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a.21

An die Kreisrewerkschafts

Kommission

Juferate werden lant Lar billigt berechnet. Bel öfteren Einschaltungen Preisnachlaß.

2. Jahrgang.

Fischern.

Lastenstr.87

Auseinander.

RO

aldemokrat

Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowakischen Republit.

So ziehn mit Knurren und Gefrächz, Der eine links, der andre rechts."

Freitag, 1. Dezember 1922.

Der internationale Bergarbeiterverband zu den Reparationen.

Am Mittwoch wurde eine Lüge zu Grabe getragen: der Deutsche parlamenta. Paris , 29. November. Die Delegierten ren wegen der großen Entfernung nicht anwesend. rische Verband hat zu bestehen der Reparationstommission haben Die Delegation gab ein Bild der Ansicht des In­aufgehört! Der Wille des Herrn Dr. heute in persönlicher Eigenschaft einen Aus- ternationalen Bergarbeiterverbandes in bezug auf Lodgman hat das Gebilde, das die politische beiterverbandes, bestehend aus Deut- gen auf die Lebenshaltung der Bergarbeiter in fchuß des Internatiolaen Bergar die Rücwirkung der Reparationstohlenlieferun­und nationale Einheit des deutschen Bürger, hen, Engländern und Belgiern, emp Europa . Sic ersuchte fodann die Reparationsfom tums bedeuten sollte, in Trümmer geschlagen. fangen. Die Delegation erklärte, daß die Vertreter mission, eine Konfultierung der Berg, und Gru Schon lange war die Kampfgemeinschaft nach der französischen Bergarbeiter infolge an beninteressenten, sowie der Bergarbeiter in Er einem Erfolg lüstern, der ihrer Politik in betweitiger wichtiger Verhandlungen an der Bewägung zu ziehen, welche sich über die Liefe vollem Maße versagt war. Mit der Zerschlafprechung nicht teilnehmen tönnen. Die Vertreter rungsfähigkeit Deutschlands an Re­gung der deutschbürgerlichen Einheitsfront hat der amerikanischen Bergarbeiter wa- parationstohlen zu unterrichten hätte. fie den ersten Erfolg errungen.

In der an dem genannten Tage abgehal­

tenen Gigung des Verbandes, die feine leyte Die Entscheidung über die Reparationen.

werden sollte, stellte Dr. Lodgman den Antrag, den Verband aufzulösen. Wenn ein Einverneh­Nach der Londoner Ministerpräsidentenkonferenz. men zwischen den deutschbürgerlichen Parteien nötig sein sollte, so könnte dies durch fallweise Berlin , 30. November. ( Eigenbericht). Ans mission neuerlich mit dem deutschen Ansuchen um Konferenzen der fünf Parteien herbeigeführt Sozialdemokratischen Parlamentsdienst mitgeteilt, und befchloffen, die herabsehung nicht zu bewilli. gut unterrichteten französischen Kreisen wird dem Verabseßung der Rohlenlieferungen beschäftigt werden. Der Klubobmann der Deutschgelben bag die Reparationstommission nach der Londo- gen, sondern neue Borschläge zu machen. Man ift schloß sich diesem Antrage an, doch erklärte er ner Ronferenz der Ministerpräsidenten eine Ent bereit, folchen Unternehmungen, die Reparations die Schaffung einer Klubobmännerkonferenz scheidung fällen wird. Diese wird der Reichs güter erzeugen, ein gewiſſes Quantum von der anstelle des Verbandes für vollkommen über- regierung in einer Rote bekanntgegeben werden. Reparationstohle zu überlassen. flüssig. Die Obmänner der Klubs der deutschen Rach anderen Meldungen hat sich die Rom Agrarier, der Christlichsozialen und der Deutsch­demokraten, verlegten sich aufs Zureden, indem fie den Mitgliedern der Kampfgemeinschaft die Notwendigkeit der Aufrechterhaltung des Ver­bandes und die Unstichhältigkeit der Gründe für seine Auflösung begreiflich zu machen such­ten. Da eine Einigung auf die einverständliche Auflösung des Verbandes nicht zu erzielen war. machte Dr. Lodgman kurzen Prozeß und er flärte den Austritt seiner Partei, dem fich auch die Deutschgelben anschlossen. Damit hat der Deutsche parlamentarische Verband sein Dasein beschlossen.

Für die Verworrenheit und Zielunklarheit der deutschbürgerlichen Politik ist diese neueste Phase ihrer Entwicklung fennzeichnend. Es ist

In Berlin wächst die Leuerung ins Grenzenloſe

Berlin , 30. November( Eigenbericht). Die Teuerung wächst ins Grenzenlose; der Stra Benbahntarif beträgt 50 Mart, der ter Stabtb ahn 20, Brot auf Marfen loftet nunmehr 260 Mart, die Kohlenpreise erhöhen sich um 50 rozent, die Gütertarife um 150 Prozent, die Berfonentarife um 100 Prozent. Die Postgebü hren werden ab 15. Dezember um das doppelte erhöht werden. Trogdem weisen die öffentlichen Unternehmungen erhebliche Fehlbeträge auf.

Deutsche Anleihen in New- York .

Berlin , 30. November( Eigenbericht). Nach- men dafür Baumwolle in Amerila laufen, die so­nicht lange her, daß das Lied von der deutschen richten aus New York versichern, daß deutsche Kon- lange Besitz der Banken bleibt, bis die Fertig Einheit und Einigkeit die Herzen der Teilneh- zerns bei dortigen Banken Kredite aufgenommen waren verlauft find. Auch Ernährungskredite sol­mer aller bierfreudigen Stammtischrunden baß haben. Die Ablommen seien unter der Bedin- len demnächst abgeschlossen werden. erfreute. Nur die Einigkeit und Geschlossenheit Aung geſchloſſen worden, daß die deutschen Fir­fönne, so hieß es, das deutsche Volk aus schwe­

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Nr. 282.

Gegen die Arbeitslosigkeit!

Beratung im Klub der Abgeordneten der deuts fchen fozialdemokratischen Partei, in Anwesenheit sweier Minister. Beschwerden sozialdemokrati - 200.000 fcher Abgeordneten und Senatoren. Arbeitslose, 300.000 Kurzarbeiter. Donnerstag vormittags fand im Klub der Prag, Rudolfinum in Anwesenheit der Abgeord deutschen sozialdemokratischen Abgeordneten in neten und Senatoren der deutschen sozialdemokra tischen Arbeiterpartei sowie der Vertreter der Ge wertschaften eine Beratung ftatt, die sich mit den gegen die immer mehr um sich greifende Wirt­fchaftstrife, in deren Gefolge sich die Arbeitslosig­teit befindet, zu ergreifenden Maßnahmen befaßte. Der Beratung wohnten auch der Minister für foziale Fürsorge Habrman und der Minister für öffentliche Arbeiten Srba bei.

Abgeordneter Genosse Rosch er legte in cint gehender Weise die Beschwerden der Gewerkschafts­organisationen hinsichtlich der Arbeitslosenfürsorge dar. Er beklagte sich darüber, daß sich die Beschwer benhinsichtlich der Auszahlung der Arbeitslosen­Erlasses des Ministeriums für soziale Fürsorge unterſtüßung häufen. So wird trotz des bekannten jugendlichen Arbeitern sowie über 60 Jahre alten Arbeitern, unter der Vorschützung von allerlei Gründen die Auszahlung der Unterstützung ver weigert. In vielen Bezirken find sich die politi­schen Bezirksverwaltungen über die Auslegung des Gesetzes im unklaven. Land- und forstwirt schaftliche Arbeiter erhalten überhaupt feine Un­terstüßung, Saisonarbeitern wird nur für sechs Wochen Unterstübung gewährt, das Verfahren in der Gewährung der Unterstüßung ist überhaupt ein fehr langatmiges, es dauert oft zwei bis drei Monate bevor ein Arbeitsloser Unterstüßung er­hält. Redner fordert eine Beschleunigung der Ause sahlung der Arbeitslosenunterstützungen sowie die Errichtung von Berufskommissionen. Er beschwert fich darüber, daß er bei seinen Interventionen im Ministerium für soziale Fürsorge oft nicht das genügende Entgegenkommen gefunden hat. Redner erklärt, daß es wahrscheinlich sei, daß die Indu­strie auch nach der Krise nicht mehr alle vorher Beschäftigten wird in die Betriebe einstellen kön nen, und wirft die Frage auf, was mit denen geschehen soll, die nicht mehr angestellt werden fönnen. Es müßte ihnen unter anderem auch die

Möglichkeit der Austvanderung geboten werden. Redner fordert ferner die Errichtung von Arbeits­vermittlungsämtern, damit die Verhältnisse am Arbeitsmarkt geregelt werden können.

zialbemokraten wurden von allen die Belange Ofteuropäische Abrüftungskonferenz in Mostau pe ommerfingang und betont

losigkeit für diese Einheit angeklagt, weil sie Berlin , 30. November( Eigenbericht). Der den Sirenenlockungen auf Eintritt in diese Moslauer Korrespondent des Berl. Tagebl." er­deutsche Einheitsfront zu folgen sich weigerten. fährt, daß die Abrüstungskonferenz Rußlands mit Unsere Partei hatte als Antwort darauf die den Rantstaaten demnächst in Moskau eröffnet Aufforderung: macht uns diese Einigkeit erst werden soll. Rußland wird durch Ropp und Lit­vor, ehe ihr andere dazu auffordert! Ganz ab- winow vertreten sein. Es wird sich lediglich um gesehen davon, daß unsere Partei eine ganze die Landabrüftung handeln. Die Russen geben Welt von den deutschbürgerlichen Einheits- ihre Heeresftärle mit 800.000 Mann an. In der frontlern schied, boten diese auch schon damals

ersten Sißung wird von russischer Seite ein Abu flein erweist. Man muß falltveise um Erhöhung rüstungsplan vorgelegt werden. Die Haltung der dieses Beitrages beim Ministerium vorstellig wer Randstaaien ist noch ungewiß. Der neue finnische den, jede Steigerung muß erstritten werden. Außenminister sprach sich gegen die Abrustung aus. Rußland gibt fich teinen Jufionen über die Bereitwilligkeit der Randstaaten hin und rechnet mit starkem französischem Gegenbrud.

Die Gemeinden

Senator Genosse Löw bemängelt, daß eine ganze Anzahl von Bezirken überhaupt keine staat­lichen Zuschüsse für Notstandsarbeiten erhalten und oft nicht an diese Notstandsarbeiten schreiten, teil bei ihnen eine gewisse Beängstigung vorhan den ist. Im Jahre 1921, als Wassermange! herrschte, wurden von den Gemeinden Quellen­internationalen hakenkreuzlerischen Reaktion fassungsarbeiten vorgenommen, zu denen fie staat einzufügen. Die Schürung des Judenhasses ist liche Zuschüsse versprochen erhielten. Der Staat für diese Reaktion die Parole des Tages, wobei hat auch diese Zuschüsse anfänglich ausgezahlt, ihr Auffassungsvermögen allerdings ein solches dann aber plöglich eingestellt. ist, daß es Starl Straus treffend dahin charat. haben auch kein Geld, die Notstandsarbeiten so terisierte, es sei den Gläubigen dieser Richtung fort zu beginnen, da die Steuerbehörden mit der leberweisung der Umlagen im Rückstande sind. zuzutrauen, sie würden, wenn man ihnen die Biele Steuerämter haben noch nicht einmal die Uhr der Zeit vorhielte, nach ihr greifen und sie Steuervorschreibungen für 1919 vorgenommen, in den Mund nehmen." So werden sie schon sodaß auch die Genreinden die Umlagen nicht er­noch die Erfahrung machen, daß sie sich über halten konnten. Dies hat seinen Grund darin, die Zugkräftigteit dieses Agitationsmittels arg baß bei den Steuerämtern nicht genügend Kräfte täuschen, aber im Augenblick hat es doch das vorhanden sind, um die notwendigsten Arbeiten eine vermocht: die letzten Zwirnsfäden, welche zu leisten. den Deutschen parlamentarischen Verband noch verknüpften, zu zerreißen.

alles eher als das Bild der Geschlossenheit, denn den Verband in zwei Teile gespalten hatte. Je es einte sie weder die Uebereinstimmung über mehr sich Lodgman, und mit ihm die auf den die Wahl der Mittel, noch ein gemeinsames Sieg der Reaktion in Deutschland und vor Ziel. Von einem einheitlichen Programm war allem in Bayern rechnenden Deutschgelben zu feine Spur, erst in leßter Zeit gelang es, müh- Nationalboljchewiken entwidelten, und in der fam einige Richtlinien" festzulegen, die aber Anbetung der Phrase völlig verloren, tat fich ein Fezen Papier blieben. Nur der Name des der Riß zwischen ihnen und den anderen Deutschen parlamentarischen Verbandes war deutschbürgerlichen Parteien immer weiter auf. der dürftige Kitt, der die deutschbürgerlichen Bei einer Politit, die vom blutigsten Dilletan­Parteien notdürftig zusammenhielt. Dennoch tismus diftiert ist und die sich auf die kindliche war die deutsche Einheitsfront das Banner, Hoffnung stüßt, der Hochverrat" der Lodg­hinter dem die unterschiedlichen Kämpen ein- man und Jung werde dem tschechoslowakischen herzogen, vor allem in der Hoffnung, daß die Staate eines Tages über Nacht den Garaus Abg. Genosse Schäfer erklärt, daß es not­Parole, der die deutschen Sozialdemokraten machen, fonnten die Parteien, welche die wirt­wendig ist, die Arbeitslosen des betreffenden Be­nicht folgen wollten, diese bei den Wählern in schaftlichen Interessen ihrer Wählerkreise zu Mißkredit bringen werde. Welche Wandlung vertreten gezwungen sind, nicht mitmachen. Ob die Auflösung des Verbandes irgend- sirkes in dem die notwendigen Arbeiten verrich tet werden, heranzuziehen. Bei Vergebung der jeither durch Lodgmans Fügung! Das Schlag- Den leßten Anstoß zur Losjagung voneinander welche praktische Folgen haben wird, läßt sich Arbeit müssen die Unternehmer verpflichtet wer wort von der deutschen Einheitsfront wurde scheinen den Verbandsbrüdern die Vorgänge an nicht voraussagen. Es wird keinesfalls an Ver- den, Arbeitslose des Bezirkes, in dem die Not­ing alte Eisen geworfen und das neue lautet: ber Prager deutschen Universität gegeben zu suchen fehlen, den Verband, sei es auch in standsarbeiten durchgeführt werden, zu beschäf In der Uneinigkeit liegt die Macht! haben. In der neugefüllten Waffenfaminer der losester Form, wieder zusammenzuleimen. Für tigen. Genosse Schäfer erörtert die wichtigsten For So werden denn die Lodgman, Vaeran, Rodgmanleute brilliert als neues Kampfmittel die Arbeiterschaft ist es von feiner Bedeutung, derungen der Arbeiterschaft der nächsten Zeit. Jung und Knirsch ihre eigenen Wege gehen. auch die schärfere Betonung des Antisemitis ob ihre Feinde ihr im Zeichen der nebelhaften Wir fordern, daß die Regierungsvorlage betref Da ihnen das mitreißen" der anderen deutsch- mus. Das Mittel ist freilich im Stampfe weni- deutschen Einheit", oder in Gruppen getrennt, fend die Arbeitsinspektion endlich dem Hause vor­bürgerlichen Parteien nicht gelang, fühlten sie ger gegen die tschechischen Machthaber zu ge gegenüberstehen, sie bleiben in feinem Falle gelegt werden. Wir fordern die Annahme des Ar­sich in ihrer Aktionsfreiheit durch den Verband brauchen, als vielmehr dazu, in den Reihen geringer zu wertende Klassengegner des Pro- beitsvermittlungsgeseves. Wir fordern Notgesetze Bedjeben," erschlugen sie, da sie troß ihrer aber das kümmert die deutschnationalen Ertre- dung der deutſchbürgerlichen Parteien die stik­gehemmt. Nach dem Rezepte:" Es muß was der Deutschbürgerlichen spaltend zu wirken, letariats. Immerhin hat die vollzogene Schei­geschehen," neuentdeckten Kampfmittel" nichts zu tun ver- misten wenig, hoffen sie doch, durch Aufpeit- fige Atmosphäre gereinigt und einer Lüge das mochten, wenigstens den Verband. Viel war ja schung des Rassenhaffes den anderen Parteien Ende bereitet, die der notwendigen politischen nicht mehr zu zerschlagen, besonders seit der Beit Anhänger abzujagen und was die Haupt- Entwicklung hemmend im Wege stand. nicht, da die Bildung der Kampfgemeinschaft sache ist sich dadurch in die Uniformität der

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gestellten reichen nicht aus. Wir fordern Schup für die Zeit der Wirtschaftskrise. Die bisherigen Verordnungen betreffend die Entlassung der An­bei Massenentlassunger der Arbeiterschaft, fordern Schuß der Handelsangestellten. Redner vermißt in fozialpolitischen Programm der Re gierung neue Arbeiterschutzgeseße, die dem Hause