unter der Kritik; was das Tageslicht scheut, hat mit dem Volkswohl| nichts zu thun!

Unterdrückung jeder freien Meinung; Ausnahmegesetze gegen die wahren Bortämpfer des arbeitenden Boltes, die Sozialdemokraten; Bolizeiherr schaft; stetige Bermehrung des Steuerbrudes; Bertheuerung der Lebens­mittel durch Zölle zum Vortheile der Reichen; politische und ökonomische Entrechtung und Ausbeutung der Millionen des Voltes zu Gunsten einer Handvoll Bevorrechteter das ist Alles, was das Volk bisher von

seinen Herren empfangen hat. Und man hat noch die Kühnheit, vom Volt Vertrauen zu ver­langen!

Nein, das arbeitende Volt hat kein Vertrauen zu den herrschen­den Klassen! Es erwartet von denselben keine Verbesserung seiner traurigen Lage, fondern ist der Ueberzeugung, daß man mit der famosen Sozialreform es nur vom rechten Weg zur Befreiung abbringen, es auf's Neue bethören und ihm neue Fesseln schmieden wilt!

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Die Befreiung des arbeitendes Volfes wird niemals als ein ,, Geschent" von Oben kommen, sondern muß das Werk des Volles selbst sein; sie tann nur auf dem Wege der Sozialdemokratie er folgent"

Die Polizei bemühte sich sehr eifrig, die Vertheilung möglichst zu ber hindern. Besonders war es der Hochlöblichen ärgerlich, daß eine nicht unbedeutende Anzahl in die nebenangelegene Kaserne zu den Fenstern hinein vertheilt wurden.

Hierauf gings mit Hochs auf die Sozialdemokratie in Massen nach verschiedenen Lokalen, wo sich Genosse Vollmar hinbegab und sozialistische Lieder und Vorträge weckten wieder manch alten Kämpfer aus der Saum­seligkeit und die Sache der Sozialdemokratie hat in Mainz wiederum einen Schritt vorwärts gemacht.

So lange auf derartige Verbote von Versammlungen eine solche Antwort erfolgt, lebt die Sozialdemokratie im Volte kräftiger als jemals zuvor. Deshalb, Genossen von Mainz , nur so weiter vorwärts und wir werden bald keiner Stadt der Welt verhältnißmäßig an Zahl und Energie nachstehen. Frisch auf zum fröhlichen Kampfe gegen Finsterniß und Bedrückung, denn der Sonnenaufgang läßt sich nicht durch Purpurmäntel und Kutten verhängen.

Die Polizei hat verschiedene Haussuchungen nach dem Sozialdemokrat" vorgenommen und auch einen Genossen verhaftet, jedoch nach 11 Tagen wieder entlassen. Zwei Arbeiter haben denselben denunzirt, er habe sich der Verbreitung des Sozialdemokrat" schuldig gemacht, ihre Aussage beschworen und sind dann ausgerissen und zwar nach Paris , wohin das Nöthige bereits mitgetheilt ist, um wenn möglich nichts unbelohnt zu laffen.

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Karlsruhe , Ende März. Für Puttkamer. In der dieser Tage stattgefundenen Schwurgerichtsverhandlung gegen die beiden Re­dakteure Gerber( Ultram.) und Zahn( Demofr.), welche wegen Be­leidigung der Eisenbahnverwaltung durch die Preffe angeklagt waren, von den Geschworenen jedoch freigesprochen wurden, leistete der hiesige hochnationalliberale Oberstaatsanwalt Fieser einen köstlichen Beitrag zur Heiligkeit des Eides!

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" Sie find ein infamer Lügner", schleuderte der Herr Staatsanwalt einem beeideten Zeugen ins Gesicht, um das durch die Anklage zu Tage geförderte korrupte System zu retten. Nur eins ist möglich, Herr Staatsanwalt: Entweder mußten Sie den in öffentlicher Ver­handlung meineidig erklärten Zeugen sofort verhaften laffen, oder es ist Ihnen im Eifer das Geständniß entschlüpft, daß Sie selbst an die Heilig­keit des Eides nicht glauben." Ersteres ist nicht geschehen, somit müssen wir das Lettere annehmen und begrüßen wir Sie als Kämpfer gegen eine der schlimmsten Zwangseinrichtungen der heutigen göttlichen Ordnung! Es ist köstlich, wie diese Stützen der göttlichen Ordnung oft wider Willen dazu gezwungen find, dieselbe zu untergraben.

So sagte einst der frühere Minister von Stößer im badischen Landtage:

" Das Konzilium in Rom kam mir vor wie eine Menagerie";_auf das Geschrei der Römlinge antwortete die Opposition mit dem Aus­spruche Bio Nonos: Die protestantischen Kirchen sind öffentliche Häuser", und was sagt Wilhelm? Die Religion, der Glaube, muß dem Volk erhalten bleiben"!

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Nicht wahr, Herr von Buttfamer: Es sind schöne Stützen, diese Stützen der heutigen göttlichen Ordnung." Ein schlichter Arbeiter.

Mannheim , 24. März 1883. Zwei schreckliche Tage sind vor­über, Tage der Aufregung, aber nicht für uns, sondern für diejenigen, welche berufen sind, darüber zu wachen, daß der Staat nicht aus dem Leim geht! Am 22. tam Genoffe Vollmar hier an und bekam gleich wie aufmerksam doch die Polizei ist eine ganz nette uniformirte Dienerschaft, welche dafür zu sorgen hatte, daß unserem Genossen ,, fein Haar gekrümmt werde"! Am Abend genannten Tages fand sich Vollmar in der Hölle" ein, allwo ihn zirka 150 Parteigen offen erwarteten. An Reden" war nicht zu denken, auch wurde von uns nicht beabsichtigt, Reden" halten zu lassen, da sich die Diener der Hermandad sehr zahl­reich einfanden und dem Wirth Unannehmlichkeiten entstanden wären. Aber viel zu schlucken bekamen die Pinscher! Genosse Vollmar erzählte uns, die wir lautlos zuhörten, die bekannten Kaltenbach'schen Stinkereien, die Polizeischurkereien 2c. es war eine harte Aufgabe für die uni­formirten Esel, die, wie es den Anschein hatte, übrigens die vielen Sticheleien und Polizeiblamagen gar nicht merkten; sie standen da, wie Opferlämmer, die zur Schlachtbank geführt werden sollen.

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Daß aber die hiesige Bolizei die efelhaftefte, dümmste Bande der ganzen Welt ist, lassen wir uns nicht nehmen, was wir nun beweisen werden. In der Familie des Genossen Vollmar war früher während langen Jahren eine treue Seele als Erzieherin des jungen Vollmar. Dieselbe ist seit Jahren hier verheirathet an den Genossen Schaub. Vollmar frente fich, seine Louise" wieder zu sehen und Louise weinte vor Freude, als sie erfuhr, daß ihr ehemaliger Pflegebefohlener hierher komme. Es darf daher Niemand wundern, wenn sie in der Hölle" an jenem Abend neben Vollmar saß und ihn andern Tags auch im Gasthaus, allwo der­selbe abstieg, besuchte. Vollmar nannte sie Louise", was der Polizei viel Kopfweh verursacht haben mag! Als sie gestern Mittag den Gasthof verließ, näherte fich so ein tölpelhafter Bengel von einem Schußmann und schrie sie an: Sie sind verhaftet!" Unsere gute Louise die noch teinem Menschen etwas zu Leide that fragte: warum, und wollte vorher noch ihrem Manne, den sie gleich nannte, Mittheilung machen. Aber pfiffig, wie so ein Gauner ist, erwiderte er mit schlauem Lächeln: Kommen Sie nur, wir tennen Sie schon!" Louise folgte also zur Wachtstube, allwo fie folgendes Verhör zu bestehen hatte: Wer sind Sie und woher tamen Sie zugereift? Louise: Ich bin die Frau des Schneiders Schaub und wohne schon jahrelang hier! Der Polizeib- engel: Lügen Sie nicht, wir tennen Sie, Sie sind die Louise Michel !!! Tableau! Frau Schaub hat sich nun sofort legitimirt, nichtsdestoweniger wurde sie nach dem Amtsgefängniß geschleppt, allwo fie fich bis auf's Hemd entkleiden mußte. Die Kleider wurden nach Dynamit, Spreng­bomben, revolutionären Schriften 2c. durchsucht natürlich vergebens, denn woher sollte die schlichte Bürgerin zu so etwas tommen?! Bon da aus mußte sie nochmals unter starter Eskorte zur Wachtstube, allwo man sie in Freiheit setzte!

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booline audio funkc Löwenhaut den Nimbus der Macht und des Ansehens zu retten und lernen mag es daraus, wie es gemacht werden muß, die ganze Hanswurst Bagage schleunigst zum alten Plunder zu betten. Glückliche Reise und viel Vergnügen! quidzse in Der schwarze Rothe. m disilo mis R Genf, im März. Die deutschen Sozialisten allhier haben be­schloffen, eine internationale Briefmarkensammlung zu veranstalten, deren Ertrag zu Gunsten des Unterstützungsfonds verwendet werden soll. Um aber einen Erfolg zu erzielen, ist es nothwendig, solche Sammlungen im Großen zu organisiren. Deswegen ersuchen wir alle Vereine in den verschiedensten Ländern, sowie alle Genoffen, das Ihre zum Gelingen des Werkes beizutragen. Es ist daher nothwendig, allüberall Verbindungen anzuknüpfen, Filialen zu errichten, Jemand zu wählen, der mit uns forrespondirt, Marken empfängt und abliefert u. f. w. Erst wenn dies vollständig organisirt ist, können wir auf einen nennenswerthen Erfolg hoffen. id ad of

Genoffen allerorts, an die Arbeit. Es gilt einem guten Zweck. Wir alle korrespondiren. Die Briefmarken, die wir bisher meistens dem Kehrricht übergeben, sollen zu Geld zu Brod gemacht werden, um manche Thräne der Familien zu stillen, die ihren Ernährer durch die in­fame Sozialistenverfolgung verloren hat. Aber nicht blos das. Durch eine solche Verbindung sind wir in den Stand gesetzt, uns gegenseitige nothwendige Mittheilungen zu machen, uns zum frohen Schaffen anzu­spornen u. s. m.

Wir ersuchen schließlich, vorläufig alle Briefe, Marken 2c. zu senden an den Vorstand des Deutschen Arbeitervereins Genf, rue Guillaume Tell.

London , 19. März 1883. Als ich Ihre Broschüre zu Gesicht bekam, welche über die Polizeispigelei in und außerhalb des heiligen deutschen Reichs interessante Aufschlüsse bringt, war für mich ganz be­sonders interessant, daß ich auf einer der letzten Seiten die Adresse fand: 13 Paddington Green, W. An diese Adresse, wußte ich nämlich, ging schon seit langer Zeit, unter dem Namen Th. Walter, ein Eremplar unseres Blattes; und ich sah in dieser Thatsache einen neuen Beweis, daß wir hier immer von einem Corps von Spigeln um­geben sind, woran ich zwar nie gezweifelt, und deshalb schon immer sehr vorsichtig war. Heute bin ich in der Lage, Ihnen einen Beitrag zur Spitzelwirthschaft zu liefern, der immerhin für unsere Genoffen interessant sein dürfte.

Statt selbst zu schreiben, lasse ich lieber gleich folgen, was mein Ge­währsmann mir darüber mittheilt:

Es ist vielleicht nicht überall bekannt, daß in letzter Zeit von der vereinigten europäischen Polizei ganz besondere Anstrengungen gemacht werden, um die revolutionären Elemente abzufassen, und daß besonders hier in London seit etwa 14 Tagen ein förmliches Armeekorps von Hauptspizzeln eingetroffen ist, um Rekruten zu werben und zu dressiren für den Dienst des Vaterlandes" der Angstmonarchen. So wenig nun daran zu zweifeln ist, daß es der vereinigten Weisheit und Tugend der europäischen Haus- und Heulmeier gelingen wird, selbst den letzten ,, Gentle­man" Europa's , den alten Gladstone, zum Beitritt zur Büttelliga zu preffen, und so wenig im Grunde genommen die ,, Revolutionäre " sich baran kehren werden, so interessant muß es doch für Alle sein, die es einmal angehen könnte, die Personen zu kennen, welche die Mächtigen als ihres Vertrauens würdig erachten, und welche deshalb an die Spitze dieser polizeilichen Räuberbande gestellt werden.

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In den Dienst des Herrn von Bismarck , oder vielmehr des heiligen römischen Reichs Schönhausen", ist da in letzter Zeit ein Mann ge­treten, der in London als Gauner gefürchtet, als Hallunke berüchtigt ist. Gustav Ludwig heißt der Mann und wohnt 17 Buchle Street. Nach seiner eigenen Angabe heißt er: Charles, Gustave, Louis de Bourbon und ist ein Nachkomme Ludwig XVI . Seines Zeichens Vaga­bund, kennen Hutton und Co., Newgate Street, London , seine be­sondere Ehrlichkeit. Nebenerwerbzweig Louis? Nein, er zieht das Geschäft in Kellnern und anderen Jünglingen vor. " Der hinterliftige Gustav" nennt ihn die Londoner Welt im Osten, in Whitechapel, wo hauptsächlich der Schauplatz seiner Thaten zu finden.. Also aufgepaßt auf diese polizeilichen Prätendenten."

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Soweit mein Gewährsmann. Sie ist doch interessant diese Sippschaft­Kompagnie Bismard, Wilhelm, Alexander, Bourbon, Schmidt, Louis, Noftiz- Wallwitz und Co. und sonstige Räuber und Banditen als Be­schüßer der Ordnung und des Eigenthums. Weiterer Kommentar über­flüffig.

Sprechsaal.

Avis für Schreiner!

Geehrte Redaktion!

Im Intereffe unserer Kollegen vom Tischlergewerk in Deutschland , Defterreich und der Schweiz ersuchen wir Sie, folgenden Zeilen in Ihrer geschätzten Zeitung Raum zu geben.

Benachrichtigung des Reichskanzlers erfolgt sei, soll der Präsident( am 3. April) dahin beantwortet haben, daß dieselbe vor morgen früh nicht erfolgen könne. Jmmer etwas dunkel zwar, aber dennoch wunderbar!

Jn Neumünster( Holstein) perhafteten nach einem Telegramm der N. 3. 3. am 4. April Berliner Kriminalpolizeibeamte die aus Ko­ penhagen kommenden Genoffen Bebel, Dietz und Auer. Nach einstün­digem Verhör, worin dieselben jede Auskunft über einen angeblichen Kopenhagener Kongreß verweigerten, und nach Konfiskation der Schrift ftücke(?) erfolgte die Freilassung. Auch Genoffe Vollmar, ebenso Frohme, der ebenfalls verhaftet gewesen sein soll, befindet sich wieder in Freiheit.

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Entgegnung.

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Die Mindener Parteigenossen beschuldigen mich in einer Korrespondenz in Nr. 14 des Sozialdemokrat", daß ich sie mit Erstattung eines Re­ferate über die Arbeitsbücherfrage figen gelassen, refp. ein ihnen gegebenes Wort nicht gehalten habe. Diese Beschuldigung ist um so un­gerechter, als die Mindener Genossen ganz genau von mir darüber unterrichtet wurden, warum ich zur angegebenen Zeit nicht nach dort tommen fonnte. sdsfidoill mist gut

Ich hatte allerdings versprochen, in der betr. Versammlung zu referiren, war aber inzwischen an Rheumatismus erkrankt, wodurch ich verhindert war, in Berlin anwesend zu sein, wohin die Mindener Genossen während­dem Nachricht über den Tag der Versammlung hatten gelangen laffett. Obwohl ich nun nach Berlin schrieb, die Mindener, falls dieselben den Tag der Versammlung schon festgesetzt haben sollten, zu verständigen, so wurde es doch zu spät, die Sache noch nach Wunsch arrangiren zu tönnen. Das ist, wie gesagt, den Mindener Genossen bekannt, daher der Angriff völlig ungerechtfertigt. C. Grillenberger.

Warnung.

und

Wir warnen hiermit vor dem aus Berlin und Hamburg ausgewiesenen Tapezierer Rudolph Goldberg aus Berlin. *) Derselbe hat sich hier gemeiner Betrügereien an Genoffen und Unterschlagung von Parteigeldern schuldig gemacht.

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Die Antwerpener Parteigen offen. *) Es ist dies scheints derselbe G., vor welchem unsere Genossen in Oldenburg ( siehe Sozialdemokrat" Nr. 50 von 1881) schon gewarnt haben. dan kid Expedition des Sozialdemokrat".

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Briefkasten

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der Expedition: P.- Gen. Verden : M. 12, Cto.- Athle. am 27/2. ohne Angabe d. Bestimmung erh. Deshalb Attg. heute erft. Elbräuber: Bf. v. 31/3. am 3/4. beantw. Bfillg. folgt. K. B. Ant­ werpen : Fr. 8,50 Ab. 1. Qu. u. Schft. erh. Wer bezahlt die andern drei Bl.? Folgen doch stets 8, wovon 6 fest. Hh. Brüffel: Fr. 15,- à Cto. Ab. erh. Mtu folgen. Alles besorgt. L. P. i. S.: M. 6,- Ab. 1. Qu. erh. Neubstllg. besorgt. Schwäv. Heiland: M. 1,70 f. Porto erh. Wird abges. Bickelhaube: Fr. 125,- u. Remittenden à Cto. gutgebr. Bf. folgt. Der Alte v. Berge: Fr. 9,50 Ab. 2. Qu. P. u. Sch. 2c. erh. W. D. Lausanne : Fr. 15,80 à Cto. Ab. 2c. erh. Adr. notirt. S. besorgt.- E. 2. Polstern: 4,90 Ab. 2. Qu. u. Schft. erh. Sog. abgg.(-i) öm. fl. 5,20 f. Schft. u. Ab. 2. Qu. ery. Bfl. Näheres. F. Stübg: M. 3, Ab. 2. Qu. erh. Reihenfolge beachtet. B. Fuchs Baltimore : Fr. 25,60 à Cto. Ab. u. Schft. erh. R. folgt. Rother Franz: Fr. 2,45 u. M. 1,90 à Cto. erh. Vestllg. folgt. Schbschw: Fr. 2, Ab. 2. Qu. erh. G. B. Wich: M. 6,50 Ab. 1. u. 2. Qu. u. Schft. erh. Unversöhnlicher: M. 85, à Cto. Ab. u. Schft. erh. Adr. geordnet. Gracchus W.: M. 15,- Abon. 1. Qu. erh. Weiteres notirt. Sch. H. O.: M. 4,40 Ab. 2. Qu. erh. Der alte Rothe: M. 17,25 u. Ggr. pr. 1. Qu. G. u. 2. Qu. f. 2 Esp. erh.-G. 2. Cognac: Fr. 3,50 Ab. 2. Du. u. Schft. erh. H. P. Hfibe: M. 3,- Ab. 2. Qu. erh. Blaschte: öw. fl. 5,90 Ab. 1. u. 2. Qu. u. Schft. erh. Bf. folgt. Peter: M. 30,- Ab. 1. Qu. erh. Mehrbftg. 2c. folgt. Dreibein: M. 3, Ab. 2. Qu. erh. Badener: M. 50,- à Cto.

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Ab. 2c. u. Ggr. gutgebr. N. genügend vorgemerkt. Gen. i. Paterson: Fr. 22,( Doll. 4,80) f. d. Ueberschwemmten d. Rheinthales n. Vorschr. dtd. weiter besorgt. Sdg. u. Nota abgg.

uns.

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- Th. J. London: Fr. 10,70 à Cto. Ab. erh. Rother Boigtländer: M. 10,- Ab. 1. Qu. M. u. P. erh. Sonstiges vorgemerkt. Betreffende Sendung war nicht von v. d. Saar : M. 8,- pr. Ab. gutgebr. Mtthlg. dkd. benügt. O. P. Grandson: Fr. 2,05 pr. Ab. S. u. Arbst. April, sowie Schft. erh. Sdg. mit 15 fort. Allg. Arbver. Luzern : Fr. 6,30 v. d. März­feier pr. Ufds. dkd. erh.

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J. G. Amsterdam : Fr. 2,50 Ab. 2. Qu. erh. Wsht. Zürich : Fr. 2, Ab. 2. Qu. erh. Schwarzer Tauge­nichts: M. 15,- Ab. 2. Qu. erh. Bfl. mehr. A. Heims Syrakuse: Rechthaber: 4 Doll. f. T. u. 1 Doll.( Fr. 5,10) à Cto. erh. Gruß! Fr. 30 f. Schft. erh. J. Strauß N.- Yort: Fr. 101,25 à Cto. am 4/4. eingetroffen.

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Soeben ist erschienen und durch uns zu beziehen:

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Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft .

Als vor ungefähr drei Jahren die Auswanderung aus den oben genannten Ländern nach den Vereinigten Staaten von Nord Amerika anfing, sich in einer Weise zu steigern, wie das nie vorher der Fall war, da waren es ganz besonders die Tischler, welche ein sehr startes Kontingent zu den Auswandernden stellten. Dies hatte wohl hauptsächlich seinen Grund darin, daß gerade damals das Geschäft in Deutschland im Niedergang begriffen war, während es hier nach einer Periode der Geschäftsflauheit von einer Dauer von sechs Jahren anfing, fich etwas zu heben. Tischler konnten verhältnißmäßig leicht Beschäftigung finden, und die Löhne waren, mit den derzeit in Deutschland üblichen ver­glichen, nicht schlecht zu nennen. Die Auswanderung nach hier nahm o infolgedeffen stetig zu bis in die neuste Zeit, obgleich die Verda imaš hältnisse seitdem wesentlich andere geworden sind. Wie es nicht anders zu erwarten stand, hat das emfige Fabriziren plötzlich einem Stillstand Platz gemacht.

Aus allen Städten der Vereinigten Staaten , wo unser Industriezweig überhaupt vertreten ist, gehen uns Berichte zu über überfüllte Waaren­häuser und geschlossene, sowie auf verminderte Zeit bei reduzirten Löhnen betriebener Fabriken und über Tausende von beschäftigungslosen Ar­beitern. Was die Lage der Arbeiter noch verschlimmert, ist der Umstand, daß die Lebensbedürfnisse und alle Bedürfnisse des Arbeiters während der letzten Jahre sehr theuer waren und es jetzt noch sind. Dies führt die Beschäftigungslosen um so rascher in Noth und Elend. Jn New­Dort ist die Zahl der Schreiner, welche schon seit Monaten keine Be­schäftigung haben, enorm.

Da uns nun die Erfahrung belehrt, daß von Korporationen und Per­sonen, welche an einer starken Auswanderung ein direktes Intereffe haben, nur Günstiges über die hiesigen Verhältnisse verbreitet wird, während man alles ungünstige sorgfältig verschweigt, und daß dadurch vielen hier Einwandernden bittere Enttäuschung und Noth bereitet werden, so sehen wir uns veranlaßt, auf die oben angeführten Thatsachen aufmerksam Diejenigen unserer Kollegen, welche aus irgendwelchen zu machen. Gründen veranlaßt werden, die Auswanderung nach den Vereinigten Staaten von Nord- Amerika in Erwägung zu ziehen, werden deßhalb in ihrem eigenen Interesse handeln, wenn sie unsere Warnung nicht un­berücksichtigt laffen.

New- Yort, im März 1883.

Wäre die Geschichte nicht so verflucht ernst, man wäre versucht, fich todt zu lachen über den töftlichen Reinfall der bornirten Mannheimer Polizei! Aus der einfachen Thatsache, daß Vollmar seine Erzieherin mit Louise" anredete, deduzirten diese weisen Hüter des Staates, daß dies Louise Michel , die Kommunardin sein müsse. Dieser einfache Um stand genügte, eine friedliche Bürgersfrau von offener Straße wie einen Hund abzufangen und herumzuschleppen! Das ist eine treffliche Illuftration zur Sicherheit der persönlichen Freiheit im Rechtsstaate", der solch einer forrupten und blöden Bande bedarf, um nicht über Nacht aus dem Leime zu gehen. Die Lächerlichkeit tödtet" sagt der französische Volksmund, unsere deutsche Polizei aber ist unsterblich in ihrer Vielseitigkeit. Sie predigt Haß und Verachtung unter der obrig­teitlichen Eselskappe, den großen Haufen der Gleichgiltigen rüttelt fie auf durch das schallende Gelächter, das ihre unsterbliche Blamage der Welt entlockt.

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Frau Schaub hat sofort Beschwerde über die Verhaftung und die rohe Behandlung der Hallunken erhoben; man kann zwar im Voraus sagen, daß das nichts nützen wird, denn Teufels Großmutter kann doch ihr Enkelchen nicht verrathen. Aber das Volk soll weiter erfahren, wie es gemacht wird, wenn es gilt, dem Polizeiesel in der gesetzlichen

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Mit Brudergruß und Handschlag!

Im Auftrage des Exekutiv - Komites der Jnternationalen Möbelarbeiter- Union in Amerika : H. Emrich, forresp. Sekretär. 819 First Ave.

Lehte Nachricht.

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Genosse Vollmar soll am 3. April auf einer Reise von Kopenhagen , in Kiel verhaftet und troß Berufung auf die Un­verlegbarkeit" der Volksvertreter während der Session, in Kiel festgehalten worden sein. Seine sofortige telegraphische Beschwerde an das Präsidium des Reichstages tam zu deffen Kenntniß. Eine An­frage des Genoffen Rittinghausen aber um Auskunft, ob eine

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Da sehr wichtige Parteiangelegenheiten zur Verhandlung kommen, sind die Parteigenossen aufgefordert, sämmtlich zu erscheinen. Der Lokalausschuss

der deutschen Sozialisten.

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