Kommunales.
Aus der Magistratssitzung vom Freitag. Die von den Aus der Magistratsfikung vom Freitag. Die von den Gemeindebehörden beschlossene Zelle- Stiftung von 300 000 m. soll mit der bereits bestehenden Stiftung für den verstorbenen OberBürgermeister v. Fordenbeck vereint werden und der Stiftung die Bezeichnung v. Forckenbeck- Zelle- Stiftung beigelegt werden. Herr Belle soll auch auf Lebenszeit zum Ehrenmitgliede des Vorstands ernannt werden. Für die beabsichtigte Herstellung des Bildes des Herrn Zelle ist die Summe von 5000 M. und für den Rahmen zu dem Bilde die Summe von 800 M. beſtimmt worden. Der Stadtverordneten- Versammlung wird eine diesbezügliche Vorlage zur Zustimmung dieses Beschlusses des Magistrats- Kollegiums zugehen.
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deutschen Volke aufgebürdeten Militärlasten in der Gesammthöhe Nacht thätig sein. Täglich sind die Laternen zu puzen, von 19 603 Millionen Mark, der stattlichen Reihe der bis auf wozu vier Stunden gebraucht werden. Bei Regenwetter 20381/2 Millionen Mark angewachsenen Reichsschulden und der gar auf müffen fie oft zweimal täglich gereinigt werden. Durch die Ein12 159 Millionen Mark fich beziffernden Schulden in Reich und führung des Glühlichts ist die Arbeit gegen früher nicht unerheblich Bundesstaaten kann so wenig der Anlaß sein als etwa das Adressen- erschwert worden. Innerhalb eines Monats find ferner vier bis Gewerkschaften oder gar das Ziffernergebnis der neuesten Reichstags- fich die Arbeitszeit bedeutend. Bei ſtrengem Frost müssen die ein Verzeichniß der deutschen Gewerbe- Inspektoren oder der deutschen sechs Nachtpatrouillen zu machen. In den Wintermonaten verlängert wahlen. Und auch die kurzen biographischen Notizen der 56 sozial- gefrorenen Laternen aufgethaut werden; zu diesem Zweck ist alle werden uns also mit den Tausenden, die den Arbeiter- Notizkalender die Laternenanzünder irgend welche Nebenbeschäftigung nicht demokratischen Abgeordneten enthalten nichts Unfittliches. Wir zwei Tage Spiritus zu holen. In den kalten Jahreszeiten können bereits gekauft haben, bescheiden müssen, bis die Behörde die von ausführen, δα sie nicht allein den Tag über, sonBei be ihr in dem Arbeiter- Notiz- Kalender gefundene Unsittlichkeit näher dern auch abends und zur Nacht beschäftigt sind. bezeichnet. sonderen Vorfällen, wie zum Beispiel bei unbefugtem Flammens Das Magistrats Kollegium beschäftigte sich in längerer Be- Ueber die Berliner Wohnungsverhältnisse bringt der so- löschen, muß den Kontrolleuren in ihrer Wohnung Meldung gemacht rathung mit dem Antrage der städtischen Gas- Deputation, eben erschienene erste Theil des Berichts über die Gemeinde- Ver- werden. Sonntagsruhe oder sonstige regelmäßige Ruhetage giebt es einen einheitlichen Preis von 12 Pf. für den Kubikmeter für Leucht- waltung in den Jahren 1889-1895 interessante Mittheilungen. Da- nicht. Von dem minimalen Lohn werden wegen der geringsten Verund Heizungsgas einzuführen. Der Magistrat lehnte diesen nach hielt die Entwickelung der Berliner Wohnungsverhältnisse mit gehen oft nicht unerhebliche Abzüge gemacht; erwähnt muß werden, Antrag ab und es bleibt bei den jezigen Säßen, für Leuchtgas der andauernd starten Zunahme Zunahme der Bevölkerung( die daß jeder Laternenanzünder für eine zerbrochene Scheibe 5 Bf. zahlen 16 Pf. und für Heizgas 10 Pf., bestehen. Im weiteren beschloß das allerdings 1890/95 etwas nachließ) nicht gleichen Schritt. muß, falls er nicht nachweisen kann, wer den Schaden angerichtet Kollegium, die Deputation zu beauftragen, in Erwägung zu ziehen, eine überreiche Anhäufung der Bevölkerung in hat, was natürlich fast nie möglich ist. Die geschilderten Verhältnisse ob es angängig sei, die Gasmesser miethe zu erlassen und für vielen Grundstücken zu beklagen. Zustände, deren bedenkliche Folgen beweisen wohl, daß die Laternenanzünder kein unberechtigtes Ver das Leuchtgas zu gewerblichen Zwecken ein Rabattsystem einzu- in gesundheitlicher und sittlicher Beziehung schon in früheren langen an ihre vorgesetzte Behörde gerichtet haben. Hoffentlich führen. Berichten hervorgehoben wurden, bestanden weiter und forderten wird den geäußerten Wünschen Rechnung getragen. Ferner beschloß das Kollegium, den Antrag der städtischen gebieterisch ernste Abhilfe. Verbrauch von Hundefleisch ist nicht blos in Chemnitz festWasserwerke, den Wassertarif für Leitungswasser herabzusetzen, Die Gefährdung der Gesundheit in solchen überfüllten Grund- gestellt worden. Der 5. Jahrgang des Statistischen Jahrbuchs einer siebengliedrigen Kommission zur Vorberathung zu überweisen. stüden ist naturgemäß eine höhere und die starke Ausnutzung gerade beutscher Städte" berichtet aus verschiedenen Orten, aus Chemniz, Gegen die Maßregelung der jüdischen Lehrerinnen. Die der kleinsten, von Arbeitern bewohnten Wohnungen durch Aufnahme Leipzig , Dresden , Breslau , Halle, Barmen, daß Schlachtungen von Stadtverordneten Dr. Preuß, Kreitling, Ladewig, Bracke, Riemer, bon Schlafleuten ist wenig erfreulich; betrug doch die Zahl der Hunden in den öffentlichen Schlachthäusern stattgefunden haben. Wie viele Hunde in diesen und noch anderen Orten privatim geschlachtet Drenste, Marggraff, ünstein, Dr. Friedemann, Raaz, Dinse, Wit- Schlafleute für Berlin Ende 1890: 95 365( 1885 nur 84 687). towski, Weiß, Dr. Paul, Deter, Frid, Dr. Ruge haben folgenden war Ende 1890 bis auf 72,9 gestiegen, während sie 10 Jahre vorher Presse Die durchschnittliche Einwohnerzahl eines Berliner Grundstücks wurden, das entzieht sich natürlich der Kenntniß. Die agrarische Antrag in der Stadtverordneten- Bersammlung eingebracht: Die will glauben glauben machen, machen, daß die Verwendung von Unterzeichneten beantragen: Die Versammlung wolle den Magistrat nur 60,6 betragen hatte. Gleichzeitig fiel die auf den Einwohner Hundefleisch zur menschlichen Nahrung ins Reich der Fabel ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß den ohne ihr Verschulden ge tommende Bodenfläche von 56 auf 40 Quadratmeter. In der gehöre. Im 5. Jahrgang des Jahrbuchs wird aber ge= maßregelten jüdischen Lehrerinnen eine ersprießliche Wirksamkeit und jenseitigen mit damals 177 756 Einwohnern meist Arbeitern- fagt:„ Was das Hundefleisch betrifft, so tonnte der Konsum maßregelten jüdischen Lehrerinnen eine ersprießliche Wirksamkeit und bevölkerten Louisenstadt kamen sogar nur 16 Quadratmeter auf einen von solchem für Berlin nicht konstatirt werden. Dagegen wurde ein mit ihrer persönlichen Würde vereinbares Ausharren im städtischen Bewohner. Dieser Stadttheil Berlins hatte, was die Dichtigkeit der es in Chemnitz und Dresden gegeffen. In Dresden sollen 1893 Schuldienst ermöglicht werde, eventuell durch Versetzung an die höheren Mädchenschulen und wenn nöthig durch Beurlaubung bis Bevölkerung anbetrifft, die allerungünstigsten Verhältnisse aufzu- alle 58, 1894 nur 27 geschlachtete Hunde( bei gleichfalls 53 Schlachzum Eintritt entsprechender Vakanzen.- weisen, denn hier kamen auf jedes Grundstück 127,2 Bewohner tungen) zur menschlichen Nahrung verwendet worden sein." Im durchschnittlich, während die Durchschnittszahl für ganz Berlin wie 4. Jahrgang wurde zu den Hundeschlachtungen bemerkt:" Für gesagt 72,9 betrug.- Auch anderen Großstädten gegenüber Dresden und Chemniz wird ausdrücklich mitgetheilt, daß Hundefleisch steht Verlin in dieser Hinsicht weit zurüid; so betrug die einen Theil der menschlichen Nahrung bildet, in Chemnitz in einzelnen durchschnittliche Zahl der Bewohner eines Grundstücs in Lübed Schantwirthschaften nahezu ausschließlich. In Dresden kostet das mur 9,6, in Köln 14,6, in Nürnberg 18,1, in Frankfurt a. M. 19,7 Kilogramm Hundefleisch 50-60 Pf." und in Breslau , der zweitgrößten Stadt der preußischen Monarchie ( gegen Berlin noch immer ziemlich günstig) 49,7.
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Die Erfahwahlen zur Stadtverordneten Versammlung für die verstorbenen Stadtverordneten Dr. Leo( 4. Wahlbezirk der 1. Abtheilung); Weber( 7. Wahlbezirt, II. Abtheilung); Frenzel ( 6. Wahlbezirk, I. Abtheilung), sowie für den nach außerhalb verzogenen Stadtverordneten Hellriegel( 13. Wahlbezirt, II. Abtheilung) find vom Magistrat auf Dienstag, den 22. November, festgesezt worden. Die Wahl findet statt in den Wahlbezirken 4, 7 und 13 der II. Abtheilung von vormittags 10 bis nachmittags 5 Uhr; für den Wahlbezirk 6 der I. Abtheilung von vormittags 10 bis nach mittags 3 Uhr.
auf 671,10 m.
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Polizeilich verboten wurde eine Versammlung, welche die Anarchisten gestern, am Gedächtnißtage der Chikagoer Hinrichtungen, einberufen hatten. theilung von dem Verbot erhalten, dagegen wurde der Wirth des Der Einberufer hat diesmal keine MitBersammlungslotals( Andreasfäle) von der Polizei angewiesen, den Saal nicht zu öffnen. Als die Versammlungsbesucher erschienen, fanden sie den Eingang des Lokals von Schuhleuten besetzt, die jedem den Eingang wehrten.
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Bekanntlich sind die Berliner Wohnungsverhältnisse das Resultat der meist tafernenartigen Bauten, die wieder bedingt sind durch den Grund- und Bodenwucher und die hohen Miethen. Die Berliner Wohnhäuser stellen eben für den Besizer weniger eine Behausung, Das Gefinde- Hospital, Koppenstraße 38-40, hatte Ende als ein Handels- und Schacherobjekt dar. Die Volkszählung März d. J. einen Bestand von 106 Hospitalitinnen( gegen 107 im bon 1890 ergab, daß nur die Hälfte aller Berliner Grundstücke seit Vorjahre). Im letzten Verwaltungsjahr 1897/98 find den weniger als 6 Jahren im Besize desselben Eigenthümers waren; Hospitalitinnen insgesammt an Pflegegeld 19 863,25 M. und an drei Viertel noch nicht 16 Jahre und kaum ein Siebentel länger als 22. November in Berlin zusammen. Auf der Tagesordnung stehen Der Ausschuß der preußischen Aerztekammer tritt am Richtgeld 317,50 M. gezahlt worden. Während im Verwaltungs- 20 Jahre. jahre 1896/97 mur 143 Hospitalitinnen sich in Behandlung des Hospital- Der Durchschnittswerth eines freiwillig oder unfreiwillig verdie Beschlüsse der Aerztekammern betr. den Gesezentwurf über EhrenDavon mußten 7 öffentlichen Krankenhäusern zugeführt werden; ge- 229 261 M. im Jahre 1894; der durchschnittliche Miethsertrag von Krankenkassen und folgender Antrag der schlesischen Kammer: Den arztes befanden, stieg deren Zahl im letzten Verwaltungsjahr auf 177. fauften Grundstückes stieg von 172 101 m. im Jahre 1884 auf gerichte 2c., die Medizinalreform, die Abtrennung der Medizinalabtheilung vom Kultusministerium, die Stellung der Aerzte zu den storben sind 6. Die verausgabten Kur- und Arzneikosten stellten fich 9077 m. auf 12 318 M.; die durchschnittliche eingetragene Belastung Herrn Kultusminister zu ersuchen, daß er allen Apothekenbefizern Unter den Hospitalitinnen befanden sich 48, welche von 113 472 M. auf 171 223 M., während der durchschnittliche sowie Drogueriebesißern die Verpflichtung auferlege, auf den GeVermögen befizen; dieses betrug Ende März 1898 zusammen Feuerversicherungswerth eines bebauten Grundstücks in derselben fäßen, in welchen Medikamente an das Publikum verabfolgt werden 38 934,28 M. und ist der Verwaltungs- Deputation in Verwaltung Zeit von 115 833 M. auf 150 474 M. gestiegen war. gegeben worden. Die Zinsen hiervon( 1 266,80 M.) find den be- 1889 der durchschnittliche Miethswerth einer Wohnung 650 m.( Schachteln, Flaschen, Krausen u. dergl.), den Inhalt derselben antreffenden Hospitalitinnen ausgezahlt worden. 24 Hospitalitinnen betrug, stellte er sich 1892 schon auf 674 M. und im 1. Quartal 1894 zugeben und zivar sowohl bei den nach ärztlichen Rezepten an beziehen Invaliditäts- oder Altersrente, deren Höhe ungefähr 10 bis auf 684 M. gefertigten, als bei den im Handverkauf abgegebenen Medikamenten." 11 M. pro Person monatlich beträgt. Diese kleinen Renten werden Wie ungünstig sich die Wohnungsverhältnisse besonders für die Das Polizeipräsidium theilt mit: Am Bußtage sind alle den betr. Personen neben ihrem Pflegegelde ausgezahlt. Arbeiter Berlins gestalten, geht u. a. daraus hervor, daß bei der öffentlichen Luftbarkeiten mit Einschluß der Gesangs- und deklamaDer Bericht der Verkehrsdeputation an den Magistrat Volkszählung am 1. Dezember 1890 in Berlin 183 291 Wohnungen torischen Vorträge, Schaustellungen von Personen, theatralischen Vorbringt ausführliches über den Gang der Berathungen, bezüglich der mit 676 475 Bewohnern ermittelt wurden, wurden, die, abgesehen stellungen und Musikaufführungen verboten. Nur geistliche MusikHerstellung von Unterpflasterbahnen während des Verwaltungs- von Küchen und unheizbaren Zimmern, nur Heiz- aufführungen( Oratorien) sind gestattet. Am Vorabend des Bußtages jahres 1897/98, die schließlich darin gipfeln, daß die vom Stadtrath bares Zimmer aufwiesen. In 54 599 solcher Wohnungen sind öffentliche Tangluftbarkeiten und Bälle verboten. Diese Verbote Krause vorgeschlagenen Linien zum Gegenstande einer Ausschreibung wohnten 5 bis 9; in 764 fogar 10 bis 14 Menschen. In 3376 finden auch auf solche private Lustbarkeiten Anwendung, die gemacht werden sollen. Nachstehende Zusammenstellung giebt einen Wohnungen ohne heigbare Räume hausten 8324 Menschen. 32 158 geeignet sind, die äußere Heilighaltung der Sonn- und Feiertage zu Üleberblick über die projektirten Linien und die ungefähren Kosten der Aus- Wohnungen"( einschließlich 1185 Schiffshaushaltungen) verfügten beeinträchtigen. führung dieser Linien: 1. Ringbahn im Anschluß an die Siemens'sche nur über einen Raum( Küche, heizbares oder unheizbares Zimmer), Hochbahn Potsdamer Plaz- Stettiner Bahnhof- Warschauer Brücke. und in 2421 Wohnungen dieser Sorte befanden sich je 5 bis 12, zu Als Unterpflasterbahn 4650 Meter, als Hochbahn 5300 Meter und fammen 13 855 Bersonen. als Tunnel 500 Meter. 2. Ost- West- Linie: Schöneberg - Potsdamer Aus dieser Statistik ergiebt sich, daß noch ein sehr großer Theil Plaz- Schlesisches Thor 7900 Meter Unterpflasterbahn und 250 Meter der Bevölkerung Berlins unter den elendesten Wohnungsverhältnissen Tunnel. 3. Süd- Nord- Linie: Kaiser Friedrich Plaz- Potsdamer zu leiden hat, für deren Beseitigung mit aller Macht gefämpft werden Plaz- Chausseestraße- Wedding: 5000 Meter Unterpflasterbahn, muß. Um zu diesem Ziele zu gelangen, helfen freilich keine sozialaußerdem Mitbenutzung der Ringbahn vom Potsdamer Platz bis politischen Quadjalbereien; hier giebt es nur ein Radikalmittel, zum Oranienburger Thor und 250 Meter Tunnel. Diese drei welches die sozialdemokratische Partei zur Anwendung empfiehlt: Linien umfassen insgesammt 17,5 Kilometer Unterpflasterbahn und Verwandlung des kapitalistischen Privateigenthums an Grund und toften rund 60 Millionen Mart. Der Magistrat ist den vorgedachten Boden in gesellschaftliches Eigenthum".
Tokales.
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Halsabschneidereien in Miethskontrakten. In einem hiesigen Hausbesitzerverein wurde folgende Frage gestellt: Die Kohlenträger eines Miethers haben eine Flurscheibe eingedrückt und die neu an gestrichene Flurwand beschädigt. Der betreffende Miether verweist mich an den Kohlenhändler, dieser an den Kohlenträger. Bei der Vermiethung habe ich unseren Vereins- Miethsvertrag benutzt. Antwort: Nach§ 3 unseres Vertragsformulars haftet Ihnen der Miether! Miether verpflichtet sich... alle bei Gelegen heit einer für ihn vorgenommenen Beförderung von Waaren u. f. w. im oder am Hause entstandenen Schäden auf seine s. Kosten durch ordnungsmäßige Ausbesserung beseitigen zu lassen." Vorschlägen der Verkehrsdeputation beigetreten und hat die Depu Die Lebensmittel- Theuerung hat im städtischen Waisen Fordern Sie also den Miether zur ordnungsmäßigen Ausführung der tation mit den weiteren Vorbereitungen betraut. Die geplanten An- depot die Ausgaben für die Betö stigung der dort unter- Reparaturen mit der Androhung auf, daß Sie nach Ablauf einer lagen sollen nach dem Muſter der von der Firma Siemens u. Halste gebrachten Kinder im Verwaltungsjahre 1897/98 wieder um ein be- bestimmten Frist die Arbeiten auf seine Kosten machen lassen würden. hergestellten, seit 1. Mai 1896 in Betrieb befindlichen Unterpflaster- trächtliches erhöht. In den letzten 10 Jahren betrugen in dieser nehmen ist, ihn ein Verschulden trifft, dagegen würde eine Klage Unterpflaster- trächtliches Der Kohlenträger haftet Ihnen ebenfalls, wenn, wie es ja anzus bahn in Budapest ausgeführt werden. Anstalt die jährlichen Aufwendungen( in Mark) für die Beköstigung gegen den Kohlenhändler erfolglos fein. Diese Antwort ist vom pro Kind: 112,04( 1897/98), 108,56, 109,64, 106,45( 1894/95), ereins- Nechtsanwalt( Syndifus) ertheilt. Kleine unbemittelte Miether, 111,29, 116,45, 122,24( 1891/92), 110,90, 112,94, 106,27( 1888/89). Die ja solche Kontrakte bei der heutigen Noth an kleinen Wohnungen widerSelbstverständlich sind auch die Ausgaben für die Beföftigung der spruchslos unterschreiben müssen, mögen sich also mit ihren Sohlenträgern Dienstboten und der Beamten Bes Depots( sie sind nach vorsehen. Die Noth an kleinen Wohnungen muß wachsen, seitdem die Die Mitglieder des sozialdemokratischen Wahlvereins dem im Etat angenommenen Verhältniß den Kosten von Berlin VI werden darauf aufmerksam gemacht, daß morgen, 23/4 beziehungsweise 4 Kinderportionen gleichzusetzen) Kahlpfändung abgeschafft ist und daher die Sicherung der HausSonntag früh 7 Uhr, eine Flugblatt- Verbreitung im sechsten sprechend gestiegen. Eine Aenderung des Beköftigungsregulativs dings wird die Milderung des Gesetzes von Böswilligen vielfach wirthe gegen zahlungsunfähige Miether geringer geworden ist. AllerStreise stattfindet. Bei der Rückständigkeit, die unsere politische hat in den 10 Jahren nicht stattgefunden. Das Auf und Organisation noch aufzuweisen hat und angesichts des Umstandes, Ab dieser Zahlen entspricht aber ziemlich genau der Bewegung der sehr raffinirt ausgemust. daß die Parteipreffe immer noch nicht in genügendem Maße von der Preise der wichtigsten Lebensmittel in demselben Zeitraum und läßt thums vorhandenen Terrorismus der Arbeiterschaft will man mit Gegen den nur in der Phantasie des profitwüthigen UnternehmerEinwohnerschaft gelesen wird, ist es unsere Pflicht, jede Gelegenheit dadurch den Zusammenhang der Steigerung der Ausgaben mit der Buchthausgefeßen zu Felde rücken, die jede freie Regung des Prole mit zu ergreifen, auffklärend zu wirken. Wir erwarten, daß die Mitglieder Lebensmitteltheuerung erkennen. Im städtischen Waisenhause ihre Hilfe bei dieser nützlichen Arbeit nicht versagen und zahlreich ist natürlich dieselbe Wirkung eingetreten. Die Verwaltung hat nicht agrarierthums jedoch, der sich den schlimmsten Wucherprattiken ebentariats unmöglich machen sollen. Den Terrorismus des Hausan der Verbreitung der Flugblätter theilnehmen werden. Viele nöthig, den Kindern oder dem Personal deshalb gleich die Kost bürtig zur Seite stellt, läßt man wachsen, blühen und gedeihen! Hände machen der Arbeit bald ein Ende! zu schmälern. Anders dürfte es aber um diejenigen WaisenDie Genossen wollen sich in folgenden Lokalen rechtzeitig ein- finder stehen, die in Rostpflege( Familien) untergebracht Fleischschau. Auf dem städtischen Schlachthofe sind im Monat finden: sind, und das ist bei den allermeisten unserer städtischen Oktober 5. J. 57 085 Schweine( gegen 56 307 im Oftober 1897) Schönhauser Vorstadt: Schönfeld, Fehrbellinerstr. 9; Waisentinder der Fall. Für das geringe Roftgeld, das für sie gezahlt untersucht worden. Davon find 5 Stück wegen Trichinen und Rosenthaler Vorstadt: Bachgänger, Swinemünder str. 96; wird, kann ohnedies nicht viel geboten werden, wenn die Pflege- 45 Stüd wegen Finnen als zur menschlichen Nahrung ungeeignet. Gesundbrunnen : G. Hermann, Putbuserstraße 45, und Eltern nicht in die eigene Tasche greifen und tüchtig zulegen. Wenn zurückgewiesen worden. 2. Brinkmann, Prinzen- Allee 26; Wedding : Franz aber die Lebensmittel im Preise steigen, dann hat es in weniger Im Militärstaat. ,, Gestern Die Berl. 8tg." berichtet: Gleinert, Müllerstr. 7a; Oranienburger Vorstadt: Schulz, bemittelten Familien mit dem gulegen sehr bald ein Ende. Dann Morgen gegen 3/48 ritt ein Offizier den Bürgersteig der Rathenowers Schwarztopff str. 11; Moabit : Johann Pfarr, Buttlig wird Schmalhans Küchenmeister, für die Pflege- Eltern und auch straße entlang, also gerade zu einer Beit, wo dieser Weg von Schulstraße 9. für das Pflegefind; denn die Berliner Gemeindeverwaltung hält tindern und anderen Passanten sehr stark belebt war. Weder Den Vorstandsmitgliedern zur Nachricht, daß die nächste Sigung sich in solchen Zeiten nicht für verpflichtet, das Koftgeld zu erhöhen. die entrüsteten Zurufe des Publikums noch die direkte Aufam Mittwoch, den 16. November, abends pünktlich um 7 Uhr bei Die städtischen Laternenanzünder haben, wie wir vor einiger forderung eines Herrn, welcher dicht hinter dem Reiter Herging, Franz Gleinert, Müllerstr. 7a, stattfindet. Der Vorstand. Beit mittheilten, in einer Zuſchrift an die Behörde um Gewährung vermochten diesen zum Verlassen des Bürgersteiges zu bewegen, eines Lohnes gebeten, der ihnen möglich macht, sich ohne besondere und auch eine Aufforderung an den vor dem Kriminalgericht postirten Wegen Unfittlichkeit konfiszirt wurde gestern zur größten Nebenbeschäftigung durchs Leben zu schlagen. Gegenwärtig sind die Schußmann, er möge den Offizier vom Bürgersteig hinunterweisen, Ueberraschung des Verlegers der von der Buchhandlung Laternenanzünder in drei Lohntlassen eingetheilt und zwar erhält blieb erfolglos: Der Schuhmann wendete sich nicht gegen den Vorwärts herausgegebene Arbeiter- Notiz- Kalender für 1899. die erste Klasse einen Monatslohn von 60 m., die zweite 66 M. und Offizier, sondern gegen die immer mehr an Zwar nicht in der Verlagsbuchhandlung, sondern in Bantow in die dritte 70 M. Irgend welche Bestimmungen, wie lange die Leute wachsende Menschenmenge, welche dem Reiter folgte, der Buchhandlung des Genossen E. Bi13, woselbst ein Gendarm den einzelnen Lohntlassen angehören sollen, sind nicht vorhanden. indem er sie zum Auseinandergehen aufforderte. Als der Offizier von diese hochnothpeinliche Prozedur vornahm. So unglaublich auch Die Lohnverhältnisse werden, wie man uns von gewerkschaftlicher einigen Herren aus dem Publikum wiederholt aufgefordert wurde, nunGenossen Bilz dieser Befehl erschien, ein Blick in den von Seite mittheilt, von den unteren und mittleren Beamten geregelt. mehr das Trottoir zu verlassen, seste er sein Pferd in Trab und verschwand der Behörde ausgestellten Schein überzeugte ihn, daß dem Daß bei einer solchen Handhabung nicht alles nach den Grundsäßen über die Lutherbrüde in der Richtung nach dem Großen Stern hin. Gendarmen kein Irrthum zugestoßen. Da stand schwarz lauterster Gerechtigkeit verläuft, ist begreiflich. Die tägliche Arbeits- So die Thatsachen. Was das Verhalten des Offiziers anbetrifft, so auf weiß: Arbeiter Notiz kalender, Verlag Borzeit richtet sich nach den Jahres- und Witterungsverhältnissen. Im erübrigt sich jedes Wort der Kritik. Der Schußmann aber wärts, Beuthstraße. Mit seinem bescheidenen Unter- Sommer beträgt sie 7-7/ 2 Stunden; es ist jedoch hierbei nicht zu wird von seinem Vorgesezten Hoffentlich darüber belehrt werden, thanenverstand zerbrach sich Genosse Bilz vergebens den Kopf, durch vergessen, daß die genannten Arbeitsstunden nicht hintereinander ge- daß er gegen Straßenpolizei- Kontravenienten unter allen Umständen welchen Artikel denn die Unsittlichkeit verbrochen sein soll; er fand leistet werden. Der Laternenanzünder muß vielmehr einige einzuschreiten hat, auch dann, wenn die Kontravenienten Offiziere es nicht. Wir auch nicht: die Beröffentlichung der seit 1871 dem Stunden am Tage, anderen des Abends und zur I find."
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