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Die einzigen Nothleidenden im Deutschen Reich sind, wenn man die agrarischen Organe hört, die großen Grund­besizer. Weder durch Kornzölle noch durch Schnapsprivileg können sie befriedigt werden, ihre Begehrlichkeit" und Habsucht blickt scheel auf den dem Arbeiter schon kärglich genug bemessenen Lohn. Vom Norden und Süden tönt dasselbe widerliche Gekrächze. So bringt die Norddeutsche Allgemeine Zeitung" einen Nothschrei des Generalsekretärs des landwirthschaftlichen Vereins in Bayern , Professor D. May. Es heißt da:

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während der Ernte, oder neuestens schon während des ganzen orthodore Blatt will die Prostitution nur legalisiren Sommers den Osten ergreift, leistet der Ausbreitung dieser Er- und befürwortet die Errichtung von Bordellen. Das heißt fenntniß den denkbar besten Vorschub und trägt die Ueber- also das Uebel an der Wurzel anfassen, daß man sich nicht legung selbst in Gebiete, die andernfalls noch Jahre lang im gegen die Ursachen, sondern gegen die Opfer der Prostitution Finstern bleiben würden. Vor der Hand ist die aufflackernde

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Zum Prozeß Baare erklärt Redakteur Fus angel der Westfälischen Volkszeitung":

Unzufriedenheit noch mit leichter Mühe zu ersticken; vor der wendet. In dieser Hinsicht steht das konservative Regierungs­Hand find die Gemüther auch noch so wenig revolutionär", blatt auf demselben Standpunkt wie die bürgerlich- frei­daß ein verständiges Entgegenkommen der Gutsbesitzer die sinnige Bossische Zeitung", die denselben Standpunkt ver­glimmenden Funken bald zum Erlöschen bringen würde. An tritt. diesem Ausweg wird es aber fehlen. Die gesammte Guts­besizerschaft steht mit ganz wenigen, nicht in Rechnung kom menden Ausnahmen dieser Frage und ihrer unleugbar großen sozialen Bedeutung völlig blind gegenüber, und sie erweist sich als völlig unfähig, unter Loslösung vom Alten derselben auf den Grund zu gehen. Daran wird, das ist die Meinung aller einsichtigen Renner dieses besonderen Menschenschlages, auch die Folgezeit nichts ändern, bis die Entwickelung der Dinge selbst den Herren" die Augen öffnen wird.-

Die immer schwieriger werdenden Arbeiterverhältnisse find für manche Landwirthe ein zwingender Grund, ihre Güter zu verkaufen oder, was in der Regel noch schlimmer ist, die heimathliche Stätte zu zertrümmern und sich allzu früh von der gewohnten Arbeit ins Privatleben zurückzuziehen. Die scheinbar angenehmere Lage der Arbeiter in den Städten, höherer Verdienst in industriellen Betrieben, verlockend freieres Leben in den Städten gegenüber strenger 3ucht und Ord Die Versimpelung und Versumpfung der Presse nung im bäuerlichen Haushalte, sind der wesentlichste Grund zum Zuge in die Stadt. Eine Gleichstellung der ländlichen sowie überhaupt des geistigen Lebens in Deutschland seit Arbeiter mit den in den Städten und in den Industriebezirfen den letzten 20 Jahren wird von der National- Beitung" beschäftigten Arbeitern ist ein kaum zu befriedigendes und mit ihr auch von der cloaca maxima am Rhein , der Verlangen; und selbst an den Orten, wo unter dem Kölnischen Zeitung ", beklagt. Nun, die Bourgeois-Presse Drucke zwingender Nothwendigkeit die höchsten, dem Verdienste ist der Ausdruck der Bourgeoisgesellschaft, und zu ihrer der städtischen und industriellen Arbeiter nahe kommenden der Korruption haben jene Blätter ihr gut Theil beigetragen. gleichen Löhne bewilligt werden müssen, wird über Mangel an Aus dem Sumpfe der Gesinnungslosigkeit, der Liebedienerei, brauchbaren Arbeitern und über geringere Arbeitsleistung bei der Erfolgsanbetung kann kein frisches, blühendes Leben er­wachsen. Was Wunder, wenn die Bourgeoispresse, was wir oft genug nachwiesen, zu weiter nichts herabfinkt, als zu einem ganz gewöhnlichen Geschäftsunternehmen. Und er ist wohl weniger berufen als die" Kölnische Zeitung ", Klage über Versimpelung der Presse zu erheben?

gesteigerten Ansprüchen geklagt."

Die National- Zeitung" vermißt auch das Gegengewicht gegen die Versimpelung durch die Bresse , welches in macht. vollen individuellen Erscheinungen des geistigen Lebens bestehen könnte.

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Wir halten uns zu der Erklärung verpflichtet, daß wir unsere sämmtlichen Behauptungen über die auf dem Bochumer Verein " seit mindestens 1876 bis in die jüngste Zeit hinein vorges tommenen unredlichen Machenschaften ihrem vollen Umfange nach aufrecht halten, daß wir insbesondere jeder Zeit zu beweisen erbötig sind, daß hunderte von Abnahmestempeln gefälscht und den Eisenbahn- Verwal tungen minderwerthige Schienen, Schivellen, Herzstücke, Bandagen, Federn, Achsen, Radsätze 2c. 2c. in die Hände ge spielt worden sind. Wir erklären ferner, daß wir unsere Be hauptung bezüglich der im Machtbereiche des Herrn Baare vor­gekommenen Eisenzollhinterziehungen gleichfalls vollständig auf­recht halten und nehmen auch von dem, was wir bezüglich der persönlichen Mitwissenschaft des Herrn Ge= heimen kommerzienraths Louis Baare an allen diesen Vorkommnissen seiner Zeit gesagt haben, kein Wort zurück.

Weiter schreibt Fusangel, daß der Schwerpunkt der ganzen Angelegenheit für ihn nicht in dem gegen die Beamten des Bochumer Vereins schwebenden Verfahren, sondern in der Be leidigungsklage Baare- Fusangel beruhe. Erst die gerichtliche Verhandlung dieser Klage werde ihm die erwünschte Gelegen­heit geben, alles, was er von Herrn Baare, seinen Beamten und seinen Werte behauptet habe, bis zum Zipfelchen auf dem i zu beweisen.-

Der Zusammentritt des badischen Landtags, in welchen zum ersten Male zwei Sozialdemokraten gewählt sind, erfolgt am 20. November.

Was die Herren unter Zucht und Ordnung verstehen, kennt man. Sie bedeutet nichts anders als die Herab­drückung des Menschen zum willenlosen Hausvieh. Das erkennen die Arbeiter auch schon in Bayern , daher die Klage, daß an Stelle des früher allgemein üblichen jähr­lichen Dienstverhältnisses und jährlicher Entlohnung der Landwirthschaftlichen Dienstboten das Dingen und Lohnaus zahlen auf einige oder ja nur eine Woche getreten ist". Nun, der Arbeiter will sich wenigstens die Freiheit vor­Daß solche fast auf keinem Gebiete in den letzen 20 Jahren behalten, ein härteres Joch mit einem gelinderen zu ver­neu aufgetreten sind, ist eine Thatsache, welche schon lange alle tauschen, und überdies hält die Furcht, einen tüchtigen Ar­ernsten Geister beschäftigt. An Mittelgut ist in vielen Fächern beiter zu verlieren, den Uebermuth der Herren ein wenig fein Mangel; aber wo ist der große Dichter, Maler, Bild­Der Antrag unseres Genossen Guesde in im Zaun. Die Klage, daß das patriarchalische" Verhältniß hauer, der seit 1870 erschienen wäre? Die leitenden Männer hierdurch leidet, daß der Dienstherr sich nicht mehr in dem in den meisten Wissenschaften feiern einer nach dem anderen Frankreich auf Errichtung eines nationalen Ar­beitsekretariats, über den wir kürzlich bes Maße veranlaßt fühlt, die Dienstboten als zu seiner Familie ihren 70. Geburtstag oder ihr 30 jähriges Amtsjubiläum." gehörig zu behandeln und für dieselben besorgt zu sein, Wie anders klang das sonst in der National- 3tg." richteten, ist von den Delegirten der sozialistischen Gruppen wie ehedem, kann uns wenig rühren; mit der patriarchalischen und verwandten Blättern! Da sollte nach dem Kriege von Frankreichs angenommen.- Fürsorge für den Arbeiter ist es auch ehedem nicht weit 1870-71 ein ganz neuer nie geahnter geistiger Frühling Der Schweizer Bundesrath hat auf das Gesuch der hergewesen, sie ist vielmehr dem Arbeiter gründlich verleidet über Deutschland anbrechen. Da war die Zeit gekommen, Regierung des Kantons Tessin , den Prozeß gegen die worden. Wie immer verlangt der agrarische Nothschrei auch wo man in Deutschland sich freute zu leben", der hier weitere Hilfe vom Staat; als unabweisbares Be Schwätzer Bölk wurde als Frühlingslerche gefeiert, unser" Urheber des liberalen Putsches durch Amnestie- Ertheilung dürfniß" wird es hingestellt, daß die Klinke der Gesetz- Braun und Häuschen Blum waren Herolde der neuen zu erledigen, beschlossen, dasselbe bei der Bundesversamm­gebung in Bewegung gesetzt wird, um die Arbeiter noch Reichsherrlichkeit, und Bismarck , der unvergleichliche lung zu befürworten.- schroffer unter das Joch der Gutsherren zu zwingen. Heros der Welt, dessen Eunuche zu sein als wahres Der neue König von Württemberg beabsichtigt aus

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Wie aus Bayern , so tommen auch aus Mannesthum gepriesen wurde. Nun, wo sind die Früchte Anlaß seines Regierungs- Antritts einen umfassenden" Pommern , dem Hauptheerd des des preußischen dieses neuen Frühlings? Das Gründer- und das Reptilien- Gnadenakt zu erlassen und hat hierzu Anträge des Justiz­Junkerthums Klagen über Fälle von Unbotmäßigkeit thum sind die wahren Produkte Bismarcks und seiner An- ministers eingefordert. Es sollen die Gnadenakte der Arbeiter, die von den landräthlichen Organen als beter und jetzt hält sich die National- Zeitung" in einer besondere auch den Angehörigen der ärmeren Volksklasse, Revolten" bezeichnet werden und die in diesem Anwandlung von Empfindsamkeit die Nase ob des Ge- welche unter dem Drucke der äußeren Noth sich minder Sommer besonders häufig vorkommen sollen. Eine stankes zu. Freilich trägt die Angst etwas zu der späten bedeutender Verfehlungen schuldig gemacht haben, zu Theil Korrespondenz der Frankfurter Zeitung " beleuchtet diese Selbsterkenntniß bei. Der versumpften Bourgeoisie im werden". Wem sonst noch, wird im Erlaß nicht gesagt, Vorkommnisse ziemlich treffend. Sie schreibt: Nacken sitzt das lebenskräftige, zielbewußte Proletariat, fie auch nicht angedeutet; es ist also noch nicht ersichtlich, ob Die große Arbeitsnoth zwingt den Gutsbesitzer, den fühlt den Hauch des neuen Frühlingssturms und erbebt in eine politische Amnestie in Aussicht steht. Prügel, mit dem er so lange verschwenderisch umgesprungen ihrem vermodernden Mart.- Daß der Termin für die Reichstagswahl in Stolpe ist, aus der Hand zu legen und diese mit dem Handschuh der Nachsicht, der Menschlichkeit und der Unterhandlung zu be Gin rascheres Tempo, d. h. vermehrte Ausgaben Lanenburg auf den 20. November anberaumt sei, bestreitet tleiden. Dank jahrzehntelanger gegentheiliger Gewöhnung ge- für die Flotte, kündigen die" Berliner Politischen Nach aus bester Quelle" die in Stolpe erscheinende Zeitung hören derart erleuchtete Stunden aber bei der überwiegenden richten" an. Zu den gesteigerten Forderungen für das für Hinterpommern"; der Termin der Wahl sei vielmehr Mehrzahl zu den Seltenheiten; der Herr" kommt noch zu oft Landheer, welche die nächste Reichstags- Session bringen noch nicht festgesetzt. zum Vorschein und da die Arbeiter die Jacke des Hörigen aus- wird, können sich dann gleich die Marineforderungen ge­zuziehen beginnen und eine 18 stündige Arbeitszeit nicht mehr fellen und damit wir die Segnungen der Kolonien auch zu Zum Streik der französischen Glasarbeiter sendet geduldig als eine Fügung des Schicksals hinnehmen, ereignen fich kleine Zusammenstöße, die des Defteren die Polizei in Be- würdigen wissen, wird zur Ehre" des deutschen Namens uns Leo Frankel einen weiteren Bericht: wegung setzen. Die Arbeiter selbst sind freilich formell() von auch die Niederlage Zelewski's durch erhebliche Bewilligungen Schuld nicht immer ganz freizusprechen; sie haben naturgemäß für Afrika gerächt werden müssen. Einen Nothstand sieht nicht das feine Gefühl für die Grenze der Gesetzlichkeit und der Reichskanzler noch immer nicht, warum soll er sich also geben daher dem Staatsanwalt Gelegenheit zum Ein- in dem Maß seiner militärischen Forderungen Beschränkungen schreiten in Sachen, die von einer fortgeschrittenen Arbeiter auferlegen?- schaft in Industrieſtädten streng gefeßlich gelöst werden. Was aber viel wichtiger ist, auch die ländlichen Arbeiter im hintersten

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Der Fall Heinze veranlaßt jetzt auch das Organ der Großgrundbesizer Winkel beginnen sich zu fühlen"; viel sächsischen Regierung, die Leipziger Zeitung", die Forde­weiter, als die agrarischen Blätter glaubhaft machen wollen, ist bei ihnen schon die Einsicht gedrungen, daß der" Serr" rung zu erheben, das lebel an der Wurzel an­eben nicht ihr Herr ist über Leben und Lieben, über Arbeit und zufassen". Und wie soll das geschehen? Sollen vielleicht Freude, sondern daß ihnen selbst eine Stimme in der Ent- die wirklichen Ursachen der Prostitution beseitigt werden? scheidung über diese Fragen mit gebührt. Die große, aus den- Das würde für die Lüste der korrumpirten guten" Gesell­selben Ursachen entspringende Wanderung, die alljährlich schaft äußerst störend sein. Nun, das fromm christlich­

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Paris , 9. Oftober. Welche Wohlthat die Arbeitshäuschen, diese von der herrschenden Klaffe, ihren Preßbedienten und nicht selten auch von Fabrifinspettoren so sehr gelobte Wohlfahrtseinrichtung", für den Arbeiter sind, das zeigt wieder so deutlich der gegen wärtige Streit. Kaum hatten die Glasarbeiter die Arbeit eine gestellt, als auch schon die Hüttenbefizer ihnen fund thun ließen, daß man sie aus ihren Wohnungen vertreiben werde. So hat die Direktion der Glashütten von Fourmies- das durch das Maigemegel eine solch' traurige Berühmheit erlangt hat folgenden Utas anschlagen lassen: Glashütten von Fourmies ( Norddepartement). Das Recht auf Wohnung, die Un­entgeltlichkeit der Wohnung, einen Bestandtheil der Löhne der Glasarbeiter bildend, sind durch den Akt der Arbeitseinstellung

Kampfes. Als er auf dem Place de l'Hotel de ville Paris Frankreich gegeben hat. Bereitet Euch im Vertrauen von neuem nur glühender als jemals den Kampf für das ankam, sah er seinen Frrthum sogleich ein. Ein wahres auf Euch selbst mit Ruhe und Ordnung auf die kräftigen Volk und für die soziale Republik gegen das Volk selbst Delirium nahm dieser zahllosen Menge ihre Denkkraft, Institutionen vor, die Euch selbst zu geben Ihr berufen und gegen die falsche Republik aufnehmen wollte, welche kaum auferstanden von einer Bande von Politikern geleitet drängend und schiebend las und kritisirte sie, als er ihr werdet sollt. ward, welche fest entschlossen waren, die Privilegien der Bourgeoisie zu vertheidigen.

nahe war, mit dem größten Enthusiasmus die Proklama- Obwohl die provisorische Regierung einzig und allein tion, welche die provisorische Regierung in Tausenden von im Namen des französischen Volkes handelt, und obwohl Exemplaren aus den Fenstern des Hotel de ville herab- sie die republikanische Staatsform vorzieht, so wollen weder werfen ließ. das Volk von Paris , noch die Regierung ihre politische Trotz vieler Mühe konnte er kein Exemplar, welches Ansicht an die Stelle derjenigen aller Bürger setzen. Diese er zu lesen so begierig war, erfassen. Endlich, nachdem er sollen vielmehr über die definitive Staatsform, welche das mit den Ellbogen sich mühsam Bahn gebrochen hatte, ge- souveräne Volk zu proklamiren wünscht, entscheiden. langte er rechts an eine Thür des Gebäudes. Einige Die Einigkeit der Nation bestehend aus allen gleich hundert Aufständische drängten sich dort um einen Mann berechtigten Klassen der Bürger soll herbeigeführt werden von herkulischem Körperbau, welcher auf einem Stuhle sitz end durch die Einigkeit der Regierung. die volle Neugier Marche- Seul's erregte und welchem die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit sollen die Zuhörer falvenartig applaudirten, so daß das Brausen der leitenden Grundsätze, das Volk selbst die Devise und das Burufe weithin widerhallte. Der alte Revolutionär horchte. Stichwort sein. Das ist die demokratische Regierung, welche Der Vorleser nannte die Namen der Männer, welche Frankreich sich schuldig ist und welche unsere Anstrengungen die neue Regierung bildeten und Marche- Seul knirschte, als ihr zu sichern wissen werden." er die eines Larmartine, Cremieur, Garnier- Bagès, Marie und Marrast's hörte.

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Er murmelte zwischen den Zähnen: Schöne Schmetterlinge; sie fonnten sich nicht nieder­setzen auf dem Königsthum, darum lassen sie sich auf den Sesseln der Republik nieder. Sie wird untergehen. Und er fuhr fort auf den Vorleser zu horchen, während seine Züge immer muthloser schienen.

Donnernde Hochrufe folgten dieser beredten Anrede, welche nichts sagte.

Es lebe die Republik, so brauste es immer wieder durch die Lüfte.

Augenscheinlich lag kein Grund vor, diesem Volke etwas zu bieten, das sich geschlagen und sein Leben eingesetzt hatte für die Republik , und das darum glaubte, sie erhalten zu müssen, da es in ihr allein die Beschützerin der Arbeit und Er konnte sich nicht enthalten bitter zu lächeln, als er den Schuß gegen Ausbeutung und Elend sah. folgende Stelle hörte, welche die Menge mit offenem Munde Und er, Marche- Seul," in welchem Namen sollte er sprechen! ganz vergnügt und vertrauensselig anhörte.

" Diese Bürger haben nicht einen Augenblick gezögert Sein eigener Name, nur gekannt von den Mitgliedern die patriotische Mission anzunehmen, welche ihnen die der geheimen Gesellschaften, war diesen Massen vollständig unbekannt, unter denen er kein einziges bekanntes Ge­eiserne Nothwendigkeit aufdrang. Wenn die Hauptstadt von Frankreich in Flammen sicht sah. Er fühlte, daß man ihn nicht einmal anhören würde, steht, dann muß die provisorische Regierung zunächst das öffentliche Wohl im Auge behalten. Ganz Frankreich wird er konnte glücklich sein, wenn seine Worte kein Mißtrauen es begreifen und wird ihr mit Patriotismus zur Seite hervorriefen und den Zorn derer nicht erregten, welche er stehen. Für eine solche Regierung ist jeder Bürger ein enttäuschen wollte. Aufsichtsbeamter.

Franzosen! gebet der Welt das Beispiel, welches I

Sein Blut tochte.

Er kannte übrigens gar nicht einmal all die unsauberen Intriguen, alle die hißigen Kämpfe und den unersättlichen Ehrgeiz, welcher sich vom ersten Augenblick an geltend ge macht hatte, wo die Lamartine's, die Cremieux, die Garnier­Pagès und andere die Schwelle des Hotels überschritten hatten.

Dann verscheuchte diese politischen Betrachtungen plöts lich die Erinnerung an jene schreckliche Szene, welche auf dem Hausflur seiner ärmlichen Wohnung sich abgespielt hatte und Alles das stürmte auf ihn ein, seine ganze Ver­gangenheit mit ihren Kämpfen und ihrer Verzweiflung zog an ihm vorüber und er fühlte sein Herz brechen. Er dachte an sein ganzes Leben, das dem Kampfe gegen die Tyrannei gewidmet war, um jetzt zum zweiten Male sehen zu müssen, wie die Republik in elende Flitter gekleidet und das Volk betrogen wurde.

Es zogen an ihm die siebzehn Jahre vorüber, welche Charlottens Erziehung und der Liebe zu ihr geweiht waren, die sich für seine Tochter hielt und nicht wissen durfte, daß die Mutter noch lebte, da eine einzige Minute genügt hätte, um alle seine Pläne scheitern zu lassen und ihr entsetzliche Schmerzen zu bereiten.

Er zögerte diesen Platz zu verlassen, sich dieser vor Enthusiasmus trunkenen Masse zu entziehen und so zu isoliren. Aber wohin sollte er gehen.

Die Nacht war vollständig hereingebrochen; es war eine jener traurigen und nebligen Februarnächte, in denen man den Himmel durch bleigraue Wolken verfinstert sieht. Ein eisig scharfer Wind blies und erkältete ihn bis auf die Knochen. Er konnte noch nicht nach Hause gehen, denn Char lotte war sicher noch nicht zu Bette. Sie erwartete ihn, um ihn zu fragen und er wußte nicht, was er antworten ( Fortsetzung folgt.)

Er fühlte, daß er am Tage nach dem Siege des Volles sollte.