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Für die Errichtung einer zweiten Zentral- Markthalle und zwar in Charlottenburg wird lebhaft agitirt. Mit besonderem Interesse verfolgen namentlich die Lebensmittelhändler dieses Projett. Eine Versammlung dieser Gruppe wird sich demnächst mit dieser Frage beschäftigen.

werden.

worden.

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Aus Charlottenburg verlautet, daß in Magistratskreisen die noffe Schneckenhaus zu der angegebenen Geldstrafe verurtheilt. In würden. Bezüglich der von den städtischen Behörden herbeigeführten Absicht bestehe, zum zweiten Borsigenden des städtischen Arbeits- der Urtheilsbegründung heißt es ungefähr: Der Angeklagte habe, Besteuerung der Fleischkammern auf dem Schlachthofe einigte man nachweises einen Arbeitgeber zu ernennen. Damit würde ohne sich vorher bei den Arbeitgebern zu erkundigen, die Beleidigung sich dahin, diese Steuer durch einen Aufschlag auf das Schlachtgeld dem Charlottenburger Arbeitsnachweis das unparteiische Ge- öffentlich ausgesprochen und kann ihm deshalb der Schutz des§ 193 zu decken. Unter" Geschäftlichem" wurde lebhaft darüber geklagt, präge von vornherein genommen werden. Für Charlottenburg des St.-G.-B. nicht zuerkannt werden. Nur dem Umstande, daß der daß es bei dem Vorgehen gegen die Rabatt- Sparvereine bisher unter ist das Amt des zweiten Vorsitzenden des Arbeitsnachweises um so Angeklagte noch nicht vorbestraft und unvermögend ist, hat der An- den Fleischern an der erforderlichen Einigkeit mangele. wichtiger, als der erste Vorsitzende, zu dem der Borsitzende des geflagte cs zu verdanken, daß gegen denselben auf eine höhere Zwei Frauenversammlungen waren am Mittwoch Abend mit Gewerbegerichts ernannt wird, an der Ausübung seines Amtes Geldstrafe nicht erkannt worden ist. Der Amtsanwalt hatte dem Thema: Sollen bei gewerblichen Streitigkeiten nur Männer häufig verhindert ist während des letzten Jahres fonnte er 150 Mark beantragt. Gegen das Urtheil ist Berufung eingelegt über Frauen Richter sein? einberufen. Die Versammlung im Lokal am Gewerbegericht nur ausnahmsweise sein Amt versehen! Sanssouci konnte wegen des schwachen Besuchs nicht tagen. Für Radfahrer, welche Ausflüge nach der Mark und be- Ein Bild and dem Leben der oberen Zehntausend". Auch die zweite Versammlung im Kösliner Hof wies leider fonders dem Kreise Beestow unternehmen, ist eine vom Aus Straßburg i. E. wird uns unterm 14. September ge- feinen besonders guten Besuch auf. Frau Lilly Braun dortigen Landrathsamt foeben getroffene Entscheidung betreffs beschrieben: Vor der Straffammer des hiesigen Landgerichts spielte stellte eingehend dar, in welcher Weise bisher im Reichstage für stimmter Brüden zölle von Wichtigkeit. Die Entscheidung ist sich vorgestern und gestern ein Prozeß ab, der auf die sittlichen An- das aktive und passive Wahlrecht der Frau gekämpft worden sei. auf eine Beschwerde wegen Heranziehung von Radfahrern zu dem schauungen in unseren sogenannten besseren" Gesellschaftskreisen ein Leider sei dieser Kampf bisher erfolglos geblieben. Je mehr aber für Fuhrwerke vorgeschriebenen Brückenzoll an den Spreebrücken in äußerst bezeichnendes Schlaglicht wirft. In den heiligen Hallen die Frau ins Leben hinausgetrieben werde aus dem Kreise der Trebatsch, Briescht und Coffenblatt ergangen und besagt, daß von der Themis tauchten an diesen Tagen Figuren auf, die man sonst engeren Familie, desto mehr habe sie auch ein Recht darauf, das Radfahrern ein Brückenzoll nur dort zu erheben ist, wo die be- mur, in den Kasinos, Salons und auf dem Turf zu finden gewohnt Wahlrecht in jeder Form, namentlich bei den Gewerbegerichten zu treffenden Brückentarife einen besonderen Gebührensatz für Fahrräder ist; Damen in elegantester Modetoilette, geschniegelte Stuzzer fordern. Der Vortrag wurde mit lebhaftem Beifall aufgenommen. enthalten. Da dies aber bei den Tarifen für die genannten Spree - in tadellosem Frack, Frack, Offiziere in Uniform und Zivil In der Diskussion ergriffen Tauschel und hinte das Wort. brücken nicht der Fall ist, so sind die Radfahrer zur Zahlung von füllten den Zengenraum, indeß auf der Anklagebant ein etwa Beide Redner führen Beispiele aus ihrer Thätigkeit als Gewerbe­Brückenzoll auf denselben bis auf weiteres also nicht verpflichtet. 30 jähriger schwarz gekleideter Herr Platz nahm, dessen vor gerichts- Beifizer an, woraus deutlich ersichtlich, daß es äußerst noth­Ob diese Befreiung vom Brückenzoll von langer Dauer sein wird, nehme Haltung, abgezirkelte Manieren und wohldressirter Haarwuchs wendig ist, endlich einmal auch Frauen als Gewerbegerichts- Beifizer ist allerdings fraglich, da der Landrath seiner Entscheidung hinzu auf den ersten Blick den Lebemann verriethen. Es war der Premier zu wählen. Hierauf nimmt die Versammlung einstimmig eine gefügt hat, daß eine entsprechende Ergänzung der betreffenden lieutenant der Landwehr- Kavallerie Theobald Resolution an, welche energisch dagegen Protest erhebt, daß Frauen Brückentarife in Aussicht genommen sei. Brumm aus Baden- Baden , der früher bei den 7. Husaren als nicht zu Beisigerinnen in den Gewerbegerichten gewählt werden Das Kriegsministerium hat bürgerlichen Blättern zufolge an: Offizier gestanden hatte und jetzt wegen Betrugs angeflagt war. fönnen, und eine Abänderung der betreffenden Gesetzesparagraphen geordnet, daß in den Militärwerkstätten während des Infolge seiner Heirath mit der geschiedenen Frau eines Rittmeisters fordert. Winters vom 1. Oftober bis 1. April Arbeiterentlassungen nicht hatte er seinen Abschied nehmen müssen und seither hier in Straß Zu dem. Bericht über die Versammlung der Vorstände der stattfinden sollen. Die Direktionen der Fabriken haben die Ver- burg mit dem Gelde seiner Frau ein verschwenderisches Bummel- Berliner Ortstrantentassen in Nr. 202 des Vorwärts" schreibt uns theilung der Arbeit danach einzurichten. Eine Bestätigung dieser leben geführt. Brumm wurde zu dieser Zeit eine in den ersten Genosse Albert Kohn: Ich finde darin von den Vertretern des Ver­Nachricht, die ja ebenso sehr im Interesse der Betriebsleitung wie Salons der Stadt, auf den Sportsplägen wie in den Kreisen der bandes der Verwaltungsbeamten der Ortskrankenkassen die Erklärung der Arbeiter liegen würde, bleibt abzuwarten. höheren Militärs viel gesehene Persönlichkeit. Dabei machte er u. a. angeführt, daß der Vorsitzende des Verbandes, Herr Prinz, der auch die Bekanntschaft des Premierlieutenants v. Pressentin im bereits vor einigen Jahren sich an sämmtliche Ministerien mit diesen Inf.- Regt. 172. Bald entwickelte sich zwischen Brumm, dessen Frau Betitionen gewandt hat, von der Bezirksgruppe Berlin- Brandenburg unterdessen gegen ihren verschwenderischen Ehemann auf Scheidung auch zur Einsendung dieser Petition an den preußischen Handels­gedrungen war, und der Frau von Pressentin ein Liebesverhältniß, minister nicht ermächtigt war. In diese Ausführung hat sich eine das von dem tief verschuldeten Brumm in der Richtung hin aus Unrichtigkeit eingeschlichen. Ich habe angeführt, daß die Bezirks­genutzt wurde, daß er von seiner Geliebten, einer sehr reichen Erbin, gruppe Berlin- Brandenburg sich schon vor Jahren auf dem Verbands­Eine traurige Familienkatastrophe fand in dem benachbarten ein Darlehen in der Höhe von 50 000 m. annahm. Lieutenant tag zu Köln gegen das ewige Petitioniren aussprach, daß damals Nieder- Schönhausen ihren Abschluß. In der Bauke wurden die v. Pr. , ein gutmüthiger, offenbar nicht sehr beschlagener und allzu allerdings die Majorität noch gegen uns entschied, wir hielten es Leichen der Ehefrau des in der Buchholzerstraße in Berlin wohnenden vertrauensseliger Mann, war auf den Vorschlag feiner hier für richtiger, durch eine Lohnfommission in Verhandlungen mit Steinfegers Sauer und des zweijährigen Söhnchens derselben auf Frau, mit der genannten Summe die Verhältnisse Brumm's den Vorständen eine Besserung unserer Lage Herbeizuführen. gefunden. Die Frau hatte sich aus ihrer Wohnung entfernt, da sie zu rangiren, eingegangen, da er mit diesem eng befreundet von ihrem Manne wiederholt mißhandelt wurde. Die unglückliche war und im Glauben lebte, sein Schuldner habe noch ein größeres Nord- Ost sprach am Deutscher Holzarbeiter Verband. Jm Bezirk Ost und Frau nahm von ihren vier Kindern das jüngste mit, um sich durch väterliches Restvermögen zu erwarten. Bald kam jedoch v. Pressentin, Lebenshaltung und Einkommen. Von einer Diskussion wird Abstand 12. September Genosse Jahn über: den Tod des Knaben an ihrem Manne zu rächen. Nachdem die durch Freunde auf die moralische Minderwerthigkeit Brumm's auf­Leichen rekognoszirt, werden dieselben in Nieder- Schönhausen beerdigt merksam gemacht, zu der Ueberzeugung, daß er von seiner Frau Franke, Löwe- und Borndorferstraßen- Ecke zu verlegen. Mit genommen. Beschlossen wird, die Zahlstelle von Schillinger nach betrogen und von Brumin durch falsche Vorspiegelungen getäuscht In Adlershof kämpft der Amtsvorsteher v. Oppen feinen worden sei, und er versuchte deshalb, den letzteren zur Flucht ins Rücksicht auf die Friedrichsberger Kollegen wurde beschlossen, eine neue Bahlstelle bei Georgi, Frankfurter Allee 70, zu gründen, unglückseligen Stampf gegen solche Gastwirthe, die den Sozialdemo- Ausland zu bewegen, damit der sonst unausbleibliche Skandal ver- eine weitere Zahlstelle soll in der Landsberger Allee errichtet werden. traten ihre Säle zur Verfügung stellen, mit den bekannten, so recht mieden werde. Der gutmüthige Preſſentin, der jede Gewalt über Als Beitragssammler wurden gewählt für die Zahlstelle in der von deutscher Kraft und Biederkeit zeugenden Mitteln tapfer weiter. seine Frau verloren hatte, und in dessen Hans nicht er, sondern der Frankfurter Allee , Buchheister; für die in der Landsberger Da hatte sich der Gastwirth Schmauser in der Bismardstraße Geliebte der reichen Hausfrau Meister war, bot dem Zerstörer seines Allee, Drechsler Kosch e I. Stusche legt sein Amt als Bezirks­unterstanden, seinen Saal an unsere Parteigenossen herzugeben. Ghe- und Familienglückes sogar das Geld zur Reise nach der leiter nieder, da er als Vorsteher des 6. Gaues so viel beschäftigt Flugs kam die Beschränkung der Polizeistnude und die Entziehung neuen Welt an, nur um sich den Menschen ohne Aufsehen vom ist. Es wird an seiner Stelle Haffner und als Bibliothekar der Tanzerlaubniß über ihn und ehe Herr Schmauser sich dessen Halse zu schaffen. Brumm rückte nach langem Zögern Ende Wernicke gewählt. weiter versehen hatte, war er von dem Amtsvorsteher mit sieben Dezember nach Spanien und Italien aus, und die kaiserliche Staatss Im Bezirk Süd und Süd- Ost referirte am 12. Genosse Strafmandaten in der Gesammthöhe von 155 M. bedacht worden. anwaltschaft schickte einen Steckbrief hinter ihm her. Bald darauf sillier über: Die Arbeiterschaft im Emanzipationskampfe", wobei Die größte That wurde aber am verflossenen Sonntag voll- begab sich auch Frau von Pressentin außer Landes; der Arzt hatte er namentlich auch auf das in Aussicht stehende Gesetz verwies, durch führt. Der Allgemeine Arbeiter- und Arbeiterinnen- Verein hatte ihr eine Italienreise verordnet aus Gesundheitsrücksichten". Einige das der Emanzipationskampf den Arbeitern sehr erschwert, wenn zu diesem Tage eine öffentliche Versammlung einberufen; nach der Wochen nach ihrer Abreise kam ihr Mann in Sachen des Brumm- nicht unmöglich gemacht werden würde. Dem mit großem Beifall Bersammlung sollte ein gemüthliches Beisammensein stattfinden. schen Betrugs zum Vertreter der Staatsanwaltschaft. Als dieser aufgenommenen Vortrage folgte eine furze Diskussion. Alsdann Dieses wurde jedoch von Amtsvorsteher verboten; der berühmte§8 erfuhr, daß die Frau des Offiziers fich z. 3. in Neapel aufhalte, wurde mitgetheilt, daß der Streit bei Helder u. Plathen fortdauere. des Vereinsgesetzes mußte für die Begründung des Verbots her crividerte er sofort: Dann ist Brumm a 11) dort." halten. Aber auch die Bersammlung wurde untersagt, als der Ein- v. Pressentin war darob sehr konsternirt und reiste sofort ab, um Seine, Weidner und Menz werden in die Werkstatt- Kontrollkommission berufer fie nicht auf die Minute eröffnet hatte! Als sich später die leidende" Gemahlin aufzusuchen. Zu Neapel traf er sie an im gewählt. Als Bezirksleiter wird Loge, zum Schriftführer Blank und einige Gäfte im Tanzlokal befanden, kamen drei Gensdarmen und Hotel Vesuvio", als sie eben mit ihrem Geliebten Brumm von einer zu Beitragssammlern. werden Mohl und Wolf gewählt. forderten den Wirth auf, feinen Saal sofort zu schließen, wenn er gemeinsamen Ausfahrt zurüdfehrte. Sie hatten seit einigen Tagen, Thüran hielt am 11. September Bruno Pörsch einen beifällig auf­Im Bezirk Rosenthaler und Schönhauser Vorstadt nicht Gewalt angewendet sehen wollte. Thür, in jenem Hotel Wohnung genommen, nachdem sie vorher, die Sodann wurden einige Wahlen zu Ver­Wir müssen von neuem betonen, daß in diesem Kampfe, dessen Gattin des Offiziers mit dem steckbrieflich Berfolgten, eine längere waltungskörperschaften vollzogen. genommenen Vortrag. siegreicher Ausgang für die Sozialdemokratie ja allerdings nicht Vergnügungsreise durch Italien gemacht hatten. Der Rest ist Ehe­zweifelhaft ist, die Berliner Parteigenossen in die Brejche zu scheidungsprozeß und die Verhaftung Brumm's wegen Betrugs, der springen haben. Ist es zum wesentlichen auch der Stampfmethode nunmehr nach fünfmonatlicher Untersuchungshaft vor die Schranken unserer Gegner zu verdanken, daß die Einwohnerschaft von Adlers des Gerichts gestellt wurde. Der öffentliche Anfläger, der es nicht hof bis auf einen winzigen Bruchtheil sozialdemokratisch ist, so find unterließ, im Gefühle der Beschämung auf die unerhörten Dinge die dortigen Parteigenossen dennoch aus erklärlichen Gründen auf hinzuweisen, die in der sogenannten ersten Gesellschaft sich abspielten die Hilfe der Berliner Arbeiterschaft angewiesen, die strenge darauf und von dem totalen Mangel an Moralitätsgefühl bei den Be­Charlottenburg. Die Arbeiter und Arbeiterinnen sämmtlicher zu halten hat, daß bei Ausflügen nach Adlershof , Grünau 2c. fein theiligten Zeugniß ablegten, brang mit seiner Antlage beim Gerichte Branchen veranstalteten am Dienstag im Lokale Bismardshöhe eine Gastwirth besucht wird, der sein Lokal nicht der Sozialdemokratie nicht durch. Brumm wurde freigesprochen, weil es den öffentliche Versammlung, in welcher Link einen Vortrag hielt, zur Verfügung stellt! Richtern ziveifelhaft erschien, ob der Angeklagte auch das Bewußtsein dessen Thema lautete: Welche Aufgaben haben die Gewerkschaften Da eine Diskussion dem äußerst beifällig auf der Wahrheitswidrigkeit seiner Angaben bei Aufnahme des Darlehensau erfüllen?" gehabt habe.- genommenen Vortrage nicht folgte, erstattete Dreise Bericht über Gerichts- Beifung. den Streit der Porzellanarbeiter der Firma Haldenwanger Wachtstubenabentener unangenehmer Natur wollte der wollte der( Inhaber Schwarz) in Charlottenburg . Vor allen Dingen Für die Zustände in Oberschlesien ist eine Straffammer Schlächtermeister Drechsler erlebt haben, welcher gestern unter fet besonders zu betonen, daß der Streit nicht vont Verhandlung typisch, die sich vor dem Landgericht Beuthen ab- der Anklage des Widerstandes gegen die Staatsgewalt und der den Arbeitern muthwillig provozirt worden sei, sondern durch die spielte. Am Tage der Reichstagswahl war es im Ludwig'schen Beamtenbeleidignng vor der 130. Abtheilung des Schöffengerichts unmotipirte Kündigung zweier Kollegen, die sich weigerten, für einen Gasthause zu Laurahütte, wo die Wahlhandlung stattfand, zwischen stand. Am Nachmittage des 14. März hatte der Angeklagte einen zu niedrigen Lohn zu arbeiten, entstanden sei. Nachdem der Unter­dem als Wahlvorsteher amtirenden Grubensteiger Deutscher und Pferdebahnwagen auf dem Alexanderplatz verlassen und lief nehmer wiederholt erklärt, mit den übrigen Arbeitern nichts zu thun dem Arbeiter Sobinray zu einem Konflikt gekommen, weil Deutscher schnell nach dem Bürgersteig. Hierbei überrannte er eine haben zu wollen, habe man einstimmig die Arbeit niedergelegt, und sich die Art, wie Sobinray die Kontrolle der Wahlhandlung aus ältere Dame, welche zu Boden fiel. Der Angeflagte die Bedingungen zur Wiederaufnahme dem Herrn Schwarz unterbreitet. übte, belästigt fühlte. Als ein Polizeibeamter zur Verhaftung des fümmerte sich nicht um die Dame, sondern eilte vorwärts. Nach langem Hin und Herschreiben habe sich Herr Schwarz endlich Arbeiters schritt, fam es zu geringen Thätlichkeiten, bei welchen der Augenzeuge meinte zu ihm, daß er doch wenigstens der Dame beim burch eine dritte Person bereit erklärt, mit seinen Arbeitern münd­anpackende Beamte von S. einen Stoß erhielt. Gegen den Arbeiter Aufstehen behilflich sein könne, der Angeklagte antwortete mit einer lich unterhandeln zu wollen. In dieser Unterhandlung habe wurde Anklage erhoben und in der Verhandlung beantragte der Beleidigung. Nun nahmen noch viele Personen gegen den Angeklagten er denn wohl auch die Forderungen der Arbeiter als berechtigt Staatsanwalt zwei Monate Gefängniß. Der Gerichtshof ging über Partei; sie hielten ihn fest und riefen einen Schutzmann herbei. anerkannt, jedoch nichts bewilligt, so daß der Streit noch diesen Antrag weit hinaus und verhängte über den Angeklagten eine Drechsler behauptete im gestrigen Termin, daß der Schutzmann ihn immer auf seinem alten Standpunkt steht. Flemming Gefängnißstrafe von sechs Monaten. Mehrere der einander sofort mit nerviger Faust im Genick gepackt und ihn mit" Strolch" theilt nun mit, daß in der letzten Gewerkschaftssitzung beschlossen sei, widersprechenden Zeugenaussagen wurden protokollirt; man glaubt, und Kert" angeredet habe. Unparteiische Zeugen erklärten dies als für die ausständigen Borzellanarbeiter 250 M. zu bewilligen und daß sich noch ein weiteres Strafverfahren aus der Angelegenheit unwahr, der Schußmann habe sich durchaus taktvoll und korrekt be- Sammellisten in Umlauf zu setzen, auf welche er fleißig zu zeichnen nommen. Durch dies Abweichen von der Wahrheit büßte der An- bittet. Im übrigen könne er seiner Verwunderung nicht genügend Der Kampf der Arbeiter um beffere Existenzbedingungen geklagte auch au Glaubwürdigkeit in betreff der Behandlung ein, die Ausdruck geben darüber, daß von den Kommissionsmitgliedern und und die bürgerlichen Gerichte. Zu diesem zeitgemäßen Kapitel er auf der Wache erlitten haben wollte. Er behauptete, daß vier bis fünf den Vorsitzenden der Gewerkschaften trotz der so überaus wichtigen liegt aus Goslar folgende Meldung vor: Dieser Tage wurde Schuyleute über ihn hergefallen seien und ihn durch eine Tagesordnung nur so wenige erschienen feien. Im Verschiedenen der Genosse Wilhelm Schneckenhaus hier wegen Beleidigung Menge Faustschläge ins Gesicht und gegen den Kopf furchtbar ersucht dann der Vorsitzende, für die in den nächsten Tagen statt­des Polizeiwachtmeisters Hartung hierselbst vom Schöffengericht zu 8 ugerichtet hätten. Er habe sich die Verlegungen von einem Arzte findende Protestversammlung fräftig zu agitiren. Hierauf schließt Goslar zu einer Geldstrafe von 75 M. event. 15 Tagen Gefängniß bescheinigen lassen. Wenn er während der schweren Mißhandlungen die außerordentlich schlecht besuchte Bersammlung. und Kostentragung verurtheilt. Die Beleidigung soll in einer Rufe wie" Bande" und Verbrecher" ausgestoßen habe, so sei dies gewiß Maurerversammlung erfolgt sein. Genosse Schneckenhaus sprach entschuldbar. Die Schuyleute bekundeten dagegen unter ihrem in dieser Versammlung ben Verdacht aus, daß, nach Eide, daß von vorsätzlichen Schlägen gar teine Rede sein könne. verschiedenen Vorgängen zu schließen, die Behörde den Arbeitgebern Drechsler habe sich auf der Wache im höchsten Grade widerspenstig Verein für Körper und Naturheilkunde. Heute, abends 8½½ Uhr, über die Vorgänge in den Versammlungen Berichte zugehen ließe. benommen, so daß der Telegraphist, welcher durch das Toben des im Märkischen Hof, Admiralstr. 18e: Vortrag des praft. Naturheilkundigen Da Hartung bisher die Versammlungen der Maurer überwacht hatte, Angeklagten außer stand gesezt war, die Persönlichkeiten der Zeugen Grundmann. Allgemeiner Arends'scher Stenographen Verein. Abtheilung so fühlte sich dieser durch diese Aeußerungen beleidigt und stellte festzustellen, anordnete, den Angeklagten einstweilen in der Einzel­Strafantrag. In der Verhandlung famen gang intereffante Dinge zelle unterzubringen. Hierbei habe Drechsler fich energisch zur Vorwärts". Adalbertstr. 21, abends 81% Uhr. Im Fachverein der Musikinstrumenten- Arbeiter sprach am zum Vorschein. So belundete der als Beuge vorgeladene Architett Wehre gesetzt und dabei möge er wohl einige Büffe abbekommen Schinkel, daß die Mitglieder der im Frühjahr gewählten Lohn haben. Verlegungen feien an ihm aber nicht zu bemerken 8. September Genoffe Hoffmann über das Tbema: Moderne tommission der Maurer, zu der auch Schneckenhaus gehörte, nach gewesen, als er die Wache verließ. Der Staatsanwalt hielt den Chen. Unter Vereinsangelegenheit wurde mitgetheilt, daß der Uebers einer Abmachung der Bauunternehmer Goslars feine Arbeit Angeklagten beider Vergehen für überführt und beantragte gegen schuß vom Vergnügen im Lokale des Herrn Lindenhayn einem mehr erhalten sollten. Genosse Schneckenhaus verlangte nun, ihn eine Gesammtstrafe von drei Wochen. Der Gerichtshof zog franken Mitgliede zu gute gekommen ist. daß der Staatsanwalt, auf grund dieser Verrufserklärung, gegen die dagegen in betracht, daß der Angeklagte, wie er auch in der Ver Bau- Unternehmer vorgehen sollte. Ja, Bauer, das ist ganz was handlung bewiesen, ein sehr leicht erregbarer Mensch sei und belieẞ anderes. Der Staatsanwalt erklärte dieses Vorgehen der es deshalb bei einer Geldstrafe von 60 m.

entwickeln werde.

Unternehmer für gerechtfertigt. Denn, so erklärte er,

was soll so ein Unternehmer anfangen, wenn seine Arbeiter nicht

mehr für den Lohn arbeiten wollen, er muß einfach bewilligen,

"

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Versammlungen.

In der Bezirksversammlung für Wedding und Gesunds brunnen, die am 12. September stattfand, sprach Th. Mezner über: Der Kampf um die wirthschaftliche Existenz. Nachdem noch der Obmann für besseren Besuch der Vertrauensmänner- Bersammlung eintrat, erfolgte Schluß der gut besuchten Versammlung.

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Berliner Kraufen Unterstützungs und Begräbniß- Verein für Frauen und Mädchen, gegr. 1892. Jeden Freitag, abends 7 Uhr, Bahlabend bei Mehrwald, Alte Jakobstr. 54/55.

Witterungsübersicht vom 15. September 1898, morgens 8 Uhr.

Stationen

Wiesbaden München

wenn er seine Arbeit fertig haben will, sonst werfen ihm die Ar- Die Anarchisten hatten am Mittwoch Abend eine Versammlung beiter die Arbeit vor die Füße und er tann nun zusehen, wie er einberufen, in der De mpwolf, Pawlowitsch und Landauer feinen Verpflichtungen nachkommt. Und da müsse das Ge- über die Friedenstundgebung des Baren und die Kaiserrede in Swinembe. Denn Dehnhausen sprachen. Man hatte erwartet, daß auch über das Hamburg richt den Arbeitgebern au Hilfe tommen. das Schimpfen und Beleidigen und Heßen ist den Sozialdemo- Attentat gegen die Kaiserin Elisabeth eine Kundgebung erfolgen würde, Berlin fraten zur zweiten Natur geworden. Und wenn die Goslarer das geschah aber nicht. es nicht mehr selbst genügend tönnen, dann holen Die Berliner Fleischer- Innung beschloß am Mittwoch in sie sich Einen von außerhalb, damit der es noch besser mache. Die einer Versammlung im Innungshause, Neue Grünstraße, erneut bei vom Genossen Schneckenhaus gestellten Beweisanträge lehnte das den zuständigen Behörden dahin vorstellig zu werden, daß die Grenz­Gericht als belanglos ab. Ebenso wurde der von ihm beantragte sperren aufgehoben sowie feste gesegliche Normen für die Einfuhr Schutz des§ 193 des St.-G.-B. abgelehnt. Und so wurde denn Ge- lund den Verkauf amerikanischer Fleisch- und Wurstwaaren geschaffen

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1wolfent 16 Petersburg 17 Cort Owolfent 12 Aberdeen Owolfen 11 Baris Bien 772 Still Owolfent 11 Wetter- Prognose für Freitag, den 16. September 1898. Etwas fühler, bei ziemlich frischen nordwestlichen Winden und vers änderlicher Bewölkung; keine erheblichen Niederschläge. Berliner Wetterbureau.