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6. Jahrgang.

So aldemokrat

Zentralorgan der Deutschen sozialdemokratischen Arbeiterpartei in der tschechoslowatischen Republit.

Anton Němec geſtorben.

Mittwoch, 26. Mai 1926.

Das Teplizer Kreisarbeiterfest.

Ein proletarischer Maßenaufmarsch.- Imposanter Ausmarsch der freien Turnerschaft. Gute Leistungen tros ungünstiger Witterung.

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96.­

192.­

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Erscheint mit Ausnahme des Montag täglich rh

Nr. 122.

woraus für die Zuschauer schon erkenntlich war, welche Größe der eigentliche Festzug aufweisen wird. Den Radfahrern folgte im Festzuge der Gestern ist Anton Němec, der lange Hauptausschuß des Festes, bestehend aus Mitglie Zeit hindurch der erklärte Führer der tschechi­dern der Kreisleitungen der Turner und der Par­ichen Sozialdemokratie war, nach mehrjähriger tei sowie der Parteivorsitzende Genosse Dr. Czech und Senator Genosse Dr. Heller. Dann Krankheit in Prag gestorben. Es war ihm, dem Für lange Zeit hinaus wird der proletari der wirkungsvollen Vortragsweise des Herrn folgten die reichsdeutschen Turner und Sportler, Kampfgewohnten und Kampferprobten, nicht sche Wassenaufmarsch, der in diesen Pfingstfeier- Richter stürmischen Beifall. Unser Parteivorsigen die in stattlicher Anzahl erschienen waren, die Ab beschieden, bis an sein Lebensende das Schwert tagen in Teplitz Schönau erfolgte, allen Feinden der Genosse Dr. Czech hielt die eigentliche Besordnung der tschechischen sozialdemokratischen Ar­zu führen, das tückische Siechtum, das ihn am ber Arbeiterschaft zur Genüge bewiesen haben, grüßungsansprache, in der er auf die Bedeutung beiterturner und die Gäste aus dem Karlsbader Abend seines Lebens befiel, entwand es seinen daß die proletarische Kraft ungebrochen des Zusammengehens der proletarischen Kultur- Sereis. Anschließend marschierten die Turn- und Händen und der Tod hat einen längst geistig ist, daß jede Herausforderung der Arbeiterschaft organisationen mit der sozialdemokratij Pa Parteigenossen aus den einzelnen Bezirken des 5. Gestorbenen hinweggerafft. Um so erschüttern- beantwortet werden wird in einer Weise, die an tei und den Bruderverbänden der tschechischen So- Turnfreises, die nach Bezirken geordnet, stets on der wirkt die Nachricht von dem Hinscheiden Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig läßt. Wenn zialdemokraten und des reichsdeutschen Proleta- der Spitze die Fahnengruppe hatten. Ein Bezirk des Mannes auch auf alle unter uns, die ihn einstmals Not beten gelehrt hat, so hat die wirt- riats hinwies. Er schloß seine Ausführungen mit nach dem andern überraschte durch das bunte schaftliche Not der Gegenwart die Arbeiterschaft dem Hinweis darauf, daß das Proletariat nur Bild, welches die im Zuge marschierenden Turner kannten, die seine treue, selbstlose Hingabe für den Wert des Zusammenschlusses, die Notwendig- dann Erfolge erzielen kann, wenn es Partei nimmt, und Sportler sowie die Schüler und Schülerinnen die proletarische Sache bewunderten und denen feit des einigen Zusammenstehens aller Zweige der Partei für seine eigene Klasse, für die Sache der boten. Abgerundet wurde das Bild durch die vie er, ehe die tschechische Sozialdemokratie eigene Arbeiterbewegung nicht nur gelehrt, sondern auch Sozialdemokratie. Nicht endenwollendes Beifall- len, selbst weit herbeigeeilten Parteigenossen, die politische Wege einschlug, unmittelbarer Kampf- zur Tat werden alssen. Unbekümmert um alle flatschen folgte dieser Rede. Genosse Russy be- dem Zuge das Bild einer Massendemonstration gefährte war. Der Name Anton Němec bedeutet Phrasen, welcher Couleur immer, stehen die Prole- grüßte alle Erschienen im Namen der Teplizer gaben. Besonders hervorgehoben seien die Bezirle ein bedeutsames Stück der Geschichte der tsche- tarier ein für ihren Klassenstandpunkt, mögen sie sozialdemokratischen Gemeindefraktion und erin- Bodenbach und Aussig , die trop der Entfernung chischen Sozialdemokratie, er ist aber auch mit nun Arbeiterturner, mögen sie Arbeiterfänger, nerte an die Bedeutung, die Teplitz für die proleta- von Teplitz mit einer Massenteilnehmerzahl auf­der Geschichte der gesamtösterreichischen Partei mögen sie proletarische Radfahrer oder Sportler rische Bewegung besißt. Hier wirkten Seliger, marschierten. Den Schluß des Festzuges bildeten untrennbar verbunden. Er war, wenn auch nicht irgend eines Gebietes sein, ja selbst die Natur- Termat und Hirsch und hier fand vor zwölf die Turn- und Parteigenossen aus dem Teplitzer einer der ersten Pfadfinder des tschechischen so- freunde stellten sich in eine Front mit der alten Jahren schon ein Kreisturnfest der Arbeiterturn- Bezirke sowie die vom Konfumverein Teplitz­zialistischen Proletariats, so doch einer seiner ozialdemokratischen Partei, um zu befunden, daß vereine statt, doch zeigte sich damals noch, daß das Schönau, den Metallarbeitern und Bergarbeitern eifrigsten Wegbereiter, von vorbildlicher Rast- ftets nur als Arbeiter, als Kämpfer ihrer Klasse zeigen zu können, indem es die Abhaltung des Fe- schwere Arbeit der Metallarbeiter und der Gruben­fie fich trotz ihrer verschiedenen Betätigung doch Bürgertum glaubte, den Arbeitern seine Macht gestellten Festwagen. Die Wagen stellten die losigkeit und Liebe zum arbeitenden Volfe er- fühlen. Feierte so der Gedanke der Zusammenge- ftes unmöglich machen wollte. Erst durch privates flaven dar, während durch Aufschriften gezeigt füllt, dem er wirklich mit jedem Pulsschlag hörigkeit an diesem roten Pfingstfest einen Sieg, Entgegenkommen konnte damals das Turnfest wurde, wie schlecht entlohnt die einst als Börsca­seines Herzens diente. Er trat in einer Zeit der gerade in der jetzigen Zeit sehr erhebend und stattfinden. Seit Pfingsten 1914 hat sich aber viel ner der Arbeit" verhöhnten Bergarbeiter bei ihrer in die Arbeiterbewegung ein, die wir als die bedeutsam wirkte, so war der Gedanke der Solida- geändert, denn diesmal hatte die Stadt Teplitz der gefahrvollen Berufsarbeit sind. Der Konsum­heroische bezeichnen und die Menschen und rität, der Einheitsfront des klassenbewußten Pro- Arbeiterschaft den städtischen Spielplatz zur Ver- verein hatte durch statistische Darstellungen zum Charaktere wie im Feuer härtete und stählte. letariates nicht weniger eindrucksvoll zur Geltung fügung gestellt. Dies ist wohl ein deutlicher Aus- Ausdruck gebracht, welche Macht dem genossen­Schon als Němec noch als Arbeiter in der gebracht durch die Anwesenheit der reichsdeutschen druck dafür, welche Geltung sich die Arbeiterbewe- schaftlichen Zusammenschlusse der Arbeiter inne­Buchdruckeroffizin stand, war all seine freie Turn- und Sportgenossen und der tschechischen gung verschafft hat. Ein reichsdeutscher Genosse wohnt. So bot der Festzug ein anschauliches Bild Zeit der Werbe- und Organisationsarbeit ge- nen vom 23. Turnbezirke, dadurch beweisend, daß reichsdeutschen Turnerschaft in Teplitz , während gen und zeigte zugleich, wie mächtig die Arbeiter­sozialdemokratischen Arbeiterturner und Turnerte für die Begrüßung und Aufnahme der der proletarilegung in allen ihren Zwei­widmet. Kaum ein Sonntag verging, an dem die proletarische Sache weder Sprachengrenzen Genosse Müller für die Arbeiterzurner sprach. Schaft ist, wenn sie zusammensteht. Mehr als eine er nicht von Brünn aus, wo er damals lebte, tennt, noch sich durch Grenzpfähle teilen läßt. Genosse Kremser gab noch bekannt, daß Ge- halbe Stunde dauerte der Vorbeimarsch der Teil­hinauszog in die entlegensten Orte, um dort Der Beginn des Kreisarbeiterfestes in Tepliß nosse Frömmel, ein alter Teplitzer Kämpfer, nehmer des Festzuges, in dem sicher 20.000 Men= in Versammlungen zu sprechen. Er wirkte da- Schönau stand am Samstag unter einem recht der fern von Tepliß Seilung sucht, ein Begrü- fchen marschierten. Das Streisarbeiterfest selbst mals nicht nur im tschechischen Proletariat auf- ungünstigen Zeichen. Es schien so, als hätten die ßungstelegramm fandte, in dem er dem Feste einen Sürfte noch einige Tausende Menschen mehr nach flärend und aufrüttelnd, auch die deutschen Wettergötter alle Unbill für dieses Proletarierfest erfolgreichen Verlauf wünschte. Den übrigen Teil Teplitz geführt haben, da auch in den Straßen Arbeiter Mährens haben ihm vieles zu danken, aufgespart, denn nachmittags, als eben die turne des Begrüßungsabends bestritten die Arbeitersän- und am Festplatz, noch ehe der Zug dort eintraf, denn er, der die deutsche Sprache beherrschte, rischen Wettkämpfe beginnen sollten, begann es ger durch Liedervorträge, die Aussiger Turnerin große Wienschenmassen sich ansammelten. war früher auch in zahlreichen deutschen Arzu regnen und dieser Regen setzte immer stärfer nen durch Vorführung der Wiener Sonderübun­Auf den Fest pläßen begann nach dem beiterversammlungen tätig und betätigte sich, ein, so daß selbst die größten Optimisten dem kom gen und der Tanzvariationen über diese Uebun­da die Brünner tschechischen Arbeiter noch kein menden Tage mit Mißmut entgegen fahen. Die gen, der Arbeiterturnverein Kerochwitz durch die Umzuge ein reges Treiben, das besonders durch Turnerschaft allerdings ließ sich nicht abhalten, Stellung lebender Bilder, die den Gedanken der die turnerischen Vorführungen ausgelöst wurde. eigenes Blatt besaßen, als fleißiger Mitarbeiter am Volksfreund". Genosse Němec war einer absolvieren, ihre Sträfte in friedlichem Wettstreit ten sowie die Kapelle Löwenthal durch Musikvor- nen, Schüler und Schülerinnen erweckten durch trog aller Unbill der Witterung die Kämpfe zu Befreiung des Proletariats zum Ausdrud brach- Die Massenfreiübungen der Turner und Turnerin der Besten, die das tschechische Proletariat her zu messen. Lediglich zwei Fußballvettspiele am träge. Alle mustergiltigen Vorführungen fanden ihre exakte Ausführung und das erhebende Bild, vorgebracht hat. Er war Zeit seines Lebens Weiskirchliger Gemeindespielplatze, die Samstag stürmischen Beifall. welches sie den Zuschauern boten, die größte Be­ein Draufgänger, mit dem später die deutsche nachmittags stattfinden sollten, mußten infolge der wunderung. 64 Vereinsfahnen bildeten Der Pfingst sonntag, an dem sich im Sozialdemokratie oftmals die Klinaen zu Beschaffenheit des Playzes unterbleiben. Dafür Laufe des Tages das Wetter aufheiterte, brachte Fahnenwald, der den mächtigsten Eindruck hinter­freuzen gezwungen war, aber in unseren Reihen nahm das Treiben auf den übrigen Spielplätzen viele fremde Festteilnehmer nach Teplitz . Ueberall ließ. Für den tschech. Arbeiterturnverband hielt hat man ihm nie die persönliche Achtung und feinen ungestörten Fortgang. sah man proletarische Vereine, die den Festplägen am Festplate dessen Vertreter Heinl aus Pilsen Wertschäzung versagt. Am Abend vereinigte eine Begrüßungszustrebten, und nach der Mittagsstunde begann ein eine Ansprache, in der er es begrüßte, daß die feier die Turngenossen und Festteilnehmer in unaufhörlicher Aufmarsch jener Arbeiterinnen und freie Turnerschaft treu zur sozialdemokratischen der groken Turnhalle auf der Königshöhe in Tep- Arbeiter, die dem Rufe der freien Turnerschaft und Partei steht, und veerint mit den tschechischen Anton Němec ist am 17. Jänner 1858 fit. Genosse& remser als Kreisvertrauens- der Partei gefolgt waren. Die einzelnen Turnbe- Slaſſengenossen arbeitet. Mit einem fräftigen liz. in Brünn geboren, wo er das Handwerk mann begrüßte alle Mitwirkenden und erschiene- zirke nahmen gemeinsam mit den Parteigenossen" Frei Heil" schloß der Redner seine Ausführun­eines Schriftfepers erlernte und im Jahre 1876 nen Gäste, wobei er besondere Erwähnung der in den für sie bestimmten Gassen Aufstellung, gen. Am Feſtplatze erweckten auch die Sondervor der Organisation der Typographen beitrat. Im reichsdeutschen und tschechischen Arbeiterturner tat. worauf sich um 1 Uhr der Festzug formierte. Der führungen des 6. Bezirkes( Bodenbach) große Be­Buchdruckergewerbe war er bi zum Jahre Herr Richter vom Teplißer Stadttheater sprach Abmarsch erfolgte in der Richard Wagnerstraße achtung, da die Turner aller Sparten unter dem 1894 tätig, doch schon als Jüngling hatte er einen eindrucksvollen Prolog, der von Genossen wo eine schier endlose Schar von Arbeiterradfah- Gesang des Bundesturnermarsches aufmarschier­sozialistische Ideen in sich aufgenommen, ar- ofbauer verfaßt wurde. Der Prolog, wel rern, der von der Roten Wehr gebildeten Spitze ten und durch die rote Fahne, die sie mit sich führ beitete rastlos an seiner geistigen Fortbildung cher mit dem Ruf ,, Masse marschiert!" schloß. fand folgte. Auf festlich geschmückten Rädern dürften ten, ihrem Einſtehen für die proletarische Sache und betätigte sich frühzeitig als Agitator und sowohl wegen seines trefflichen Inhalts als auch etwa 600 Radfahrer den Zug eingeleitet haben, Ausdruck gaben. Die übrigen turnerischen Bor­führungen auf allen Festpläßen, die der Konsum­Mitarbeiter an der sozialdemokratischen Presse.******** verein zur Propaganda für die Genossenschaft be­Er führte eine gewandte Feder und besaß eine morauf er in die tschechoslowakische revolutio-| nahm während seiner Parteitätigkeit als Dele- nützte, boten ein Bild des edlen Wettstreites und cindringliche Rednergabe, die ihn bald in die näre Nationalversammlung als Mitglied ein- gierter und Repräsentant der tschechischen So- zeigten das Können der proletarischen Turner und vordersten Reihen der fämpfenden Arbeiter trat. Im Jahre 1920 wurde er als Abgeord- zialdemokratie an allen Kongressen der Sozia- Turnerinnen. schaft führte. Als im Jahre 1894 die tschechi- neter in das tschechoslowakische Parlament ge- listischen Internationale teil. Als die Partei Sonntag abend fanden im Turnhallensaal ichen Sozialdemokraten in Wien die Dělnicke wählt, im Jahre 1925 unterblieb seine Kandi- von der steigenden Welle des Nationalismus auf der Königshöhe in Teplitz und im Imperator­Listy" begründeten, wurde Anton Němec zur batur, da er mittlerweile schwer erkrankt war. im tschechischen Volke nicht unberührt blieb, und Saal in Turn Fest kommerse statt, die mas­Leitung des Blattes berufen und er wirfte in In diesen wenigen Daten zusammengedrängt als die tschechische separatistische Gewerkschafts- senhaft besucht waren, und neben Liedervorträgen dieser Eigenschaft unter schwierigen Verhält- liegt ein arbeitsreiches, kampfbewegtes Leben. bewegung die Gemüter erhiẞte, nahm die Aus der Arbeiterfänger auch turnerische Vorführungen Verhält- liegt nissen, doch mit großem Erfolge bis zum Jahre Nie hat Nemec Arbeit und Mühe geschent, einanderseßung zwischen der deutschen und brachten. Große Beachtung fanden die Freinbun­1897. In diesem Jahre fanden die ersten aber er fonnte mit Freude und Stolz die tschechischen Partei mitunter leidenschaftliche Turnerinnen des 8. Bezirkes, die Vorführungen gen der Turner des 8. Bezirkes( Seestadt!), der Wahlen nach der Badenischen Wahlreform statt Früchte dieser Arbeit auch aufgehen sehen. Die Formen an, ebenso später, als die tschechische des tschechischen Verbandes, die Freiübungen der und Genosse tec wurde in der fünften tschechische sozialdemokratische Partei nahm Sozialdemokratie nach dem Umsturz die schon tschechischen Turnerinnen, das Kunstfahren der Kurie für den fünften Wiener Wahlkreis als einen ungeahnten gewaltigen Aufschwung, die, in Desterreich begonnene nationale Burgfrie- Arbeiterradfahrervereine Turn und Wiſtriß, die Standidat aufrestellt, doch unterlag er in dieser wenn auch günstige Verhältnisse diesen Auf- denspolitik in der tschechischen Koalition fort- lebungen des Sechsermannschaft des Eichwalder Zeit der Hochkonjunktur der christlichsozialen stieg beflügelten, doch) zum nicht geringen Teile seßte. Genosse Němec sprach und schrieb in Arbeiterturnvereines und die lebenden Bilder der Bewegung ebenso wie alle anderen in Wien wie alle anderen in Wien dag Verdienst Anton Němec' war. dieser Zeit gegen die deutsche Partei manches Turner aus Krochwiß. Die Tanzvariationen über aufgestellten Standidaten unserer Partei. Im herbe Wort, das manche Abwehr notwendig Turnübungen der Aussiger Turnerinnen und das jelben Jahre noch wurde in Prag das Pravo Arbeit für die Unterdrückten und Ent- machte. Das hindert nicht, zu erkennen, daß euerfeulenschwingen der Wistrißer Turnerinnen Lidu" gegründet und Němec mit der Leitung rechteten, Arbeit für das Gemeinwohl und für Němec für seine Partei stets das Beste gewollt Auf dem Sommers in der Teplißer Turn­überraschten durch ihre glänzende Ausführung. desselben betraut. Als im Jahre 1907 die die Partei, das war die Lebensaufgabe des hat, und daß mit ihm ein großer Mensch von balle hielt Genossee Rück I eine passende Anspra­Wahlen nach dem neugeschaffenen allgemeinen vielseitig begabten und unermüdlich regen edelster Gesinnung und vornehmster Pflicht- che und auch ein reichsdeutscher Turngenosse aus Wahlrecht vorgenommen wurden, gelangte er Mannes, an dessen Bahre nun die Proletarier treue dahingegangen ist. Vor dem toten Kämp- Meißen- Cotta richtete an die Festteilnehmer be­in das österreichische Abgeordnetenhaus, wurde aller Nationen trauernd stehen. Sein Name fer senkt auch die deutsche Sozialdemokratie in herzigenswerte Worte. Die Arbeiterfänger des 1911 wieder gewählt und verblieb österreichi- war weit über die Grenzen seines Wirkungs- Achtung, Bewunderung und ehrlicher Trauer Teplizer Bezirkes waren bei allen zum Vortrag scher Reichsratsabgeordneter bis zum Umsturz. kreises hinaus bekannt, denn Anton Němec ihre Fahnen! gebrachten Chören auf der Höhe.