Volkssache durch die ganze civilisirte Welt.
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Wir wollen nicht ein ohnmächtiges und zerrissenes Vaterland, machtlos nach außen und voll Willkühr in Innern das ganze, gewaltige Deutschland wollen wir, den Einen, freien Volksstaat.
Wir verwerfen die bisherige Beherrschung der Gesellschaft durch das Capital wir hoffen zu erkäpfen, daß die Arbeit den Staat regiere.
Diese drei großen, auf gemeinsamer Grundlage beruhenden Gesichtspunkte weisen uns in jeder möglien Frage mit zwingender Nothwendigkeit auf die Bahnen, die wir zu wandeln haben.
Unsere Prinzipien sind einfach und klar ihre Consequenzen zu ziehen werden wir uns niemals scheue
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Bestellungen für das erste Quartal 1866 ift feine Bolitit der Ueberraschungen, keine Politik eines werden fortwährend( auswärts auf den ämtern) angenommen.
Post
* Berlin , 2. Jan.[ 3ur Elbherzogthümerfrage) schreibt die ,, Nordd. Allg. 31g.": Die preußische Bolitik in der Elbherzogthümerfrage
Gasteiner Uebereinkunst so vortheast für Preußen Man verlegt sich also auf' Warten. Ganz
dreisten Handstreichs, sondern eine Politik der innerlich macht. sten Nothwendigkeit. Jedes Brüsfiren der Frage würde daber für Preußen nur schädlich gewesen sein, denn troß gut; man thut dies, weil man cht anders fann alter Agitationen der Gegenparteien befestigt sich in den und genöthigt ist, nur noch audie Fehler des Gemüthern, langsam aber sicher, immer mehr der Gedanke, daß die Suzeränetät des Norddeutschen Groß getreuen Alliirten und Mitbesitze zu spekuliren. staats in jenen deutschen Provinzen die naturgemäße und Daß es so kommen würde, war ach längst vorbaber einzig mögliche Lösung dieser Frage ist. Jeber auszusehen. Eine besondere Voyeilhaftigkeit füt weitere Tag in diesem Provisorium schafft für Preußen vermögen wir darin unin dem Gastei Preußen neue Anhänger und vermindert die Zahl ner Bertrag eben so wenig zu eiden als in der unferer Gegner Das ist das Geheimniß unserer Stärke Habsburg- Hohenzollern'schen Alliz überhaupt. in dieser Frage, und dieser Grund ist es, welcher die[ Ueber das angeblich sterreichisch
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