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Das Musikleben von heute.

Bon Dr. Georg Raiser.

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und instinktiv sich geberdende Eroh ganz ebenso läßt für die Zukunft noch Schlimmes befürchten, ist es der Zeit- 1Zustand zum tätigen Erleben. Beffer hat vor allem in dem einen natürlich. Auf dieser instinktiven Einschätzung ftimmung gelungen, auch einen großen Teil der mujifaliichen Stritit recht: daß das zu solcher schöpferischen Mitarbeit befähigte und be der Gelegenheit, die das Wesen einer Persönlich unterwürfig zu machen; man hat die Festhaltung an den Haupt- rufene Bublifum noch draußen vor den Türen der Oper und der lichkeit und ihrer Willenskraft richtig wertet, beruht iächlichsten Normen einfach aufgegeben mit der verlogenen Aus- Konzertiäle ſtehe. Es hat noch gar nicht begonnen, am Musikleben die höhere Stufe von Bauernschlauheit", mit der unser rede, daß es hirnberbrannt fei, gegen solche Zeitmächte anzu teilzunehmen. Es mußte für sich eigene gelegentliche Aufführungen Grundadel im Werden und Bachsen Preußens seinen Rang fämpfen; und da man aber irgendwie die fritische Feder spüren lassen mühselig zustandebringen oder fich von zufällig bewilligten Volks­und seine Macht im Lande und über das Land erhöht und muß, sieht man in oft fleinlicher Weise dem ausführenden Blufifer auf fonzerten feinen Mujithunger vorübergehend färglich stillen. Wohn befestigt hat. Einem schwächeren Willen und einer minderen die Finger, um durch solchen Eifer den Mangel am Willen zur Kultur man blickt, sieht man Gesellschaftsgruppen verschiedener Art ihr Be­Macht gegenüber wird der Geist lebendig, den Friedrich I., zu verdecken, der sich etwa in der Prüfung der dargebotenen muji- dürfnis an Wusit oder ihr Virtuosenbergnügen befriedigen; der Joachim I. und selbst der große Surfürst fennen gelernt faliichen Werte( Programmi- Bedeutung usw.) aussprechen könnte. Musikmaller hat es an der Hand, geräuschvolle, bunte Künstlerichau haben, als diese Fürsten den rüftigen, urwüchigen Trok in Gottlob gibt es noch flarsehende und mutige Stöpfe auch unter zum Verderb alles ästhetischen Fühlens darzubieten, die Presse ist der Mark und in Preußen zuerst bändigten. diefen beruflich in den Musikbetriebsstrudel gezogenen Kritifern, und ihm nicht übel darob gesinnt, da er große Infertionsabschlüsse macht, Die Regierung Friedrichs des Großen, die soviel Be- das vor wenigen Wochen erschienene Buch des bekannten Beethoven - und der vom Berleger meist gefährlich abbängige Kritter getraut förderung und Vorrechte für den Adel geschaffen oder er- biographen Paul Better: Das deutsche Muſikleben( Berlag von sich nicht, gegen diese Kreise des zahlungsfähigen Elitepublikums auf­neuert hat im Dienst, in den Eigentumsrechten auf dem Schuster u. Löffler in Berlin , Preis 7,50 M. geb.) leuchtet tief in zutreten; er würde auch bald unschädlich gemacht werden. Der Lande und selbst in den ständischen Bestandteilen des Staats- die Hintergründe unseres Konzert- und Opernbetriebes von heute Stünstler gehört aber in seinen Werfen der Welt. Wo ist jedoch die verwaltungsrechts- mußte demselben Adel auch unbequem hinein. Das in einem vorzüglichen Deutsch geschriebene Buch ist große Allgemeinbeit, die sich an diesen Werten erfreut, erhebt, die werden. Das Interesse des Militärstaates verlangte Sol- die Frucht der geistigen Konzentration, die dem Verfaffer im wiederum den Künstler in seinem Schaffen zur bedeutsamen An­Daten; das Bauernlegen duldete der König nicht. Der Heeresdienst möglich war; abseits von jeglicher eiligen fritischen spannung feiner Sträfte ansport? Wo ist vor allem auch das Adel fügte sich, mußte fich fügen, und war froh, daß der König Zagesarbeit ist es ihm gelungen, die Gefahren des heutigen öffent- Konzerthaus, das dieser neuen Gesellschaftsform entspräche, für die die Hörigkeit und Frondienste nicht antastete. lichen Mufitmachens in deutlichster Schärfe vorzuführen, uns diese nach Beffers Meinung Mahler seine achte Sinfonie gewissermaßen Die Kriege Friedrichs kosteten Geld; die Finanzpolitik, Herunter- Entwidlung als logische Folge der Gesellschaftsentwicklung vorausgeschaffen hat? die Wirtschaftspolitik des Königs waren dem Adel lästig darzustellen und schließlich in umfassender Weise in großen Umrissen Der Staat und die Stadt sollen nach Beffers Vorschlag in dem er mußte fie in den Kauf nehmen das Wollausfuhrverbot wie auch in einzelnen praktischen Vorschlägen den Weg zur Ver- neuen Musilleben, das diesem Geschäftsbetriebe folgen soll, die ebenso wie das Stornmonopolsystem des Königs, der die Preise tiefung unseres Musillebens anzudeuten. Die Betterfche Dar leitenden Mächte sein. Em andres Musiklehrergeschlecht muß heran­bestimmte und nicht über das erträgliche Maß steigen ließ. stellungsweise ist verankert in der Wissenschaft des Aesthetischen ; der gezogen werden, für deren Tätigkeit der Staat getvisie Sicherheiten Berfasser hat feine Aufgabe lo von Grund aus allseitig kultur- übernimmt. Die Bedeutung der Musu muß überhaupt innerbalb hiftorisch anzufaffen gesucht, daß man seinen oft ins Abftratte ab- des Staatsorganismus uneingeschränkt anerkannt werden. Der schweifenden Ausführungen mit dem Aufgebot des ernsten Interesses Staat soll die Hoftheater endgültig übernehmen und deren Zeiter folgen muß. Er hat sich offensichtlich bemüht, eine festfundierte Ent- aus fachmännischen Kräften er wählen. Ein nicht absolutistischer, widlung seiner wertvollen Gedanken zu geben, in dem Bewußtsein sondern tonstitutioneller Führer hätte auch dem Stadttheater vor­Das deutsche Musilleben hat sich in den letzten Jahrzehnten vielleicht, daß man von gewissen Seiten gegen ihn anzustürmen ver- zustehen. Eine Mufilergenossenschaft hätte alle Anordnung von riejig entwidelt. Die Vielheit seiner Einzelericheinungen ist statistisch suchen wird. Also eine populäre Darstellungsform darf man von Konzerten im Interesse des jeweiligen fonzertgebenden Künstlers mehrfach mit imposanten Zahlen bezeichnet worden. In Berlin sind ihm hier nicht erwarten. zu treffen, das Machthaberiystem müsse befeitigt werden. Der Agent Wochen mit dreißig bis vierzig Konzerten fünstlerischen Charakters Zunächst gibt Befter in längeren Ausführungen ein über- werde fein Geschäft einstellen, wenn ihm das gehobene Standes durchaus keine Seltenheiten, auch andere Großstädte haben im zeugendes Bild von der Form des musikalischen Wertes als eines bewußtsein der Musiker und jene an seine Stelle tretende Genossenic aft Winter durchschnittlich jeden Tag zwei oder drei musikalische Auf- gemeinsamen Erzeugnisses von Gesellschaft, Musiker und Kritik. Er überflüssig gemacht habe. Genossenschaftstheater und genossenschaftliche führungen. Alle Arten von Konzerten sind dabei vertreten. Auch weist nach, daß diese Form immer, zu jeder Zeit, der Ausdrud Konzerte, die Genossenschaft auch als Verleger, der Berufsfritifer mit die Oper hat einige Pflegstätten gefunden. Bergleichen wir eines bestimmten Gesellschaftswillens war; daß sie nicht der dem Willen zur Kultur sollen das nur Phantastereien bleiben2 zahlenmäßig uniere Zeit mit den Zustände vor fünfzig oder hundert Mufifer feiner Schöpfung etwa unbeeinflußt aufdrückt, daß dieser Es wird lange dauern, bis sich Belfers Hoffnungen erfen Jahren, io werden wir sagen dürfen, daß wir es herrlich weit ge- vielmehr bei der Konzeption an die Ausführungs- und Verstehens werden. Bieles wird wohl auch ganz anders lommen, als es sich bracht. Es fragt sich jedoch, ob der Zahlenbegriff irgendwie maß- möglichkeiten zu denken habe; daß die lebendige Form überhaupt Beffer gedacht hat. Er ist in mancherlei Hinsicht weit stärker von gebend sein kann für die Bewertung auch des musikalischen Gehalts erst beim Zusammenwirken von Gesellschaft, Musik und Kritik dem seiner Sehnsucht nach Besserung geleitet in diesen aurbasenden der Darbietungen. Dem Einsichtigen ist es längst flar geloorden, Werfe gegeben wird, in der Aufführung. Wir haben in der Musik- Teilen seines Buches als von der nüchternen Betrachtung der Tat­daß das Musikleben zum größten Teile in einen Musil betrieb pflege die Vorherrschaft der Kirche gehabt( Bach- Zeit), die der ihre fachen. Dennoch wäre es töricht, hier gerade von vornherein dem berfallen ist, den Millionen Menschen gedankenlos mitmachen und durch Kapellen baltenden Adelsfamilien( Mozart- und Haydn - Zeit), die Drange des Jdealisten ein faltes: Langiam! zuzurufen. Und Her­ihre Anteilnahme in seinem immer weiter vom reinen Ziele ab- der bürgerlichen Konzertgesellschaften( Mendelssohn- und Schumann vorragende pofitive Werte des Buches zeigen sich auch überall da, führenden Geschäftswucher fördern helfen. Der Agent bat sich die Zeit). Wir finden, daß die Gestaltungssäge für den Musiker nicht, wo Beffer schonungslos, mit grimmiger, scharfer Klarheit die Un­unpraktische Veranlagung der Musiker und das Gefallen des Publi- wie es die Formalästhetik behauptet, auf innerorganischer Geiez- wahrheit des jeßigen Treibens entschleiert. Judem er. verneint, fums am äußeren Slang und an reklamebafter Anpreifung alles lichkeit beruhen, sondern daß sie vielmehr abhängig sind von der verwirft, verdamunt, schafft er im Leser ein richtiges deutlines. be= fäuflich Erwerbbaren zunuze gemacht und sich als Maller zwischen Wechselwirkung der Materie und dem Wahrnehmungsvermögen der schämendes Bild von den Zuständen, ruft er das Verlangen wach, Künstler und Zuhörer einen selbständigen, meist febr einträglichen Zeit- Gefellichaft. Die Gestaltungsprinzipien des Musilers find an der Aufwärtsentwicklung mitzuwirken. Kaum irgendwo sind Beruf geschaffen. Mit wenigen Ausnahmen geht heute alles durch foziologisch bedingt. Diese verschiedenen Gesellschaften haben nach über die zahlreichen verderblichen Faktoren unseres Musclebens in seine Hand. Er forgt dafür, daß das Interesse des Publikums an einander abgewirtschaftet. Klägliche Reste von ihnen find nur noch ihrer unsatirischen, objektiv abwägenden Art so vernichtend bloß­gewissen Konzerten nicht erlahmt, die ihm und auch seinen Ange- vorhanden. Der Absolutismus der Herrscher findet beispielsweise stellten, den für diese Zwede gedungenen Künstlern, Geld bringen noch einen schwachen Ausklang in den Hoftheatern, die freilich der und er hat Mittel und Bege genug, auch ungezählte, völlig reiglofe Gefellſchaftswandlung so starte Konzessionen gemacht haben, daß Konzertabende zu arrangieren", in denen selbst die Inhaber von fie teilweise geradezu in das ihren eigentlichen Zielen entgegen Freitarten oft gelangweilt ihre Zeit verbringen, die aber in ziemlich strömende Fahrwasser des Geschäftemachens getrieben find; die beträchtlicher Zahl, natürlich durchus auf Kosten der Musiker, unter Bürger- Gesellschaften( Gewandhaus in Leipzig ) beharren auch nur nommen werden müssen, um nach außen den Anschein eines regen, noch in einzelnen lezten Erscheinungen auf ihrem ehemaligen Willen vielbewegten Musiklebens zu erweden. Als der Betrieb einmal als berausgehobene Gruppe. Nun hat uns der Krieg pollends an Willens zur musikalischen Kultur darstellt. ads nachzulassen drohte, wurde das fogenannte Elite- Konzert ertunden, einen Puntt gebracht, wo Gesellschaftsmacht und Gesellschaftsbewußt­in dem gewöhnlich drei Künstler von befonderem Ruf abwechselnd fein in 3erfall geraten sind; wir können vorläufig nicht sagen, wie ihre zugkräftigsten" Nummern vorführen. Dieser gefchäftliche, es weiter gehen wird. tunstfeindliche Kniff hat seine Wirkung auf das Publikum nicht ver- Beffer vertritt nun die Meinung, daß wir alle der gemeinsamen fehlt, und da der gent ein sehr zahlungskräftiger Mann und im Grundlage unseres Tuns und Seins uns bewußt werden können, übrigen auch einer ist, den man sich nicht zum Feinde machen möchte, der Idee der völkischen Gesamtheit, pes Staats. Und diefer Staats­fanden sich selbst Musiker von ernster Kunstauffaffung bereit, Lohn- einheit müsse nun, und hier entwidelt Better eine Menge pofitiver In der Lehre vom Leben stehen gegenwärtig zwei Richtungen diener einer Sensationen laufenden, innerlich vollständig morichen Vorschläge, als der Wurzel des gemeinsamen Eeins, auch die Form einander schroff gegenüber die mechanistische und die vitalistische, Zuhörerschaft zu werden. Man nehme nur einmal das Sonntags- unsrer Kunst und also unires Mufitlebens entsprechen und genauer neobitalistische, zum Unterschiede von dem älteren Vitalis blatt einer Berliner Zeitung in die Hand, um sich aus den wirklich erwachsen. Wir follen nicht mehr nur oberflächliches Ver- mus. Begeben wir uns einmal in das Herrlager der Mechanisten! in die Hundert gehenden Stonzertanzeigen ein Bild von diesem gnügen an Virtuosenleistungen, nicht mehr nur Genuß an Man duldet uns nur, wenn wir beschwören, daß es möglich Musikbetrieb au machen, dem wir verfallen find. Leider, und dies guter Mufit haben, sondern hinausstreben über diesen painiven sei, die Formen und die Erscheinungen des Lebens auf Grund fom­Tischrunde mit tödlicher Sicherheit die Frage( dieweil alle" Ja, ja, der Hannes, des isch e Deifelsferl, e ganz ver jo, jo, sacre nom de Dieu!"

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stellende Worte geschrieben worden wie in dem Betterichen Buch, in dem keine einzige noch so fleine Seite dieser wichtigen, das ganze Volt angehenden Angelegenheit unberücksichtigt gelasen ist. Üleber gar manche Einzelheit fönnte man wohl mit dem erfasser sich kritisch auseinandersetzen; allein es dünft mir im Wahmen dieier räumlich beschränkten Besprechung Kleinlich, anderes hervorzuheben als den bedeutsamen ethischen Wert, den Beffers Aufruf unseres

Moderne chemische Forschung und Ent­wicklungslehre.

Bon Dr. D. Damm.

Mei Hannes geht uff Nancy ! Umſizenden verständnisvoll sich mit den Augen zuzwinterten): flirter- na, der alt Troupier müßt, jo nit sin Vatter sin-

Bon Emil Unger

,, Na, Troupier, was wit denn üs dinnem Hannes mache?" Und ebenso sicher schlug dann der Gefragte mit dem Rücken seiner rechten Hand auf die Innenfläche seiner linken, daß es flatschte und sprach das gewichtige Wort:

Endlich kam die Zeit, da hannes und ich die Schule verließen und das erste Abendmahl empfingen. Für den Nach­mittag hatten wir uns einen Ausflug ins Reißbachtal, das Mein Hannes geht uff Nangisi, bon start isch er sich wie ein klaffender Spalt in den Vogesenwald hineingrub, nit, aber rußlig( flink, lebhaft) wie e Maitäfer, bon!" vorgenommen. Er ließ sich auch durch das regelmäßig darauf einsehende Die Sonne stand bereits chräg am Himmel als tvir Gelächter nicht abhalten, immer wieder in derselben Art sein den Stadtwall erreichten. Hirr warf Hannes sich blög Sprüchlein herzusagen. lich ins Gras und schluchzte einige Male tief und heiß

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Der Hannes" war mein Schulfreund, und der so sprach, sein Vater. Er hieß Filzer, wurde aber in Erinnerung an feine Soldatenzeit bei den Franzosen nur der alte Troupier" genannt. Seine Drechslerwerkstatt befand sich neben unserer Wohnung und ging nach dem fleinen Bach hinaus, der hier vorüber und dem Rheine zueilt. Man konnte durch die Kleinen Fenster des Ateliers an der alten, gotischen Kirche vorbei hinauf in die Kuppen des Wasgaues sehen, und oft Für den fleinen Hannes war dies indes nicht gut. Die qui. Dann wälzte er sich auf den Bauch und stügte dent genug haben Hannes und ich dagesessen, besonders an Winter- Schulkinder hatten das Wort längst aufgefangen und ahmten Kopf in die Hände. In dem fleinen, blassen Gesicht arbeitete tagen. Der alte Troupier hielt sich lieber im Rebstöckel" es mit allen Feinheiten und scharf atzentuiert nach. Aller- etwas und der schmale Mund bebte wie im Schmerz. Ich auf dem Marktplak auf, allwo er meist weinbergnügte Trink wegen. Wo Hannes stand und ging, tönte es ihm entgegen: ließ mich an feiner Seite nieder und nahm dieselbe Stellung genossen fand. Sein Lebensprinzip war: nur für den einen ,, Mein Hannes geht uff Nangisi, bon,- start isch er nit, ein wie er. Reiner sprach ein Wort. Stumm ſtarrien wir Tag sorgen. Nicht mehr arbeiten, als nötig ist, um für aber wußlig wie en Maifäfer, bon!" in die versinkende Sonne, deren Feuerbrände wie mit tausend den Augenblick leben zu können. Und dieses Prinzip führte Und wenn er auch in aufflammender But seinen Holz- Riesenfadeln über die Stuppen lohten, um nach und nach zu er auch mit unerschütterlicher Stonsequenz durch. Er konnte schuh in die johlende Spötterschar schleuderte, daß er flirrend verbleichen. Drüben, von der Stiftskirche, läuteten die Abend­es, denn es war feine Konkurrenz am Orte, und seine Arbeit über das Pflaster tanzte, es half nicht viel, einige Schritte glocken, die alten Bulnertürme und Trugwehren ragten in war gut. weiter erflang es schon wieder: Mein Hannes geht uff talter Starre auf, und dahinter breiteten sich die Wiesen aus, Vormittags, Buntt halb elf, legte er sein Werkzeug hin Nangifi, bon!" vom Abglanz des Abenbrots umflossen, daß sie wundersam nnd schüttelte seine grüne Schürze aus, dann fuhr er mit zwei Stam aber dann zufällig der alte Troupier dazu und gewebten Teppichen glichen. Unten im Stadtgraben gludite Fingern in die linke Backenhöhle, die im Laufe der Zeit nach sträubte ihnen seinen dicken braunen Schnauzer entgegen, so das Wasser, und wenn es an die schmale Brücke fam, begann außen die Form einer gespaltenen Billardtugel angenommen genügte das, um alle Spötter alsogleich wie vom Erdboden es im Kreise sich zu drehen, bis es dann mit weißen Schaum­hatte, und schleuderte den ausgelaugten Rautabat mit einem verschwinden zu lassen. tronen an der Oberfläche erschien und wild davonstürmte. geschickten Griff in weitem Bogen heraus. Das Päckchen mit" Losse babble, Hannes," pflegte er hierauf zu sagen ,,, die So oft hatten wir da hinunter gegudt, so manche Stunde gewöhnlichem Pfeifentnafter stand schon bereit, damit die Herrgottsnundidjes fönne jo Dich nit foppe, Du gehst doch hier verspielt, verträumt, jetzt pacte uns der Zauber dieses Füllung erneuert werden konnte. Wenn das geschehen war, uff Nangiii, juschtement!" Fleckchens Erde wieder mit neuer Straft. Besonders bei Hannes wurde noch der kurze Nasenwärmer gestopft und angezündet, Dabei blieb's auch. Der Troupier hatte in Ranch einen mochten diefe Gefüle überwiegen, sollte es doch am nächsten und der alte Troupier war marschbereit. Er hatte einen mert- Bruder, in dessen gutgehendem Geschäft der Neffe sich zum Tage nach ,, Nangisi abgehen. Da freisten noch einmal die würdigen Gang. Die rechte Schulter etwas nach vorn ge- Epicier"( Krämer) heranbilden sollte. Nicht daß Hannes zu Erinnerungen und Begebenheiten in seinem fleinen Hirn, und rückt, den Kopf geneigt, während die flache Schirmmüte fast schwach oder ungeschickt gewesen wäre, um das Handwerk das junge Kinderherz wallte auf in wehem Schmerz. Endlich in den Augen faß, so tänzelte er mit leichten, elastischen seines Vaters auszuüben, im Gegenteil, er war schon ein öffnete er die zusammengepreßten Lippen; Schritten die Straße entlang. Die sonderbare Haltung der halber Drechsler, und die Puppen zu unseren Kasperle­Schulter sei von seiner fiebenjährigen Dienstzeit zu Pferde theatern, die er selbst gedreht, zeugten von seiner Anſtelligkeit. zurückgeblieben, behauptete er, andere aber, die ebenfalls bei Aber der Troupier war der Meinung, daß der Drechslerberuf der Kavallerie waren, lachten ihn dann jedesmal aus, so daß feine ausfichtsreiche Zukunft mehr habe und im Niedergang er ganz wild werden konnte und den Spöttern nicht gerade begriffen sei. Außerdem befürchtete er auch, sein Hannes die delikatesten Stofenamen an den Kopf warf. Sonst aber tönnte in des Vaters Spuren treten, und so heilig ihm selbst war der alte Troupier ein gern gesehener Tischgenoffe, der auch sein Lebensprinzip war sein einziges Kind wollte er immer amüsant und spaßig zu plaudern wußte. Seine Frau, doch vor der gleichen Lebensauffassung bewahren.

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Ja?"

"

a."

Morje geht's furt!"

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,, bliebsch do."

Ja."

Pfischter- Finnel hat mer e Nastüchel g'schenft

Hammes hotte tief Atem, dann sagte er, immer gerade aussehend: die Lisett, hatte er schon zehn Jahre vorher begraben, und von Und dann: Epicier war ein feines Gewerbe, und sein seinen Kindern war ihm auch nur der kleine, schmächtige Hannes würde nicht in der Schürze hantieren, sondern in fein g'stickt." Hannes geblieben. Den hütete er wie seinen Augapfel. Und Stragen und Schmiſetle" umhergehen. Drechsler sollte er nicht werden. Des isch kein Metier für In solchen Momenten konnte der Troupier geradezu in meine Hannes."( Der Alte spickte seine Rede gern mit fran- Rührung geraten und mit feuchtem Blick auf seinen Bub hin- Wenn ich bi de Soldate war, hierat ich's Finnel, weisch..." zösischen Brocken.) Wenn er so sprach, dann folgte aus der schauen:

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" Ja, um Andente. Später will's au uff Nangisi komme.

Als ich nichts fagte, spann er seinen Gedankenfaden