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Die einfache Thatsache, daß eine solche Petition an die Versamm| bieten! Sollten sich die Begründer der Anmaßlichkeit, die in sichtlich feine staatliche Monopolisirung einschließen, wohl aber lung beschlossen worden ist, hätte den Magistrat veranlassen diesem Urtheil und in diesen Prätensionen liegt, nicht bewußt wird eine erafte staatliche Kontrolle etwaiger privater Erzeugungs­sollen, noch viel mehr Arbeitslose einzustellen. Es liegt noch sehr sein? Vermuthlich doch; aber man denkt so die indifferenten anstalten einzuführen sein. viel Schnee in den Arbeitervierteln. In der Petition werde nicht Arbeiter, deren Zahl noch immer groß ist, zu fangen. Als Ver­verlangt, daß allen Kindern warmes Essen zweimal verabreicht anstalter werden genannt:" Die Gesellschaft für Berbreitung von

Der Bildung des niederen" Volkes versuchen.

Eine böse Stiefmutter. Vorgestern früh wurde in einem

werde. Gemeint seien die Kinder der Arbeitslosen. In Dresden , Wolfsbildung, die deutsche akademische Vereinigung, der Berliner Schuppen des Grundstücks Berlinerstraße 34 zu Rirdorf ein elf­in Braunschweig hat die Verwaltung solche Einrichtungen Arbeiterverein, verschiedene Handwerkervereine, Dr. Mar Hirsch jähriger Knabe entdeckt, welcher nicht im Stande war, sich aus bereits getroffen. Die Mittel der Privatwohlthätigkeit reichen und andere." Die Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung dem Strohhaufen, in welchem er genächtigt hatte, emporzuarbeiten, bei Weitem nicht aus. Auch in Bezug auf die Speisung in den vertritt die seichteste Aufklärung", wofür der Name ihres Vor- da ihm Hände und Füße erfroren waren. Die Polizei ließ den Schulen kann der richtige Weg gefunden werden. Ueberweisen sigenden, Abg. Rickert, schon Beleg genug ist. Die deutsche akade armen Jungen nach dem Krankenhause überführen; dort erzählte Sie die Petition dem Magistrat zur Berücksichtigung, dann wer- mische Vereinigung hat auf ihrem bisherigen Arbeitsgebiete, er, daß er seinen in der Berlinerstraße wohnhaften Eltern ent­den Sie ein Werk der Menschenliebe thun. demjenigen der akademischen Reform, bisher nichts geleistet; laufen sei, weil er sich vor den Mißhandlungen seiner Stiefmutter Stadtv. Frenzel ersucht, über die Petition zur Tages- fie will es also zur Abwechselung einmal mit der nicht anders habe retten können. Er habe daher schon mehrere ordnung überzugehen. Ein Nothstand herrsche nicht. Der Berliner Nächte im Freien zugebracht, bis er in dem Schuppen ein Unter­Rückgang des Baugewerbes sei durch die übertriebenen Arbeiterverein ist ein kleiner freisinniger Verein, von dem selbst kommen gefunden habe. Es ist fraglich, ob der Knabe, Paul B., Forderungen der streifenden Arbeiter hervorgerufen worden. Herr Eugen Richter nichts mehr hält. Die verschiedenen Hand am Leben erhalten werden wird; die eingeleitete Untersuchung Die nothleidenden Bauhandwerker hatten sich ihre jezige Lage werkervereine" sind vermuthlich harmlos und thun feinem wird ergeben, ob seine Angaben bezüglich der ihm wider­also zum Theil selbst zuzuschreiben. Die Petition brauche in Menschen weh; deshalb möchten auch wir ihnen um feinen Preis fahrenen Mißhandlungen seitens der Stiefmutter auf Wahrheit ihren zwei ersten Theilen nicht dem Magistrat zur Berücksichtigung weh thun. Und nun gar Herr May Hirsch? Wir könnten die beruhen. überwiesen werden; das sehe so aus, als versäume der Magistrat Urheber der Volksunterhaltungs- Abende" fast bemitleiden. Der Beschlagnahmte Pretiofen. Einem mehrfach vorbestraften seine Pflicht. Die' Resolution sei nicht der Nothschrei armer erste Abend wird am 25. Januar im Saale des Handwerker­Leute, sondern bewege sich in den Ausdrücken, die man von den Bereins in der Sophienstraße stattfinden.( Dieser Saal steht den Diebe sind eine goldene Remontoir- Damenuhr Str. 60 210 mit Leitern derfozialdemokratischen Partei zu hören gewohnt sei. Die Ver- Arbeitern bekanntlich nicht zur Verfügung; zu allen Veran- weireihiger Kette und Buschel, eine silberne Damen- Remontoiruhr sammlung der Arbeitslosen sei nur aufammengetrommelt ftaltungen, die sich gegen das klassenbewußte Proletariat fehren, ohne Sekundenzeiger, eine Herren- Panzerkette, eine Damen- Hals­Veranr. 12 241 mit goldenen Zeigern und gleicher Kette, beide Uhren worden und die Petition nichts weiter als ein sozialdemokratischer wird er dagegen bereitwillig hergegeben.) Der erste Theil des fette, eine Broche mit Penséestein und vier Perlen( von denen Koup!( Bravo !) Programms setzt sich zusammen aus Ghorliedern, ausgeführt von Oberbürgermeister von Fordenbed: Der Magifirat einer Abtheilung des Sängerbundes des Berliner Lehrer eine fehlt), ein goldener, fleiner Herrenring mit grünlichem Stein, habe aus allen Mittheilungen und nach genauen Grmittelungen vereins, Gesangsvorträge des Fräulein Asmus und Klavier ein neuer oder noch fast neuer olivbrauner Winterüberzieher mit nicht das Bild gewonnen, daß ein außergewöhnlicher Nothstand Biocen, ausgeführt von Frl. Krause. Hierauf folgen Vorträge ähnlichem, gestreiftem Futter, Hornknöpfen mit Perlmuttereinlage und im Aufhänger die Ausschrift.Nouveauté de confection beſtehe, der mit außergewönlichen Mitteln bekämpft werden müsse. des Herrn Jens Lügen( Reise in den Mond mit Lichtbildern als muthmaßlich gestohlen abgenommen. Die Ketten sind so­Wäre Gefahr im Verzuge, so würde der Magistrat, das seien und Dr. Richard Schmidt- Cabanis ( verschiedene humoristische Sie versichert, fofort freiwillig mit Anträgen auf Abhilfe ge- Themata). So, wir haben jeht genug Reklame für das Unter genannte Golddouble- Ketten. Die Eigenthümer fönnen die Sachen tommen sein, ja er würde vor der Bewilligung bereits selbständig nehmen gemacht, und wenn es mißlingt, fönnen wir nicht dafür. bei der Kriminalpolizei, Zimmer 83 des Präfidialgebäudes, in Dorgegangen sein.( Bravo !) Daß der harte Winter eine gewisse Die Veranstalter haben selbst Besorgniß, daß mehr andere Per Augenschein nehmen. Noth hervorgerufen habe, solle nicht geleugnet werden, aber sonen als Arbeiter hinkommen werden. Das Komitee schreibt: Bei der Stadtverordneten Versammlung in Char die gewöhnlichen Mittel, die in Berlin zur Verfügung ständen, Die(? mehrere?) Arbeiter und Handwerkervereine, sowie Tottenburg ist folgender Antrag eingegangen:" Den Magistrat reichten hin, sie zu bekämpfen. Am 4. Januar war die Zahl der einige Großindustrielle, haben die Begebung der Billets über- aufzufordern, in Gemeinschaft mit der Stadtverordneten - Ber­nächtlichen Obdachlosen auf 2080 gestiegen, im Asyl für obdach- nommen, damit dieselben auch sicher ausschließlich in die sammlung, bei den zuständigen Behörden dahin vorstellig zu wer­Lose Familien befanden sich 220 Personen; ähnlich am 11. Januar. Hände der Arbeiter gelangen." Eine Arbeiterversammlung, zu den, daß der Totalisator auf den Rennplätzen zu Westend auf­Das seien bisher die höchsten Zahlen gewesen. Unser Asyl ist der, damit ja die Arbeiter und ausschließlich Arbeiter hinkommen, gehoben wird." Die äußere Veranlassung zu diesem Antrag, der fortwährend in Thätigkeit. Die Krankenhäuser seien, das räume Großindustrielle den Einlaß. kontrolliven am 28. d. M. zur Verhandlung kommen soll, scheint der jüngst er ein, befeht, aber daß sie und das Asyl für Obdachlose bisher wältigender Komit! Schade, daß wir wohl nicht im Stande sein gemeldete Selbstmord des Charlottenburger Steuereinnehmers nicht ausgereicht hätten, sei durch nichts bewiesen. Trete ein werden, über den Verlauf des Abends zu berichten. Denn wir außergewöhnlicher Nothstand ein, der bis jetzt nicht vorhanden felber haben sicher nicht Zutritt und wir kennen auch keinen Arzu sein, der sich durch den Totalisator zu Grunde gerichtet sei, so würde der Magistrat sofort zum Handeln bereit sein. beiter, der eine Arbeiter-" Versammlung besuchen wollte, welche ( Bravo.) von den Gegneri der klassenbewußten Arbeiter veranstaltet wird Stadtov. Baumgarten bestreitet gleichfalls den Noth- und zu welcher von Großindustriellen der Einlaß kontrollirt

stand.

Stadtv. Virchow und Langerhans beantragen, mit Rücksicht auf die eben gehörte. Erklärung des Oberbürgermeisters über die Petition zur

Tagesordnung überzugehen.

Ein Schlußantrag wird angenommen. Zum Wort waren noch gemeldet Stadtvv. Singer und Kalisch. Stadtv. Reich now verwahrt sich dagegen, daß er etwas gegen die Petition habe. Stadtv. Stadthagen erklärt als Mitglied der Armen­Direktion, daß dort mitgetheilt sei, es müßten Hunderte von Obdachlosen vom Asyl abgewiesen werden. Das sei dem Ober­bürgermeister bekannt gewesen.

Stadtv. Kalisch erklärt demgegenüber, daß nur einmal, und zwar in der Nacht, wo 2080 Obdachlose aufgenommen wurden, Abweisungen hätten erfolgen müssen. Bei der Abstimmung wird der Antrag Virchow und Langer­hans mit großer Majorität angenommen. Stadtv. Gerold und Genossen beantragen, den Magistrat zur Errichtung von öffentlichen Wärme stuben aufzufordern. Der Antrag geht an einen vom Vorstand zu ernennenden Ausschuß.

Die Versammlung vertagt sich. Schluß 8 Uhr.

Tokales.

Der freireligiösen Gemeinde zu Berlin ging von den Ministerien des Kultus und des Innern folgendes Schreiben zu: Auf die Eingaben vom 20. Oftober 1890, in welchen das Gesuch gestellt wird, der freireligiösen Gemeinde hierselbst die Errichtung und den Betrieb eines Leichenverbrennungs- Ofens zu gestatten, erwidern wir dem Vorstande, daß wir Anstand nehmen, demselben Folge zu geben.

wird.

eine Idee von über­

einander

haben soll.

Gerichts- Beitung.

Abends

Polizeibericht. Am 21. d. M. Vormittags wurde die Wittwe Renter mit ihren beiden Kindern in ihrer Wohnung, Große Ham­burgerstr. 18/19 durch Kohlendunst betäubt aufgefunden und erst nach längerer Zeit wieder ins Leben zurückgerufen. Die Frau Hinsichtlich der Altersversicherung soll die Presse nicht hatte am Abend vorher den Heerd geheizt und die Zugklappe ge­ihre Schuldigkeit gethan haben, um die Schwierigkeiten des Geschlossen, so daß die Gase die Wohnung erfüllten. setzes dem betheiligten Publikum zu erklären, so ist im Abgeord- wurde vor dem Hause Jüdenstraße 55 eine unbekannte, etwa netenhause von dem Regierungsvertreter behauptet worden. Eine 60 Jahre alte Frau todt aufgefunden. Nach dem ärztlichen Gut­ungerechtere Anklage als diese ist kaum denkbar. Die Presse hat achten ist der Tod infolge eines Schlaganfalls eingetreten.- Im sich alle Mühe gegeben, das Ihrige zum allgemeinen Verständniß Laufe des Tages fanden drei kleinere Brände statt. dieses Gesetzes beizutragen, und es liegt nicht an ihr, sondern an dem Gesetze selbst, wenn diese Bemühungen und ihr Erfolg in einem feineswegs angemessenen Verhältniß zu Was hat denn aber die Regierung felbst stehen. gethan, um das Verständniß dieses verwickelten und an unklarheiten und Lücken so reichen Gesetzes zu fördern? und das Verständniß für dasselbe zu wecken, während die Presse Dabei hat die Regierung die Aufgabe, das Gesetz zu erläutern sich nur freiwillig damit beschäftigt. Allein die Behörden selbst find vielfach gar nicht in den Sinn des Gesetzes eingedrungen. Wir haben dafür schon verschiedene Belege gebracht und lassen hier einen neuen folgen. Wie uns von verschiedenen Seiten mit getheilt wird, sind in Rixdorf Altersrenten an verschiedene Per­fonen zur Auszahlung gelangt, welche zum Bezuge der Rente nicht berechtigt sind. Man hat von denselben nur verlangt, daß ihe Quittungsbuch mit einer einzigen Marke beklebt sei, während Das Gesetz vorschreibt, daß außerdem der Nachweis über 141 in ben lezten drei Jahren geleistete Arbeitswochen zu liefern ist. Kann dieser Nachweis nicht geliefert werden, so werden die armen Greise am Ende ihre schon empfangene Rente wieder zurückzahlen müssen.

kürzlich wegen einer ganzen Reihe von Amtsvergehen zu drei Der ehemalige Gerichtsvollzieher Johanu Pohl, der Jahren Gefängniß verurtheilt wurde, wurde gestern aus der Straf anstalt zu Plögensee der vierten Strastammer des Landgerichts I vorgeführt, um sich auf eine Nachtragsantlage wegen Unter­schlagung zu verantworten. Da sich aber herausstellte, daß die in Rede stehende Etrafthat schon in der früheren Hauptverhand­lung mit zur Aburtheilung gelangt war, so mußte das Verfahren eingestellt werden.

Der Dieb unterm Bette. Der in der Griebenowstraße wohnhafte Schantwirth May Baier hat die Angewohnheit, bein Schlafengehen sein Geld in einer Raffette unters Bett zu stellen. Dies that er auch in der Nacht zum 22. Dezember vorigen Jahres. Im Begriff, sich niederzulegen, fand er sich veranlaßt, noch einmal unter das Bett zu greifen, um sich von dem Vor­Kellner und Dienstbote. Der Berl. 3tg." und der Freis. handensein der Kassette, die damals gegen 4000 m. enthielt, zu 8tg.", welche bestimmt behaupten, daß die Kellner auch ohne überzeugen. Der Platz war leer. Ueberrascht bückte sich Baier ausdrückliche reiche gefeßliche Erklärung zu den Gewerbegehilfen und blickte unter's Bett. Su seinem Schrecken fand er dort einen gehören, also nicht der Gesinde Ordnung unterſtehen, tönnen wir Menschen liegen, der den Kasten leise an sich gezogen haben folgenden ziemlich neuen Fall mittheilen. Es liegt uns ein mußte, denn er hielt denselben an sich gedrückt. Baier schlug Urtheil des Schulzenamtes zu Lukah vor, worin es heißt:" In Lärm und der Mensch wurde an den Beinen unter dem Bett der Streitsache des Königlichen Hoftraiteurs Herrn Hoffmann zu hervorgezogen. Es war der erst 17 jährige August Heimann, Nach den das Leichenwesen betreffenden gefeßlichen Vor Kreuz wider den Kellner Otto Wirscheleit zu Streuz hat der unter welcher früher bei Baier in Stellung gewesen war und deshalb schriften(§§ 183 ff., 453 ff. Tit. 11 Thl. It Allgem. Landrecht) zeichnete Gemeindevorstand für Recht erkannt, daß der Verklagte die Lokalitäten und Gepflogenheiten des Inhabers fannte. Er sollen die Leichen auf den öffentlichen oder mit besonderer p. Wirscheleit schuldig nach§ 1c, Gesetz betreffend die Verletzung räumte ein, daß er sich vorher in dessen Zimmer geschlichen Genehmigung angelegten privaten Begräbnißplägen beerdigt der Dienstpflichten des Gesindes und der ländlichen Arbeiter hatte, um die Kassette zu stehlen. Dies Geständniß wieder­werden. Von dieser Voraussetzung ausgehend sind durch Gesez vom 24. April 1854, Gefehsammlung pro 1854, Seite 214 eine bolte Heimann gestern vor der zweiten Straffammer des Land­und Erlasse der Verwaltungsbehörden diejenigen Anord Strafe von 15 Mart zur Orts- Armenkasse Lukay- Kreuz innerhalb gerichts I. Er wurde zu einer Gefängnißsirafe von neun Mo­nungen getroffen, getroffen, welche mit Rücksicht auf die staat drei Tagen zu zahlen", 2c. Datirt ist dieses Urtheil Lukaz, den naten verurtheilt. lichen, religiösen und sanitären Interessen 310 einer 21. Mai 1890", und unterschrieben Der Gemeindevorsteher angemessenen Regelung des Leichenwesens erforderlich sind. Fröming". Will man hiernach noch eine reichsgefegliche Gr Bei den immer häufiger vorkommenden Fällen, daß Diese Anordnungen lassen sich weder ohne Weiteres dem flärung: Die Kellner sind Gewerbegehilfen" als überpüssig hin- Damen auf der Straße belästigt werden, sieht sich Modus der Leichenverbrennung anpassen, noch sichert hinsichtlich stellen oder das Agitiren für eine solche gefeßliche Bestimmung das Gericht veranlaßt, über die Uebelthäter ganz energische dieser die Berücksichtigung aller auf die bisherige Bestattung bezüg- als sozialdemokratischen Kellnerjang" bezeichnen? Strafen zu verhängen. Gestern stand der Lithograph Hugo lichen Vorschriften in ausreichender Weise gegen eine Verlegung Friedrich unter der Anflage des groben Unsugs vor der der erwähnten berechtigten Interessen. Die Verbrennung der Der Rückgang der bürgerlichen Preise offenbart sich recht 93. Abtheilung des Schöffengerichts. In der Nacht zum Leichen würde, wenn sie eingeführt werden sollte, vielmehr eine deutlich in den österen Erzählungen vom Hofe. Im Berl. Tage 29. Februar begab sich die Familie B., in deren Gesellschaft Reihe von Anordnungen erforderlich machen, welche dem be- blatt" und anderen liberalen" Blättern lafen wir gestern, und sich noch ein Fräulein Kr. befand, von einer Festlichkeit stehenden Rechtszustande gegenüber, wie die Ginführung selbst, zwar in einigen dieser Blätter an der Spige des lokalen Theiles, nach Hause. Der Angeklagte begegnete dieser Gruppe und nur im Wege der Gesetzgebung getroffen werden können. Eine folgende hübsche Anekdote": Im kaiserlichen Schloß sei dies hatte die Frechheit, das Fräulein Kr. im Vorbeigehen um die genügende Veranlassung, diesen Weg zu betreten, liegt bisher nicht mal ein Prinzeßchen und nicht ein Prinz erwartet worden.( Das Taille zu fassen und trotz ihres Sträubens festzuhalten. Als vor, da der Vorschlag der Zeichenverbrennung innerhalb des flingt beiläufig etwas wunderbar.) Die für den neuen Ankömm Herr B. der bedrängten Dame zu Hilfe eilen wollte, erhielt er preußischen Staates sur Zeit nur eine verhältnismäßig geringe ling bereit liegende Wäsche hätte deshalb roihe Bänder enthalten, fofort von dem Angeklagten einen Schlag ins Gesicht. Im Zustimmung gefunden hat. Berlin , den 13. Januar 1891. während die Leibwäsche der Prinzen mit blauen Bändern versehen Termine entschuldigte sich der Beschuldigte mit Angetrunkenheit. von Goßler. Sodemann. wird.( Das ist allerdings eine schäßbare Bereicherung unferer ge- Der Staatsanwalt hob hervor, daß bei der grenzenlosen Unsicher­schichtlichen Kenntnisse.) Als nun der Kaiser gehört habe, daß seine beit, welche durch ein derartiges Benehmen hervorgerufen würde, Mit einer großen Portion Dreistigkeit wird für die Gemahlin von einem Brinzen entbunden worden sei, habe er ge- ohne Weiteres auf eine Freiheitsstrafe erkannt werden müsse, Errichtung von Voltsunterhaltungs- Abenden" Errichtung von rufen:" So, dann packt nur Eure rothen Bänder wieder ein!" auch wenn, wie im vorliegenden Falle, der Angeklagte bisher Abenden ist zwar ein jämmerliches Deutsch, das Komitee ersetzt Wäre nun an der Geschichte, wenn sie wirklich passirt wäre, unbescholten sei. Er beantrage eine Haftstrafe von vier Wochen. aber durch seine patriotische deutsche Gesinnung reichlich seine irgend etwas Bemerkenswerthes? Obendrein wird sie aber noch Der Gerichtshof erkannte auf zwei Wochen Haft. Unbekanntschaft mit der deutschen Sprache und dem deutschen ausdrücklich als bloße Anekdote hingestellt. In ähnlicher Weise Stilgegenwärtig bier Reklame gemacht. Die Einrichtung soll tischt unsere bürgerliche Presse recht oft autägliche Aeußerungen, Brantbetten sind wegen zurückgegangener Verlobung billig Der erste Versuch" sein, die Arbeiter von gemeinen Unter- bie bei Hofe fallen oder gefallen sein sollen, als niedlich", zu verkaufen bei Frau Klempner Louise Böttner." Dieses Inserat haltungen und Vergnügungen, vom abendlichen Aufenthalt in reizend", als" Beleg für die Herzlichkeit, Leutseligkeit" 2c. des befand sich in lester Seit häufig in verschiedenen Zeitungen. minderen Restaurants" und vom Besuch der Tanzböden abzuziehen. Regenten auf." Es ist ein verächtliches Bedientenpack, das in dieser Unter vielen anderen, die darauf hineingefallen sein mögen, be­Man könnte über die Anmaßung und Dreistigkeit des Urtheils, Presse, und wie gefagt mit Vorliebe in der sogenannten liberalen, fand sich auch eine Frau Huniger, die einen Stand Betten, be­welches die Begründer hiermit über die arbeitende Bevölkerung sein Wesen treibt. stehend aus Deckbett, Unterbett und Kopfkissen, für den Preis von fällen, entrüstet sein, wenn die Behauptung nicht so über die 23,50 Mark von Frau Böttner erstand, für welchen ursprünglich Maßen albern wäre. Zwecke der Volksbildungs- Abende sollen, wie Der Vertrieb des Koch'schen Seilmittels dürfte der 24 Mart gefordert worden waren. Obgleich Frau Böttner aus­angekündigt wird, sein:" Fürsorge für Förderung des geistigen Apotheker- 8tg." zufolge nicht, wie bisher, nur klinischen Anstalten, drücklich versichert hatte, daß sich in den Betten reine Bettfedern Wohles der Arbeiter, Bermehrung ihrer Kenntniffe, Anregung sondern auch allen privaten Aerzten zugänglich gemacht werden. befanden, hielt es Frau Huziger doch für zweckmäßig, die Betten ihres Denkens, Läuterung ihres Empfindens." Das heißt in In den Apotheken wird das für Tuberkulofe ja außerordentlich aufzutrennen und die Füllung zu untersuchen. Abero Schrecken Wirklichkeit soviel wie: Fürsorge für die geistige Abhängigkeit torische Mittel seinen Play in Giftschranke zu finden haben.statt weißer Bettfedern starrte ihr aus der geschaffenen Deff­im Der arbeitenden Klasse von der besitzenden, Schwächung des Voraussichtlich wird das Mittel außer in den bisherigen Original nung eine pech kohlrabenschwarze, miftartige Masse entgegen. Die be Denkens. Weiter erzählt das Komitee:" Diese Abende bieten liefert werden. Die Abgabe desselben, sowie vom Apotheker zu nicht zur Zurücknahme verstehen wollte, zum Staatsanwalt. dem Arbeiter gemüthlich geselligen Verkehr und zugleich Belehrung fordernde Abmessungen, Berdünnungen, Sterilisationen, dürften Gestern stand um Frau Böttner unter der Anklage des Be­und Anregung, Erholung und Veredelung durch ein abwechselungs nur auf jedesmal erneute schriftliche" Verordnung eines truges vor der 87. Abtheilung des Schöffengerichts. mit den Betten selbst betrogen worden reiches Programm, welches volfsthümlich wissenschaftliche und approbirten Arztes zu erfolgen haben. Diese Nezepte wären dann behauptete, heitere Vorträge, Mufit und Deklamation enthält." Ob bas den Giftſcheinen gleich zu behandeln, einzutragen und aufzuzu fein, sie habe dieselben aus der Bettfeder- Handlung Berlin ( so heißt es weiter) ist für solche bewahren. Da die Haltbarkeit des Mittels keine unbeschränkte einer Frau Schmidt gekauft, die in der Andreas- und in der Beranstaltungen besonders geeignet durch sein nach Hunderttausenden ist, so würden die Aufbewahrungsfläschchen desselben mit einer Mittenwalderstraße je ein offenes Geschäft besitzt. zählendes Arbeiterpublikum, feine große Anzahl von Sälen und Bemerkung über die Zeit der Herstellung zu verfehen sein, während Füllung der Brautbetten" lag eine Probe dem Gerichtshose vor. andererseits durch die Fülle hervorragender Kräfte, welche die Apotheker berechtigt sein müßten, kostenlosen Umtausch der Dieselbe sieht auf den ersten Blick aus wie Kunſtwolle, D. B. mic sich bereitwillig in den Dienst eines solchen segensreichen Unter- nach einem gewissen Beitraum etwa unverbrauchten Flüssigkeit Wolle, die aus zerrissenen Lumpen hergestellt ist. Im strengsten nehmens stellen würden." Das wagt man den Arbeitern Berlins , zu vollziehen. Was die Herstellung des Mittels anbetrifft, so Sinne des Wortes gehörte das zweifelhafte Material aber dodj die in ihrer großen Mehrheit klassenbewußt, Sozialisten sind, zu würde die staatlicherseits geplante Erzeugung desselben voraus: in die Klasse der Federn", denn es ist der Abfall der Puyseder­

wohl ziehen wird?

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