Antrages, den Grund und Boden her, auf dem das Belt auf- 1 gerichtet werden soll. Der Grund und Boden gehört ja denselben Leuten, die uns die Säle abtreiben. Wenn die Zeltträger in ein Dorf kommen, verweigert ihm der Schulze den Platz, wo sie es errichten können. Das würde den Spott der Gegner herausfordern.( Beifall.) Der Antrag Wesch wird abgelehnt.
Die beiden letzten Anträge zur Agitation lauten: " Die Genossen in Karlsruhe beantragen:„ Alle Wahlfreise, in denen die Lage der arbeitenden Bevölkerung eine zu schlechte ist, um die Wahl- und Agitationskosten selbst aufbringen zu können, sind materiell von der Partei zu unterstützen. Außer dem sollen vom Parteivorstand gewandte Redner der Reichstags- Fraktion zu größeren Agitationstouren in das Land geschickt werden, und zwar mit besonderer Berücksichtigung von Süd deutschland ."
,, a) Der Parteitag möge beschließen, den Genossen von Brom berg zur Erleichterung der schon ohnehin schweren Agitation jährlich eine materielle Unterstügung zu gewähren. Die Höhe derselben wird durch den Vorstand der Partei, sowie durch den eventuellen Wunsch der Genossen des Wahlkreises bestimmt.
b) Für eine unbeſtimmte Zeitdauer wird eine regelrechte mündliche Agitation vorgenommen, und zwar durch einen Agitator, welcher womöglich der polnischen Sprache mächtig ist." Beide Anträge werden dem Parteivorstande zur Erledigung überwiesen. Auf eine Nachtsihung wird verzichtet. Der Parteitag wird seine Geschäfte vermuthlich morgen Mittag beendigen können. Schluß der Vormittags- Sitzung.
Nachmittags- Sihung.
Kloß eröffnet die Sigung um 34 Uhr. Weitere Begrüßungstelegramme sind eingelaufen.
Nach langerer Diskussion wird der Antrag abgelehnt, weil| Oposition in der Partei. Wenn die Opposition immer so ges juristisch unhaltbar sei. spuchen hätte, wie Auerbach heut, so wäre garnichts gegen sie Verschiedene Genossen( Metzner, Täterow, tabernack 2c.) be- zu agen. Das ist nicht geschehen und das ist eben der Unterantragen: Abgeordnete, welche ohne Mandat quf dem Parteitag schid. anwesend sind, erhalten aus der Parteifasse Diäten."
er
Nach längerer Debatte wird der Antrag mit einem Amendement, wonach auch mandatslosen Vorstandsmitgliedern und Kontrolleuren Diäten gewährt werden sollen, angenommen. Es wird beantragt:
Der Parteitag drückt den Wunsch aus, daß die Parteileitung für die Folge die Einberufung des Parteitags wie seither auf den Sonntag verlegen möge und zwar mit Rücksicht darauf, daß durch eine Tagung wie die diesjährige für eine große Anzahl der Delegirten zwei Arbeitswochen verloren gehen, wodurch entweder fie selbst oder ihre Auftraggeber empfindlich belastet werden. Ehrhart- Ludwigshafen . Dreesbach. Hänsler. Kalnbach." Der Antrag wird angenommen. Es wird beantragt:
Was hätte
Bebel wendet sich dann gegen die einzelnen Anklagen der Oposition: Wildberger, der der Fraktion Diktatur über die Partei vowarf, habe sich auf lauter Thatsachen aus den letzten 20 Jahren beggen, die schon längst durch die Beschlüsse der Parteitage erledgt worden, anstatt sich auf die Thatsachen aus dem letzten Jare zu beschränken. Den Vorwurf Wildberger's, daß die Patei fleinbürgerliche Interessen vertrete, weist Bebel nochmals zuück: Genosse Friz- Berlin hat drastisch nachgewiesen, wie gende Wildberger selbst in den von ihm unterzeichneten Wahlflugblättern auf das Kleinbürgerthum Rücksicht genommen und an dasselbe appellirt hat. Niederauer fragt nun: mai gefagt, wenn Wildberger sich von den Flugblättern Losjefagt hätte. Das ist in der That eine sehr unglückliche Ver thebigung. Wenn die Flugblätter Wildberger's Ueberzeugung wilersprachen, so mußte er sich von ihnen lossagen. An der aid von Werner'schen und Wildberger'schen Wahlreden weist Belel nach, daß die jetzige Berliner Opposition zur Zeit der die Verbreitung von Bildnissen lebender Parteigenossen in 180er Wahlen genau auf demselben Boden gestanden, wie die jeder Form dadurch einzuschränken, daß in Zukunft Gegenstände Frcktion. Der Meinungswechsel Werner's und Wildberger's ist mit solchen Abbildungen durch Parteigenossen nicht mehr her- nur dadurch hervorgerufen, daß sie bei den Wahlen durchgefallen gestellt oder in Vertrieb genommen werden; an deren Stelle fint( Heiterfeit. Beifall.) Das ist aber wahrlich nicht Schuld follen allegorische( finnbildliche) Darstellungen, welche auf die der Partet! Bestrebungen des Proletariats Bezug haben, oder höchstens die Bildnisse verstorbener Vorkämpfer des Proletariats treten.
" In Erwägung, daß es die Würde und das Interesse der Partei gebieten, dem Personenkultus entgegenzutreten, erklärt es der Parteitag für nothwendig,
Es wird in die Tagesordnung eingetreten und die Anträge fieht.( Seiterkeit.) Auch haben ich und zahlreiche Freunde regel über die parlamentarische Thätigkeit berathen. Harm Elberfeld und Meist beantragen:
Der Parteitag wolle beschließen:
"
Um die an verschiedenen Orten( Kamen, Eisleben und Spenge ) vorgekommenen Gewaltthätigkeiten gegen Parteigenoffen für die Bukunft zu verhindern, die Fraktion zu beauftragen, diese Angelegenheit in geeigneter Weise im Reichstage zur Sprache zu bringen."
Wilh. Schmidt- Frankfurt. 2. Emmel." Einige Redner vertheidigen den Antrag. Bebel stimmt dem Antrage in der Tendenz zu. Er habe alle Veranlassung, den Klagen über den Unfug der Abbildungen auch aus rein ästhetischen Gründen beizustimmen. Es kann Einem oft vor sich selbst grauen, wenn man sich in manchen Bildern mäßig die Erlaubniß zur Vervielfältigung von Bildern von uns entschieden abgelehnt. Das hat den Unfug leider nicht verhindert; Medaillen, Gypsabgüsse seien hergestellt, sogar Hüte nach Abgeordneten benannt worden. Das Lehtere geschah, während ich im Gefängnisse saß und ich schrieb sofort sehr energisch an Denjenigen, der meinen Namen gemißbraucht hatte und die Benennung von Hutformen nach einzelnen Abgeordneten hörte auf. Die Parteigenossen in den einzelnen Orten sollten aber Manns genug sein, dem Unfug entgegenzutreten. Die Hauptsache ist aber, nicht blos zu verbieten, sondern auch zu verhindern, daß solche Bildnisse gekauft werden. Und das ist nicht so leicht.
Bei den Frankfurter Vorgängen, die erwähnt wurden, war die Sachlage eine durchaus verschiedene. Damals standen wir unter dem Sozialistengeset. Trotzdem aber traten damals die Frankfurter offen auf. Die Berliner Opposition handelt anders. Die Differenzen mit ihr werden übrigens voraussichtlich durch diesen Parteitag noch nicht für immer erledigt werden.
Wenn Auerbach der Fraktion Vorwürfe zu machen hat, dann wäre der berechtigte und natürliche Weg der gewesen, zu sagen: Die Fraktion hat im letzten Jahre die und die Anträge eingebracht, wir sind damit nicht einverstanden und verlangen, daß der Parteitag seine Meinung darüber abgiebt.
Was den Vorwurf betrifft, daß durch die Verstaatlichung der Apotheken die Machtmittel des heutigen Staates verstärkt würden, so ist dieser Vorwurf dadurch widerlegt, daß wir abgesehen von sonstiger Beurtheilung verlangt hatten, daß die Arzeneien zum Selbstfostenpreise abgegeben würden. Dadurch ist natürlich jeder Ueberschuß ausgeschlossen.
Ebenso verhält es sich mit allen anderen kleinlichen Ans schuldigungen der Opposition. Nun zu Vollmar!
Harm begründet den Antrag. Singer: Was der Antrag will, ist selbstverständlich. Jene Parteien, die uns vorwerfen, was sie thun, die den Kampf mit geistigen Waffen in Gestalt des Drein- Man darf deshalb das Kind nicht mit dem Bade ausschütten Vollmar hat heute wesentlich anders gesprochen als am schlagens mit dem Knüppel führen, werden wir nur Sonnabend. Er sagt aber, man habe ihn bisher mißverstauden. im und Beschlüsse fassen, die nicht die nicht gehalten werden, ( Buftimmung.) Wir dürfen Er will nicht nach einzelnen Sätzen beurtheilt sein. Er beklagte im Reichstage zu kennzeichnen Gelegenheit nehmen müssen. Das ein Schlag ins Wasser sind. ist einfach selbstverständlich. Nehmen wir deshalb statt des Au- nicht so weit gehen, all' und jede Abbildung eines lebenden sich darüber, daß ihm Absichten unterstellt worden, die er durch trages eine Resolution an, welche die Mißbilligung und Ent- Parteigenossen zu verbieten. Ist es jedem von Euch nicht eine aus nicht gehabt habe. rüstung über dieses Treiben ausspricht, das an einem Drte unter Freude gewesen, unfern Engels im Bildniß fennen zu lernen, das der thätigen Mitwirkung eines evangelischen Geistlichen statt Bild eines Guesde zu besitzen? Der Antrag untersagt ja beinahe gefunden hat. Um die Partei im Reichstage stände es schlimm, jedem, eine Photographie seines Freundes zu besitzen. Ich gebe wenn sie erst ausdrücklich dazu aufgefordert werden müßte, die anheim, dem Antrag eine verbesserte Gestalt zu geben; in der Rechte der Parteigenossen zu wahren, die in der Nothwehr ihre vorgeschlagenen Form ist er unannehmbar.( Beifall.) Haut schützen. Wollen die Gegner aber in der That den Kampf auf dieses Gebiet hinüberspielen, so bin ich überzeugt, daß die Parteigenossen auch in diesem Kampfe nicht den Kürzeren ziehen.( Lebhafter Beifall.)
Harm entspricht dem Wunsche Singers und zieht den Antrag zu Gunsten folgender Resolution zurück:
"
gewaltigende, brutale Vorgehen gegnerischer Elemente gegen Der Parteitag spricht feine Entrüstung aus über das verunsere Parteigenossen, wie sich dasselbe in Spenge , Eisleben , Kamen u. s. w. gezeigt hat.
Ferner erklärt der Parteitag das Verhalten der gegnerischen Presse in dieser Angelegenheit als ein unerhört frivoles und tendenziöses, darauf berechnet, die indifferente Wlasse gegen unsere Partei aufzuheben und zu Gewaltthätigkeiten zu provoziren. Geyer. Frohme. Singer."
Die Resolution wird später, sie wird gedruckt vorgelegt, ein ftimmig angenommen.
V
9
Ueber den Antrag wird zur Tagesordnung übergegangen. Kunert und Genossen beantragen:
" Hierdurch beantragen die Unterzeichneten, daß der Beschluß des St. Gallener Parteitages vom Jahre 1887 mit dem Wortlaut
Der Parteitag spricht seine entschiedene Mißbilligung
Ich meinerseits habe die Neden von Anfang an sehr ob jettiv betrachtet; ich habe kein einziges Urtheil über diefelben in gegnerischen Blättern gelesen, bin bei meinem Urtheil also ganz selbständig. Bei vielen Parteigenossen allerdings mögen die Ur theile der gegnerischen Presse nicht ohne Einfluß gewesen sein.
Die erste Münchener Rede Vollmar's ist ein wohlgegliedertes Ganzes, die Rede ist auch nicht nus dem Stegreif gehalten, Alles ist wohl abgewogen, Alles bringt ruhig überlegte Ansichten zum Ausdruck. Sie ist ein Muster an Logit, fie ist ganz aus einem Guß, durch jede Seite der Rede aber zieht sich der Gedanke:
" Nur immer langsam und bedächtig, und maßvoll."
Selten hat Jemand seinen Standpunkt so vollständig geändert, der an sie ergangenen Aufforderung zur Unterzeichnung der Ein wie Vollmar. Selbst die Gegner gaben ihrem Erstaunen darüber Aus das Verhalten der Genossen aus, welche ohne triftige Gründe berufung des Parteitages nicht nachgekommen sind; ferner spricht druck, daß ein Mann, der bisher so weit links gestanden, ja, der auf der Parteitag die sichere Erwartung aus, daß die Genossen diesen demhallischen Parteitag als der Schirmherr der Opposition galt, Persönlichkeiten eine Vertrauensstellung innerhalb der Partei plöglich eine so vollständige Frontveränderung vornehmen, so nicht mehr übertragen werden
soweit derselbe auf die Person des Parteigenoffen Br. Geiser Anwendung findet, außer Kraft gesetzt werde, weil in Anbetracht des feitherigen Verhaltens des genannten Genossen fein Grund vorliegt, biefen Beschluß in Bezug auf seine Person ferner gelten zu lassen."
Antrag der Delegirten aus Elsaß- Lothringen :„ Der Parteitag Folgen eine Anzahl Unterschriften. beauftragt die Frattion, im Reichstage die Abschaffung des in Elsaß - Kunert. Breslau motivirt seinen Antrag: Er giebt eine Lothringen existirenden Diktatur Paragraphen und der Preß-, Darlegung der damaligen Verhältnisse Geiser's, die feine VerVereins und Bersammlungs Gesetze zu beantragen. Carl weigerung der Unterschrift einigermaßen entschuldigt. Er habe Neweczerza l- Mülhausen i. G. Anton Schleicher- Meß. im Laufe von vier Jahren schwer dafür büßen müssen. Ueber Bernhard Böhle- Straßburg ( Stadt)". den Fall Geiser sei bereits dreimal feitdem wieder in Breslau in der Deffentlichkeit verhandelt worden, und alle drei Mal habe man sich zu seinem Gunsten ausgesprochen. Als Agitator und Schriftsteller habe Geiser sehr Anerkennenswerthes geleistet und stets seine Pflicht gethan.
Neweczerzal begründet den Antrag und schildert unter dem Beifall der Versammlung die geradezu haarsträubenden Verhältnisse, wie sie in Bezug auf die Preß-, Vereinsund Versammlungsfreiheit in Elsaß- Lothringen bestehen. Unter abwechselnder Heiterkeit und Entrüftungsrufen nimmt der Parteitag die Schilderungen der theilweise unglaublichen gefeßlichen" Bestimmungen und der rigorosen Uebergriffe dortiger Beamten auf diesem Gebiete entgegen. Redner wünscht, daß diese bis jetzt noch sehr unbekannten Zustände des Reichslandes in weiteste Kreise bringen und endlich einmal seitens der sozialdemokratischen Fraktion etwas zur Abstellung dieser unwürdigen Verhältnisse gethan werde.( Beifall.)
Singer sett auseinander, daß die Fraktion in den behandelten Fragen nichts versäumt hat, daß es aber doch zweifelhaft sei, ob die Aufhebung der Ausnahmegefeße für ElsaßLothringen allein, oder nicht vielmehr die aller Ausnahmegefehe überhaupt zu verlangen sei, mögen sie treffen, wen sie wollen. ( Beifall.) Vielleicht sieht sich die Fraktion aber doch veranlaßt, in Rücksicht auf die besonderen Verhältnisse Elsaß - Lothringens die Abschaffung des Diftatur- Paragraphens zu beantragen.
Der Antrag wird angenommen.
Der II. Pfälzische Parteitag beantragt:„ Der Parteitag wolle unsere Fraktion beauftragen, im Reichstag die Verstaatlichung des Getreidehandels zu beantragen."
vollständig mit der Taktik der Partei und mit seinem eigenen früheren Standpunkt brechen konnte; kein Genoffe ift jemals so rasch von so radikalem zu so opportunistischem Standpunkt gekommen, wi Vollmar, und das ist um so erstaunlicher bei einem Manne vot solcher Intelligenz und solcher Bildung. Die isolirte, gesellschaft liche Stellung Vollmars und seine angenehmen Privatverhältniffe geben ja einigermaßen eine Erklärung für seinen Standpunkt. Wenn Jemand die Fühlung mit der Maffe verliert, so ist solche Sinnesänderung leicht möglich, und wenn Jemand in angenehmen wirthschaftlichen Verhältnissen lebt, so ist er wohl dem Gedanken gänglich:" Langfam, es eilt nicht." Der Satte hat eben Zeit. ( Lebhafter Beifall.)
Dr. Lur Magdeburg erklärt sich gegen den Antrag Kunert. Geiser habe sich nach dem St. Gallener Parteitag durchaus nicht als guter Parteigenosse gezeigt; am meisten anstößig sei fein Verhalten in dem 1887 er Breslauer Geheimbunds- Prozesse. Er habe da, um sich zu falviren, in einer Vertheidigungsschrift an den Staatsanwalt behauptet, er sei nur nach Kopenhagen gegangen, um die Partei aus dem revolutionären in das sozialreformatorische Fahrwasser zu bringen. Das seien flägliche Rinkerlitzchen gewesen. Der St. Galler Beschluß müsse aufrecht erhalten werden.
Vollmar nennt meine Tattit einen Appell an die Ungeduld der Massen. Jawohl, die Massen sind ungeduldig.( Stürmischer Beifall.) Die Ansichten über das Tempo tönnen ja differiren. Aber unter allen Umständen müssen wir stets das Endziel im Auge behalten und stets in der Richtung des Ziels marschiren!
Es ist absolut nothwendig, das Prinzip des Klassenkampfe scharf zu betonen und alle unsere Erfolge nur als den herrschen den Klaffen abgetroßt aufzufassen, und das kommt in Vollmar's Rede nicht zum Ausdruck.
wenn
Ma
ihn glei
Sonnab er hat Arbeiter
nicht Vollma
ich net Parteige
getreten
De
Bollma
werden. Seite d einer Vollma
Rede v
der Ge feit od zwar m und ich mit Vol
Ich bestreite entschieden Vollmar's Worte, er habe feine neue Taftit empfehlen wollen; wäre das nicht der Fall gewesen dann hätte er seine Reden gar nicht zu halten brauchen. In der einen Rede heißt es, die Verhältnisse hätten sich wesentlich ge Wilkens Breslau ist ebenfalls gegen den Antrag. Geiser ändert, die Stellung der Regierung zu uns habe sich geändert, habe tn Breslau den sozialdemokratischen Schlesischen Nach es gebe eine Menge Leute mit gutem Herzen, die wir, richten" gegenüber als Konkurrenzblatt ein demokratisch- sozia- wir ihnen unsere Lehren in der richtigen Weise vorführten, für listisches Wochenblatt, die Wahrheit ", gegründet, in welcher auch uns gewinnen würden. Es ist ganz richtig, was im Laufe der Kunert, dessen Meinungsumwandlung wunderbar sei, sehr scharf Debatte gesagt worden ist: Wollten wir die Taktik afzeptiren, angegriffen wurde. wie sie in Vollmar's Münchener Reden empfohlen wird, dann Agster- Stuttgart hält es für einen großen taktischen müßten wir mit Nothwendigkeit dazu kommen, zu vergessen, daß Fehler, daß dieser Parteitag mit der Angelegenheit befaßt worden wir eine sozialdemokratische Partei sind und auf dem Boden des sei. Die Annahme des Antrages würde der Opposition nur Klassenkampfes stehen. Ich hatte die Konzentration unserer Wasser auf die Mühle liefern. Kräfte auf die Punkte, die Vollmar aufzählt, eine Rückwärts Konzentration genannt; ich möchte sie eine Verzettelung der Kräfte nennen.( Stürmischer Beifall.)
Bebe! rechtfertigt in längeren Ausführungen den Ehrhardt Ludwigshafen übernimmt die Begründung des Antrages. Seine Ausführungen erregen wachsende Unruhe, St. Gallener Beschluß, der nach Kunert's Darstellung als eine weil sie an schutzölnerische Argumentation en zu streifen scheinen. Uebereilung und Ungerechtigkeit erscheinen könnte. Frohme findet den Antrag begreifli ch, da sich dessen Ent- Der Antrag Kunert wird abgelehnt. Niederauer und Gump el stellen die Anfrage, ob die ftehung einerseits aus der gegenwärtigen, durch die Getreidezölle mitverschuldeten Nothlage, andererseits aus der ähnlichen Bewegung, Streitfache Frohme- Keßler erledigt sei. Der Parteitag erklärt auf Befragen durch Singer, daß er welche in der Schweiz im Fluß ist und vielleicht nach Süddeutschland hinüberschlägt, erklären läßt. Aber mit der Annahme würde eine Erörterung dieser Frage nicht will. Da bis auf die Arbeiten der beiden Kommissionen und die ein Schritt in der Richtung zum Staatssozialismus hinüber geschehen. Der Staat gewinne eine neue Macht, ohne daß er Wahl des Parteivorstandes, die erst nach dem Urtheil der Neuner jeine Grundlage, feine Tendenz irgendwie veränderte.( Biel- Kommission vorgenommen werden soll, alle Gegenstände der jeitige Zustimmung.) Ich ersuche über den Antrag zur Tages Tagesordnung erledigt sind, so muß die Sigung abgebrochen ordnung überzugehen. Dies geschieht mit großer Mehrheit.
Genosse Drewes in Ottensen beantragt:„ Der Kongreß wolle die Reichstags- Abgeordneten ersuchen, bei erster Gelegenheit im Reichstag die Erbauung von Asylen für Obdachlose in jeder größeren Stadt zu beantragen."
werden.
Morgen beginnt die Sigung um 8 Uhr.
Die Programm- Komission hat ice Arbeiten bis auf die formelle Redaktion erledigt und den Entwurf der„ Neuen Zeit" zur Grundlage genommen.
Ueber diesen Antrag wird zur Tagesordnung übergegangen. Der Klub„ Süd- Ost", Berlin , beantragt: a) Die Sprache des Programms mehr gemeinverständlich und weniger fathedermäßig zu gestalten. b) Um die Genossen vor Mißbrauch des Mandats zu schützen, den Abgeordneten ein gebundenes Mandat zu ertheilen. c) Ueberall danach hinzustreben, daß den Beschlüssen der Parlamente resp. der Landtags- und Gemeindevertretungen Bollmar's. auch volle Geltung verschafft werde und so das wirkliche parlamentarische Recht zur Geltung fommt."
Ueber den Antrag wird zur Tagesordnung übergegangen, nachdem Singer im Einzelnen nachgewiesen, wie unklar dessen Forderungen find.
Fleischmann beantragt:
Der Parteitag wolle beschließen: Die sozialdemokratische Fratiion im Reichstage zu beauftragen, dahin zu wirken, daß Bücher und Alles, was unter dem Sozialistengesetz von der Polizei beschlagnahmt worden, wieber freigegeben wird."
-
Ift verstänt Der St gend w in nam
Ihr Vo Wähler
Heiterfe
Je darin I ihm ein fönliche damit t
Bu befaf Busah
Laufe t
untersti
Ba
verübel
Diesen
Schade
schränk
hältniff
durch
fumpfun
zuwirke
Soziali willig a führen
Ei
welche Berechin
zu Sch genann
geschlag
Die Be
den th
tigam
überras
nicht S
bie wit
unfere
oder
zu der bekannt wir ver
Wir fin trages
mal au
auf dem macht.
einer K
Bo
Berwir
bürgerl
aufmerk
Vollma
wirklic
Erfahr
begann
Sieg g
Jahre
lichen
man te
Die Ve
V
auch ri
Don W
Prophe
nations
Sprüche
M
ganz f
nächste
Maffer laffen
und
Bufan
fagte,
Junge
N
Politi
Vollmar erklärt sich gegen meine Prophezeiungen, dabei ver fällt er eigentlich in denselben Fehler. Vollmar mag mir Opti mismus, meinetivegen rosafarbenen vorwerfen, so sage ich, er der schwärzeste Pessimist. Er ist ein Optimist mit Bezug auf seine Grwartungen auf die heutige Regierung, aber ein Peffimit mit Bezug auf die letzten Ziele. Er nimmt damit der Partei, die Begeisterung.( Lebhafter Bei was sie vor allem brauchtfall.) Was Bollmar will, das hieße, nationalliberale Tattit in die Partei bringen. Vollmar sagt: An der Vorsicht ist noch feine Partei zu Grunde gegangen. Jawohl, die nationalliberale Partei ist gerade daran zu Grunde gegangen.( Beifall.) Begeisterung ist unserer Partei unbedingt nothwendig, und glaub allein Begeisterung erwecken zu können? man denn etwa, durch die Forderung des Normal- Arbeitstage
Die
in
In Vollmar's Reden liegt nicht der geringste Widerspruch Berichtigung. In dem Telegramm über den Schluß der Als ich die zweite Münchener Rede las, war ich erstaunt, Montagssigung befindet sich ein Irrthum. Dertel zog fein derfelben alles Bedenkliche aus der ersten Rede noch deutlicher Amendement unter der Bedingung zurück, daß Vollmar erklärte, ausgedrückt zu sehen. Es ist unzweifelhaft: Vollmar wollte m ohne Hintergedanken tie Resolution Ehrhart( nicht die Res seinen Reden in der That eine neue Taftit inauguriren, un folution Bebel, denn das hatte Vollmar bereits erklärt) an- wenn er die Möglichkeit des Erfolgs gesehen hätte, dann würd zunehmen. Diese Erklärung erfolgte dann auch von Seiten er auch alles Mögliche gethan haben, um dies durchzusehen. ( Zustimmung.) Vollmar's Erklärung, die er heute hier abgegeben, ist voll ständig forrett; er hat erflärt, er stehe durchaus auf dem Boden meiner Resolution; wenn er die Erklärung in feiner erfte Rede hier am Sonnabend abgegeben hätte, dann der Antrag Dertel überhaupt unmöglich gewefen; ich habe der Resolution versucht, ihm eine goldene Brücke für einen Rüd sug zu bauen; am Sonnabend hat er zwar meine Resolution gebilligt, aber hinzugefügt, er tomme dazu aus ganz andere Motiven als ich, heute dagegen hat er sich ganz in demselben Sinne ausgesprochen wie ich.
Ferner ist dem gestrigen Telegramm nachzutragen, daß die Austrittserklärung der Opposition auch Werner Berlin unter zeichnete.
Bebel's Schlußrede zur Frage der Taktik. ( Ausführlicher Bericht.) Bebel: Ich muß mich nach beiden Seiten hin wenden, obgleich sich die Opposition außerhalb des Saales befindet. Das ist allerdings nicht unsere Schuld. Auerbach betonte so sehr, es sei ihm nur um die Sache zu thun; er vertritt die allergetreueste
wäre mit
Der g
und ic
wir
einzige
fagt, nistisch ja auc
zu Nu
Die geg
J
in der
daß ic
Preis
hafter
gut D
wurder nicht t
da eir
aller F auf la
J ehrlich
bei de
verlan Ausfü
ich eri
ausge
fönlid
( Stürm