tragen und bittet den Magistrat dem Vertrage gemäß um Ge- Mann vom Seebataillon betrat in Uniform um 9 Uhr vormittags handeln und so sein Theil dazu beitragen wird, daß die Sozialnehmigung dieser Uebertragung. die Beichtkapelle, segte sich auf eine Bank und rauchte seine Zigarre. demokratie trotz allem in dem gegenwärtigen Kampfe Sieger bleibt. Radler und Droschkenkutscher. Zur Regelung des Verkehrs den Mann auf das Unpassende seines Benehmens aufmerksam und Ein Dr. T., der zum Beichten auf den Geistlichen wartete, machte Aus Rigdorf. Plötzlich irrfinnig geworden ist der Weber auf dem Kurfürstendamm an Sonn- und Feiertagen hat die Polizei- rief, als er damit keinen Erfolg hatte, den Kirchendiener Fennemann Pohl aus der Schönweiderstraße, der seit einigen Tagen aus seiner direktion von Charlottenburg die linke Seite des Dammes für herbei. Auch von diesem ließ sich der Soldat, der angetrunken zu Wohnung spurlos verschwunden war. Personenfuhrwert gesperrt. Hiergegen wandte sich der Verein
Kreuzbamms mit der Burgstraße bis zur Poſt- und Heiligegeiſttraße Die Königstraße von der Kurfürstenbrücke einschließlich des wird wegen Regulirung und Umpflasterung bis auf weiteres für Fuhrwerke und Reiter gesperrt.
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Am Sonnabend Nachmittag
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Berliner Droschkentutscher mit einer Eingabe, in der namentlich an- sein schien, nicht bewegen, das Rauchen aufzugeben, er beschimpfte wurde P. von mehreren seiner Bekannten im benachbarten Rudow geführt wurde, daß die Pferde vor den Dampfstraßenbahnwagen, vielmehr den Kirchendiener in der gemeinsten Weise. Als alles güt- in start herabgekommenem Zustande angetroffen. Da P. ihnen eran denen sie dicht vorüberfahren müssen, leicht scheuen und daß es liche Zureden nichts half, mußte Fennemann ihn mit Gewalt ent- zählte, er fei jest Schah von Persien und werde sie alle freihalten, fo zu vielen Unglücksfällen tomme. Die Polizeidirektion hat auf fernen. Der Widerspenstige aber versuchte noch zweimal in die lockten ihn seine Bekannten mit nach Hause. Hier wurde er aber diese Eingabe erwidert: Kirche wieder einzudringen. Nun holte man einen Schutzmann und bald von solch heftigen Tobsuchtsanfällen befallen, daß er gestern " Bei dem außerordentlich lebhaften Verkehr, der bei schönem Wetter ließ den Soldaten nach der Hauptwache bringen, von wo ihn zwei nach einer Heilanstalt gebracht werden mußte. B. grübelte schon seit an Nachmittagen der Sonn- und Feiertage auf dem Kurfürstendamm Mann mit einer Droschte in das Militärarrestgebäude in der Linden Jahren über die Erfindung einer verbesserten Webemaschine nach und scheint schließlich hierüber den Verstand verloren zu haben. Wegen stattfindet, erscheinen Radler und Fuhrwerte gleichmäßig gefährdet, wenn straße in Untersuchungshaft abführten. Radler und Fuhrwerke sich durcheinander bewegen. Die vielen beeines versuchten Sittlichkeitsvergehens wird der Kutscher Chozeck rechtigten Klagen hierüber und die vielen hierdurch hervorgerufenen UnBu dem muthmaßlichen Luftmord bei Spandan, über den von hier polizeilich gesucht. fälle machen eine Abhilfe bringend nothwendig. Es ist deshalb auch in wir bereits furz berichteten, wird uns noch mitgetheilt: Bei dem Aussicht genommen, auf dem Surfürstendamm besondere Radfahrwege anzulegen. Die Verhandlungen hierüber schweben. Bis zur endgiltigen Regelung erscheint es der Polizeidirektion indeß geboten, Acerbürger Paul zu Spandau beschäftigte Schnitter fanden am Telephonschwindel. Das Telephon ist schon wieder zur Ver- Freitag Nachmittag gegen 4 Uhr beim Abmähen eines Roggenfeldes vorläufig wenigstens an Lagen, an denen ein lebhafter Verkehr auf übung eines dreisten Schwindels benutzt worden, durch den einer der an der Falkenhagener Chaussee, etwa 500 Meter von der Straße dem Kurfürstendamm stattfindet, so gut als möglich Abhilfe zu bekanntesten Hofjuweliere der Friedrichstadt um Schmucksachen im entfernt, die bereits start in Verwesung übergegangene Leiche eines schaffen. An solchen Tagen den Kurfürstendamm für die Radfahrer Werthe von über 2000 m. betrogen ist. Im Laden des Juweliers naben. Hände und Füße sowie der Kopf des fleinen Todten Den Verkehr von Fahrrädern und Fuhrwerken möglichst zweckmäßig angesehenen, im Thiergartenviertel wohnenden Familie, die schon die Kleidung war theilweise vermodert. Die sofort benachrichtigte zu sperren, erscheint nicht angängig und es blieb deshalb nur übrig, erschien ein feingekleideter Herr, um angeblich im Auftrage einer lagen neben dem Körper, das Fleisch bildete eine schwammige Masse, auf beide Fahrdämme zu vertheilen." längere Zeit zu den Kunden der Firma gehört, Verlobungsringe aus Sriminalpolizei stellte fest, daß der Todte der am 7. April 1891 zu Die Polizeidirektion weist darauf hin, daß diese Verkehrsregelung zuwählen. Da die Verlobung der Tochter jener Familie in den Spandau geborene Sohn Friz der in der Fortstraße wohnenden fich gut bewährt habe und im allgemeinen auch im Bublifum und Beitungen des Tages angezeigt gewesen war, erschien der Auftrag Bergmann'schen Eheleute sei, welcher seit dem 30. Mai d. I. der Breffe als eine Verbesserung anerkannt worden sei. glaubhaft. Der Herr wählte acht mit Brillanten, Perlen und farbigen als vermißt gemeldet ist. Der Knabe hatte sich an dem genannten Die Thorheit, den Sturfürstendamm für Radfahrer zu sperren, Edelsteinen besetzte Ringe im Werthe von je 200-300 M. aus und Tage, dem zweiten Pfingstfeiertage, nachmittags mit dem jezt vierwird auch niemand im Ernst von der Polizei verlangen. Vielleicht bat, die acht Ringe der Familie zur endgiltigen Wahl vorlegen zehnjährigen Starl Modricker, Sohn eines in der Mauerstraße hätte aber doch das Gesuch der Droschkentutscher etwas mehr Ent- zu lassen. Als der Diener des Juweliers die Ninge brachte, waren wohnenden Arbeiters, nach dem an der Havel belegenen Lindenufer gegenkommen verdient. die Herrschaften trok Innehaltung der für die Ablieferung bestimmten begeben; hier trennten sich nach der Angabe des M. die beiden, und Im Berliner Vorortverkehr ging es am Sonntag etwas Beit nicht zugegen und der Diener ließ das Packet mit den acht als der ältere Knabe später seinen Spielgefährten abholen wollte, stürmisch zu. Trotz des nicht schönen Wetters war der Verkehr nach Ringen gegen Quittung mit der Bemerkung dort, daß er die nicht fand er diesen nicht mehr. Schon damals deuteten verschiedene Umden Ausflugorten ganz gewaltig. Auf dem Stettiner Vorortbahnhof gewählten Ringe nach sechs Stunden wieder abholen werde. Kaum stände auf ein Verbrechen hin, und da eine Frau zu Protokoll war der Andrang zu den Bahnsteigen so start, daß diese von Bug hatte er das Haus verlassen, als den Dienstboten der Familie gab, daß sie gesehen habe, wie an jenem Abend ein Mann einen sich zu Zug gesperrt werden mußten, zu welchem Zweck polizeiliche Hilfe durch das Telephon die Weisung zuging, daß ein Packet mit Ringen heftig sträubenden Knaben in der Richtung nach Berlin verschleppte, erforderlich wurde. Für den Verkehr nach Friedrichshagen , Ertner bei ihnen falsch abgegeben sei und infolge dessen sofort wieder ab- 10 fanden ausgedehnte Untersuchungen des Gewässers der Havel mußten vom Schlesischen Bahnhof aus zahlreiche Sonderzüge einge geholt werden solle. Alsbald erschien auch ein anderer„ Geschäfts- und im Grunewald statt, an denen sich eine Kompagnie des Garde Yegt werden: trotzdem waren sämmtliche Wagenabtheile überfüllt. Diener", dem die Dienstboten, obgleich er die ausgestellte Quittung Pionier Bataillons betheiligte, jedoch ohne Erfolg. Später Ebenso stark war der Andrang zu den Zügen nach Spandau , wohin das nicht bei sich führte, die Ringe aushändigten. Als nach sechs Stunden entstand das Gerücht, daß der Knabe Modricker über das VerSchüßenfest tausende von Berlinern gelodt hatte. Auch die Züge nach der wirkliche Diener erschien, stellte sich der Schwindel heraus. schwinden des fleinen Bergmann näheres wisse. Bei mehrfachen Potsdam, Wannsee waren stets sehr gut besetzt. Die Rückbeförderung Bernehmungen erzählte in der That der Knabe, daß er den Spielder Massen konnte nur unter großen Schwierigkeiten stattfinden, so haftung und zwar auswärts erfolgt. Sie betrifft einen aus der näheren Umstände befragt, verwidelte er sich in Widersprüche und In der Günther'schen Mordsache ist abermals eine Ver- gefährten beim Streit in das Wasser gestoßen habe. Ueber die daß zahlreiche Ausflügler es vorzogen, aus näher gelegenen Vor- Provinz Posen stammenden Arbeiter namens Ewald Mattich, nahm schließlich sein Geständniß zurück. orten zu Fuß nach ihrem Heim zurückzukehren. Auf dem Bahnhof der seit sechs Wochen bei einem gegenwärtig in Duderstadt ( Eichs- an dem genannten Tage gespielt, liegt gerade in entgegengesetter Der Ort, wo die Knaben Alexanderplaß, wo sich drei Schalter für den Borortverkehr befinden, feld) gastirenden Zirkus beschäftigt war und wegen mehrerer Be- Richtung der Fundstelle der Leiche und ist von dieser eine gute war in der Mittagsstunde trotz des riesigen Andrangs nur ein trugsfälle polizeilich gesucht wurde. Man vermuthet, daß der Ver- halbe Stunde Weges entfernt. Dieser Umstand, sowie die ThatSchalter geöffnet, und so verzögerte sich der Fahrkartenverkauf der haftete mit dem vielgesuchten Schlächter- Emit" identisch ist, fache, daß der Knabe so weit in das Roggenfeld verschleppt worden artig, daß Personen, die acht Minuten vor Abgang des Zuges auf der am 15. April den Mord an der Luise Günther in der Hafenhaide ist, macht die Annahme, daß Modrider um den Tod des Kindes dem Bahnhof waren, den erwählten Zug nicht mehr benutzen verübt haben soll. Er wurde bereits photographirt und ein Bild an gewußt, fast hinfällig. Die Untersuchungskommission, an deren fonnten. Im Nordbahnverkehr wurde streng darauf geachtet, daß das Berliner Polizeipräsidium eingesandt, von wo jedoch noch keine Spike Herr Gerichtsaffeffor Dr. Negelein steht, ließ das Roggenfeld die Wagen nicht überfüllt wurden, und so kam es, daß Personen, Entscheidung eingetroffen ist. Bis zur endgiltigen Erledigung der abmähen und nun fand man etwa 5 Meter von der Leiche entfernt, die von ihren Fäusten nicht genügend Gebrauch machen konnten, Sache wird der Verdächtige im Duderstädter Untersuchungsgefängniß eine nur ungenügend ausgeworfene flache Grube und neben dieser, drei oder vier Züge abfahren lassen mußten, che sie befördert wurden. verbleiben. im Sand steckend, einen eisernen Spaten. Der lettere, der allerdings Das Opfer einer Opiumvergiftung ist das 31/2 Jahre alte Söhnchen Richard des Arheiters Nordimann aus der StraßburgerDer Verein von Freunden der Treptow - Sternwarte bält Rostflede zeigte, war fast neu; die Spize deffelben ist noch scharf Der Verein von Freunden der Treptow - Sternwarte hält und noch gar nicht abgenutzt, ebenso deutet der Holzstiel, der jedenstraße 29 geworden. Nordtmann leidet an Athembeschwerden und am Mittwoch, den 27. Juli, abends 9 Uhr, den ersten Beobachtungs- falls durch Witterungseinflüffe etwas grau geworden ist und Risse hatte hiergegen Opiumtropfen vom Arzte verschrieben erhalten. Die abend ab. Auf der Tagesordnung steht: 1. Mondbeobachtung mit zeigt, darauf hin, daß das Instrument noch wenig benutzt und Flasche wurde stets so hoch gestellt, daß man glaubte, der Knabe bem Riesen- Fernrohr. 2. Praktische Uebungen im Aufsuchen und wahrscheinlich erst kurze Zeit vor der Verübung des Mordes gekauft den fönne fie nicht erreichen. Der kleine hatte sie aber dennoch in die Erkennen der Sternbilder. 3. Beobachtung von Saturn, Doppel- worden ist. Daß ein Verbrechen vorliegt, ist zweifellos; in welcher Hände bekommen und von dem Gifte getrunken. Als die Eltern sternen ze. mit fleinen Fernrohren. Bei ungünstiger Witterung Weise dasselbe verübt, dürfte bei dem vorgeschrittenen Verwefungsvorgestern das Unglück wahrnahmen, holten fie fofort einen Arzt. findet im Vortragssaal der Sternwarte ein Vortrag mit Lichtbildern zustande des Körpers schwer festzustellen sein. Die näheren Umstände Dieser ließ den Patienten in das Krankenhaus am Friedrichshain von Direktor F. S. Archenhold„ Die Resultate der Mond- Beuten aber darauf hin, daß an dem Knaben ein Luftmord verübt bringen, aber auch hier konnte man ihm das Leben nicht mehr retten. Forschung" statt. worden ist. Anderthalb Stunden nach der Einlieferung war der Knabe schon todt.
und Sonnabend.
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Aus den Nachbarorten.
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Seine neueste
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Die Staatsanwaltschaft hat die Leiche zur Einleitung einer Unter- Montag Nachmittag 5 Uhr der 21/2 Jahre alte Sohn des Geschäftsthätigteit Bericht erstattet. Der Bericht umfaßt das fechſte Bei einem Zimmerbrande ums Leben gekommen ist Das Gewerbegericht Charlottenburg hat über seine suchung beschlagnahmt; es scheint aber niemanden eine Schuld zu Schloffers Kuschani, Rostockerstr. 28. St. bewohnt die vierte treffen und es wird sich auch wohl nicht aufklären lassen, wie der Etage des Quergebäudes und ist in der Löwe'schen Fabrit be- einschließlich von 14 aus dem Vorjahre unerledigt übernommenen Geschäftsjahr 1896/97. Zu verhandeln war über 629 Streitfachen Kleine zu der Flasche gekommen ist. schäftigt. Seine Frau, die ihm nachmittags den Kaffee brachte, hatte Fällen. Die Klagen waren fast ausschließlich von Arbeitnehmern Königliche Bibliothek. In der Woche vom 1. bis einschließlich den Seleinen allein in der Wohnung zurückgelassen, nachdem er im gegen Arbeitgeber angestrengt. Nur sechsmal hatten Arbeitgeber gegen 6. August findet nach§ 48 der Benutzungs- Ordnung die Zurück Bette eingeschlafen war. In ihrer Abwesenheit war der Senabe er Kieferung sämmtlicher aus der königlichen Bibliothet enttiehenen wacht, hatte Streichhölzer zu erlangen gewußt und entzündet, Streitfachen waren das Baugewerbe mit 36 pet., die Fabrikbetriebe Arbeiter und nur einmal Arbeiter gegen Arbeiter geklagt. An den Butcher statt. Alle, welche solche Bücher in Händen haben, werden wobei sein Kleid Feuer fing, das denn auch auf andere Gegen mit 7 pct., das übrige Gewerbe und das Handwert mit 57 pet. fie in den in aufgefordert, fie in den Geschäftsstunden( 9-3 Uhr) zurückzuliefern. stände übersprang und das Zimmer in dichten Rauch hüllte. Die Zurücknahme der Bücher erfolgt nach alphabetischer Ordnung Auf das Feuer aufmerksam geworden, alarmirten die 24 Streitfachen handelte es sich um Antritt oder Fortsetzung des betheiligt. Nur in Fast sämmtliche Fälle betrafen den Lohn. der Namen der Entleiher: von A bis H am Montag und Dienstag, die Feuerwehr, die aber bei ihrer Ankunft das am ganzen Störper Arbeitsverhältnisses, sowie Aushändigung oder Inhalt des Arbeitsvom I bis R am Mittwoch und Donnerstag, von S bis Z am Freitag fchrecklich verbrannte Kind als Leiche vorfand. Der Brand konnte buches oder Zeugnifies. Um die Berechnung der Krantenversicherungsschnell gelöscht werden. Die Mutter ist über den Verlust ihres ein Beiträge handelte es sich in 6 Fällen. 39 pet. aller Lohnflagen be Wie wir fürzlich mittheilten, ist vom Polizeipräsidium in 3igen Kindes der Verzweiflung nahe. tuary trafen Ansprüche wegen nicht eingehaltener Kündigungsfrist. Der Berlin verfügt worden, daß die bisher im Gebrauch gewefenen Fenerbericht. Sonntag Abend 111/2 Uhr gingen Prinzen Werth des Klage- Objettes überschritt in beinahe der Hälfte aller polizeilichen uns und Abmeldungsformulare verändert und nur noch straße 87 Betten, Tische und ein Sopha in Flammen auf. Montag Fälle( genau 47,5 pt.) nicht 20 M. Ueber mehr als 300 M. wurde bis zum 1. Auguſt d. I. als zulässig anerkannt werden sollen. Da früh 1 Uhr war Friedrich str. 114 ein Gardinenbrand abzulöschen. fünfmal verhandelt. Von sämmtlichen 629 Streitfachen kamen nur 188 durch diese Verfügung ein sehr großer Theil Berliner Verleger und Mittags 11 Uhr brannte Friedrichstr. 232 der Fußboden und die durch kondittorisches Endresultat zur Erledigung, durch VersäumnißGeschäftsinhaber, die diese Formulare vertreiben und größere Bor- Balkenlage in der Küche. Nachmittags 5 Uhr war Oppeiner urtheil 45. Abgewiesen wurden 107, vom Gericht anerkannt 75 Klagen. räthe davon haben, sehr geschädigt werden, hat der Vorstand des straße 34 ein Zimmerbrand zu beseitigen, der Möbel und Gardinen Zurückgenommen wurden 111 Klagen, anerkannt von der Partei Papiervereins Berlin und Provinz Brandenburg im Auftrage und einäscherte. 8, durch Vergleich erledigt 166. Bon den Klagen wurden 19 pet. im Interesse seiner Mitglieder das Polizeipräsidium gebeten, die innerhalb 3 Tagen, 24 pet. innerhalb 6 Tagen, 28 pet. innerhalb Annahmefrist für die alten Formulare möglichst bis 15. Januar 1899, 13 Tagen und 29 pet. nach längerer Frist erledigt. Berufung gegen mindestens aber bis 15. Oktober d. J. zu verlängern. Endurtheile wurde nicht eingelegt. An Ordnungsstrafen wurden einEin unheimliches Abenteuer auf der Polizeiwache hatten Der Amtsvorsteher von Oppen in Adlershof will offenbar mal 20 M. Geldstrafe, einmal zwei Tage Haft gegen einen Seläger zwei junge Leute am Sonntag zu bestehen. Sie waren in der Nacht die Zeit, wo er noch im Amte ist, gründlich im Stampf gegen die wegen Ungebühr vor dem Gericht festgesezt und von der Polizeivorher durch den Grünen Weg gegangen und hatten dort vor dem ihm so bitter verhaßte Sozialdemokratie ausnuten. direktion vollstreckt. Im Vorsitz des Gewerbegerichts wurden StadtHause 9 und 10 verschiedenes Hausgeräth, darunter einen Regulator, Aktion ist am Sonntag vollführt worden. Ein Vergnügungsverein Stadtrath Horn als zweitem Stellvertreter ersetzt. Bei der Neuwahl rath Samter, welcher seine Wiederwahl abgelehnt hatte, durch einen Schirm, eine Portière 2c. auf dem Bürgersteig liegen sehen. Lustige Brüder" in Grünau wollte vorgestern bei dem Gastwirth der Beisiger, deren Zahl von 18 auf 24 erhöht worden war, am Sie brachten gemeinsam mit einem Schutzmann, den sie auf den Lindenhahn eine Tanzunterhaltung abhalten. Diesem Wirthe jetzt 17. Januar ist die Betheiligung bei den Arbeitgebern um 6 pt., Fund aufmerksam machten, die Sachen auf die Polizeiwache in der Herr von Oppen bekanntlich ganz besonders zu, weil er seine bei den Arbeitnehmern um 4 pet. gegen das Vorjahr zurückAndreasstraße. Am Sonntag Nachmittag wurden die beiden plößlich Räume zu sozialdemokratischen Versammlungen hergiebt. Am genommen und nach der Wache in der Brunnenstraße gebracht, wo- dieser hatte am Tage vorher nämlich das Fest verboten. Herr von selbst sie erfuhren, daß sie wegen Einbruchs verhaftet seien. Man Oppen sagte in der Unterredung rund heraus zu dem Vorschaffte fie nach dem Polizeipräsidium, und dort erst stellte sich heraus, sigenden, daß es für Lindenhahn und feine Genoffen" daß sie an dem Einbruch, von dem die gefundenen Gegenstände her- überhaupt keine Tanzerlaubniß mehr gebe; es ginge Macht gegen rühren sollten, völlig unschuldig waren. Den einen von den beiden Macht und er wolle sehen, wer stärker sei, seine Gewalt oder die der Siftirten trifft der Vorfall um so unangenehmer, als er seine Arbeit Rothen. Die Sozialdemokraten könnten versichert sein, daß ihnen verlor, weil er am Montag nicht zur Stelle war. der Krieg am Ort noch verschiedene Tausende kosten werde. Des vielleicht doch für die Anklage ungünstig verlaufen werde, und schließ weiteren sprach v. Oppen noch über den Illuminationsprozeß, der lich brachte er es fertig, auf die Erfurter Krawalle hinzuweisen; daran möchten die Grünauer sich ein„ warnendes Beispiel" nehmen Am Sonntag hatte sich bei Lindenhayn eine große Anzahl Gäste eingefunden, darunter verschiedene Mitglieder einer Landpartie. Einer der Anwesenden spielte zeitweilig ein Stückchen am Klavier. Ein Gendarm hatte Herrn Lindenhayn inzwischen auf das Tanz verbot aufmerksam gemacht. Ans Tanzen war nun so wie so nicht Ordnung war aber doch auf dem Posten, denn bald nach sechs Uhr zu denken, weil der ganze Saal voller Tische stand. Die staatliche tamen plötzlich sieben Gendarmen in den Saal, und fast im gleichen zum Montag einer der Einbrecher, die in Charlottenburg schon seit Auf frischer That ertappt wurde in der Nacht vom Sonntag Augenblick sahen die Gäste, wie der Amtsvorsteher in einer Kutsche langer Zeit durch Eindrücken von Fensterscheiben in Schankwirtham Lokal vorbeifuhr. Einer der Gendarmen richtete an den schaften und andere Geschäftsräume eindringen. Der SchuhwaarenKlavierspieler das Verlangen, seinen Vortrag zu unterlassen und er- händler Bemitat in der Kirchstr. 29 hörte gegen 3 Uhr früh, wie an ließ dann an das Publikum die Aufforderung, den Saal zu ver- seiner an den Laden grenzenden Reparaturwerkstatt eine Fenſterſcheibe wurde geboten, seinen Saal für den Abend zu schließen. Als Herr stand er auf und stieß im Laden auf einen fremden Mann, der lassen, widrigenfalls er blant ziehen werde. Dem Wirthe aber zertrümmert wurde. In dem Glauben, daß der Wind sie eingedrückt habe, Lindenhayn erklärte, daß er feinen Grund finde, dieses Verlangen neben dem Ladentische stand und auf die Frage, was er suche, antauszuführen, ließ der Wachtmeister selber die zum Saal führenden wortete:" Ich bin nicht etwa allein!" Bemitat ließ sich aber dadurch nicht verblüffen, riß aber die Ladenthür auf und rief um Hilfe.
in ihrer Wohnung in der Demminerstraße von Schußleuten fest Sonntag ging der Vorsitzende desammlungen hergiebt.
Wenn die Polizei helfen soll. Ein Leser theilt uns folgen des mit: Am Sonnabend Abend gegen 6 Uhr sah ich im Flur des Hauses Alte Leipzigerstr. 16 einen anscheinend start betrunkenen Mann bewußtlos liegen. Es standen mehrere Personen um ihn herum, doch keine machte Anstalten, irgend etwas zu seiner Hilfe zu thun. Auch ein Schutzmann bildete einen der thatenlosen Theilnehmer dieser Gruppe. Ich bat den Beamten, den Betrunkenen, dessen arg zer schundenes Gesicht den widerwärtigsten Eindruck machte, doch auf die Polizeiwache zu schaffen. Ja, jagte der Sicherheitsbeamten, das tann ich nicht. Eine Droschke wird ihn in seinem schmutzigen zu flande nicht mitnehmen, und wenn ich einen Dienstmann zum Fortschaffen des Mannes herbeihole, so laufe ich Gefahr, daß ich die Kosten aus meiner eigenen Tasche bezahlen muß. Nachdem der Beamte diese Erklärung abgegeben hatte, ging ich weiter. Nach einer guten Stunde kam ich abermals an dem Hause Alte Leipziger. straße 16 vorbei. Das Bild von vorhin hatte sich noch nicht im geringsten verändert. Der Betrunkene versperrte immer noch den Hausflur, das Publikum, das inzwischen durch einige Kindergruppen verstärkt worden war, stand theilnahmsvoll, aber unthätig daneben, und auch der Schutzmann verharrte noch in seiner passiven Rolle. Ich ging auf eigene Hand nach der Rettungswache in der Oberwasserstraße und binnen einer Viertelstunde war der Bewußtlose in einem Wagen der Rettungsgesellschaft nach der Charitee geschafft. Haben die Schutzleute keine Instruktion, in derartigen Fällen dasselbe zu thun, was ich als Privatperson für geboten hielt?
Thüren verschließen.
gegangen.
zwei Personen ihren Tod gefunden. Ein Arbeiter Hermant Beim Wafferfahren haben am Sonntag auf dem Tegeler Tee aus Spandau wollte am Nachmittag mit seiner Frau und seinem sechsjährigen Sohn in einem kleinen Segelboot nach Tegel fahren, woselbst in einem Lokale ein Fischerfest stattfand, zu dem auch er geladen war. Als das fleine Fahrzeug gegen 4 Uhr nachmittags den Tegeler See kreuzend sich in der Nähe des Reinhardt'schen Lokals Sie Segel herumgeriffen. Unglüdlicherweise befand sich das Boot Zum Leuchtthurm" befand, wurden plöglich durch einen Windstoß zwischen zwei Zillen, sodaß. nicht genügend laviren konnte, und der Nachen schlug um. Wiewohl von allen Seiten Hilfe herbetiam, gelang es doch nur, den Arbeiter, wenn auch in besinnungslosem Zustande, den Wellen zu entreißen; seine Frau und das Kind waren in dem Wasser verschwunden. Bei der stürmischen Witterung mußten die alsbald aufgenommenen Bergungsversuche der Leichen unterbrochen werden; die Leichen sind bis jetzt noch nicht aufgefunden worden.
Borfall von neuem zum Anlaß nehmen wird, den hart bedrängten Pförtnerinstitut in der Nähe. Dieser packte den Einbrecher und Wir sind überzeugt, daß die Berliner Arbeiterschaft diesen Zufällig war gerade der patrouillirende Privatwächter Schimon vom Wirth Lindenhahn durch zahlreichen Besuch für die Unbequemlich brachte ihn auf die Wache des 7. Polizeireviers in der Kaiser feiten, die er von unseren Feinden auszustehen hat, zu entschädigen. Friedrichstraße . Hier gab sich der Festgenommene für einen Unter den gewärtigen Umständen ist es ganz besondere Ehrenpflicht Schneidergesellen aus der Kantstr. 62 aus. Seine Angaben erwiesen Kein braver Christ. Eine schwere Ausschreitung hat am aller Parteigenossen, in Grünau fein gesperrtes Lokal zu betreten. fich jedoch als falsch, und man weiß noch nicht, mit wem man es Sonntag ein Soldat in der Hedwigskirche begangen. Ein Wir sind überzeugt, daß jeder ordentliche Arbeiter pflichtgemäß zu thun hat.