Ginjefyrell 70 Geffen Rebaltion unb Verwaltung: Braa 11, Dabli obo nám. 82.
Telefon 6788, nachts 6797.
Telegramm- bresse: Sozialdemokrat Vrag. Boftidedamt 87844.
Inserate werden laut Tarti billigst berechnet. Bet öfteren Einschal tungen Breisnachluß
1. Jahrgang.
Sozialdemokrat
Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der Tschechoslowakischen Republit.
Donnerstag, 15. Dezember 1921.
Der Parteitag.
Begrüßungstelegramm: Entfenden brüderli
fortgefeyt.
die Staatsbediensteten erleiden manchmal
Bezugbedingunge
Bet 8uftellung ins Haus oder bet Besug
burch die Post monatlid... 10- Kč, bierteljabrli 48- Kč,
baljabrig...- Kč, ganzjäbrig. 198- Kä Für Deutfädsterreich monatlich 400 8K, für Deutschland 40- Mk. Erscheint mit Ausnahme bes Montag täglich früh.
Nr. 90.
zu behandeln, wie die anderen Versicherungs- fierten Arbeiterklasse im alten Desterreich gen, pflichtigen. Es handelt sich da um ein Element, wesen, daß wir überhaupt zu einer Teilversidas in furzer Zeit verschwunden sein wird. cherung gekommen sind. Wir haben gefunden, Wir fönnen ruhig sagen, daß die Kriegswai- daß gerade jene, die die Sozialversicherung am" fenfrage in 6-7 Jahren vielleicht überhaupt notwendigsten brauchen, für die Frage das alDeballe über die Sozialversicherung. abgetan wird, weil diese dann in das Erwerbs- lergeringste Verständniß haben.( Zustimmung.) leben eingetreten sind und nur wenige Fälle Denn draußen in den Organisationen geschieht Dienstag- Vormittagsverhandlung. jeder Beschreibung. Unsere Arbeiterfinder sind bei den Striegsbeschädigten. Der Kreis der und jede Gewerkschaft muß in dieser Richtung zur Versorgung zurückbleiben. Aehnlich ist es nichts in dieser Frage. Jede Lokalorganisation Vorsitzender Gen. Pötzl verlieft folgendes oft abgemagert bis zum Stelett, ein Bild des Kriegsbeschädigten wird von Tag zu Tag ge- arbeiten, umsomehr, als es uns gelungen ist, Vorsitzender Gen. Pölzl verlieft folgendes Jammers. Es ist das Bitterste, daß wir uns ringer. Die Aufwendung für diese Kategorien durch unsere frühere Agitation die Zersplitte che Grüße, wünschen Erfolg in bevorstehenden feit zufrieden geben, anstatt daß der Staat andere Zweige, es wird also nicht unmöglich Die Agrarier wollen aus den Arbeitern am mit den Brosamen der allgemeinen Wohltätig werden also die Institute nicht so belasten wie rung des Strankenkassenwesens zu beseitigen. Stampfen. Hoch die internationale Solidarität. feine Pflicht erfüllt. Es ist hier auch von den sein, daß man diese bedauernswerten Menschen Lande landwirtschaftliche Arbeiter machen, um Auslandsvertretung der sozialdemokra Geschlechtstrankheiten gesprochen worden. An tischen Arbeiterpartei Rußlands . dieser Frage sind wir Frauen ebnfalls ſtart heute damit aussieht. Die Schande, die uns da haben schon in ihre Statuten aufgenommen, anständig versorgt. Sie wissen ja, wie es mit ihnen ihre Stranfenfassen zu füllen. Sie Abramowitsch. Martow. ( Beifall.)- Dann interessiert. Wir Parteigenossinnen haben die an allen Straßeneden in Form der Bettel- daß alle Wagner, Müller, Cattler, Schneider, wird die Debatte über das Referat Taubs Pflicht, dem Kapitel Sozialversicherung und plafate entgegenleuchtet, muß endlich einmal Schmiede usw., die landwirtschaftlichen Besitz Leis Olmüy: Besonders die Fixbesoldeten, Sozialpolitik unſer größtes Augenmerk zuzu- verschwinden. Sehr wenig wurde in der De- haben und ihn bewirtschaften, mit in die landwenden, denn wir als Träger der neuen Ge- batte die Frage der Propaganda für wirtschaftlichen Kaffen hineinbezogen werden Strankheiten, die eine anständige Erholung not und fräftige Stinder zur Welt zu brigen, damit wir haben in der Sozialversicherung nicht nur träge, die hier angenommen werden, speziell in neration haben ein Interesse daran, gesunde unsere Sozialversicherung erörtert. follen. Sie fönnen versichert sein, daß die An wendig machen. Aber je schwerer eine solche sie den Kampf, der ihnen bevorsteht, erfolgreich eine charitative Einrichtung zu erblicken, son- der Frage der Sozialversicherung nicht im Stranfheit ist, desto geringer werden die Bezüge führen können. dieses Beamten, weil die veriablen Teile wegdern sie ist ein Teil unseres großen Massengrab der Fraktion verschwinden. Die fallen. In Olmüz ist es vorgekommen, daß Heidrich- Wegstadtl. Wir haben mit aller lassenkampfes. Jeder einfache Arbeiter werden nur das erreichen, was sic Eisenbahner, die beide Füße oder den rechten Macht das allgemeine gleiche Wahlrecht er- Mensch, den wir für die Volkswirtschaft zu sich erkämpfen.( Beifall.) Arm verloren haben, 80 Stronen monatlich fämpft und sind dann darangegangen, die So- rückgewinnen, ist ein Gewinn für die Gefell . Taub( Schlußwort.) Mögen Sie in die kleinRente haben und noch eine Familie erhalten zialversicherung zu schaffen. Leider wurde die schaft. Deshalb müssen wir der Provaganda ste Ortstranfenfassa in Deutschland kommen, sollen. Durch die Presse sollten die Massen auf- fe Sozialversicherung zweimal durch die Auf viel größeres Augenmerk widmen. Mir müs überall werden Sie Flugschriften und geflärt werden, damit auch die Unternehmer lösung des Parlaments vereitelt, die Arbeiten sen den Kampf um lösung des Parlaments vereitelt, die Arbeiten sen den Kampf um die Sozialversicherung Aufklärungsschriften finden und es und die Regierung die Sache ernster betrachten. wurden immer wieder zunichte gemacht und nicht nur gelegentlich und theoretisch führen, ist bezeichnend, daß sich die ersten Gelehrten Stanet Znaim. In Znaim hatten die Versi- wir mußzten bis zum heutigen Tage warten, sondern den Kampf mit Elan und im Sturme Deutschlands bereitfinden, derartige populäre cherten bis jetzt nicht die Selbstverwaltung in um uns neuerlich um die Sozialversicherung führen, wie bei der Wahireform, denn es ist Schriften zu verfassen. Bei uns hat leider die der Bezirkskrankenkasse, diese war vielmehr zu bemühen. Wir müssen fordern, daß diese ein Kampf rm ein Stüd Freiheit und Fort- Gelehrtenwelt sich dieser Aufgabe bisher nicht ausschließlich in den Händen der Arbeitgeber Sozialversicherung erstens unter unsere Selbst schritt für die Menschheit.( Lebhafter Beifall.) gewidmet. Es ist notwendig, daß die Krankenund wurde im nationalen Sinne verwaltet. verwaltung gestellt wird und zweitens, daß Sacher- Narlsbad: Die Kritit, die hier an fassen selbst diese Angelegenheit in die Hand Nunmehr haben die Machthaber von Znaim Renten geschaffen werden, die dem Arbeiter ein der Sozialversicherung geübt wurde, ist berech nehmen und es wird die Aufgabe der Genoffen die frühere Bezirkskrantentassenverwaltung menschenwürdiges Dasein ermöglichen. Wir tigt, aber ebenso muß auch darauf geachtet und Genofsinnen sein, auf ihre Stranfenfassen durch eine Verwaltungslommission abgelöst müssen unter anderm fordern, daß die ersten werden, daß wir unsere Rechte ausnüßen. Wir einzuwirken, damit sie derartige Aufklärungsund der Bürgermeister von Zuaim, Dr. Ma- drei Beitragsklassen in den Kran haben z. B. einen gewaltigen Fortschritt zu schriften herausgeben. Hier müssen wir ins resch, der eigentliche Urheber dieser Angele- fenfaffen beseitigt werden, denn das verzeichnen, daß wir den Achtſtundentag er besondere auf die Bekämpfung des A! tohols, genheit, wurde zum Regierungskommiffär er- find Hungerklassen. Wir müssen verlangen, daß reicht haben. Das ist ein wichtiger Abschnitt der epidemischen Krankheiten, der Tuberkulose, nannt. Redner verlangt, daß der Parteitag ge- wenn die Beiträge der Arbeiter nicht hinrei in der Geschichte der Arbeiterfürsorge. Sie se- des Trachoms und der Geschlechtsfrankheiten gen die Verschmelzung der Znaimer mit der chen, um ihnen eine entsprechende diente zu si hen aber heute schon, daß viele Tausende von erhöhtes Augenmerk zuwenden und die Arbei Mähr.- Budwig Raffa Stellung nimmt. chern, der Staat einen Beitrag lei- rbeitern und Arbeiterinnen den Wert der ver- terschaft auf die verheerenden Wirkungen die Schneider Kaaden: Es ist erfreulich, wenn in der Lage ist, ein menschenwürdiges Dasein sen( Nufe: sehr richtig!). Ebenso ist es mit der auch über die Kinder fürsorge gesprochen stet, damit der Arbeiter auf seine alten Tage fürzten Arbeitszeit gar nicht zu würdigen wis ser Krankheiten aufmerksam machen. Es ist uns Genosse Taub gestern berichtet hat, daß es auf dem Gebiete der Sozialversicherung doch zu fristen. Wir müssen andererseits dafür ein Sozialversicherung, in Bezug auf unser Kran worden. Die Kinderfürsorge, die heute zunt zu einer Zuſammenarbeit der deutscher und treten, daß die kleinen Rassen auf lentassenwesen. Auch da müssen die fortgeschrit großen Teil auf der Wohltätigkeit fußt, muß tschechischen Arbeit tommt. Das ist wohl ein gelöst werden und daß insbesondere die tenen Arbeiter den anderen, die die Zeit nicht vollständig von der Sozialversicherung überBeweis dafür, daß jedesmal die Interessen des chen Krantentasjen, wie sie bie Mara- verſtehen, die Kastanien aus dem Fener ho- nommen werden, ebenso die Fürsorge für die chen Krantentassen, wie sie die Agra- len. Ein ascheuliches Sapitel, über Wöchnerinnen. Von nahezu allen Rednern Proletariats den übrigen Intereffen vorangerier verlangen, nicht zustande kommt. Alle das wir ausgiebig reden sollten, ist unser Ar- wurde die Errichtung der landwirtschaftlichen stellt werden, wenn wichtige Dinge auf dem Behörden kommen den agrarischen Kreisen beitslosen- Fürsorge gesetz und zwar Kaffen als Unglüd bezeichnet. Da müssen sich, Spiele stehen. Wir haben gestern aus dem entgegen und wir müssen daher die Befürch weniger das Gesetz als die Behandlung wie Gen. Beutel verlangt, die landwirtschaft gefeß Viunde des Genossen Taub statistische Zahlen tung hegen, daß man die landwirtschaftlichen des Gesetzes durch die Beamten - ein Zu lichen Organisationen mehr darum fümmern über den Umfang der Geschlechtskrankheiten Arbeiter um die Früchte einer anständigen So stand, der für die Arbeiterschaft unerträglich als es bisher geschehen ist. Aber im Allgemei gehört. Was macht aber der Staat auf diesem Gebiete? Er ha: wohl in allen größeren Städ. zialversicherung zu bringen geneigt sein wird. wird. Bis heute war es unserem Parteivor. nen wird es notwendig sein, in großen Kundten und Garnisonen Spigel angestellt, die die Es wird uns wohl nicht erspart bleiben, daß stand, obzwar er sich alle erdenkliche Mühe gab, gebungen gegen die Zersplitterung der Stran wir auf die Straße werben geben nicht möglich, eine Aenderung in dieser Frage fenversicherung mit aller Entschiedenheit StelStaatsbürger zweiter Klassen zu überprüfen müssen, um den Stampf für die Sozialver- herbeizuführen. Aber die Ungerechtigkeit auf lung zu nehmen. In diesem Zusammenhang haben, er hat sich aber um die Errichtung von sicherung zu führen. Wir haben lange genug diesem Gebiete ruft uns alle auf den Plan. gehört die Anregung des Gen. Sacher. Wir Fürsorge- und Auskunftsstellen für Gefchleatstrante nicht im Windesten gefümmert. auf die Sozialversicherung gewartet und wir Ebenso geht es jenen armen Teufeln, die 6 werden nach wie vor bemüht sein, bei Beraverlangen, daß sie endlich verwirklicht wird Ronate Unterstüßung erhalten haben und tung des Krankenversicherungsgesetzes, Es besteht noch immer eine alte Verordnung, und wir werden zu diesem Zwecke alle mögli- dann die Unterstüßung verlieren. Was die jest balo kommen wird, diesem Wunsche des wonach bei Behandlung der Syphilis nur die Striegsbeschädigten anbelangt, möchte ich bit- Parteitages Rechnung zu tragen. Unseren BeSuedsilberbehandlung verlangt wird, obwohl chen Mittel zur Anwendung bringen. heute die Wissenschaft bei der Salvarsanbe- Müller Joachimsthal : weist an dem Beispiel ten, daß Mittel und Wege gefunden werden, mühungen ist es gelungen, eine Abände handlung steht. Was die Höhe der Beitrags- der Joachimsthaler Strankenfassa nach, wie um für jene Striegsopfer zu sorgen, die feine rung des Pensionsversicherungsleistung anlangt, so ist es selbstverständlich, daß notwendig die Beseitigung der Zwerglassen ist. Arbeit finden können. Sie genießen nicht die gesetes herbeizuführen, und von der Resie den Arbeitern schwer ankommen wird, aber Aber es bestehen noch genug solcher Stassen und Strankenversicherung, sind dem Siehtum ver- gierung die dezidierte Erklärung zu verlangen, eine Notwendigkeit, daß wir es den Mr. Da haben wir speziell in unserem Bezirk einen fallen und werden in keiner Strankenanstalt daß bis Ende Dezember ds. J. die Teuerungsbeitern beibringen, daß sie die Opfer nur für harten Stampf zu bestehen. Unsere Staße ist aufgenommen, werden von einer Anstalt in zulagen zu den Pensionen ausgezahlt werden sich bringen. Unsere Aufgabe ist es, die Arbei- bei der Wahl im Jahre 1908 in die Hände die andere gehetzt. Wir Arbeiterfekretäre, die müssen. Genosse Nitschmann hat meine terschaft einerseits fampffähig zu machen, an- der Arbeiterschaft übergegangen. Seit dieser damit draußen in den Bezirken zu tun haben, Ausführungen über die Striegsverlegten unterbererseits zu organisieren. Wir wollen keine Zeit wird sie ständig von den bürgerlichen fönnen es am besten ermessen, wie notwendig strichen. Ich glaube, sagen zu können, daß unHumanität für die Alten und Krankgeworde. Stassen bekämpft. Ich bin lein Pessimist, aber es ist, daß der Staat sich um diese Frage tüm ser Klub dafür alles tut und Beweis dafür nen, sondern eine würdige und anständige Ver- auch nicht so optimistisch, um zu glauben, daß mert.- Die Pensionistinnen werden ist, daß wir uns in einer eigenen Resolution sorgung durch den Staat. Für dieses Ziel müs- die Sozialversicherung in furzer Zeit kommen monatelang vertröstet oder bekommen ihreßen mit den Striegsverletzten beschäftigt haben. Eine fen wir den Stampf mit aller Kraft aufnehmen, wird. Sier gilt es vor allem die Arbeiterschaft sionen unrichtig ausgezahlt. Nur in herzlich Vereinigung der Fürsorge der Kriegsverletzten um die Berelendung des Proletariats hintan- aufzuflären, denn ein großer Teil der Arbei wenigen Fällen erhalten sie ihre Bezüge pünft mit der Sozialversicherung ist nicht möglich. terschaft bringt der Sozialversicherung noch lich und richtig ausgezahlt. Vor allem müssen Die Frage der Kriegsverlegten muß losgelöst Genoffin Pechanz, Brür: Dieses Napitel ist nicht das gehörige Interesse entgegen. Gibt es wir dafür sorgen, daß die Arbeiterschaft den werden, weil es sich um eine Schichte der Bebon immenser Bedeutung speziell für uns doch Arbeiter, die ihre eigene Institution an- Wert und die Notwendigkeit der Sozialversi- völkerung handelt, die dieser Wohltat nicht Frauen. Es ist gestern das Wort gefallen, daß feinden. cherung erkennt, denn wenn wir die heutige dauernd teilhaftig sein wird.
es
zuhalten.
-
Schaffung der landwirtschaftli
die Kindersterblichkeit in der Tschechoslowati- Nitschmann- Neutitschein: Ich möchte aus Gesellschaftsordnung aus den Angeln haben Gegenwärtig ist dem Parlamente eigentlich schen Republik ein großes Wachstum zu ver- dem großen Komplex der Sozialversicherung wollen, brauchen wir gesunde Menschen an gar keine diesbezügliche Sozialversicherungsgeichnen hat. Die große Kindersterblichkeit ist nur die Frage der Kriegsbeschädigten Störper und Geist.( Beifall.) borlage unterbreitet. Sie wissen, daß seiner felbstverständlich eine Folgeerscheinung des Fürsorge herausgreifen, weil ich glaube, Beutel- Aussig: Wir fönnen es nur begrüßen, zeit ein Antrag Johanis und Gen. eingebracht Krieges. Wer in der Jugendfürsorge beschäftigt daß diese Frage besondere Aufmerksamkeit ver- daß der Parteivorstand die Sezialversicherung wurde, der eigentlich der Entwurf des ehema ift, fann ein Lieb davon singen. Die Verhee dient. Die Kriegsbeschädigten und die Witwen auf die Tagesordnung des Parteitages gefest ligen Ministers für soziale Fürsorge, Dr. rungen, die her Krieg angerichtet hat, spotten und Weisen nach Kriegsbeschädigten find so hat. Es ist lediglich ein Berdienst degani Winter war. Die Genossen irren, wenn sie